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Gedichte - Achim


Klage beim Bundestage

       
Chor         Warum
schweigst du, alter Zecher,  
      Siehst in deinen
leeren Becher? Einer Ich schwieg
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Abschied für immer (II)

    Ist`s ein Wunder, daß
dich alle lieben, Die nach meinem
Scheiden sich dir nahen, Meine Seufzer
sind bei dir geblieben Und als
Luftgeist sehnlich dich umfahren, Wer
zu
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Der Berggesell

(1500-50.) Wär ich ein wilder
Falke, So wollt ich mich schwingen
auf, Ich wollt mich nieder lassen, Für
eins reichen Bürgers Haus. Darinn ist
ein Mägdelein,
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Uebersichtigkeit

(1560-1600.) Schön wär ich gern, das
bin ich nicht, Fromm bin ich wohl, das
hilft mir nicht; Geld hilft mir wohl,
das hab ich nicht, Darum bin ich kein
Buhler nicht.
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Ländlich, sittlich

(Abele künstliche Unordnung, IV. S.
412. Alte Buchhändler- anzeige von
einem Classiker? -) Ein schönes
Jungfräulein, die von geschickten
Sitten Wird in die Stadt geführt, zu
Markt
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Des Hirten Einsamkeit

(Alpenlied.) Isch äbi ä Mensch uf
Erde, Simeliberg, Un Fräneli ab de
Kuggisberg Un Sibethals Jäggeli änne
de Berg, Isch äbi ä Mensch uf
Erde, Daß y mag by em sy.
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Das wackre Maidlein

(Altes fliegendes Blat. Nürnberg bei
Valentin Neuber, 1500.) Es war ein
wacker Maidlein wohlgethan, Sie ging an
ihres Vaters Zinne stahn, Sie sah
daraus, Sie sah dahere reiten
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Der politische Vogel

(Altes fliegendes Blat.) Als ich
einmahl spazieren ging, In einen
Lustgarten hinein, Zu überdenken, was
ich meint, Wo schöne Lusthäuser
sein, Hört ich es ein Vöglein si
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Von dem Schittensamen und seinem falschen Knechte

(Altes fliegendes Blat.) Was wollen wir
aber singen? Von einem Edelmann, Wollt
die von Nürnberg zwingen, Doch ihm sein
Kunst zerrann. Schittensamen war er
genannt, Er
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Die Schwäbische Tafelrunde

(Altes Manuscript. 1500-1550.) Neun
Schwaben giengen über Land, Zu einer
Dornenhecken, Alda der Jokel stille
stand, Thät Abentheuer schmecken. Es
schlief ein Haas g
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Das Erbbegräbniß

(Altes Manuscript.) Das Schneiderlein
sah am Wege stehn Eine alte verzottelte
Geiß, Da sprach dieselbige: Zick, Zick,
Zick, Bock, Bock, Bock, Meck, Meck,
Meck, Da wards dem
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Flußübergang

(Altes Manuscript.) Es hatten sich
siebenzig Schneider verschworen, Sie
wollten zusammen ins Niederland
fahren, Da nähten sie einen papierenen
Wagen, Der siebenzig tapfere Schnei
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Das vierte Gebot

(Altes Manuscript.) Im Land zu
Frankereiche Ein alter Konig saß, Der
all sein Land und Reiche An seinen Sohn
da gab. Das war aus Alters
Schwäche, Daß er sich
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Letzter Zweck aller Krüppeley

(Altes Manuscript.) O süße Hand
Gottes! Ermuntre mein Herz, Mach, daß
ich mein Unglück Ertrage mit Scherz. Es
dünkt mich, als wenn Gott, Balon mit
mir schlüg.
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Die Wahrheit

(Altes Manuscript.) Vier Jungfräulein
von hohem Stamm, Die waren bei
einander, Ignis Feuer die erst mit
Nahm, Aqua Wasser die ander: Aer die
Luft, so hieß die dritt
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Das zarte Wesen

(Altes Manuscript.) Zu Backnang wohnt
ein Schneiderlein, Es hat ein einzigs
Geiselein, Er bracht ihm Gras, er bracht
im Kraut, Das best`, das er im Garten
baut. Da ward das
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Ein warmes Stüblein

(Altes Musikbuch.) Wann ich des Morgens
früh aufstehe, So ist mein Stüblein
geheitzet, So kommt mein Lieb, und beut
mir einen guten Morgen. Ein guter Morgen
ist bald dahin,
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Trümmeken Tanz

(Altes Tanzlied, Dithmarsische Kronik
Seite 108.) Herr Hinrich und siene
Bröder alle dree, voll grone, Se buuden
een Schepken tor See, um de adlige
Rosenblome, Do dat Schepken rede was
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Die Schlacht am Kremmerdamm

(Aus Buchholz`s Geschichte der Churmark
Brandenburg. Berlin, 1765. II. T. S.
383.) Als Barnim de fast lütke
Mann, Averst im Kriege nich quade, Am
langen Damme kam heran, Gi
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Der Churmainzer Kriegslied

(Aus dem Revolutionskriege.) Auf einem
schönen grünen Rasen, Da ließ Albin
zur Mahlzeit blasen, Als ein General und
Feldmarschall; Sie rühren die Trommeln
und schlagen den Lä
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Ein neues Pilgerlied

(Aus den Siebziger Jahren, mitgetheilt
von H. F. Schlosser.) An welcher Zelle
kniet nun Mein süsser Pilgerknab, Ach
wo! ach wo! in welchen Sand Drückt er
den Dornen Stab?
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Rühre nicht Bock, denn es brennt

(Aus der Zeit Simon Dachs.) Bons dies,
Bock! Dei Grats, Block! Wie viel Tuch
zum Rock? Sieben Ellen. Wann soll ich
ihn haben? Gleich auf der Stelle, Auf
den Sonn
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Ygels Art

(Aus einem Liederbuche der Ygel
1500-1600.) Ygels Art ist manchem
bekannt, Thut weit hin und her
wandern, Singers Lied durch Stadt und
Land Sich singt einer zum andern, Ygel
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Schloß Orban

(Aus einem längeren Gedichte bey
Diebold Schilling Burgund. Krieg. Bern,
1743. S. 183.) Der Winter wollte lang
bey uns seyn, Des trauerte manches
Vögelein, Das jezt gar fröhlic
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Sehnsucht

(Aus einem Musikbuche.) Schwer,
langweilig ist mir mein Zeit, Seit ich
mich thäte scheiden, Von dir mein
Schatz und höchste Freud, Ich merk,
daß ich muß leiden, Ach weh
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Die Tartarfürstin

(Aus einer Handschrift mitgetheilt von
H. D. Hinze.)(Ein in Preussen sehr
gewöhnliches Volksblatt: Der im Jahre
1656 geschehene Einfall der Tartarn in
Preussen, von Johann Melitor, aus dem
Polnischen ins Deuts
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Epistel

(Aus Franken.) Ich habe mein Herz in
deines hinein geschlossen, Darin liegen
begraben Drei güldene Buchstaben, Der
erste ist von rothem Gold, Daß ich dir
bin von Her
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Eigensinn

(Aus Hr. v. Stromers Familienbuche vom
Jahre 1581.) Hast du`s nicht
gefischet, So fisch es aber noch, Hat
sie der Schimpf gereuet, So thu` ers
aber noch. Ist es denn Unglüc
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Alte Prophezeihung eines nahen Krieges

(Badische Wochenschrift 1806. S.
256.) Es wird am Sankt Mattheus Tag Die
Sonne treten in die Wag`, Des sey die
Armuth recht beklagt; Der Friede wird
ihr abgesagt, Und auch d
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Henneke Knecht

(Baringii descriptio salae principatus
Calemb. Lemgo 1744. II. 153.) Henneke
Knecht, was willst du thun, Willst du
verdienen dein alten Lohn, Ueber Sommer
bey mir bleiben? I
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Glück der Schlemmer

(Blum und Ausbund allerhand auserlesener
züchtiger Lieder. Deventer 1602. 12.
Der Sammler ist Paul von der
Aelst. Mitgetheilt von H. H.
Eschenburg.) Es steht ein Baum in
Oesterreich,
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Abschiedsklage

(Bragur I. 270.) Ach in Trauern muß
ich leben, Ach! wie hab ichs denn
verschuldt? Weil mirs hat mein Schatz
aufgeben, Muß ichs leiden mit
Geduld. Vater und M
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Lenore

(Bürger hörte dieses Lied Nachts in
einem Nebenzimmer.) Es stehn die Stern
am Himmel, Es scheint der Mond so
hell, Die Todten reiten schnell: Mach
auf mein Schatz dein Fe
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Die hohe Unterhändlerin

(Büschings und von der Hagens
Volkslieder. S. 89.) »Schwing` dich
auf, Frau Nachtigall, geschwinde, Vor
meines Liebsten Fensterlein dich
finde; Sing` ihm das Lied, welches, ohn
Beschw
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Goldarbeiten auf dem Liebesbande

(Christian Fende Anleitung für eine
gottsuchende Seele. Grätz 1732. S.
175.) Ich wollt um meines Herren
Haupt, Das ganz von Dornen war
umschraubt, Ein Kronenband von Golde
binde
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Kriegslied

(Christoph Demantius sieben und
siebenzig Tänz. Nürnberg 1601.) Ach
Jungfrau klug von Sinnen, Still deinen
Uebermuth, Acht nicht so gar geringe Das
edle Studentenblut. Wer
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Ob sie von sonder - von sonderlichem Brod esse

(Christoph Demantius Tänze. Nürnberg
1601.) Nun freue dich mein Herzelein,
der Sommer, Der Sommer, der bricht
an, Weiche alle Traurigkeit, Und kehr
wieder Fröhlichkeit, M
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Des Centauren Tanzlied

(Christoph Demantius Tänze. Nürnberg.
1601.) Schau gut Gesell, was führ
ich allhier, Schau, was führ ich
allhier, Ein fein braun
Mägdlein, Guter Ding nach meinem
Begier,
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Die Magdeburger Fehde

(Cyriacus Spangenberg`s Chronik von
Aschersleben. Eisleben, Petri
1572.) »Ein guten Rath will ich euch
geben, Mit Gottes Hülf wollen wir
widerstreben, Wolln unsre Stadt befestig
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Der Pfalzgraf

(Der erschossene Pfalzgraf,
wahrscheinlich des Churfürsten Philip
Wilhelms Sohn, Pfalzgraf Friedrich
Wilhelm, erschossen vor Mainz, 1689 den
30. July.) Es reitet die Gräfin weit
über das Feld,
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Wieben Peter

(Dithmarsische Kronick. S. 209.) Will
jy hören en nie Gedicht, Wat körtelich
is uthgericht, Darvan will ick jy
singen, En Mann is Wieben Peter
genandt, De Dithmarscher wol
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Springel- oder Lange-Tanz

(Dithmarsische Kronik.) Dat geit hir
gegen den Sommer, gegen de leve
Sommertidt, De Kinderken gahn spehlen an
dem Dahl, dat sprack en Wyff. »Ach
Mönnecken min leve Moder, moste ick al
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Nun gehen mir alten seeligen Manne erst die Augen

(Docen Miscellaneen I, S. 272.) Als
Jupiter gedacht, Er hätte Himmel und
Erd, Ganz fertig ausgemacht, Und was
darin gehört, Da sah er hin und
her, Besinnt sich endli
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Wettstreit des Kukuks mit der Nachtigal

(Docen Miscellaneen. I, S.
284.) Einsmals in einem tiefen Thal Der
Kukuk und die Nachtigal Thäten ein Wett
anschlagen, Zu singen um das
Meisterstück: »Gewinn es Kunst, ge
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Spruch vom Glück

(Docens Miscellancen I. S. 282.) Ich
sag, wems Glück wohl pfeifet, Der mag
wohl lustig tanzen, Wems Glück zum
Würfel greifet, Gewinnt oft manche
Schanzen, Mit Freuden mag
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Schreibstunde

(Drey weltliche neue Lieder i. J.
1646.) Es bat ein Bauer ein
Töchterlein, Daß es doch thäte den
Willen sein; Er bot ihr Silber und
rothes Gold, Daß sie ihn lieb hätt und
hei
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Wollte Gott

(Ein Bremberger. Gedruckt zu Zürich aus
1500.) Meiner Frauen rother Mund, Der
brennt recht scharlachfarb; Er brennt
recht wie ein rothe Ros`, In ihrer
ersten Blüth. Er bre
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Hans Sachsens Tod

(Eine Traumweise nach Adam Puschmann, in
Hans Sachsens Lebensbeschreibung von
Ranisch. S. 326.) Als man schrieb um
Weihnachten Gleich Sechs und
Siebenzig, Mich da aufwachen machte
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Schlittenfahrt

(Eingesandt.) Daß uns der Winter nicht
steht will seyn, Des trauren die
Mädlein gar sehre; Weil uns der Schnee
nit bleiben will, Und ander gut Gesellen
mehre. Heut ist tro
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Hans Steutlinger

(Eingesandt.) Was wollen wir singen und
heben an, Von einem Hans
Steutlinger, Hat aus dem Adel
geheurathet, Hat geheurath ein adliche
Frau. Ei Knechte lieber Knechte
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Naturtrieb

(Eingesandt.) Wie die goldnen Bienlein
schweben Auf der bunten
Blumenfahrt, Hundert tausend Küße
geben All den Kräutlein mancher Art, So
in meines Herzens Grunde Tr
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Großer Kriegshymnus in der Gelehrten-Republik

(Filipp Zesens Frühlingslust. S.
45.) Sollt ich ein Feldherr seyn und
Kriegesheere führen, So wollt ich
stracks auszieren Das ganze
Kriegesheer Mit einem solchen Volk, das
hold
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Zwey Schelme

(Fliegende Blätter.) Es trägt ein
Jäger ein grünen Huth, Er trägt drey
Federn auf seinem Huth, Juchhey, Rassey!
Hesasa, Faldrida! Er trägt drey Federn
auf seinem Huth.
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Der Bayrische Hiesel

(Fliegende Blätter.) Ey du mein liebe
Thresel, Ich bin nun wieder da, Zu Nacht
sollst mich behalten, Gelt schlag mirs
nicht ab. Ey Bayrischer Matthiesel Zieh
a
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Ständchen

(Fliegende Blätter.) Liegst du schon
in sanfter Ruh Und thust dein
schwarzbraun Aeuglein zu, Und die zarte
Gliederlein Wohl in ein Federbett
gewickelt ein. Wälder,
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Rechenexempel

(Fliegende Blätter.) Bruder
Liederlich, Was saufst dich so voll? O
du mein Gott, Was schmeckts mir so
wohl. Am Montag Muß versoffen
seyn, Was S
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Zug nach Morea

(Fliegendes Blat aus der Schweiz,
mitgetheilt von H. Prof.
Blumenbach.) Was haben die Urner und
Zuger gethan, Sie wollen ein Zug gen
Morea han, Gen Morea wollens dingen, Sie
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Schlacht bey Leipzig

(Fliegendes Blat jener Zeit.) Ich hab
den Schweden mit Augen gesehn, Er thut
mir wohlgefallen, Geliebt mir in dem
Herzen mein, Vor andern Königen
allen. Er ha
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Ein hübsch Lied, genannt der Striegel

(Fliegendes Blat, gedruckt zu Zürich,
bei Augustin Fries.) Zu Constanz saß
ein Kaufmann reich, Der hat ein
Fräulein war wonnigleich, Denn sie war
hübsch und kluge, Sie hatt` e
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Des Schäfers Tageszeiten

(Fliegendes Blat.) Ach! wie sanft ruh
ich hie Bei meinem Vieh! Da schlaf ich
süß im Moos, Dem Glücke in dem
Schoos, Ganz sorgenlos. Wenn ich die
prächtigen Schlös
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Schön Dännerl

(Fliegendes Blat.) Bin ich das schön
Dännerl im Thal, Schleuß Federn; Da
kommen die Jägerbursch all Wollens
lernen. Geht nur all ihr Gesellen, Ihr
könnt euch nich
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Streit zwischen dem blinden Cupido und einem Waldb

(Fliegendes Blat.) Cupido.Willkomm mein
lieber Eremit! Was machst in dieser
finstern Hütt? Wie kommts, daß der
verdrieslich Wald Dir besser als die
Stadt gefallt? Soll dan
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Trutz den Meistern

(Fliegendes Blat.) Drum ihr Gesellen
halt euch gut, Zu Hamburg das junge
Blut, Thut die Meister
scheren; Rommodedom und Faldrida, Thut
die Meister scheren. Sagt
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Bienenlied

(Fliegendes Blat.) Ein Liedlein will
ich singen, Vom Honigvögelein, Die hin
und her sich schwingen, Wo bunte Blumen
seyn. Das Völklein in dem Grünen, Es
schmauset a
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Zucht bringt Frucht

(Fliegendes Blat.) Es flohen drei
Sterne wohl über den Rhein, Es hätt`
eine Wittwe drey Töchterlein; Die eine
starb wie es Abend war Und die Sonne
nicht mehr schiene klar,
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Soldatenglück

(Fliegendes Blat.) Frisch auf ins weite
Feld! Zu Wasser und zu Lande Bin ich
Soldat für`s Geld. Wenn alle Menschen
schlafen, Soldaten müssen wachen, Dazu
sind sie be
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Selbstgefühl

(Fliegendes Blat.) Ich weiß nicht, wie
mirs ist, Ich bin nicht krank und bin
nicht gesund. Ich bin blessirt und hab
keine Wund. Ich weiß nicht, wie mirs
ist, Ich th
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Einquartierung

(Fliegendes Blat.) Jackele guck zum
Fenster n`aus, Moin i hör äin
Drommen, Annele gang beschleuiß das
Haus, Glaub Soldaten kommen, Sind gau
g`wiß Husaren, Lueg obs
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Zierlichkeit des Schäferlebens

(Fliegendes Blat.) Nichts kann auf
Erden Verglichen werden Der Schäfers
Lust, Auf grünen Helden, Verblümten
Weiden, Giebts wahre Freuden, Mir ists
bewust.
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Klagelied Philipp Landgrafs aus Hessen im Jahre 15

(Fliegendes Blat.) Schwer, langweilig
ist mir mein Zeit, Mein Herz mich treibt
zu Klagen, Viel Untreu, Mißgunst, Haß
und Neid, Ach ich jezund muß
tragen, Viel falscher Li
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Das Wappenschild

(Fliegendes Blat.) Stürmt, reißt und
rast ihr Unglückswinde, Zeigt eure
ganze Tiranney, Zerbrecht, zerschlagt so
Zweig als Rinde, Und werft den
Hofnungsbaum entzwey; Dies
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Wilhelm Tell

(Fliegendes Blat.) Wilhelm bin ich der
Telle, Von Heldenmuth und Blut, Mit
meinem G`schoß und Pfeile Hab ich die
Freiheit gut Dem Vaterland
erworben, Vertrieben Tyran
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Der alte Lanzknecht

(Fliegendes Blat.) Wohl auf ihr
Lanzknecht alle, Seyd fröhlich, seyd
guter Ding, Wir wollen Gott den
Herren Dazu den edlen Köning, Er legt
uns ein gewaltigen Haufen ins Fe
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Der Schmiedegesellen Gruß

(Fliegendes Blat.) Frage. Grüß
dich Gott mein
Schmidt! Antwort. Dank dir Gott
mein Schmidt! Frage. Mein Schmidt,
wo st
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Aufklärung

(Fliegendes Blatt in Preussen.) Was
soll ich thun, was soll ich glauben? Und
was ist meine Zuversicht? Will man mir
meine Zuflucht rauben, Die mir des
Höchsten Wort verspricht?
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Ade zur guten Nacht

(Fliegendes Blatt) Der Mond, der
steht am höchsten, Die Sonn will
untergehn, Mein Feinslieb liegt in
Nöthen, Ach Gott, wie solls ihr
gehn, In Regen und in Wind,
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Wächter hüt dich bas

(Fliegendes Blatt. Nürnberg bei
Valentin Neuber um 1500.) Es wohnet
Lieb bey Liebe, Dazu groß
Herzeleid, Ein edle Herzoginne, Ein
Ritter hochgemayt, Sie hätten einander
v
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Armer Kinder Bettlerlied

(Fliegendes Blatt.) Es sungen drei
Engel einen süßen Gesang, Mit Freuden
es im Himmel klang; Sie jauchzten
fröhlich auch dabei, Daß Petrus sey
von Sünden frey, Von Sün
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Kerbholz und Knotenstock

(Fliegendes Blatt.) Seyd lustig und
fröhlich Ihr Handwerksgesellen, Denn es
kommt die Zeit, Die uns all erfreut; Sie
ist schon da! Wir haben uns besonnen,
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Halt dich Magdeburg

(Flugblat aus der Reformationszeit.) O
Magdeburg halt dich feste, Du
wohlgebautes Haus, Es kommen viel fremde
Gäste, Die wollen dich treiben
aus. Die Gäste die da k
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Espenzweigelein

(Forsters frische Liedlein.) Hätt mir
ein Espenzweigelein Gebogen zu der
Erden; Den liebsten Bulen, den ich
hab, Der ist mir leider allzuferne. Er
ist mir doch zu fe
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Familiengemälde

(Friderici Ehren-Liedlein. Rostock 1624.
XXIV.) An allem Ort und Ende, Soll der
gesegnet sein, Den Arbeit seiner
Hände, Ernähret still und fein, Gott
will ihm dazu geben,
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Reue

