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Die russische Sprache (auf Russisch русский язык [russki jasyk]) gehört zur indogermanischen Sprachfamilie und zu deren slawischem Zweig. Sie wird von rund 210 Millionen Menschen gesprochen, davon sind etwa 160 Millionen russische Muttersprachler. Damit gehört sie zu den in Europa am meisten verbreiteten Sprachen und zu den Weltsprachen. Im postsowjetischen Raum ist sie die Lingua franca (Verkehrssprache), in vielen Staaten die Amtssprache.

Verwandtschaften der russischen Sprache

Russisch ist sehr eng mit dem auf dem Balkan gesprochenen Russinischen, mit dem Weißrussischen und Ukrainischen verwandt. Bulgarisch, Polnisch und Tschechisch ähneln dem Russischen stark, allerdings unterscheidet sich das Vokabular durchaus erheblich. Bulgarisch wird wie Russisch, Weißrussisch, Ukrainisch und Russinisch mit kyrillischen Buchstaben geschrieben. Es gibt vom Russischen viele Dialekte und eine Standardsprache, die auf den in und um Moskau gesprochenen mittelrussischen Mundarten basiert.

Kulturelle und sprachliche Bedeutung

Russisch ist die Originalsprache von bedeutenden Werken der Weltliteratur. Ihr bekanntesten Autoren sind:
  • Leo Tolstoi
  • Alexander Puschkin
  • Fjodor Dostojewski
  • Anton Tschechow
  • Michail Bulgakow
  • Iwan Gontscharow
  • Jewgeni Onegin
Wissenschaftlich wird die russische Sprache und Literatur durch die Russistik erforscht. Von den russischen Muttersprachlern leben etwa 132 Millionen in Russland und knapp 30 Millionen in ehemaligen Sowjetrepubliken. Über sieben Millionen russische Muttersprachler leben in Ländern mit einem starken Migrationsanteil russischer Muttersprachler (meist Russen). Diese Länder sind vorrangig Deutschland, Großbritannien, Frankreich, die USA und Israel. Amtssprache ist Russisch in der Russischen Föderation und in Weißrussland gemeinsam mit Weißrussisch. Eine offizielle Sprache ist es in Kasachstan, während Kasachisch dort die Amtssprache ist. Dasselbe trifft auf Kirgisistan zu. In einigen südostukrainischen Oblasten (Verwaltungsbezirken) ist Russisch eine regionale Amtssprache, doch dieser Status ist politisch umstritten. Weitere Regionen, in denen Russisch mehr oder weniger offizielle oder geduldete Haupt- bzw. Amtssprache ist, finden sich in Tadschikistan, Transnistrien, Südossetien und Abchasien. Im Baltikum und praktisch allen ehemaligen GUS-Staaten gibt es große russischsprachige Minderheiten, was immer wieder politischen Sprengstoff birgt, weil sich diese Bevölkerungskreise der Russischen Föderation stark verbunden fühlen. Auch in West- und Nordeuropa gibt es solche Minderheiten, in Finnland und in Deutschland stellen russische Muttersprachler gar die größte Sprachminderheit. In Finnland sind es ein Prozent der Bevölkerung, knapp 50.000 Personen, in Deutschland rund drei Millionen und damit dreieinhalb Prozent der Bevölkerung. Doch gibt es in beiden Staaten die politischen Probleme mit den Angehörigen dieser Sprachgruppe kaum oder gar nicht. In Deutschland leben die meisten russischen Muttersprachler außerhalb der damaligen GUS-Staaten. Russisch ist hierzulande nach Deutsch die am zweithäufigsten vertretene Sprache – noch vor Türkisch. In Israel gibt es rund eine Million Russen, sie stellen knapp 17 % der Bevölkerung. Russisch ist dort die am dritthäufigsten gesprochene Sprache (nach Hebräisch und Arabisch). In den USA leben mehr als 700.000 russische Muttersprachler, allein 200.000 in New York. In Kanada sind es rund 160.000. Allerdings gibt es in beiden nordamerikanischen Staaten deutlich größere Sprachminderheiten. Für die Wissenschaft und Technik sowie für die Kunst ist Russisch sehr bedeutsam. Bei den Übersetzungen von Büchern in andere Sprachen nimmt sie den vierten Rang ein. Im Internet ist sie die zweithäufigste Sprache.

