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Gedichte - Achim

Klage beim Bundestage

        Chor
        Warum schweigst du, alter Zecher,
        Siehst in deinen leeren Becher?

Einer
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Abschied für immer (II)

    Ist`s ein Wunder, daß dich alle lieben,
Die nach meinem Scheiden sich dir nahen,
Meine Seufzer sind bei dir geblieben
Und als Luftgeist sehnlich dich umfahren,
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Der Berggesell

(1500-50.)

Wär ich ein wilder Falke,
So wollt ich mich schwingen auf,
Ich wollt mich nieder lassen,
Für eins reichen Bürgers Haus.

Darinn ist ein ... weiterlesen


Uebersichtigkeit

(1560-1600.)

Schön wär ich gern, das bin ich nicht,
Fromm bin ich wohl, das hilft mir nicht;
Geld hilft mir wohl, das hab ich nicht,
Darum bin ich kein Buhler ... weiterlesen


Ländlich, sittlich

(Abele künstliche Unordnung, IV. S. 412. Alte Buchhändler-
anzeige von einem Classiker? -)

Ein schönes Jungfräulein, die von geschickten Sitten
Wird in die Stadt ... weiterlesen


Des Hirten Einsamkeit

(Alpenlied.)

Isch äbi ä Mensch uf Erde, Simeliberg,
Un Fräneli ab de Kuggisberg
Un Sibethals Jäggeli änne de Berg,
Isch äbi ä Mensch uf Erde,
Daß y mag by ... weiterlesen


Das wackre Maidlein

(Altes fliegendes Blat. Nürnberg bei Valentin Neuber, 1500.)

Es war ein wacker Maidlein wohlgethan,
Sie ging an ihres Vaters Zinne stahn,
Sie sah daraus,
Sie sah ... weiterlesen


Der politische Vogel

(Altes fliegendes Blat.)

Als ich einmahl spazieren ging,
In einen Lustgarten hinein,
Zu überdenken, was ich meint,
Wo schöne Lusthäuser sein,
Hört ich es ein ... weiterlesen


Von dem Schittensamen und seinem falschen Knechte

(Altes fliegendes Blat.)

Was wollen wir aber singen?
Von einem Edelmann,
Wollt die von Nürnberg zwingen,
Doch ihm sein Kunst zerrann.
Schittensamen war er ... weiterlesen


Die Schwäbische Tafelrunde

(Altes Manuscript. 1500-1550.)

Neun Schwaben giengen über Land,
Zu einer Dornenhecken,
Alda der Jokel stille stand,
Thät Abentheuer schmecken.

Es schlief ... weiterlesen


Das Erbbegräbniß

(Altes Manuscript.)

Das Schneiderlein sah am Wege stehn
Eine alte verzottelte Geiß,
Da sprach dieselbige: Zick, Zick, Zick,
Bock, Bock, Bock, Meck, Meck, Meck,
... weiterlesen


Flußübergang

(Altes Manuscript.)

Es hatten sich siebenzig Schneider verschworen,
Sie wollten zusammen ins Niederland fahren,
Da nähten sie einen papierenen Wagen,
Der siebenzig ... weiterlesen


Das vierte Gebot

(Altes Manuscript.)

Im Land zu Frankereiche
Ein alter Konig saß,
Der all sein Land und Reiche
An seinen Sohn da gab.

Das war aus Alters Schwäche,
... weiterlesen


Letzter Zweck aller Krüppeley

(Altes Manuscript.)

O süße Hand Gottes!
Ermuntre mein Herz,
Mach, daß ich mein Unglück
Ertrage mit Scherz.
Es dünkt mich, als wenn Gott,
Balon mit mir ... weiterlesen


Die Wahrheit

(Altes Manuscript.)

Vier Jungfräulein von hohem Stamm,
Die waren bei einander,
Ignis Feuer die erst mit Nahm,
Aqua Wasser die ander:

Aer die Luft, so ... weiterlesen


Das zarte Wesen

(Altes Manuscript.)

Zu Backnang wohnt ein Schneiderlein,
Es hat ein einzigs Geiselein,
Er bracht ihm Gras, er bracht im Kraut,
Das best`, das er im Garten baut.
... weiterlesen


Ein warmes Stüblein

(Altes Musikbuch.)

Wann ich des Morgens früh aufstehe,
So ist mein Stüblein geheitzet,
So kommt mein Lieb, und beut mir einen guten Morgen.
Ein guter Morgen ist bald ... weiterlesen


Trümmeken Tanz

(Altes Tanzlied, Dithmarsische Kronik Seite 108.)

Herr Hinrich und siene Bröder alle dree, voll grone,
Se buuden een Schepken tor See, um de adlige Rosenblome,
Do dat ... weiterlesen


Die Schlacht am Kremmerdamm

(Aus Buchholz`s Geschichte der Churmark Brandenburg.
Berlin, 1765. II. T. S. 383.)

Als Barnim de fast lütke Mann,
Averst im Kriege nich quade,
Am langen Damme kam ... weiterlesen


Der Churmainzer Kriegslied

(Aus dem Revolutionskriege.)

Auf einem schönen grünen Rasen,
Da ließ Albin zur Mahlzeit blasen,
Als ein General und Feldmarschall;
Sie rühren die Trommeln und ... weiterlesen


Ein neues Pilgerlied

(Aus den Siebziger Jahren, mitgetheilt von H. F. Schlosser.)

An welcher Zelle kniet nun
Mein süsser Pilgerknab,
Ach wo! ach wo! in welchen Sand
Drückt er den Dornen ... weiterlesen


Rühre nicht Bock, denn es brennt

(Aus der Zeit Simon Dachs.)

Bons dies, Bock!
Dei Grats, Block!
Wie viel Tuch zum Rock?
Sieben Ellen.
Wann soll ich ihn haben?
Gleich auf der Stelle,
... weiterlesen


Ygels Art

(Aus einem Liederbuche der Ygel 1500-1600.)

Ygels Art ist manchem bekannt,
Thut weit hin und her wandern,
Singers Lied durch Stadt und Land
Sich singt einer zum ... weiterlesen


Schloß Orban

(Aus einem längeren Gedichte bey Diebold Schilling
Burgund. Krieg. Bern, 1743. S. 183.)

Der Winter wollte lang bey uns seyn,
Des trauerte manches Vögelein,
Das jezt ... weiterlesen


Sehnsucht

(Aus einem Musikbuche.)

Schwer, langweilig ist mir mein Zeit,
Seit ich mich thäte scheiden,
Von dir mein Schatz und höchste Freud,
Ich merk, daß ich muß leiden,
... weiterlesen


Die Tartarfürstin

(Aus einer Handschrift mitgetheilt von H. D. Hinze.)(Ein in Preussen sehr gewöhnliches Volksblatt: Der im Jahre 1656 geschehene Einfall der Tartarn in Preussen, von Johann Melitor, aus dem ... weiterlesen


Epistel

(Aus Franken.)

Ich habe mein Herz in deines hinein geschlossen,
Darin liegen begraben
Drei güldene Buchstaben,
Der erste ist von rothem Gold,
Daß ich dir ... weiterlesen


Eigensinn

(Aus Hr. v. Stromers Familienbuche vom Jahre 1581.)

Hast du`s nicht gefischet,
So fisch es aber noch,
Hat sie der Schimpf gereuet,
So thu` ers aber noch.
Ist es ... weiterlesen


Alte Prophezeihung eines nahen Krieges

(Badische Wochenschrift 1806. S. 256.)

Es wird am Sankt Mattheus Tag
Die Sonne treten in die Wag`,
Des sey die Armuth recht beklagt;
Der Friede wird ihr abgesagt,
... weiterlesen


Henneke Knecht

(Baringii descriptio salae principatus Calemb.
Lemgo 1744. II. 153.)

Henneke Knecht, was willst du thun,
Willst du verdienen dein alten Lohn,
Ueber Sommer bey mir ... weiterlesen


Glück der Schlemmer

(Blum und Ausbund allerhand auserlesener züchtiger Lieder.
Deventer 1602. 12. Der Sammler ist Paul von der Aelst.
Mitgetheilt von H. H. Eschenburg.)

Es steht ein Baum in ... weiterlesen


Abschiedsklage

(Bragur I. 270.)

Ach in Trauern muß ich leben,
Ach! wie hab ichs denn verschuldt?
Weil mirs hat mein Schatz aufgeben,
Muß ichs leiden mit Geduld.

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Lenore

(Bürger hörte dieses Lied Nachts in einem Nebenzimmer.)

Es stehn die Stern am Himmel,
Es scheint der Mond so hell,
Die Todten reiten schnell:

Mach auf mein ... weiterlesen


Die hohe Unterhändlerin

(Büschings und von der Hagens Volkslieder. S. 89.)

»Schwing` dich auf, Frau Nachtigall, geschwinde,
Vor meines Liebsten Fensterlein dich finde;
Sing` ihm das Lied, welches, ... weiterlesen


Goldarbeiten auf dem Liebesbande

(Christian Fende Anleitung für eine gottsuchende Seele.
Grätz 1732. S. 175.)

Ich wollt um meines Herren Haupt,
Das ganz von Dornen war umschraubt,
Ein Kronenband von ... weiterlesen


Kriegslied

(Christoph Demantius sieben und siebenzig Tänz. Nürnberg 1601.)

Ach Jungfrau klug von Sinnen,
Still deinen Uebermuth,
Acht nicht so gar geringe
Das edle ... weiterlesen


Ob sie von sonder - von sonderlichem Brod esse

(Christoph Demantius Tänze. Nürnberg 1601.)

Nun freue dich mein Herzelein, der Sommer,
Der Sommer, der bricht an,
Weiche alle Traurigkeit,
Und kehr wieder ... weiterlesen


Des Centauren Tanzlied

(Christoph Demantius Tänze. Nürnberg. 1601.)

Schau gut Gesell, was führ ich allhier,
Schau, was führ ich allhier,
Ein fein braun Mägdlein,
Guter Ding nach ... weiterlesen


Die Magdeburger Fehde

(Cyriacus Spangenberg`s Chronik von Aschersleben.
Eisleben, Petri 1572.)

»Ein guten Rath will ich euch geben,
Mit Gottes Hülf wollen wir widerstreben,
Wolln unsre ... weiterlesen


Der Pfalzgraf

(Der erschossene Pfalzgraf, wahrscheinlich des Churfürsten Philip Wilhelms Sohn, Pfalzgraf Friedrich Wilhelm, erschossen vor Mainz, 1689 den 30. July.)

Es reitet die Gräfin weit ... weiterlesen


Wieben Peter

(Dithmarsische Kronick. S. 209.)

Will jy hören en nie Gedicht,
Wat körtelich is uthgericht,
Darvan will ick jy singen,
En Mann is Wieben Peter genandt,
... weiterlesen


Springel- oder Lange-Tanz

(Dithmarsische Kronik.)

Dat geit hir gegen den Sommer, gegen de leve Sommertidt,
De Kinderken gahn spehlen an dem Dahl, dat sprack en Wyff.
»Ach Mönnecken min leve Moder, ... weiterlesen


Nun gehen mir alten seeligen Manne erst die Augen

(Docen Miscellaneen I, S. 272.)

Als Jupiter gedacht,
Er hätte Himmel und Erd,
Ganz fertig ausgemacht,
Und was darin gehört,
Da sah er hin und her,
Besinnt ... weiterlesen


Wettstreit des Kukuks mit der Nachtigal

(Docen Miscellaneen. I, S. 284.)

Einsmals in einem tiefen Thal
Der Kukuk und die Nachtigal
Thäten ein Wett anschlagen,
Zu singen um das Meisterstück:
»Gewinn ... weiterlesen


Spruch vom Glück

(Docens Miscellancen I. S. 282.)

Ich sag, wems Glück wohl pfeifet,
Der mag wohl lustig tanzen,
Wems Glück zum Würfel greifet,
Gewinnt oft manche Schanzen,
... weiterlesen


Schreibstunde

(Drey weltliche neue Lieder i. J. 1646.)

Es bat ein Bauer ein Töchterlein,
Daß es doch thäte den Willen sein;
Er bot ihr Silber und rothes Gold,
Daß sie ihn lieb ... weiterlesen


Wollte Gott

(Ein Bremberger. Gedruckt zu Zürich aus 1500.)

Meiner Frauen rother Mund,
Der brennt recht scharlachfarb;
Er brennt recht wie ein rothe Ros`,
In ihrer ersten ... weiterlesen


Hans Sachsens Tod

(Eine Traumweise nach Adam Puschmann,
in Hans Sachsens Lebensbeschreibung von Ranisch. S. 326.)

Als man schrieb um Weihnachten
Gleich Sechs und Siebenzig,
Mich da ... weiterlesen


Schlittenfahrt

(Eingesandt.)

Daß uns der Winter nicht steht will seyn,
Des trauren die Mädlein gar sehre;
Weil uns der Schnee nit bleiben will,
Und ander gut Gesellen mehre.
... weiterlesen


Hans Steutlinger

(Eingesandt.)

Was wollen wir singen und heben an,
Von einem Hans Steutlinger,
Hat aus dem Adel geheurathet,
Hat geheurath ein adliche Frau.

Ei Knechte ... weiterlesen


Naturtrieb

(Eingesandt.)

Wie die goldnen Bienlein schweben
Auf der bunten Blumenfahrt,
Hundert tausend Küße geben
All den Kräutlein mancher Art,
So in meines Herzens ... weiterlesen


Großer Kriegshymnus in der Gelehrten-Republik

(Filipp Zesens Frühlingslust. S. 45.)

Sollt ich ein Feldherr seyn und Kriegesheere führen,
So wollt ich stracks auszieren
Das ganze Kriegesheer
Mit einem solchen ... weiterlesen


Zwey Schelme

(Fliegende Blätter.)

Es trägt ein Jäger ein grünen Huth,
Er trägt drey Federn auf seinem Huth,
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem ... weiterlesen


Der Bayrische Hiesel

(Fliegende Blätter.)

Ey du mein liebe Thresel,
Ich bin nun wieder da,
Zu Nacht sollst mich behalten,
Gelt schlag mirs nicht ab.

Ey Bayrischer ... weiterlesen


Ständchen

(Fliegende Blätter.)

Liegst du schon in sanfter Ruh
Und thust dein schwarzbraun Aeuglein zu,
Und die zarte Gliederlein
Wohl in ein Federbett gewickelt ein.

... weiterlesen


Rechenexempel

(Fliegende Blätter.)

Bruder Liederlich,
Was saufst dich so voll?
O du mein Gott,
Was schmeckts mir so wohl.

Am Montag
Muß versoffen ... weiterlesen


Zug nach Morea

(Fliegendes Blat aus der Schweiz, mitgetheilt von
H. Prof. Blumenbach.)

Was haben die Urner und Zuger gethan,
Sie wollen ein Zug gen Morea han,
Gen Morea wollens ... weiterlesen


Schlacht bey Leipzig

(Fliegendes Blat jener Zeit.)

Ich hab den Schweden mit Augen gesehn,
Er thut mir wohlgefallen,
Geliebt mir in dem Herzen mein,
Vor andern Königen allen.
... weiterlesen


Ein hübsch Lied, genannt der Striegel

(Fliegendes Blat, gedruckt zu Zürich, bei Augustin Fries.)

Zu Constanz saß ein Kaufmann reich,
Der hat ein Fräulein war wonnigleich,
Denn sie war hübsch und kluge,
... weiterlesen


Des Schäfers Tageszeiten

(Fliegendes Blat.)

Ach! wie sanft ruh ich hie
Bei meinem Vieh!
Da schlaf ich süß im Moos,
Dem Glücke in dem Schoos,
Ganz sorgenlos.
Wenn ich die ... weiterlesen


Schön Dännerl

(Fliegendes Blat.)

Bin ich das schön Dännerl im Thal,
Schleuß Federn;
Da kommen die Jägerbursch all
Wollens lernen.
Geht nur all ihr Gesellen,
... weiterlesen


Streit zwischen dem blinden Cupido und einem Waldb

(Fliegendes Blat.)

Cupido.Willkomm mein lieber Eremit!
Was machst in dieser finstern Hütt?
Wie kommts, daß der verdrieslich Wald
Dir besser als die Stadt gefallt?
... weiterlesen


Trutz den Meistern

(Fliegendes Blat.)

Drum ihr Gesellen halt euch gut,
Zu Hamburg das junge Blut,
Thut die Meister scheren;
Rommodedom und Faldrida,
Thut die Meister scheren.
... weiterlesen


Bienenlied

(Fliegendes Blat.)

Ein Liedlein will ich singen,
Vom Honigvögelein,
Die hin und her sich schwingen,
Wo bunte Blumen seyn.
Das Völklein in dem Grünen,
... weiterlesen


Zucht bringt Frucht

(Fliegendes Blat.)

Es flohen drei Sterne wohl über den Rhein,
Es hätt` eine Wittwe drey Töchterlein;
Die eine starb wie es Abend war
Und die Sonne nicht mehr schiene ... weiterlesen


Soldatenglück

(Fliegendes Blat.)

Frisch auf ins weite Feld!
Zu Wasser und zu Lande
Bin ich Soldat für`s Geld.
Wenn alle Menschen schlafen,
Soldaten müssen wachen,
Dazu ... weiterlesen


Selbstgefühl

(Fliegendes Blat.)

Ich weiß nicht, wie mirs ist,
Ich bin nicht krank und bin nicht gesund.
Ich bin blessirt und hab keine Wund.

Ich weiß nicht, wie mirs ... weiterlesen


Einquartierung

(Fliegendes Blat.)

Jackele guck zum Fenster n`aus,
Moin i hör äin Drommen,
Annele gang beschleuiß das Haus,
Glaub Soldaten kommen,
Sind gau g`wiß Husaren,
... weiterlesen


Zierlichkeit des Schäferlebens

(Fliegendes Blat.)

Nichts kann auf Erden
Verglichen werden
Der Schäfers Lust,
Auf grünen Helden,
Verblümten Weiden,
Giebts wahre Freuden,
Mir ists ... weiterlesen


Klagelied Philipp Landgrafs aus Hessen im Jahre 15

(Fliegendes Blat.)

Schwer, langweilig ist mir mein Zeit,
Mein Herz mich treibt zu Klagen,
Viel Untreu, Mißgunst, Haß und Neid,
Ach ich jezund muß tragen,
Viel ... weiterlesen


Das Wappenschild

(Fliegendes Blat.)

Stürmt, reißt und rast ihr Unglückswinde,
Zeigt eure ganze Tiranney,
Zerbrecht, zerschlagt so Zweig als Rinde,
Und werft den Hofnungsbaum ... weiterlesen


Wilhelm Tell

(Fliegendes Blat.)

Wilhelm bin ich der Telle,
Von Heldenmuth und Blut,
Mit meinem G`schoß und Pfeile
Hab ich die Freiheit gut
Dem Vaterland erworben,
... weiterlesen


Der alte Lanzknecht

(Fliegendes Blat.)

Wohl auf ihr Lanzknecht alle,
Seyd fröhlich, seyd guter Ding,
Wir wollen Gott den Herren
Dazu den edlen Köning,
Er legt uns ein gewaltigen ... weiterlesen


Der Schmiedegesellen Gruß

(Fliegendes Blat.)

Frage.

Grüß dich Gott mein Schmidt!

Antwort.

Dank dir Gott mein Schmidt!

Frage.

Mein ... weiterlesen


Aufklärung

(Fliegendes Blatt in Preussen.)

Was soll ich thun, was soll ich glauben?
Und was ist meine Zuversicht?
Will man mir meine Zuflucht rauben,
Die mir des Höchsten Wort ... weiterlesen


Ade zur guten Nacht

(Fliegendes Blatt)

Der Mond, der steht am höchsten,
Die Sonn will untergehn,
Mein Feinslieb liegt in Nöthen,
Ach Gott, wie solls ihr gehn,
In Regen und in ... weiterlesen


Wächter hüt dich bas

(Fliegendes Blatt. Nürnberg bei Valentin Neuber um 1500.)

Es wohnet Lieb bey Liebe,
Dazu groß Herzeleid,
Ein edle Herzoginne,
Ein Ritter hochgemayt,
Sie hätten ... weiterlesen


Armer Kinder Bettlerlied

(Fliegendes Blatt.)

Es sungen drei Engel einen süßen Gesang,
Mit Freuden es im Himmel klang;
Sie jauchzten fröhlich auch dabei,
Daß Petrus sey von Sünden frey,
... weiterlesen


Kerbholz und Knotenstock

(Fliegendes Blatt.)

Seyd lustig und fröhlich
Ihr Handwerksgesellen,
Denn es kommt die Zeit,
Die uns all erfreut;
Sie ist schon da!

Wir haben uns ... weiterlesen


Halt dich Magdeburg

(Flugblat aus der Reformationszeit.)

O Magdeburg halt dich feste,
Du wohlgebautes Haus,
Es kommen viel fremde Gäste,
Die wollen dich treiben aus.

... weiterlesen


Espenzweigelein

(Forsters frische Liedlein.)

Hätt mir ein Espenzweigelein
Gebogen zu der Erden;
Den liebsten Bulen, den ich hab,
Der ist mir leider allzuferne.

Er ist mir ... weiterlesen


Familiengemälde

(Friderici Ehren-Liedlein. Rostock 1624. XXIV.)

