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Gedichte - Achim


Klage beim Bundestage

     
  Chor      
  Warum schweigst du, alter
Zecher,        
Siehst in deinen leeren
Becher? Einer Ich schwieg

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Abschied für immer (II)

    Ist`s ein
Wunder, daß dich alle lieben, Die nach
meinem Scheiden sich dir nahen, Meine
Seufzer sind bei dir geblieben Und als
Luftgeist sehnlich dich umfahren, Wer
zu

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Der Berggesell

(1500-50.) Wär ich ein
wilder Falke, So wollt ich mich
schwingen auf, Ich wollt mich nieder
lassen, Für eins reichen Bürgers
Haus. Darinn ist ein Mägdelein,

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Uebersichtigkeit

(1560-1600.) Schön wär
ich gern, das bin ich nicht, Fromm bin
ich wohl, das hilft mir nicht; Geld
hilft mir wohl, das hab ich nicht, Darum
bin ich kein Buhler nicht.

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Ländlich, sittlich

(Abele künstliche
Unordnung, IV. S. 412. Alte
Buchhändler- anzeige von einem
Classiker? -) Ein schönes
Jungfräulein, die von geschickten
Sitten Wird in die Stadt geführt, zu
Markt

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Des Hirten Einsamkeit

(Alpenlied.) Isch äbi
ä Mensch uf Erde, Simeliberg, Un
Fräneli ab de Kuggisberg Un Sibethals
Jäggeli änne de Berg, Isch äbi ä
Mensch uf Erde, Daß y mag by em
sy.

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Das wackre Maidlein

(Altes fliegendes Blat.
Nürnberg bei Valentin Neuber,
1500.) Es war ein wacker Maidlein
wohlgethan, Sie ging an ihres Vaters
Zinne stahn, Sie sah daraus, Sie sah
dahere reiten

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Der politische Vogel

(Altes fliegendes
Blat.) Als ich einmahl spazieren
ging, In einen Lustgarten hinein, Zu
überdenken, was ich meint, Wo schöne
Lusthäuser sein, Hört ich es ein
Vöglein si

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Von dem Schittensamen und seinem falschen Knechte

(Altes fliegendes
Blat.) Was wollen wir aber singen? Von
einem Edelmann, Wollt die von Nürnberg
zwingen, Doch ihm sein Kunst
zerrann. Schittensamen war er
genannt, Er

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Die Schwäbische Tafelrunde

(Altes Manuscript.
1500-1550.) Neun Schwaben giengen über
Land, Zu einer Dornenhecken, Alda der
Jokel stille stand, Thät Abentheuer
schmecken. Es schlief ein Haas g

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Das Erbbegräbniß

(Altes Manuscript.) Das
Schneiderlein sah am Wege stehn Eine
alte verzottelte Geiß, Da sprach
dieselbige: Zick, Zick, Zick, Bock,
Bock, Bock, Meck, Meck, Meck, Da wards
dem

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Flußübergang

(Altes Manuscript.) Es
hatten sich siebenzig Schneider
verschworen, Sie wollten zusammen ins
Niederland fahren, Da nähten sie einen
papierenen Wagen, Der siebenzig tapfere
Schnei

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Das vierte Gebot

(Altes Manuscript.) Im
Land zu Frankereiche Ein alter Konig
saß, Der all sein Land und Reiche An
seinen Sohn da gab. Das war aus Alters
Schwäche, Daß er sich

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Letzter Zweck aller Krüppeley

(Altes Manuscript.) O
süße Hand Gottes! Ermuntre mein
Herz, Mach, daß ich mein
Unglück Ertrage mit Scherz. Es dünkt
mich, als wenn Gott, Balon mit mir
schlüg.

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Die Wahrheit

(Altes Manuscript.) Vier
Jungfräulein von hohem Stamm, Die waren
bei einander, Ignis Feuer die erst mit
Nahm, Aqua Wasser die ander: Aer die
Luft, so hieß die dritt

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Das zarte Wesen

(Altes Manuscript.) Zu
Backnang wohnt ein Schneiderlein, Es hat
ein einzigs Geiselein, Er bracht ihm
Gras, er bracht im Kraut, Das best`, das
er im Garten baut. Da ward das

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Ein warmes Stüblein

(Altes Musikbuch.) Wann
ich des Morgens früh aufstehe, So ist
mein Stüblein geheitzet, So kommt mein
Lieb, und beut mir einen guten
Morgen. Ein guter Morgen ist bald
dahin,

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Trümmeken Tanz

(Altes Tanzlied,
Dithmarsische Kronik Seite 108.) Herr
Hinrich und siene Bröder alle dree,
voll grone, Se buuden een Schepken tor
See, um de adlige Rosenblome, Do dat
Schepken rede was

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Die Schlacht am Kremmerdamm

(Aus Buchholz`s
Geschichte der Churmark
Brandenburg. Berlin, 1765. II. T. S.
383.) Als Barnim de fast lütke
Mann, Averst im Kriege nich quade, Am
langen Damme kam heran, Gi

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Der Churmainzer Kriegslied

(Aus dem
Revolutionskriege.) Auf einem schönen
grünen Rasen, Da ließ Albin zur
Mahlzeit blasen, Als ein General und
Feldmarschall; Sie rühren die Trommeln
und schlagen den Lä

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Ein neues Pilgerlied

(Aus den Siebziger
Jahren, mitgetheilt von H. F.
Schlosser.) An welcher Zelle kniet
nun Mein süsser Pilgerknab, Ach wo! ach
wo! in welchen Sand Drückt er den
Dornen Stab?

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Rühre nicht Bock, denn es brennt

(Aus der Zeit Simon
Dachs.) Bons dies, Bock! Dei Grats,
Block! Wie viel Tuch zum Rock? Sieben
Ellen. Wann soll ich ihn haben? Gleich
auf der Stelle, Auf den Sonn

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Ygels Art

(Aus einem Liederbuche
der Ygel 1500-1600.) Ygels Art ist
manchem bekannt, Thut weit hin und her
wandern, Singers Lied durch Stadt und
Land Sich singt einer zum
andern, Ygel

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Schloß Orban

(Aus einem längeren
Gedichte bey Diebold Schilling Burgund.
Krieg. Bern, 1743. S. 183.) Der Winter
wollte lang bey uns seyn, Des trauerte
manches Vögelein, Das jezt gar
fröhlic

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Sehnsucht

(Aus einem
Musikbuche.) Schwer, langweilig ist mir
mein Zeit, Seit ich mich thäte
scheiden, Von dir mein Schatz und
höchste Freud, Ich merk, daß ich muß
leiden, Ach weh

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Die Tartarfürstin

(Aus einer Handschrift
mitgetheilt von H. D. Hinze.)(Ein in
Preussen sehr gewöhnliches Volksblatt:
Der im Jahre 1656 geschehene Einfall der
Tartarn in Preussen, von Johann Melitor,
aus dem Polnischen ins Deuts

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Epistel

(Aus Franken.) Ich
habe mein Herz in deines hinein
geschlossen, Darin liegen
begraben Drei güldene Buchstaben, Der
erste ist von rothem Gold, Daß ich dir
bin von Her

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Eigensinn

(Aus Hr. v. Stromers
Familienbuche vom Jahre 1581.) Hast
du`s nicht gefischet, So fisch es aber
noch, Hat sie der Schimpf gereuet, So
thu` ers aber noch. Ist es denn
Unglüc

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Alte Prophezeihung eines nahen Krieges

(Badische Wochenschrift
1806. S. 256.) Es wird am Sankt
Mattheus Tag Die Sonne treten in die
Wag`, Des sey die Armuth recht
beklagt; Der Friede wird ihr
abgesagt, Und auch d

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Henneke Knecht

(Baringii descriptio
salae principatus Calemb. Lemgo 1744.
II. 153.) Henneke Knecht, was willst du
thun, Willst du verdienen dein alten
Lohn, Ueber Sommer bey mir
bleiben? I

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Glück der Schlemmer

(Blum und Ausbund
allerhand auserlesener züchtiger
Lieder. Deventer 1602. 12. Der Sammler
ist Paul von der Aelst. Mitgetheilt von
H. H. Eschenburg.) Es steht ein Baum in
Oesterreich,

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Abschiedsklage

(Bragur I. 270.) Ach
in Trauern muß ich leben, Ach! wie hab
ichs denn verschuldt? Weil mirs hat
mein Schatz aufgeben, Muß ichs leiden
mit Geduld. Vater und M

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Lenore

(Bürger hörte dieses
Lied Nachts in einem Nebenzimmer.) Es
stehn die Stern am Himmel, Es scheint
der Mond so hell, Die Todten reiten
schnell: Mach auf mein Schatz dein
Fe

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Die hohe Unterhändlerin

(Büschings und von der
Hagens Volkslieder. S. 89.) »Schwing`
dich auf, Frau Nachtigall,
geschwinde, Vor meines Liebsten
Fensterlein dich finde; Sing` ihm das
Lied, welches, ohn Beschw

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Goldarbeiten auf dem Liebesbande

(Christian Fende
Anleitung für eine gottsuchende
Seele. Grätz 1732. S. 175.) Ich wollt
um meines Herren Haupt, Das ganz von
Dornen war umschraubt, Ein Kronenband
von Golde binde

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Kriegslied

(Christoph Demantius
sieben und siebenzig Tänz. Nürnberg
1601.) Ach Jungfrau klug von
Sinnen, Still deinen Uebermuth, Acht
nicht so gar geringe Das edle
Studentenblut. Wer

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Ob sie von sonder - von sonderlichem Brod esse

(Christoph Demantius
Tänze. Nürnberg 1601.) Nun freue dich
mein Herzelein, der Sommer, Der Sommer,
der bricht an, Weiche alle
Traurigkeit, Und kehr wieder
Fröhlichkeit, M

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Des Centauren Tanzlied

(Christoph Demantius
Tänze. Nürnberg. 1601.) Schau gut
Gesell, was führ ich allhier, Schau,
was führ ich allhier, Ein fein braun
Mägdlein, Guter Ding nach meinem
Begier,

