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Die Sprache des HC Strache

Tipp von Redaktion
Heinz-Christian Strache ist der Parteivorsitzender der Freiheitlichen Partei Österreich (FPÖ), Klubobmann und Abgeordneter zum Österreichischen Nationalrat. Er hat den Parteivorsitz im Jahr 2005 übernommen und ist der - so wie er selbst sagt - "der längstdienende Obmann einer in Österreich zur Wahl stehenden Partei", die "er von 3 Prozent auf über 20 Prozent in den Umfragen" geführt hat. 2005 verwies Strache noch gerne auf die Tatsache, dass er der "jüngste Obmann sei und die Alternative zu den alten Gesichtern". Nun sei er im "besten Alter" und "reifer" geworden.

Die Aussagen bleiben gleich



Strache, der zu Beginn seiner Obmannschaft noch mit Slogans wie "Daham statt Islam", "Volksvertreter statt EU-Verräter" oder auch "Wien darf nicht Istanbul" geworben hat, ruderte in den letzten Monaten aber immer wieder zurück. Der kantige Oppositionspolitiker, der sich gerne als "mediales Opfer" sieht und den "Mächtigen gerne auf die Finger klopfen" möchte, scheint seit geraumer Zeit am Image des Staatsmannes zu arbeiten. Schlussendlich will Strache seit 2005 einerseits Bürgermeister der österreichischen Bundeshauptstadt Wien werden, andererseits mit der FPÖ die stimmenstärkste Partei und somit den Bundeskanzler stellen. Seine Reden haben sich zwar verändert, jedoch bleiben die Aussagen gleich: Die "Mächtigen wollen an der Macht bleiben", die "Grenzen müssen geschlossen" und "auf die Wähler muss gehört" werden - doch wie erfolgreich ist der Oppositionspolitiker damit tatsächlich?

Strache spielt mit dem Feuer



Strache hat die FPÖ im Jahr 2005 übernommen. Damals stand die Partei kurz vor dem Ende. Jörg Haider, der ehemalige Obmann, gründete das BZÖ - Bündnis Zukunft Österreich. Folgte man den Umfragen, so waren nur 3 Prozent der Meinung, der FPÖ noch ihre Stimme geben zu wollen. Ein Desaster für eine Partei, die Ende 2000 weit über 20 Prozent erreichte und - gemeinsam mit der ÖVP - in der Regierung saß. Zu Beginn waren es Wortmeldungen gegen "die Verräter". Strache erinnerte immer wieder an die damaligen FPÖ-Regierungsmitglieder, die "mit der jetzigen FPÖ nichts mehr zu haben"; "die Verräter und Glücksritter, die sie sind jetzt beim BZÖ, sie haben in der FPÖ keinen Platz mehr", so Strache. Auch heute betont der FPÖ-Obmann gerne, dass er die Partei "bei 3 Prozent" übernommen hat. Es ist, das bemerkt der Zuhörer relativ schnell, "sein Verdienst". "Er" hat sich dieser Aufgabe gestellt und "er" war es, der "unangenehm" wurde, der immer wieder "medial falsch dargestellt" wird, obwohl er viele Aussagen "so gar nicht gesagt" hätte. Dazu gehören etwa umstrittene Äußerungen im Zuge des Wiener Akademikerballs ("Wir [Anm.: die Wähler der FPÖ und die Funktionäre] sind die neuen Juden") oder auch "absichtlich missinterpretierte Wahlplakate ("Mehr Mut für unser Wiener Blut - zu viel Fremdes tut niemanden gut"). Ist Strache also tatsächlich ein Opfer der Medienlandschaft? Folgt man seinen Reden, so könnte man den Eindruck gewinnen, dass "die Mächtigen alles unternehmen", damit "ihm" geschadet wird.

Die vier Abschnitte einer klassischen Strache-Rede



Zu Beginn spricht Strache die Probleme an. "Massenzuwanderung", "Arbeitslosigkeit", "eine untätige Regierung, die die Probleme nicht erkennt" oder auch die Tatsache, dass die "Rentner heutzutage armutsgefährdet" sind. Er "kümmert sich um den kleinen Mann", der "ein besseres Österreich" verdient hat. Nun sucht Strache die Schuldigen. Es sind - wie nicht anders zu erwarten war - "die Mächtigen". Das sind die "Anzugträger aus Brüssel", der "Bundes- und der Vizekanzler", die "Regierungsbank" oder auch die Medien. Nun weiß der Zuhörer, warum es ihm "schlecht" geht. Der "Feind" wurde aufgebaut - der "Feind" hat also ein Gesicht (in dem Fall: viele Gesichter) bekommen. Nun kommt die Lösung: HC Strache höchstpersönlich. In seinen Reden betont er immer wieder seine eigene Person. "Ja, mit einem HC Strache wird es das nicht geben", "ein HC Strache sorgt für Ordnung", "ein HC Strache wird darauf achten, dass wir[Anm.: die Österreicher] Herr im eigenen Haus bleiben" - er motiviert die Zuhörer also, dass diese ihm die Stimme geben. Im vierten Abschnitt "regiert HC Strache" bereits und schildert, was er alles ändern wird. "Es gibt mehr Geld für die Österreicher", "von der EU lassen wir uns nichts mehr vorschreiben", "die Grenzen werden geschlossen" und "Österreich wird wieder lebenswerter" - starke Ansagen, die aber das Gefühl vermitteln, dass die FPÖ - oder besser gesagt Heinz-Christian Strache - die einzige Alternative ist, wenn das Land nicht vor die Hunde gehen soll.

Ein guter Rhetoriker, der jahrelang unterschätzt wurde


Strache ist für seine kämpferischen Reden bekannt. Er formuliert überspitzt, baut immer wieder Wortspiele ein und schreit auch einmal in das Mikrofon, wenn er sich - so wie er selbst sagt - "besonders ärgert". Er will, nicht wie alle anderen Politiker, den "Österreichern dienen". Dabei schreckt er auch nicht vor Seitenhieben zurück, die in alle Richtungen gehen. Strache ist, der Meinung sind auch viele Polit-Experten, rhetorisch begabt, wobei er jahrelang von seinen politischen Mitbewerbern unterschätzt wurde. Strache weiß, wie er Wählerstimmen lukriert und weiß auch, was seine Wähler hören wollen.


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Die Sprache des HC Strache

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