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Gedichte - Achim von Arnim


Epistel, 1.

(Aus Franken.) Ich habe mein Herz in
deines hinein geschlossen, Darin liegen
begraben Drei güldene Buchstaben, Der
erste ist von rothem Gold, Daß ich dir
bin von Herzen ho
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Alte Prophezeihung eines nahen Krieges

(Badische Wochenschrift 1806. S.
256.) Es wird am Sankt Mattheus Tag Die
Sonne treten in die Wag`, Des sey die
Armuth recht beklagt; Der Friede wird
ihr abgesagt, Und auch d
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Schlacht bey Leipzig , 1.

(Fliegendes Blat jener Zeit.)Ich hab den
Schweden mit Augen gesehn,Er thut mir
wohlgefallen,Geliebt mir in dem Herzen
mein,Vor andern Königen allen.Er hat
der schönen
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Ade zur guten Nacht

(Fliegendes Blatt) Der Mond, der steht
am höchsten, Die Sonn will
untergehn, Mein Feinslieb liegt in
Nöthen, Ach Gott, wie solls ihr
gehn, In Regen und in Wind, wo s
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Abendreihen

(Lobwasser der luth. Rotenburg an der
Tauber 1618. S. 377.) Wie steht ihr
allhie und wartet mein, Und meint, ich
soll eure Vorsingerin seyn, Soll ich
denn nun singen, so höret mir zu,
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Schlacht bey Leipzig, 2.

(Parodie des vorigen S. 90 aus einem
alten fliegenden Blatte.) Zeuch Fahler
zeuch, Balde wolln wirn Tylli
dreschen, Wolln ihn gebn ’n Kraut
zu fressen. Zeuch Fahler zeuch.
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Abendgebet

Abends wenn ich schlafen geh, Vierzehn
Engel bei mir stehn, Zwey zu meiner
Rechten, Zwey zu meiner Linken, Zwey zu
meinen Häupten, Zwey zu meinen
Füssen, Zwey die mich deck
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Abschiedsklage

Ach in Trauern muß ich leben, Ach! wie
hab ichs denn verschuldt? Weil mirs hat
mein Schatz aufgeben, Muß ichs leiden
mit Geduld. Vater und Mutter, die
wollens nicht leiden,
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Abzählen, den die letzte Silbe trift, der muß na

Ahne, Krahne, wickele, wahne, Wollen wir
nit nach England fahren, England ist
verschlossen, Schlösser sind
verrostet, Schlüssel ist
verloren, Müssen wir ein Loch nein
bohren,
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Algerius

Algerius sagt Wunderding: »Wo andre
schreien, weinen, An diesem Ort ich
Freud empfing, Im Gefängniß mir
erscheinet Das Himmelheer, Viel
Märtirer Tagtäglich bey mir wohne
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Als Hans vom Markt heimgieng

Als Hans vom Markt heimgieng Als Hans
vom Markt heimgieng, und seinem Schatz
ein neu Spinnrad mitgebracht, und sich
eine neue Peitsche gekauft hatte, sang
er lustig: Buchsbaume
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Neujahr

Altes Jahr, du ruhst in Frieden, Deine
Augen sind geschlossen; Bist von uns so
still geschieden Hin zu himmlischen
Genossen, Und die neuen Jahre
kommen, Werden auch wie du vergehen
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Ammen-Uhr

Der Mond, der scheint, Das Kindlein
weint, Die Glock schlägt zwölf, Daß
Gott doch allen Kranken helf! Gott
alles weiß, Das Mäuslein beißt, Die
Glock schlägt Ein
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Pendellied

Der zweyte Gesang der
Dichterschule Stunden fliehen, Ziehen
Tage, Jagen Jahre; Bahre,
Trauer, Trauerjahre Fahren
über; Trüber schwebet; Bebet winkend,
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Ach wenn ich doch ein Täublein wär

Dort oben auf dem Berge, Da steht ein
hohes Haus, Da fliegen alle Morgen, Zwey
Turteltäublein raus. Ach wenn ich nur
ein Täublein wär! Wollt fliegen aus
und ein, Wo
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Epistel, 2.

Einen freundlichen Gruß, Der in das
Herze soll und muß; Der Gruß liegt
begraben, Zwischen zwey goldenen
Buchstaben, Der eine heiß: Eine Perle
fein, Ich kann nicht Herzallerlieb
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Abzählen bei dem Spiel

Eins, zwei, drei, In der Dechanei, Steht
ein Teller auf dem Tisch, Kömmt die
Katz und holt die Fisch, Kömmt der
Jäger mit der Gabel, Sticht die Katze
in den Nabel, Schreit
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Zueignung

Es war an des Orangengartens Pforte, Wo
Dich der Wagen donnernd von mir riß;
– Ich sah ihm nach, – so blieb an
diesem Orte Noch etwas mir auf weiter
Welt gewiß, – Der Wagen schwa
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Adelnssucht

Frische Liedlein. Mancher jetz und nach
Adel strebt, Hätt er nicht Geld, Würd
öfter um sich schauen, Gedenken wer
sein Vater war, Ders ganze Jahr Den
Acker muste ba
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Abzählen

Gickes gackes Eyermuß,
Gänse laufen barfuß,
Hinterm Ofen steht sie,
Vor dem Ofen geht sie,
Hat sie Schuh,
Sie legt sie an.
Hat sie keine,
So kauft sie ein Paar.
Dreikönigslied

Gott so wollen wir loben und ehrn, Die
heiligen drei König mit ihrem
Stern, Sie reiten daher in aller Eil In
dreisig Tagen vierhundert Meil, Sie
kamen in Herodis Haus, Herodes sah
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Ritt im Mondschein

