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Sprachen


Sprachen in Asien

Asien umfasst eine Vielzahl von Ländern, Kulturen und Menschen sowie hunderte von Sprachen, die man traditionell in verschiedene Sprachfamilien einteilt. Die folgende Einteilung gibt einen naturgemäß unvollständigen und stichpunktartigen Überblick in die ungeheure Komplexität des Themas.

Die kaukasischen Sprachen
Obwohl der Kaukasus nur ein kleines Gebiet umfasst, finden sich hier auf begrenztem Raum über 40 Sprachen, die in verschiedene Sprachfamilien eingeteilt werden. Der Begriff „kaukasische Sprachen“ ist demnach in erster Linie eine geographische Bezeichnung.
Das Georgische besitzt eine umfangreiche Grammatik mit einer sehr komplexen Verbalflexion und vielen Unregelmäßigkeiten. Eine weitere Schwierigkeit ist die Aussprache der bis zu acht Konsonanten umfassenden Konsonantenbündel.
Die abchasisch-udygejischen Sprachen beeindrucken durch ein reiches Konsonantensystem und wenige Vokale. Der abchasische Dialekt Bzyb besitzt nur zwei Vokale, dafür aber 67 Konsonanten.
Das zu den nordostkaukasischen Sprachen gehörige Tabassaranisch ist wahrscheinlich die Sprache mit dem ausgedehntesten Kasussystem. Während es im Deutsch nur vier Kasus (Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ) gibt, verfügt Tabassaranisch über etwa 48 Nominal-Kasus.

Der Ferne Osten
In dem riesigen Gebiet gibt es sehr viele Sprachen, die teilweise akut vom Aussterben bedroht sind. Zu den im Moment noch relativ robusten Sprachen gehören das Aleutische und das asiatische Eskimoisch. Erheblich vom Russischen beeinflusst sind die tsuktschisch-kamtschadalischen Sprachen. Beide Sprachfamilien besitzen einige interessante Eigentümlichkeiten. Einige von ihnen zeichnen sich durch Ergativität, Agglutination und sehr komplexe Verbkategorien aus. Sowohl die Eskimosprachen als auch das Tschuktische sind so genannte polysynthetische Sprachen. In diesen Sprachen werden verschiedene Affixe mit einem zentralen lexikalischen Morphem kombiniert, woraus dann ein einzelnes, oft sehr langes Wort entsteht. In extremen Fällen kann dieses eine Wort, ins Deutsche oder eine andere europäische Sprache übertragen, einem ganzen Satz entsprechen.

Japanisch-Koreanisch
Japanisch und Koreanisch, obwohl nach heutigem Forschungsstand nicht direkt miteinander verwandt, besitzen viele Gemeinsamkeiten. Beide Sprachen gehören zum agglutinierenden Typ, bei der die Wurzel eines Verbs durch diverse, bedeutungsgebende Zusätze erweitert wird. Sie unterscheiden sich strukturell sehr vom Deutschen, u.a. gibt es keinen Artikel, kein grammatisches Geschlecht, keine Deklination. Trotzdem sind beide Sprachen nicht einfach zu lernen. Japanisch und Koreanisch sind sehr genau bei der Markierung der Beziehung des Sprechers zu seinem Gegenüber, dies erfolgt durch die sogenannte Höflichkeitssprache. Diese hängt nicht nur damit zusammen, wie nah sich die Sprecher stehen (im Deutschen durch „Du“ und „Sie“ ausgedrückt), sondern vom Alter, Geschlecht sowie der sozialen Position. Höflichkeit wird dadurch ausgedrückt, indem man den Gesprächspartner durch sprachliche Mittel „erhöht“, bzw. sich selbst „klein“ macht. Im Japanischen gibt es 14 verschiedene Ausdrücke für das Personalpronomen der 1. Person „ich“, die Auswahl hängt maßgeblich vom Kontext, dem Sprecher und dem Gegenüber ab. Folgerichtigerweise existieren im gesprochenen Japanisch große Geschlechtsunterschiede, d.h. es gibt eine „männliche“ und eine „weibliche“ Sprache. Dies betrifft sowohl die Wortwahl, als auch den Satzbau.

Indische Sprachen
In Südostasien lassen sich die Sprachen hauptsächlich der indo-iranischen und der dravidischen Sprachfamilie zuordnen. Hindi wurde im Jahr 1965 neben Englisch zur Amtssprache Indiens, unter den weltweit meist gesprochenen Sprachen nimmt es mit 600 Millionen Menschen den 3. Platz ein. Hindi enthält viele Wörter aus dem Sanskrit, es wird mit der Devanagari-Schrift geschrieben, während das eng verwandte Urdu, die offizielle Sprache Pakistans, viele Wörter aus Arabischen, Persischen und Türkischen übernommen hat und mit arabischen Buchstaben geschrieben wird. Neben Hindi gibt es viele lokale Sprachen, wie Punjabi, Bengali, Gujarati oder Marathi (um nur einige zu nennen). Die Bezeichnung gibt immer auch Aufschluss über die Gegend, in der sie gesprochen werden.
Die dravidischen Sprachen sind nicht mit den indo-iranischen verwandt, sie werden heute hauptsächlich im Süden Indiens und in Sri Lanka gesprochen. Zu den wichtigsten dravidischen Sprachen gehören Kannada, Malayam, Telugu und Tamil. Ob die dravidischen Sprachen von außen auf den Subkontinent gelangten oder die Sprachen der Urbevölkerung Indiens darstellen, ist unter Forschern umstritten.

Südostasien und China
Hier finden sich mehrere Sprachfamilien, die sich teilweise ähneln, aber in gewissen Punkten auch unterscheiden. Sowohl die chinesischen Sprachen, als auch Thai, Laotisch und Vietnamesisch (um nur einige zu nennen) sind Tonsprachen, d.h. die Tonhöhe, bzw. der Verlauf gibt Aufschluss über die Bedeutung eines Wortes.
Chinesische Sprachen werden etwa von 1,3 Milliarden Menschen gesprochen, darunter nimmt das Mandarin oder Hochchinesisch mit 875 Millionen Sprechern den Spitzenplatz ein.
Das Hochchinesische besitzt vier Töne: Den gleichbleibend hohen Ton, den steigenden Ton, den fallend-steigenden Ton und den fallenden Ton. Ein Beispiel: fan im gleichbleibend hohen Ton bedeutet "segeln", im steigenden Ton "Ärger", im fallend-steigenden Ton "drehen" und im fallenden Ton "Reis". Das Vietnamesische liegt mit sechs Tönen in Bezug auf die phonologische Komplexität im Mittelfeld. Mit an der Spitze der phonologischen Komplexität liegen die im Süden Chinas und in Thailand gesprochenen Hmong-Mien-Sprachen, sie besitzen zwischen sieben und zwölf Tönen. Außerdem zeichnen sich diese Sprachen auch durch bis zu 50 Konsonanten und sechs Vokale aus. Es gibt etwa 5 Millionen Sprecher, in den letzten Jahren sind viele von ihnen in die USA, Frankreich oder nach Australien emigriert.


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