(Gassenhauer, moralisch verändert von
Knaust. S. 22.) Schwer, langweilig ist
mir mein Zeit, Seit mich die Sünd thut
scheiden Von dir mein Gott, du höchste
Freud, Dafür muß ic
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Wunderliche Zumuthung

(Geschichte des Lutherischen Gesangbuchs
von Schmidt. Altenburg 1707. S.
276.) Einsmals zu Frankfurt an dem
Main Viel Fürsten thäten ziehen
ein, Ihrer lutherischen Religion gem
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Verlobung

(Greflingers Rosen und Dörner, Hülsen
und Körner. Hamburg 1655.) Haben die
Götter es also versehen, Liebet euch
lieblich, ich willige zu, Wollet euch
ehrlich und ehlich begehe
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Schlesisches Gebirgshirtenlied

(Hagen und Büschings Volkslieder, hat
Aehnlichkeit mit Wohl Heute noch und
Morgen. II. B.) Ich ging ins Väters
Gärtela, Ich läht mich nider, ä
schlief; Da träumte mir ä Tr
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Die feindlichen Brüder

(Handschrift mit Noten. 1600-1700.)(Der
lieben Dummheit muß hiebey bemerkt
werden, daß dieß ein Scherz, wenn sie
weiß was ein Scherz ist, kein Schimpf
gegen Schiller sey.) Don G
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Ehrensache und Satisfaction zu Günzburg

(In des guten Kerls Ton.)(Altes
Manuscript.) Zu Günzburg in der
werthen Stadt, Als ihre Zunft den
Jahrstag hat, Die Schneider alle
kamen, Die Meister sämmtlich jung und
alt,
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Ein hohes Lied

(In des Schillers Ton. 1450-1500.) Mein
Herz das schwebt in Freudenspur, Gedenk
ich, wie die Kreatur In Zweiheit ist
gebildet; Des sey gelobt der Schöpfer
weis`, Der uns er
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Sommerverkündigung

(In einigen Gegenden von Holstein ziehen
die Kinder, um den Sommer anzukündigen,
von Haus zu Haus; eines trägt in
einem Korb einen todten Fuchs voraus,
sie singen dazu:) Hanns Voß he
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Die Braut von Bessa

(Kornmanns Frau Veneris Berg. Frankfurt
am Main 1614. S. 305.) Zu Felsberg bat
mich Kledte, Ich solt ihm schreiben
recht, Was ich gesehen hätte, Von
manchem stolzen Knecht,
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Erlösung

(Königshoven Straßburger Chronik. S.
526.) Maria.Mein Kind sieh an die
Brüste mein, Kein Sünder laß verloren
seyn.Christus.Mutter, sieh an die
Wunden, Die ich für dein Sünd trag
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Schweitzerlied

(Lauberl Diminutiv von Laubi, Stier,
Gitzeli Geißlein.) Mi`s Bübli is wohl
änetem Rhin, I wollt` ä klini Wile bi
ihm si; Lauberl, lauberl, liri
lauberl, Lauberl, lauberl, litu
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Das Lied vom Landgrafen

(Lebensbeschreibung Sebastian
Schärtlins. Frankfurt, 1777. Beylagen
S. 34.) Zu singen will ich fangen
an, Zum Lob der Kayserlichen Kron, Dem
Landgrafen zu Leide, Wie es ihm
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Abendreihen

(Lobwasser der lutherische. Rotenburg an
der Tauber 1618. S. 377.) Wie steht
ihr allhie und wartet mein, Und meint,
ich soll eure Vorsingerin seyn, Soll
ich denn nun singen, so hör
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Siegslied

(Marianum epithalamium. S. 148.) Fangt
an zu singen, Die Trommel
rühren, Zertrennt ist Pharaos groß
Heer; Laßt Saiten klingen, Und
jubiliren, Verschont hat uns das
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Eine heilige Familie

(Marianum epithalamium. Von Joh. Kuen.
München 1659.) Der Tag war schön, ins
Grüne gehn, Trieb an das lust`ge
Wetter; Das Feld geziert, vom Wind
berührt, Roth wie die Rosenbl
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Rheinischer Bundesring

(Mitgetheilt von Frau von
Pattberg.) Bald gras ich am
Neckar, Bald gras ich am Rhein, Bald hab
ich ein Schätzel, Bald bin ich
allein. Was hilft mir das Grasen
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Der Brunnen

(Mitgetheilt von Frau von
Pattberg.) Hab ein Brünnlein mal
gesehen, Draus thät fliessen lauter
Gold, Thäten dort drei Jungfern
stehen, Gar so schön und gar so hold.
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Kloster Trebnitz

(Mitgetheilt von H. D. Hinze.) Der edel
Herzog Heinrich zu Pferd Stürzt in den
Sumpf gar tief, tief, tief. Seines
Lebens er sich schier verwehrt, Als Gott
sein Engel rief, rief,
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Herzog Hans von Sagan, und die Glogauschen Domherr

(Mitgetheilt von H. D. Hinze.) Hannes
der Herzog zu Sagan Der Grimme lag in
schwerem Bann, Der Bischof* wollt sich
rächen, Den Bann ließ über ihn
sprechen. »Und l
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Edelkönigs-Kinder

(Mitgetheilt von H. Schlosser.) Es
waren zwei Edelkönigs-Kinder, Die
beiden die hatten sich lieb, Beisammen
konten sie dir nit kommen, Das Wasser
war viel zu tief. A
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Der Färber

(Mitgetheilt von H. v.
Wessenberg.) Kummet her! kummet her ihr
jungi Leut`, Und still und stille `ne
kleini Zeit, Und höret was will i eu
singe! - Was dieß Johr sich begebe hat
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Icarus

(Mitgetheilt, wahrscheinlich nicht sehr
alt.) Mir träumt, ich flög gar
bange Wohl in die Welt hinaus, Zu
Straßburg durch alle Gassen Bis vor
Feinsliebchens Haus. F
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Würde der Schreiber

(Moralische Gassenhauer. S.
48.) Papiers Natur ist Rauschen, Und
rauschen kann es viel, Leicht kann man
es belauschen, Denn es stets rauschen
will. Es rauscht an alle
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Das schwere Körblein

(Musikalisch Rosengärtlein.) Sag mir o
Mägdelein, was trägst im Körbelein So
schwer und dich bemühest? Es ist ein
Knäbelein, der hat das Herze mein So
oftmals sehr betrübet
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Wiederhall

(Musikalischer Zeitvertreiber. Nürnberg
1609. XLII.) In diesem grünen
Wald, Wir wollen fröhlich singen, Hört
wie es wiederhallt, Und fröhlich thut
erklingen. Ach
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Maushund

(Musikalischer Zeitvertreiber. Nürnberg
bei Kaufmann 1609.) Ein Maußhund kam
gegangen, Von einem hohen Dach; Der
Kürschner wollt ihn fangen, Zog ihn
bald hinten nach. Tha
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Druck und Gegendruck

(Musikalisches Rosengärtlein. Nürnberg
1612.) Schön klar einstmal die
Sonne Leuchtet mit ihrem Schein, Als ich
nach Herzens Wonne Spazieren gieng
allein, In grünen Wald
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Ablösung

(Musikbuch.) Kukuk hat sich zu todt
gefallen An einer holen Weiden, Wer
soll uns diesen Sommer lang Die Zeit
und Weil vertreiben. Ey das soll thun
Frau Nachtigall,
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Nachtlieder an die Braut

(Mündlich.)1. Ach Schatz willst du
schlafen gehn, Schlafe wohl, schlafe
wohl, Schlafe wohl in guter Ruh, Und thu
deine schwarzbraune Aeuglein zu, Und
ruh, und ruh, und ruh
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Kinderey

(Mündlich.) Als sich der Hahn thät
krähen, Da war es noch lange nicht
Tag, Da gingen die jungen
Gesellchen Spazieren die ganze
Nacht. Und als sie lange gegangen,
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Sonnenblicke

(Mündlich.) Der Sommer und der
Sonnenschein, Ganz lieblich mir das
Herze mein Erquicken und erfreuen; Daß
ich mit Lust im grünen Gras Mag
springen an dem Reihen.
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Feuerelement

(Mündlich.) Er.Du kannst mir glauben
liebes Herz, Geh dich am Bronnen
frischen, Wenn heut die Stern am Himmel
sind Komm ich zu dir mein schönes
Kind, Da denkst du nicht de
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Höllisches Recht

(Mündlich.) Es ging ein Hirt gar früh
austreiben, Er hört` ein kleines
Kindlein schreien. Kindelein ich hör`
dich und seh dich nicht. »Ich bin in
einem hohlen Baum Und
... weiterlesen


Schuld

(Mündlich.) Es ging ein Knab
spazieren, Zu Augsburg in den Wald, Da
begegnet ihm ein Mägdlein, War achtzehn
Jahre alt, Gar schön war sie
gestallt. Er nahm da
... weiterlesen


Die Marketenderin

(Mündlich.) Es hat sich ein Mädchen
in`n Fähndrich verliebt, Er spricht ihr
von Ehre und heirath sie nicht, Wenn der
Fähndrich die Fahne thut rühren, Thut
sich ihr Herzchen v
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Inkognito

(Mündlich.) Es kamen drey Diebe aus
Morgenland, Die geben sich für drey
Grafen aus, Sie kamen vor der Frau
Wirthin Haus: »Frau Wirthin hat sie es
diese Gewalt, Daß sie
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Traure nicht, traure nicht, Um dein junges Leben

(Mündlich.) Es ritt ein Herr und auch
sein Knecht, Sie ritten miteinander
einen Winter weiten Weg. Sie kamen an
einen Feigenbaum, Lieb Knecht steig,
schau dich ume auf dem
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Vorladung vor Gottes Gericht

(Mündlich.) Es sprach eine Mutter zu
ihrem Sohn: »Must heirathen, was sagst
du dazu, Du must eine andre
heirathen, Dein feines Lieb must du nun
lassen.« »Ach nein
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Rosenkranz Sündenlast

(Mündlich.) Es sterben zwei Brüder in
einem Tag, Ein armer und ein
reicher, Der reiche, der wird in die
Hölle begraben, Der arme in den
Himmel. Und da der Reiche b
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Die Mordwirthin

(Mündlich.) Es waren drei
Soldaten-Söhn, Sie haben Lust im Krieg
zu gehn, Wohl ins Soldaten Leben. Sie
bleiben aus eine kleine Weil, Sie machen
sich Geld und Brod dabei,
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Des Bauerwirths Heimkehr

(Mündlich.) Es wollt ein Fuhrmann
über Land fahren, Er wollt drey Eimer
Wein aufladen, Ein süssen und ein
sauern, Altemeralte ein süssen und ein
sauern. Und da er
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Gemachte Blumen

(Mündlich.) Es wollt ein Mägdlein
Wasser holen, Bei einem kühlen
Brunnen; Ein schneeweiß Hemdlein hat
sie an, Dadurch scheint ihr die
Sonne. Sie sah sich um, sie
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Habt ihr den krummen Peter lange nicht gesehen

(Mündlich.) Hab ich dann schon rothe
Haar, rothe Haar, Leid ich d`rum noch
kein Gefahr. Rothe Haar die Leut nicht
schänden, `s ist, daß mich die Leute
kennen, Hab ich dan
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Waldvögelein

(Mündlich.) Ich ging mit Lust durch
einen grünen Wald, Ich hört die
Vöglein singen, Sie sangen so jung, sie
sangen so alt, Die kleinen Waldvögelein
in dem Wald, Wie ger
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Ein gut Gewissen ist das beste Ruhekissen

(Mündlich.) Ich ging wohl bey der
Nacht, Die Nacht, die war so
finster, Daß man kein Stich mehr
sah. Ich kam vor eine Thür, Die Thür,
die war verschlossen,
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Der Geist beym verborgnen Schatze

(Mündlich.) Ich habe einen Schatz und
den muß ich meiden, Muß von ihm gehn,
kein Wort mit ihm zu reden, Das Herze in
dem Leibe möchte mir vergehn, Den
Sonntag, den Montag in a
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Auch ein Schicksal

(Mündlich.) Ich habe mein
Feinsliebchen So lange nicht gesehn, Ich
sah sie gestern Abend, Wohl vor der
Thüre stehn. Sie sagt, ich sollt sie
küssen, Als ich v
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Kurzweil

(Mündlich.) Ich weiß nicht, was ich
meinem Schätzchen verhieß, Das sie den
Riegel wohl hinter sich stieß; Wohl
hinter sich in die Ecke, Dann schlich
ich zu ihr ins Bettchen.
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Der Ueberläufer

(Mündlich.) In den Garten wollen wir
gehen, Wo die schönen Rosen stehen, Da
stehen der Rosen gar zu viel, Brech ich
mir eine, wo ich will. Wir haben gar
öfters bei
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Das naive Kammermädchen an den Studiosus der zwey

(Mündlich.) Jezt bin ich wiederum
recht vergnügt, Weil mein Schatz bei
mir ist, Und so viele Treu
verspricht, Redet mit mir, Redet von der
Wahrheit, Redet von der Tr
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Die traurig prächtige Braut

(Mündlich.) Komm heraus, komm heraus
du schöne, schöne Braut, Deine gute
Tage sind alle alle aus. O Weyele Weh! O
Weyele Weh! Was weinet die schöne Braut
so sehr, Mußt
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Dem Tode zum Trutz

(Mündlich.) Komm zu mir in
Garten, Komm zu mir ins Gras, Sprich aus
deinen Jammer, Es bringt mir nicht
Schmerz. Geh hol mir den Mantel, Geh
hol mir den Stock,
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Unerschöpfliche Gnade

(Mündlich.) Maria führt einen Reihen
Kindlein klein, Da kam eine arme
Seele: Maria, laß mich nein! Ich kann
dich nicht rein lassen, Dein Ehr hast du
verschlafen, Da
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Den Dritten thu ich nicht nennen

(Mündlich.) Mein Bübli isch e
Stricker, Er strickt e manche Nacht, Er
strickt an einer Haube, Haube,
Haube, Sisch noch nit ausgemacht. Von
Seiden isch die Hau
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Hat gesagt - bleibts nicht dabei

(Mündlich.) Mein Vater hat gesagt, Ich
soll das Kindlein wiegen, Er will mir
auf den Abend Drey Gaggeleyer
sieden; Siedt er mir drei, Ißt er mir
zwei, Und ich
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Sub Rosa

(Mündlich.) Mitten im Garten ist Ein
schönes Paradies, Ist so schön
anzusehn, Daß ich möcht` drinnen
gehn. Als ich im Gärtlein war, Nahm
ich der Blümlein
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Lebewohl

(Mündlich.) Morgen muß ich weg von
hier, Und muß Abschied nehmen; O du
allerhöchste Zier, Scheiden das bringt
Grämen. Da ich dich so treu
geliebt, Ueber alle Maa
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Verspätung

(Mündlich.) Mutter, ach Mutter! es
hungert mich Gieb mir Brod, sonst sterb
ich. Warte nur mein liebes Kind! Morgen
wollen wir säen geschwind. Und als das
Korn gesä
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Wechselgesang

(Mündlich.) Nachtigall.Jungfrau merk
auf meinen Schall, Ich bin die Frau
Nachtigall, Schwing mich über ein hohes
Haus, Ein wackrer Herr, der schickt mich
aus, Er schickt e
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Schwimm hin, schwimm her du Ringlein

(Mündlich.) Nichts schöneres kann
mich erfreuen, Als wenn es der Sommer
angeht, Da blühen die Rosen im
Mayen, Trompeter die blasen ins
Feld. Trompeter die haben`s
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Weihnachtlied

(Mündlich.) O du mein Mopper, wo willt
du hinaus, Ich kann dir nicht
erzählen Meine güldene Klaus: Laß
klinken, laß klanken, Laß all herunter
schwanken; Ich wei
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Hoffahrt will Zwang haben

(Mündlich.) O du verdammtes
Adelleben! O du verdammter
Fräuleinstand! Jetzt will ich mich der
Lieb ergeben, Der Adel bricht mein
Liebesband: Ach dacht ich oft bey mir so
s
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Luftelement

(Mündlich.) O Luft, du edles
Element, Führ hin mein Liedlein
behend, Mit seinem Hirtenschall, Ueber
Berg und über Thal; Klopf leise an das
Thor, An meiner Fillis Oh
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Urlicht

(Mündlich.) O Röschen roth, Der
Mensch liegt in gröster Noth, Der
Mensch liegt in gröster Pein, Je lieber
mögt ich im Himmel seyn. Da kam ich auf
einen breiten Weg,
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Die vermeinte Jungfrau Lille

(Mündlich.) Prinz Eugen.Lill, du
allerschönste Stadt, Die du bist so
fein und glat, Meine Lieb, die brennt in
Flammen, Dich lieb ich vor allen
Damen, Lill, du allerschöns
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Frühlingserwartung

(Mündlich.) Schlagt ihr muntern
Nachtigallen, Laßt den hellen, reinen
Ton, Durch die dichten Sträucher
fallen, Seyd gebeten singet schon: Und
ihr Schach, Schimel und Hirs
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Babeli sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht

(Mündlich.) Schwarzbrauns Babeli, Steh
auf und laß mich `nein, Ich bin
allein, Und bring dir Wein, Laß mich in
die Kammer `nein; Schwarzbrauns
Babeli, Mit dei
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Gruß

(Mündlich.) So viel Stern am Himmel
stehen, So viel Schäflein als da
gehen In dem grünen Feld, So viel
Vögel als da fliegen, Als da hin und
wieder fliegen,
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Spinnerlied

(Mündlich.) Spinn, Mägdlein,
spinn! So wachsen dir die Sinn, Wachsen
dir die gelbe Haar, Kommen dir die kluge
Jahr! Ehr, Mägdlein, ehr Die alte
Spinnkunst se
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Vision

(Mündlich.) Ueber den Kirchhof gieng
ich allein, Zu meines Liebchens
Kämmerlein, Und als ich wollt von
dannen gehn, Da hielt es mich, ich mußt
da stehn. Ein Seel s
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Unbeschreibliche Freude

(Mündlich.) Wer ist denn draussen und
klopfet an? Der mich so leise wecken
kann? Das ist der Herzallerliebste
dein, Steh auf und laß mich zu dir
ein. Das Mädchen s
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Weibliche Selbstständigkeit

(Mündlich.) Wer noch in Freiheit leben
will, Der komm mit mir zum Walde, Diana
rast und rastet still, Und rufet
alsobalde; Frau Echo schlägt den
Triller drein, Daß
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Es ist der Menschen weh und ach So tausendfach

(Mündlich.) Wie bin ich krank, Gebt
mir nur einen Trank, Nur keine
Pulver, Und keine Pillen, Die können
meinen Schmerz nicht stillen: Wie bin
ich krank!
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Das schöne Kind

(Mündlich.) Wie war ich doch so
wonnereich, Dem Kaiser und dem König
gleich In meinen jungen Jahren, Als
Julia das schöne Kind, Schön wie die
lieben Engel sind, Un
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Wo’s schneiet rothe Rosen, Da regnet’s Thräne

(Mündlich.) Wohl heute noch und
Morgen, Da bleibe ich bei dir; Wenn aber
kömmt der dritte Tag, So muß ich fort
von hier. Wann kömmst du aber
wieder, Herzall
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Der verwandelte Einsiedler

(Mündlich.) Da droben aufm
Hügel, Wo die Nachtigall singt, Da
tanzt der Einsiedel, Daß die Kutt in
die Höh springt. Der Knabe. Ey
laß ihn n
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Abendsegen

(Mündlich.) Der Tag hat seinen
Schmuck auf heute weggethan, Es ziehet
nun die Nacht die braunen Kleider
an; Und deckt die Welt in angenehmer
Ruh Mit ihren Schatten zu.
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Der Abschied im Korbe

(Mündlich.) Er. Wo gehst du hin
du Stolze, Was hab ich dir
gethan; Daß du vorbei thust
gehen, Und schaust mich gar nicht
an. Du schlägst die Aeuglein
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Abschied für immer

(Mündlich.) Heute marschieren
wir, Morgen marschieren wir, Zu dem
hohen Thor hinaus, Ey du wacker
schwarzbraun Mägdlein, Unsre Lieb ist
noch nicht aus.
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Eine Kastanie

(Mündlich.) Jockel. Guck, Bastel,
was ich funden han, Es hat ein Igels
Pelzlein an, Ein braunes ledern Koller
drunter, Mit Woll gefüttert, guck!
lug! Wunder!
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Das Lustlager

(Mündlich.) Reiter. Hör Bauer,
was ich sage, Das Quartier und das ist
aus, Wenn du`n Trompeter hörst
blasen, So komm und weck mich
auf. Und s
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Abendstern

(Mündlich.) Schlaf nur ein geliebtes
Leben, Schlaf, ich will ja gern
zufrieden seyn, Deine lieben Augen
geben Dennoch deinem Diener hellen
Schein. Hast du dich versch
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Schnelle Entwickelung

(Nach dem Jenaer Codex.) Ein junger
Mann nahm sich ein Weib, Holdselig und
gar fein von Leib. Dem Weib er übersah
gar viel, Schwieg ihr in allen Dingen
still.
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Conradin von Schwaben

(Nach der Chronik der Hohenstaufen. S.
492.) Als Conradin zu Jahren kam, Ein
schnelle Sach sich bald vernahm, Er
wollt sich männlich halten, Alle
Erbländer nehmen ein, Die
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Tragödie