An allem Ort und Ende,
Soll der gesegnet sein,
Den Arbeit seiner Hände,
Ernähret still und fein,
Gott will ihm ... weiterlesen


Reue

(Gassenhauer, moralisch verändert von Knaust. S. 22.)

Schwer, langweilig ist mir mein Zeit,
Seit mich die Sünd thut scheiden
Von dir mein Gott, du höchste Freud,
... weiterlesen


Wunderliche Zumuthung

(Geschichte des Lutherischen Gesangbuchs von Schmidt.
Altenburg 1707. S. 276.)

Einsmals zu Frankfurt an dem Main
Viel Fürsten thäten ziehen ein,
Ihrer lutherischen ... weiterlesen


Verlobung

(Greflingers Rosen und Dörner, Hülsen und Körner.
Hamburg 1655.)

Haben die Götter es also versehen,
Liebet euch lieblich, ich willige zu,
Wollet euch ehrlich und ... weiterlesen


Schlesisches Gebirgshirtenlied

(Hagen und Büschings Volkslieder, hat Aehnlichkeit
mit Wohl Heute noch und Morgen. II. B.)

Ich ging ins Väters Gärtela,
Ich läht mich nider, ä schlief;
Da träumte ... weiterlesen


Die feindlichen Brüder

(Handschrift mit Noten. 1600-1700.)(Der lieben Dummheit muß hiebey bemerkt werden,
daß dieß ein Scherz, wenn sie weiß was ein Scherz ist,
kein Schimpf gegen Schiller sey.)
... weiterlesen


Ehrensache und Satisfaction zu Günzburg

(In des guten Kerls Ton.)(Altes Manuscript.)

Zu Günzburg in der werthen Stadt,
Als ihre Zunft den Jahrstag hat,
Die Schneider alle kamen,
Die Meister sämmtlich jung ... weiterlesen


Ein hohes Lied

(In des Schillers Ton. 1450-1500.)

Mein Herz das schwebt in Freudenspur,
Gedenk ich, wie die Kreatur
In Zweiheit ist gebildet;
Des sey gelobt der Schöpfer weis`,
... weiterlesen


Sommerverkündigung

(In einigen Gegenden von Holstein ziehen die Kinder, um den
Sommer anzukündigen, von Haus zu Haus; eines trägt in einem
Korb einen todten Fuchs voraus, sie singen dazu:)

... weiterlesen


Die Braut von Bessa

(Kornmanns Frau Veneris Berg. Frankfurt am Main 1614. S. 305.)

Zu Felsberg bat mich Kledte,
Ich solt ihm schreiben recht,
Was ich gesehen hätte,
Von manchem stolzen ... weiterlesen


Erlösung

(Königshoven Straßburger Chronik. S. 526.)

Maria.Mein Kind sieh an die Brüste mein,
Kein Sünder laß verloren seyn.Christus.Mutter, sieh an die Wunden,
Die ich für dein ... weiterlesen


Schweitzerlied

(Lauberl Diminutiv von Laubi, Stier, Gitzeli Geißlein.)

Mi`s Bübli is wohl änetem Rhin,
I wollt` ä klini Wile bi ihm si;
Lauberl, lauberl, liri lauberl,
Lauberl, ... weiterlesen


Das Lied vom Landgrafen

(Lebensbeschreibung Sebastian Schärtlins. Frankfurt, 1777.
Beylagen S. 34.)

Zu singen will ich fangen an,
Zum Lob der Kayserlichen Kron,
Dem Landgrafen zu Leide,
... weiterlesen


Abendreihen

(Lobwasser der lutherische. Rotenburg an der Tauber 1618. S. 377.)

Wie steht ihr allhie und wartet mein,
Und meint, ich soll eure Vorsingerin seyn,
Soll ich denn nun ... weiterlesen


Siegslied

(Marianum epithalamium. S. 148.)

Fangt an zu singen,
Die Trommel rühren,
Zertrennt ist Pharaos groß Heer;
Laßt Saiten klingen,
Und jubiliren,
Verschont ... weiterlesen


Eine heilige Familie

(Marianum epithalamium. Von Joh. Kuen. München 1659.)

Der Tag war schön, ins Grüne gehn,
Trieb an das lust`ge Wetter;
Das Feld geziert, vom Wind berührt,
Roth wie ... weiterlesen


Rheinischer Bundesring

(Mitgetheilt von Frau von Pattberg.)

Bald gras ich am Neckar,
Bald gras ich am Rhein,
Bald hab ich ein Schätzel,
Bald bin ich allein.

Was hilft mir das ... weiterlesen


Der Brunnen

(Mitgetheilt von Frau von Pattberg.)

Hab ein Brünnlein mal gesehen,
Draus thät fliessen lauter Gold,
Thäten dort drei Jungfern stehen,
Gar so schön und gar so ... weiterlesen


Kloster Trebnitz

(Mitgetheilt von H. D. Hinze.)

Der edel Herzog Heinrich zu Pferd
Stürzt in den Sumpf gar tief, tief, tief.
Seines Lebens er sich schier verwehrt,
Als Gott sein Engel ... weiterlesen


Herzog Hans von Sagan, und die Glogauschen Domherr

(Mitgetheilt von H. D. Hinze.)

Hannes der Herzog zu Sagan
Der Grimme lag in schwerem Bann,
Der Bischof* wollt sich rächen,
Den Bann ließ über ihn sprechen.

... weiterlesen


Edelkönigs-Kinder

(Mitgetheilt von H. Schlosser.)

Es waren zwei Edelkönigs-Kinder,
Die beiden die hatten sich lieb,
Beisammen konten sie dir nit kommen,
Das Wasser war viel zu tief.
... weiterlesen


Der Färber

(Mitgetheilt von H. v. Wessenberg.)

Kummet her! kummet her ihr jungi Leut`,
Und still und stille `ne kleini Zeit,
Und höret was will i eu singe! -
Was dieß Johr sich ... weiterlesen


Icarus

(Mitgetheilt, wahrscheinlich nicht sehr alt.)

Mir träumt, ich flög gar bange
Wohl in die Welt hinaus,
Zu Straßburg durch alle Gassen
Bis vor Feinsliebchens Haus.
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Würde der Schreiber

(Moralische Gassenhauer. S. 48.)

Papiers Natur ist Rauschen,
Und rauschen kann es viel,
Leicht kann man es belauschen,
Denn es stets rauschen will.

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Das schwere Körblein

(Musikalisch Rosengärtlein.)

Sag mir o Mägdelein, was trägst im Körbelein
So schwer und dich bemühest?
Es ist ein Knäbelein, der hat das Herze mein
So oftmals ... weiterlesen


Wiederhall

(Musikalischer Zeitvertreiber. Nürnberg 1609. XLII.)

In diesem grünen Wald,
Wir wollen fröhlich singen,
Hört wie es wiederhallt,
Und fröhlich thut erklingen.
... weiterlesen


Maushund

(Musikalischer Zeitvertreiber. Nürnberg bei Kaufmann 1609.)

Ein Maußhund kam gegangen,
Von einem hohen Dach;
Der Kürschner wollt ihn fangen,
Zog ihn bald hinten ... weiterlesen


Druck und Gegendruck

(Musikalisches Rosengärtlein. Nürnberg 1612.)

Schön klar einstmal die Sonne
Leuchtet mit ihrem Schein,
Als ich nach Herzens Wonne
Spazieren gieng allein,
... weiterlesen


Ablösung

(Musikbuch.)

Kukuk hat sich zu todt gefallen
An einer holen Weiden,
Wer soll uns diesen Sommer lang
Die Zeit und Weil vertreiben.
Ey das soll thun Frau ... weiterlesen


Nachtlieder an die Braut

(Mündlich.)1.

Ach Schatz willst du schlafen gehn,
Schlafe wohl, schlafe wohl,
Schlafe wohl in guter Ruh,
Und thu deine schwarzbraune Aeuglein zu,
Und ruh, und ... weiterlesen


Kinderey

(Mündlich.)

Als sich der Hahn thät krähen,
Da war es noch lange nicht Tag,
Da gingen die jungen Gesellchen
Spazieren die ganze Nacht.

Und als sie lange ... weiterlesen


Sonnenblicke

(Mündlich.)

Der Sommer und der Sonnenschein,
Ganz lieblich mir das Herze mein
Erquicken und erfreuen;
Daß ich mit Lust im grünen Gras
Mag springen an dem ... weiterlesen


Feuerelement

(Mündlich.)

Er.Du kannst mir glauben liebes Herz,
Geh dich am Bronnen frischen,
Wenn heut die Stern am Himmel sind
Komm ich zu dir mein schönes Kind,
Da denkst ... weiterlesen


Höllisches Recht

(Mündlich.)

Es ging ein Hirt gar früh austreiben,
Er hört` ein kleines Kindlein schreien.
Kindelein ich hör` dich und seh dich nicht.
»Ich bin in einem hohlen ... weiterlesen


Schuld

(Mündlich.)

Es ging ein Knab spazieren,
Zu Augsburg in den Wald,
Da begegnet ihm ein Mägdlein,
War achtzehn Jahre alt,
Gar schön war sie gestallt.

... weiterlesen


Die Marketenderin

(Mündlich.)

Es hat sich ein Mädchen in`n Fähndrich verliebt,
Er spricht ihr von Ehre und heirath sie nicht,
Wenn der Fähndrich die Fahne thut rühren,
Thut sich ihr ... weiterlesen


Inkognito

(Mündlich.)

Es kamen drey Diebe aus Morgenland,
Die geben sich für drey Grafen aus,
Sie kamen vor der Frau Wirthin Haus:
»Frau Wirthin hat sie es diese Gewalt,
... weiterlesen


Traure nicht, traure nicht, Um dein junges Leben

(Mündlich.)

Es ritt ein Herr und auch sein Knecht,
Sie ritten miteinander einen Winter weiten Weg.

Sie kamen an einen Feigenbaum,
Lieb Knecht steig, schau dich ... weiterlesen


Vorladung vor Gottes Gericht

(Mündlich.)

Es sprach eine Mutter zu ihrem Sohn:
»Must heirathen, was sagst du dazu,
Du must eine andre heirathen,
Dein feines Lieb must du nun lassen.«

... weiterlesen


Rosenkranz Sündenlast

(Mündlich.)

Es sterben zwei Brüder in einem Tag,
Ein armer und ein reicher,
Der reiche, der wird in die Hölle begraben,
Der arme in den Himmel.

Und da ... weiterlesen


Die Mordwirthin

(Mündlich.)

Es waren drei Soldaten-Söhn,
Sie haben Lust im Krieg zu gehn,
Wohl ins Soldaten Leben.
Sie bleiben aus eine kleine Weil,
Sie machen sich Geld und ... weiterlesen


Des Bauerwirths Heimkehr

(Mündlich.)

Es wollt ein Fuhrmann über Land fahren,
Er wollt drey Eimer Wein aufladen,
Ein süssen und ein sauern,
Altemeralte ein süssen und ein sauern.

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Gemachte Blumen

(Mündlich.)

Es wollt ein Mägdlein Wasser holen,
Bei einem kühlen Brunnen;
Ein schneeweiß Hemdlein hat sie an,
Dadurch scheint ihr die Sonne.

Sie sah ... weiterlesen


Habt ihr den krummen Peter lange nicht gesehen

(Mündlich.)

Hab ich dann schon rothe Haar, rothe Haar,
Leid ich d`rum noch kein Gefahr.
Rothe Haar die Leut nicht schänden,
`s ist, daß mich die Leute kennen,
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Waldvögelein

(Mündlich.)

Ich ging mit Lust durch einen grünen Wald,
Ich hört die Vöglein singen,
Sie sangen so jung, sie sangen so alt,
Die kleinen Waldvögelein in dem Wald,
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Ein gut Gewissen ist das beste Ruhekissen

(Mündlich.)

Ich ging wohl bey der Nacht,
Die Nacht, die war so finster,
Daß man kein Stich mehr sah.

Ich kam vor eine Thür,
Die Thür, die war ... weiterlesen


Der Geist beym verborgnen Schatze

(Mündlich.)

Ich habe einen Schatz und den muß ich meiden,
Muß von ihm gehn, kein Wort mit ihm zu reden,
Das Herze in dem Leibe möchte mir vergehn,
Den Sonntag, den ... weiterlesen


Auch ein Schicksal

(Mündlich.)

Ich habe mein Feinsliebchen
So lange nicht gesehn,
Ich sah sie gestern Abend,
Wohl vor der Thüre stehn.

Sie sagt, ich sollt sie küssen,
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Kurzweil

(Mündlich.)

Ich weiß nicht, was ich meinem Schätzchen verhieß,
Das sie den Riegel wohl hinter sich stieß;
Wohl hinter sich in die Ecke,
Dann schlich ich zu ihr ins ... weiterlesen


Der Ueberläufer

(Mündlich.)

In den Garten wollen wir gehen,
Wo die schönen Rosen stehen,
Da stehen der Rosen gar zu viel,
Brech ich mir eine, wo ich will.

Wir haben gar ... weiterlesen


Das naive Kammermädchen an den Studiosus der zwey

(Mündlich.)

Jezt bin ich wiederum recht vergnügt,
Weil mein Schatz bei mir ist,
Und so viele Treu verspricht,
Redet mit mir,
Redet von der Wahrheit,
Redet ... weiterlesen


Die traurig prächtige Braut

(Mündlich.)

Komm heraus, komm heraus du schöne, schöne Braut,
Deine gute Tage sind alle alle aus.
O Weyele Weh! O Weyele Weh!
Was weinet die schöne Braut so ... weiterlesen


Dem Tode zum Trutz

(Mündlich.)

Komm zu mir in Garten,
Komm zu mir ins Gras,
Sprich aus deinen Jammer,
Es bringt mir nicht Schmerz.

Geh hol mir den Mantel,
Geh hol mir ... weiterlesen


Unerschöpfliche Gnade

(Mündlich.)

Maria führt einen Reihen Kindlein klein,
Da kam eine arme Seele:
Maria, laß mich nein!
Ich kann dich nicht rein lassen,
Dein Ehr hast du ... weiterlesen


Den Dritten thu ich nicht nennen

(Mündlich.)

Mein Bübli isch e Stricker,
Er strickt e manche Nacht,
Er strickt an einer Haube,
Haube, Haube,
Sisch noch nit ausgemacht.

Von Seiden ... weiterlesen


Hat gesagt - bleibts nicht dabei

(Mündlich.)

Mein Vater hat gesagt,
Ich soll das Kindlein wiegen,
Er will mir auf den Abend
Drey Gaggeleyer sieden;
Siedt er mir drei,
Ißt er mir zwei,
... weiterlesen


Sub Rosa

(Mündlich.)

Mitten im Garten ist
Ein schönes Paradies,
Ist so schön anzusehn,
Daß ich möcht` drinnen gehn.

Als ich im Gärtlein war,
Nahm ich ... weiterlesen


Lebewohl

(Mündlich.)

Morgen muß ich weg von hier,
Und muß Abschied nehmen;
O du allerhöchste Zier,
Scheiden das bringt Grämen.
Da ich dich so treu geliebt,
... weiterlesen


Verspätung

(Mündlich.)

Mutter, ach Mutter! es hungert mich
Gieb mir Brod, sonst sterb ich.
Warte nur mein liebes Kind!
Morgen wollen wir säen geschwind.

Und als das ... weiterlesen


Wechselgesang

(Mündlich.)

Nachtigall.Jungfrau merk auf meinen Schall,
Ich bin die Frau Nachtigall,
Schwing mich über ein hohes Haus,
Ein wackrer Herr, der schickt mich aus,
... weiterlesen


Schwimm hin, schwimm her du Ringlein

(Mündlich.)

Nichts schöneres kann mich erfreuen,
Als wenn es der Sommer angeht,
Da blühen die Rosen im Mayen,
Trompeter die blasen ins Feld.

Trompeter ... weiterlesen


Weihnachtlied

(Mündlich.)

O du mein Mopper, wo willt du hinaus,
Ich kann dir nicht erzählen
Meine güldene Klaus:
Laß klinken, laß klanken,
Laß all herunter schwanken;
... weiterlesen


Hoffahrt will Zwang haben

(Mündlich.)

O du verdammtes Adelleben!
O du verdammter Fräuleinstand!
Jetzt will ich mich der Lieb ergeben,
Der Adel bricht mein Liebesband:
Ach dacht ich oft ... weiterlesen


Luftelement

(Mündlich.)

O Luft, du edles Element,
Führ hin mein Liedlein behend,
Mit seinem Hirtenschall,
Ueber Berg und über Thal;
Klopf leise an das Thor,
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Urlicht

(Mündlich.)

O Röschen roth,
Der Mensch liegt in gröster Noth,
Der Mensch liegt in gröster Pein,
Je lieber mögt ich im Himmel seyn.
Da kam ich auf einen ... weiterlesen


Die vermeinte Jungfrau Lille

(Mündlich.)

Prinz Eugen.Lill, du allerschönste Stadt,
Die du bist so fein und glat,
Meine Lieb, die brennt in Flammen,
Dich lieb ich vor allen Damen,
Lill, du ... weiterlesen


Frühlingserwartung

(Mündlich.)

Schlagt ihr muntern Nachtigallen,
Laßt den hellen, reinen Ton,
Durch die dichten Sträucher fallen,
Seyd gebeten singet schon:
Und ihr Schach, ... weiterlesen


Babeli sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht

(Mündlich.)

Schwarzbrauns Babeli,
Steh auf und laß mich `nein,
Ich bin allein,
Und bring dir Wein,
Laß mich in die Kammer `nein;
Schwarzbrauns Babeli,
... weiterlesen


Gruß

(Mündlich.)

So viel Stern am Himmel stehen,
So viel Schäflein als da gehen
In dem grünen Feld,

So viel Vögel als da fliegen,
Als da hin und wieder ... weiterlesen


Spinnerlied

(Mündlich.)

Spinn, Mägdlein, spinn!
So wachsen dir die Sinn,
Wachsen dir die gelbe Haar,
Kommen dir die kluge Jahr!

Ehr, Mägdlein, ehr
Die alte ... weiterlesen


Vision

(Mündlich.)

Ueber den Kirchhof gieng ich allein,
Zu meines Liebchens Kämmerlein,
Und als ich wollt von dannen gehn,
Da hielt es mich, ich mußt da stehn.

... weiterlesen


Unbeschreibliche Freude

(Mündlich.)

Wer ist denn draussen und klopfet an?
Der mich so leise wecken kann?
Das ist der Herzallerliebste dein,
Steh auf und laß mich zu dir ein.

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Weibliche Selbstständigkeit

(Mündlich.)

Wer noch in Freiheit leben will,
Der komm mit mir zum Walde,
Diana rast und rastet still,
Und rufet alsobalde;
Frau Echo schlägt den Triller ... weiterlesen


Es ist der Menschen weh und ach So tausendfach

(Mündlich.)

Wie bin ich krank,
Gebt mir nur einen Trank,
Nur keine Pulver,
Und keine Pillen,
Die können meinen Schmerz nicht stillen:
Wie bin ich ... weiterlesen


Das schöne Kind

(Mündlich.)

Wie war ich doch so wonnereich,
Dem Kaiser und dem König gleich
In meinen jungen Jahren,
Als Julia das schöne Kind,
Schön wie die lieben Engel ... weiterlesen


Wo’s schneiet rothe Rosen, Da regnet’s Thräne

(Mündlich.)

Wohl heute noch und Morgen,
Da bleibe ich bei dir;
Wenn aber kömmt der dritte Tag,
So muß ich fort von hier.

Wann kömmst du aber wieder,
... weiterlesen


Der verwandelte Einsiedler

(Mündlich.)

Da droben aufm Hügel,
Wo die Nachtigall singt,
Da tanzt der Einsiedel,
Daß die Kutt in die Höh springt.

Der Knabe.

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Abendsegen

(Mündlich.)

Der Tag hat seinen Schmuck auf heute weggethan,
Es ziehet nun die Nacht die braunen Kleider an;
Und deckt die Welt in angenehmer Ruh
Mit ihren ... weiterlesen


Der Abschied im Korbe

(Mündlich.)

Er.

Wo gehst du hin du Stolze,
Was hab ich dir gethan;
Daß du vorbei thust gehen,
Und schaust mich gar nicht an.
Du schlägst ... weiterlesen


Abschied für immer

(Mündlich.)

Heute marschieren wir,
Morgen marschieren wir,
Zu dem hohen Thor hinaus,
Ey du wacker schwarzbraun Mägdlein,
Unsre Lieb ist noch nicht aus.
... weiterlesen


Eine Kastanie

(Mündlich.)

Jockel.

Guck, Bastel, was ich funden han,
Es hat ein Igels Pelzlein an,
Ein braunes ledern Koller drunter,
Mit Woll gefüttert, guck! ... weiterlesen


Das Lustlager

(Mündlich.)

Reiter.

Hör Bauer, was ich sage,
Das Quartier und das ist aus,
Wenn du`n Trompeter hörst blasen,
So komm und weck mich auf.
... weiterlesen


Abendstern

(Mündlich.)

Schlaf nur ein geliebtes Leben,
Schlaf, ich will ja gern zufrieden seyn,
Deine lieben Augen geben
Dennoch deinem Diener hellen Schein.
Hast du ... weiterlesen


Schnelle Entwickelung

(Nach dem Jenaer Codex.)

Ein junger Mann nahm sich ein Weib,
Holdselig und gar fein von Leib.