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Die Magdeburger Fehde

(Cyriacus Spangenberg`s
Chronik von Aschersleben. Eisleben,
Petri 1572.) »Ein guten Rath will ich
euch geben, Mit Gottes Hülf wollen wir
widerstreben, Wolln unsre Stadt
befestig

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Der Pfalzgraf

(Der erschossene
Pfalzgraf, wahrscheinlich des
Churfürsten Philip Wilhelms Sohn,
Pfalzgraf Friedrich Wilhelm, erschossen
vor Mainz, 1689 den 30. July.) Es
reitet die Gräfin weit über das
Feld,

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Wieben Peter

(Dithmarsische Kronick.
S. 209.) Will jy hören en nie
Gedicht, Wat körtelich is
uthgericht, Darvan will ick jy
singen, En Mann is Wieben Peter
genandt, De Dithmarscher wol

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Springel- oder Lange-Tanz

(Dithmarsische
Kronik.) Dat geit hir gegen den Sommer,
gegen de leve Sommertidt, De Kinderken
gahn spehlen an dem Dahl, dat sprack en
Wyff. »Ach Mönnecken min leve Moder,
moste ick al

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Nun gehen mir alten seeligen Manne erst die Augen

(Docen Miscellaneen I, S.
272.) Als Jupiter gedacht, Er hätte
Himmel und Erd, Ganz fertig
ausgemacht, Und was darin gehört, Da
sah er hin und her, Besinnt sich
endli

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Wettstreit des Kukuks mit der Nachtigal

(Docen Miscellaneen. I,
S. 284.) Einsmals in einem tiefen
Thal Der Kukuk und die Nachtigal Thäten
ein Wett anschlagen, Zu singen um das
Meisterstück: »Gewinn es Kunst,
ge

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Spruch vom Glück

(Docens Miscellancen I.
S. 282.) Ich sag, wems Glück wohl
pfeifet, Der mag wohl lustig
tanzen, Wems Glück zum Würfel
greifet, Gewinnt oft manche
Schanzen, Mit Freuden mag

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Schreibstunde

(Drey weltliche neue
Lieder i. J. 1646.) Es bat ein Bauer
ein Töchterlein, Daß es doch thäte
den Willen sein; Er bot ihr Silber und
rothes Gold, Daß sie ihn lieb hätt und
hei

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Wollte Gott

(Ein Bremberger. Gedruckt
zu Zürich aus 1500.) Meiner Frauen
rother Mund, Der brennt recht
scharlachfarb; Er brennt recht wie ein
rothe Ros`, In ihrer ersten Blüth. Er
bre

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Hans Sachsens Tod

(Eine Traumweise nach
Adam Puschmann, in Hans Sachsens
Lebensbeschreibung von Ranisch. S.
326.) Als man schrieb um
Weihnachten Gleich Sechs und
Siebenzig, Mich da aufwachen
machte

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Schlittenfahrt

(Eingesandt.) Daß uns
der Winter nicht steht will seyn, Des
trauren die Mädlein gar sehre; Weil uns
der Schnee nit bleiben will, Und ander
gut Gesellen mehre. Heut ist tro

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Hans Steutlinger

(Eingesandt.) Was wollen
wir singen und heben an, Von einem Hans
Steutlinger, Hat aus dem Adel
geheurathet, Hat geheurath ein adliche
Frau. Ei Knechte lieber Knechte

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Naturtrieb

(Eingesandt.) Wie die
goldnen Bienlein schweben Auf der bunten
Blumenfahrt, Hundert tausend Küße
geben All den Kräutlein mancher Art, So
in meines Herzens Grunde Tr

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Großer Kriegshymnus in der Gelehrten-Republik

(Filipp Zesens
Frühlingslust. S. 45.) Sollt ich ein
Feldherr seyn und Kriegesheere
führen, So wollt ich stracks
auszieren Das ganze Kriegesheer Mit
einem solchen Volk, das hold

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Zwey Schelme

(Fliegende Blätter.) Es
trägt ein Jäger ein grünen Huth, Er
trägt drey Federn auf seinem
Huth, Juchhey, Rassey! Hesasa,
Faldrida! Er trägt drey Federn auf
seinem Huth.

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Der Bayrische Hiesel

(Fliegende Blätter.) Ey
du mein liebe Thresel, Ich bin nun
wieder da, Zu Nacht sollst mich
behalten, Gelt schlag mirs nicht ab. Ey
Bayrischer Matthiesel Zieh a

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Ständchen

(Fliegende
Blätter.) Liegst du schon in sanfter
Ruh Und thust dein schwarzbraun Aeuglein
zu, Und die zarte Gliederlein Wohl in
ein Federbett gewickelt ein. Wälder,

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Rechenexempel

(Fliegende
Blätter.) Bruder Liederlich, Was
saufst dich so voll? O du mein
Gott, Was schmeckts mir so wohl. Am
Montag Muß versoffen seyn, Was
S

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Zug nach Morea

(Fliegendes Blat aus der
Schweiz, mitgetheilt von H. Prof.
Blumenbach.) Was haben die Urner und
Zuger gethan, Sie wollen ein Zug gen
Morea han, Gen Morea wollens
dingen, Sie

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Schlacht bey Leipzig

(Fliegendes Blat jener
Zeit.) Ich hab den Schweden mit Augen
gesehn, Er thut mir
wohlgefallen, Geliebt mir in dem Herzen
mein, Vor andern Königen allen. Er
ha

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Ein hübsch Lied, genannt der Striegel

(Fliegendes Blat,
gedruckt zu Zürich, bei Augustin
Fries.) Zu Constanz saß ein Kaufmann
reich, Der hat ein Fräulein war
wonnigleich, Denn sie war hübsch und
kluge, Sie hatt` e

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Des Schäfers Tageszeiten

(Fliegendes Blat.) Ach!
wie sanft ruh ich hie Bei meinem
Vieh! Da schlaf ich süß im Moos, Dem
Glücke in dem Schoos, Ganz
sorgenlos. Wenn ich die prächtigen
Schlös

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Schön Dännerl

(Fliegendes Blat.) Bin
ich das schön Dännerl im
Thal, Schleuß Federn; Da kommen die
Jägerbursch all Wollens lernen. Geht
nur all ihr Gesellen, Ihr könnt euch
nich

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Streit zwischen dem blinden Cupido und einem Waldb

(Fliegendes
Blat.) Cupido.Willkomm mein lieber
Eremit! Was machst in dieser finstern
Hütt? Wie kommts, daß der verdrieslich
Wald Dir besser als die Stadt
gefallt? Soll dan

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Trutz den Meistern

(Fliegendes Blat.) Drum
ihr Gesellen halt euch gut, Zu Hamburg
das junge Blut, Thut die Meister
scheren; Rommodedom und Faldrida, Thut
die Meister scheren. Sagt

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Bienenlied

(Fliegendes Blat.) Ein
Liedlein will ich singen, Vom
Honigvögelein, Die hin und her sich
schwingen, Wo bunte Blumen seyn. Das
Völklein in dem Grünen, Es schmauset
a

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Zucht bringt Frucht

(Fliegendes Blat.) Es
flohen drei Sterne wohl über den
Rhein, Es hätt` eine Wittwe drey
Töchterlein; Die eine starb wie es
Abend war Und die Sonne nicht mehr
schiene klar,

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Soldatenglück

(Fliegendes
Blat.) Frisch auf ins weite Feld! Zu
Wasser und zu Lande Bin ich Soldat
für`s Geld. Wenn alle Menschen
schlafen, Soldaten müssen wachen, Dazu
sind sie be

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Selbstgefühl

(Fliegendes Blat.) Ich
weiß nicht, wie mirs ist, Ich bin nicht
krank und bin nicht gesund. Ich bin
blessirt und hab keine Wund. Ich weiß
nicht, wie mirs ist, Ich th

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Einquartierung

(Fliegendes
Blat.) Jackele guck zum Fenster
n`aus, Moin i hör äin Drommen, Annele
gang beschleuiß das Haus, Glaub
Soldaten kommen, Sind gau g`wiß
Husaren, Lueg obs

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Zierlichkeit des Schäferlebens

(Fliegendes
Blat.) Nichts kann auf Erden Verglichen
werden Der Schäfers Lust, Auf grünen
Helden, Verblümten Weiden, Giebts wahre
Freuden, Mir ists bewust.

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Klagelied Philipp Landgrafs aus Hessen im Jahre 15

(Fliegendes
Blat.) Schwer, langweilig ist mir mein
Zeit, Mein Herz mich treibt zu
Klagen, Viel Untreu, Mißgunst, Haß und
Neid, Ach ich jezund muß tragen, Viel
falscher Li

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Das Wappenschild

(Fliegendes
Blat.) Stürmt, reißt und rast ihr
Unglückswinde, Zeigt eure ganze
Tiranney, Zerbrecht, zerschlagt so Zweig
als Rinde, Und werft den Hofnungsbaum
entzwey; Dies

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Wilhelm Tell

(Fliegendes
Blat.) Wilhelm bin ich der Telle, Von
Heldenmuth und Blut, Mit meinem G`schoß
und Pfeile Hab ich die Freiheit gut Dem
Vaterland erworben, Vertrieben
Tyran

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Der alte Lanzknecht

(Fliegendes Blat.) Wohl
auf ihr Lanzknecht alle, Seyd fröhlich,
seyd guter Ding, Wir wollen Gott den
Herren Dazu den edlen Köning, Er legt
uns ein gewaltigen Haufen ins Fe

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Der Schmiedegesellen Gruß

(Fliegendes
Blat.) Frage. Grüß dich Gott
mein Schmidt! Antwort. Dank dir
Gott mein Schmidt! Frage. Mein
Schmidt, wo st

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Aufklärung

(Fliegendes Blatt in
Preussen.) Was soll ich thun, was soll
ich glauben? Und was ist meine
Zuversicht? Will man mir meine Zuflucht
rauben, Die mir des Höchsten Wort
verspricht?