(Nach Joh. Georg Tibianus Narration von
Wallfahrten. Constanz bey Straub
1598.) Ein Graf von frommem edlem
Muth, An Sitten hochgeehrt und gut, Ging
täglich in die Kirch zur Zeit,
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Vorbote des jüngsten Gerichts

(Nach Procop.) Pater Friedrich Procop,
Kapuziner der Oesterreichischen Provinz,
zu Templin, inder Mark Brandenburg,
gegen das Ende des sechzehnten
Jahrhunderts geboren; zu seiner Zeit
einberühmter
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Sie können es nehmen, wie sie wollen

(Nikolaus Rosthius liebliche Galliarden.
1593.) Ein Mägdlein jung gefällt mir
wohl, Von Jahren alt, weis wie ein
Kohl, Schön wie ein Rab ihr gelbes
Haar, Triefdunkel sind die A
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Schlacht bey Leipzig

(Parodie des vorigen S. 90 aus einem
alten fliegenden Blatte.) Zeuch
Fahler zeuch, Balde wolln wirn Tylli
dreschen, Wolln ihn gebn ’n Kraut zu
fressen. Zeuch Fahler zeuch.
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Die löbliche Gesellschaft Moselsar

(Phil. v. Sittewald Strafschriften II.
T. S. 661.) Die löbliche Gesellschaft
zwischen Rhein Und der Mosel allzeit
rüstig seyn, Nach Unfall sie nicht
fragen, Das Terich (Land) hi
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Gimpelglück

(Postiglion der Lieb. XXIII.) Ich that
einmal spazieren gehn, Da hört ich also
singen schön Der Vöglein viel und
mancherlei, Ganz lieblich war ihr
Melodei; Da kam ich auc
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Der Fürstentochter Tod

(Procopii Aestivale p. 246.) Es fuhr
gen Acker ein grober Baur, Arbeitet
wacker im Schweis so sau`r, Im
Frühling, Märzen, May, April, Im Feld
standen der Blümlein viel, D
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Ehestand

(Procopii decalogale conjugale II. T. p.
569.) Ich gieng spazieren in ein
Feld Ohne Sünde; Mich umzusehen in der
Welt, Wie es stünde. Es war an einem
Sonntag gut, Na
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Der Maria Geburt

(Procopii Mariale Festivale I, S.
228.) Gleich wie die lieb
Waldvögelein, Mit ihren Stimmen groß
und klein Früh morgens lieblich
singen, Sobald anbricht die
Morgenröth,
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Ruhe in Gotteshand

(Procopii Mariale festivale. p.
120.) Gleich wie des Noah
Täubelein Ihr Füßlein nicht wollt
sudeln ein, Im Letten dieser Welt; Sie
floh dem Patriarchen zu, In seiner Hand
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Liebscherz mit dem neugebornen Kinde Maria

(Procopii Mariale festivale. p.
228.) Wann wünschen wär können,
Maria rein, So möcht ich jezt wohl ein
Baumeister seyn; Ich wünschte mir
Salomons Schätze, Dukaten und Thaler
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Zugvögel

(Procopii Mariale Festivale. p.
448.) Ach wie so schön, wie hübsch
und fein Sind deine Tritt Maria rein In
deinem Schühlein leis dahin, Ach
Jungfrau, was hast du im Sinn?
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Inschrift

(Procopii Mariale Festivale.) Hör mich
du arme Pilgerin, Die zu Wallfahrten
hast den Sinn, Nicht wollest du vorüber
gehen, Bey diesem Bilde bleibe
stehen, Erfrisch allhier
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Der Pilgrim

(Procopii Paschale. p. 263.) Der
Geistliche. Winter ist hin, der
Pilgrim zieht ins Feld, Im Frühling er
sich umschaut in der Welt, Wo er
hinkommt, find er kein bleib
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Die Seeräuber

(Quartalschrift für ältere Literatur.
Leipzig, 1784. 1. Q. S.
29.) Störtebecher und Gödte
Michael, Die raubten beide zu gleichem
Theil Zu Wasser und nicht zu Lande, Bis
daß e
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Weltlich Recht

(Reichardts musikalische Zeitung. 1806.
Nro. 10. S. 40.) Joseph, lieber Joseph,
was hast du gedacht, Daß du die schöne
Nanerl ins Unglück gebracht. Joseph,
lieber Joseph, mit
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Vorbereitung

(S. 63.) Ewiger Bildner der löblichen
Dinge, Der du mich Armen so ferne
erdacht; Rühr mir die Zunge, damit ich
dir singe, Und eins beginne nach
äußerster Macht; Dich zu
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Schön bin ich nicht

(Schöne Lieder Henrici Finkens.
1536.) Schön bin ich nicht, mein
höchster Hort, Laß mich das nicht
entgelten, Lieb gilt für schön an
manchem Ort, Lieb soll vor aller Schönh
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Des König Ladislaus Ermordung im Jahre 1457

(Senkenberg Selecta Juris. Tom. V.) Von
einem König lobesan, König Lasla ist
sein Nahme, Ein König aus
Oesterreiche, Ja spricht man in der
Christenheit, Man findt nicht s
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Zweifel an menschlicher Klugheit

(Taulers Nachfolge des armen Lebens
Christi. Frankfurt 1621. S. 133.) Der
Vater vom Himmelreich spricht, Mensch
steh still und fürcht mich, Gehst du
für dich, So thust du thöri
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Die wiedergefundene Königstochter

(v. Seckendorfs Musenalmanach f. 1808,
S. 29.) Es hat ein König ein
Töchterlein, Mit Namen hieß es
Annelein; Es saß an einem
Rainelein, Las auf die kleinen
Steinelein.
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Von alten Liebesliedern

(Venusblümlein von Ambrosius Metzger.
Nürnberg 1612.) Spazieren wollt ich
reiten, Der Liebsten vor die Thür, Sie
blickt nach mir von weitem, Und sprach
mit großen Freuden:
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Reiterlied

(Venusblümlein von Metzger. Nürnberg
1612.) Nach Reitersbrauch ich
reite Mein Rößlein in das Feld, Tumml
das auf grüner Heide Werfs rumm auf
alle Seiten, Mit Spornstrei
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Don Juan

(Vergl. Büschings und von der Hagens
Sammlung.) Ich hatt nun mei
Trutschel Ins Herz nei geschlosse, Sie
hat mir geschworen, Sie wöll mich net
losse, Da reit mir der Teufel
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Die schweren Brombeeren

(Vielfach schriftlich und
mündlich.) Es wollt ein Mägdlein
früh aufstehn, Drey Stündelein vor dem
Tag, Wollt in den grünen Wald n`aus
gehn, Brombeerlein brechen ab.
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Ein Heller und ein Pfenning, Das ist ein kleiner W

(Vier Baurenmädchen sammelten sonst mit
diesem Liede von Haus zu Haus einiges
Geld, um dasMuttergottesbild, welches
sie bei Processionen trugen, vorher
auszuschmücken, in denrheinischen
Dörfern Sponheim, Spa
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Der verschwundene Stern

(Von M. Claudius.) Es stand ein
Sternlein am Himmel, Ein Sternlein guter
Art; Das thät so lieblich scheinen, So
lieblich und so zart. Ich wußte seine
Stelle A
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Klage der Churfürstin, Frauen Sybille von Sachsen

(Von Peter Watzdorf aus der
Reformationszeit.) Ach Gott mich thut
verlangen, Nach dem, der jezt
gefangen, Den liebsten Fürsten
mein, Daß ich ihn so muß
meiden, Bringt mir
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Fuhrmannslied auf der Weinstrasse

(Wahrscheinlich aus dem siebzehnten
Jahrhunderte.) Zieh, Schimmel, zieh! Im
Dreck bis an die Knie; Schieb dich fein
in diesen Karren, Wir wollen an den
Neckar fahren. Zieh,
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Das wunderthätige Mannsbild

(XXX Galliarden von Rost. 2 Th.
1593.) Die Tochter bat die Mutter
schön, Sie möchte in die Kirche
gehn, Die Bilder anzubeten, Denn sie
jezt große Heiligkeit Inbrünstig h
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Kennst die bewegliche Drei du noch nicht und der V

(Zur Beruhigung einer gewissen Kritik,
die immer wissen muß, ob etwas wirklich
alt sey, um zufühlen, daß es schön
sey, wird hier bemerkt, daß dieses Lied
unverändertabgedruckt.) Die 4 heilige
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Havele Hahne

(Zur Fastnacht gehn die Kinder am Rhein
mit einem Korb, in dem ein gebundener
Hahn liegt, sie schauckeln mit ihm und
singen:) Havele havele
Hahne, Fastennacht geht ane, Droben in
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Des ersten Bergmanns ewige Jugend

... Der Kammerjunker versicherte, daß
er nach einer sonderbaren   
  Bergwerksgeschichte eine eben so
sonderbare Ballade geschrieben, die
er      hersagen
könne: Ein
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Schwere Wacht

1. Jungfrau und Wächter. Aus einer
Sammlung ungedruckter Minnelieder im
Besitz von C. B. Von hoher Art ein
Fräulein zart, Hört ich dem Wächter
klagen, Aus
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Georg von Fronsberg

1. Wie das Kriegsvolk von Georg von
Fronsberg singt. (Spangenbergs
Adelsspiegel. Zinkgräfs
Apophtegmen) Georg von Freundsberg,
von großer Stärk, Ein theurer Held,
behielt das Fe
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Liebesklagen des Mädchens

1. Nach meiner Lieb viel hundert Knaben
trachten, Allein der, den ich lieb, will
mein nicht achten, Ach weh mir armen
Maid, vor Leid muß ich
verschmachten. Jeder begehrt z
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Die Schmiede

1600-1650. Wenn jetzt die Schmieder
zusammen geloffen Und angefangen, das
Eisen zu klopfen, Kein solcher Gesang
kommt auf die Bahn Wie diese Bursche
heben an. Mit Streichen
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Das Prager Lied

1636. O allerschönstes Jesulein, Du
Pragerisches, lieb und klein, Klein an
Gestalt, groß in der Macht, Wie in
Erfahrnuß schon gebracht. Du Zierd des
ganzen Erdenre
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Kriegsregeln

1 Bist du recht müd und matt, ja ganz
erschöpft von Sorgen, So singe hell
und laut, wie Spatzen tun am
Morgen. Gleich wird dir leicht die
Brust, ein Mühlstein fällt
hernieder, Es
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Auf Fichtes Tod

29. Januar 1814 Auch dich hat uns die
Pest der Zeit entrissen, Dich mutigsten
Bestreiter schlechter Zeit, Du hattest
dich als Opfer ihr geweiht, Als du ihr
strafend riefest i
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Trompeterstückchen

A Herr verscho o o ne mich, Jesus Maria
a a, Ist dann kein Kavallerie mehr
da, Jesus Marie, Wo bleibt dann die
Infanterie, Hätten wir dies, Hätten
wir das, Hätten wi
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Anschauungs-ABC

A, b, ab,
Thu die Kapp ab.
A b c
Die Katz, die läuft in Schnee,
Der Kater hinter her,
Mit einem großen Stücke Schmeer.
Abendgebet

Abends wenn ich schlafen geh, Vierzehn
Engel bei mir stehn, Zwey zu meiner
Rechten, Zwey zu meiner Linken, Zwey
zu meinen Häupten, Zwey zu meinen
Füssen, Zwey die mic
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Tell und sein Kind

Abgeschrieben vom Giebel eines Hauses in
Arth in der Schweiz, durch Arnim, s.
Französische Miszellen III. B. S.
82. Tell.Zu Ury bey den Linden Der Vogt
steckt auf den Huth, Und s
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Der Graf im Pfluge

Adelung`s Magazin der deutschen Sprache.
II. B. 3. Stück. S. 114. Ich verkünd
euch neue Mehre, Halt Frieden bei der
Kann. Zu Rom da saß ein Herre, Ein Graf
gar wohlgethan,
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Abzählen, den die letzte Silbe trift, der muß na

Ahne, Krahne, wickele, wahne, Wollen
wir nit nach England fahren, England
ist verschlossen, Schlösser sind
verrostet, Schlüssel ist
verloren, Müssen wir ein Loch nein
bohre
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Algerius

Algerius sagt Wunderding: »Wo andre
schreien, weinen, An diesem Ort ich
Freud empfing, Im Gefängniß mir
erscheinet Das Himmelheer, Viel
Märtirer Tagtäglich bey mir
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In der wüsten Heide

Allhier in dieser wüsten Haid Wohnt
keine Seele weit und breit, Die wilden
Thier allein, Die seh ich selbst
Mitleiden tragen, Die Vögel traurig
seyn, Und mich mit schwacher Stimm
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Die zwei Hirten in der Christnacht

Als das Christkindlein geboren war,
saßen die zwei Hirten, Damon und
Halton, Nachts bei ihrer Heerde, und
erzählten sich einander, was sie dem
Christkindlein für Geschenke machen
wollten, es war bei einem Ba
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Ein Wahrheitslied

Als Gott der Herr geboren war, Da war es
kalt, Was sieht Maria am Wege stehn? Ein
Feigenbaum, Maria laß du die Feigen
noch stehn, Wir haben noch dreißig
Meilen zu gehn, Es
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Construction der Welt

Als Gott die Welt erschaffen Und
allerhand Gethier, Konnt er nicht ruhig
schlafen, Er hat noch etwas für; Wann
nur ein Mensch auf Erden, Dacht er in
seinem Sinn, Die W
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Knecht, Magd, Ochs, Esel, und alles, was mein ist

Als ich ein armes Weib war, Zog ich
über den Rhein, Bescheert mir Gott ein
Hühnelein, War ich ein reiches
Weib, Gieng ich über die Wiese, Fragten
alle Leut, Wie mein Hühn
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Hessisch

Als ich kam zur Stube rein, Da ist gut
wohnen! Ich hab so lang draußen
gestanden, Daß Gott erbarm! Ich seh
dies an deinem Hut, Wie dein Hut
tröpflen thut, Von Regen
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Kupido die Fledermaus

Als ich verwichen lag in sanfter Ruh, Da
klopft an meiner Thür, Und kommet auch
zu mir, Ein kleiner Bue! Schneeweiß
ist er gekleidt, von Angesicht blind, Er
stellt sich an
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Des Sultans Töchterlein und der Meister der Blume

Altes fliegendes Blatt aus Kölln. Der
Sultan hatt` ein Töchterlein, Die war
früh aufgestanden, Wohl um zu pflücken
die Blümelein In ihres Vaters
Garten. Da sie d
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Des Schneiders Feyerabend und Meistergesang

Altes Lied in meinem Besitz. C. B. Und
als ich saß in meiner Zell und
schreib, Da kamen drey Beginnen So alte
heil`ge Weib. Sie lasen mir vor Den
schnellen grimmen Tod.
... weiterlesen


Auf den Tod des Malers Otto Runge

am 2. Dezember 1810 Die Tage werden
kurz, die Nächte lang, Die kranke Erd`
erträgt nicht mehr die Lust, Da flammt
der Baum im Herbst sich unbewußt Mit
rotem Blatt – uns
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Galantes dreissigjähriges Kriegslied

Amor, erheb dich edler Held! Begebe dich
mit mir ins Feld, Frisch auf! Mein
Liebchen ist gerüst` Als ob sie mit mir
streiten müst`, Sie hat nichts Guts im
Sinn. Jezt
... weiterlesen


Weinsüppchen

Anne Margritchen! Was willst du, mein
Liebchen? Ich trinke so
gerne Gezückerten Wein. Zwey Pfund
Zuckerchen, Ein Pfund Butterchen, Zwey
Maaße Wein, So muß es
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Anmuthiger Blumenkranz aus dem Garten der Gemeinde

ans Licht gegeben im Jahre 1712. Es
mögten sich nit wenige verwundern, daß
man bei der Menge alter und neuer
Gesangbücher doch wieder ein neues
Liederbuch vor den Tag bringt, dazu zu
einer Zei
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Die Hand

Antiquarius des Elbstroms. Frankfurt
1741. S. 616. Sieh, sieh du böses
Kind! Was man hier merklich findt, Die
Hand, die nicht verweßt, Weil der, des
sie gewest, Ein ungera
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Bayrisches Alpenlied

Ariel`s Offenbarungen. S. 211. 207. Der
Franz läßt dich grüßen Gar hoch und
gar fest, Vom Palmbaum hoch
sprießen Gar vielerley Aest. Mit
grünblauer Seiden
... weiterlesen


Des Knaben Wunderhorn I, Von Volksliedern 3

Auch die hellen Triangel der Böhmischen
Bergleute klingen den Kindern nicht
mehr, am Leitbande darnach zu treten;
die treuen heilgen Drey Könige
begrüßen sie nicht mehr! - Aber was
rede ich von Kindern, wä
... weiterlesen


Liebeswünsche

Auf der Welt hab ich kein Freud, Ich hab
ein Schatz und der ist weit; Wenn ich
nur mit ihm reden könnt, So wär mein
ganzes Herz gesund. Frau Nachtigall,
Frau Nachtigall! G
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Bildchen

Auf dieser Welt hab ich keine Freud, Ich
hab einen Schatz und der ist weit, Er
ist so weit, er ist nicht hier, Ach wenn
ich bei mein Schätzgen wär! Ich kann
nicht sitzen und kan
... weiterlesen


Kriegslieder - VII.

Auf, auf, Kameraden zu Fuß und zu
Pferd, Ins Feld, in die Freiheit
gezogen! Im Felde da ist der Preuße
was wert, Da wird sein Herz noch
gewogen, Da tritt kein andrer mit ihm
ein,
... weiterlesen


Rundgesang gegen Unterdrücker des Werdenden

Auf, ihr meine deutschen
Brüder, Feiern wollen wir die
Nacht, Schallen soll der Trost der
Lieder, Eh der Morgenstern
erwacht, Laßt die Stunden uns
beflügeln, Daß wir aus d
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Tanzreime

Aufe ist nit abe, `s ist aber we`ger
wahr, Wann ich meinen Schatz am Tag nit
seh, Und in der Nacht nit bei ihm
steh, Meyn ich, es sey ein Jahr. Zu
dir bin ich gangen,
... weiterlesen


Heinriche Konrade der Schreiber im Korb

Aus Bragur IV. B. 2. Ab. S. 93. Es ging
ein Schreiber spatzieren aus Wohl an dem
Markt da steht ein Haus, Heinriche
Konrade der Schreiber im Korb. Er
sprach: »Gott grüß
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Der unterirdische Pilger

Aus Bruckmanns Beschreibung aller
Gebirge. Ein Pilger wollt
ausspüren Der Erd` Metallen-Geist, Da
hieß man ihn spaziren, Ins Bergwerk man
ihn weist, Da führten ihre Schic
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Jung und alt im Frühling - I.

Aus der Berge dunklen Klüften Braust
nicht mehr die kalte Flut, Fenster
öffne ich den Lüften Und das Tor dem
Jugendmut; Springend geht`s zum Tale
nieder, Leicht beflügelt
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Nachtgebet

Aus der Zeit des Harrens Wann wird
die Nacht mir enden, Wann werd ich
wieder wach? Wann trägt auf goldnen
Händen Auch mich ein Freudentag? Nur
wenn ich auf den Kniee
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Vogel Phönix

Aus einem alten Buche ohne
Titel. Phönix, der edle Vogel
werth, Hat seines Gleichen nicht auf
Erd, Um seinen Hals ist`s goldgelb
klar, Sein Leib und Flügel Purpur gar;
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Pura

Aus einem Gesangbuche der Wiedertäufer
v. J. 1583. S. 53. Als ich gen Antiocha
kam, Ein Jungfrau, Pura war ihr
Nahm, Ein Christin ward gefunden, Die
ward vor den Kaiser bracht,
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Die Juden in Passau

Aus einem geschriebenen geistlichen
Liederbuche in der Sammlung von Clemens
Brentano. Mit Gott der allen
Dingen, Ein Anfang geben hat, So heben
wir an zu singen, Ein wunderl
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Ritter St. Georg

Aus einem geschriebenen geistlichen
Liederbuche vom Jahre1601. in der
Sammlung von Clemens Brentano. In einem
See sehr groß und tief, Ein böser
Drach sich sehen ließ. De
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Der geistliche Kämpfer

Aus einem Manuscript in der Sammlung
von Clemens Brentano. Groß Lieb thut
mich bezwingen, Daß ich muß heben
an, Von einem Kämpfer singen, Der war
so wohlgethan.
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Ringlein und Fähnlein

Aus einer ungedruckten Sammlung
Minnelieder in meinem Besitz. - C.
B. Vor Tags ich hört, in Liebes Port,
wohl diese Wort Von Wächters Mund
erklingen: »Ist jemand je, verborgen
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Lindenschmidt

Aus Meißners Apollo. Juny 1794. S.
173. Es ist nicht lange daß es
geschah Daß man den Lindenschmidt
reiten sah, Auf einem hohen Rosse. Er
reitet den Rheinstrom auf und ab;
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Die Frau von Weissenburg

Aus Meißner`s und Canzler`s
Quartalschrift fürältere Literatur.
II. S. 102. Brotuff`s Marsburger
Chronik. Was wolln wir aber singen, Was
wollt ihr für ein Lied, Ein Lied von d
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Großmutter Schlangenköchin

Aus mündlicher Ueberlieferung in
Maria`s Godwi. Bremen1802. II. B. S.
113. abgedruckt. Maria, wo bist du zur
Stube gewesen? Maria, mein einziges
Kind! Ich bin bey meiner G
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Laßt uns ruhig weiter bauen.