Dem Weib er übersah gar viel,
Schwieg ihr in allen Dingen ... weiterlesen


Conradin von Schwaben

(Nach der Chronik der Hohenstaufen. S. 492.)

Als Conradin zu Jahren kam,
Ein schnelle Sach sich bald vernahm,
Er wollt sich männlich halten,
Alle Erbländer nehmen ... weiterlesen


Tragödie

(Nach Joh. Georg Tibianus Narration von Wallfahrten.
Constanz bey Straub 1598.)

Ein Graf von frommem edlem Muth,
An Sitten hochgeehrt und gut,
Ging täglich in die ... weiterlesen


Vorbote des jüngsten Gerichts

(Nach Procop.)

Pater Friedrich Procop, Kapuziner der Oesterreichischen Provinz, zu Templin, inder Mark Brandenburg, gegen das Ende des sechzehnten Jahrhunderts geboren; zu seiner Zeit ... weiterlesen


Sie können es nehmen, wie sie wollen

(Nikolaus Rosthius liebliche Galliarden. 1593.)

Ein Mägdlein jung gefällt mir wohl,
Von Jahren alt, weis wie ein Kohl,
Schön wie ein Rab ihr gelbes Haar,
Triefdunkel ... weiterlesen


Schlacht bey Leipzig

(Parodie des vorigen S. 90 aus einem alten fliegenden Blatte.)

Zeuch Fahler zeuch,
Balde wolln wirn Tylli dreschen,
Wolln ihn gebn ’n Kraut zu fressen.
Zeuch ... weiterlesen


Die löbliche Gesellschaft Moselsar

(Phil. v. Sittewald Strafschriften II. T. S. 661.)

Die löbliche Gesellschaft zwischen Rhein
Und der Mosel allzeit rüstig seyn,
Nach Unfall sie nicht fragen,
... weiterlesen


Gimpelglück

(Postiglion der Lieb. XXIII.)

Ich that einmal spazieren gehn,
Da hört ich also singen schön
Der Vöglein viel und mancherlei,
Ganz lieblich war ihr Melodei;
... weiterlesen


Der Fürstentochter Tod

(Procopii Aestivale p. 246.)

Es fuhr gen Acker ein grober Baur,
Arbeitet wacker im Schweis so sau`r,
Im Frühling, Märzen, May, April,
Im Feld standen der Blümlein ... weiterlesen


Ehestand

(Procopii decalogale conjugale II. T. p. 569.)

Ich gieng spazieren in ein Feld
Ohne Sünde;
Mich umzusehen in der Welt,
Wie es stünde.
Es war an einem Sonntag ... weiterlesen


Der Maria Geburt

(Procopii Mariale Festivale I, S. 228.)

Gleich wie die lieb Waldvögelein,
Mit ihren Stimmen groß und klein
Früh morgens lieblich singen,
Sobald anbricht die ... weiterlesen


Ruhe in Gotteshand

(Procopii Mariale festivale. p. 120.)

Gleich wie des Noah Täubelein
Ihr Füßlein nicht wollt sudeln ein,
Im Letten dieser Welt;
Sie floh dem Patriarchen zu,
... weiterlesen


Liebscherz mit dem neugebornen Kinde Maria

(Procopii Mariale festivale. p. 228.)

Wann wünschen wär können, Maria rein,
So möcht ich jezt wohl ein Baumeister seyn;
Ich wünschte mir Salomons Schätze,
Dukaten ... weiterlesen


Zugvögel

(Procopii Mariale Festivale. p. 448.)

Ach wie so schön, wie hübsch und fein
Sind deine Tritt Maria rein
In deinem Schühlein leis dahin,
Ach Jungfrau, was hast du im ... weiterlesen


Inschrift

(Procopii Mariale Festivale.)

Hör mich du arme Pilgerin,
Die zu Wallfahrten hast den Sinn,
Nicht wollest du vorüber gehen,
Bey diesem Bilde bleibe stehen,
... weiterlesen


Der Pilgrim

(Procopii Paschale. p. 263.)

Der Geistliche.

Winter ist hin, der Pilgrim zieht ins Feld,
Im Frühling er sich umschaut in der Welt,
Wo er hinkommt, find er ... weiterlesen


Die Seeräuber

(Quartalschrift für ältere Literatur. Leipzig, 1784. 1. Q. S. 29.)

Störtebecher und Gödte Michael,
Die raubten beide zu gleichem Theil
Zu Wasser und nicht zu Lande,
... weiterlesen


Weltlich Recht

(Reichardts musikalische Zeitung. 1806. Nro. 10. S. 40.)

Joseph, lieber Joseph, was hast du gedacht,
Daß du die schöne Nanerl ins Unglück gebracht.

Joseph, lieber ... weiterlesen


Vorbereitung

(S. 63.)

Ewiger Bildner der löblichen Dinge,
Der du mich Armen so ferne erdacht;
Rühr mir die Zunge, damit ich dir singe,
Und eins beginne nach äußerster Macht;
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Schön bin ich nicht

(Schöne Lieder Henrici Finkens. 1536.)

Schön bin ich nicht, mein höchster Hort,
Laß mich das nicht entgelten,
Lieb gilt für schön an manchem Ort,
Lieb soll vor ... weiterlesen


Des König Ladislaus Ermordung im Jahre 1457

(Senkenberg Selecta Juris. Tom. V.)

Von einem König lobesan,
König Lasla ist sein Nahme,
Ein König aus Oesterreiche,
Ja spricht man in der Christenheit,
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Zweifel an menschlicher Klugheit

(Taulers Nachfolge des armen Lebens Christi. Frankfurt 1621. S. 133.)

Der Vater vom Himmelreich spricht,
Mensch steh still und fürcht mich,
Gehst du für dich,
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Die wiedergefundene Königstochter

(v. Seckendorfs Musenalmanach f. 1808, S. 29.)

Es hat ein König ein Töchterlein,
Mit Namen hieß es Annelein;
Es saß an einem Rainelein,
Las auf die kleinen ... weiterlesen


Von alten Liebesliedern

(Venusblümlein von Ambrosius Metzger. Nürnberg 1612.)

Spazieren wollt ich reiten,
Der Liebsten vor die Thür,
Sie blickt nach mir von weitem,
Und sprach mit großen ... weiterlesen


Reiterlied

(Venusblümlein von Metzger. Nürnberg 1612.)

Nach Reitersbrauch ich reite
Mein Rößlein in das Feld,
Tumml das auf grüner Heide
Werfs rumm auf alle Seiten,
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Don Juan

(Vergl. Büschings und von der Hagens Sammlung.)

Ich hatt nun mei Trutschel
Ins Herz nei geschlosse,
Sie hat mir geschworen,
Sie wöll mich net losse,
Da reit mir ... weiterlesen


Die schweren Brombeeren

(Vielfach schriftlich und mündlich.)

Es wollt ein Mägdlein früh aufstehn,
Drey Stündelein vor dem Tag,
Wollt in den grünen Wald n`aus gehn,
Brombeerlein brechen ... weiterlesen


Ein Heller und ein Pfenning, Das ist ein kleiner W

(Vier Baurenmädchen sammelten sonst mit diesem Liede von Haus zu Haus einiges Geld, um dasMuttergottesbild, welches sie bei Processionen trugen, vorher auszuschmücken, in denrheinischen Dörfern ... weiterlesen


Der verschwundene Stern

(Von M. Claudius.)

Es stand ein Sternlein am Himmel,
Ein Sternlein guter Art;
Das thät so lieblich scheinen,
So lieblich und so zart.

Ich wußte seine ... weiterlesen


Klage der Churfürstin, Frauen Sybille von Sachsen

(Von Peter Watzdorf aus der Reformationszeit.)

Ach Gott mich thut verlangen,
Nach dem, der jezt gefangen,
Den liebsten Fürsten mein,
Daß ich ihn so muß meiden,
... weiterlesen


Fuhrmannslied auf der Weinstrasse

(Wahrscheinlich aus dem siebzehnten Jahrhunderte.)

Zieh, Schimmel, zieh!
Im Dreck bis an die Knie;
Schieb dich fein in diesen Karren,
Wir wollen an den Neckar ... weiterlesen


Das wunderthätige Mannsbild

(XXX Galliarden von Rost. 2 Th. 1593.)

Die Tochter bat die Mutter schön,
Sie möchte in die Kirche gehn,
Die Bilder anzubeten,
Denn sie jezt große Heiligkeit
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Kennst die bewegliche Drei du noch nicht und der V

(Zur Beruhigung einer gewissen Kritik, die immer wissen muß, ob etwas wirklich alt sey, um zufühlen, daß es schön sey, wird hier bemerkt, daß dieses Lied unverändertabgedruckt.)

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Havele Hahne

(Zur Fastnacht gehn die Kinder am Rhein mit einem Korb, in
dem ein gebundener Hahn liegt, sie schauckeln mit ihm und singen:)

Havele havele Hahne,
Fastennacht geht ane,
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Des ersten Bergmanns ewige Jugend

... Der Kammerjunker versicherte, daß er nach einer sonderbaren      Bergwerksgeschichte eine eben so sonderbare Ballade geschrieben, die er      hersagen könne:
... weiterlesen


Schwere Wacht

1. Jungfrau und Wächter.

Aus einer Sammlung ungedruckter
Minnelieder im Besitz von C. B.

Von hoher Art ein Fräulein zart,
Hört ich dem Wächter ... weiterlesen


Georg von Fronsberg

1. Wie das Kriegsvolk von Georg von Fronsberg singt.
(Spangenbergs Adelsspiegel. Zinkgräfs Apophtegmen)

Georg von Freundsberg, von großer Stärk,
Ein theurer Held, ... weiterlesen


Liebesklagen des Mädchens

1.

Nach meiner Lieb viel hundert Knaben trachten,
Allein der, den ich lieb, will mein nicht achten,
Ach weh mir armen Maid, vor Leid muß ich verschmachten.

... weiterlesen


Die Schmiede

1600-1650.

Wenn jetzt die Schmieder zusammen geloffen
Und angefangen, das Eisen zu klopfen,
Kein solcher Gesang kommt auf die Bahn
Wie diese Bursche heben an.
... weiterlesen


Das Prager Lied

1636.

O allerschönstes Jesulein,
Du Pragerisches, lieb und klein,
Klein an Gestalt, groß in der Macht,
Wie in Erfahrnuß schon gebracht.

Du Zierd des ... weiterlesen


Kriegsregeln

1
Bist du recht müd und matt, ja ganz erschöpft von Sorgen,
So singe hell und laut, wie Spatzen tun am Morgen.
Gleich wird dir leicht die Brust, ein Mühlstein fällt ... weiterlesen


Auf Fichtes Tod

29. Januar 1814

Auch dich hat uns die Pest der Zeit entrissen,
Dich mutigsten Bestreiter schlechter Zeit,
Du hattest dich als Opfer ihr geweiht,
Als du ihr ... weiterlesen


Trompeterstückchen

A Herr verscho o o ne mich,
Jesus Maria a a,
Ist dann kein Kavallerie mehr da,
Jesus Marie,
Wo bleibt dann die Infanterie,
Hätten wir dies,
Hätten wir das,
... weiterlesen


Anschauungs-ABC

A, b, ab,
Thu die Kapp ab.
A b c
Die Katz, die läuft in Schnee,
Der Kater hinter her,
Mit einem großen Stücke Schmeer.


Abendgebet

Abends wenn ich schlafen geh,
Vierzehn Engel bei mir stehn,
Zwey zu meiner Rechten,
Zwey zu meiner Linken,
Zwey zu meinen Häupten,
Zwey zu meinen Füssen,
... weiterlesen


Tell und sein Kind

Abgeschrieben vom Giebel eines Hauses in Arth in der Schweiz,
durch Arnim, s. Französische Miszellen III. B. S. 82.

Tell.Zu Ury bey den Linden
Der Vogt steckt auf den ... weiterlesen


Der Graf im Pfluge

Adelung`s Magazin der deutschen Sprache. II. B. 3. Stück. S. 114.

Ich verkünd euch neue Mehre,
Halt Frieden bei der Kann.
Zu Rom da saß ein Herre,
Ein Graf gar ... weiterlesen


Abzählen, den die letzte Silbe trift, der muß na

Ahne, Krahne, wickele, wahne,
Wollen wir nit nach England fahren,
England ist verschlossen,
Schlösser sind verrostet,
Schlüssel ist verloren,
Müssen wir ein Loch ... weiterlesen


Algerius

Algerius sagt Wunderding:
»Wo andre schreien, weinen,
An diesem Ort ich Freud empfing,
Im Gefängniß mir erscheinet
Das Himmelheer,
Viel Märtirer
... weiterlesen


In der wüsten Heide

Allhier in dieser wüsten Haid
Wohnt keine Seele weit und breit,
Die wilden Thier allein,
Die seh ich selbst Mitleiden tragen,
Die Vögel traurig seyn,
Und mich mit ... weiterlesen


Die zwei Hirten in der Christnacht

Als das Christkindlein geboren war, saßen die zwei Hirten, Damon und Halton, Nachts bei ihrer Heerde, und erzählten sich einander, was sie dem Christkindlein für Geschenke machen wollten, es war ... weiterlesen


Ein Wahrheitslied

Als Gott der Herr geboren war,
Da war es kalt,
Was sieht Maria am Wege stehn?
Ein Feigenbaum,
Maria laß du die Feigen noch stehn,
Wir haben noch dreißig Meilen zu ... weiterlesen


Construction der Welt

Als Gott die Welt erschaffen
Und allerhand Gethier,
Konnt er nicht ruhig schlafen,
Er hat noch etwas für;
Wann nur ein Mensch auf Erden,
Dacht er in seinem ... weiterlesen


Knecht, Magd, Ochs, Esel, und alles, was mein ist

Als ich ein armes Weib war,
Zog ich über den Rhein,
Bescheert mir Gott ein Hühnelein,
War ich ein reiches Weib,
Gieng ich über die Wiese,
Fragten alle Leut,
... weiterlesen


Hessisch

Als ich kam zur Stube rein,
Da ist gut wohnen!
Ich hab so lang draußen gestanden,
Daß Gott erbarm!

Ich seh dies an deinem Hut,
Wie dein Hut tröpflen thut,
... weiterlesen


Kupido die Fledermaus

Als ich verwichen lag in sanfter Ruh,
Da klopft an meiner Thür,
Und kommet auch zu mir,
Ein kleiner Bue!

Schneeweiß ist er gekleidt, von Angesicht blind,
... weiterlesen


Des Sultans Töchterlein und der Meister der Blume

Altes fliegendes Blatt aus Kölln.

Der Sultan hatt` ein Töchterlein,
Die war früh aufgestanden,
Wohl um zu pflücken die Blümelein
In ihres Vaters Garten.

... weiterlesen


Des Schneiders Feyerabend und Meistergesang

Altes Lied in meinem Besitz. C. B.

Und als ich saß in meiner Zell und schreib,
Da kamen drey Beginnen
So alte heil`ge Weib.
Sie lasen mir vor
Den schnellen ... weiterlesen


Auf den Tod des Malers Otto Runge

am 2. Dezember 1810

Die Tage werden kurz, die Nächte lang,
Die kranke Erd` erträgt nicht mehr die Lust,
Da flammt der Baum im Herbst sich unbewußt
Mit rotem ... weiterlesen


Galantes dreissigjähriges Kriegslied

Amor, erheb dich edler Held!
Begebe dich mit mir ins Feld,
Frisch auf!
Mein Liebchen ist gerüst`
Als ob sie mit mir streiten müst`,
Sie hat nichts Guts im Sinn.
... weiterlesen


Weinsüppchen

Anne Margritchen!
Was willst du, mein Liebchen?
Ich trinke so gerne
Gezückerten Wein.

Zwey Pfund Zuckerchen,
Ein Pfund Butterchen,
Zwey Maaße Wein,
... weiterlesen


Anmuthiger Blumenkranz aus dem Garten der Gemeinde

ans Licht gegeben im Jahre 1712.

Es mögten sich nit wenige verwundern, daß man bei der Menge alter und neuer Gesangbücher doch wieder ein neues Liederbuch vor den Tag bringt, dazu ... weiterlesen


Die Hand

Antiquarius des Elbstroms. Frankfurt 1741. S. 616.

Sieh, sieh du böses Kind!
Was man hier merklich findt,
Die Hand, die nicht verweßt,
Weil der, des sie gewest,
... weiterlesen


Bayrisches Alpenlied

Ariel`s Offenbarungen. S. 211. 207.

Der Franz läßt dich grüßen
Gar hoch und gar fest,
Vom Palmbaum hoch sprießen
Gar vielerley Aest.

Mit grünblauer ... weiterlesen


Des Knaben Wunderhorn I, Von Volksliedern 3

Auch die hellen Triangel der Böhmischen Bergleute klingen den Kindern nicht mehr, am Leitbande darnach zu treten; die treuen heilgen Drey Könige begrüßen sie nicht mehr! - Aber was rede ich von ... weiterlesen


Liebeswünsche

Auf der Welt hab ich kein Freud,
Ich hab ein Schatz und der ist weit;
Wenn ich nur mit ihm reden könnt,
So wär mein ganzes Herz gesund.

Frau Nachtigall, Frau ... weiterlesen


Bildchen

Auf dieser Welt hab ich keine Freud,
Ich hab einen Schatz und der ist weit,
Er ist so weit, er ist nicht hier,
Ach wenn ich bei mein Schätzgen wär!

Ich kann nicht ... weiterlesen


Kriegslieder - VII.

Auf, auf, Kameraden zu Fuß und zu Pferd,
Ins Feld, in die Freiheit gezogen!
Im Felde da ist der Preuße was wert,
Da wird sein Herz noch gewogen,
Da tritt kein andrer mit ... weiterlesen


Rundgesang gegen Unterdrücker des Werdenden

Auf, ihr meine deutschen Brüder,
Feiern wollen wir die Nacht,
Schallen soll der Trost der Lieder,
Eh der Morgenstern erwacht,
Laßt die Stunden uns beflügeln,
... weiterlesen


Tanzreime

Aufe ist nit abe, `s ist aber we`ger wahr,
Wann ich meinen Schatz am Tag nit seh,
Und in der Nacht nit bei ihm steh,
Meyn ich, es sey ein Jahr.

Zu dir bin ich ... weiterlesen


Heinriche Konrade der Schreiber im Korb

Aus Bragur IV. B. 2. Ab. S. 93.

Es ging ein Schreiber spatzieren aus
Wohl an dem Markt da steht ein Haus,
Heinriche Konrade der Schreiber im Korb.

Er sprach: ... weiterlesen


Der unterirdische Pilger

Aus Bruckmanns Beschreibung aller Gebirge.

Ein Pilger wollt ausspüren
Der Erd` Metallen-Geist,
Da hieß man ihn spaziren,
Ins Bergwerk man ihn weist,
Da führten ... weiterlesen


Jung und alt im Frühling - I.

Aus der Berge dunklen Klüften
Braust nicht mehr die kalte Flut,
Fenster öffne ich den Lüften
Und das Tor dem Jugendmut;
Springend geht`s zum Tale nieder,
Leicht ... weiterlesen


Nachtgebet

Aus der Zeit des Harrens

Wann wird die Nacht mir enden,
Wann werd ich wieder wach?
Wann trägt auf goldnen Händen
Auch mich ein Freudentag?
Nur wenn ich ... weiterlesen


Vogel Phönix

Aus einem alten Buche ohne Titel.

Phönix, der edle Vogel werth,
Hat seines Gleichen nicht auf Erd,

Um seinen Hals ist`s goldgelb klar,
Sein Leib und Flügel ... weiterlesen


Pura

Aus einem Gesangbuche der Wiedertäufer v. J. 1583. S. 53.

Als ich gen Antiocha kam,
Ein Jungfrau, Pura war ihr Nahm,
Ein Christin ward gefunden,
Die ward vor den ... weiterlesen


Die Juden in Passau

Aus einem geschriebenen geistlichen Liederbuche in der
Sammlung von Clemens Brentano.

Mit Gott der allen Dingen,
Ein Anfang geben hat,
So heben wir an zu singen,
... weiterlesen


Ritter St. Georg

Aus einem geschriebenen geistlichen Liederbuche vom Jahre1601.
in der Sammlung von Clemens Brentano.

In einem See sehr groß und tief,
Ein böser Drach sich sehen ließ.
... weiterlesen


Der geistliche Kämpfer

Aus einem Manuscript in der Sammlung von
Clemens Brentano.

Groß Lieb thut mich bezwingen,
Daß ich muß heben an,
Von einem Kämpfer singen,
Der war so ... weiterlesen


Ringlein und Fähnlein

Aus einer ungedruckten Sammlung Minnelieder
in meinem Besitz. - C. B.

Vor Tags ich hört, in Liebes Port, wohl diese Wort
Von Wächters Mund erklingen:
»Ist jemand je, ... weiterlesen


Lindenschmidt

Aus Meißners Apollo. Juny 1794. S. 173.

Es ist nicht lange daß es geschah
Daß man den Lindenschmidt reiten sah,
Auf einem hohen Rosse.
Er reitet den Rheinstrom auf ... weiterlesen


Die Frau von Weissenburg

Aus Meißner`s und Canzler`s Quartalschrift fürältere
Literatur. II. S. 102. Brotuff`s Marsburger Chronik.