Im Deutschen gebräuchliche russische Lehnwörter

Es gibt im Deutschen nicht nur diverse Anglizismen oder französische Lehnwörter, auch die russische Sprache hat ihren Eingang in unseren Sprachgebrauch gefunden. Viele dieser Lehnwörter wurden in der DDR sehr stark benutzt, sie waren wirklich alltäglich und alternativlos – so beispielsweise das Wort Datsche. Mehr oder weniger bedeutsam sind:
  • Datsche: Landhaus von russisch дача (Datscha)

  • Kolchos oder Kolchose von russisch колхоз (landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft, in der DDR auch LPG abgekürzt)
  • Perestroika von russisch перестройка (Umbau)
  • Bolschewik von russisch большевик (Mehrheitler)
  • Kosaken von russisch казаки
  • Lunochod von russisch Луноход (Mondfahrzeug)
  • Sputnik von russisch спутник (Satellit)
  • Matrjoschka von russisch матрёшка
  • Pogrom von russisch погром (Vernichtung)
  • Sowjet von russisch совет (Rat)
  • Wodka
  • Barsoi von russisch борзая (Windhund)
  • Steppe (russisch степь)
  • Zobel
  • Troika
  • Subbotnik von субботник, (unentgeltliche) Arbeit am Samstag, eine Unsitte, zu der DDR-Beschäftigte und Schüler verdonnert wurden

Auch Lehnübersetzungen gibt es, die sich an den Sprachgepflogenheiten des Russischen orientieren. Die Worte Kulturhaus und Zielstellung (statt Zielsetzung) wären dafür Beispiele, beide zusammengesetzten Worte kannte das frühere Deutsch nicht.

Geschichte der russischen Sprache

Das moderne Russisch hatte als Vorläufer Altrussisch bzw. altostslawische Sprachen. Diese waren in der Kiewer Rus gebräuchlich, jenem mittelalterlichen Großreich auf dem Gebiet des heutigen Russland, Teilen des Baltikums (vor allem Litauen), Weißrussland und der Ukraine. Die Kiewer Rus fiel im späten Mittelalter auseinander. Das Großfürstentum Litauen spaltete sich ab, dort sprach man später Westrussisch (Ruthenisch). Weiter östlich entwickelte sich ein Ostrussisch. Dieses wurde stark von Kirchenslawisch beeinflusst, das in der Liturgie gesprochen wurde. Stark verknüpft war Ostrussisch mit west- und südslawischen Sprachen, die Ähnlichkeiten sind heute noch feststellbar (siehe oben). Aus Ostrussisch entstand das moderne Russisch. Im 18. Jahrhundert reformierten einige Schriftsteller die russische Literatursprache. Zu nennen wären Michail Lomonossow, Antioch Kantemir und Wassili Trediakowski. Dieser Prozess setzte sich im 19. Jahrhundert fort, der bedeutendste Reformator jener Zeit war der Nationaldichter Alexander Puschkin. Russisch erhielt damit sein modernes stilistisches Gesicht.

Russisches Alphabet

Die kyrillischen Schriftzeichen des russischen Alphabets entstammen dem altkyrillischen Alphabet und werden so auch im Ukrainischen, Weißrussischen und Bulgarischen bis auf winzige Unterschiede verwendet. Die letzte Rechtschreibreform gab es bereits 1918, seither hat das russische Alphabet 33 Buchstaben: 10 Vokale (а, я [ja], ё [jo], е, и [i], о, у [u], э [etwa: ä], ы [etwa: uie], ю [ju]) und 23 Konsonanten. Die Buchstaben sehen bei gänzlich anderer Bedeutung teilweise wie die unseres lateinischen Alphabets aus, so etwa das y, das bei uns ein Ypsilon, im Russischen ein U ist, oder die Konsonanten в (unser W), н (unser N) und р (unser R). Darüber hinaus gibt es gänzlich anders geschriebene Buchstaben und auch welche, die gar nicht klingen (ъ und ь), sondern nur die Weichheit oder Härte des vorangehenden Konsonanten kennzeichnen.