Aus tiefer Not schrei ich zu dir, Herr
Gott, vernimm mein Rufen! Laßt uns
ruhig weiter bauen, Nur auf Gottes
Himmel schauen, Wie er alle Sterne
trägt, Sonn` und Mond
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Klagred des Gott Bachus, daß der Wein edel worden

Bachus. Ich bin der Gott Bachus
genannt, Den guten Schluckern
wohlbekannt, Die dienten mir ein lange
Zeit; Die Fürsten, Herrn und
Edelleut, Dazu Mönche und auch Pfaf
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Bei Nacht sind alle Kühe schwarz

Bei der Nacht ist so finster im Weg, Man
sieht weder Brücke noch Steg, Weder
Stock noch Stein, Man stößt sich ans
Bein, Drum geh ich nicht gern
allein. Bei der Nacht ist
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Petrus und Pilatus auf der Reise

Bei diesem Liede reichen sich zwei
Kinder die Hände kreutzweiß, und gehen
singend aufund ab, und bei: sprach
Pilatus, drehen sie sich, durch einen
Zug der Hände schnell herum, undwandern
wieder zurück.
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Die widerspenstige Braut

Bei Elwert. S. 17. Ich eß` nicht gerne
Gerste, Steh auch nicht gern früh
auf, Eine Nonne soll ich werden, Hab
keine Lust dazu; Ei so wünsch ich
dem Des Unglücks no
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Zur Verlobung

Berlin, am 4. Dezember 1810 Es war
ein Abend, sternlos, grau und
feucht, Gleichgültig zog der Wind am
Strom entlang, Und wieder trennen
sollte uns der Gang, Zu dem ich dir s
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In Nepomuk Ringseis‘ Stammbuch

Berlin, den 22. März 1815 Die
blut`gen Flügel schlägt der Vogel
Greif, Haucht in die Zeit, erhebt die
Teufelsklaue; Wen wird er packen, wer
ist überreif? Die Guten feiern
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Vor der rechten Schmiede

Beschlag, beschlag`s Rößle, Zu Ulm
steht ein Schlößle, Steht ein
Schmiedle nah dabei, Schmiedle abschlag
mirs Rößle gleich, Hab ich Nägele zu
tief rein g`schlage, Muß ichs
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Tanzliedchen

Bin ich nit ein Bürschlein In der
Welt? Spring ja wie ein Hirschlein, In
dem Feld! In dem Feld, im grünen
Holz, Begegnet mir ein Jungfrau
stolz. Guten Morgen, Jungfr
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Frühlingsblumen

Bragur I. B. S. 358. Geistlich
verändert in denGassenhauern von
Heinrich Knausten. Frankfurt 1571. S.
32. Herzlich thut mich erfreuen, Die
fröhliche Sommer-Zeit, All mein Geblü
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Liebe spinnt keine Seide

Bragur VI. B. II. Ab. S. 77. Es fuhr
ein Mägdlein übern See, Wolt brechen
den Feiel und grünen Klee, Mit ihrn
schneweissen Händen, Der Sommer hat
schier ein Ende.
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Die Rose

Christian Weisens drei klügsten Leute.
Leipzig 1684. S. 234. Die Rose blüht,
ich bin die fromme Biene, Und rühre
zwar die keuschen Blätter an, Daher ich
Thau und Honig schöpfen kan
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Cupido und die Magd

Cupido. Als ich bei dunkler
Nacht War auf der Liebesjagd, Wollt
fangen in der Still Der Herzen
viel, Da thät sich offerirn Ein
schöne Bauersdirn, Als i
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Des Pfarrers Tochter von Taubenheim

Da drunten auf der Wiesen Da ist ein
kleiner Platz, Da thät ein Wasser
fließen, Da wächst kein grünes
Gras. Da wachsen keine Rosen, Und auch
kein Rosmarein, Hab ic
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Wiegenlied im Freien

Da oben auf dem Berge,
Da rauscht der Wind,
Da sitzet Maria,
Und wieget ihr Kind,
Sie wiegt es mit ihrer schneeweißen Hand,
Dazu braucht sie kein Wiegenband.
Freundschaft

Der Blinde schleicht am
Wanderstabe, Weiß nicht, daß schon
die Sonn` im Meer, Er trägt an seiner
Last so schwer, Die Last ist seine
letzte Habe. Er trägt so treu zum
sich
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Kriegslieder - IX.

Der Fahnenjunker Auf der Brücke der
Junker die Fahne pflanzt, Die Fahne
wächst und wallet im Wind, Der
Todesreihen so schnelle geschwind Um
ihn im Wirbeldampfe tanzt,
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Lied des abgesetzten Sultan Selim

Der Guguck ist ein braver Mann, Der
sieben Weiber brauchen kann; Die erste
kehrt die Stube aus, Die zweite wirft
den Unflath `naus; Die dritte nimmt den
Flederwisch, Und kehrt des
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Der Kirschbaum

Der Kirschbaum blüht, ich sitze da im
Stillen, Die Blüte sinkt und mag die
Lippen füllen, Auch sinkt der Mond
schon in der Erde Schoß Und schien so
munter, schien so rot und groß;
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Der Kurprinzessin Auguste von Hessen

Der Kurprinzessin Auguste von
Hessen bei ihrem Abschiede aus
Berlin. November 1813 Du ziehest
heim zu deinen treuen Scharen, Von
denen dich ein ernst Geschick verbann
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Ammen-Uhr

Der Mond, der scheint, Das Kindlein
weint, Die Glock schlägt zwölf, Daß
Gott doch allen Kranken helf! Gott
alles weiß, Das Mäuslein beißt, Die
Glock schlägt Ein
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Himmelsboten zu Liebchens Himmelbett

Der Mondschein, der ist schon
verblichen, Die finstre Nacht ist
hingeschlichen; Steh auf du edle
Morgenröth`, Zu dir all mein Vertrauen
steht. Phöbus ihr Vorbott wohlgeziert,
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Kommt Hüner bibi

Der Reiter zu Pferd, Die Köchin am
Heerd, Die Nonne im Kloster, Der Fischer
im Wasser, Die Mutter backt Kuchen, Sie
läßt mich nicht gucken, Sie giebt mir
ein Brocken,
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Der Studenten erstes Lebehoch ...

Der Studenten erstes Lebehoch bei der
Ankunft in Berlin am 15. Oktober
1810 Eingeborner Ihr Pilger,
schüttelt ab den Staub Von euren
Reiseschuhen Und kränze
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Vom vornehmen Räuber

Deutsches Museum. 1778. II. B. S.
459. Was wollen wir aber heben an Von
Fritschen dem jungen Edelmann, Hat
manchen stolzen Ritt gethan, Bis es ihm
schlecht gelungen.
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Der Förster

Die Eichen klüften auf vom Frost, Die
Wölfe heulend weichen, Jetzt sucht nur
Not im Walde Trost, Jetzt, Förster,
laß dein Schleichen. Die Diebeswagen
krachten fort,
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Moriz von Sachsen

Die Geschichten und ritterlichen Thaten
Moritz Herzogs zuSachsen, durch
Leonhardt Reutter. 1553.
Flugschrift. Mir kam ein schwerer
Unmuth an, Ich konnt mich selber nicht
verstan,
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Ringelreihe-Lied

Die Kinder tanzen im Kreiß, und setzen
sich plötzlich zur Erde
nieder. Ringel, Ringel, Reihe! Sind der
Kinder dreie, Sitzen auf dem
Holderbusch, Schreien alle musch, musch
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Die fromme Magd

Die lautere Wahrheit von Ringwaldt. S.
290. Eine fromme Magd von gutem
Stand, Geht ihrer Frauen fein zur
Hand, Hält Schüssel, Tisch und Teller
weis, Zu ihrem und der Frauen Prei
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Kranzlied der Jungfrauen für den greisen Fürsten

Die Liebe nur kann freie Mädchen
binden, Zu einem Kranz sich tanzend zu
umwinden, Den lieben Fürsten zu
umziehen Mit ihrer Jugend Blühen, Den
lieben Fürsten zu umringen, E
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Linsenlied

Die Linse,
Wo sin se?
Im Tippe,
Se hippe.
Deck se zu,
So han se Ruh.
Der Wilddieb

Die Mutter hat schon lang geschaut Von
ihrem Giebelfenster, Als kaum der
Morgen hat gegraut, Es weckten sie
Gespenster: Der Mann, der Sohn, sie
blieben aus, Sie wollten abends
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Schluß

Dormi Jesu, mater ridet, Quae tam
dulcem somnum videt, Dormi Jesu
blandule. Si non dormis, mater
plorat, Inter fila cantans
orat; Blande veni somnule. S
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Einsiedler

Dort droben auf dem Hügel, Wo die
Nachtigall singt, Da tanzt der
Einsiedel, Daß die Kutt in die Höh
springt. Ey laßt ihn nur tanzen, Ey
laßt ihn nur seyn, Zu Nach
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Ach wenn ich doch ein Täublein wär

Dort oben auf dem Berge, Da steht ein
hohes Haus, Da fliegen alle
Morgen, Zwey Turteltäublein
raus. Ach wenn ich nur ein Täublein
wär! Wollt fliegen aus und ein,
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Wer da

Drei Gäns im Haberstroh Saßen da und
waren froh, Dann kam ein Bauer
gegangen, Mit einer langen
Stangen, Ruft: Wer do? Wer do? Drei
Gäns im Haberstroh Saßen da und waren
f
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Belehrende Entschuldigung

Du zürnst, weil ich dir um den Hals
gefallen, Als heut dein Mund so freudig
zu mir sprach, Laß meine Freude dir im
Kuß erschallen, Mein Lächeln suchte
sich ein freundlich Dach: E
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Winternacht

Durch die Fenster, blumig
befroren, Schimmern die Lichter matt
und fern, Trommeln und Pfeifen dumpf
vor den Ohren Hören wir draußen im
Schnee so gern; Bei den Feuerbecken wir
wache
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Räthsel um Räthsel

Ei Jungfer ich will ihr Was aufzurathen
geben, Und wenn sie es errathet So
heurath ich sie. Was für eine
Jungfer Ist ohne Zopf? Was für ein
Thurm Ist ohne Knop
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Eia popeia etzetera

Eia im Sause, Zwei Wiegen in einem
Hause, Soll der Vater nicht werden
bang, Um zwei Wiegen in einem Gang, Eia
im Sause. Eia wiwi! Wer schläft heut
Nacht bei mir,
... weiterlesen


Der sündige Heilige

Ein Heil`ger in der Wüste Versank in
böse Lüste Und seufzte zu den
Bergen: »Ihr sollet mich
verbergen!« Sie aber aus den
Tiefen Mit Donnerstimmen riefen: »Es
steh
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Nicht weit her

Ein Himmel ohne Sonn, Ein Garten ohne
Bronn, Ein Baum ohne Frucht, Ein
Mägdlein ohne Zucht, Ein Süpplein ohne
Brocken, Ein Thurm ohne Glocken, Ein
Soldat ohne Gewehr,
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Kinderpredigt

Ein Huhn und ein Hahn, Die Predigt geht
an, Ein Kuh und ein Kalb, Die Predigt
ist halb, Ein Katz und ein Maus, Die
Predigt ist aus, Geht alle nach
Haus, Und haltet ein
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Erschreckliche Geschichte vom Hünchen und vom Hä

Ein Hünchen und ein Hänchen sind
miteinander in die Nußhecken gegangen,
umNüsse zu essen, und jedes Nüßchen,
welches das Hänchen fand, hat es mit
demHünchen getheilt, endlich hat das
Hünchen auch eine
... weiterlesen


Das Wunderhorn

Ein Knab auf schnellem Roß Sprengt auf
der Kaisrin Schloß, Das Roß zur Erd
sich neigt, Der Knab sich zierlich
beugt. Wie lieblich, artig, schön Die
Frauen sich ansehn,
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Des ersten Bergmanns ewige Jugend

Ein Knabe lacht sich an im
Bronnen, Hält Festtagskuchen in der
Hand, Er hatte lange nachgesonnen, Was
drunten für ein neues Land. Gar lange
hatte er gesonnen, Wie drunten se
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Laune

Ein kühner Sinn kann Ströme
hemmen Und bricht durch Felsen seine
Bahn, Doch wenn die Nebel ihn
beklemmen, Da fühlt er, seine Macht
sei Wahn. Verhüllt ist ihm die frohe
Ferne,
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Spiellied des Königs Töchterlein

Ein Mägdlein setzt sich in die Mitte,
ihren Rock zieht sie über den Kopf in
die Höh, die Kinder stehn um sie, und
halten den Rock, einer geht herum und
fragt: Ringel, Ringel, Thale, ringen,
... weiterlesen


Wir verstehen sie nicht

Ein Schneider hätt ein böses
Weib, Vorwitzig, stolz, doch fein von
Leib, Sehr eigenwillig, frech und
steil, Trug ihre Ehr auch ziemlich
feil, Stets ihrem Mann zuwieder
lebte, In
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Von Adel und Tadel

Ein silberne Scheide, Ein goldene
Kling, Mein Schatz ist von Adel, Wie
freut mich das Ding. Kreideweiße
Haare, Schwarz gewichste Schuh, Ein
Degen an der Seite,
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Der Liebesritter

Ein versuchter Liebesritter rührt der
Jungfrau schuldlos Herz, Führt als
Braut vom Klostergitter sie zur Stadt in
Lust und Scherz. Zu dem großen
Hochzeitmahle tritt der Bräutigam
vermummt,
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Für die Jüngelcher von unsern Leut

Ein Zicklein, ein Zicklein, Das hat
gekauft das Väterlein, Um zwey
Schilling Pfennig, Ein Zicklein! Da kam
das Kätzlein, Und aß das Zicklein, Das
hat gekauft mein V
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Jung und alt im Frühling - II.

Eine bange Reiselust Weht in
Frühlingstagen, Füllt mit Wehmut
unsre Brust, Will zum Himmel
tragen, Wo die ganze
Seligkeit Schimmert in dem Lichte, Und
ein Bild der Ew
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Epistel

Einen freundlichen Gruß, Der in das
Herze soll und muß; Der Gruß liegt
begraben, Zwischen zwey goldenen
Buchstaben, Der eine heiß: Eine Perle
fein, Ich kann nicht Herzalle
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Eine gute, auserwählte, hochgelobte Buttermilch

Eins Bauren Sohn hätt’ sich
vermessen, Er wollt ein gute
Buttermilch essen, Ein auserwählte
Milch, ein hochgelobte Milch, Ein
abgefeimte Milch, des Milry Milch, ein
gute Buttermi
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Abzählen bei dem Spiel

Eins, zwei, drei, In der
Dechanei, Steht ein Teller auf dem
Tisch, Kömmt die Katz und holt die
Fisch, Kömmt der Jäger mit der
Gabel, Sticht die Katze in den
Nabel, S
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Erdtoffeln mit Rippenstückchen

Einsmals ein Mägdlein frisch und
jung, Gieng aufrecht wie ein Hirsch im
Sprung; Und von einem Jüngling, den sie
kannt, Ihre Aeuglein klar durchaus nicht
wandt. Der Jüngling sch
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Des guten Kerls Freierey

Einstens, da ich Lust bekam, Mir zu
freien eine Dam, Und sie freundlich
fragte, Ob ich ihr auch wohl
gefiel; Wahrlich nicht besonder
viel! Sie gar spöttisch sagte. Ic
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Kriegslieder - VI.

Ein` feste Burg ist unser Gott, Ein`
gute Wehr und Waffen, Er hilft durch
uns euch aus der Not, Die, Deutsche,
euch betroffen; Der alte, böse
Feind Mit Ernst es jetzt meint,
... weiterlesen


Der stolze Schäfersmann

Elwert S. 43. Und als der Schäfer
über die Brücke trieb, Warum? Ein
Edelmann ihm entgegen ritt: Hopp, hopp,
hopp entgegen ritt. Der Edelmann thät
sein Hütlein ab
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Das Lied vom Ringe

Elwert. S. 19. Es waren drey
Soldaten, Dabey ein junges Blut, Sie
hatten sich vergangen, Der Graf nahm sie
gefangen, Setzt sie bis auf den Tod. Es
war ein wackr
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Weine nur nicht

Elwerts alte Reste. S. 41. Weine,
weine, weine nur nicht, Ich will dich
lieben, doch heute nicht, Ich will dich
ehren so viel ich kann, Aber`s Nehmen,
`s Nehmen, Aber`s Nehm
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Erinnerung beym Wein

Es dunkelt auf jenem Berge, Nach Hause
wollen wir gehen; Den Wein, den wollen
wir trinken, Den wir gewohnet seyn. Ich
hör ein Hirschlein rauschen, Wohl
rauschen durch den W
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Die Schwalben

Es fliegen zwei Schwalben ins Nachbar
sein Haus, Sie fliegen bald hoch und
bald nieder; Aufs Jahr, da kommen sie
wieder, Und suchen ihr voriges
Haus. Sie gehen jezt fort ins neue
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Der wohlgezogene Knecht

Es gieng ein wohlgezogner Knecht Wohl
über die breite Aue, Da sah er einen
schönen Tanz Von adlichen
Jungfrauen; Den Tanz, den wollt er
schauen. Da sprach der wohlerzogne
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Kriegslieder - V.

Es ist nichts lust`ger auf der Welt Und
auch nichts so geschwind, Als wir
Husaren in dem Feld, Wenn wir beim
Schlachten sind. Wenn`s blitzt und
kracht dem Donner gleich, Wir s
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Guten Appetit

Es regnet, Gott segnet, Die Sonne
scheint, Der Mond greint, Der Pfaff
sitzt aufm Laden, Frißt all die
Palisaden! Die Nonne geht ins
Wirthshaus, Und trinkt die Gläser all,
a
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Aus dem Odenwald

Es steht ein Baum im Odenwald, Der hat
viel grüne Aest; Da bin ich schon viel
tausendmal Bey meinem Schatz gewest. Da
sitzt ein schöner Vogel drauf, Der
pfeift gar wunders
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Butzemann

Es tanzt ein Butzemann
In unserm Haus herum di dum,
Er rüttelt sich, er schüttelt sich,
Er wirft sein Säckchen hinter sich,
Es tanzt ein Butzemann
In unseren Haus herum.
Die gute Sieben

Es war einmal ein junger Knab, Der
liebt sein Schätzlein sieben
Jahr, Wohl sieben Jahr und noch
vielmehr, Die Lieb, die nahm kein Ende
mehr. Er liebte des Bauers
Töchterlei
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Auf diese Gunst machen alle Gewerbe Anspruch

Es war einmal ein Zimmergesell, War gar
ein jung frisch Blut, Er baut dem jungen
Markgrafen ein Haus, Sechshundert
Schauläden hinaus. Und als das Haus
gebauet war, Legt er
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Salomo sprich Recht

Es waren einmal zwei Gespielen, Sie
giengen ins Feld spazieren. Die eine die
war so munter und wohl auf, Die andre
trauret sehre, ja sehre. Wir beide haben
einen Knaben so lieb, De
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Rinaldo Rinaldini

Es wollt ein Schneider wandern, Am
Montag in der Fruh, Begegnet ihm der
Teufel, Hat weder Strümpf noch
Schuh`: He, he, du Schneiderg`sell, Du
mußt mit mir in die Höll, Du
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Nächte

Eschenburgs alte Denkmahle. S.
455. Nächten, da ich bei ihr
was, Schwazten wir, dann dies, dann
das, Auch sehr freundlich zu mir
saß, Sagt`, sie liebt` mich ohn` all
Maaß.
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Lied vom alten Hildebrandt

Eschenburgs alte Denkmähler S.
439. »Ich will zu Land
ausreiten,« Sprach Meister
Hildebrandt, »Wer wird die Weg mir
weisen Gen Bern wohl in das Land? Unkund
sind sie gew
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Pfauenart

Eschenburgs alte Denkmähler S.
463. Leucht`t heller denn die
Sonne, Ihr beiden Aeugelein! Bei dir ist
Freud und Wonne, Du zartes
Jungfräulein, Du bist mein Augenschein,
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Ey! Ey!