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Ade zur guten Nacht

(Fliegendes Blatt) Der
Mond, der steht am höchsten, Die Sonn
will untergehn, Mein Feinslieb liegt in
Nöthen, Ach Gott, wie solls ihr
gehn, In Regen und in Wind,

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Wächter hüt dich bas

(Fliegendes Blatt.
Nürnberg bei Valentin Neuber um
1500.) Es wohnet Lieb bey Liebe, Dazu
groß Herzeleid, Ein edle
Herzoginne, Ein Ritter hochgemayt, Sie
hätten einander v

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Armer Kinder Bettlerlied

(Fliegendes Blatt.) Es
sungen drei Engel einen süßen
Gesang, Mit Freuden es im Himmel
klang; Sie jauchzten fröhlich auch
dabei, Daß Petrus sey von Sünden
frey, Von Sün

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Kerbholz und Knotenstock

(Fliegendes Blatt.) Seyd
lustig und fröhlich Ihr
Handwerksgesellen, Denn es kommt die
Zeit, Die uns all erfreut; Sie ist schon
da! Wir haben uns besonnen,

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Halt dich Magdeburg

(Flugblat aus der
Reformationszeit.) O Magdeburg halt
dich feste, Du wohlgebautes Haus, Es
kommen viel fremde Gäste, Die wollen
dich treiben aus. Die Gäste die da
k

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Espenzweigelein

(Forsters frische
Liedlein.) Hätt mir ein
Espenzweigelein Gebogen zu der
Erden; Den liebsten Bulen, den ich
hab, Der ist mir leider allzuferne. Er
ist mir doch zu fe

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Familiengemälde

(Friderici
Ehren-Liedlein. Rostock 1624. XXIV.) An
allem Ort und Ende, Soll der gesegnet
sein, Den Arbeit seiner
Hände, Ernähret still und fein, Gott
will ihm dazu geben,

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Reue

(Gassenhauer, moralisch
verändert von Knaust. S. 22.) Schwer,
langweilig ist mir mein Zeit, Seit mich
die Sünd thut scheiden Von dir mein
Gott, du höchste Freud, Dafür muß
ic

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Wunderliche Zumuthung

(Geschichte des
Lutherischen Gesangbuchs von
Schmidt. Altenburg 1707. S.
276.) Einsmals zu Frankfurt an dem
Main Viel Fürsten thäten ziehen
ein, Ihrer lutherischen Religion
gem

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Verlobung

(Greflingers Rosen und
Dörner, Hülsen und Körner. Hamburg
1655.) Haben die Götter es also
versehen, Liebet euch lieblich, ich
willige zu, Wollet euch ehrlich und
ehlich begehe

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Schlesisches Gebirgshirtenlied

(Hagen und Büschings
Volkslieder, hat Aehnlichkeit mit Wohl
Heute noch und Morgen. II. B.) Ich ging
ins Väters Gärtela, Ich läht mich
nider, ä schlief; Da träumte mir ä
Tr

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Die feindlichen Brüder

(Handschrift mit Noten.
1600-1700.)(Der lieben Dummheit muß
hiebey bemerkt werden, daß dieß ein
Scherz, wenn sie weiß was ein Scherz
ist, kein Schimpf gegen Schiller
sey.) Don G

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Ehrensache und Satisfaction zu Günzburg

(In des guten Kerls
Ton.)(Altes Manuscript.) Zu Günzburg
in der werthen Stadt, Als ihre Zunft den
Jahrstag hat, Die Schneider alle
kamen, Die Meister sämmtlich jung und
alt,

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Ein hohes Lied

(In des Schillers Ton.
1450-1500.) Mein Herz das schwebt in
Freudenspur, Gedenk ich, wie die
Kreatur In Zweiheit ist gebildet; Des
sey gelobt der Schöpfer weis`, Der uns
er

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Sommerverkündigung

(In einigen Gegenden von
Holstein ziehen die Kinder, um
den Sommer anzukündigen, von Haus zu
Haus; eines trägt in einem Korb einen
todten Fuchs voraus, sie singen
dazu:) Hanns Voß he

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Die Braut von Bessa

(Kornmanns Frau Veneris
Berg. Frankfurt am Main 1614. S.
305.) Zu Felsberg bat mich Kledte, Ich
solt ihm schreiben recht, Was ich
gesehen hätte, Von manchem stolzen
Knecht,

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Erlösung

(Königshoven
Straßburger Chronik. S.
526.) Maria.Mein Kind sieh an die
Brüste mein, Kein Sünder laß verloren
seyn.Christus.Mutter, sieh an die
Wunden, Die ich für dein Sünd trag

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Schweitzerlied

(Lauberl Diminutiv von
Laubi, Stier, Gitzeli Geißlein.) Mi`s
Bübli is wohl änetem Rhin, I wollt` ä
klini Wile bi ihm si; Lauberl, lauberl,
liri lauberl, Lauberl, lauberl,
litu

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Das Lied vom Landgrafen

(Lebensbeschreibung
Sebastian Schärtlins. Frankfurt,
1777. Beylagen S. 34.) Zu singen will
ich fangen an, Zum Lob der Kayserlichen
Kron, Dem Landgrafen zu Leide, Wie es
ihm

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Abendreihen

(Lobwasser der
lutherische. Rotenburg an der Tauber
1618. S. 377.) Wie steht ihr allhie
und wartet mein, Und meint, ich soll
eure Vorsingerin seyn, Soll ich denn
nun singen, so hör

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Siegslied

(Marianum epithalamium.
S. 148.) Fangt an zu singen, Die
Trommel rühren, Zertrennt ist Pharaos
groß Heer; Laßt Saiten klingen, Und
jubiliren, Verschont hat uns das

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Eine heilige Familie

(Marianum epithalamium.
Von Joh. Kuen. München 1659.) Der Tag
war schön, ins Grüne gehn, Trieb an
das lust`ge Wetter; Das Feld geziert,
vom Wind berührt, Roth wie die
Rosenbl

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Rheinischer Bundesring

(Mitgetheilt von Frau von
Pattberg.) Bald gras ich am
Neckar, Bald gras ich am Rhein, Bald hab
ich ein Schätzel, Bald bin ich
allein. Was hilft mir das
Grasen

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Der Brunnen

(Mitgetheilt von Frau von
Pattberg.) Hab ein Brünnlein mal
gesehen, Draus thät fliessen lauter
Gold, Thäten dort drei Jungfern
stehen, Gar so schön und gar so
hold.

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Kloster Trebnitz

(Mitgetheilt von H. D.
Hinze.) Der edel Herzog Heinrich zu
Pferd Stürzt in den Sumpf gar tief,
tief, tief. Seines Lebens er sich schier
verwehrt, Als Gott sein Engel rief,
rief,

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Herzog Hans von Sagan, und die Glogauschen Domherr

(Mitgetheilt von H. D.
Hinze.) Hannes der Herzog zu Sagan Der
Grimme lag in schwerem Bann, Der
Bischof* wollt sich rächen, Den Bann
ließ über ihn sprechen. »Und
l

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Edelkönigs-Kinder

(Mitgetheilt von H.
Schlosser.) Es waren zwei
Edelkönigs-Kinder, Die beiden die
hatten sich lieb, Beisammen konten sie
dir nit kommen, Das Wasser war viel zu
tief. A

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Der Färber

(Mitgetheilt von H. v.
Wessenberg.) Kummet her! kummet her ihr
jungi Leut`, Und still und stille `ne
kleini Zeit, Und höret was will i eu
singe! - Was dieß Johr sich begebe
hat

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Icarus

(Mitgetheilt,
wahrscheinlich nicht sehr alt.) Mir
träumt, ich flög gar bange Wohl in die
Welt hinaus, Zu Straßburg durch alle
Gassen Bis vor Feinsliebchens
Haus. F

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Würde der Schreiber

(Moralische Gassenhauer.
S. 48.) Papiers Natur ist Rauschen, Und
rauschen kann es viel, Leicht kann man
es belauschen, Denn es stets rauschen
will. Es rauscht an alle

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Das schwere Körblein

(Musikalisch
Rosengärtlein.) Sag mir o Mägdelein,
was trägst im Körbelein So schwer und
dich bemühest? Es ist ein Knäbelein,
der hat das Herze mein So oftmals sehr
betrübet

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Wiederhall

(Musikalischer
Zeitvertreiber. Nürnberg 1609.
XLII.) In diesem grünen Wald, Wir
wollen fröhlich singen, Hört wie es
wiederhallt, Und fröhlich thut
erklingen. Ach

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Maushund

(Musikalischer
Zeitvertreiber. Nürnberg bei Kaufmann
1609.) Ein Maußhund kam gegangen, Von
einem hohen Dach; Der Kürschner wollt
ihn fangen, Zog ihn bald hinten
nach. Tha

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Druck und Gegendruck

(Musikalisches
Rosengärtlein. Nürnberg 1612.) Schön
klar einstmal die Sonne Leuchtet mit
ihrem Schein, Als ich nach Herzens
Wonne Spazieren gieng allein, In grünen
Wald

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Ablösung

(Musikbuch.) Kukuk hat
sich zu todt gefallen An einer holen
Weiden, Wer soll uns diesen Sommer
lang Die Zeit und Weil vertreiben. Ey
das soll thun Frau Nachtigall,

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Nachtlieder an die Braut

(Mündlich.)1. Ach
Schatz willst du schlafen gehn, Schlafe
wohl, schlafe wohl, Schlafe wohl in
guter Ruh, Und thu deine schwarzbraune
Aeuglein zu, Und ruh, und ruh, und ruh

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Kinderey

(Mündlich.) Als sich
der Hahn thät krähen, Da war es noch
lange nicht Tag, Da gingen die jungen
Gesellchen Spazieren die ganze
Nacht. Und als sie lange
gegangen,

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Sonnenblicke

(Mündlich.) Der Sommer
und der Sonnenschein, Ganz lieblich mir
das Herze mein Erquicken und
erfreuen; Daß ich mit Lust im grünen
Gras Mag springen an dem Reihen.