Herz zum Herzen ist nicht weit Unter
lichten Sternen, Und das Aug, von Tau
geweiht Blickt zu lieben Fernen; Unterm
Hufschlag klingt die Welt, Und die
Himmel schweigen, Zwisch
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Ach und weh, kein Schmalzele meh

Ich hab` emahl ein Bettelmädele küßt,
`S Schmalz ist ihm aus dem Häfele `raus g`spritzt.
Bettelmädele schreit Ach und Weh,
Hab ja kein Schmalzele meh!
Abschied für immer (2)

Ist`s ein Wunder, daß dich alle
lieben,Die nach meinem Scheiden sich dir
nahen,Meine Seufzer sind bei dir
gebliebenUnd als Luftgeist sehnlich dich
umfahren,Wer zu athmen wagt an deinem
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Abt Neithards und seiner Münche Chor

Manuscript Neithards des Minnesängers,
sämmtliche Streiche mit den Bauren
enthaltend, in meiner Bibliothek. C.
Brentano. Ich will mich aber freuen
gegen diesen Mayen, Der
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Mir ist zu licht zum Schlafen...

Mir ist zu licht zum Schlafen, Der Tag
bricht in die Nacht, Die Seele ruht im
Hafen, Ich bin so froh erwacht. Ich
hauchte meine Seele Im ersten Kusse
aus, Was ist`s, d
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Ablösung

Musikbuch. Kukuk hat sich zu todt
gefallen An einer holen Weiden, Wer soll
uns diesen Sommer lang Die Zeit und Weil
vertreiben. Ey das soll thun Frau
Nachtigall, Die s
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Abendsegen

Mündlich. Der Tag hat seinen Schmuck
auf heute weggethan, Es ziehet nun die
Nacht die braunen Kleider an; Und deckt
die Welt in angenehmer Ruh Mit ihren
Schatten zu.
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Alle bey Gott, die sich lieben

Mündlich. Es hatt` ein Herr ein
Töchterlein, Mit Nahmen hieß es
Annelein, Ein Herrn wollt man ihr
geben, Frau Markgräfin sollte es
werden. Ach Vater ich nehm noch
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Abschied für immer

Mündlich. Heute marschieren
wir, Morgen marschieren wir, Zu dem
hohen Thor hinaus, Ey du wacker
schwarzbraun Mägdlein, Unsre Lieb ist
noch nicht aus. Reist du
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Abschied von Maria

Mündlich. Ihrer Hochzeit hohes
Fest Gräfin Elsbeth still
verläßt, Geht mit reich geschmücktem
Haupt Wo die Waldkapell erbaut. Bringet
Blumen, preiset laut,
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Abendlied

Mündlich. Nun laßt uns singen das
Abendlied, Denn wir müssen gehn, Das
Kännchen mit dem Weine, Lassen wir nun
stehn. Das Kännchen mit dem Weine, Das
muß g
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Abschied von Bremen

Mündlich. O Bremen, ich muß dich nun
lassen, O du wunderschöne Stadt, Und
darinnen muß ich lassen Meinen
allerschönsten Schatz. Wir haben oft
beisamm gesessen,
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Abendstern

Mündlich. Schlaf nur ein geliebtes
Leben, Schlaf, ich will ja gern
zufrieden seyn, Deine lieben Augen
geben Dennoch deinem Diener hellen
Schein. Hast du dich verschlossen,
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Ach was hilft ein Blümelein

Mündlich. Sterben ist eine harte
Buß, Weiß wohl daß ich sterben
muß, Und ein Röslein rosenroth Pflanzt
mein Schatz nach meinem Tod. Wenn ich
mal gestorben bin,
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Abschiedszeichen

Mündlich. Wie schön blüht uns der
Mayen, Der Sommer fährt dahin, Mir ist
ein schön Jungfräuelein Gefallen in
meinen Sinn. Bey ihr ja wär mir
wohl, Wann ich nur
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Ach wenn sie das Rössel doch langsam gehn liessen

Schlimm Leut sind Studenten, man sagts
überall, Obwohl sie schon kommen im
Jahr nur einmal, So machens ins Dorf so
viel Unruh und Mist, Daß uns die erste
Woche schon weh dabey ist.
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Sonnenlied

Sonne, Sonne, scheine, Fahr über
Rheine, Fahr übers Glockenhaus, Gucken
drey schöne Puppen raus, Eine die
spinnt Seiden, Die andre wickelt
Weiden, Die andre geht ans Brün
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Ostern

Vom Erdenstaub zu reinen, blauen
Lüften Dringt weit der Blick in ersten
Frühlingstagen, Und höher steigt der
mächt`ge Sonnenwagen, Die Erde sehnt
nach Blättern sich und Düften, Und
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Albertus Magnus

Von den Geheimnissen der Weiber. Die
Königin blickt zum Laden aus, Ein
Jüngling stand wohl vor dem Haus, Sie
winkt ihm da, Daß er sollt zu ihr
kommen. Der Jünglin
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Morgengruß

Wachet ihr Treuen Ich bin zurück Euch
zu erfreuen Wincket das Glück Winckt
mit den Fahnen Droben am Thor Goldene
Bahnen Zeichnet es vor Reisset den
Schleier
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Einsamkeit

Wird mir von Trauerlarven Die Straße
gar bedrängt, Und fühl` ich Schmerz
den scharfen, Wie er den Hals
beengt, Dann leg` ich den Kopf in den
Rachen Von meinem zahmen Leu,
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In Frankfurt am Main

Zuweilen that mir das Herz so weh, Als
ob es wär gesprungen, Und wenn ich dann
recht in mich geh`, So hat mir das Ohr
geklungen. Was klingt das Ohr, was
schlägt das Herz, So laut
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