Ey Ey, wie scheint der Mond so hell, Wie
scheint er in der Nacht. Hab ich am
frühen Morgen Meim Schatz ein Lied
gemacht. Ey Ey, wie scheint der Mond so
hell, Ey Ey, wo sche
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Maria auf der Reise

Ey wie so einsam, wie so
geschwind? Jungfrau Maria nicht so
eile; Ringfertig, wacker, als wie der
Wind, Ach, warum läst dir nicht der
Weile? Hoch sind die Berg, sehr rauh
ist der We
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Die arme Bettelfrau singt das kranke Kind in Schla

Eya popeya popole, Unser Herrgottche
wird dich bald hole, Kömmt er mit dem
gulderne Lädche, Legt dich hinunter ins
Gräbche: Ueber mich, Ueber dich, Kummer
mitnander ins Hi
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Walte Gott Vater

Eya popeya! Schlief lieber wie
du, Willst mirs nicht glauben, So sieh
mir nur zu. Sieh mir nur zu, Wie
schläfrig ich bin, Schlafen, zum
schlafen, Da steht mir mein Sin
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Hüt du dich

Feiner Almanach I. B. S. 113. Ich weiß
mir`n Mädchen hübsch und fein, Hüt du
dich! Es kann wohl falsch und freundlich
seyn, Hüt du dich! Hüt du
dich! Vertrau ihr nicht
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Liebe ohne Stand

Feiner Almanach II. Band S. 100. Es
ritt ein Ritter wohl durch das Ried, Er
hob wohl an ein neues Lied, Gar schöne
thät er singen, Daß Berg und Thal
erklingen. Das
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Für funfzehn Pfennige

Feiner Almanach. I. B. S. 103. Das
Mägdlein will ein Freier habn, Und
sollt sie`n aus der Erde grabn, Für
funfzehn Pfennige. Sie grub wohl ein,
sie grub wohl aus,
... weiterlesen


Der Mordknecht

Feiner Almanach. I. B. S. 126. Es reit
ein Herr und auch sein Knecht, Wohl
über ein Heide, die war schlecht, Ja
schlecht! Und alles was sie redeten
da, War all`s von einer
... weiterlesen


Drey Winterrosen

Feiner Almanach. I. B. S. 126. Es ritt
ein Herr mit seinem Knecht, Des Morgens
in dem Thaue, Was fand er auf der Heide
stehn? Ein wunderschöne
Jungfraue. »Gott grü
... weiterlesen


Um die Kinder still und artig zu machen

Feiner Almanach. I. B. S. 145. Es kam
ein Herr zum Schlößly Auf einem
schönen Rößly, Da lugt die Frau zum
Fenster aus Und sagt: »Der Mann ist
nicht zu Haus Und
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Der ernsthafte Jäger

Feiner Almanach. I. B. S. 77. Es wollt
ein Jäger jagen Ein Hirschlein oder ein
Reh, Drei Stündlein vor dem Tagen, Ein
Hirschlein oder ein Reh. »Ach Jäger,
du hast
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An einen Boten

Feiner Almanach. II. B. S. 106. Wenn du
zu meim Schätzel kommst, Sag: Ich ließ
sie grüßen; Wenn sie fraget, wie mirs
geht? Sag: auf beyden Füßen. Wenn sie
fraget: ob i
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Der angeschossene Kukuk

Feiner Almanach. II. S. 1. Ich hör`
eine wunderliche Stimm: Kukuk! Von Fern
im Echo ich vernimm: Kukuk! So oft ich
diese Stimm anhör, Macht mirs allmal
noch Freude m
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Fastnacht

Feiner Almanach. Die Fastnacht bringt
uns Freuden zwar Vielmehr denn sonst ein
ganzes halbes Jahr, Ich macht mich auf
und thät spazieren gehen, An einen
Tanz, Mir ward ein
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Der Tod und das Mädchen im Blumengarten

Fliegendes Blat aus Cölln. Es ging ein
Mägdlein zarte Früh in der
Morgenstund In einen
Blumengarten, Frisch, fröhlich und
gesund, Der Blümlein es viel brechen
wollt,
... weiterlesen


Doktor Faust

Fliegendes Blat aus Cöln. Hört ihr
Christen mit Verlangen, Nun was Neues
ohne Graus, Wie die eitle Welt thut
prangen, Mit Johann dem Doktor
Faust, Von Anhalt war er gebore
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Husarenglaube

Fliegendes Blat aus dem letzten Kriege
mit Frankreich. Es ist nichts lustger
auf der Welt, Und auch nichts so
geschwind, Als wir Husaren in dem
Feld, Wenn wir beym Schlachten sind
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Die Prager Schlacht

Fliegendes Blat aus dem siebenjährigen
Kriege. Als die Preussen marschirten
vor Prag, Vor Prag, die schöne
Stadt. Sie haben ein Lager
geschlagen, Mit Pulver und mit Bley
ward`s
... weiterlesen


Husarenbraut

Fliegendes Blat aus dem siebenjährigen
Kriege. Wir Preussisch Husaren, wann
kriegen wir Geld? Wir müssen marschiren
ins weite Feld, Wir müssen marschiren
dem Feind entgegen, Da
... weiterlesen


Friedenslied

Fliegendes Blat aus dem siebenjährigen
schlesischen Kriege. Angenehme
Taube, Die der Väter Glaube Längst
gesehen hat; Lasse dich hernieder, Hier
sind Jesu Glieder,
... weiterlesen


David

Fliegendes Blat von Kloster
Einsiedeln. Ich war der Kleinste meiner
Brüder, Und meines Vaters jüngster
Sohn; Ich stellte kühn mich dem
zuwider, Vor dem ein Schäflein läuft
da
... weiterlesen


Herr von Falkenstein

Fliegendes Blat, auch abgedruckt in
Herders Volksliedern I. Th. S. 232. Es
reit der Herr von Falkenstein, Wohl
über ein` breite Haide. Was sieht er an
dem Wege stehn? Ein M
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Der Bremberger

Fliegendes Blat. 1.Mit Urlaub Frau um
euren werthen Dienstmann Geheissen war
der Bremberger Ein edler Ritter
weise, In seinem Ton ich euch wohl
singen kann, Darin mir nieman
... weiterlesen


Der beständige Freyer

Fliegendes Blat. Andreas lieber
Schutzpatron, Gib mir doch nur einen
Mann! Räche doch jezt meinen Hohn, Sieh
mein schönes Alter an! Krieg ich einen
oder keinen? - Einen.
... weiterlesen


Das Leiden des Herren

Fliegendes Blat. Christus, der Herr im
Garten ging, Sein bittres Leiden bald
anfing, Da trauert Laub und grünes
Gras, Weil Judas seiner bald
vergas. Sehr fälschlich
... weiterlesen


Kukuk

Fliegendes Blat. Der Kukuk auf dem
Birnbaum saß, Kukuk, es mag schneien
oder regnen, so wird er nicht naß. Der
Kukuk rief, wird naß. Der Kukuk fliegt
übers Nachbar sein
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Die schwarzbraune Hexe

Fliegendes Blat. Es blies ein Jäger
wohl in sein Horn, Wohl in sein
Horn, Und alles was er blies das war
verlorn. Hop sa sa sa, Dra ra ra ra, Und
alles was er blies d
... weiterlesen


Der unschuldige Tod des jungen Knaben

Fliegendes Blat. Es liegt ein Schloß
in Oesterreich, Das ist ganz wohl
gebauet, Von Silber und von rothem
Gold, Mit Marmorstein
gemauert. Darinnen liegt ein junger K
... weiterlesen


Jagdglück

Fliegendes Blat. Es ritt ein Jäger
wohlgemuth, Wohl in der
Morgenstunde, Wollt jagen in dem grünen
Wald Mit seinem Roß und Hunde; Und als
er kam auf grüner Heid, D
... weiterlesen


Liebesprobe

Fliegendes Blat. Es sah eine Linde ins
tiefe Thal, War unten breit und oben
schmal, Worunter zwey Verliebte
saßen, Vor Lieb` ihr Leid
vergaßen. »Feins Liebchen wir
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Romanze von den Schneidern

Fliegendes Blat. Es sind einmal drey
Schneider gewesen, O Je, es sind einmal
drey Schneider gewesen, Sie haben ein
Schnecken für ein Bären angesehen, O
Je, O Je, O Je!
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Der Fuhrmann

Fliegendes Blat. Es thät ein Fuhrmann
ausfahren, Wohl vor das hohe hohe
Haus, Da guckt die Schöne dort, Ja
dort, zum hohen Fenster raus. Der
Fuhrmann schwenkte sein
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Das Straßburger Mädchen

Fliegendes Blat. Es trug das
schwarzbraun Mädelein Viel Becher
rothen Wein, Zu Straßburg auf der
Straßen, Begegnet ihr allda Ein
wunderschöner Knab, Er thut sie wo
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Der englische Gruß

Fliegendes Blat. Es wollt gut Jäger
jagen, Wollt jagen auf Himmels
Höhn, Was begegnet ihm auf der
Heiden, Maria, die Jungfrau schön. Der
Jäger, den ich meine,
... weiterlesen


Herr Olof

Fliegendes Blat. Herr Olof reitet spät
und weit, Zu bieten auf seine
Hochzeitleut`; Da tanzen die Elfen auf
grünem Land, Erl-Königs Tochter ihm
reicht die Hand.
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Wachtelwacht

Fliegendes Blat. Hört wie die Wachtel
im Grünen schön schlagt, Lobet Gott,
lobet Gott! Mir kommt kein Schauder, sie
sagt, Fliehet von einem ins andre grün
Feld, Und uns
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Tambursgesell

Fliegendes Blat. Ich armer
Tambursgesell, Man führt mich aus dem
Gewölb, Ja aus dem Gewölb, Wär ich
ein Tambur blieben, Dürft ich nicht
gefangen liegen, Nicht gef
... weiterlesen


Die Greuelhochzeit

Fliegendes Blat. In Frauenstadt ein
harter Mann, Es war ein reicher
Bürgerssohn, Der hat sich
ausersehen Ein reiches Mädchen hübsch
und fein, Er dacht, die sollt sein eig
... weiterlesen


Der Fähndrich

Fliegendes Blat. Marschiert ihr
Regiment Nun in das Feld, In aller
Welt Viel Krieg ist heuer zu
finden. Bey der Frau Wirthin
Nachts, Sie kehrten ein: »Wo
... weiterlesen


Frau Nachtigal

Fliegendes Blat. Nachtigal ich hör
dich singen, Das Herz möcht mir im Leib
zerspringen, Komme doch und sag mir
bald, Wie ich mich verhalten
soll. Nachtigal ich seh
... weiterlesen


Kartenspiel

Fliegendes Blat. O verfluchte
Unglücks-Karten, Aendert sich das Spiel
noch nicht, Soll ich denn schon wieder
passen, Nie bekommen einen Stich? Noch
ein Trumpf ich thät erh
... weiterlesen


Der Schweizer

Fliegendes Blat. Zu Straßburg auf der
Schanz, Da ging mein Trauren an, Das
Alphorn hört ich drüben wohl
anstimmen, Ins Vaterland mußt ich
hinüber schwimmen, Das ging ni
... weiterlesen


Gott grüß’ euch Alter

Fliegendes Blat. »Gott grüß` euch
Alter, schmeckt das Pfeifchen? Weißt
her! - Ein Blumenkopf Von rothem Thon
mit goldnem Reifchen: Was wollt ihr für
den Kopf?«
... weiterlesen


Geh du nur hin, ich hab mein Theil

Fliegendes Blat. Husar. Wohlan die
Zeit ist kommen, Mein Pferd das muß
gesattelt seyn, Ich hab mirs
vorgenommen, Geritten muß es
seyn. Geh du nur hin,
... weiterlesen


Aussicht in die Ewigkeit

Fliegendes Blatt. O wie gehts im
Himmel zu Und im ewigen Leben, Alles
kann man haben gnug, Darf kein Geld
ausgeben, Alles darf man borgen, Nicht
fürs Zahlen so
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Aus ihrem Braut- und jungen Ehestande.

Frankfurt am Main 1808 Zuweilen tat
mir das Heiz so weh, Als ob es wär`
gesprungen, Und wenn ich dann recht in
mich geh, So hat mir das Ohr
geklungen. Was klingt das
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Der Pokal

Freunde, weihet den Pokal Jener fremden
Menschenwelt, Die an gleichem
Sonnenstrahl Sich erhellt, gesellt,
gefällt; Glück den lieben
Unbekannten Lichtgesandten,
Herzverwandte
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Kriegslieder - I.

Frisch auf, ihr preußischen
Soldaten! Ihr, die ihr noch mit
deutschem Blut, Ihr, die ihr noch mit
frischem Mut Belebet suchet große
Taten, Ihr Landsleut`, ihr Brüder,
frisch auf!
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Große Wäsche

Frische Liedlein und mündlich. Der Mai
will sich mit Gunsten, Mit Gunsten
beweisen, Prüf` ich an aller Vögelein
Gesang, Der Sommer kömmt, vor nicht gar
lang Hört ich Fr
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Der arme Schwartenhals

Frische Liedlein. Nürnberg 1563. Quer
8. mit Musik. Ich kam vor einer Frau
Wirthin Haus, Man fragt mich, wer ich
wäre, Ich bin ein armer
Schwartenhals, Ich eß und trink so gern
... weiterlesen


Der traurige Garten

Frische Liedlein. Ach Gott, wie weh
thut Scheiden, Hat mir mein Herz
verwundt, So trab ich über Helden, Und
traure zu aller Stund, Der Stunden der
sind alsoviel, Mein
... weiterlesen


Das Bäumlein

Frische Liedlein. Ein Bäumlein
zart, Geschlachter Art, Von edlem
Stamm, Und gutem Nahm, Nach seiner
Natur Ganz rein und pur, Kein süßer
Frucht Nie Mensc
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Die Pantoffeln

Frische Liedlein. Ein Mägdlein zu dem
Brunnen ging, Und das war
säuberlichen Das Mägdlein in
Pantoffeln ging, Ganz sacht kam sie
geschlichen. Begegnet ihr ein stol
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Jäger Wohlgemuth

Frische Liedlein. Es jagt ein Jäger
wohlgemuth, Er jagt aus frischem freien
Muth Wohl unter grünen Linden, Er jagt
derselben Thierlein viel, Mit seinen
schnellen Winden.
... weiterlesen


Von zwölf Knaben

Frische Liedlein. Mein Mutter zeihet
mich, Zwölf Knaben freyen mich. Der
Erst der thät mir winken, Der ander
mein gedenken, Der Dritt der tratt mir
auf den F
... weiterlesen


Martinsgans

Frische Liedlein. Nach Gras wir wollen
gehn, Die Vögel singen schön, Der
Gutzgauch frey, Sein Melodey, Hallt
über Berg und Thal, Die Mühle klappt
zumal; Der
... weiterlesen


Kurze Weile

Frische Liedlein. So wünsch ich ihr
ein gute Nacht, Bei der ich war
alleine, Kein traurig Wort sie zu mir
sprach, Da wir uns sollten
scheiden: »Scheid nicht mit Leid,
... weiterlesen


Schürz dich Gretlein

Frische Liedlein. »Nun schürz dich
Gretlein schürz dich, Wohl auf mit mir
davon, Das Korn ist abgeschnitten, Der
Wein ist eingethan.« »Ach Hänßlein,
liebes Hä
... weiterlesen


Aufgegebne Jagd

Frische Liedlein. Erster
Jäger. Ich schwing mein Horn ins
Jammerthal, Mein Freud ist mir
verschwunden, Ich hab gejagt, muß
abelahn, Das Wild lauft vor den Hu
... weiterlesen


Adelnssucht

Frische Liedlein. Mancher jetzund
nach Adel strebt, Hätt er nicht
Geld, Würd öfter um sich
schauen, Gedenken wer sein Vater
war, Ders ganze Jahr Den Acker mu
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Das Weberlied

Frühmorgens, wenn der Tag bricht
an, Hört man uns schon mit Freuden Ein
schönes Liedlein stimmen an, Und wacker
drauf arbeiten. Die Spule die ist unser
Pflug, Das Schifflein ist
... weiterlesen


Zu Neujahr 1811

für ein blühendes
Rosenstöckchen Ein Sternenhauch vom
Himmelslauf Die offne Brust mit Glanz
umkühlt, Ein Frühling neu im Herzen
spielt, Ein neues Röslein blüht
darauf;
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Drey Schwestern, Glaube, Liebe, Hoffnung

Gassenhauer, Reuter und Bergliedlein,
christlich verändertdurch Doktor
Knausten. Frankfurt am Mayn 1571. S.
27. Es wollt ein Jäger jagen, Dort
wohl vor jenem Holz, Was sah er au
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Sommerlied

Geh aus, mein Herz, und suche Freud In
dieser lieben Sommerzeit, An deines
Gottes Gaben; Schau an der schönen
Gärten Zier, Und siehe, wie sie mir und
dir Sich ausgeschmücket hab
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Zu Gaste gebeten

Geh mit mir in die
Heidelbeeren, Heidelbeeren sind noch nit
blo, (blau) Geh mit mir ins
Haberstroh, Haberstroh ist noch nit
zeitig, Geh mit mir ins
Besenreisig, Besenreisig ist noc
... weiterlesen


Elegie aus einem Reisetagebuche in Schottland

Genua seh ich im Geist, so oft die
unendlichen Wellen Halten den Himmel im
Arm, halten die taumelnde Welt; Seh ich
die klingenden Höhlen des nordischen
Mohrenbasaltes, Glaub ich die Erde g
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Frühlingsnacht

Geraubet war ihm das Fräulein sein, Er
sucht es in Morgen und Abend, Er sucht
es in Sonn- und Mondenschein Auf
glänzendem Rosse trabend: »Wohin,
wohin, mein wildes Herz?«
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Mein Stammbuch

Gern seh ich die Namen der Freunde In
meinem Stammbuch mir an Und bete mit
dieser Gemeinde, Ihr Kirchlein ich
schmücken kann Mit Bildern und
schönen Zeichen, Mit manchem her
... weiterlesen


Abzählen

Gickes gackes Eyermuß, Gänse laufen
barfuß, Hinterm Ofen steht sie, Vor
dem Ofen geht sie, Hat sie Schuh, Sie
legt sie an. Hat sie keine, So kauft
sie ein Paa
... weiterlesen


Erbsenliedchen

Gieb mir eine Erbse. »Ich habe
keine.« Geh zum Müller, und hol dir
eine. »Er giebt mir keine.« So such
dir eine. »Ich finde keine.« So blas
ich dich. »So wehr i
... weiterlesen


Dorothea und Theophilus

Gleich wie ein fruchtbarer Regen Ist
der Martyrer Blut, Und Frucht durch
Gottes Segen Reichlich er bringen
thut. Durchs Kreutz die Kirche
dringet Und wächst ohn Unterlaß,
... weiterlesen


Dreikönigslied

Gott so wollen wir loben und ehrn, Die
heiligen drei König mit ihrem
Stern, Sie reiten daher in aller Eil In
dreisig Tagen vierhundert Meil, Sie
kamen in Herodis Haus, Herodes sah
... weiterlesen


Kinderlied zu Weihnachten

Gott’s Wunder, lieber Bu, Geh, horch
ein wenig zu, Was ich dir will
erzählen, Was geschah in aller
Fruh. Da geh ich über ein Heid, Wo
man die Schäflein weidt,
... weiterlesen


Gute Lehre

Grad Herz brich nicht, Lieb mich und
sags nicht, Liebst du mich, Wie ich
dich, Bleibt die Lieb
beständiglich. Schönste Rose fall
nicht ab, Bis ich komm und brech dic
... weiterlesen


Meinrad

Graf Berthold von Sulchen, der fromme
Mann, Er führt sein Söhnlein an der
Hand; Meinrad, mein Söhnlein von fünf
Jahren, Du mußt mit mir gen Reichenau
fahren. Hatto, Hatto, ni
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Vom Vöglein

Grüß dich Gott mein lieb Regerl! Ich
komm aus dem Wald, Hab gefangen ein
schöns Vögerl, Entwischt wär mirs
bald. Ich thät dirs gern
schenken, Nimms an, sey so gut, Es w
... weiterlesen


Gute Nacht, mein Kind

Guten Abend, gute Nacht,
Mit Rosen bedacht,
Mit Näglein besteckt,
Schlupf` unter die Deck,
Morgen früh, wenns Gott will,
Wirst du wieder geweckt.
Bivouack

Habt ihr die Husaren gesehn, Auf dem
grünen Wieschen, Hinterm gelben
Veilchenstock, Bei der Jungfer
Lieschen? Jungfer Lieschen, was ist
das? Auf der Wiese wächst das Gras,
... weiterlesen


Die hohe Magd

Hallorenlied in Halle, wahrscheinlich
noch aus ihren frühern
Wohnplätzen. Herr Buchhändler Hendel
soll mehrere derselben haben. Ein Magd
ist weiß und schone, Gott führt den h
... weiterlesen


Ein Rundgesang von des Herrn Weingarten

Handschrift im Besitze von Clemens
Brentano. Ich weiß mir einen schönen
Weingarten, Darinnen da ist gut
Wesen: Wohlauf, wir wollen drin
arbeiten, Die Weinbeer wollen wir lesen.
... weiterlesen


Der gescheidte Hansel

Hansel am Bach, Hat lauter gut
Sach, Hats Häusel verbrennt, Hat Lumpen
drum gehenkt. Hansel am Bach, Hat
lauter gut Sach, Hat Fischlein
gefangen, Hat die Schupp
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Lieben und geliebt zu werden.