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Feuerelement

(Mündlich.) Er.Du
kannst mir glauben liebes Herz, Geh dich
am Bronnen frischen, Wenn heut die Stern
am Himmel sind Komm ich zu dir mein
schönes Kind, Da denkst du nicht
de

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Höllisches Recht

(Mündlich.) Es ging ein
Hirt gar früh austreiben, Er hört` ein
kleines Kindlein schreien. Kindelein ich
hör` dich und seh dich nicht. »Ich bin
in einem hohlen Baum Und

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Schuld

(Mündlich.) Es ging ein
Knab spazieren, Zu Augsburg in den
Wald, Da begegnet ihm ein Mägdlein, War
achtzehn Jahre alt, Gar schön war sie
gestallt. Er nahm da

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Die Marketenderin

(Mündlich.) Es hat sich
ein Mädchen in`n Fähndrich
verliebt, Er spricht ihr von Ehre und
heirath sie nicht, Wenn der Fähndrich
die Fahne thut rühren, Thut sich ihr
Herzchen v

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Inkognito

(Mündlich.) Es kamen
drey Diebe aus Morgenland, Die geben
sich für drey Grafen aus, Sie kamen vor
der Frau Wirthin Haus: »Frau Wirthin
hat sie es diese Gewalt, Daß sie

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Traure nicht, traure nicht, Um dein junges Leben

(Mündlich.) Es ritt ein
Herr und auch sein Knecht, Sie ritten
miteinander einen Winter weiten
Weg. Sie kamen an einen
Feigenbaum, Lieb Knecht steig, schau
dich ume auf dem

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Vorladung vor Gottes Gericht

(Mündlich.) Es sprach
eine Mutter zu ihrem Sohn: »Must
heirathen, was sagst du dazu, Du must
eine andre heirathen, Dein feines Lieb
must du nun lassen.« »Ach nein

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Rosenkranz Sündenlast

(Mündlich.) Es sterben
zwei Brüder in einem Tag, Ein armer und
ein reicher, Der reiche, der wird in die
Hölle begraben, Der arme in den
Himmel. Und da der Reiche b

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Die Mordwirthin

(Mündlich.) Es waren
drei Soldaten-Söhn, Sie haben Lust im
Krieg zu gehn, Wohl ins Soldaten
Leben. Sie bleiben aus eine kleine
Weil, Sie machen sich Geld und Brod
dabei,

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Des Bauerwirths Heimkehr

(Mündlich.) Es wollt
ein Fuhrmann über Land fahren, Er wollt
drey Eimer Wein aufladen, Ein süssen
und ein sauern, Altemeralte ein süssen
und ein sauern. Und da er

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Gemachte Blumen

(Mündlich.) Es wollt
ein Mägdlein Wasser holen, Bei einem
kühlen Brunnen; Ein schneeweiß
Hemdlein hat sie an, Dadurch scheint ihr
die Sonne. Sie sah sich um, sie

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Habt ihr den krummen Peter lange nicht gesehen

(Mündlich.) Hab ich
dann schon rothe Haar, rothe Haar, Leid
ich d`rum noch kein Gefahr. Rothe Haar
die Leut nicht schänden, `s ist, daß
mich die Leute kennen, Hab ich
dan

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Waldvögelein

(Mündlich.) Ich ging
mit Lust durch einen grünen Wald, Ich
hört die Vöglein singen, Sie sangen so
jung, sie sangen so alt, Die kleinen
Waldvögelein in dem Wald, Wie
ger

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Ein gut Gewissen ist das beste Ruhekissen

(Mündlich.) Ich ging
wohl bey der Nacht, Die Nacht, die war
so finster, Daß man kein Stich mehr
sah. Ich kam vor eine Thür, Die Thür,
die war verschlossen,

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Der Geist beym verborgnen Schatze

(Mündlich.) Ich habe
einen Schatz und den muß ich
meiden, Muß von ihm gehn, kein Wort mit
ihm zu reden, Das Herze in dem Leibe
möchte mir vergehn, Den Sonntag, den
Montag in a

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Auch ein Schicksal

(Mündlich.) Ich habe
mein Feinsliebchen So lange nicht
gesehn, Ich sah sie gestern Abend, Wohl
vor der Thüre stehn. Sie sagt, ich
sollt sie küssen, Als ich v

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Kurzweil

(Mündlich.) Ich weiß
nicht, was ich meinem Schätzchen
verhieß, Das sie den Riegel wohl hinter
sich stieß; Wohl hinter sich in die
Ecke, Dann schlich ich zu ihr ins
Bettchen.

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Der Ueberläufer

(Mündlich.) In den
Garten wollen wir gehen, Wo die schönen
Rosen stehen, Da stehen der Rosen gar zu
viel, Brech ich mir eine, wo ich
will. Wir haben gar öfters bei

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Das naive Kammermädchen an den Studiosus der zwey

(Mündlich.) Jezt bin
ich wiederum recht vergnügt, Weil mein
Schatz bei mir ist, Und so viele Treu
verspricht, Redet mit mir, Redet von der
Wahrheit, Redet von der Tr

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Die traurig prächtige Braut

(Mündlich.) Komm
heraus, komm heraus du schöne, schöne
Braut, Deine gute Tage sind alle alle
aus. O Weyele Weh! O Weyele Weh! Was
weinet die schöne Braut so sehr, Mußt

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Dem Tode zum Trutz

(Mündlich.) Komm zu mir
in Garten, Komm zu mir ins Gras, Sprich
aus deinen Jammer, Es bringt mir nicht
Schmerz. Geh hol mir den Mantel, Geh
hol mir den Stock,

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Unerschöpfliche Gnade

(Mündlich.) Maria
führt einen Reihen Kindlein klein, Da
kam eine arme Seele: Maria, laß mich
nein! Ich kann dich nicht rein
lassen, Dein Ehr hast du
verschlafen, Da

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Den Dritten thu ich nicht nennen

(Mündlich.) Mein Bübli
isch e Stricker, Er strickt e manche
Nacht, Er strickt an einer Haube, Haube,
Haube, Sisch noch nit ausgemacht. Von
Seiden isch die Hau

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Hat gesagt - bleibts nicht dabei

(Mündlich.) Mein Vater
hat gesagt, Ich soll das Kindlein
wiegen, Er will mir auf den Abend Drey
Gaggeleyer sieden; Siedt er mir
drei, Ißt er mir zwei, Und ich

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Sub Rosa

(Mündlich.) Mitten im
Garten ist Ein schönes Paradies, Ist so
schön anzusehn, Daß ich möcht`
drinnen gehn. Als ich im Gärtlein
war, Nahm ich der Blümlein

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Lebewohl

(Mündlich.) Morgen muß
ich weg von hier, Und muß Abschied
nehmen; O du allerhöchste
Zier, Scheiden das bringt Grämen. Da
ich dich so treu geliebt, Ueber alle
Maa

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Verspätung

(Mündlich.) Mutter, ach
Mutter! es hungert mich Gieb mir Brod,
sonst sterb ich. Warte nur mein liebes
Kind! Morgen wollen wir säen
geschwind. Und als das Korn
gesä

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Wechselgesang

size='4'>(Mündlich.) Nachtigall.Jungfrau
merk auf meinen Schall, Ich bin die Frau
Nachtigall, Schwing mich über ein hohes
Haus, Ein wackrer Herr, der schickt mich
aus, Er schickt e
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Schwimm hin, schwimm her du Ringlein

(Mündlich.) Nichts
schöneres kann mich erfreuen, Als wenn
es der Sommer angeht, Da blühen die
Rosen im Mayen, Trompeter die blasen ins
Feld. Trompeter die haben`s

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Weihnachtlied

(Mündlich.) O du mein
Mopper, wo willt du hinaus, Ich kann dir
nicht erzählen Meine güldene
Klaus: Laß klinken, laß klanken, Laß
all herunter schwanken; Ich wei

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Hoffahrt will Zwang haben

(Mündlich.) O du
verdammtes Adelleben! O du verdammter
Fräuleinstand! Jetzt will ich mich der
Lieb ergeben, Der Adel bricht mein
Liebesband: Ach dacht ich oft bey mir so
s

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Luftelement

(Mündlich.) O Luft, du
edles Element, Führ hin mein Liedlein
behend, Mit seinem Hirtenschall, Ueber
Berg und über Thal; Klopf leise an das
Thor, An meiner Fillis Oh

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Urlicht

(Mündlich.) O Röschen
roth, Der Mensch liegt in gröster
Noth, Der Mensch liegt in gröster
Pein, Je lieber mögt ich im Himmel
seyn. Da kam ich auf einen breiten
Weg,

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Die vermeinte Jungfrau Lille

(Mündlich.) Prinz
Eugen.Lill, du allerschönste Stadt, Die
du bist so fein und glat, Meine Lieb,
die brennt in Flammen, Dich lieb ich vor
allen Damen, Lill, du
allerschöns

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Frühlingserwartung

(Mündlich.) Schlagt ihr
muntern Nachtigallen, Laßt den hellen,
reinen Ton, Durch die dichten Sträucher
fallen, Seyd gebeten singet schon: Und
ihr Schach, Schimel und Hirs

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Babeli sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht

size='4'>(Mündlich.) Schwarzbrauns
Babeli, Steh auf und laß mich
`nein, Ich bin allein, Und bring dir
Wein, Laß mich in die Kammer
`nein; Schwarzbrauns Babeli, Mit
dei
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Gruß

(Mündlich.) So viel
Stern am Himmel stehen, So viel
Schäflein als da gehen In dem grünen
Feld, So viel Vögel als da
fliegen, Als da hin und wieder
fliegen,

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Spinnerlied

(Mündlich.) Spinn,
Mägdlein, spinn! So wachsen dir die
Sinn, Wachsen dir die gelbe Haar, Kommen
dir die kluge Jahr! Ehr, Mägdlein,
ehr Die alte Spinnkunst se

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Vision

(Mündlich.) Ueber den
Kirchhof gieng ich allein, Zu meines
Liebchens Kämmerlein, Und als ich wollt
von dannen gehn, Da hielt es mich, ich
mußt da stehn. Ein Seel s

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Unbeschreibliche Freude

(Mündlich.) Wer ist
denn draussen und klopfet an? Der mich
so leise wecken kann? Das ist der
Herzallerliebste dein, Steh auf und laß
mich zu dir ein. Das Mädchen s

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Weibliche Selbstständigkeit

(Mündlich.) Wer noch in
Freiheit leben will, Der komm mit mir
zum Walde, Diana rast und rastet
still, Und rufet alsobalde; Frau Echo
schlägt den Triller drein, Daß

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Es ist der Menschen weh und ach So tausendfach

(Mündlich.) Wie bin ich
krank, Gebt mir nur einen Trank, Nur
keine Pulver, Und keine Pillen, Die
können meinen Schmerz nicht
stillen: Wie bin ich krank!