Was wolln wir aber singen,
Was wollt ihr für ein Lied,
... weiterlesen


Großmutter Schlangenköchin

Aus mündlicher Ueberlieferung in Maria`s Godwi. Bremen1802.
II. B. S. 113. abgedruckt.

Maria, wo bist du zur Stube gewesen?
Maria, mein einziges Kind!

Ich bin ... weiterlesen


Laßt uns ruhig weiter bauen.

Aus tiefer Not schrei ich zu dir,
Herr Gott, vernimm mein Rufen!

Laßt uns ruhig weiter bauen,
Nur auf Gottes Himmel schauen,
Wie er alle Sterne trägt,
... weiterlesen


Klagred des Gott Bachus, daß der Wein edel worden

Bachus.

Ich bin der Gott Bachus genannt,
Den guten Schluckern wohlbekannt,
Die dienten mir ein lange Zeit;
Die Fürsten, Herrn und Edelleut,
Dazu Mönche ... weiterlesen


Bei Nacht sind alle Kühe schwarz

Bei der Nacht ist so finster im Weg,
Man sieht weder Brücke noch Steg,
Weder Stock noch Stein,
Man stößt sich ans Bein,
Drum geh ich nicht gern allein.

Bei der ... weiterlesen


Petrus und Pilatus auf der Reise

Bei diesem Liede reichen sich zwei Kinder die Hände kreutzweiß, und gehen singend aufund ab, und bei: sprach Pilatus, drehen sie sich, durch einen Zug der Hände schnell herum, undwandern wieder ... weiterlesen


Die widerspenstige Braut

Bei Elwert. S. 17.

Ich eß` nicht gerne Gerste,
Steh auch nicht gern früh auf,
Eine Nonne soll ich werden,
Hab keine Lust dazu;
Ei so wünsch ich dem
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Zur Verlobung

Berlin, am 4. Dezember 1810

Es war ein Abend, sternlos, grau und feucht,
Gleichgültig zog der Wind am Strom entlang,
Und wieder trennen sollte uns der Gang,
... weiterlesen


In Nepomuk Ringseis‘ Stammbuch

Berlin, den 22. März 1815

Die blut`gen Flügel schlägt der Vogel Greif,
Haucht in die Zeit, erhebt die Teufelsklaue;
Wen wird er packen, wer ist überreif?
Die ... weiterlesen


Vor der rechten Schmiede

Beschlag, beschlag`s Rößle,
Zu Ulm steht ein Schlößle,
Steht ein Schmiedle nah dabei,
Schmiedle abschlag mirs Rößle gleich,
Hab ich Nägele zu tief rein g`schlage,
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Tanzliedchen

Bin ich nit ein Bürschlein
In der Welt?
Spring ja wie ein Hirschlein,
In dem Feld!
In dem Feld, im grünen Holz,
Begegnet mir ein Jungfrau stolz.

Guten ... weiterlesen


Frühlingsblumen

Bragur I. B. S. 358. Geistlich verändert in denGassenhauern
von Heinrich Knausten. Frankfurt 1571. S. 32.

Herzlich thut mich erfreuen,
Die fröhliche Sommer-Zeit,
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Liebe spinnt keine Seide

Bragur VI. B. II. Ab. S. 77.

Es fuhr ein Mägdlein übern See,
Wolt brechen den Feiel und grünen Klee,
Mit ihrn schneweissen Händen,
Der Sommer hat schier ein ... weiterlesen


Die Rose

Christian Weisens drei klügsten Leute. Leipzig 1684. S. 234.

Die Rose blüht, ich bin die fromme Biene,
Und rühre zwar die keuschen Blätter an,
Daher ich Thau und Honig ... weiterlesen


Cupido und die Magd

Cupido.

Als ich bei dunkler Nacht
War auf der Liebesjagd,
Wollt fangen in der Still
Der Herzen viel,
Da thät sich offerirn
Ein schöne ... weiterlesen


Des Pfarrers Tochter von Taubenheim

Da drunten auf der Wiesen
Da ist ein kleiner Platz,
Da thät ein Wasser fließen,
Da wächst kein grünes Gras.

Da wachsen keine Rosen,
Und auch kein ... weiterlesen


Wiegenlied im Freien

Da oben auf dem Berge,
Da rauscht der Wind,
Da sitzet Maria,
Und wieget ihr Kind,
Sie wiegt es mit ihrer schneeweißen Hand,
Dazu braucht sie kein Wiegenband.


Freundschaft

Der Blinde schleicht am Wanderstabe,
Weiß nicht, daß schon die Sonn` im Meer,
Er trägt an seiner Last so schwer,
Die Last ist seine letzte Habe.

Er trägt so ... weiterlesen


Kriegslieder - IX.

Der Fahnenjunker

Auf der Brücke der Junker die Fahne pflanzt,
Die Fahne wächst und wallet im Wind,
Der Todesreihen so schnelle geschwind
Um ihn im Wirbeldampfe ... weiterlesen


Lied des abgesetzten Sultan Selim

Der Guguck ist ein braver Mann,
Der sieben Weiber brauchen kann;
Die erste kehrt die Stube aus,
Die zweite wirft den Unflath `naus;
Die dritte nimmt den Flederwisch,
... weiterlesen


Der Kirschbaum

Der Kirschbaum blüht, ich sitze da im Stillen,
Die Blüte sinkt und mag die Lippen füllen,
Auch sinkt der Mond schon in der Erde Schoß
Und schien so munter, schien so rot und ... weiterlesen


Der Kurprinzessin Auguste von Hessen

Der Kurprinzessin Auguste von Hessen
bei ihrem Abschiede aus Berlin.

November 1813

Du ziehest heim zu deinen treuen Scharen,
Von denen dich ein ernst ... weiterlesen


Ammen-Uhr

Der Mond, der scheint,
Das Kindlein weint,
Die Glock schlägt zwölf,
Daß Gott doch allen Kranken helf!

Gott alles weiß,
Das Mäuslein beißt,
Die Glock ... weiterlesen


Himmelsboten zu Liebchens Himmelbett

Der Mondschein, der ist schon verblichen,
Die finstre Nacht ist hingeschlichen;
Steh auf du edle Morgenröth`,
Zu dir all mein Vertrauen steht.

Phöbus ihr Vorbott ... weiterlesen


Kommt Hüner bibi

Der Reiter zu Pferd,
Die Köchin am Heerd,
Die Nonne im Kloster,
Der Fischer im Wasser,
Die Mutter backt Kuchen,
Sie läßt mich nicht gucken,
Sie giebt mir ein ... weiterlesen


Der Studenten erstes Lebehoch ...

Der Studenten erstes Lebehoch
bei der Ankunft in Berlin
am 15. Oktober 1810

Eingeborner
Ihr Pilger, schüttelt ab den Staub
Von euren Reiseschuhen
... weiterlesen


Vom vornehmen Räuber

Deutsches Museum. 1778. II. B. S. 459.

Was wollen wir aber heben an
Von Fritschen dem jungen Edelmann,
Hat manchen stolzen Ritt gethan,
Bis es ihm schlecht gelungen.
... weiterlesen


Der Förster

Die Eichen klüften auf vom Frost,
Die Wölfe heulend weichen,
Jetzt sucht nur Not im Walde Trost,
Jetzt, Förster, laß dein Schleichen.

Die Diebeswagen krachten ... weiterlesen


Moriz von Sachsen

Die Geschichten und ritterlichen Thaten Moritz Herzogs zuSachsen,
durch Leonhardt Reutter. 1553. Flugschrift.

Mir kam ein schwerer Unmuth an,
Ich konnt mich selber nicht ... weiterlesen


Ringelreihe-Lied

Die Kinder tanzen im Kreiß, und setzen sich
plötzlich zur Erde nieder.

Ringel, Ringel, Reihe!
Sind der Kinder dreie,
Sitzen auf dem Holderbusch,
Schreien alle ... weiterlesen


Die fromme Magd

Die lautere Wahrheit von Ringwaldt. S. 290.

Eine fromme Magd von gutem Stand,
Geht ihrer Frauen fein zur Hand,
Hält Schüssel, Tisch und Teller weis,
Zu ihrem und der ... weiterlesen


Kranzlied der Jungfrauen für den greisen Fürsten

Die Liebe nur kann freie Mädchen binden,
Zu einem Kranz sich tanzend zu umwinden,
Den lieben Fürsten zu umziehen
Mit ihrer Jugend Blühen,
Den lieben Fürsten zu ... weiterlesen


Linsenlied

Die Linse,
Wo sin se?
Im Tippe,
Se hippe.
Deck se zu,
So han se Ruh.


Der Wilddieb

Die Mutter hat schon lang geschaut
Von ihrem Giebelfenster,
Als kaum der Morgen hat gegraut,
Es weckten sie Gespenster:
Der Mann, der Sohn, sie blieben aus,
Sie ... weiterlesen


Schluß

Dormi Jesu, mater ridet,
Quae tam dulcem somnum videt,
Dormi Jesu blandule.
Si non dormis, mater plorat,
Inter fila cantans orat;
Blande veni somnule.

... weiterlesen


Einsiedler

Dort droben auf dem Hügel,
Wo die Nachtigall singt,
Da tanzt der Einsiedel,
Daß die Kutt in die Höh springt.

Ey laßt ihn nur tanzen,
Ey laßt ihn nur seyn,
... weiterlesen


Ach wenn ich doch ein Täublein wär

Dort oben auf dem Berge,
Da steht ein hohes Haus,
Da fliegen alle Morgen,
Zwey Turteltäublein raus.

Ach wenn ich nur ein Täublein wär!
Wollt fliegen aus ... weiterlesen


Wer da

Drei Gäns im Haberstroh
Saßen da und waren froh,
Dann kam ein Bauer gegangen,
Mit einer langen Stangen,
Ruft: Wer do? Wer do?
Drei Gäns im Haberstroh
Saßen da ... weiterlesen


Belehrende Entschuldigung

Du zürnst, weil ich dir um den Hals gefallen,
Als heut dein Mund so freudig zu mir sprach,
Laß meine Freude dir im Kuß erschallen,
Mein Lächeln suchte sich ein freundlich ... weiterlesen


Winternacht

Durch die Fenster, blumig befroren,
Schimmern die Lichter matt und fern,
Trommeln und Pfeifen dumpf vor den Ohren
Hören wir draußen im Schnee so gern;
Bei den ... weiterlesen


Räthsel um Räthsel

Ei Jungfer ich will ihr
Was aufzurathen geben,
Und wenn sie es errathet
So heurath ich sie.

Was für eine Jungfer
Ist ohne Zopf?
Was für ein Thurm
... weiterlesen


Eia popeia etzetera

Eia im Sause,
Zwei Wiegen in einem Hause,
Soll der Vater nicht werden bang,
Um zwei Wiegen in einem Gang,
Eia im Sause.

Eia wiwi!
Wer schläft heut Nacht ... weiterlesen


Der sündige Heilige

Ein Heil`ger in der Wüste
Versank in böse Lüste
Und seufzte zu den Bergen:
»Ihr sollet mich verbergen!«
Sie aber aus den Tiefen
Mit Donnerstimmen riefen:
... weiterlesen


Nicht weit her

Ein Himmel ohne Sonn,
Ein Garten ohne Bronn,
Ein Baum ohne Frucht,
Ein Mägdlein ohne Zucht,
Ein Süpplein ohne Brocken,
Ein Thurm ohne Glocken,
Ein Soldat ohne ... weiterlesen


Kinderpredigt

Ein Huhn und ein Hahn,
Die Predigt geht an,
Ein Kuh und ein Kalb,
Die Predigt ist halb,
Ein Katz und ein Maus,
Die Predigt ist aus,
Geht alle nach Haus,
... weiterlesen


Erschreckliche Geschichte vom Hünchen und vom Hä

Ein Hünchen und ein Hänchen sind miteinander in die Nußhecken gegangen, umNüsse zu essen, und jedes Nüßchen, welches das Hänchen fand, hat es mit demHünchen getheilt, endlich hat das Hünchen ... weiterlesen


Das Wunderhorn

Ein Knab auf schnellem Roß
Sprengt auf der Kaisrin Schloß,
Das Roß zur Erd sich neigt,
Der Knab sich zierlich beugt.

Wie lieblich, artig, schön
Die Frauen ... weiterlesen


Des ersten Bergmanns ewige Jugend

Ein Knabe lacht sich an im Bronnen,
Hält Festtagskuchen in der Hand,
Er hatte lange nachgesonnen,
Was drunten für ein neues Land.
Gar lange hatte er gesonnen,
Wie ... weiterlesen


Laune

Ein kühner Sinn kann Ströme hemmen
Und bricht durch Felsen seine Bahn,
Doch wenn die Nebel ihn beklemmen,
Da fühlt er, seine Macht sei Wahn.
Verhüllt ist ihm die frohe ... weiterlesen


Spiellied des Königs Töchterlein

Ein Mägdlein setzt sich in die Mitte, ihren Rock zieht sie über den Kopf in die Höh, die Kinder stehn um sie, und halten den Rock, einer geht herum und fragt:

Ringel, Ringel, Thale, ... weiterlesen


Wir verstehen sie nicht

Ein Schneider hätt ein böses Weib,
Vorwitzig, stolz, doch fein von Leib,
Sehr eigenwillig, frech und steil,
Trug ihre Ehr auch ziemlich feil,
Stets ihrem Mann zuwieder ... weiterlesen


Von Adel und Tadel

Ein silberne Scheide,
Ein goldene Kling,
Mein Schatz ist von Adel,
Wie freut mich das Ding.

Kreideweiße Haare,
Schwarz gewichste Schuh,
Ein Degen an der ... weiterlesen


Der Liebesritter

Ein versuchter Liebesritter rührt der Jungfrau schuldlos Herz,
Führt als Braut vom Klostergitter sie zur Stadt in Lust und Scherz.
Zu dem großen Hochzeitmahle tritt der Bräutigam ... weiterlesen


Für die Jüngelcher von unsern Leut

Ein Zicklein, ein Zicklein,
Das hat gekauft das Väterlein,
Um zwey Schilling Pfennig,
Ein Zicklein!

Da kam das Kätzlein,
Und aß das Zicklein,
Das hat ... weiterlesen


Jung und alt im Frühling - II.

Eine bange Reiselust
Weht in Frühlingstagen,
Füllt mit Wehmut unsre Brust,
Will zum Himmel tragen,
Wo die ganze Seligkeit
Schimmert in dem Lichte,
Und ein ... weiterlesen


Epistel

Einen freundlichen Gruß,
Der in das Herze soll und muß;
Der Gruß liegt begraben,
Zwischen zwey goldenen Buchstaben,
Der eine heiß: Eine Perle fein,
Ich kann ... weiterlesen


Eine gute, auserwählte, hochgelobte Buttermilch

Eins Bauren Sohn hätt’ sich vermessen,
Er wollt ein gute Buttermilch essen,
Ein auserwählte Milch, ein hochgelobte Milch,
Ein abgefeimte Milch, des Milry Milch, ein gute
... weiterlesen


Abzählen bei dem Spiel

Eins, zwei, drei,
In der Dechanei,
Steht ein Teller auf dem Tisch,
Kömmt die Katz und holt die Fisch,
Kömmt der Jäger mit der Gabel,
Sticht die Katze in den ... weiterlesen


Erdtoffeln mit Rippenstückchen

Einsmals ein Mägdlein frisch und jung,
Gieng aufrecht wie ein Hirsch im Sprung;
Und von einem Jüngling, den sie kannt,
Ihre Aeuglein klar durchaus nicht wandt.

... weiterlesen


Des guten Kerls Freierey

Einstens, da ich Lust bekam,
Mir zu freien eine Dam,
Und sie freundlich fragte,
Ob ich ihr auch wohl gefiel;
Wahrlich nicht besonder viel!
Sie gar spöttisch sagte.
... weiterlesen


Kriegslieder - VI.

Ein` feste Burg ist unser Gott,
Ein` gute Wehr und Waffen,
Er hilft durch uns euch aus der Not,
Die, Deutsche, euch betroffen;
Der alte, böse Feind
Mit Ernst es ... weiterlesen


Der stolze Schäfersmann

Elwert S. 43.

Und als der Schäfer über die Brücke trieb,
Warum?
Ein Edelmann ihm entgegen ritt:
Hopp, hopp, hopp entgegen ritt.

Der Edelmann thät sein ... weiterlesen


Das Lied vom Ringe

Elwert. S. 19.

Es waren drey Soldaten,
Dabey ein junges Blut,
Sie hatten sich vergangen,
Der Graf nahm sie gefangen,
Setzt sie bis auf den Tod.

... weiterlesen


Weine nur nicht

Elwerts alte Reste. S. 41.

Weine, weine, weine nur nicht,
Ich will dich lieben, doch heute nicht,
Ich will dich ehren so viel ich kann,
Aber`s Nehmen, `s Nehmen,
... weiterlesen


Erinnerung beym Wein

Es dunkelt auf jenem Berge,
Nach Hause wollen wir gehen;
Den Wein, den wollen wir trinken,
Den wir gewohnet seyn.

Ich hör ein Hirschlein rauschen,
Wohl rauschen ... weiterlesen


Die Schwalben

Es fliegen zwei Schwalben ins Nachbar sein Haus,
Sie fliegen bald hoch und bald nieder;
Aufs Jahr, da kommen sie wieder,
Und suchen ihr voriges Haus.

Sie gehen jezt ... weiterlesen


Der wohlgezogene Knecht

Es gieng ein wohlgezogner Knecht
Wohl über die breite Aue,
Da sah er einen schönen Tanz
Von adlichen Jungfrauen;
Den Tanz, den wollt er schauen.

Da sprach der ... weiterlesen


Kriegslieder - V.

Es ist nichts lust`ger auf der Welt
Und auch nichts so geschwind,
Als wir Husaren in dem Feld,
Wenn wir beim Schlachten sind.
Wenn`s blitzt und kracht dem Donner ... weiterlesen


Guten Appetit

Es regnet, Gott segnet,
Die Sonne scheint,
Der Mond greint,
Der Pfaff sitzt aufm Laden,
Frißt all die Palisaden!
Die Nonne geht ins Wirthshaus,
Und trinkt die ... weiterlesen


Aus dem Odenwald

Es steht ein Baum im Odenwald,
Der hat viel grüne Aest;
Da bin ich schon viel tausendmal
Bey meinem Schatz gewest.

Da sitzt ein schöner Vogel drauf,
Der pfeift ... weiterlesen


Butzemann

Es tanzt ein Butzemann
In unserm Haus herum di dum,
Er rüttelt sich, er schüttelt sich,
Er wirft sein Säckchen hinter sich,
Es tanzt ein Butzemann
In unseren Haus herum.


Die gute Sieben

Es war einmal ein junger Knab,
Der liebt sein Schätzlein sieben Jahr,
Wohl sieben Jahr und noch vielmehr,
Die Lieb, die nahm kein Ende mehr.

Er liebte des Bauers ... weiterlesen


Auf diese Gunst machen alle Gewerbe Anspruch

Es war einmal ein Zimmergesell,
War gar ein jung frisch Blut,
Er baut dem jungen Markgrafen ein Haus,
Sechshundert Schauläden hinaus.

Und als das Haus gebauet war,
... weiterlesen


Salomo sprich Recht

Es waren einmal zwei Gespielen,
Sie giengen ins Feld spazieren.
Die eine die war so munter und wohl auf,
Die andre trauret sehre, ja sehre.
Wir beide haben einen Knaben so ... weiterlesen


Rinaldo Rinaldini

Es wollt ein Schneider wandern,
Am Montag in der Fruh,
Begegnet ihm der Teufel,
Hat weder Strümpf noch Schuh`:
He, he, du Schneiderg`sell,
Du mußt mit mir in die ... weiterlesen


Nächte

Eschenburgs alte Denkmahle. S. 455.

Nächten, da ich bei ihr was,
Schwazten wir, dann dies, dann das,
Auch sehr freundlich zu mir saß,
Sagt`, sie liebt` mich ohn` all ... weiterlesen


Lied vom alten Hildebrandt

Eschenburgs alte Denkmähler S. 439.

»Ich will zu Land ausreiten,«
Sprach Meister Hildebrandt,
»Wer wird die Weg mir weisen
Gen Bern wohl in das Land?
Unkund ... weiterlesen


Pfauenart

Eschenburgs alte Denkmähler S. 463.

Leucht`t heller denn die Sonne,
Ihr beiden Aeugelein!
Bei dir ist Freud und Wonne,
Du zartes Jungfräulein,
Du bist mein ... weiterlesen


Ey! Ey!

Ey Ey, wie scheint der Mond so hell,
Wie scheint er in der Nacht.
Hab ich am frühen Morgen
Meim Schatz ein Lied gemacht.

Ey Ey, wie scheint der Mond so hell,
... weiterlesen


Maria auf der Reise

Ey wie so einsam, wie so geschwind?
Jungfrau Maria nicht so eile;
Ringfertig, wacker, als wie der Wind,
Ach, warum läst dir nicht der Weile?
Hoch sind die Berg, sehr rauh ... weiterlesen


Die arme Bettelfrau singt das kranke Kind in Schla

Eya popeya popole,
Unser Herrgottche wird dich bald hole,
Kömmt er mit dem gulderne Lädche,
Legt dich hinunter ins Gräbche:
Ueber mich,
Ueber dich,
Kummer ... weiterlesen


Walte Gott Vater

Eya popeya!
Schlief lieber wie du,
Willst mirs nicht glauben,
So sieh mir nur zu.
Sieh mir nur zu,
Wie schläfrig ich bin,
Schlafen, zum schlafen,
Da steht ... weiterlesen


Hüt du dich

Feiner Almanach I. B. S. 113.