Heidelberg 1808 Lieben und geliebt zu
werden Ist das einzige auf Erden, Was
ich könnte, was ich möchte, Was ich
dächte, Daß es mir noch könnte
werden, Lieb
... weiterlesen


Ulrich und Aennchen

Herders Volkslieder. I. 79. Es ritt
einst Ulrich spazieren aus, Er ritt wohl
vor Lieb Aennchens Haus: »Lieb
Aennchen, willst mit in grünen
Wald? Ich will dir lehren den Vogelsan
... weiterlesen


Der eifersüchtige Knabe

Herder`s Volkslieder. I. B. S. 38. aus
dem Elsasse. Es stehen drey Stern` am
Himmel, Die geben der Lieb` ihren
Schein: »Gott grüß euch, schönes
Jungfräulein, Wo bind` ich mei
... weiterlesen


Dusle und Babeli

Herder`s Volkslieder. I. S. 139. Es
hätte ein Bauer ein Töchterli, Mit
Name hieß es Babeli, Es hätt ein Paar
Zöpfle, sie sind wie Gold, Drum ist ihm
auch der Dusle hold.
... weiterlesen


Ritt im Mondschein

Herz zum Herzen ist nicht weit Unter
lichten Sternen, Und das Aug, von Tau
geweiht Blickt zu lieben Fernen; Unterm
Hufschlag klingt die Welt, Und die
Himmel schweigen, Z
... weiterlesen


Liebeslieder

Herzigs Kindlein, Zuckermündlein, Ich
hab ein Wecklein, in meinem
Säcklein, Ich will dirs bringen, Bis
nach Bingen, Zerrißne Hemder, Die Schuh
voll Bänder, Papierne Absä
... weiterlesen


Frühlingsumgang

Heut ist mitten in der Fasten, Da leeren
die Bauten die Kasten. Die Kasten sind
alle so leer, Bescheer uns Gott ein
andres Jahr! Die Früchte im Felde, sie
kleiden so wohl,
... weiterlesen


Und dieß und das und das ist mein

Heute wollen wir Haber mähn, Morgen
wollen wir binden: Wo ist denn die
Liebste mein? Wo soll ich sie
finden? Gestern Abend sah ich sie Unter
einer Linden; Ich gedacht in mei
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Werd ein Kind

Historie der Wiedergebornen. 1742. S.
18. Klein und arm an Herz und
Munde Mußt du seyn, wenn Christus
soll Gehen auf in deinem Grunde: Denn
die Rose und Viol Wächst im Tha
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Taille douce eines süßen Herrn in bittrer Manier

Hört zu, ein neuer Pantalon ist auf dem
Markt ankommen, Den Charletan jagt er
davon, hat selbst den Platz
genommen, Der seltsam Kund in einer
Stund wird tausend Possen reißen, Bist
du ein Ma
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Des edlen Helden Thedel Unverfehrden von Walmoden

I. Die Taufe.(Nach den Reimen von Georg
Thym. Wolfenbüttel 1563.) Es hat
gewohnt ein Edelmann, Des Tugend kannte
jedermann Nicht ferne vom
Braunschweigschen Land, Aschen von Walm
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Das Wappen von Amsterdam

Ich gieng einmal nach Amsterdam, Auf der
Faullenzer Straße, Man fragt mich, ob
ich faullenzen kann, Ich sagte nein, und
meint doch ja, Ich sezt mich nieder und
faullenzt da, Es wa
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Schlummer unter Dornrosen

Ich legte mich nieder ins grüne
Gras, Und lauert auf meinen Herzliebsten
Schatz, Ich lauert so lange bis mich es
verdroß, Da fielen zwei Röselein mir
in den Schoos. Die Röselein, die
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Was möchtest du nicht

Ich möcht vor tausend Thaler
nicht, Daß mir der Kopf ab wär, Da
spräng ich mit dem Rumpf herum, Und
wüßt nicht, wo ich wär, Die Leut
schrien all und blieben stehn: Ey guck e
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Ey der tausend

Ich saß auf einem Birnenbaum, Wollt
gelbe Rüben graben, Da kam derselbe
Bauersmann, Dem diese Zwiebeln
waren! Ach, ach du Schelm, ach, ach du
Dieb! Was machst du in den N
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Oliviers Berchtolsgadner Landschaft

Ich schließ die Augen, und vor meinen
Blicken Steht noch das Bild und zwingt
mich, es zu sehen, Die Alpenhöhen
bleiben glänzend stehen, Die
Wolkenschäflein ziehn auf ihren
Rücken;
... weiterlesen


Stern

Ich sehe ihn wieder Den lieblichen
Stern. Er winket hernieder, Er nahte
mir gern; Er wärmet und funkelt, Je
näher er kömmt, Die andern
verdunkelt, Die Herzen
... weiterlesen


Der wunderliche Kittel

Ich weiß mir einen Kittel, Geht vornen
nicht zusammen, Bin ich zu einer Nonn
gegangen. »Ach liebe Nonn gieb auch
dazu, Daß der Kittel fertig
wird!« Sprach die Nonn: »Das soll
... weiterlesen


Wiegenlied einer alten frommen Magd

Ich wollte mich zur lieben Maria
vermiethen, Ich sollte ihr Kindlein
helfen wiegen; Sie führt mich in ihr
Kämmerlein, Da waren die lieben
Engelein, Die sangen alle Gloria! Gelobe
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Einerlei

Ihr Mund ist stets derselbe,
Sein Kuß mir immer neu,
Ihr Auge noch dasselbe,
Sein freier Blick mir treu;

O du liebes Einerlei,
Wie wird aus dir so mancherlei!
Verlegung der deutschen Tischgesellschaft in den T

im Frühling 1811 Fort ins Freie, in
die Luft, Da der Frühling uns
erschienen Und mit tausend Stimmen
ruft Zu den grünen
Lebensbühnen; Seht das neue Haus
geschmück
... weiterlesen


Das St. Hubertuslied

Im grünen Wald bin ich gewesen, Sah ich
es ein Hirschelein stehn; Das
Hirschlein, das wollt ich erschiessen, O
Wunder, was hab ich gesehn. Es thut mir
die Flinte versagen,
... weiterlesen


Mailied

Im Maien im Maien ists lieblich und
schön, Da finden sich viel Kurzweil und
Wonn`; Frau Nachtigall singet, Die
Lerche sich schwinget Ueber Berg und
über Thal. Die Pforten
... weiterlesen


Nach der Vermählung

Im März 1811 Bis hierher schrieb ich
als ein Junggeselle, Heut sing ich als
ein Ehemann, Schon jenseit einer
goldnen Schwelle In eines stillen
Zaubers Bann. Belebte N
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Romanze vom großen Bergbau der Welt

Im Ton: Wie schön leucht uns der
Morgenstern.Der durch das geistliche
Schlegel andächtiger Berg-Reihen das
Gedinge seines Glaubens herausschlagende
Bergmann. Anno 1721. S. 56-61. Auf!
... weiterlesen


Im Walde

Im Walde, im Walde, da wird mir so
licht, Wenn es in aller Welt
dunkel, Da liegen die trocknen Blätter
so dicht, Da wälz ich mich rauschend
drunter, Da mein ich zu Schwimmen in
rau
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Lied beym Heuen

In den frischen Liedlein Georg Forsters.
Nürnberg 1565. II. XXV. ist schon der
Anfang eines ganz ähnlichen Lieds: Es
hätt ein Biedermann ein Weib, Ihr Tück
wollt sie nit lan,
... weiterlesen


Das Sommertagslied

In der Pfalz und umliegenden Gegenden
gehen am Sonntag Lätare, welchen man
den Sommertagnennt, die Kinder auf den
Gassen herum mit hölzernen Stäben, an
welchen eine mit Bändern geschmückte
Bretzel hängt,
... weiterlesen


Der Traum

In des Regenbogen überlangem
Ton. (Altes Manuscript.) Ein mal lag
ich in Schlafes Qual, Mich däucht ich
war Auf einem Berg Vor eime königlichen
Pallast, Der war dur
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Zur Erinnerung des Frühlings 1816

In jedem Frühling, jeder
Blüte Begrüßet uns das
Vaterland, Es feiert still der
Schwerbemühte, Daß er`s im Herzen
wiederfand, Und wer kein Vaterland
verloren, Dem ist der
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Brunneneyer-Liedlein

In Kreuznach und andern Städten am
Rhein werden um Johannistag die Brunnen
gereinigt, und neue Brunnenmeister
erwählt, wobei sich die Nachbarn
versammeln, und nachdem sie manche
nachbarliche Angelegenheit bes
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Herr Burkhart Münch

In Rosen baden. Sprüchwort.(Nach
Lycosthenes Psellionoros
Lustgarten. Straßburg, bey Carolo.
1621. S. 678.) Es war Herr Burkhart
Münch bekannt Als tapfrer Kriegsmann in
dem Land,
... weiterlesen


Des Knaben Wunderhorn I, Von Volksliedern 4

Ja wir fühlen es, wie die Sprache unter
dem gewaltigen Triebe in solchen Punkten
sich weitet, wir sehen dagegen die
ruhige sinkende Erde asiatischer Steppen
in der stillen Versteinerung
(Steinfermentation) all
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Ewigkeit

Katholische Kirchengesänge. Cölln
1625. S. 620. O Ewigkeit, o
Ewigkeit! Wie lang bist du, o
Ewigkeit, Doch eilt zu dir schnell unsre
Zeit, Gleich wie das Heerpferd zu dem
Streit
... weiterlesen


Die mystische Wurzel

Katholische Kirchengesänge. Cölln
1625. S. 91. Von Jesse kommt ein Wurzel
zart, Daraus ein Zweig von
Wunderart, Der Zweig ein schönes
Röslein bringt, Das wunderlich vom
Zweig
... weiterlesen


Erndtelied

Katholisches Kirchenlied. Es ist ein
Schnitter, der heißt Tod, Hat Gewalt
vom höchsten Gott, Heut wezt er das
Messer, Es schneidt schon viel
besser, Bald wird er drein sch
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Kriegslieder - II.

Kein sel`ger Tod ist in der Welt, Als
wer vorm Feind erschlagen Auf grüner
Heid` in freiem Feld Darf nicht hören
groß Wehklagen. Im engen Bett er
sonst allein Muß
... weiterlesen


Elegie auf den Tod eines Geistlichen

Keine Glocken heut erklangen Zu des
Festes Vorbereitung, Gestern hielt uns
noch umfangen Kirchenenge,
Himmelsweitung. Seelen irren ohne
Hirten Vor des Kirchleins Gnadentüre,
... weiterlesen


Die Königstochter aus Engelland

Kirchengesänge. Cölln 1625. S.
672. Vionetus in Engelland War König
mächtig sehr, Sein Tochter, Ursula
genannt, Der Jungfrauschaft ein
Ehr; Weil sie mit Christi Blut erk
... weiterlesen


Kinder-Konzert, prima vista

Kleins Männele, kleins Männele, was
kannst du machen? Ich kann wohl spielen
auf meiner Trumm, Rum bum, bidi bum, so
macht meine Trumm. Rum bum, bidi
bum. Kleins Männele, u.s.w.
... weiterlesen


Im Frühling, wenn die Maiglöckchen läuten

Kling, kling Glöckchen, Im Haus steht
ein Döckchen, Im Garten steht ein
Hünernest, Stehn drei seidne Döckchen
drin, Eins spinnt Seiden, Eins flicht
Weiden, Eins schließt
... weiterlesen


Emmenthaler Kühreihen

Knabe. Mys Lieb` isch gar wyt
inne, Dort inne uf der steinige
Fluh; Wenn i scho zun ihm wetti, O so
reute mi di Schuh! Meitschent. La
du di dSch
... weiterlesen


Die Nachtwandler

Konrad, der Degenfelder hat Sein edles
Fräulein in die Stadt Zur Hochzeit
mitgenommen, In ein Gespräch gar
mancherlei Sind da die Frauen
kommen. Jakob von Gültlings Frau
... weiterlesen


Der grobe Bruder

Kuchlebu, Schifflebu fahren wohl über
den Rhein, Bey einem Markgrafen, da
kehren sie ein. »Guten Morgen, junger
Markgraf, guten Morgen, Wo hast du dein
adelich Schwesterlein verborgen
... weiterlesen


Der Dollinger

Kurzgefaßte Nachrichten von denen in
den Ringmauern derStadt Regensburg
gelegenen Stiftern. Reg. 1723. S. 172.
u. 173. Es ritt ein Türk aus
Türkenland, Er ritt gen Regensburg in
die
... weiterlesen


Räthsel

Kurzweilige Fragen S. 23. Es ist die
wunderschönste Brück, Darüber noch
kein Mensch gegangen, Doch ist daran ein
seltsam Stück, Daß über ihr die
Wasser hangen, Und unt
... weiterlesen


Aus einem Kindermährchen

Königstochter jüngste,
Mach mir auf,
Weißt du nicht, was gestern
Du zu mir gesagt,
Bei dem kühlen Brunnenwasser?
Königstochter jüngste
Mach mir auf.
Rothe Aeuglein

Könnst du meine Aeuglein sehen, Wie sie
sind vom Weinen roth, Ich soll in das
Kloster gehen, Und allein seyn bis in
Tod. Es sitzen auch zwey
Turteltäublein Drüben auf dem
... weiterlesen


Fabel von einer kleinen Kirche in einer großen St

Lang stand die Kirche klein und
enge, Von hohen Häusern fast
versteckt, Ihr Glöcklein gab nur
sanfte Klänge, Kein Reicher ward davon
erweckt; Nur Handwerksleute, ganz
geringe,
... weiterlesen


Zueignung

Lasset uns Mayen und Kränze
bereiten, Sehet, ach sehet die
fröhlichen Zeiten! Sehet ihr Brüder
und merket hierbey, Welche Veränderung
solches nur sey. Lasset uns Weinen und
Tr
... weiterlesen


Schweizerisch Kriegsgebet

Laßt üs abermal betta Für üsre Stadt
und Flecka, Für üsre Küh und
Geissa, Für üsre Wittwa und
Weisa, Für üsre Roß und Rinder, Für
üsre Weib und Kinder, Für üs
... weiterlesen


Auf dem Grabstein eines Kindes in einem Kirchhof i

Liebe Eltern gute Nacht! Ich soll wieder
von euch scheiden, Kaum war ich zur Welt
gebracht, Hab genossen keine
Freuden, Ich das kleinste eurer
Glieder, Geh schon fort, doch nicht a
... weiterlesen


An den Meistbiethenden gegen gleich baare Bezahlun

Lieber Schatz, wohl nimmerdar, Will ich
von dir scheiden, Kannst du mir aus
deinem Haar Spinnen klare Seiden. Soll
ich dir aus meinem Haar Spinnen klare
Seiden, Sollst
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Klosterscheu

Limpurger Cronik. »In selbiger Zeit
(1359.) sang und pfifman dieses
Lied.« Gott geb ihm ein verdorben
Jahr, Der mich macht zu einer
Nonnen, Und mir den schwarzen Mantel
gab,
... weiterlesen


Wenn die Kinder ihre heiße Suppe rühren

Lirum larum Löffelstiel,
Alte Weiber essen viel,
Junge müssen fasten,
Brod liegt im Kasten,
Messer liegt daneben,
Ey was ein lustig Leben!
Abt Neithards und seiner Münche Chor

Manuscript Neithards des Minnesängers,
sämmtliche Streiche mit den Bauren
enthaltend, in meiner Bibliothek. C.
Brentano. Ich will mich aber freuen
gegen diesen Mayen,
... weiterlesen


Unerhörte Liebe

Martin Opitz. Ist irgend zu
erfragen Ein Schäfer um den Rhein, Der
sehnlich sich beklagen Muß über
Liebespein, Der wird mir müssen
weichen, Ich weiß sie plagt mic
... weiterlesen


Der Spaziergang

Martin Opitz. Kommt laßt uns aus
spazieren, Zu hören durch den Wald, Die
Vögel musiziren, Daß Berg und Thal
erschallt. Wohl dem der frey kann
singen, Wie du
... weiterlesen


Aurora

Martin Opitz. Wer sich auf Ruhm
begiebet, Und freie Tage liebet, Der
liebt Aurorens Licht; Dann Gras muß
Blumen bringen, Der Vögel leichtes
Singen Durch alle Lüfte
... weiterlesen


Meelämmchen

Mee Lämmchen, mee! Das Lämmchen lauft
in Wald, Da stieß sichs an ein
Steinchen, That ihm weh sein
Beinchen, Da schrie das Lämmchen
mee! Mee Lämmchen, mee! Das Lä
... weiterlesen


Todesahndung einer Wöchnerin

Mein Auge wankt, Am Mond erkrankt, Er
möchte mir beyspringen, Mir drohn des
Todes Klingen. Muß Sichelschein Den
Zirkel rund Zur Todesfackel füllen, Ich
bild mirs ein
... weiterlesen


Heimlicher Liebe Pein

Mein Schatz der ist auf die Wanderschaft
hin, Ich weiß aber nicht, was ich so
traurig bin, Vielleicht ist er todt, und
liegt in guter Ruh, Drum bring ich meine
Zeit so traurig zu.
... weiterlesen


Konterfait und Aussteuer

Mein Schatz ist kreideweiß, Hat krumme
Glieder, Geht schief zum Thor
hinaus, Kömmt bucklicht wieder. Ein
ungleich Paar Ochsen, Eine bucklichte
Kuh, Die giebt mir mei
... weiterlesen


Kriegslieder - VIII.

Mel.: God save the King. Lebet, ihr
Preußen, hoch, Sterb` die
Franzosenbrut, Die uns
belog; Preußen, in
Himmelsglut Trinket der Feinde
Blut, Deutschland mein
... weiterlesen


Der Gruß

Mir ist ein roth Gold Ringelein Auf
meinen Fuß gefallen; So darf ichs doch
nicht heben auf, Die Leut, die sehens
alle. Mit Lust tret ich an diesen
Tanz, Ich hoff, mir wird
... weiterlesen


Mir ist zu licht zum Schlafen ...

Mir ist zu licht zum Schlafen, Der Tag
bricht in die Nacht, Die Seele ruht im
Hafen, Ich bin so froh erwacht. Ich
hauchte meine Seele Im ersten Kusse
aus, Was ist`s, d
... weiterlesen


Augustinus und der Engel

Mit der Muschel schöpft das
Büblein, Aus dem Meer in ein
Sandgrüblein; Augustinus stille
stand, Und das Kind zu ihm begann.
Engel.  Augustinus, Licht
des Gl
... weiterlesen


Frommer Soldaten seligster Tod

Morhof von der deutschen Poesie. Leipzig
1718. S. 313. Viel Krieg hat sich in
dieser Welt Mancher Ursach
erhoben; Demselben hat Gott
zugesellt, Die Musik, ihn zu loben. Ihr
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Müllertücke

Musikalisches Kunst-Magazin von J. F.
Reichardt. I. B. S. 100. Es ging ein
Müller wohl übers Feld, Der hatt`
einen Beutel und hatt` kein Geld, Er
wird es wohl bekommen. U
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Petrus

Mündlich am Neckar. Der Herr der
stellt ein Gastmahl an, Mit seinen
Jüngern alln, Sie gingen in ein
Garten, Wo lustig jedermann. Als die
Juden den Herrn gefangen na
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Zwey Röselein

Mündlich am Neckar. Knabe. Geh
ich zum Brünnelein, Trink aber
nicht, Such ich mein
Schätzelein, Finds aber nicht. Setz
ich mich so allein
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Weinschrödter-Lied

Mündlich bey
Heidelberg. Weinschrödter, schlag die
Trommel, Bis der bittre Bauer
kommet, Mit den Grenadieren Must du
fortmarschiren, Mit dem blauen
Reiter, Auf die G
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Liebesdienst

Mündlich durch die gütige Bemühung
des Herrn A. L.Grimm aus Schluchtern bei
Heilbronn, eines Studierenden in
Heidelberg, dem wir noch einige andere
verdanken. Es war ein Markgraf üb
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Maykäfer-Lied

Mündlich in Hessen. In Niedersachsen
sagen siePommerland, s. Volkssagen von
Ottmar (Nachtigal). Bremen 1800. S.
46. Maykäfer flieg, Der Vater ist im
Krieg, Die Mutter ist im Pul
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Kriegslied des Glaubens

Mündlich nach Martin Luther Lieder.
Zittau 1710. S. 502. und Phil. von
Sittewald II. Band S. 691. Ein feste
Burg ist unser Gott, Ein gute Wehr und
Waffen, Er hilft uns frei aus a
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Der Wirthin Töchterlein

Mündlich. Bey meines Buhlen Kopfen, Da
steht ein güldner Schrein, Darin da
liegt verschlossen, Das junge Herze
mein, Wollt Gott, ich hätt den
Schlüssel, Ich würf
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Müllers Abschied

Mündlich. Da droben auf jenem
Berge, Da steht ein goldnes Haus, Da
schauen wohl alle Frühmorgen Drey
schöne Jungfrauen heraus; Die eine, die
heißet Elisabeth, Die
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Warnung

Mündlich. Der Kukuk auf dem Zaune
saß, Es regnet sehr und er ward
naß, Da kam ein hoher Sonnenschein, Der
Kukuk, der ward hübsch und fein, Dann
schwang er sein Gefieder
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Die Ausgleichung

Mündlich. Der König über Tische
saß, Ihm dienten Fürsten, Herren, Viel
edle Frauen schön und zart, So saßen
sie paarweise Da man das erste Essen
aß, Da kam in
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Gastlichkeit des Winters

Mündlich. Der Winter ist ein scharfer
Gast, Das merkt ich an dem Dache; Mein
Lieb gab mir ein Kränzelein Von Perlen
fein, Das hab ich von ihr tragen An
meinem Bart u
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Der Scheintod

Mündlich. Des Jerman Weizers Fraue
ward Mit großer Angst beschweret, Von
wunderbarer Krankheit Art, Auch sollt
sie bald gebähren, Sie betet: Wär das
Kind zur Welt,
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Amor

Mündlich. Des Nachts da bin ich
gekommen, Treibt mit mir ein Bübchen
viel Scherz, Wie Amor mir ists
vorgekommen, Verwundet, verbindet mein
Herz. Ich dacht, was soll
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Das Hasselocher Thal

Mündlich. Des reichen Schlossers
Knab, Ging mit dem Müller aus, Ging
Abends spät nach Haus Durchs
Hasselocher Thal, Bey Haßloch durch den
Wald, Wohl durch den dick
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Vertraue

Mündlich. Es ist kein Jäger, er hat
ein Schuß, Viel hundert Schrot auf
einen Kuß: »Feins Lieb, dich ruhig
stelle, Und willst du meinem Kuß nicht
stehn, So küßt dich
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Drei Reiter am Thor