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Das schöne Kind

(Mündlich.) Wie war ich
doch so wonnereich, Dem Kaiser und dem
König gleich In meinen jungen
Jahren, Als Julia das schöne
Kind, Schön wie die lieben Engel
sind, Un

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Wo’s schneiet rothe Rosen, Da regnet’s Thräne

(Mündlich.) Wohl heute
noch und Morgen, Da bleibe ich bei
dir; Wenn aber kömmt der dritte Tag, So
muß ich fort von hier. Wann kömmst du
aber wieder, Herzall

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Der verwandelte Einsiedler

(Mündlich.) Da droben
aufm Hügel, Wo die Nachtigall
singt, Da tanzt der Einsiedel, Daß
die Kutt in die Höh springt. Der
Knabe. Ey laß ihn n

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Abendsegen

(Mündlich.) Der Tag
hat seinen Schmuck auf heute
weggethan, Es ziehet nun die Nacht die
braunen Kleider an; Und deckt die Welt
in angenehmer Ruh Mit ihren Schatten
zu.

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Der Abschied im Korbe

(Mündlich.) Er. Wo
gehst du hin du Stolze, Was hab ich dir
gethan; Daß du vorbei thust
gehen, Und schaust mich gar nicht
an. Du schlägst die Aeuglein

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Abschied für immer

(Mündlich.) Heute
marschieren wir, Morgen marschieren
wir, Zu dem hohen Thor hinaus, Ey du
wacker schwarzbraun Mägdlein, Unsre
Lieb ist noch nicht aus.

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Eine Kastanie

size='4'>(Mündlich.) Jockel. Guck,
Bastel, was ich funden han, Es hat ein
Igels Pelzlein an, Ein braunes ledern
Koller drunter, Mit Woll gefüttert,
guck! lug! Wunder!
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Das Lustlager

size='4'>(Mündlich.) Reiter. Hör
Bauer, was ich sage, Das Quartier und
das ist aus, Wenn du`n Trompeter hörst
blasen, So komm und weck mich
auf. Und s
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Abendstern

(Mündlich.) Schlaf
nur ein geliebtes Leben, Schlaf, ich
will ja gern zufrieden seyn, Deine
lieben Augen geben Dennoch deinem
Diener hellen Schein. Hast du dich
versch

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Schnelle Entwickelung

(Nach dem Jenaer
Codex.) Ein junger Mann nahm sich ein
Weib, Holdselig und gar fein von
Leib. Dem Weib er übersah gar
viel, Schwieg ihr in allen Dingen
still.

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Conradin von Schwaben

(Nach der Chronik der
Hohenstaufen. S. 492.) Als Conradin zu
Jahren kam, Ein schnelle Sach sich bald
vernahm, Er wollt sich männlich
halten, Alle Erbländer nehmen
ein, Die

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Tragödie

(Nach Joh. Georg Tibianus
Narration von Wallfahrten. Constanz bey
Straub 1598.) Ein Graf von frommem
edlem Muth, An Sitten hochgeehrt und
gut, Ging täglich in die Kirch zur
Zeit,

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Vorbote des jüngsten Gerichts

(Nach Procop.) Pater
Friedrich Procop, Kapuziner der
Oesterreichischen Provinz, zu Templin,
inder Mark Brandenburg, gegen das Ende
des sechzehnten Jahrhunderts geboren; zu
seiner Zeit einberühmter

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Sie können es nehmen, wie sie wollen

(Nikolaus Rosthius
liebliche Galliarden. 1593.) Ein
Mägdlein jung gefällt mir wohl, Von
Jahren alt, weis wie ein Kohl, Schön
wie ein Rab ihr gelbes Haar, Triefdunkel
sind die A

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Schlacht bey Leipzig

(Parodie des vorigen S.
90 aus einem alten fliegenden
Blatte.) Zeuch Fahler zeuch, Balde
wolln wirn Tylli dreschen, Wolln ihn
gebn ’n Kraut zu fressen. Zeuch
Fahler zeuch.

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Die löbliche Gesellschaft Moselsar

(Phil. v. Sittewald
Strafschriften II. T. S. 661.) Die
löbliche Gesellschaft zwischen
Rhein Und der Mosel allzeit rüstig
seyn, Nach Unfall sie nicht fragen, Das
Terich (Land) hi

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Gimpelglück

(Postiglion der Lieb.
XXIII.) Ich that einmal spazieren
gehn, Da hört ich also singen
schön Der Vöglein viel und
mancherlei, Ganz lieblich war ihr
Melodei; Da kam ich auc

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Der Fürstentochter Tod

(Procopii Aestivale p.
246.) Es fuhr gen Acker ein grober
Baur, Arbeitet wacker im Schweis so
sau`r, Im Frühling, Märzen, May,
April, Im Feld standen der Blümlein
viel, D

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Ehestand

(Procopii decalogale
conjugale II. T. p. 569.) Ich gieng
spazieren in ein Feld Ohne Sünde; Mich
umzusehen in der Welt, Wie es
stünde. Es war an einem Sonntag
gut, Na

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Der Maria Geburt

(Procopii Mariale
Festivale I, S. 228.) Gleich wie die
lieb Waldvögelein, Mit ihren Stimmen
groß und klein Früh morgens lieblich
singen, Sobald anbricht die
Morgenröth,

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Ruhe in Gotteshand

(Procopii Mariale
festivale. p. 120.) Gleich wie des Noah
Täubelein Ihr Füßlein nicht wollt
sudeln ein, Im Letten dieser Welt; Sie
floh dem Patriarchen zu, In seiner
Hand

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Liebscherz mit dem neugebornen Kinde Maria

(Procopii Mariale
festivale. p. 228.) Wann wünschen wär
können, Maria rein, So möcht ich jezt
wohl ein Baumeister seyn; Ich wünschte
mir Salomons Schätze, Dukaten und
Thaler

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Zugvögel

(Procopii Mariale
Festivale. p. 448.) Ach wie so schön,
wie hübsch und fein Sind deine Tritt
Maria rein In deinem Schühlein leis
dahin, Ach Jungfrau, was hast du im
Sinn?

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Inschrift

(Procopii Mariale
Festivale.) Hör mich du arme
Pilgerin, Die zu Wallfahrten hast den
Sinn, Nicht wollest du vorüber
gehen, Bey diesem Bilde bleibe
stehen, Erfrisch allhier

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Der Pilgrim

(Procopii Paschale. p.
263.) Der Geistliche. Winter ist
hin, der Pilgrim zieht ins Feld, Im
Frühling er sich umschaut in der
Welt, Wo er hinkommt, find er kein
bleib

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Die Seeräuber

(Quartalschrift für
ältere Literatur. Leipzig, 1784. 1. Q.
S. 29.) Störtebecher und Gödte
Michael, Die raubten beide zu gleichem
Theil Zu Wasser und nicht zu Lande, Bis
daß e

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Weltlich Recht

(Reichardts musikalische
Zeitung. 1806. Nro. 10. S. 40.) Joseph,
lieber Joseph, was hast du gedacht, Daß
du die schöne Nanerl ins Unglück
gebracht. Joseph, lieber Joseph, mit

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Vorbereitung

(S. 63.) Ewiger Bildner
der löblichen Dinge, Der du mich Armen
so ferne erdacht; Rühr mir die Zunge,
damit ich dir singe, Und eins beginne
nach äußerster Macht; Dich zu

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Schön bin ich nicht

(Schöne Lieder Henrici
Finkens. 1536.) Schön bin ich nicht,
mein höchster Hort, Laß mich das nicht
entgelten, Lieb gilt für schön an
manchem Ort, Lieb soll vor aller
Schönh

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Des König Ladislaus Ermordung im Jahre 1457

(Senkenberg Selecta
Juris. Tom. V.) Von einem König
lobesan, König Lasla ist sein
Nahme, Ein König aus Oesterreiche, Ja
spricht man in der Christenheit, Man
findt nicht s

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Zweifel an menschlicher Klugheit

(Taulers Nachfolge des
armen Lebens Christi. Frankfurt 1621. S.
133.) Der Vater vom Himmelreich
spricht, Mensch steh still und fürcht
mich, Gehst du für dich, So thust du
thöri

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Die wiedergefundene Königstochter

(v. Seckendorfs
Musenalmanach f. 1808, S. 29.) Es hat
ein König ein Töchterlein, Mit Namen
hieß es Annelein; Es saß an einem
Rainelein, Las auf die kleinen
Steinelein.

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Von alten Liebesliedern

(Venusblümlein von
Ambrosius Metzger. Nürnberg
1612.) Spazieren wollt ich reiten, Der
Liebsten vor die Thür, Sie blickt nach
mir von weitem, Und sprach mit großen
Freuden:

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Reiterlied

(Venusblümlein von
Metzger. Nürnberg 1612.) Nach
Reitersbrauch ich reite Mein Rößlein
in das Feld, Tumml das auf grüner
Heide Werfs rumm auf alle Seiten, Mit
Spornstrei

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Don Juan

(Vergl. Büschings und
von der Hagens Sammlung.) Ich hatt nun
mei Trutschel Ins Herz nei
geschlosse, Sie hat mir geschworen, Sie
wöll mich net losse, Da reit mir der
Teufel

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Die schweren Brombeeren

(Vielfach schriftlich und
mündlich.) Es wollt ein Mägdlein
früh aufstehn, Drey Stündelein vor dem
Tag, Wollt in den grünen Wald n`aus
gehn, Brombeerlein brechen ab.