Phonetik

Phonetik ist die Klangstruktur einer Sprache. In der russischen Standardsprache gibt es 42 bedeutungsunterscheidende Einzellaute, sogenannte Phoneme, welche durch sechs Vokal- und 36 Konsonantenlaute gebildet werden. Der Klangreichtum ist größer als im Deutschen, was vor allem auf der typisch slawischen Aussprache beruht: Konsonanten können hart oder weich gesprochen werden. Es gibt sogar noch größere Unterschiede in einzelnen russischen Dialekten, die zum bekannten gutturalen Sprachklang führen. Wie ein russischer Vokal oder Konsonant ausgesprochen wird, hängt von seiner betonten oder unbetonten Stellung im Wort ab. Ein „o“ klingt auf betonter Position wie unser O, in unbetonter Position hingegen wie ein A oder ein schwaches Ä. Russische Konsonanten klingen stark in Abhängigkeit von nachfolgenden Konsonanten. Stimmhafte Konsonanten werden am Wortende und als Vorgänger eines stimmlosen Konsonanten selbst ebenfalls stimmlos ausgesprochen. Die Länge von Vokalen wiederum hat kaum eine Bedeutung, was das Russische stark vom Deutschen unterscheidet. Die beiden deutschen Wörter Wall und Wahl unterscheiden sich beispielsweise diesbezüglich, dieses Phänomen gibt es im Russischen nicht. In anderen Sprachen wie dem Chinesischen wiederum spielt sogar die Tonhöhe eine Rolle für die Bedeutung eines Vokals und damit des gesamten Wortes. Betonte russische Vokale spricht man meistens halblang aus, unbetonte Vokale dagegen kurz. Ein unbetontes O wird immer zu einem kurzen A, ein unbetontes E zum I. Wenn zwei Vokale aufeinander folgen, werden sie in der Regel separat gesprochen, wie wir das auch vom den deutschen Worten aktuell, Kooperation oder Museum kennen. Eine Ausnahme bilden sogenannte Diphthonge, die mit einem й (kurzes I, fachsprachlich i kratkoje [и краткое]) gebildet werden. Sie fasst man mit dem vorhergehenden Vokal zu zusammen, so etwa ой (klingend eu). Hinsichtlich der Tonalität klingen Sätze wie im Deutschen abwärts aus, Fragestellungen aufwärts. Allerdings ist das Russische diesbezüglich deutlich differenzierter, es gibt sieben verschiedene Intonationskonstruktionen (ИК-1 bis ИК-7). Sie kennzeichnen verschiedene Aussage- und Fragesätze. Dennoch sind das Russische und auch das Deutsche im Gegensatz etwa zum Chinesischen nicht-tonale Sprachen, weil die Tonhöhe nicht die Wortbedeutung verändert. Wichtig ist allerdings im Russischen die Wortbetonung (der Wortakzent). Sie kann den Sinn von Worten verändern. Sprachwissenschaftler bezeichnen die russische Wortbetonung als „beweglich“ und „frei“.

Russische Grammatik

Russisch hat sechs Fälle (Deutsch: vier), es ist stark flektierend wie alle slawischen Sprachen. Flexionen bedeuten, dass sich ein Wort in seiner Gestalt abhängig von der grammatikalischen Kategorie ändert. Dabei kann ein Affix (Vorsilbe) hinzugefügt werden, was eine äußere oder schwache Flexion ist. Wenn hingegen der Wortstamm verändert wird, handelt es sich um eine innere oder starke Flexion. Im Russischen werden beide Flexionsarten stark verwendet (im Deutschen hingegen viel häufiger die schwache Flexion). Durch die starke Flexion verändern sich viele russische Wörter ihrem Stamm beim Deklinieren, Konjugieren und Komparieren. Möglichkeiten hierfür sind:
  • Veränderung durch Ablaut: мыть – мою, жевать – жуёт
  • Veränderung durch Konsonantenwechsel: возить – вожу
  • Veränderung durch Hinzufügen oder Weglassen von Stammvokalen: брать – беру, один – одна