Mündlich. Es ritten drei Reiter zum
Thor hinaus, Ade! Feins Liebchen schaute
zum Fenster hinaus, Ade! Und wenn es
denn soll geschieden seyn, So reich mir
dein goldene
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Die gefährliche Manschettenblume

Mündlich. Es stand ein Baum im
Schweizerland, Der trug
Manschettenblumen, Die erste Blume die
er trug, Die war des Königs
Tochter. Des Bauers Sohn darunter war,
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Die Judentochter

Mündlich. Es war eine schöne
Jüdin, Ein wunderschönes Weib, Sie
hatt` ein schöne Tochter, Ihr Haar war
schön geflochten, Zum Tanz war sie
bereit. »Ach, l
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Das Wiedersehen am Brunnen

Mündlich. Es war einmal ein junger
Knab, Der hat gefreit schon sieben
Jahr Um ein fein Mädlein, das ist
wahr, Er konnt sie nicht erfreien. »Ey
komm den Abend junge
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Der vorlaute Ritter

Mündlich. Es waren drey Gesellen, Die
thäten, was sie wellen, Sie hielten
alle drey Viel heimlichen Rath, Wer wohl
in dieser Nacht Das beste Mädel hätt.
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Der verlorne Schwimmer

Mündlich. Es wirbt ein schöner
Knabe Da überm breiten See, Um eines
Königs Tochter, Nach Leid geschah ihm
Weh. »Ach Knabe, lieber Buhle, Wie
gern wär ich
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Der Pfalzgraf am Rhein

Mündlich. Es wohnt` ein Pfalzgraf an
dem Rhein, Der ließ verjagen sein
Schwesterlein, Da kam der Küchenjung zu
ihm: »Willkommen! Willkommen, Pfalzgraf
am Rhein! W
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Rosmarien

Mündlich. Es wollt die Jungfrau früh
aufstehn, Wollt in des Vaters Garten
gehn, Roth Röslein wollt sie brechen
ab, Davon wollt sie sich machen, Ein
Kränzelein wohl schö
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Das Rautensträuchelein

Mündlich. Gar hoch auf jenem Berg
allein Da steht ein
Rautensträuchelein, Gewunden aus der
Erden Mit sonderbar Geberden. Mir
träumt ein wunderlicher Traum, D
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Keuzlein

Mündlich. Ich armes Keuzlein
kleine, Wo soll ich fliegen aus, Bey
Nacht so gar alleine, Bringt mir so
manchen Graus: Das macht der Eulen
Ungestalt, Ihr Trauern mannig
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Das grosse Kind

Mündlich. Ich hört ein Fräulein
klagen, Fürwahr ein weiblich Bild, Ihr
Herz wollt ihr verzagen, Durch einen
Jüngling mild. Das Fräulein sprach mit
Listen: »Er l
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Sollen und Müssen

Mündlich. Ich soll und muß ein Buhlen
haben, Trabe dich Thierlein, trabe, Und
sollt ich ihn aus der Erde graben, Trabe
dich Thierlein, trabe. Das
Murmelthierlein hi
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Der Bettelvogt

Mündlich. Ich war noch so jung, und
war doch schon arm, Kein Geld hat ich
gar nicht, daß Gott sich erbarm, So
nahm ich meinen Stab und meinen
Bettelsack. Und pfiff das Vaterunse
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Die schlechte Liebste

Mündlich. Jetzunder geht mir mein
Trauern an, Die Zeit ist leider
kommen, Die mir vor`m Jahr die Liebste
war, Ist schlecht mir vorgekommen. Mein
Herz ist von lauter
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Wers Lieben erdacht

Mündlich. Knabe.Zum Sterben bin
ich, Verliebet in dich, Deine
schwarzbraune Aeugelein, Verführen ja
mich :: Bist hier oder bist dort, Oder
sonst an eim Ort,
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Die Diebsstellung

Mündlich. Maria in den Garten
trat, Begegnen ihr drey Jüngling
zart. Der erste war Sankt Daniel, Dann
Raphael, dann Michael. Sankt Daniel zu
ihr da lacht,
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Marienwürmchen

Mündlich. Marienwürmchen setze
dich, Auf meine Hand, auf meine
Hand, Ich thu dir nichts zu Leide. Es
soll dir nichts zu Leid geschehn, Will
nur deine bunte Flügel sehn,
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Nächtliche Jagd

Mündlich. Mit Lust thät ich
ausreiten Durch einen grünen
Wald, Darin da hört ich singen, Drey
Vöglein wohlgestalt. Und sind es nicht
drey Vögelein, So sind`s dre
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Doppelte Liebe

Mündlich. Nicht lang es ist, In
Fastnacht-Frist, Hab ich mir
auserkoren, Zwey Jungfraun zart, Von
guter Art Und tugendlich geboren. Am
Abend spat S
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Das fahrende Fräulein

Mündlich. O weh der Zeit, die ich
verzehrt Mit meiner Buhler
Orden, Nachreu ist worden mein
Gefährt, Ich bin zur Thörin
worden. Mich reut die Schmink und
falscher
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Das Weltende

Mündlich. Ob ich gleich kein Schatz
nicht hab, Will ich schon ein
finden, Geh ichs Gäßlein auf und
ab, Bis zur großen Linden. Als ich zu
der Linden kam, Sa
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Die kluge Schäferin

Mündlich. Schäferin.Ich schlaf
allhie, Bey meinem Vieh, Ich schlaf im
Moos, Dem Glück im Schoos; Dein Schloß
ich schau, Es liegt vor mir, Zu sagen
schier,
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Das Todaustreiben

Mündlich. So treiben wir den Winter
aus, Durch unsre Stadt zum Thor
hinaus, Mit sein Betrug und Listen, Den
rechten Antichristen. Wir stürzen ihn
von Berg und Thal,
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Das römische Glas

Mündlich. Stand ich auf einem hohen
Berg, Sah wohl den tiefen, tiefen
Rhein, Sah ich ein Schifflein
schweben, Viel Ritter tranken
drein. Der jüngste, der darunter w
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Die Nonne

Mündlich. Stund ich auf hohen
Bergen Und sah wohl über den Rhein, Ein
Schifflein sah ich fahren, Der Ritter
waren drey, Der jüngste, der darunter
war, Das wa
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Unkraut

Mündlich. Unkraut.Wie kommt`s, daß du
so traurig bist, Und gar nicht einmahl
lachst? Ich seh dir`s an den Augen
an, Daß du geweinet hast.Gärtner.Und
wer ein`n steinigen Acker
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Tabakslied

Mündlich. Wach auf! Wach auf, der
Steuermann kömmt, Er hat sein großes
Licht schon angezündt. Hat ers
angezündt, so giebts einen
Schein, Damit so fahren wir ins Bergwe
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Der vortreffliche Stallbruder

Mündlich. Wenn der Schäfer scheeren
will, Stellt er sich hinter die
Hecke, Scheert dem Schaaf die Wolle
ab, Steckt sie in die Säcke. Fängt zu
tanzen an, zu singen
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Abschiedszeichen

Mündlich. Wie schön blüht uns der
Mayen, Der Sommer fährt dahin, Mir ist
ein schön Jungfräuelein Gefallen in
meinen Sinn. Bey ihr ja wär mir
wohl, Wann ich nur
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Der Falke

Mündlich. Wär ich ein wilder
Falke, Ich wollt mich schwingen auf, Und
wollt mich niederlassen Vor meines
Grafen Haus. Und wollt mit starken
Flügel, Da schlag
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Das Feuerbesprechen

Mündlich. Zigeuner sieben von Reitern
gebracht, Gerichtet verurtheilt in einer
Nacht, Sie klagen um ihre Unschuld
laut, Ein Jud hätt ihnen den Kelch
vertraut. Die R
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Wassersnoth

Mündlich. Zu Koblenz auf der
Brücken Da lag ein tiefer Schnee, Der
Schnee der ist verschmolzen, Das Wasser
fließt in See. Es fließt in Liebchens
Garten, Da
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Rewelge

Mündlich. »Des Morgens zwischen dreyn
und vieren Da müssen wir Soldaten
marschieren Das Gäßlein auf und
ab; Tralali, Tralaley, Tralala, Mein
Schätzel sieht herab.
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Misheirath

Mündlich. »Die Wasserrüben und der
Kohl, Die haben mich vertrieben
wohl, Hätt` meine Mutter Fleisch
gekocht, Ich wär geblieben immer
noch. Wenn ich nur einmal J
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Hier liegt ein Spielmann begraben

Mündlich. »Guten Morgen Spielmann, Wo
bleibst du so lang?« Da drunten, da
droben, Da tanzten die Schwaben, Mit der
kleinen Killekeia, Mit der großen Kum
Kum.
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Der Schildwache Nachtlied

Mündlich. »Ich kann und mag nicht
fröhlich seyn, Wenn alle Leute
schlafen, So muß ich wachen, Muß
traurig seyn.« »Ach Knabe du sollst
nicht traurig seyn,
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Der Rattenfänger von Hameln

Mündlich. »Wer ist der bunte Mann im
Bilde, Er führet Böses wohl im
Schilde, Er pfeift so wild und so
bedacht; Ich hätt mein Kind ihm nicht
gebracht!« In Hameln
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Gesellschaftslied

Mündlich. Dieterlein. Wohlauf ihr
Narren, zieht all mit mir, Zieht all
mit mir, Wohl heuer in diesem
Jahre, In diesem Jahre. Alle.
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Geht dir’s wohl, so denk an mich

Mündlich. Er. Wenn ich geh vor
mir auf Weg und Straßen, Sehen mich
schon alle Leute an, Meine Augen
gießen helles Wasser, Weil ich gar
nichts anders spreche
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Abschied von Maria

Mündlich. Ihrer Hochzeit hohes
Fest Gräfin Elsbeth still
verläßt, Geht mit reich geschmücktem
Haupt Wo die Waldkapell
erbaut. Bringet Blumen, preiset laut
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Wie kommt es, daß du traurig bist

Mündlich. Jäger. Wie kommts,
daß du so traurig bist, Und gar nicht
einmal lachst? Ich seh dir`s an den
Augen an, Daß du geweinet
hast. Schä
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Knabe und Veilchen

Mündlich. Knabe. Blühe liebes
Veilchen, Das so lieblich roch, Blühe
noch ein Weilchen, Werde schöner
noch. Weist du was ich denke, Liebchen
z
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Starke Einbildungskraft

Mündlich. Mädchen. Hast gesagt
du willst mich nehmen, Sobald der
Sommer kommt :,: Der Sommer ist
gekommen, Du hast mich nicht
genommen, Geh Buble, geh
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Abendlied

Mündlich. Nun laßt uns singen das
Abendlied, Denn wir müssen gehn, Das
Kännchen mit dem Weine, Lassen wir nun
stehn. Das Kännchen mit dem
Weine, Da
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Abschied von Bremen

Mündlich. O Bremen, ich muß dich
nun lassen, O du wunderschöne
Stadt, Und darinnen muß ich
lassen Meinen allerschönsten
Schatz. Wir haben oft beisamm gese
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Des Antonius von Padua Fischpredigt

Nach Abraham a St. Clara. Judas, der
Erzschelm. I. S. 253. Antonius zur
Predig Die Kirche findt ledig, Er geht
zu den Flüssen, Und predigt den
Fischen; Sie schlagn mit den
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Die Herzogin von Orlamünde

Nach einer chronikalischen Erzählung
von Nikolaus Dumman, abgedruckt in
Ch.Ph. Weldenfels Selecta antiquit.
lib.II. c.XXXIII. p.469, Herr Heinze
bemerkte,daß die Kinder in der
Niederlausitz sich der Worte bey
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Gustav Adolphs Tod

Nach Weckherlin. Ach könnt ich meine
Stimm dem Donner gleich erheben, Daß
sie, die weite Welt erschreckend, mög
erbeben, Wollt ich ersteigen bald,
trostlos und ruhelos Den alle
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Nachtmusikanten

Narren-Nest von Abraham a St. Clara.
Wien 1751. III. T. S. 89. Hier sind wir
arme Narrn Auf Plätzen und auf
Gassen, Und thun die ganze Nacht Mit
unsrer Musick passen.
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Blumenidylle

Nieder zieht der Abendwind, Wiegt in
Schlaf manch schönes Kind, Löscht die
Lichter, Doch es weckt der
Vollmondglanz Blumen zu dem
Abendtanz, Himmlische Gesichter. Blu
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Nicht Wiedersehn

Nun ade mein allerherzliebster
Schaz, Jezt muß ich wohl scheiden von
dir, Bis auf den andern Sommer, Dann
komm ich wieder zu dir. Und als der
junge Knab heimkam, Von seiner
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Totenopfer 1813

Nun die Schlacht vorüber, Nun die
Lebenden gezählt, Ach der Tote, der
uns fehlt, War vor allen uns doch
lieber, Und der Nachruf klingt so
trüb: Ach der Tote war uns lieb,
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Das letzte Gedicht

O Herr, gib deiner Gaben viel, Damit
wir dich erkennen; Die Sorge macht die
Herzen kühl, Laß hoffend sie in Lieb`
entbrennen, Damit sie glühn fürs
ew`ge Heil In dieses Leb
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Christkindleins Wiegenlied

O Jesulein zart, O Jesulein zart, Das
Kripplein ist hart, Wie liegst du so
hart, Ach schlaf, ach thu die Aügelein
zu, Schlaf, und gieb uns die ewige
Ruh. Schlaf Jesul
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Tannebaum

O Tannebaum, o Tannebaum! Du bist ein
edles Reis! Du grünest in dem
Winter, Als wie zur Sommerszeit! Warum
sollt ich nit grünen, Da ich noch
grünen kann? Ich hab ke
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Ueberdruß der Gelahrtheit

Opitz. Ich empfinde fast ein
Grauen, Daß ich, Plato, für und
für Bin gesessen über dir; Es ist Zeit
hinaus zu schauen, Und sich bey den
frischen Quellen In dem Gr
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Wiegenlied

Ottmars Volkssagen. Bremen 1800. S. 43
und 44. Buko von Halberstadt, Bring
doch meinem Kinde was, Was soll ich ihm
bringen? Rothe Schuh mit Ringen, Schöne
Schuh mit Gold be
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Kaufherr und Bauer

Parabel Ein Kaufherr verirrte sich
beim Spazieren Und mochte wohl großen
Hunger verspüren; Er tritt in den
nächsten Bauernhof ein Und fragt nach
Braten und fragt nach Wein
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Antwort Mariä auf den Gruß der Engel

Procopii Mariale festivale. S.
368. Zwey Nachtigallen in einem
Thal Oftmals zusammen stimmen, Sie
singen mit so süßem Schall, Daß es
recht Wunder nimmet: Sie modulieren i
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Das Gnadenbild Mariä-Hülf bey Passau

Procopii Mariale festivale. S. 9. Es
wohnt ein schönes
Jungfräulein Bekleidet mit Sammt und
Seiden, Ob Passau in ein Kirchel
klein, Auf einer grünen Heiden, Dort
auf dem
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Kinder-Predigt

Quibus, quabus, Die Enten gehn
barfuß, Die Gäns haben gar keine
Schuh, Was sagen dann die lieben Hüner
dazu? Und als ich nun kam an das
kanaljeische Meer, Da fand ich drey
Männ
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Die ABC-Schützen

Rathe, was ich habe vernommen, Es sind
achtzehn fremde Gesellen ins Land
gekommen, Zu mahlen schön und
säuberlich, Doch keiner einem andern
glich, All ohne Fehler und Gebrechen,
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Zauberlied gegen das Quartanfieber

Reichard`s Geisterreich I. B. S.
145. »Steh dir bey der himmlische
Degen, Jedweden halben, darin eben, Der
Leib sey dir beinern, Das Herz sey dir
steinern, Das Haupt sey ge
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Rätsel auf ein Bild der Berliner Kunstausstellung

Rätsel auf ein Bild der Berliner
Kunstausstellung des Herbstes
1810 Es spielt das Jahr in Farben
wunderbar, Es spielt die Kunst mit
manchem bunten Bild, Und
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Morgenlied von den Schäfchen

Schlaf, Kindlein, schlaf, Der Vater hüt
die Schaaf, Die Mutter schüttelts
Bäumelein, Da fällt herab ein
Träumelein, Schlaf, Kindlein,
schlaf. Schlaf, Kindlein, schlaf,
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Ach wenn sie das Rössel doch langsam gehn liessen

Schlimm Leut sind Studenten, man sagts
überall, Obwohl sie schon kommen im
Jahr nur einmal, So machens ins Dorf so
viel Unruh und Mist, Daß uns die erste
Woche schon weh dabey ist.
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Das heisse Afrika

Schubart. Auf, auf! ihr Brüder und
seyd stark! Der Abschiedstag ist
da, Schwer liegt er auf der Seele,
schwer! Wir sollen über Land und
Meer, Ins heiße Afrika. :,:
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Von den klugen Jungfrauen

Schuppis Schriften S. 277. Wachet auf,
ruft uns die Stimme Der Wächter sehr
hoch auf der Zinne, Wach auf du Stadt
Jerusalem, Mitternacht heißt diese
Stunde, Sie rufen uns
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Was hast du dann zu dem Schustersbuben gesagt

Schusterbue! Flick mir die Schuh, Gieb
mirs Leder auch dazu, Es ist kein Gerber
in der Stadt, Der ein solches Leder
hat. Ein lustiger Bu Braucht oft ein
paar Schuh,
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Jahreszeiten

Schwarzbraun ist meine dunkle
Farbe, Darin will ich mich kleiden; Den
besten Schatz und den ich hab, Der will
jezt von mir scheiden. Ei scheidet sich
dann der Winter von mir,
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Verlorene Mühe

Schwäbisch. Sie. Büble, wir
wollen ausse gehe, Wollen unsre Lämmer
besehe, Komm, liebs Büberle, Komm,
ich bitt. Er. Närrisch
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Wenn man die Kinder im Schlitten fährt

Schäfele hat ein Küttele an, Hänget
voller Röllen, Wann es über d` Gassen
geht, Fangen die Hund an
bellen. Schäfele komm, Schlag mir die
Tromm, Führ mir mein Fr
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Aus der Zeit, wo die Schäfereyen überhand nahmen

Schäfer. Mein Freund! Ein guter
Freund, Der hier verspätet
weint, Erbittet sich zur Gnad Hier
eine Ruhestadt, Weil er von diesem
Ort Nicht mehr kann reisen fort. 
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Von Hofleuten

Schöne neue Lieder mit Musik von
Orlando di Lasso. München 1576. III. T.
S. 21. Ich sprech, wenn ich nicht
lüge, So sollt ihr glauben mir, Ihr
habt oft sehen Fliegen, Das
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Bei der Schusterrechnung zu singen

Sechsmal hab ich sie
angetroffen, Siebenmal bin ich fehl
geloffen, Auf der Haide hin und
her, »Nein mein Bue, es geschieht nicht
mehr.« Sechs paar Schuh und sieben
paar Sohlen
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Becherklang

Seit nun Gott die Welt
durchschnitten Mit der Allmacht
sausend` Schwert, Liegt in Tag und
Nacht inmitten, Wer des Weines Becher
leert:        
Tief und du
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Ehestand der Freude

Seladons (Greflingers) weltliche Lieder.
Frankfurt 1651. S. 60. Lasset uns
scherzen Blühende Herzen, Lasset uns
lieben Ohne Verschieben, Lauten und
Geigen Sollen nich
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Der Palmbaum

Simon Dach. Annchen von Tharau ist, die
mir gefällt, Sie ist mein Leben, mein
Gut und mein Geld. Annchen von Tharau
hat wieder ihr Herz Auf mich gerichtet
in Lieb und in S
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Schall der Nacht

Simplicissimi Lebenswandel. Nürnberg
1713. I. B. S. 28. Komm Trost der
Nacht, o Nachtigall! Laß deine Stimm
mit Freuden-Schall Aufs lieblichste
erklingen, Komm, komm, und lob de
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Kriegslieder - III.

So gehe tapfer an, mein Sohn, mein
Kriegsgenosse, Schlag ritterlich
darein, dein Leben unverdrossen Fürs
Vaterland aufsetz, von dem du frei es
auch Zuvor empfangen hast, das ist der
Preuß
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Des Knaben Wunderhorn I, Von Volksliedern 5

So klingen die Quellen des Rheins
hinunter, dann immer neuen Quellen und
Tönen verbunden, vom lustigen Neckar
angerauscht, ein mächtiger Strom, der
von Mainz mit dem weinfröhlichen
singenden Mayn verbunden,
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Liebesaugen

Sobald du hebst die klaren
Aeugelein, Freut sich Gestirn und auch
der Sonnenschein, Also gar sehr, du
Liebeszier, Sind sie geneiget
dir. Sobald du auch die Erde blickest
an, Ist si
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Rückfall der Krankheit

Soll ich denn sterben, Bin noch so
jung? Wenn das mein Vater wüßt, Daß
ich schon sterben müßt, Er thät sich
kränken Bis in den Tod. Wenn es die
Mutter wüßt, We
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Sonnenlied

Sonne, Sonne, scheine, Fahr über
Rheine, Fahr übers Glockenhaus, Gucken
drey schöne Puppen raus, Eine die
spinnt Seiden, Die andre wickelt
Weiden, Die andre geht ans Brün
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Frühlingsbeklemmung

Spee Trutz Nachtigal, Cölln 1660. S.
34. Der trübe Winter ist vorbey, Die
Kranich wiederkehren, Nun reget sich der
Vogelschrey, Die Nester sich
vermehren; Laub allgemach
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Cedron’s Klage

Spee Trutz Nachtigal. S. 225. Da nun
Abends in dem Garten, Daphnis
überfallen war, Und nun keinen Grimm
ersparte, Stark bewehrte
Mörderschaar, Hube süßlich an zu
weinen,
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Morgenlied

Steht auf ihr lieben Kinderlein, Der
Morgenstern mit hellem Schein, Läßt
sich sehn frei gleich wie ein Held, Und
leuchtet in die ganze Welt. Sey
willkommen, du lieber Tag,
... weiterlesen


Stiftungslied der deutschen Tischgesellschaft ...

Stiftungslied der deutschen
Tischgesellschaft am Krönungstage,
dem 18. Januar 1811 Unsre Krone ward
erstritten Durch der deutschen Ritter
Blut, Als die Heiden mußten bitte
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Klapperstorch

Storch, Storch, Langbein, Wann fliegst
du ins Land herein, Bringst dem Kind ein
Brüderlein? Wenn der Roggen
reifet, Wenn der Frosch pfeifet, Wenn
die goldnen Ringen In der K
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An den Storchschnabel

Storch, Storch, Steiner! Mit den langen
Beiner, Flieg mir in das Beckerhaus, Hol
mir ein warmen Weck heraus! Ist der
Storch nit ein schönes Thier, Hat einen
langen Schnabel
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Betteley der Vögel

Storchs- und Schwalben-Winter-Quartier
durch Johann Prätorium. Frankfurt 1676.
S. 187. Es ist kommen, es ist
kommen Der gewünschte
Frühlings-Both, So uns alles Leid
benommen
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Schweizerisch

S`isch no nit lang daß gregnet
hätt, Die Laeubli tröpfle no, I hab e
mohl e Schazli ghätt, I wott, i hätt
es no. Jez isch er gange go wandere, I
wünsch em Löcher in d
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Ahndungen

Thema: Was nur heil`ge Geister
ahnen, Glaubst du dein, du winzig
Ding? Deine Mittel sind
gering, Größern mußt du Wege
bahnen. Glosse: Wie? Du weißt, was
uns verborgen?
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Der Herr am Oelberg und der Himmelsschäfer

Trutz Nachtigal von Spee. S. 21 Der
Schäfer. Mond des Himmels treib zur
Weide Deine Schäflein gülden
gelb, Auf gewölbter blauer Heide Laß
die Sterne walte
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Xaver

Trutz Nachtigal von Spee. Seite 94. Als
nach Japon weit entlegen, Xaver dachte,
Gottes Mann, Alle waren ihm
entgegen, Fielen ihn mit Worten an, Wind
und Wetter, Meer und Wel
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Der Prinzenraub

Tänzels curiöse Bibliothek. 1705. S.
783. Wir wolln ein Liedel heben an, Was
sich hat angespunnen, Wie`s im
Pleißnerland gar schlecht war
bestallt, Als den jungen Fürst`n gesc
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Die Wahrsagerin

Vater von allen, Was soll ich
flehen? Klagen erschallen, Müde
Seufzer ergehen, Woher der Wind mag
wehen, Wohin die Fahnen
stehen: Fürchten und Hoffen, Donnernd
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Niklas

Vater.Es wird aus den Zeitungen
vernommen, Daß der heilige Sankt
Niklaus werde kommen, Aus Moskau, wo er
gehalten werth, Und als ein Heilger wird
geehrt; Er ist bereits schon auf der Fa
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Der Tannhäuser

Venus-Berg von Kornmann, dann in
PrätoriiBloksberg-Verrichtung. Leipzig,
1668. S. 19-25. Nun will ich aber heben
an, Vom Tannhäuser wollen wir
singen, Und was er wunders hat get
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Kriegslied gegen Karl V.

Vergleiche Hortleder S. 425. S. 423.
einemerkwürdige Stelle über den
Trommelschlag der deutschen
Landsknechte: Die
übrigenTrommelschläge, damit ein jeder
etwas Neues auf die Bahn bringt, sind
ungeschickt un
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Die Wetterfahne

Viel Fahnen sind verloren, Doch eine
ist erkoren, Sie schwebt noch
obenauf Und zeigt der Stürme
Lauf. So steht die Wetterfahne, Daß
sie uns all` ermahne Zu st
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Hochzeitlied auf Kaiser Leopoldus und Claudia Feli

Von Abele in seiner künstlichen
Unordnung. Nürnberg 1675. V. T. S.
319. Kaiser. Spring, spring mein
liebstes Hirschelein, Bald wollen wir
dich fällen Mit Pf
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Lobgesang auf Maria

Von Balde, nach dem deutschen
Musäum. Ach wie lang hab ich schon
begehrt, Maria, dich zu loben! Nicht
zwar als wie du wirst verehrt, Im hohen
Himmel oben; Dieß wär umsons
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Albertus Magnus

Von den Geheimnissen der Weiber. Die
Königin blickt zum Laden aus, Ein
Jüngling stand wohl vor dem Haus, Sie
winkt ihm da, Daß er sollt zu ihr
kommen. Der J
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Die Schlacht bey Sempach

Von Halb Suter. Tschudi. I. 529. Die
ältern Kriegs- und Schlachtlieder der
Deutschen fordern eine eigne Sammlung;
aus Tschudi eilf, bey Diebold Schilling
fünf, die Seeschlacht der
Vitalienbrüder aus Canzler,
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Schmählied gegen die Schweizer

Von Isenhofer von Walzhut bei Tschudi.
II. 412. Wohlauf ich hör ein neu
Getön, Der edlen Vögel Sang, Ich trau
es werde nun ganz schön, Unwetter hat
so lang Geregnet auf
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Jesaias Gesicht

Von Martin Luther. Aus dem J!
neueröffneten Schatze der Kinder
Gottes. Zittau 1710. S. 393. Jesaia dem
Propheten dies geschah, Daß er im Geist
den Herren sitzen sah Auf einem ho
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Schlacht bey Murten

Von Veit Weber, aus Diebold
SchillingsBeschreibung der Burgundischen
Kriege. Abgedruckt von Koch in der
neuen Litteratur und Volkskunde I. B. S.
93. Von Bodmer in den altenglischen und
altschw
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Des Knaben Wunderhorn I, Von Volksliedern 1

Von Volksliedern. An Herrn
Kapellmeister Reichardt. Wenn das
Volk beym Einzuge seines Helden die
Pferde vom Wagen spannt, so thut es das
wohl nicht, weil es besser ihn zu ziehen
me
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Vorgenossen, nachempfunden

Vorgenossen, nachempfunden Waren sonst
des Jahres Stunden Und die Gegenwart so
leer, Trübe Luft auf ödem
Meer. Seit ich dich in steter
Nähe, Mich wie deinen Schatte
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Silvesterlied

Vorsänger Herzchen im
Turme, Schlagende Uhr, Klinge im
Sturme Durch die Natur; Bring uns die
ferne Sonne zurück, Feurige
Sterne Ahnen dies Glück:
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Gedankenstille

Vögel thut euch nicht
verweilen, Kommet, eilet schnell
herzu, Wölfe höret auf zu heulen, Denn
ihr störet meine Ruh. Götter kommt
und helft mir klagen, Ihr sollt alle Ze
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Liebes-Noten

Wahres Lieben, süßes Leben, Wo zwei
Herzen eins nur sind, Wie zwei
Turteltäublein schweben, Die ein treues
Band verbind, Wo die Lieb den Chor
anstimmet, Und die Treue giebt den
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Ritter Peter von Stauffenberg und die Meerfeye

Wahrhafte Geschichte Herrn P. v. St.
Straßburg bey B. Jobins Erben 1598.I.
Romanze. Vorüber zieht manch edler
Aar, Herr Peter ein theurer Ritter
war, Er war so keusch, er war so
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Tritt zu

Wann alle Wässerlein fliessen, Soll man
trinken, Wann ich mein Schatz nicht
rufen darf, ju ja rufen darf, So thu ich
ihm winken. Winken mit den Augen, Und
treten mit dem Fu
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Geh, du schwarze Amsel

Wann ich schon schwarz bin,
Schuld ist nicht mein allein,
Schuld hat mein Mutter gehabt,
Weil sie mich nicht gewaschen hat,
Da ich noch klein,
Da ich wunderwinzig bin gesein.
Wenn das Kind allzu wißbegierig ist

Warum?
Darum.
Warum denn darum?
Um die Krumm.
Warum denn um die Krumm?
Weils nicht grad ist!
Petersilie

Was hab ich meinem Schätzlein zu Leide
gethan? Es geht wohl bey mir her, und
sieht mich nicht an; Es schlägt seine
Augen wohl unter sich, Und sieht einen
andern Schatz wohl lieber als mich.
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Scherz- und Liebes-Liedchen

Was hilft mir ein rother Apfel, Wenn er
innen faul ist; Was hilft mich ein
schöns Kindlein, Wenn sein Herzlein
falsch ist. Wenn ich ein schön
Mägdlein seh, Mein ich, es s
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Trinklied im Vollmondschein

Was ist`s, das wir in Ahnung
fühlen Und was erhöhet jede
Stirn? Im Herzen dunkle Wurzeln
wühlen, Die Knospen brechen auf im
Hirn; Was ist in dieser Nacht
geschehen, Das uns
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Zur Weihnachtszeit

Was leuchtet durch die Nacht so
helle Und weckt das Haus mit heil`gem
Graus? Ein Kind tritt aus des Himmels
Schwelle Und klopft ans ird`sche
Lebenshaus. Wer hat die Tür so f
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Ein neu Klaglied eines alten deutschen Kriegsknech

Was soll ich aber singen, Ein wunderbar
Geschicht; Das Herz möcht dem
zerspringen, Ders nur einmal
ansicht. Was man doch hat
erfunden Alldort in jenem Land, Sieht
man zu all
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Was der Gans alles aufgepackt worden ist

Was trägt die Gans auf ihrem
Schnabel? Federgans? Einen Ritter, mit
sammt dem Sabel, Trägt die Gans auf
ihrem Schnabel. Federgans. Was trägt
die Gans auf ihrem Kopf? Feder
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Schlachtlied

Weckherlin S. 244. Phil. von Sittewald
II. Th. S. 574. Frisch auf, ihr tapfere
Soldaten! Ihr, die ihr noch mit
teutschem Blut, Ihr, die ihr noch mit
frühem Muth Belebet, suchet g
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Dies ist das alte deutsche Uebel

Welcher Mann ein Henn hat die nicht Eyer
legt, Und ein Sau die nicht Junge
trägt, Und ein Kuh die nicht Milch
giebt, Und ein Tochter die all Nacht
ausliegt, Und ein Sohn der allzeit ger
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Wenn die Vögel aufwärts steigen ...

Wenn die Vögel aufwärts steigen, Da
verschwindet ihr Gesang. Meint ihr,
daß sie droben schweigen? Wir nur
hören nicht den Klang. Unsre freudigen
Gebete, Sel`ge Blicke, Her
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Gelegenheitsverse

Wenn ein Schiff vom Stapel läuft, so
singen in Lübeck die Kinder, die zu
ihremVergnügen sich darauf
befinden: Laß ihm, laß ihm seinen
Willen, Er hat den Kopf voll
Grillen.Wenn die Knaben
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Jakobs Pilgerlied

Wer das Elend bauen wöll, Der heb’
sich auf und sey mein G’sell, Wol auf
Sankt Jakobs Strassen. Zwei Paar Schuh,
der darf er wol, Ein Schüssel bey der
Flaschen.
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Die Bekehrung

Wer nicht mit wilder Faust An die
eherne Glocke geschlagen, Worin der
Geist gefangen haust, Dem wird
nimmermehr Ruhe zusagen;    
    Der hört noch nicht,
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Etikette auf des Bettelmanns Hochzeit

Widele wedele, Hinterm Städele Hat der
Bettelmann Hochzeit, Pfeift ihm
Läusle, Tanzt ein Mäusle, `S Igele
schlägt die Trommel, Alle die Thier,
die Wedele haben, Sol
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Das bucklige Männlein

Will ich in mein Gärtlein gehn, Will
mein Zwiebeln gießen; Steht ein
bucklicht Männlein da, Fängt als an zu
nießen. Will ich in mein Küchel
gehn, Will mein Süpplein k
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Spruch

Willst du dich ganz zurücke ziehen, Du
kannst dir selber nicht
entfliehen; Willst du selbsteigen andre
führen, Du mußt mit Schöpfungskraft
regieren Ganz unbemerkt und ohne Plan,
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Kriegslieder - IV.

Wir preußisch Dragoner durchstreifen
die Welt, Wir jagen wie Sturmwind ins
weite Feld, Wir wollen marschieren dem
Feinde entgegen, Damit wir ihm heute
den Paß noch verlegen.
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Sterndreherlied

Wir reisen auf das Feld in eine
Sonne, Des freuet sich die englische
Schaar, Wir wünschen euch allen ein
glückseelig Neujahr. Wir wünschen dem
Herrn einen goldnen Hut, Er trink
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Das Federspiel, A. B. C. mit Flügeln

Wohl auf ihr klein Waldvögelein, die
ihr in Lüften schwebt, Stimmt an, lobt
Gott den Herren mein, singt all, die
Stimm erhebt; Denn Gott hat euch
erschaffen, sich selbst zu Lob und
Ehr, S
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Unseliger Kreislauf

Wohl täglich will erscheinen Die
schöne Morgenröth, Den Thau muß
nieder weinen, Die weis bekleidet
geht, Luna ist sie genannt; Schneeweis
thut sie uns leuchten, Macht uns
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Maria, Gnadenmutter zu Freyberg

Wunderschön Prächtige, Große und
Mächtige, Liebreich holdselige,
himmlische Frau, Welcher auf
ewiglich, Kindlich verbinde mich, Ja mit
Leib und Seel gänzlich vertrau. Bi
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Letztes Toilettengeschenk

Zart Aeuglein zu winken, Die Mägdlein
jetzund han; Ihr Angesicht zu
schminken, Groß Fleiß sie legen
an. Ihr Haupt thun sie beladen, Mit
Gold und Perlen schon;
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Die Wettfahrt

Zum Raubschloß geht der Wolken
Lauf Wie flücht`ger Heere Troß. Es
schlägt der Sturm die Fenster auf Und
weckt den Herrn vom Schloß. Er
träumte noch vom Fest der Nacht, E
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Getrennte Liebe

Zwei schöne, liebe Kinder, Die hatten
sich so lieb, Daß eines dem andern im
Winter Mit Singen die Zeit
vertrieb, Diesseit und jenseit am
Wasserfall Höret ihr immer den Dopp
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Wenn die Kinder üble Laune haben

Zürnt und brummt der kleine
Zwerg, Nimmt er alles überzwerch, Ein
Backofen für ein Bierglaß, Den
Mehlsack für ein Weinfaß, Den
Kirschbaum für ein Besenstiel, Den
Flederwisch
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Das dumme Brüderlein

[1500-1550.1 Wo soll ich mich
hinkehren, Ich dummes Brüderlein, Wie
soll ich mich ernähren Mein Gut ist
viel zu klein; Wie wir ein Wesen han, So
muß ich bald daran,
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Evoe

[1500-1550.] Freut euch ihr lieben
Knaben! Der Herbst erzeigt sich
wohl, Die lang getrauert haben, Heut
wollen wir werden voll. Wir haben
vormals den sauren Wein Gar t
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Das schwerste Leiden

[Albertini Narrenhatz. Augsburg
1617.] Es ist auf Erden kein schwerers
Leiden, Als wann sich einer auf ein
neu`s muß kleiden. Ein neues Paar
Schuh, Ein Wammes darzu Ein Roc
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Müllerlied

[Altes fliegendes Blat aus 1500.] Der
Müller auf seim Rößlein saß, Gar
wohl er in die Mühle sah, Er thät dem
Annely winken, O Annelin, liebstes
Annelin mein, Hilf mir
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Der Habersack

[Altes fliegendes Blat aus 1500.] Und
wollt ihr hören singen, Ich sing ein
neues Lied, Von einem feinen
Fräulein, Und wie es dem ergieng, Sie
war genannt der Habersack,
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Schnützelputz-Häusel

[Büsching und von der Hagen Sammlung
deutscher Volkslieder. Berlin 1807. S.
59.] So geht es in Schnützelputz
Häusel, Da singen und tanzen die
Mäusel, Und bellen die Schnecken
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Trinklied

[Erasmus Widtmanns musikalische
Kurzweil. Nürnberg 1623.] Zu
Klingenberg am Maine, Zu Würzburg an
dem Steine, Zu Bacherach am Rhein Hab
ich in meinen Tagen Gar oftmals hö
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Graf Friedrich

[Fliegendes Blat aus der Schweiz.] Graf
Friedrich thät ausreiten Mit seinen
Edelleuten, Wollt` holen seine liebe
Braut, Die ihm zur Ehe war
vertraut. Als er mit sein
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Von der Belagerung der Stadt Frankfurt

[Fliegendes Blatt, gedruckt in
Frankfurt.](Die unterstrichene Worte
sind Namen von Schanzen und
Geschütz.) Die Sonn mit klarem
Scheine Erglastet überall, Die kühlen
Brünnlein
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Der Paß

[Fliegendes Blatt.] Schöns Salzburger
Mädl, Mit dem krausen Härl, Thust mir
überaus gefallen, Wann ich dich seh
gehen, Bleib ich allzeit stehen, Und
betrachte dich
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Das neue Jerusalem

[Fliegendes Blatt.] Wer hat Lust mit
mir zu ziehen Nach der Stadt
Jerusalem, Denn darinnen kann man
sehen Was der weise Salomon Hat gebauet
Schlösser, Kirchen, Alles
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Braunbier, braunisch kurirt

[Fliegendes Blatt.] Bauer. Herr
Doktor, ich will fragen, Seht dieses
Glas voll Bier, Ihr könnet mir wohl
sagen, Was fehlt dem Bier allhier? Es
thut sic
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Hans in allen Gassen

[Fliegendes Blat] Ich will einmal
spaziren gehn, Und suchen meine
Freud, Begegnet mir ja alsobald, Ha ha,
ja ja, ja alsobald, Ein Knäblein war
schön bekleidt.
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Säuberliches Mägdlein

[Frankens musikalisches Convivium.
1622.] Wo find ich deines Vaters
Haus Säuberliches Mägdlein? Geh das
Gäßlein ab und aus, Schweig still und
laß dein Fragen seyn.
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Fuge

[Hackenbergers deutsche Gesänge. Danzig
1610. p. 20.] Ein Musikant wollt
fröhlich seyn, Es thät ihm wohl
gelingen, Er saß bey einem guten
Wein, Da wollt er lustig singen,
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Hum fauler Lenz

[Mitgetheilt von H. Spangenberg.] Es
wollt eine Frau zu Weine gahn. Hum
fauler Lenz. Und wollt den Mann nicht
mit sich han. Ha ha ha. Du mußt zu
Hause bleiben. Hum usw. So
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Der König aus Mayland

[Mitgetheilt von H. v. Wessenberg in
Constanz.] Weiß mir e Herr, hätt
siebe Süh Und nune einzig
Töchterli. Der Herre stellt e Gastmal
a, Er ladt viel fremdi Herre dra. E
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Schadenfreude

[Nach Anakreon, nationalisirte Antike.
Philanders Strafreden I, S. 113.] Hie
auf dieser Liebes Matt Cupido vor dreien
Tagen, Weil er nichts zu schaffen
hat, Wollt sein Zelt
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Bergreihen

[Nürnberg 1547.] Ach Gott, was wollen
wir aber heben an, Daß wir das recht
und wohl ersinnen, Wir wollens auch
nicht unterwegen lahn, Von den Hauern da
wollen wir singen,
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Sehnsucht nach dem Esel mit dem Gelde

[Paul Sartorius neue deutsche Liedlein.
Nürnberg 1601.] Frisch auf ihr lieben
Gesellen, ein neue Zeitung gut, Hab ich
euch sagen wöllen, faßt einen guten
Muth, Der mit dem Geld wird
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Einladung zur Martinsgans

[Simon Dachs Zeitvertreiber.
1700.] Wann der heilge Sankt
Martin Will der Bischofsehr
entfliehn, Sitzt er in dem
Gänsestall Niemand findt ihn
überall, Bis der Gänse groß
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Die Entführung

[v. Seckendorfs Musenalmanach auf 1808.
S. 16.] Ich bin durch Frauen
Willen Geritten in fremde Land, Mich hat
ein edler Ritter Zu Boten
hergesandt. Der entbeut euch sein vie
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Poesie und Geschäfte

Öffne nicht die goldnen Tore, Staub
und Nebel sind mein Schild, Schalle
nicht zu meinem Ohre, Stimmenfrühling,
selig mild. Ließe ich mich einmal
stören In der Müh
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Hölzerne Noth

`S hätt sich mol ener zu mer welle
küpple, Häts Lädel n`in welle
krüpple, Un als er maint er stoht, Heb
ich de Hönd blümbe loth, Dazu uf et
Mist, Dü Hönd der de bist,
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Steile Liebe

`S ist mir auch kein Nacht so
finster, `S ist mir auch kein Weg so
weit; Wenn ich zu mein Schäzlein
gehe, Sehen mich die bösen
Leut. Regnets, schneits, und geht der
Wind,
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