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Ein Heller und ein Pfenning, Das ist ein kleiner W

(Vier Baurenmädchen
sammelten sonst mit diesem Liede von
Haus zu Haus einiges Geld, um
dasMuttergottesbild, welches sie bei
Processionen trugen, vorher
auszuschmücken, in denrheinischen
Dörfern Sponheim, Spa

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Der verschwundene Stern

(Von M. Claudius.) Es
stand ein Sternlein am Himmel, Ein
Sternlein guter Art; Das thät so
lieblich scheinen, So lieblich und so
zart. Ich wußte seine Stelle A

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Klage der Churfürstin, Frauen Sybille von Sachsen

(Von Peter Watzdorf aus
der Reformationszeit.) Ach Gott mich
thut verlangen, Nach dem, der jezt
gefangen, Den liebsten Fürsten
mein, Daß ich ihn so muß
meiden, Bringt mir

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Fuhrmannslied auf der Weinstrasse

(Wahrscheinlich aus dem
siebzehnten Jahrhunderte.) Zieh,
Schimmel, zieh! Im Dreck bis an die
Knie; Schieb dich fein in diesen
Karren, Wir wollen an den Neckar
fahren. Zieh,

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Das wunderthätige Mannsbild

(XXX Galliarden von Rost.
2 Th. 1593.) Die Tochter bat die Mutter
schön, Sie möchte in die Kirche
gehn, Die Bilder anzubeten, Denn sie
jezt große Heiligkeit Inbrünstig
h

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Kennst die bewegliche Drei du noch nicht und der V

(Zur Beruhigung einer
gewissen Kritik, die immer wissen muß,
ob etwas wirklich alt sey, um zufühlen,
daß es schön sey, wird hier bemerkt,
daß dieses Lied
unverändertabgedruckt.) Die 4
heilige

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Havele Hahne

(Zur Fastnacht gehn die
Kinder am Rhein mit einem Korb, in dem
ein gebundener Hahn liegt, sie
schauckeln mit ihm und singen:) Havele
havele Hahne, Fastennacht geht
ane, Droben in

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Des ersten Bergmanns ewige Jugend

... Der Kammerjunker
versicherte, daß er nach einer
sonderbaren     
Bergwerksgeschichte eine eben so
sonderbare Ballade geschrieben, die
er      hersagen
könne: Ein

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Schwere Wacht

1. Jungfrau und
Wächter. Aus einer Sammlung
ungedruckter Minnelieder im Besitz von
C. B. Von hoher Art ein Fräulein
zart, Hört ich dem Wächter
klagen, Aus

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Georg von Fronsberg

1. Wie das Kriegsvolk von
Georg von Fronsberg singt.
(Spangenbergs Adelsspiegel. Zinkgräfs
Apophtegmen) Georg von Freundsberg,
von großer Stärk, Ein theurer Held,
behielt das Fe

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Liebesklagen des Mädchens

1. Nach meiner Lieb viel
hundert Knaben trachten, Allein der, den
ich lieb, will mein nicht achten, Ach
weh mir armen Maid, vor Leid muß ich
verschmachten. Jeder begehrt z

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Die Schmiede

1600-1650. Wenn jetzt
die Schmieder zusammen geloffen Und
angefangen, das Eisen zu klopfen, Kein
solcher Gesang kommt auf die Bahn Wie
diese Bursche heben an. Mit Streichen

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Das Prager Lied

1636. O allerschönstes
Jesulein, Du Pragerisches, lieb und
klein, Klein an Gestalt, groß in der
Macht, Wie in Erfahrnuß schon
gebracht. Du Zierd des ganzen
Erdenre

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Kriegsregeln

1 Bist du recht müd und
matt, ja ganz erschöpft von Sorgen, So
singe hell und laut, wie Spatzen tun am
Morgen. Gleich wird dir leicht die
Brust, ein Mühlstein fällt
hernieder, Es

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Auf Fichtes Tod

29. Januar 1814 Auch
dich hat uns die Pest der Zeit
entrissen, Dich mutigsten Bestreiter
schlechter Zeit, Du hattest dich als
Opfer ihr geweiht, Als du ihr strafend
riefest i

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Trompeterstückchen

A Herr verscho o o ne
mich, Jesus Maria a a, Ist dann kein
Kavallerie mehr da, Jesus Marie, Wo
bleibt dann die Infanterie, Hätten wir
dies, Hätten wir das, Hätten wi

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Anschauungs-ABC

A, b, ab,
Thu die Kapp ab.
A b c
Die Katz, die läuft in Schnee,
Der Kater hinter her,
Mit einem großen Stücke Schmeer.
Abendgebet

Abends wenn ich schlafen
geh, Vierzehn Engel bei mir
stehn, Zwey zu meiner Rechten, Zwey zu
meiner Linken, Zwey zu meinen
Häupten, Zwey zu meinen Füssen, Zwey
die mic

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Tell und sein Kind

Abgeschrieben vom Giebel
eines Hauses in Arth in der
Schweiz, durch Arnim, s. Französische
Miszellen III. B. S. 82. Tell.Zu Ury
bey den Linden Der Vogt steckt auf den
Huth, Und s

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Der Graf im Pfluge

Adelung`s Magazin der
deutschen Sprache. II. B. 3. Stück. S.
114. Ich verkünd euch neue Mehre, Halt
Frieden bei der Kann. Zu Rom da saß ein
Herre, Ein Graf gar wohlgethan,

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Abzählen, den die letzte Silbe trift, der muß na

Ahne, Krahne, wickele,
wahne, Wollen wir nit nach England
fahren, England ist
verschlossen, Schlösser sind
verrostet, Schlüssel ist
verloren, Müssen wir ein Loch nein
bohre

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Algerius

Algerius sagt
Wunderding: »Wo andre schreien,
weinen, An diesem Ort ich Freud
empfing, Im Gefängniß mir
erscheinet Das Himmelheer, Viel
Märtirer Tagtäglich bey mir

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In der wüsten Heide

Allhier in dieser wüsten
Haid Wohnt keine Seele weit und
breit, Die wilden Thier allein, Die seh
ich selbst Mitleiden tragen, Die Vögel
traurig seyn, Und mich mit schwacher
Stimm

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Die zwei Hirten in der Christnacht

Als das Christkindlein
geboren war, saßen die zwei Hirten,
Damon und Halton, Nachts bei ihrer
Heerde, und erzählten sich einander,
was sie dem Christkindlein für
Geschenke machen wollten, es war bei
einem Ba

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Ein Wahrheitslied

Als Gott der Herr geboren
war, Da war es kalt, Was sieht Maria am
Wege stehn? Ein Feigenbaum, Maria laß
du die Feigen noch stehn, Wir haben noch
dreißig Meilen zu gehn, Es

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Construction der Welt

Als Gott die Welt
erschaffen Und allerhand
Gethier, Konnt er nicht ruhig
schlafen, Er hat noch etwas für; Wann
nur ein Mensch auf Erden, Dacht er in
seinem Sinn, Die W

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Knecht, Magd, Ochs, Esel, und alles, was mein ist

Als ich ein armes Weib
war, Zog ich über den Rhein, Bescheert
mir Gott ein Hühnelein, War ich ein
reiches Weib, Gieng ich über die
Wiese, Fragten alle Leut, Wie mein
Hühn

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Hessisch

Als ich kam zur Stube
rein, Da ist gut wohnen! Ich hab so lang
draußen gestanden, Daß Gott
erbarm! Ich seh dies an deinem Hut, Wie
dein Hut tröpflen thut, Von
Regen

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Kupido die Fledermaus

Als ich verwichen lag in
sanfter Ruh, Da klopft an meiner
Thür, Und kommet auch zu mir, Ein
kleiner Bue! Schneeweiß ist er
gekleidt, von Angesicht blind, Er stellt
sich an

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Des Sultans Töchterlein und der Meister der Blume

Altes fliegendes Blatt
aus Kölln. Der Sultan hatt` ein
Töchterlein, Die war früh
aufgestanden, Wohl um zu pflücken die
Blümelein In ihres Vaters Garten. Da
sie d

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Des Schneiders Feyerabend und Meistergesang

Altes Lied in meinem
Besitz. C. B. Und als ich saß in
meiner Zell und schreib, Da kamen drey
Beginnen So alte heil`ge Weib. Sie lasen
mir vor Den schnellen grimmen
Tod.

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Auf den Tod des Malers Otto Runge

am 2. Dezember
1810 Die Tage werden kurz, die
Nächte lang, Die kranke Erd` erträgt
nicht mehr die Lust, Da flammt der Baum
im Herbst sich unbewußt Mit rotem
Blatt – uns

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Galantes dreissigjähriges Kriegslied

Amor, erheb dich edler
Held! Begebe dich mit mir ins
Feld, Frisch auf! Mein Liebchen ist
gerüst` Als ob sie mit mir streiten
müst`, Sie hat nichts Guts im
Sinn. Jezt

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Weinsüppchen

Anne Margritchen! Was
willst du, mein Liebchen? Ich trinke so
gerne Gezückerten Wein. Zwey Pfund
Zuckerchen, Ein Pfund Butterchen, Zwey
Maaße Wein, So muß es

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Anmuthiger Blumenkranz aus dem Garten der Gemeinde

ans Licht gegeben im
Jahre 1712. Es mögten sich nit
wenige verwundern, daß man bei der
Menge alter und neuer Gesangbücher doch
wieder ein neues Liederbuch vor den Tag
bringt, dazu zu einer Zei

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Die Hand

Antiquarius des
Elbstroms. Frankfurt 1741. S.
616. Sieh, sieh du böses Kind! Was man
hier merklich findt, Die Hand, die nicht
verweßt, Weil der, des sie gewest, Ein
ungera

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Bayrisches Alpenlied

Ariel`s Offenbarungen. S.
211. 207. Der Franz läßt dich
grüßen Gar hoch und gar fest, Vom
Palmbaum hoch sprießen Gar vielerley
Aest. Mit grünblauer Seiden

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Des Knaben Wunderhorn I, Von Volksliedern 3

Auch die hellen Triangel
der Böhmischen Bergleute klingen den
Kindern nicht mehr, am Leitbande darnach
zu treten; die treuen heilgen Drey
Könige begrüßen sie nicht mehr! -
Aber was rede ich von Kindern,

... weiterlesen


Liebeswünsche

Auf der Welt hab ich kein
Freud, Ich hab ein Schatz und der ist
weit; Wenn ich nur mit ihm reden
könnt, So wär mein ganzes Herz
gesund. Frau Nachtigall, Frau
Nachtigall! G

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Bildchen

Auf dieser Welt hab ich
keine Freud, Ich hab einen Schatz und
der ist weit, Er ist so weit, er ist
nicht hier, Ach wenn ich bei mein
Schätzgen wär! Ich kann nicht sitzen
und kan

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Kriegslieder - VII.

Auf, auf, Kameraden zu
Fuß und zu Pferd, Ins Feld, in die
Freiheit gezogen! Im Felde da ist der
Preuße was wert, Da wird sein Herz
noch gewogen, Da tritt kein andrer mit
ihm ein,

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Rundgesang gegen Unterdrücker des Werdenden

Auf, ihr meine deutschen
Brüder, Feiern wollen wir die
Nacht, Schallen soll der Trost der
Lieder, Eh der Morgenstern
erwacht, Laßt die Stunden uns
beflügeln, Daß wir aus d

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Tanzreime

Aufe ist nit abe, `s ist
aber we`ger wahr, Wann ich meinen
Schatz am Tag nit seh, Und in der Nacht
nit bei ihm steh, Meyn ich, es sey ein
Jahr. Zu dir bin ich gangen,

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Heinriche Konrade der Schreiber im Korb

Aus Bragur IV. B. 2. Ab.
S. 93. Es ging ein Schreiber spatzieren
aus Wohl an dem Markt da steht ein
Haus, Heinriche Konrade der Schreiber im
Korb. Er sprach: »Gott grüß

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Der unterirdische Pilger

Aus Bruckmanns
Beschreibung aller Gebirge. Ein Pilger
wollt ausspüren Der Erd`
Metallen-Geist, Da hieß man ihn
spaziren, Ins Bergwerk man ihn weist, Da
führten ihre Schic

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Jung und alt im Frühling - I.

Aus der Berge dunklen
Klüften Braust nicht mehr die kalte
Flut, Fenster öffne ich den
Lüften Und das Tor dem
Jugendmut; Springend geht`s zum Tale
nieder, Leicht beflügelt

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Nachtgebet

Aus der Zeit des
Harrens Wann wird die Nacht mir
enden, Wann werd ich wieder wach? Wann
trägt auf goldnen Händen Auch mich
ein Freudentag? Nur wenn ich auf den
Kniee

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Vogel Phönix

Aus einem alten Buche
ohne Titel. Phönix, der edle Vogel
werth, Hat seines Gleichen nicht auf
Erd, Um seinen Hals ist`s goldgelb
klar, Sein Leib und Flügel Purpur
gar;

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Pura

Aus einem Gesangbuche der
Wiedertäufer v. J. 1583. S. 53. Als
ich gen Antiocha kam, Ein Jungfrau, Pura
war ihr Nahm, Ein Christin ward
gefunden, Die ward vor den Kaiser
bracht,

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Die Juden in Passau

Aus einem geschriebenen
geistlichen Liederbuche in der Sammlung
von Clemens Brentano. Mit Gott der
allen Dingen, Ein Anfang geben hat, So
heben wir an zu singen, Ein
wunderl

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Ritter St. Georg

Aus einem geschriebenen
geistlichen Liederbuche vom
Jahre1601. in der Sammlung von Clemens
Brentano. In einem See sehr groß und
tief, Ein böser Drach sich sehen
ließ. De

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Der geistliche Kämpfer

Aus einem Manuscript in
der Sammlung von Clemens
Brentano. Groß Lieb thut mich
bezwingen, Daß ich muß heben an, Von
einem Kämpfer singen, Der war so
wohlgethan.

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Ringlein und Fähnlein

Aus einer ungedruckten
Sammlung Minnelieder in meinem Besitz. -
C. B. Vor Tags ich hört, in Liebes
Port, wohl diese Wort Von Wächters Mund
erklingen: »Ist jemand je, verborgen

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Lindenschmidt

Aus Meißners Apollo.
Juny 1794. S. 173. Es ist nicht lange
daß es geschah Daß man den
Lindenschmidt reiten sah, Auf einem
hohen Rosse. Er reitet den Rheinstrom
auf und ab;

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Die Frau von Weissenburg

Aus Meißner`s und
Canzler`s Quartalschrift
fürältere Literatur. II. S. 102.
Brotuff`s Marsburger Chronik. Was wolln
wir aber singen, Was wollt ihr für ein
Lied, Ein Lied von d

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Großmutter Schlangenköchin

Aus mündlicher
Ueberlieferung in Maria`s Godwi.
Bremen1802. II. B. S. 113.
abgedruckt. Maria, wo bist du zur Stube
gewesen? Maria, mein einziges Kind! Ich
bin bey meiner G

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Laßt uns ruhig weiter bauen.

Aus tiefer Not schrei ich
zu dir, Herr Gott, vernimm mein
Rufen! Laßt uns ruhig weiter
bauen, Nur auf Gottes Himmel
schauen, Wie er alle Sterne
trägt, Sonn` und Mond

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Klagred des Gott Bachus, daß der Wein edel worden

Bachus. Ich bin der
Gott Bachus genannt, Den guten
Schluckern wohlbekannt, Die dienten mir
ein lange Zeit; Die Fürsten, Herrn und
Edelleut, Dazu Mönche und auch
Pfaf

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Bei Nacht sind alle Kühe schwarz

Bei der Nacht ist so
finster im Weg, Man sieht weder Brücke
noch Steg, Weder Stock noch Stein, Man
stößt sich ans Bein, Drum geh ich
nicht gern allein. Bei der Nacht ist

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Petrus und Pilatus auf der Reise

Bei diesem Liede reichen
sich zwei Kinder die Hände kreutzweiß,
und gehen singend aufund ab, und bei:
sprach Pilatus, drehen sie sich, durch
einen Zug der Hände schnell herum,
undwandern wieder zurück.

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Die widerspenstige Braut

Bei Elwert. S. 17. Ich
eß` nicht gerne Gerste, Steh auch nicht
gern früh auf, Eine Nonne soll ich
werden, Hab keine Lust dazu; Ei so
wünsch ich dem Des Unglücks no

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Zur Verlobung

Berlin, am 4. Dezember
1810 Es war ein Abend, sternlos, grau
und feucht, Gleichgültig zog der Wind
am Strom entlang, Und wieder trennen
sollte uns der Gang, Zu dem ich dir
s

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In Nepomuk Ringseis‘ Stammbuch

Berlin, den 22. März
1815 Die blut`gen Flügel schlägt
der Vogel Greif, Haucht in die Zeit,
erhebt die Teufelsklaue; Wen wird er
packen, wer ist überreif? Die Guten
feiern

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Vor der rechten Schmiede

Beschlag, beschlag`s
Rößle, Zu Ulm steht ein
Schlößle, Steht ein Schmiedle nah
dabei, Schmiedle abschlag mirs Rößle
gleich, Hab ich Nägele zu tief rein
g`schlage, Muß ichs

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Tanzliedchen

Bin ich nit ein
Bürschlein In der Welt? Spring ja wie
ein Hirschlein, In dem Feld! In dem
Feld, im grünen Holz, Begegnet mir ein
Jungfrau stolz. Guten Morgen,
Jungfr

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Frühlingsblumen

Bragur I. B. S. 358.
Geistlich verändert in
denGassenhauern von Heinrich Knausten.
Frankfurt 1571. S. 32. Herzlich thut
mich erfreuen, Die fröhliche
Sommer-Zeit, All mein Geblü

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Liebe spinnt keine Seide

Bragur VI. B. II. Ab. S.
77. Es fuhr ein Mägdlein übern
See, Wolt brechen den Feiel und grünen
Klee, Mit ihrn schneweissen Händen, Der
Sommer hat schier ein Ende.

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Die Rose

Christian Weisens drei
klügsten Leute. Leipzig 1684. S.
234. Die Rose blüht, ich bin die
fromme Biene, Und rühre zwar die
keuschen Blätter an, Daher ich Thau und
Honig schöpfen kan

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Cupido und die Magd

Cupido. Als ich bei
dunkler Nacht War auf der
Liebesjagd, Wollt fangen in der
Still Der Herzen viel, Da thät sich
offerirn Ein schöne Bauersdirn, Als
i

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Des Pfarrers Tochter von Taubenheim

Da drunten auf der
Wiesen Da ist ein kleiner Platz, Da
thät ein Wasser fließen, Da wächst
kein grünes Gras. Da wachsen keine
Rosen, Und auch kein Rosmarein, Hab
ic

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Wiegenlied im Freien

Da oben auf dem Berge,
Da rauscht der Wind,
Da sitzet Maria,
Und wieget ihr Kind,
Sie wiegt es mit ihrer schneeweißen Hand,
Dazu braucht sie kein Wiegenband.
Freundschaft

Der Blinde schleicht am
Wanderstabe, Weiß nicht, daß schon
die Sonn` im Meer, Er trägt an seiner
Last so schwer, Die Last ist seine
letzte Habe. Er trägt so treu zum
sich

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Kriegslieder - IX.

Der Fahnenjunker Auf
der Brücke der Junker die Fahne
pflanzt, Die Fahne wächst und wallet
im Wind, Der Todesreihen so schnelle
geschwind Um ihn im Wirbeldampfe
tanzt,

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Lied des abgesetzten Sultan Selim

Der Guguck ist ein braver
Mann, Der sieben Weiber brauchen
kann; Die erste kehrt die Stube aus, Die
zweite wirft den Unflath `naus; Die
dritte nimmt den Flederwisch, Und kehrt
des

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Der Kirschbaum

Der Kirschbaum blüht,
ich sitze da im Stillen, Die Blüte
sinkt und mag die Lippen füllen, Auch
sinkt der Mond schon in der Erde
Schoß Und schien so munter, schien so
rot und groß;

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Der Kurprinzessin Auguste von Hessen

Der Kurprinzessin Auguste
von Hessen bei ihrem Abschiede aus
Berlin. November 1813 Du ziehest
heim zu deinen treuen Scharen, Von
denen dich ein ernst Geschick
verbann

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Ammen-Uhr

Der Mond, der
scheint, Das Kindlein weint, Die Glock
schlägt zwölf, Daß Gott doch allen
Kranken helf! Gott alles weiß, Das
Mäuslein beißt, Die Glock schlägt
Ein

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Himmelsboten zu Liebchens Himmelbett

Der Mondschein, der ist
schon verblichen, Die finstre Nacht ist
hingeschlichen; Steh auf du edle
Morgenröth`, Zu dir all mein Vertrauen
steht. Phöbus ihr Vorbott
wohlgeziert,

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Kommt Hüner bibi

Der Reiter zu Pferd, Die
Köchin am Heerd, Die Nonne im
Kloster, Der Fischer im Wasser, Die
Mutter backt Kuchen, Sie läßt mich
nicht gucken, Sie giebt mir ein
Brocken,

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Der Studenten erstes Lebehoch ...