Attribute von schwachen und starken Flexionen können einzeln oder kombiniert auftreten, so etwa жечь – жёг – жгу. Bei den Wortarten gibt es wie im Deutschen Substantive, Verben, Adjektive und Pronomen, die nach Genus, Kasus und Numerus gebeugt werden. Adverbien steigert man nur. Russische Verben können zusätzlich zum Tempus und Numerus in ihrer Vergangenheitsform noch nach Genus gebeugt werden. Eigennamen werden wie im Deutschen ebenfalls gebeugt, darunter alle Personen-, Länder- und Städtenamen. Dasselbe betrifft Zahlwörter. Es gibt keine Artikel (der, die, das, eine, einer etc.). Um den Genus, Kasus und Numerus anzuzeigen, werden statt des im Deutschen üblichen Artikels zahlreiche Suffixe (Nachsilben) verwendet. Es gibt wenige russische Wörter, deren Grammatik durch eine verlagerte Wortbetonung bestimmt wird. Außerdem kennt das Russische diese auch im Deutschen verwendeten Wortarten:
  • Konjunktionen
  • Präpositionen
  • Fragewörter
  • Frage- und Modalpartikel
  • Interjektionen
  • Verbpartikel „бы“
Im Satz bleiben sie ungebeugt, doch von dieser Regel gibt es die Ausnahmen кто, что, чей und какой. Die Substantive können wie im Deutschen drei grammatische Geschlechter haben. Die Geschlechter unterscheiden nach belebten und unbelebten Sachen, die vorwiegend sächlich bezeichnet werden. „Das“ Mädchen wirkt aus Sicht der russischen Sprache sehr unlogisch (und ist es in der Tat). Den Artikel gibt es ohnehin nicht, doch das Mädchen heißt auf Russisch девушка und hat mit dem а eine typisch weibliche Endung. Bei grammatikalisch sächlichen oder maskulinen belebten Substantiven folgt im Akkusativ eine Genitivendung, ebenso bei belebten Feminina im Plural. Bei unbelebten Neutra und Maskulina sind Nominativ und Akkusativ identisch, das kennen wir vielfach aus dem Deutschen. Russische Verben haben zwei unterschiedliche Formen, was eine Besonderheit ist: Sie kennzeichnen eine Handlung zeitlich als unvollendet oder vollendet. Die Zeitformen (Tempus) fallen spärlicher aus als im Deutschen, es gibt nur Präsens, Präteritum und Futur (Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft), im Deutschen kennen wir noch den Perfekt (vollendete Gegenwart, „ich habe gehabt“), den Plusquamperfekt (vollendete Vergangenheit, „ich hatte gehabt“) und den Futur II (vollendete Zukunft, „ich werde gehabt haben“). Die Vergangenheitsform eines russischen Verbs wird durch die Änderung seiner Gestalt gebildet, in der Regel werden spezifische Suffixe (Nachsilben) angehängt. Zeitformen wie im Deutschen, die durch Hilfsverben entstehen („haben“, „sein“), gibt es im Russischen nicht.