Ich weiß mir`n Mädchen hübsch und fein,
Hüt du dich!
Es kann wohl falsch und freundlich seyn,
Hüt du dich! Hüt du dich!
... weiterlesen


Liebe ohne Stand

Feiner Almanach II. Band S. 100.

Es ritt ein Ritter wohl durch das Ried,
Er hob wohl an ein neues Lied,
Gar schöne thät er singen,
Daß Berg und Thal erklingen.
... weiterlesen


Für funfzehn Pfennige

Feiner Almanach. I. B. S. 103.

Das Mägdlein will ein Freier habn,
Und sollt sie`n aus der Erde grabn,
Für funfzehn Pfennige.

Sie grub wohl ein, sie grub ... weiterlesen


Der Mordknecht

Feiner Almanach. I. B. S. 126.

Es reit ein Herr und auch sein Knecht,
Wohl über ein Heide, die war schlecht,
Ja schlecht!
Und alles was sie redeten da,
War all`s ... weiterlesen


Drey Winterrosen

Feiner Almanach. I. B. S. 126.

Es ritt ein Herr mit seinem Knecht,
Des Morgens in dem Thaue,
Was fand er auf der Heide stehn?
Ein wunderschöne Jungfraue.

... weiterlesen


Um die Kinder still und artig zu machen

Feiner Almanach. I. B. S. 145.

Es kam ein Herr zum Schlößly
Auf einem schönen Rößly,
Da lugt die Frau zum Fenster aus
Und sagt: »Der Mann ist nicht zu Haus
... weiterlesen


Der ernsthafte Jäger

Feiner Almanach. I. B. S. 77.

Es wollt ein Jäger jagen
Ein Hirschlein oder ein Reh,
Drei Stündlein vor dem Tagen,
Ein Hirschlein oder ein Reh.

»Ach ... weiterlesen


An einen Boten

Feiner Almanach. II. B. S. 106.

Wenn du zu meim Schätzel kommst,
Sag: Ich ließ sie grüßen;
Wenn sie fraget, wie mirs geht?
Sag: auf beyden Füßen.
Wenn sie ... weiterlesen


Der angeschossene Kukuk

Feiner Almanach. II. S. 1.

Ich hör` eine wunderliche Stimm:
Kukuk!
Von Fern im Echo ich vernimm:
Kukuk!
So oft ich diese Stimm anhör,
Macht mirs allmal ... weiterlesen


Fastnacht

Feiner Almanach.

Die Fastnacht bringt uns Freuden zwar
Vielmehr denn sonst ein ganzes halbes Jahr,
Ich macht mich auf und thät spazieren gehen,
An einen Tanz,
... weiterlesen


Der Tod und das Mädchen im Blumengarten

Fliegendes Blat aus Cölln.

Es ging ein Mägdlein zarte
Früh in der Morgenstund
In einen Blumengarten,
Frisch, fröhlich und gesund,
Der Blümlein es viel ... weiterlesen


Doktor Faust

Fliegendes Blat aus Cöln.

Hört ihr Christen mit Verlangen,
Nun was Neues ohne Graus,
Wie die eitle Welt thut prangen,
Mit Johann dem Doktor Faust,
Von Anhalt ... weiterlesen


Husarenglaube

Fliegendes Blat aus dem letzten Kriege mit Frankreich.

Es ist nichts lustger auf der Welt,
Und auch nichts so geschwind,
Als wir Husaren in dem Feld,
Wenn wir beym ... weiterlesen


Die Prager Schlacht

Fliegendes Blat aus dem siebenjährigen Kriege.

Als die Preussen marschirten vor Prag,
Vor Prag, die schöne Stadt.
Sie haben ein Lager geschlagen,
Mit Pulver und mit ... weiterlesen


Husarenbraut

Fliegendes Blat aus dem siebenjährigen Kriege.

Wir Preussisch Husaren, wann kriegen wir Geld?
Wir müssen marschiren ins weite Feld,
Wir müssen marschiren dem Feind ... weiterlesen


Friedenslied

Fliegendes Blat aus dem siebenjährigen schlesischen Kriege.

Angenehme Taube,
Die der Väter Glaube
Längst gesehen hat;
Lasse dich hernieder,
Hier sind Jesu ... weiterlesen


David

Fliegendes Blat von Kloster Einsiedeln.

Ich war der Kleinste meiner Brüder,
Und meines Vaters jüngster Sohn;
Ich stellte kühn mich dem zuwider,
Vor dem ein ... weiterlesen


Herr von Falkenstein

Fliegendes Blat, auch abgedruckt in Herders Volksliedern
I. Th. S. 232.

Es reit der Herr von Falkenstein,
Wohl über ein` breite Haide.
Was sieht er an dem Wege ... weiterlesen


Der Bremberger

Fliegendes Blat.

1.Mit Urlaub Frau um euren werthen Dienstmann
Geheissen war der Bremberger
Ein edler Ritter weise,
In seinem Ton ich euch wohl singen kann,
Darin ... weiterlesen


Der beständige Freyer

Fliegendes Blat.

Andreas lieber Schutzpatron,
Gib mir doch nur einen Mann!
Räche doch jezt meinen Hohn,
Sieh mein schönes Alter an!
Krieg ich einen oder keinen? ... weiterlesen


Das Leiden des Herren

Fliegendes Blat.

Christus, der Herr im Garten ging,
Sein bittres Leiden bald anfing,
Da trauert Laub und grünes Gras,
Weil Judas seiner bald vergas.

Sehr ... weiterlesen


Kukuk

Fliegendes Blat.

Der Kukuk auf dem Birnbaum saß,
Kukuk, es mag schneien oder regnen, so wird er nicht naß.
Der Kukuk rief, wird naß.

Der Kukuk fliegt übers ... weiterlesen


Die schwarzbraune Hexe

Fliegendes Blat.

Es blies ein Jäger wohl in sein Horn,
Wohl in sein Horn,
Und alles was er blies das war verlorn.
Hop sa sa sa,
Dra ra ra ra,
Und alles was ... weiterlesen


Der unschuldige Tod des jungen Knaben

Fliegendes Blat.

Es liegt ein Schloß in Oesterreich,
Das ist ganz wohl gebauet,
Von Silber und von rothem Gold,
Mit Marmorstein gemauert.

Darinnen liegt ... weiterlesen


Jagdglück

Fliegendes Blat.

Es ritt ein Jäger wohlgemuth,
Wohl in der Morgenstunde,
Wollt jagen in dem grünen Wald
Mit seinem Roß und Hunde;
Und als er kam auf grüner ... weiterlesen


Liebesprobe

Fliegendes Blat.

Es sah eine Linde ins tiefe Thal,
War unten breit und oben schmal,
Worunter zwey Verliebte saßen,
Vor Lieb` ihr Leid vergaßen.

»Feins ... weiterlesen


Romanze von den Schneidern

Fliegendes Blat.

Es sind einmal drey Schneider gewesen,
O Je, es sind einmal drey Schneider gewesen,

Sie haben ein Schnecken für ein Bären angesehen,
O Je, O ... weiterlesen


Der Fuhrmann

Fliegendes Blat.

Es thät ein Fuhrmann ausfahren,
Wohl vor das hohe hohe Haus,
Da guckt die Schöne dort,
Ja dort, zum hohen Fenster raus.

Der Fuhrmann ... weiterlesen


Das Straßburger Mädchen

Fliegendes Blat.

Es trug das schwarzbraun Mädelein
Viel Becher rothen Wein,
Zu Straßburg auf der Straßen,
Begegnet ihr allda
Ein wunderschöner Knab,
... weiterlesen


Der englische Gruß

Fliegendes Blat.

Es wollt gut Jäger jagen,
Wollt jagen auf Himmels Höhn,
Was begegnet ihm auf der Heiden,
Maria, die Jungfrau schön.

Der Jäger, den ich ... weiterlesen


Herr Olof

Fliegendes Blat.

Herr Olof reitet spät und weit,
Zu bieten auf seine Hochzeitleut`;

Da tanzen die Elfen auf grünem Land,
Erl-Königs Tochter ihm reicht die ... weiterlesen


Wachtelwacht

Fliegendes Blat.

Hört wie die Wachtel im Grünen schön schlagt,
Lobet Gott, lobet Gott!
Mir kommt kein Schauder, sie sagt,
Fliehet von einem ins andre grün Feld,
... weiterlesen


Tambursgesell

Fliegendes Blat.

Ich armer Tambursgesell,
Man führt mich aus dem Gewölb,
Ja aus dem Gewölb,
Wär ich ein Tambur blieben,
Dürft ich nicht gefangen liegen,
... weiterlesen


Die Greuelhochzeit

Fliegendes Blat.

In Frauenstadt ein harter Mann,
Es war ein reicher Bürgerssohn,
Der hat sich ausersehen
Ein reiches Mädchen hübsch und fein,
Er dacht, die ... weiterlesen


Der Fähndrich

Fliegendes Blat.

Marschiert ihr Regiment
Nun in das Feld,
In aller Welt
Viel Krieg ist heuer zu finden.

Bey der Frau Wirthin Nachts,
Sie kehrten ... weiterlesen


Frau Nachtigal

Fliegendes Blat.

Nachtigal ich hör dich singen,
Das Herz möcht mir im Leib zerspringen,
Komme doch und sag mir bald,
Wie ich mich verhalten soll.

... weiterlesen


Kartenspiel

Fliegendes Blat.

O verfluchte Unglücks-Karten,
Aendert sich das Spiel noch nicht,
Soll ich denn schon wieder passen,
Nie bekommen einen Stich?
Noch ein Trumpf ... weiterlesen


Der Schweizer

Fliegendes Blat.

Zu Straßburg auf der Schanz,
Da ging mein Trauren an,
Das Alphorn hört ich drüben wohl anstimmen,
Ins Vaterland mußt ich hinüber schwimmen,
... weiterlesen


Gott grüß’ euch Alter

Fliegendes Blat.

»Gott grüß` euch Alter, schmeckt das Pfeifchen?
Weißt her! - Ein Blumenkopf
Von rothem Thon mit goldnem Reifchen:
Was wollt ihr für den Kopf?«
... weiterlesen


Geh du nur hin, ich hab mein Theil

Fliegendes Blat.

Husar.

Wohlan die Zeit ist kommen,
Mein Pferd das muß gesattelt seyn,
Ich hab mirs vorgenommen,
Geritten muß es seyn.
Geh ... weiterlesen


Aussicht in die Ewigkeit

Fliegendes Blatt.

O wie gehts im Himmel zu
Und im ewigen Leben,
Alles kann man haben gnug,
Darf kein Geld ausgeben,
Alles darf man borgen,
Nicht ... weiterlesen


Aus ihrem Braut- und jungen Ehestande.

Frankfurt am Main 1808

Zuweilen tat mir das Heiz so weh,
Als ob es wär` gesprungen,
Und wenn ich dann recht in mich geh,
So hat mir das Ohr geklungen.
Was ... weiterlesen


Der Pokal

Freunde, weihet den Pokal
Jener fremden Menschenwelt,
Die an gleichem Sonnenstrahl
Sich erhellt, gesellt, gefällt;
Glück den lieben Unbekannten
Lichtgesandten, ... weiterlesen


Kriegslieder - I.

Frisch auf, ihr preußischen Soldaten!
Ihr, die ihr noch mit deutschem Blut,
Ihr, die ihr noch mit frischem Mut
Belebet suchet große Taten,
Ihr Landsleut`, ihr Brüder, ... weiterlesen


Große Wäsche

Frische Liedlein und mündlich.

Der Mai will sich mit Gunsten,
Mit Gunsten beweisen,
Prüf` ich an aller Vögelein Gesang,
Der Sommer kömmt, vor nicht gar lang
... weiterlesen


Der arme Schwartenhals

Frische Liedlein. Nürnberg 1563. Quer 8. mit Musik.

Ich kam vor einer Frau Wirthin Haus,
Man fragt mich, wer ich wäre,
Ich bin ein armer Schwartenhals,
Ich eß und ... weiterlesen


Der traurige Garten

Frische Liedlein.

Ach Gott, wie weh thut Scheiden,
Hat mir mein Herz verwundt,
So trab ich über Helden,
Und traure zu aller Stund,
Der Stunden der sind ... weiterlesen


Das Bäumlein

Frische Liedlein.

Ein Bäumlein zart,
Geschlachter Art,
Von edlem Stamm,
Und gutem Nahm,
Nach seiner Natur
Ganz rein und pur,
Kein süßer Frucht
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Die Pantoffeln

Frische Liedlein.

Ein Mägdlein zu dem Brunnen ging,
Und das war säuberlichen
Das Mägdlein in Pantoffeln ging,
Ganz sacht kam sie geschlichen.

Begegnet ... weiterlesen


Jäger Wohlgemuth

Frische Liedlein.

Es jagt ein Jäger wohlgemuth,
Er jagt aus frischem freien Muth
Wohl unter grünen Linden,
Er jagt derselben Thierlein viel,
Mit seinen ... weiterlesen


Von zwölf Knaben

Frische Liedlein.

Mein Mutter zeihet mich,
Zwölf Knaben freyen mich.

Der Erst der thät mir winken,
Der ander mein gedenken,

Der Dritt der tratt ... weiterlesen


Martinsgans

Frische Liedlein.

Nach Gras wir wollen gehn,
Die Vögel singen schön,
Der Gutzgauch frey,
Sein Melodey,
Hallt über Berg und Thal,
Die Mühle klappt ... weiterlesen


Kurze Weile

Frische Liedlein.

So wünsch ich ihr ein gute Nacht,
Bei der ich war alleine,
Kein traurig Wort sie zu mir sprach,
Da wir uns sollten scheiden:
»Scheid nicht mit ... weiterlesen


Schürz dich Gretlein

Frische Liedlein.

»Nun schürz dich Gretlein schürz dich,
Wohl auf mit mir davon,
Das Korn ist abgeschnitten,
Der Wein ist eingethan.«

»Ach Hänßlein, ... weiterlesen


Aufgegebne Jagd

Frische Liedlein.

Erster Jäger.

Ich schwing mein Horn ins Jammerthal,
Mein Freud ist mir verschwunden,
Ich hab gejagt, muß abelahn,
Das Wild lauft ... weiterlesen


Adelnssucht

Frische Liedlein.

Mancher jetzund nach Adel strebt,
Hätt er nicht Geld,
Würd öfter um sich schauen,
Gedenken wer sein Vater war,
Ders ganze Jahr
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Das Weberlied

Frühmorgens, wenn der Tag bricht an,
Hört man uns schon mit Freuden
Ein schönes Liedlein stimmen an,
Und wacker drauf arbeiten.
Die Spule die ist unser Pflug,
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Zu Neujahr 1811

für ein blühendes Rosenstöckchen

Ein Sternenhauch vom Himmelslauf
Die offne Brust mit Glanz umkühlt,
Ein Frühling neu im Herzen spielt,
Ein neues Röslein ... weiterlesen


Drey Schwestern, Glaube, Liebe, Hoffnung

Gassenhauer, Reuter und Bergliedlein, christlich verändertdurch
Doktor Knausten. Frankfurt am Mayn 1571. S. 27.

Es wollt ein Jäger jagen,
Dort wohl vor jenem Holz,
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Sommerlied

Geh aus, mein Herz, und suche Freud
In dieser lieben Sommerzeit,
An deines Gottes Gaben;
Schau an der schönen Gärten Zier,
Und siehe, wie sie mir und dir
Sich ... weiterlesen


Zu Gaste gebeten

Geh mit mir in die Heidelbeeren,
Heidelbeeren sind noch nit blo, (blau)
Geh mit mir ins Haberstroh,
Haberstroh ist noch nit zeitig,
Geh mit mir ins Besenreisig,
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Elegie aus einem Reisetagebuche in Schottland

Genua seh ich im Geist, so oft die unendlichen Wellen
Halten den Himmel im Arm, halten die taumelnde Welt;
Seh ich die klingenden Höhlen des nordischen Mohrenbasaltes,
Glaub ich ... weiterlesen


Frühlingsnacht

Geraubet war ihm das Fräulein sein,
Er sucht es in Morgen und Abend,
Er sucht es in Sonn- und Mondenschein
Auf glänzendem Rosse trabend:
»Wohin, wohin, mein wildes ... weiterlesen


Mein Stammbuch

Gern seh ich die Namen der Freunde
In meinem Stammbuch mir an
Und bete mit dieser Gemeinde,
Ihr Kirchlein ich schmücken kann
Mit Bildern und schönen Zeichen,
Mit ... weiterlesen


Abzählen

Gickes gackes Eyermuß,
Gänse laufen barfuß,
Hinterm Ofen steht sie,
Vor dem Ofen geht sie,
Hat sie Schuh,
Sie legt sie an.
Hat sie keine,
So kauft ... weiterlesen


Erbsenliedchen

Gieb mir eine Erbse.
»Ich habe keine.«
Geh zum Müller, und hol dir eine.
»Er giebt mir keine.«
So such dir eine.
»Ich finde keine.«
So blas ich dich.
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Dorothea und Theophilus

Gleich wie ein fruchtbarer Regen
Ist der Martyrer Blut,
Und Frucht durch Gottes Segen
Reichlich er bringen thut.
Durchs Kreutz die Kirche dringet
Und wächst ohn ... weiterlesen


Dreikönigslied

Gott so wollen wir loben und ehrn,
Die heiligen drei König mit ihrem Stern,
Sie reiten daher in aller Eil
In dreisig Tagen vierhundert Meil,
Sie kamen in Herodis Haus,
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Kinderlied zu Weihnachten

Gott’s Wunder, lieber Bu,
Geh, horch ein wenig zu,
Was ich dir will erzählen,
Was geschah in aller Fruh.

Da geh ich über ein Heid,
Wo man die Schäflein ... weiterlesen


Gute Lehre

Grad Herz brich nicht,
Lieb mich und sags nicht,
Liebst du mich,
Wie ich dich,
Bleibt die Lieb beständiglich.

Schönste Rose fall nicht ab,
Bis ich komm ... weiterlesen


Meinrad

Graf Berthold von Sulchen, der fromme Mann,
Er führt sein Söhnlein an der Hand;
Meinrad, mein Söhnlein von fünf Jahren,
Du mußt mit mir gen Reichenau fahren.

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Vom Vöglein

Grüß dich Gott mein lieb Regerl!
Ich komm aus dem Wald,
Hab gefangen ein schöns Vögerl,
Entwischt wär mirs bald.
Ich thät dirs gern schenken,
Nimms an, sey so ... weiterlesen


Gute Nacht, mein Kind

Guten Abend, gute Nacht,
Mit Rosen bedacht,
Mit Näglein besteckt,
Schlupf` unter die Deck,
Morgen früh, wenns Gott will,
Wirst du wieder geweckt.


Bivouack

Habt ihr die Husaren gesehn,
Auf dem grünen Wieschen,
Hinterm gelben Veilchenstock,
Bei der Jungfer Lieschen?

Jungfer Lieschen, was ist das?
Auf der Wiese ... weiterlesen


Die hohe Magd

Hallorenlied in Halle,
wahrscheinlich noch aus ihren frühern Wohnplätzen.
Herr Buchhändler Hendel soll mehrere derselben haben.

Ein Magd ist weiß und schone,
Gott ... weiterlesen


Ein Rundgesang von des Herrn Weingarten

Handschrift im Besitze von Clemens Brentano.

Ich weiß mir einen schönen Weingarten,
Darinnen da ist gut Wesen:
Wohlauf, wir wollen drin arbeiten,
Die Weinbeer wollen ... weiterlesen


Der gescheidte Hansel

Hansel am Bach,
Hat lauter gut Sach,
Hats Häusel verbrennt,
Hat Lumpen drum gehenkt.

Hansel am Bach,
Hat lauter gut Sach,
Hat Fischlein gefangen,
... weiterlesen


Lieben und geliebt zu werden.

Heidelberg 1808

Lieben und geliebt zu werden
Ist das einzige auf Erden,
Was ich könnte, was ich möchte,
Was ich dächte,
Daß es mir noch könnte ... weiterlesen


Ulrich und Aennchen

Herders Volkslieder. I. 79.

Es ritt einst Ulrich spazieren aus,
Er ritt wohl vor Lieb Aennchens Haus:
»Lieb Aennchen, willst mit in grünen Wald?
Ich will dir lehren ... weiterlesen


Der eifersüchtige Knabe

Herder`s Volkslieder. I. B. S. 38. aus dem Elsasse.

Es stehen drey Stern` am Himmel,
Die geben der Lieb` ihren Schein:
»Gott grüß euch, schönes Jungfräulein,
... weiterlesen


Dusle und Babeli

Herder`s Volkslieder. I. S. 139.

Es hätte ein Bauer ein Töchterli,
Mit Name hieß es Babeli,
Es hätt ein Paar Zöpfle, sie sind wie Gold,
Drum ist ihm auch der Dusle ... weiterlesen


Ritt im Mondschein

Herz zum Herzen ist nicht weit
Unter lichten Sternen,
Und das Aug, von Tau geweiht
Blickt zu lieben Fernen;
Unterm Hufschlag klingt die Welt,
Und die Himmel ... weiterlesen


Liebeslieder

Herzigs Kindlein, Zuckermündlein,
Ich hab ein Wecklein, in meinem Säcklein,
Ich will dirs bringen,
Bis nach Bingen,
Zerrißne Hemder,
Die Schuh voll Bänder,
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Frühlingsumgang

Heut ist mitten in der Fasten,
Da leeren die Bauten die Kasten.

Die Kasten sind alle so leer,
Bescheer uns Gott ein andres Jahr!

Die Früchte im Felde, sie ... weiterlesen


Und dieß und das und das ist mein

Heute wollen wir Haber mähn,
Morgen wollen wir binden:
Wo ist denn die Liebste mein?
Wo soll ich sie finden?
Gestern Abend sah ich sie
Unter einer Linden;
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Werd ein Kind

Historie der Wiedergebornen. 1742. S. 18.

Klein und arm an Herz und Munde
Mußt du seyn, wenn Christus soll
Gehen auf in deinem Grunde:
Denn die Rose und Viol
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Taille douce eines süßen Herrn in bittrer Manier

Hört zu, ein neuer Pantalon ist auf dem Markt ankommen,
Den Charletan jagt er davon, hat selbst den Platz genommen,
Der seltsam Kund in einer Stund wird tausend Possen reißen,
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Des edlen Helden Thedel Unverfehrden von Walmoden

I. Die Taufe.(Nach den Reimen von Georg Thym. Wolfenbüttel 1563.)

Es hat gewohnt ein Edelmann,
Des Tugend kannte jedermann
Nicht ferne vom Braunschweigschen Land,
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Das Wappen von Amsterdam

Ich gieng einmal nach Amsterdam,
Auf der Faullenzer Straße,
Man fragt mich, ob ich faullenzen kann,
Ich sagte nein, und meint doch ja,
Ich sezt mich nieder und faullenzt ... weiterlesen


Schlummer unter Dornrosen

Ich legte mich nieder ins grüne Gras,
Und lauert auf meinen Herzliebsten Schatz,
Ich lauert so lange bis mich es verdroß,
Da fielen zwei Röselein mir in den Schoos.
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Was möchtest du nicht

Ich möcht vor tausend Thaler nicht,
Daß mir der Kopf ab wär,
Da spräng ich mit dem Rumpf herum,
Und wüßt nicht, wo ich wär,
Die Leut schrien all und blieben stehn:
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Ey der tausend

Ich saß auf einem Birnenbaum,
Wollt gelbe Rüben graben,
Da kam derselbe Bauersmann,
Dem diese Zwiebeln waren!

Ach, ach du Schelm, ach, ach du Dieb!
Was machst ... weiterlesen


Oliviers Berchtolsgadner Landschaft

Ich schließ die Augen, und vor meinen Blicken
Steht noch das Bild und zwingt mich, es zu sehen,
Die Alpenhöhen bleiben glänzend stehen,
Die Wolkenschäflein ziehn auf ihren ... weiterlesen


Stern

Ich sehe ihn wieder
Den lieblichen Stern.
Er winket hernieder,
Er nahte mir gern;
Er wärmet und funkelt,
Je näher er kömmt,
Die andern verdunkelt,
... weiterlesen


Der wunderliche Kittel

Ich weiß mir einen Kittel,
Geht vornen nicht zusammen,
Bin ich zu einer Nonn gegangen.
»Ach liebe Nonn gieb auch dazu,
Daß der Kittel fertig wird!«
Sprach die Nonn: ... weiterlesen


Wiegenlied einer alten frommen Magd

Ich wollte mich zur lieben Maria vermiethen,
Ich sollte ihr Kindlein helfen wiegen;
Sie führt mich in ihr Kämmerlein,
Da waren die lieben Engelein,
Die sangen alle ... weiterlesen


Einerlei

Ihr Mund ist stets derselbe,
Sein Kuß mir immer neu,
Ihr Auge noch dasselbe,
Sein freier Blick mir treu;

O du liebes Einerlei,
Wie wird aus dir so mancherlei!


Verlegung der deutschen Tischgesellschaft in den T

im Frühling 1811

Fort ins Freie, in die Luft,
Da der Frühling uns erschienen
Und mit tausend Stimmen ruft
Zu den grünen Lebensbühnen;
Seht das neue Haus ... weiterlesen


Das St. Hubertuslied

Im grünen Wald bin ich gewesen,
Sah ich es ein Hirschelein stehn;
Das Hirschlein, das wollt ich erschiessen,
O Wunder, was hab ich gesehn.

Es thut mir die Flinte ... weiterlesen


Mailied

Im Maien im Maien ists lieblich und schön,
Da finden sich viel Kurzweil und Wonn`;
Frau Nachtigall singet,
Die Lerche sich schwinget
Ueber Berg und über Thal.

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Nach der Vermählung

Im März 1811

Bis hierher schrieb ich als ein Junggeselle,
Heut sing ich als ein Ehemann,
Schon jenseit einer goldnen Schwelle
In eines stillen Zaubers Bann.
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Romanze vom großen Bergbau der Welt

Im Ton: Wie schön leucht uns der Morgenstern.Der durch das geistliche Schlegel andächtiger Berg-Reihen
das Gedinge seines Glaubens herausschlagende Bergmann.
Anno 1721. S. 56-61.
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Im Walde

Im Walde, im Walde, da wird mir so licht,
Wenn es in aller Welt dunkel,
Da liegen die trocknen Blätter so dicht,
Da wälz ich mich rauschend drunter,
Da mein ich zu ... weiterlesen


Lied beym Heuen

In den frischen Liedlein Georg Forsters. Nürnberg 1565. II.
XXV. ist schon der Anfang eines ganz ähnlichen Lieds:

Es hätt ein Biedermann ein Weib,
Ihr Tück wollt sie nit ... weiterlesen


Das Sommertagslied

In der Pfalz und umliegenden Gegenden gehen am Sonntag Lätare, welchen man den Sommertagnennt, die Kinder auf den Gassen herum mit hölzernen Stäben, an welchen eine mit Bändern geschmückte ... weiterlesen


Der Traum

In des Regenbogen überlangem Ton.
(Altes Manuscript.)

Ein mal lag ich in Schlafes Qual,
Mich däucht ich war
Auf einem Berg
Vor eime königlichen Pallast,
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Zur Erinnerung des Frühlings 1816

In jedem Frühling, jeder Blüte
Begrüßet uns das Vaterland,
Es feiert still der Schwerbemühte,
Daß er`s im Herzen wiederfand,
Und wer kein Vaterland verloren,
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Brunneneyer-Liedlein

In Kreuznach und andern Städten am Rhein werden um Johannistag die Brunnen gereinigt, und neue Brunnenmeister erwählt, wobei sich die Nachbarn versammeln, und nachdem sie manche nachbarliche ... weiterlesen


Herr Burkhart Münch

In Rosen baden. Sprüchwort.(Nach Lycosthenes Psellionoros Lustgarten.
Straßburg, bey Carolo. 1621. S. 678.)

Es war Herr Burkhart Münch bekannt
Als tapfrer Kriegsmann in ... weiterlesen


Des Knaben Wunderhorn I, Von Volksliedern 4

Ja wir fühlen es, wie die Sprache unter dem gewaltigen Triebe in solchen Punkten sich weitet, wir sehen dagegen die ruhige sinkende Erde asiatischer Steppen in der stillen Versteinerung ... weiterlesen


Ewigkeit

Katholische Kirchengesänge. Cölln 1625. S. 620.

O Ewigkeit, o Ewigkeit!
Wie lang bist du, o Ewigkeit,
Doch eilt zu dir schnell unsre Zeit,
Gleich wie das Heerpferd zu ... weiterlesen


Die mystische Wurzel

Katholische Kirchengesänge. Cölln 1625. S. 91.

Von Jesse kommt ein Wurzel zart,
Daraus ein Zweig von Wunderart,
Der Zweig ein schönes Röslein bringt,
Das wunderlich ... weiterlesen


Erndtelied

Katholisches Kirchenlied.

Es ist ein Schnitter, der heißt Tod,
Hat Gewalt vom höchsten Gott,
Heut wezt er das Messer,
Es schneidt schon viel besser,
Bald wird ... weiterlesen


Kriegslieder - II.

Kein sel`ger Tod ist in der Welt,
Als wer vorm Feind erschlagen
Auf grüner Heid` in freiem Feld
Darf nicht hören groß Wehklagen.

Im engen Bett er sonst ... weiterlesen


Elegie auf den Tod eines Geistlichen

Keine Glocken heut erklangen
Zu des Festes Vorbereitung,
Gestern hielt uns noch umfangen
Kirchenenge, Himmelsweitung.
Seelen irren ohne Hirten
Vor des Kirchleins ... weiterlesen


Die Königstochter aus Engelland

Kirchengesänge. Cölln 1625. S. 672.

Vionetus in Engelland
War König mächtig sehr,
Sein Tochter, Ursula genannt,
Der Jungfrauschaft ein Ehr;
Weil sie mit ... weiterlesen


Kinder-Konzert, prima vista

Kleins Männele, kleins Männele, was kannst du machen?
Ich kann wohl spielen auf meiner Trumm,
Rum bum, bidi bum, so macht meine Trumm.
Rum bum, bidi bum.

Kleins ... weiterlesen


Im Frühling, wenn die Maiglöckchen läuten

Kling, kling Glöckchen,
Im Haus steht ein Döckchen,
Im Garten steht ein Hünernest,
Stehn drei seidne Döckchen drin,
Eins spinnt Seiden,
Eins flicht Weiden,
... weiterlesen


Emmenthaler Kühreihen

Knabe.

Mys Lieb` isch gar wyt inne,
Dort inne uf der steinige Fluh;
Wenn i scho zun ihm wetti,
O so reute mi di Schuh!

Meitschent.

... weiterlesen


Die Nachtwandler

Konrad, der Degenfelder hat
Sein edles Fräulein in die Stadt
Zur Hochzeit mitgenommen,
In ein Gespräch gar mancherlei
Sind da die Frauen kommen.

Jakob von ... weiterlesen


Der grobe Bruder

Kuchlebu, Schifflebu fahren wohl über den Rhein,
Bey einem Markgrafen, da kehren sie ein.

»Guten Morgen, junger Markgraf, guten Morgen,
Wo hast du dein adelich ... weiterlesen


Der Dollinger

Kurzgefaßte Nachrichten von denen in den Ringmauern derStadt
Regensburg gelegenen Stiftern. Reg. 1723. S. 172. u. 173.

Es ritt ein Türk aus Türkenland,
Er ritt gen ... weiterlesen


Räthsel

Kurzweilige Fragen S. 23.

Es ist die wunderschönste Brück,
Darüber noch kein Mensch gegangen,
Doch ist daran ein seltsam Stück,
Daß über ihr die Wasser hangen,
... weiterlesen


Aus einem Kindermährchen

Königstochter jüngste,
Mach mir auf,
Weißt du nicht, was gestern
Du zu mir gesagt,
Bei dem kühlen Brunnenwasser?
Königstochter jüngste
Mach mir auf.


Rothe Aeuglein

Könnst du meine Aeuglein sehen,
Wie sie sind vom Weinen roth,
Ich soll in das Kloster gehen,
Und allein seyn bis in Tod.

Es sitzen auch zwey Turteltäublein
... weiterlesen


Fabel von einer kleinen Kirche in einer großen St

Lang stand die Kirche klein und enge,
Von hohen Häusern fast versteckt,
Ihr Glöcklein gab nur sanfte Klänge,
Kein Reicher ward davon erweckt;
Nur Handwerksleute, ganz ... weiterlesen


Zueignung

Lasset uns Mayen und Kränze bereiten,
Sehet, ach sehet die fröhlichen Zeiten!
Sehet ihr Brüder und merket hierbey,
Welche Veränderung solches nur sey.

Lasset uns ... weiterlesen


Schweizerisch Kriegsgebet

Laßt üs abermal betta
Für üsre Stadt und Flecka,
Für üsre Küh und Geissa,
Für üsre Wittwa und Weisa,
Für üsre Roß und Rinder,
Für üsre Weib und Kinder,
... weiterlesen


Auf dem Grabstein eines Kindes in einem Kirchhof i

Liebe Eltern gute Nacht!
Ich soll wieder von euch scheiden,
Kaum war ich zur Welt gebracht,
Hab genossen keine Freuden,
Ich das kleinste eurer Glieder,
Geh schon fort, ... weiterlesen


An den Meistbiethenden gegen gleich baare Bezahlun

Lieber Schatz, wohl nimmerdar,
Will ich von dir scheiden,
Kannst du mir aus deinem Haar
Spinnen klare Seiden.

Soll ich dir aus meinem Haar
Spinnen klare ... weiterlesen


Klosterscheu

Limpurger Cronik. »In selbiger Zeit (1359.) sang und pfifman
dieses Lied.«

Gott geb ihm ein verdorben Jahr,
Der mich macht zu einer Nonnen,
Und mir den schwarzen ... weiterlesen


Wenn die Kinder ihre heiße Suppe rühren

Lirum larum Löffelstiel,
Alte Weiber essen viel,
Junge müssen fasten,
Brod liegt im Kasten,
Messer liegt daneben,
Ey was ein lustig Leben!


Abt Neithards und seiner Münche Chor

Manuscript Neithards des Minnesängers, sämmtliche
Streiche mit den
Bauren enthaltend, in meiner Bibliothek.
C. Brentano.

Ich will mich aber freuen gegen diesen ... weiterlesen


Unerhörte Liebe

Martin Opitz.

Ist irgend zu erfragen
Ein Schäfer um den Rhein,
Der sehnlich sich beklagen
Muß über Liebespein,
Der wird mir müssen weichen,
Ich weiß ... weiterlesen


Der Spaziergang

Martin Opitz.

Kommt laßt uns aus spazieren,
Zu hören durch den Wald,
Die Vögel musiziren,
Daß Berg und Thal erschallt.

Wohl dem der frey kann ... weiterlesen


Aurora

Martin Opitz.

Wer sich auf Ruhm begiebet,
Und freie Tage liebet,
Der liebt Aurorens Licht;
Dann Gras muß Blumen bringen,
Der Vögel leichtes Singen
Durch ... weiterlesen


Meelämmchen

Mee Lämmchen, mee!
Das Lämmchen lauft in Wald,
Da stieß sichs an ein Steinchen,
That ihm weh sein Beinchen,
Da schrie das Lämmchen mee!

Mee Lämmchen, mee!
... weiterlesen


Todesahndung einer Wöchnerin

Mein Auge wankt,
Am Mond erkrankt,
Er möchte mir beyspringen,
Mir drohn des Todes Klingen.
Muß Sichelschein
Den Zirkel rund
Zur Todesfackel füllen,
... weiterlesen


Heimlicher Liebe Pein

Mein Schatz der ist auf die Wanderschaft hin,
Ich weiß aber nicht, was ich so traurig bin,
Vielleicht ist er todt, und liegt in guter Ruh,
Drum bring ich meine Zeit so traurig ... weiterlesen


Konterfait und Aussteuer

Mein Schatz ist kreideweiß,
Hat krumme Glieder,
Geht schief zum Thor hinaus,
Kömmt bucklicht wieder.

Ein ungleich Paar Ochsen,
Eine bucklichte Kuh,
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Kriegslieder - VIII.

Mel.: God save the King.

Lebet, ihr Preußen, hoch,
Sterb` die Franzosenbrut,
Die uns belog;
Preußen, in Himmelsglut
Trinket der Feinde Blut,
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Der Gruß

Mir ist ein roth Gold Ringelein
Auf meinen Fuß gefallen;
So darf ichs doch nicht heben auf,
Die Leut, die sehens alle.

Mit Lust tret ich an diesen Tanz,
... weiterlesen


Mir ist zu licht zum Schlafen ...

Mir ist zu licht zum Schlafen,
Der Tag bricht in die Nacht,
Die Seele ruht im Hafen,
Ich bin so froh erwacht.

Ich hauchte meine Seele
Im ersten Kusse aus,
... weiterlesen


Augustinus und der Engel

Mit der Muschel schöpft das Büblein,
Aus dem Meer in ein Sandgrüblein;
Augustinus stille stand,
Und das Kind zu ihm begann.

Engel. 
Augustinus, ... weiterlesen


Frommer Soldaten seligster Tod

Morhof von der deutschen Poesie. Leipzig 1718. S. 313.

Viel Krieg hat sich in dieser Welt
Mancher Ursach erhoben;
Demselben hat Gott zugesellt,
Die Musik, ihn zu ... weiterlesen


Müllertücke

Musikalisches Kunst-Magazin von J. F. Reichardt. I. B. S. 100.

Es ging ein Müller wohl übers Feld,
Der hatt` einen Beutel und hatt` kein Geld,
Er wird es wohl bekommen.
... weiterlesen


Petrus

Mündlich am Neckar.

Der Herr der stellt ein Gastmahl an,
Mit seinen Jüngern alln,
Sie gingen in ein Garten,
Wo lustig jedermann.

Als die Juden den Herrn ... weiterlesen


Zwey Röselein

Mündlich am Neckar.

Knabe.

Geh ich zum Brünnelein,
Trink aber nicht,
Such ich mein Schätzelein,
Finds aber nicht.

Setz ich mich so ... weiterlesen


Weinschrödter-Lied

Mündlich bey Heidelberg.

Weinschrödter, schlag die Trommel,
Bis der bittre Bauer kommet,
Mit den Grenadieren
Must du fortmarschiren,
Mit dem blauen Reiter,
... weiterlesen


Liebesdienst

Mündlich durch die gütige Bemühung des Herrn A. L.Grimm
aus Schluchtern bei Heilbronn, eines Studierenden in Heidelberg,
dem wir noch einige andere verdanken.

Es war ein ... weiterlesen


Maykäfer-Lied

Mündlich in Hessen. In Niedersachsen sagen siePommerland,
s. Volkssagen von Ottmar (Nachtigal). Bremen 1800. S. 46.

Maykäfer flieg,
Der Vater ist im Krieg,
Die Mutter ... weiterlesen


Kriegslied des Glaubens

Mündlich nach Martin Luther Lieder. Zittau 1710. S. 502.
und Phil. von Sittewald II. Band S. 691.

Ein feste Burg ist unser Gott,
Ein gute Wehr und Waffen,
Er hilft uns ... weiterlesen


Der Wirthin Töchterlein

Mündlich.

Bey meines Buhlen Kopfen,
Da steht ein güldner Schrein,
Darin da liegt verschlossen,
Das junge Herze mein,
Wollt Gott, ich hätt den Schlüssel,
... weiterlesen


Müllers Abschied

Mündlich.

Da droben auf jenem Berge,
Da steht ein goldnes Haus,
Da schauen wohl alle Frühmorgen
Drey schöne Jungfrauen heraus;
Die eine, die heißet ... weiterlesen


Warnung

Mündlich.

Der Kukuk auf dem Zaune saß,
Es regnet sehr und er ward naß,
Da kam ein hoher Sonnenschein,
Der Kukuk, der ward hübsch und fein,
Dann schwang er ... weiterlesen


Die Ausgleichung

Mündlich.

Der König über Tische saß,
Ihm dienten Fürsten, Herren,
Viel edle Frauen schön und zart,
So saßen sie paarweise
Da man das erste Essen aß,
... weiterlesen


Gastlichkeit des Winters

Mündlich.

Der Winter ist ein scharfer Gast,
Das merkt ich an dem Dache;
Mein Lieb gab mir ein Kränzelein
Von Perlen fein,
Das hab ich von ihr tragen
... weiterlesen


Der Scheintod

Mündlich.

Des Jerman Weizers Fraue ward
Mit großer Angst beschweret,
Von wunderbarer Krankheit Art,
Auch sollt sie bald gebähren,
Sie betet: Wär das Kind zur ... weiterlesen


Amor

Mündlich.

Des Nachts da bin ich gekommen,
Treibt mit mir ein Bübchen viel Scherz,
Wie Amor mir ists vorgekommen,
Verwundet, verbindet mein Herz.

... weiterlesen


Das Hasselocher Thal

Mündlich.

Des reichen Schlossers Knab,
Ging mit dem Müller aus,
Ging Abends spät nach Haus
Durchs Hasselocher Thal,
Bey Haßloch durch den Wald,
Wohl ... weiterlesen


Vertraue

Mündlich.

Es ist kein Jäger, er hat ein Schuß,
Viel hundert Schrot auf einen Kuß:
»Feins Lieb, dich ruhig stelle,
Und willst du meinem Kuß nicht stehn,
... weiterlesen


Drei Reiter am Thor

Mündlich.

Es ritten drei Reiter zum Thor hinaus,
Ade!
Feins Liebchen schaute zum Fenster hinaus,
Ade!
Und wenn es denn soll geschieden seyn,
So reich mir ... weiterlesen


Die gefährliche Manschettenblume

Mündlich.

Es stand ein Baum im Schweizerland,
Der trug Manschettenblumen,
Die erste Blume die er trug,
Die war des Königs Tochter.

Des Bauers Sohn ... weiterlesen


Die Judentochter

Mündlich.

Es war eine schöne Jüdin,
Ein wunderschönes Weib,
Sie hatt` ein schöne Tochter,
Ihr Haar war schön geflochten,
Zum Tanz war sie bereit.