Der Studenten erstes
Lebehoch bei der Ankunft in Berlin
am 15. Oktober
1810 Eingeborner Ihr Pilger,
schüttelt ab den Staub Von euren
Reiseschuhen Und kränze

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Vom vornehmen Räuber

Deutsches Museum. 1778.
II. B. S. 459. Was wollen wir aber
heben an Von Fritschen dem jungen
Edelmann, Hat manchen stolzen Ritt
gethan, Bis es ihm schlecht
gelungen.

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Der Förster

Die Eichen klüften auf
vom Frost, Die Wölfe heulend
weichen, Jetzt sucht nur Not im Walde
Trost, Jetzt, Förster, laß dein
Schleichen. Die Diebeswagen krachten
fort,

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Moriz von Sachsen

Die Geschichten und
ritterlichen Thaten Moritz Herzogs
zuSachsen, durch Leonhardt Reutter.
1553. Flugschrift. Mir kam ein schwerer
Unmuth an, Ich konnt mich selber nicht
verstan,

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Ringelreihe-Lied

Die Kinder tanzen im
Kreiß, und setzen sich plötzlich zur
Erde nieder. Ringel, Ringel,
Reihe! Sind der Kinder dreie, Sitzen auf
dem Holderbusch, Schreien alle musch,
musch

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Die fromme Magd

Die lautere Wahrheit von
Ringwaldt. S. 290. Eine fromme Magd von
gutem Stand, Geht ihrer Frauen fein zur
Hand, Hält Schüssel, Tisch und Teller
weis, Zu ihrem und der Frauen
Prei

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Kranzlied der Jungfrauen für den greisen Fürsten

Die Liebe nur kann freie
Mädchen binden, Zu einem Kranz sich
tanzend zu umwinden, Den lieben
Fürsten zu umziehen Mit ihrer Jugend
Blühen, Den lieben Fürsten zu
umringen, E

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Linsenlied

Die Linse,
Wo sin se?
Im Tippe,
Se hippe.
Deck se zu,
So han se Ruh.
Der Wilddieb

Die Mutter hat schon lang
geschaut Von ihrem Giebelfenster, Als
kaum der Morgen hat gegraut, Es weckten
sie Gespenster: Der Mann, der Sohn, sie
blieben aus, Sie wollten abends

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Schluß

Dormi Jesu, mater
ridet, Quae tam dulcem somnum
videt, Dormi Jesu blandule. Si non
dormis, mater plorat, Inter fila
cantans orat; Blande veni
somnule. S

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Einsiedler

Dort droben auf dem
Hügel, Wo die Nachtigall singt, Da
tanzt der Einsiedel, Daß die Kutt in
die Höh springt. Ey laßt ihn nur
tanzen, Ey laßt ihn nur seyn, Zu
Nach

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Ach wenn ich doch ein Täublein wär

Dort oben auf dem
Berge, Da steht ein hohes Haus, Da
fliegen alle Morgen, Zwey
Turteltäublein raus. Ach wenn ich
nur ein Täublein wär! Wollt fliegen
aus und ein,

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Wer da

Drei Gäns im
Haberstroh Saßen da und waren
froh, Dann kam ein Bauer gegangen, Mit
einer langen Stangen, Ruft: Wer do? Wer
do? Drei Gäns im Haberstroh Saßen da
und waren f

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Belehrende Entschuldigung

Du zürnst, weil ich dir
um den Hals gefallen, Als heut dein
Mund so freudig zu mir sprach, Laß
meine Freude dir im Kuß
erschallen, Mein Lächeln suchte sich
ein freundlich Dach: E

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Winternacht

Durch die Fenster, blumig
befroren, Schimmern die Lichter matt
und fern, Trommeln und Pfeifen dumpf
vor den Ohren Hören wir draußen im
Schnee so gern; Bei den Feuerbecken wir
wache

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Räthsel um Räthsel

Ei Jungfer ich will
ihr Was aufzurathen geben, Und wenn sie
es errathet So heurath ich sie. Was
für eine Jungfer Ist ohne Zopf? Was
für ein Thurm Ist ohne Knop

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Eia popeia etzetera

Eia im Sause, Zwei Wiegen
in einem Hause, Soll der Vater nicht
werden bang, Um zwei Wiegen in einem
Gang, Eia im Sause. Eia wiwi! Wer
schläft heut Nacht bei mir,

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Der sündige Heilige

Ein Heil`ger in der
Wüste Versank in böse Lüste Und
seufzte zu den Bergen: »Ihr sollet
mich verbergen!« Sie aber aus den
Tiefen Mit Donnerstimmen riefen: »Es
steh

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Nicht weit her

Ein Himmel ohne Sonn, Ein
Garten ohne Bronn, Ein Baum ohne
Frucht, Ein Mägdlein ohne Zucht, Ein
Süpplein ohne Brocken, Ein Thurm ohne
Glocken, Ein Soldat ohne Gewehr,

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Kinderpredigt

Ein Huhn und ein
Hahn, Die Predigt geht an, Ein Kuh und
ein Kalb, Die Predigt ist halb, Ein Katz
und ein Maus, Die Predigt ist aus, Geht
alle nach Haus, Und haltet ein

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Erschreckliche Geschichte vom Hünchen und vom Hä

Ein Hünchen und ein
Hänchen sind miteinander in die
Nußhecken gegangen, umNüsse zu essen,
und jedes Nüßchen, welches das
Hänchen fand, hat es mit demHünchen
getheilt, endlich hat das Hünchen auch
eine

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Das Wunderhorn

Ein Knab auf schnellem
Roß Sprengt auf der Kaisrin
Schloß, Das Roß zur Erd sich
neigt, Der Knab sich zierlich
beugt. Wie lieblich, artig, schön Die
Frauen sich ansehn,

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Des ersten Bergmanns ewige Jugend

Ein Knabe lacht sich an
im Bronnen, Hält Festtagskuchen in der
Hand, Er hatte lange nachgesonnen, Was
drunten für ein neues Land. Gar lange
hatte er gesonnen, Wie drunten
se

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Laune

Ein kühner Sinn kann
Ströme hemmen Und bricht durch Felsen
seine Bahn, Doch wenn die Nebel ihn
beklemmen, Da fühlt er, seine Macht
sei Wahn. Verhüllt ist ihm die frohe
Ferne,

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Spiellied des Königs Töchterlein

Ein Mägdlein setzt sich
in die Mitte, ihren Rock zieht sie über
den Kopf in die Höh, die Kinder stehn
um sie, und halten den Rock, einer geht
herum und fragt: Ringel, Ringel,
Thale, ringen,

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Wir verstehen sie nicht

Ein Schneider hätt ein
böses Weib, Vorwitzig, stolz, doch fein
von Leib, Sehr eigenwillig, frech und
steil, Trug ihre Ehr auch ziemlich
feil, Stets ihrem Mann zuwieder
lebte, In

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Von Adel und Tadel

Ein silberne Scheide, Ein
goldene Kling, Mein Schatz ist von
Adel, Wie freut mich das
Ding. Kreideweiße Haare, Schwarz
gewichste Schuh, Ein Degen an der
Seite,

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Der Liebesritter

Ein versuchter
Liebesritter rührt der Jungfrau
schuldlos Herz, Führt als Braut vom
Klostergitter sie zur Stadt in Lust und
Scherz. Zu dem großen Hochzeitmahle
tritt der Bräutigam vermummt,

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Für die Jüngelcher von unsern Leut

Ein Zicklein, ein
Zicklein, Das hat gekauft das
Väterlein, Um zwey Schilling
Pfennig, Ein Zicklein! Da kam das
Kätzlein, Und aß das Zicklein, Das hat
gekauft mein V

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Jung und alt im Frühling - II.

Eine bange
Reiselust Weht in
Frühlingstagen, Füllt mit Wehmut
unsre Brust, Will zum Himmel
tragen, Wo die ganze
Seligkeit Schimmert in dem Lichte, Und
ein Bild der Ew

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Epistel

Einen freundlichen
Gruß, Der in das Herze soll und
muß; Der Gruß liegt
begraben, Zwischen zwey goldenen
Buchstaben, Der eine heiß: Eine Perle
fein, Ich kann nicht Herzalle

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Eine gute, auserwählte, hochgelobte Buttermilch

Eins Bauren Sohn hätt’
sich vermessen, Er wollt ein gute
Buttermilch essen, Ein auserwählte
Milch, ein hochgelobte Milch, Ein
abgefeimte Milch, des Milry Milch, ein
gute Buttermi

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Abzählen bei dem Spiel

Eins, zwei, drei, In der
Dechanei, Steht ein Teller auf dem
Tisch, Kömmt die Katz und holt die
Fisch, Kömmt der Jäger mit der
Gabel, Sticht die Katze in den
Nabel, S

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Erdtoffeln mit Rippenstückchen

Einsmals ein Mägdlein
frisch und jung, Gieng aufrecht wie ein
Hirsch im Sprung; Und von einem
Jüngling, den sie kannt, Ihre Aeuglein
klar durchaus nicht wandt. Der
Jüngling sch

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Des guten Kerls Freierey

Einstens, da ich Lust
bekam, Mir zu freien eine Dam, Und sie
freundlich fragte, Ob ich ihr auch wohl
gefiel; