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Sprache der Tiere

Tipp von Redaktion
"Wir können nicht nicht kommunizieren." Diesen Satz hat der österreichische Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick geprägt. Diese Aussage gilt aber nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere. Sie kommunizieren untereinander auf verschiedenste Weise und sie versuchen teilweise auch mit uns Menschen zu "reden". Doch worüber und wozu "sprechen" Tiere eigentlich?

Laute


Die auffälligste Methode der Kommunikation von Tieren ist die Lautsprache. Katzen miauen, jaulen oder schnurren und Füchse keckern. Vögel zwitschern und Schweine grunzen. Diese Laute können viele verschiedene Hintergründe haben. Oftmals wollen die Tiere damit ihr Revier kennzeichnen oder vor Eindringlingen warnen. Zum Beispiel haben Grüne Meerkatzen verschiedene Laute, um vor unterschiedlichen Feinden zu warnen. Und je nachdem welcher Ruf von den Mitgliedern der Gruppe vernommen wird, reagieren die Meerkatzen unterschiedlich auf die Bedrohung. Manchmal gehören die Laute jedoch auch zu Paarungsritualien. Hirsche röhren beispielsweise in der Brunftzeit und locken somit Weibchen an.
Auch Frösche quaken, um Weibchen zu sich zu locken. Je lauter die Stimme, desto besser kommt das Männchen bei den weiblichen Tieren an. Des Weiteren kann ein Laut auch zur Orientierung dienen, um herauszufinden, wo die anderen Mitglieder der Gruppe sind. Genau aus diesem Grund heulen auch Wölfe. Einige sehr intelligente Vogelarten, wie Raben und Papageien, können sogar die menschliche Sprache nachahmen. Auch Fische geben Laute von sich, um zu sprechen, nur sind diese für den Menschen meistens zu leise, um sie wahrzunehmen. Das Sprichwort "stumm wie ein Fisch" entspricht somit eigentlich nicht der Wahrheit.

Mimik und Gestik


Genauso wichtig wie die Laute sind auch die Mimik und Gestik der Tiere, die auch einen Teil der Sprache darstellen. Denn genauso wie Menschen kommunizieren Tiere nicht nur über Laute. Katzen schlagen beispielsweise mit dem Schwanz, wenn sie sich unwohl oder bedroht fühlen. Hunde dagegen wedeln mit der Rute, wenn sie sich freuen. Auch Gesichtsausdrücke können sehr wichtig sein: Wenn ein Wolf die Zähne fletscht, auch ohne zu knurren, dann drückt er damit Aggressivität und Angriffsbereitschaft aus.
Ein Pferd, das die Ohren anlegt, ist auch als aggressiv anzusehen. Erst wenn das Pferd die Ohren wieder gerade stellt und die Ohrmuscheln nach vorne zeigen, kann man es wieder beruhigt anfassen. Damit drückt es Freundlichkeit und Aufmerksamkeit aus. Oftmals versucht man als Mensch Rückschlüsse auf die eigene Mimik und Gestik zu führen, doch nicht immer kann man darauf vertrauen. Denn wenn Katzen ihre Augen zusammenkneifen, hat das nichts mit Wut oder Angriffslust zu tun, ganz im Gegenteil: Katzen zwinkern einander oder ihren Menschen langsam zu, wenn sie sich wohlfühlen und um ihre Zuneigung zu zeigen.

Chemische Signale


Abgesehen von Lauten und Gesten haben Tiere noch eine weitere Möglichkeit der Kommunikation: chemische Signale. Ameisen legen beispielsweise eine Duftspur, die von Menschen nicht zu erkennen ist, zwischen Nest und Futterquelle, damit die anderen Artgenossen auch den Weg dorthin finden. Sehr viele Tiere markieren ihre Reviere auch mit Duftstoffen, um Eindringlingen zu zeigen, dass sie unerwünscht sind. Dieses Verhalten bzw. diesen Teil der Sprache können vor allem Hundebesitzer bei einem Spaziergang oft bemerken. Hunde markieren oft beim Spazierengehen über die Duftspur eines anderen Hundes.

Schallwellen und Farben


Manche Tiere, wie beispielsweise Fledermäuse oder Wale, kommunizieren mit Schallwellen. Fledermäuse kommunizieren mit Ultraschall, während Wale Meister des Infraschalls sind. Auch Elefanten haben, abgesehen vom Trompeten, die besondere Sprache des Infraschalls perfektioniert. Diese Töne sind sogar über mehrere Kilometer für andere Elefanten hörbar. Für den Menschen sind diese Möglichkeiten der Sprache, genauso wie die chemischen Signale, meistens nicht bemerkbar. Erst mithilfe von speziellen Geräten kann diese Art der Sprache gemessen und womöglich verstanden werden.
Die Tiere wollen sich damit meistens orientieren, um nicht irgendwo dagegen zu stoßen oder um andere Artgenossen zu finden. Chamäleons und Tintenfische hingegen kommunizieren durch einen Wechsel ihrer Farbe, damit drücken sie zum Beispiel Angst aus.

Wie Tiere mit Menschen kommunizieren


Doch nicht nur mit ihren eigenen Artgenossen kommunizieren Tiere. Die meisten Tiere können einige Wörter lernen und sie mit bestimmten Situationen oder Kommandos verbinden. Als bestes Beispiel sind hier natürlich Hunde zu nennen. Aber auch Affen oder einige Vögel können einige Wörter verstehen lernen. Andere Tiere, wie zum Beispiel Delfine, merken sich schnell bestimmte Gesten und reagieren auf diese. Auch Katzen sind sehr außergewöhnlich bei der Kommunikation mit Menschen: Untereinander miauen Katzen nur sehr selten, doch mit Menschen "plaudern" sie manchmal sogar. Studien haben bewiesen, dass die Katzen wirklich mit ihren Menschen kommunizieren möchten. Darum klingt jede Katzenstimme auch anders, je nachdem, wie man als Mensch eben mit der Katze spricht.

Die Sprache der Tiere ist faszinierend und sehr vielfältig. Für uns Menschen ist die Kommunikation mit Tieren oft schwierig und komplex, die einzelnen Tiere untereinander verstehen die "Aussagen" aber meistens sofort. Die Sprache der Menschen ist eng mit Reflexion verbunden, die Sprache der Tiere hingegen ist eine äußerst komplexe Symbolsprache. Anders als beim Menschen, geht es bei den Tieren nämlich nicht hauptsächlich um das Plaudern oder Ähnliches, sondern darum zu überleben.


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