... weiterlesen


Das Wiedersehen am Brunnen

Mündlich.

Es war einmal ein junger Knab,
Der hat gefreit schon sieben Jahr
Um ein fein Mädlein, das ist wahr,
Er konnt sie nicht erfreien.

»Ey komm den ... weiterlesen


Der vorlaute Ritter

Mündlich.

Es waren drey Gesellen,
Die thäten, was sie wellen,
Sie hielten alle drey
Viel heimlichen Rath,
Wer wohl in dieser Nacht
Das beste Mädel ... weiterlesen


Der verlorne Schwimmer

Mündlich.

Es wirbt ein schöner Knabe
Da überm breiten See,
Um eines Königs Tochter,
Nach Leid geschah ihm Weh.

»Ach Knabe, lieber Buhle,
... weiterlesen


Der Pfalzgraf am Rhein

Mündlich.

Es wohnt` ein Pfalzgraf an dem Rhein,
Der ließ verjagen sein Schwesterlein,
Da kam der Küchenjung zu ihm:
»Willkommen! Willkommen, Pfalzgraf am Rhein!
... weiterlesen


Rosmarien

Mündlich.

Es wollt die Jungfrau früh aufstehn,
Wollt in des Vaters Garten gehn,
Roth Röslein wollt sie brechen ab,
Davon wollt sie sich machen,
Ein Kränzelein ... weiterlesen


Das Rautensträuchelein

Mündlich.

Gar hoch auf jenem Berg allein
Da steht ein Rautensträuchelein,
Gewunden aus der Erden
Mit sonderbar Geberden.

Mir träumt ein wunderlicher ... weiterlesen


Keuzlein

Mündlich.

Ich armes Keuzlein kleine,
Wo soll ich fliegen aus,
Bey Nacht so gar alleine,
Bringt mir so manchen Graus:
Das macht der Eulen Ungestalt,
... weiterlesen


Das grosse Kind

Mündlich.

Ich hört ein Fräulein klagen,
Fürwahr ein weiblich Bild,
Ihr Herz wollt ihr verzagen,
Durch einen Jüngling mild.
Das Fräulein sprach mit ... weiterlesen


Sollen und Müssen

Mündlich.

Ich soll und muß ein Buhlen haben,
Trabe dich Thierlein, trabe,
Und sollt ich ihn aus der Erde graben,
Trabe dich Thierlein, trabe.

... weiterlesen


Der Bettelvogt

Mündlich.

Ich war noch so jung, und war doch schon arm,
Kein Geld hat ich gar nicht, daß Gott sich erbarm,
So nahm ich meinen Stab und meinen Bettelsack.
Und pfiff ... weiterlesen


Die schlechte Liebste

Mündlich.

Jetzunder geht mir mein Trauern an,
Die Zeit ist leider kommen,
Die mir vor`m Jahr die Liebste war,
Ist schlecht mir vorgekommen.

Mein Herz ist ... weiterlesen


Wers Lieben erdacht

Mündlich.

Knabe.Zum Sterben bin ich,
Verliebet in dich,
Deine schwarzbraune Aeugelein,
Verführen ja mich :
:
Bist hier oder bist dort,
Oder sonst an ... weiterlesen


Die Diebsstellung

Mündlich.

Maria in den Garten trat,
Begegnen ihr drey Jüngling zart.

Der erste war Sankt Daniel,
Dann Raphael, dann Michael.

Sankt Daniel zu ihr ... weiterlesen


Marienwürmchen

Mündlich.

Marienwürmchen setze dich,
Auf meine Hand, auf meine Hand,
Ich thu dir nichts zu Leide.
Es soll dir nichts zu Leid geschehn,
Will nur deine bunte ... weiterlesen


Nächtliche Jagd

Mündlich.

Mit Lust thät ich ausreiten
Durch einen grünen Wald,
Darin da hört ich singen,
Drey Vöglein wohlgestalt.
Und sind es nicht drey Vögelein,
... weiterlesen


Doppelte Liebe

Mündlich.

Nicht lang es ist,
In Fastnacht-Frist,
Hab ich mir auserkoren,
Zwey Jungfraun zart,
Von guter Art
Und tugendlich geboren.

Am Abend ... weiterlesen


Das fahrende Fräulein

Mündlich.

O weh der Zeit, die ich verzehrt
Mit meiner Buhler Orden,
Nachreu ist worden mein Gefährt,
Ich bin zur Thörin worden.

Mich reut die Schmink ... weiterlesen


Das Weltende

Mündlich.

Ob ich gleich kein Schatz nicht hab,
Will ich schon ein finden,
Geh ichs Gäßlein auf und ab,
Bis zur großen Linden.

Als ich zu der Linden ... weiterlesen


Die kluge Schäferin

Mündlich.

Schäferin.Ich schlaf allhie,
Bey meinem Vieh,
Ich schlaf im Moos,
Dem Glück im Schoos;
Dein Schloß ich schau,
Es liegt vor mir,
Zu sagen ... weiterlesen


Das Todaustreiben

Mündlich.

So treiben wir den Winter aus,
Durch unsre Stadt zum Thor hinaus,
Mit sein Betrug und Listen,
Den rechten Antichristen.

Wir stürzen ihn von ... weiterlesen


Das römische Glas

Mündlich.

Stand ich auf einem hohen Berg,
Sah wohl den tiefen, tiefen Rhein,
Sah ich ein Schifflein schweben,
Viel Ritter tranken drein.

Der jüngste, der ... weiterlesen


Die Nonne

Mündlich.

Stund ich auf hohen Bergen
Und sah wohl über den Rhein,
Ein Schifflein sah ich fahren,
Der Ritter waren drey,

Der jüngste, der darunter ... weiterlesen


Unkraut

Mündlich.

Unkraut.Wie kommt`s, daß du so traurig bist,
Und gar nicht einmahl lachst?
Ich seh dir`s an den Augen an,
Daß du geweinet hast.Gärtner.Und wer ein`n ... weiterlesen


Tabakslied

Mündlich.

Wach auf! Wach auf, der Steuermann kömmt,
Er hat sein großes Licht schon angezündt.

Hat ers angezündt, so giebts einen Schein,
Damit so fahren wir ... weiterlesen


Der vortreffliche Stallbruder

Mündlich.

Wenn der Schäfer scheeren will,
Stellt er sich hinter die Hecke,
Scheert dem Schaaf die Wolle ab,
Steckt sie in die Säcke.

Fängt zu tanzen ... weiterlesen


Abschiedszeichen

Mündlich.

Wie schön blüht uns der Mayen,
Der Sommer fährt dahin,
Mir ist ein schön Jungfräuelein
Gefallen in meinen Sinn.
Bey ihr ja wär mir wohl,
... weiterlesen


Der Falke

Mündlich.

Wär ich ein wilder Falke,
Ich wollt mich schwingen auf,
Und wollt mich niederlassen
Vor meines Grafen Haus.

Und wollt mit starken Flügel,
... weiterlesen


Das Feuerbesprechen

Mündlich.

Zigeuner sieben von Reitern gebracht,
Gerichtet verurtheilt in einer Nacht,
Sie klagen um ihre Unschuld laut,
Ein Jud hätt ihnen den Kelch vertraut.
... weiterlesen


Wassersnoth

Mündlich.

Zu Koblenz auf der Brücken
Da lag ein tiefer Schnee,
Der Schnee der ist verschmolzen,
Das Wasser fließt in See.

Es fließt in Liebchens ... weiterlesen


Rewelge

Mündlich.

»Des Morgens zwischen dreyn und vieren
Da müssen wir Soldaten marschieren
Das Gäßlein auf und ab;
Tralali, Tralaley, Tralala,
Mein Schätzel sieht ... weiterlesen


Misheirath

Mündlich.

»Die Wasserrüben und der Kohl,
Die haben mich vertrieben wohl,
Hätt` meine Mutter Fleisch gekocht,
Ich wär geblieben immer noch.

Wenn ich ... weiterlesen


Hier liegt ein Spielmann begraben

Mündlich.

»Guten Morgen Spielmann,
Wo bleibst du so lang?«
Da drunten, da droben,
Da tanzten die Schwaben,
Mit der kleinen Killekeia,
Mit der großen Kum ... weiterlesen


Der Schildwache Nachtlied

Mündlich.

»Ich kann und mag nicht fröhlich seyn,
Wenn alle Leute schlafen,
So muß ich wachen,
Muß traurig seyn.«

»Ach Knabe du sollst nicht traurig ... weiterlesen


Der Rattenfänger von Hameln

Mündlich.

»Wer ist der bunte Mann im Bilde,
Er führet Böses wohl im Schilde,
Er pfeift so wild und so bedacht;
Ich hätt mein Kind ihm nicht gebracht!«

... weiterlesen


Gesellschaftslied

Mündlich.

Dieterlein.

Wohlauf ihr Narren, zieht all mit mir,
Zieht all mit mir,
Wohl heuer in diesem Jahre,
In diesem Jahre.

... weiterlesen


Geht dir’s wohl, so denk an mich

Mündlich.

Er.

Wenn ich geh vor mir auf Weg und Straßen,
Sehen mich schon alle Leute an,
Meine Augen gießen helles Wasser,
Weil ich gar nichts ... weiterlesen


Abschied von Maria

Mündlich.

Ihrer Hochzeit hohes Fest
Gräfin Elsbeth still verläßt,
Geht mit reich geschmücktem Haupt
Wo die Waldkapell erbaut.

Bringet Blumen, ... weiterlesen


Wie kommt es, daß du traurig bist

Mündlich.

Jäger.

Wie kommts, daß du so traurig bist,
Und gar nicht einmal lachst?
Ich seh dir`s an den Augen an,
Daß du geweinet hast.
... weiterlesen


Knabe und Veilchen

Mündlich.

Knabe.

Blühe liebes Veilchen,
Das so lieblich roch,
Blühe noch ein Weilchen,
Werde schöner noch.
Weist du was ich denke,
... weiterlesen


Starke Einbildungskraft

Mündlich.

Mädchen.

Hast gesagt du willst mich nehmen,
Sobald der Sommer kommt :,:
Der Sommer ist gekommen,
Du hast mich nicht genommen,
Geh ... weiterlesen


Abendlied

Mündlich.

Nun laßt uns singen das Abendlied,
Denn wir müssen gehn,
Das Kännchen mit dem Weine,
Lassen wir nun stehn.

Das Kännchen mit dem ... weiterlesen


Abschied von Bremen

Mündlich.

O Bremen, ich muß dich nun lassen,
O du wunderschöne Stadt,
Und darinnen muß ich lassen
Meinen allerschönsten Schatz.

Wir haben oft ... weiterlesen


Des Antonius von Padua Fischpredigt

Nach Abraham a St. Clara. Judas, der Erzschelm. I. S. 253.

Antonius zur Predig
Die Kirche findt ledig,
Er geht zu den Flüssen,
Und predigt den Fischen;
... weiterlesen


Die Herzogin von Orlamünde

Nach einer chronikalischen Erzählung von Nikolaus Dumman, abgedruckt in Ch.Ph. Weldenfels Selecta antiquit. lib.II. c.XXXIII. p.469, Herr Heinze bemerkte,daß die Kinder in der Niederlausitz sich ... weiterlesen


Gustav Adolphs Tod

Nach Weckherlin.

Ach könnt ich meine Stimm dem Donner gleich erheben,
Daß sie, die weite Welt erschreckend, mög erbeben,
Wollt ich ersteigen bald, trostlos und ruhelos
... weiterlesen


Nachtmusikanten

Narren-Nest von Abraham a St. Clara. Wien 1751. III. T. S. 89.

Hier sind wir arme Narrn
Auf Plätzen und auf Gassen,
Und thun die ganze Nacht
Mit unsrer Musick ... weiterlesen


Blumenidylle

Nieder zieht der Abendwind,
Wiegt in Schlaf manch schönes Kind,
Löscht die Lichter,
Doch es weckt der Vollmondglanz
Blumen zu dem Abendtanz,
Himmlische ... weiterlesen


Nicht Wiedersehn

Nun ade mein allerherzliebster Schaz,
Jezt muß ich wohl scheiden von dir,
Bis auf den andern Sommer,
Dann komm ich wieder zu dir.

Und als der junge Knab heimkam,
... weiterlesen


Totenopfer 1813

Nun die Schlacht vorüber,
Nun die Lebenden gezählt,
Ach der Tote, der uns fehlt,
War vor allen uns doch lieber,
Und der Nachruf klingt so trüb:
Ach der Tote war ... weiterlesen


Das letzte Gedicht

O Herr, gib deiner Gaben viel,
Damit wir dich erkennen;
Die Sorge macht die Herzen kühl,
Laß hoffend sie in Lieb` entbrennen,
Damit sie glühn fürs ew`ge Heil
... weiterlesen


Christkindleins Wiegenlied

O Jesulein zart,
O Jesulein zart,
Das Kripplein ist hart,
Wie liegst du so hart,
Ach schlaf, ach thu die Aügelein zu,
Schlaf, und gieb uns die ewige Ruh.

... weiterlesen


Tannebaum

O Tannebaum, o Tannebaum!
Du bist ein edles Reis!
Du grünest in dem Winter,
Als wie zur Sommerszeit!

Warum sollt ich nit grünen,
Da ich noch grünen kann?
... weiterlesen


Ueberdruß der Gelahrtheit

Opitz.

Ich empfinde fast ein Grauen,
Daß ich, Plato, für und für
Bin gesessen über dir;
Es ist Zeit hinaus zu schauen,
Und sich bey den frischen Quellen
... weiterlesen


Wiegenlied

Ottmars Volkssagen. Bremen 1800. S. 43 und 44.

Buko von Halberstadt,
Bring doch meinem Kinde was,
Was soll ich ihm bringen?
Rothe Schuh mit Ringen,
Schöne Schuh ... weiterlesen


Kaufherr und Bauer

Parabel

Ein Kaufherr verirrte sich beim Spazieren
Und mochte wohl großen Hunger verspüren;
Er tritt in den nächsten Bauernhof ein
Und fragt nach Braten und ... weiterlesen


Antwort Mariä auf den Gruß der Engel

Procopii Mariale festivale. S. 368.

Zwey Nachtigallen in einem Thal
Oftmals zusammen stimmen,
Sie singen mit so süßem Schall,
Daß es recht Wunder nimmet:
... weiterlesen


Das Gnadenbild Mariä-Hülf bey Passau

Procopii Mariale festivale. S. 9.

Es wohnt ein schönes Jungfräulein
Bekleidet mit Sammt und Seiden,
Ob Passau in ein Kirchel klein,
Auf einer grünen Heiden,
... weiterlesen


Kinder-Predigt

Quibus, quabus,
Die Enten gehn barfuß,
Die Gäns haben gar keine Schuh,
Was sagen dann die lieben Hüner dazu?
Und als ich nun kam an das kanaljeische Meer,
Da fand ich ... weiterlesen


Die ABC-Schützen

Rathe, was ich habe vernommen,
Es sind achtzehn fremde Gesellen ins Land gekommen,
Zu mahlen schön und säuberlich,
Doch keiner einem andern glich,
All ohne Fehler und ... weiterlesen


Zauberlied gegen das Quartanfieber

Reichard`s Geisterreich I. B. S. 145.

»Steh dir bey der himmlische Degen,
Jedweden halben, darin eben,
Der Leib sey dir beinern,
Das Herz sey dir steinern,
... weiterlesen


Rätsel auf ein Bild der Berliner Kunstausstellung

Rätsel auf ein Bild der
Berliner Kunstausstellung
des Herbstes 1810


Es spielt das Jahr in Farben wunderbar,
Es spielt die Kunst mit manchem bunten ... weiterlesen


Morgenlied von den Schäfchen

Schlaf, Kindlein, schlaf,
Der Vater hüt die Schaaf,
Die Mutter schüttelts Bäumelein,
Da fällt herab ein Träumelein,
Schlaf, Kindlein, schlaf.

Schlaf, ... weiterlesen


Ach wenn sie das Rössel doch langsam gehn liessen

Schlimm Leut sind Studenten, man sagts überall,
Obwohl sie schon kommen im Jahr nur einmal,
So machens ins Dorf so viel Unruh und Mist,
Daß uns die erste Woche schon weh dabey ... weiterlesen


Das heisse Afrika

Schubart.

Auf, auf! ihr Brüder und seyd stark!
Der Abschiedstag ist da,
Schwer liegt er auf der Seele, schwer!
Wir sollen über Land und Meer,
Ins heiße Afrika. ... weiterlesen


Von den klugen Jungfrauen

Schuppis Schriften S. 277.

Wachet auf, ruft uns die Stimme
Der Wächter sehr hoch auf der Zinne,
Wach auf du Stadt Jerusalem,
Mitternacht heißt diese Stunde,
... weiterlesen


Was hast du dann zu dem Schustersbuben gesagt

Schusterbue!
Flick mir die Schuh,
Gieb mirs Leder auch dazu,
Es ist kein Gerber in der Stadt,
Der ein solches Leder hat.

Ein lustiger Bu
Braucht oft ein ... weiterlesen


Jahreszeiten

Schwarzbraun ist meine dunkle Farbe,
Darin will ich mich kleiden;
Den besten Schatz und den ich hab,
Der will jezt von mir scheiden.

Ei scheidet sich dann der Winter ... weiterlesen


Verlorene Mühe

Schwäbisch.

Sie.

Büble, wir wollen ausse gehe,
Wollen unsre Lämmer besehe,
Komm, liebs Büberle,
Komm, ich bitt.

Er.

... weiterlesen


Wenn man die Kinder im Schlitten fährt

Schäfele hat ein Küttele an,
Hänget voller Röllen,
Wann es über d` Gassen geht,
Fangen die Hund an bellen.

Schäfele komm,
Schlag mir die Tromm,
Führ ... weiterlesen


Aus der Zeit, wo die Schäfereyen überhand nahmen

Schäfer.
Mein Freund! Ein guter Freund,
Der hier verspätet weint,
Erbittet sich zur Gnad
Hier eine Ruhestadt,
Weil er von diesem Ort
Nicht mehr kann reisen ... weiterlesen


Von Hofleuten

Schöne neue Lieder mit Musik von Orlando di Lasso.
München 1576. III. T. S. 21.

Ich sprech, wenn ich nicht lüge,
So sollt ihr glauben mir,
Ihr habt oft sehen ... weiterlesen


Bei der Schusterrechnung zu singen

Sechsmal hab ich sie angetroffen,
Siebenmal bin ich fehl geloffen,
Auf der Haide hin und her,
»Nein mein Bue, es geschieht nicht mehr.«

Sechs paar Schuh und sieben ... weiterlesen


Becherklang

Seit nun Gott die Welt durchschnitten
Mit der Allmacht sausend` Schwert,
Liegt in Tag und Nacht inmitten,
Wer des Weines Becher leert:

        ... weiterlesen


Ehestand der Freude

Seladons (Greflingers) weltliche Lieder. Frankfurt 1651. S. 60.

Lasset uns scherzen
Blühende Herzen,
Lasset uns lieben
Ohne Verschieben,
Lauten und Geigen
... weiterlesen


Der Palmbaum

Simon Dach.

Annchen von Tharau ist, die mir gefällt,
Sie ist mein Leben, mein Gut und mein Geld.

Annchen von Tharau hat wieder ihr Herz
Auf mich gerichtet in ... weiterlesen


Schall der Nacht

Simplicissimi Lebenswandel. Nürnberg 1713. I. B. S. 28.

Komm Trost der Nacht, o Nachtigall!
Laß deine Stimm mit Freuden-Schall
Aufs lieblichste erklingen,
Komm, komm, ... weiterlesen


Kriegslieder - III.

So gehe tapfer an, mein Sohn, mein Kriegsgenosse,
Schlag ritterlich darein, dein Leben unverdrossen
Fürs Vaterland aufsetz, von dem du frei es auch
Zuvor empfangen hast, das ist ... weiterlesen


Des Knaben Wunderhorn I, Von Volksliedern 5

So klingen die Quellen des Rheins hinunter, dann immer neuen Quellen und Tönen verbunden, vom lustigen Neckar angerauscht, ein mächtiger Strom, der von Mainz mit dem weinfröhlichen singenden Mayn ... weiterlesen


Liebesaugen

Sobald du hebst die klaren Aeugelein,
Freut sich Gestirn und auch der Sonnenschein,
Also gar sehr, du Liebeszier,
Sind sie geneiget dir.
Sobald du auch die Erde blickest ... weiterlesen


Rückfall der Krankheit

Soll ich denn sterben,
Bin noch so jung?
Wenn das mein Vater wüßt,
Daß ich schon sterben müßt,
Er thät sich kränken
Bis in den Tod.
Wenn es die Mutter ... weiterlesen


Sonnenlied

Sonne, Sonne, scheine,
Fahr über Rheine,
Fahr übers Glockenhaus,
Gucken drey schöne Puppen raus,
Eine die spinnt Seiden,
Die andre wickelt Weiden,
Die andre ... weiterlesen


Frühlingsbeklemmung

Spee Trutz Nachtigal, Cölln 1660. S. 34.

Der trübe Winter ist vorbey,
Die Kranich wiederkehren,
Nun reget sich der Vogelschrey,
Die Nester sich vermehren;
Laub ... weiterlesen


Cedron’s Klage

Spee Trutz Nachtigal. S. 225.

Da nun Abends in dem Garten,
Daphnis überfallen war,
Und nun keinen Grimm ersparte,
Stark bewehrte Mörderschaar,
Hube süßlich an ... weiterlesen


Morgenlied

Steht auf ihr lieben Kinderlein,
Der Morgenstern mit hellem Schein,
Läßt sich sehn frei gleich wie ein Held,
Und leuchtet in die ganze Welt.

Sey willkommen, du lieber ... weiterlesen


Stiftungslied der deutschen Tischgesellschaft ...

Stiftungslied der deutschen Tischgesellschaft
am Krönungstage, dem 18. Januar 1811

Unsre Krone ward erstritten
Durch der deutschen Ritter Blut,
Als die Heiden ... weiterlesen


Klapperstorch

Storch, Storch, Langbein,
Wann fliegst du ins Land herein,
Bringst dem Kind ein Brüderlein?
Wenn der Roggen reifet,
Wenn der Frosch pfeifet,
Wenn die goldnen Ringen
... weiterlesen


An den Storchschnabel

Storch, Storch, Steiner!
Mit den langen Beiner,
Flieg mir in das Beckerhaus,
Hol mir ein warmen Weck heraus!

Ist der Storch nit ein schönes Thier,
Hat einen ... weiterlesen


Betteley der Vögel

Storchs- und Schwalben-Winter-Quartier durch
Johann Prätorium. Frankfurt 1676. S. 187.

Es ist kommen, es ist kommen
Der gewünschte Frühlings-Both,
So uns alles Leid ... weiterlesen


Schweizerisch

S`isch no nit lang daß gregnet hätt,
Die Laeubli tröpfle no,
I hab e mohl e Schazli ghätt,
I wott, i hätt es no.

Jez isch er gange go wandere,
I wünsch em ... weiterlesen


Ahndungen

Thema: Was nur heil`ge Geister ahnen,
Glaubst du dein, du winzig Ding?
Deine Mittel sind gering,
Größern mußt du Wege bahnen.

Glosse: Wie? Du weißt, was uns ... weiterlesen


Der Herr am Oelberg und der Himmelsschäfer

Trutz Nachtigal von Spee. S. 21

Der Schäfer.

Mond des Himmels treib zur Weide
Deine Schäflein gülden gelb,
Auf gewölbter blauer Heide
Laß die ... weiterlesen


Xaver

Trutz Nachtigal von Spee. Seite 94.

Als nach Japon weit entlegen,
Xaver dachte, Gottes Mann,
Alle waren ihm entgegen,
Fielen ihn mit Worten an,
Wind und Wetter, ... weiterlesen


Der Prinzenraub

Tänzels curiöse Bibliothek. 1705. S. 783.

Wir wolln ein Liedel heben an,
Was sich hat angespunnen,
Wie`s im Pleißnerland gar schlecht war bestallt,
Als den jungen ... weiterlesen


Die Wahrsagerin

Vater von allen,
Was soll ich flehen?
Klagen erschallen,
Müde Seufzer ergehen,
Woher der Wind mag wehen,
Wohin die Fahnen stehen:
Fürchten und Hoffen,
... weiterlesen


Niklas

Vater.Es wird aus den Zeitungen vernommen,
Daß der heilige Sankt Niklaus werde kommen,
Aus Moskau, wo er gehalten werth,
Und als ein Heilger wird geehrt;
Er ist bereits schon ... weiterlesen


Der Tannhäuser

Venus-Berg von Kornmann, dann in PrätoriiBloksberg-Verrichtung.
Leipzig, 1668. S. 19-25.

Nun will ich aber heben an,
Vom Tannhäuser wollen wir singen,
Und was er ... weiterlesen


Kriegslied gegen Karl V.

Vergleiche Hortleder S. 425. S. 423. einemerkwürdige Stelle über den Trommelschlag der deutschen Landsknechte: Die übrigenTrommelschläge, damit ein jeder etwas Neues auf die Bahn bringt, sind ... weiterlesen


Die Wetterfahne

Viel Fahnen sind verloren,
Doch eine ist erkoren,
Sie schwebt noch obenauf
Und zeigt der Stürme Lauf.

So steht die Wetterfahne,
Daß sie uns all` ... weiterlesen


Hochzeitlied auf Kaiser Leopoldus und Claudia Feli

Von Abele in seiner künstlichen Unordnung. Nürnberg 1675.
V. T. S. 319.

Kaiser.

Spring, spring mein liebstes Hirschelein,
Bald wollen wir dich fällen
... weiterlesen


Lobgesang auf Maria

Von Balde, nach dem deutschen Musäum.

Ach wie lang hab ich schon begehrt,
Maria, dich zu loben!
Nicht zwar als wie du wirst verehrt,
Im hohen Himmel oben;
Dieß ... weiterlesen


Albertus Magnus

Von den Geheimnissen der Weiber.

Die Königin blickt zum Laden aus,
Ein Jüngling stand wohl vor dem Haus,
Sie winkt ihm da,
Daß er sollt zu ihr kommen.
... weiterlesen


Die Schlacht bey Sempach

Von Halb Suter. Tschudi. I. 529. Die ältern Kriegs- und Schlachtlieder der Deutschen fordern eine eigne Sammlung; aus Tschudi eilf, bey Diebold Schilling fünf, die Seeschlacht der Vitalienbrüder ... weiterlesen


Schmählied gegen die Schweizer

Von Isenhofer von Walzhut bei Tschudi. II. 412.

Wohlauf ich hör ein neu Getön,
Der edlen Vögel Sang,
Ich trau es werde nun ganz schön,
Unwetter hat so lang
... weiterlesen


Jesaias Gesicht

Von Martin Luther. Aus dem J! neueröffneten Schatze
der Kinder Gottes. Zittau 1710. S. 393.

Jesaia dem Propheten dies geschah,
Daß er im Geist den Herren sitzen sah
... weiterlesen


Schlacht bey Murten

Von Veit Weber, aus Diebold SchillingsBeschreibung
der Burgundischen Kriege. Abgedruckt von Koch in der neuen
Litteratur und Volkskunde I. B. S. 93. Von Bodmer in den
altenglischen ... weiterlesen


Des Knaben Wunderhorn I, Von Volksliedern 1

Von Volksliedern.

An Herrn Kapellmeister Reichardt.

Wenn das Volk beym Einzuge seines Helden die Pferde vom Wagen spannt, so thut es das wohl nicht, weil es besser ihn ... weiterlesen


Vorgenossen, nachempfunden

Vorgenossen, nachempfunden
Waren sonst des Jahres Stunden
Und die Gegenwart so leer,
Trübe Luft auf ödem Meer.

Seit ich dich in steter Nähe,
Mich wie ... weiterlesen


Silvesterlied

Vorsänger
Herzchen im Turme,
Schlagende Uhr,
Klinge im Sturme
Durch die Natur;
Bring uns die ferne
Sonne zurück,
Feurige Sterne
Ahnen dies ... weiterlesen


Gedankenstille

Vögel thut euch nicht verweilen,
Kommet, eilet schnell herzu,
Wölfe höret auf zu heulen,
Denn ihr störet meine Ruh.

Götter kommt und helft mir klagen,
... weiterlesen


Liebes-Noten

Wahres Lieben, süßes Leben,
Wo zwei Herzen eins nur sind,
Wie zwei Turteltäublein schweben,
Die ein treues Band verbind,
Wo die Lieb den Chor anstimmet,
Und die Treue ... weiterlesen


Ritter Peter von Stauffenberg und die Meerfeye

Wahrhafte Geschichte Herrn P. v. St. Straßburg bey
B. Jobins Erben 1598.I. Romanze.

Vorüber zieht manch edler Aar,
Herr Peter ein theurer Ritter war,
Er war so ... weiterlesen


Tritt zu

Wann alle Wässerlein fliessen,
Soll man trinken,
Wann ich mein Schatz nicht rufen darf, ju ja rufen darf,
So thu ich ihm winken.

Winken mit den Augen,
Und treten ... weiterlesen


Geh, du schwarze Amsel

Wann ich schon schwarz bin,
Schuld ist nicht mein allein,
Schuld hat mein Mutter gehabt,
Weil sie mich nicht gewaschen hat,
Da ich noch klein,
Da ich wunderwinzig bin gesein.


Wenn das Kind allzu wißbegierig ist

Warum?
Darum.
Warum denn darum?
Um die Krumm.
Warum denn um die Krumm?
Weils nicht grad ist!


Petersilie

Was hab ich meinem Schätzlein zu Leide gethan?
Es geht wohl bey mir her, und sieht mich nicht an;
Es schlägt seine Augen wohl unter sich,
Und sieht einen andern Schatz wohl lieber ... weiterlesen


Scherz- und Liebes-Liedchen

Was hilft mir ein rother Apfel,
Wenn er innen faul ist;
Was hilft mich ein schöns Kindlein,
Wenn sein Herzlein falsch ist.

Wenn ich ein schön Mägdlein seh,
... weiterlesen


Trinklied im Vollmondschein

Was ist`s, das wir in Ahnung fühlen
Und was erhöhet jede Stirn?
Im Herzen dunkle Wurzeln wühlen,
Die Knospen brechen auf im Hirn;
Was ist in dieser Nacht geschehen,
... weiterlesen


Zur Weihnachtszeit

Was leuchtet durch die Nacht so helle
Und weckt das Haus mit heil`gem Graus?
Ein Kind tritt aus des Himmels Schwelle
Und klopft ans ird`sche Lebenshaus.

Wer hat ... weiterlesen


Ein neu Klaglied eines alten deutschen Kriegsknech

Was soll ich aber singen,
Ein wunderbar Geschicht;
Das Herz möcht dem zerspringen,
Ders nur einmal ansicht.
Was man doch hat erfunden
Alldort in jenem Land,
Sieht ... weiterlesen


Was der Gans alles aufgepackt worden ist

Was trägt die Gans auf ihrem Schnabel?
Federgans?
Einen Ritter, mit sammt dem Sabel,
Trägt die Gans auf ihrem Schnabel.
Federgans.
Was trägt die Gans auf ihrem ... weiterlesen


Schlachtlied

Weckherlin S. 244. Phil. von Sittewald II. Th. S. 574.

Frisch auf, ihr tapfere Soldaten!
Ihr, die ihr noch mit teutschem Blut,
Ihr, die ihr noch mit frühem Muth
... weiterlesen


Dies ist das alte deutsche Uebel

Welcher Mann ein Henn hat die nicht Eyer legt,
Und ein Sau die nicht Junge trägt,
Und ein Kuh die nicht Milch giebt,
Und ein Tochter die all Nacht ausliegt,
Und ein Sohn der ... weiterlesen


Wenn die Vögel aufwärts steigen ...

Wenn die Vögel aufwärts steigen,
Da verschwindet ihr Gesang.
Meint ihr, daß sie droben schweigen?
Wir nur hören nicht den Klang.
Unsre freudigen Gebete,
Sel`ge ... weiterlesen


Gelegenheitsverse

Wenn ein Schiff vom Stapel läuft, so singen in Lübeck die Kinder, die zu ihremVergnügen sich darauf befinden:

Laß ihm, laß ihm seinen Willen,
Er hat den Kopf voll Grillen.Wenn ... weiterlesen


Jakobs Pilgerlied

Wer das Elend bauen wöll,
Der heb’ sich auf und sey mein G’sell,
Wol auf Sankt Jakobs Strassen.
Zwei Paar Schuh, der darf er wol,
Ein Schüssel bey der Flaschen.
... weiterlesen


Die Bekehrung

Wer nicht mit wilder Faust
An die eherne Glocke geschlagen,
Worin der Geist gefangen haust,
Dem wird nimmermehr Ruhe zusagen;
        Der hört noch ... weiterlesen


Etikette auf des Bettelmanns Hochzeit

Widele wedele,
Hinterm Städele
Hat der Bettelmann Hochzeit,
Pfeift ihm Läusle,
Tanzt ein Mäusle,
`S Igele schlägt die Trommel,
Alle die Thier, die Wedele ... weiterlesen


Das bucklige Männlein

Will ich in mein Gärtlein gehn,
Will mein Zwiebeln gießen;
Steht ein bucklicht Männlein da,
Fängt als an zu nießen.

Will ich in mein Küchel gehn,
Will mein ... weiterlesen


Spruch

Willst du dich ganz zurücke ziehen,
Du kannst dir selber nicht entfliehen;
Willst du selbsteigen andre führen,
Du mußt mit Schöpfungskraft regieren
Ganz unbemerkt und ... weiterlesen


Kriegslieder - IV.

Wir preußisch Dragoner durchstreifen die Welt,
Wir jagen wie Sturmwind ins weite Feld,
Wir wollen marschieren dem Feinde entgegen,
Damit wir ihm heute den Paß noch verlegen.
... weiterlesen


Sterndreherlied

Wir reisen auf das Feld in eine Sonne,
Des freuet sich die englische Schaar,
Wir wünschen euch allen ein glückseelig Neujahr.

Wir wünschen dem Herrn einen goldnen Hut,
... weiterlesen


Das Federspiel, A. B. C. mit Flügeln

Wohl auf ihr klein Waldvögelein, die ihr in Lüften schwebt,
Stimmt an, lobt Gott den Herren mein, singt all, die Stimm erhebt;
Denn Gott hat euch erschaffen, sich selbst zu Lob und ... weiterlesen


Unseliger Kreislauf

Wohl täglich will erscheinen
Die schöne Morgenröth,
Den Thau muß nieder weinen,
Die weis bekleidet geht,
Luna ist sie genannt;
Schneeweis thut sie uns leuchten,
... weiterlesen


Maria, Gnadenmutter zu Freyberg

Wunderschön Prächtige,
Große und Mächtige,
Liebreich holdselige, himmlische Frau,
Welcher auf ewiglich,
Kindlich verbinde mich,
Ja mit Leib und Seel gänzlich ... weiterlesen


Letztes Toilettengeschenk

Zart Aeuglein zu winken,
Die Mägdlein jetzund han;
Ihr Angesicht zu schminken,
Groß Fleiß sie legen an.

Ihr Haupt thun sie beladen,
Mit Gold und Perlen ... weiterlesen


Die Wettfahrt

Zum Raubschloß geht der Wolken Lauf
Wie flücht`ger Heere Troß.
Es schlägt der Sturm die Fenster auf
Und weckt den Herrn vom Schloß.
Er träumte noch vom Fest der ... weiterlesen


Getrennte Liebe

Zwei schöne, liebe Kinder,
Die hatten sich so lieb,
Daß eines dem andern im Winter
Mit Singen die Zeit vertrieb,
Diesseit und jenseit am Wasserfall
Höret ihr ... weiterlesen


Wenn die Kinder üble Laune haben

Zürnt und brummt der kleine Zwerg,
Nimmt er alles überzwerch,
Ein Backofen für ein Bierglaß,
Den Mehlsack für ein Weinfaß,
Den Kirschbaum für ein Besenstiel,
... weiterlesen


Das dumme Brüderlein

[1500-1550.1

Wo soll ich mich hinkehren,
Ich dummes Brüderlein,
Wie soll ich mich ernähren
Mein Gut ist viel zu klein;
Wie wir ein Wesen han,
So muß ich ... weiterlesen


Evoe

[1500-1550.]

Freut euch ihr lieben Knaben!
Der Herbst erzeigt sich wohl,
Die lang getrauert haben,
Heut wollen wir werden voll.
Wir haben vormals den sauren ... weiterlesen


Das schwerste Leiden

[Albertini Narrenhatz. Augsburg 1617.]

Es ist auf Erden kein schwerers Leiden,
Als wann sich einer auf ein neu`s muß kleiden.
Ein neues Paar Schuh,
Ein Wammes darzu
... weiterlesen


Müllerlied

[Altes fliegendes Blat aus 1500.]

Der Müller auf seim Rößlein saß,
Gar wohl er in die Mühle sah,
Er thät dem Annely winken,
O Annelin, liebstes Annelin mein,
... weiterlesen


Der Habersack

[Altes fliegendes Blat aus 1500.]

Und wollt ihr hören singen,
Ich sing ein neues Lied,
Von einem feinen Fräulein,
Und wie es dem ergieng,
Sie war genannt der ... weiterlesen


Schnützelputz-Häusel

[Büsching und von der Hagen Sammlung deutscher Volkslieder.
Berlin 1807. S. 59.]

So geht es in Schnützelputz Häusel,
Da singen und tanzen die Mäusel,
Und bellen die ... weiterlesen


Trinklied

[Erasmus Widtmanns musikalische Kurzweil. Nürnberg 1623.]

Zu Klingenberg am Maine,
Zu Würzburg an dem Steine,
Zu Bacherach am Rhein
Hab ich in meinen Tagen
... weiterlesen


Graf Friedrich

[Fliegendes Blat aus der Schweiz.]

Graf Friedrich thät ausreiten
Mit seinen Edelleuten,
Wollt` holen seine liebe Braut,
Die ihm zur Ehe war vertraut.

... weiterlesen


Von der Belagerung der Stadt Frankfurt

[Fliegendes Blatt, gedruckt in Frankfurt.](Die unterstrichene Worte sind Namen von Schanzen
und Geschütz.)

Die Sonn mit klarem Scheine
Erglastet überall,
Die kühlen ... weiterlesen


Der Paß

[Fliegendes Blatt.]

Schöns Salzburger Mädl,
Mit dem krausen Härl,
Thust mir überaus gefallen,
Wann ich dich seh gehen,
Bleib ich allzeit stehen,
... weiterlesen


Das neue Jerusalem

[Fliegendes Blatt.]

Wer hat Lust mit mir zu ziehen
Nach der Stadt Jerusalem,
Denn darinnen kann man sehen
Was der weise Salomon
Hat gebauet Schlösser, ... weiterlesen


Braunbier, braunisch kurirt

[Fliegendes Blatt.]

Bauer.

Herr Doktor, ich will fragen,
Seht dieses Glas voll Bier,
Ihr könnet mir wohl sagen,
Was fehlt dem Bier allhier?
... weiterlesen


Hans in allen Gassen

[Fliegendes Blat]

Ich will einmal spaziren gehn,
Und suchen meine Freud,
Begegnet mir ja alsobald,
Ha ha, ja ja, ja alsobald,
Ein Knäblein war schön ... weiterlesen


Säuberliches Mägdlein

[Frankens musikalisches Convivium. 1622.]

Wo find ich deines Vaters Haus
Säuberliches Mägdlein?
Geh das Gäßlein ab und aus,
Schweig still und laß dein Fragen ... weiterlesen


Fuge

[Hackenbergers deutsche Gesänge. Danzig 1610. p. 20.]

Ein Musikant wollt fröhlich seyn,
Es thät ihm wohl gelingen,
Er saß bey einem guten Wein,
Da wollt er lustig ... weiterlesen


Hum fauler Lenz

[Mitgetheilt von H. Spangenberg.]

Es wollt eine Frau zu Weine gahn. Hum fauler Lenz.
Und wollt den Mann nicht mit sich han. Ha ha ha.

Du mußt zu Hause bleiben. Hum ... weiterlesen


Der König aus Mayland

[Mitgetheilt von H. v. Wessenberg in Constanz.]

Weiß mir e Herr, hätt siebe Süh
Und nune einzig Töchterli.
Der Herre stellt e Gastmal a,
Er ladt viel fremdi Herre ... weiterlesen


Schadenfreude

[Nach Anakreon, nationalisirte Antike. Philanders
Strafreden I, S. 113.]

Hie auf dieser Liebes Matt
Cupido vor dreien Tagen,
Weil er nichts zu schaffen hat,
Wollt ... weiterlesen


Bergreihen

[Nürnberg 1547.]

Ach Gott, was wollen wir aber heben an,
Daß wir das recht und wohl ersinnen,
Wir wollens auch nicht unterwegen lahn,
Von den Hauern da wollen wir ... weiterlesen


Sehnsucht nach dem Esel mit dem Gelde

[Paul Sartorius neue deutsche Liedlein. Nürnberg 1601.]

Frisch auf ihr lieben Gesellen, ein neue Zeitung gut,
Hab ich euch sagen wöllen, faßt einen guten Muth,
Der mit dem ... weiterlesen


Einladung zur Martinsgans

[Simon Dachs Zeitvertreiber. 1700.]

Wann der heilge Sankt Martin
Will der Bischofsehr entfliehn,
Sitzt er in dem Gänsestall
Niemand findt ihn überall,
Bis der ... weiterlesen


Die Entführung

[v. Seckendorfs Musenalmanach auf 1808. S. 16.]

Ich bin durch Frauen Willen
Geritten in fremde Land,
Mich hat ein edler Ritter
Zu Boten hergesandt.
Der entbeut ... weiterlesen


Poesie und Geschäfte

Öffne nicht die goldnen Tore,
Staub und Nebel sind mein Schild,
Schalle nicht zu meinem Ohre,
Stimmenfrühling, selig mild.

Ließe ich mich einmal stören
... weiterlesen


Hölzerne Noth

`S hätt sich mol ener zu mer welle küpple,
Häts Lädel n`in welle krüpple,
Un als er maint er stoht,
Heb ich de Hönd blümbe loth,
Dazu uf et Mist,
Dü Hönd der de ... weiterlesen


Steile Liebe

`S ist mir auch kein Nacht so finster,
`S ist mir auch kein Weg so weit;
Wenn ich zu mein Schäzlein gehe,
Sehen mich die bösen Leut.

Regnets, schneits, und geht der ... weiterlesen



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