Russische Satzbildung

Wenn wir einen Ausländer Deutsch sprechen hören, bemerken wir seine anderssprachliche Herkunft meistens zuerst an der ungewöhnlichen Satzbildung, oft erst später am Akzent (je nach Herkunft). Wir werden im Ausland auf dieselbe Weise identifiziert, wenn wir unzulänglich Englisch, Französisch, Spanisch oder Russisch sprechen. Das verwundert nicht: Die Stellung von Wortarten im Satz macht mit die größten Unterschiede zwischen einzelnen Sprachen aus, und zwar selbst zwischen relativ eng verwandten Sprachen. Die starke Flexion des Russischen wirkt sich auch auf die Satzbildung aus. In ihren gebeugten Formen sind viele russische Wörter einzigartig, gleichzeitig entsprechen sie nur jeweils einer ganz bestimmten grammatikalischen Kategorie. Die Verknüpfung von Satzgliedern ist im Russischen weniger streng als im Deutschen geregelt. Das Subjekt muss nicht zwingend in unmittelbarer Nähe des Prädikats stehen (davor oder danach). Aussagesätze können mit ihrem Prädikat beginnen oder enden. In kurzen Sätzen allerdings oder auch in einzelnen, in sich mehr oder weniger geschlossenen Satzteilen darf die Wortfolge nicht allzu stark variieren. Das würde dann die Semantik verändern. Russische Poeten verwenden dieses besondere syntaktische Merkmal ihrer Sprache gern. Sie bilden Sätze manchmal durch eine vollkommen unübliche Umstellung von Worten, um Reime zu finden. Russische Poesie ist für Ausländer daher extrem schwer zu verstehen. Wer die russische Alltagssprache lernen will, sollte mindestens folgende, durch Beispiele belegte Unterschiede der Syntax und Semantik kennen:
  • „Maria fragt Jan.“ – Die Semantik des deutschen Satzes entsteht durch die Abfolge Subjekt – Prädikat – Objekt. Ohne Artikel haben das Subjekt „Maria“ und das Objekt „Jan“ keine grammatikalischen Merkmale, die sie kennzeichnen. Wenn sie in der Stellung vertauscht werden, tauschen sie auch ihre Bedeutung: „Jan fragt Maria.“ Der Kontext von umgebenden Sätzen und die Betonung kann allerdings die Bedeutung als Subjekt oder Objekt hervorheben, doch das ist eine Ausnahme und Randerscheinung sowie nur im gesprochenen Satz erkennbar. Im Russischen hingegen sind das Subjekt und Objekt durch Flexionen eindeutig gekennzeichnet, und zwar unabhängig von ihrer Stellung im Satz, die daher durchaus nach Belieben des Sprechers wechseln kann. Der Satz ins Russische übersetzt lautet: „Мария спрашивает Яна.“ Der Satz kann auch lauten: „Мария Яна спрашивает.“ (Maria Jan fragt.), ebenso „Яна Мария спрашивает.“ (Jan Maria fragt.). Noch eine Möglichkeit: „Яна спрашивает Мария.“(Jan fragt Maria.). Besonders die letzte Möglichkeit wäre im Deutschen genau das sinngemäße Gegenteil, im Russischen hingegen nicht, weil die beiden Namen Maria und Jan als Subjekt und Objekt durch ihre Flexionen eindeutig gekennzeichnet sind. Das an Ян angehängte a kennzeichnet ihn als Objekt unabhängig von seiner Stellung im Satz. Wenn aber Jan keine, stattdessen Maria die Flexion erhält, kehrt sich der Sinn um. Der Satz heißt dann: „Ян спрашивает Марию“.


  • Der deutsche Satz „Ich liebe dich.“ funktioniert nur mit dem Prädikat „liebe“ an zweiter Stelle. Das ist im Russischen nicht zwingend, es kann entweder an zweiter oder an letzter Stelle stehen: „Я люблю тебя.“ oder„Я тебя люблю.“ (Eine dritte Möglichkeit wäre, es an die erste Stelle des Satzes zu stellen, um die Handlung und das Empfinden zu betonen: „Люблю я тебя.“ ließe sich mit „Ich liebe dich doch!“ übersetzen.) Es gibt sogar noch eine vierte Möglichkeit, mit der die geliebte Person ein stärkeres Gewicht erhält: „Тебя я люблю.“ Das hieße in etwa: „Du bist diejenige, die ich liebe.“

Vollständige russische Sätze funktionieren auch ohne Subjekt: „Иду домой.“ = „Ich gehe nach Hause.“ Die wörtliche Übersetzung lautet: „Gehe nach Hause.“ Es könnte mit Subjekt auch heißen: „Я иду домой.“ („Я“ = „Ich“). Das Prädikat darf ebenfalls fehlen und fehlt aus Gründen der Effizienz daher meistens auch. „Он врач“ heißt „Er ist Arzt.“, wird aber wörtlich mit „Er Arzt.“ übersetzt. Das Prädikat „ist“ gibt es im Russischen nicht. Allerdings muss in einem russischen Satz immer entweder das Subjekt oder das Prädikat vorhanden sein.

Schwierigkeit der russischen Sprache

Die Schwierigkeit ist mit der von Deutsch oder Französisch vergleichbar. Als einfacher gelten Englisch und Spanisch, als deutlich schwerer Ungarisch, Finnisch und weitere skandinavische Sprachen. Noch schwerer ist es, eine Sprache außerhalb der indogermanischen Sprachgruppe zu lernen, etwa Chinesisch oder Arabisch.

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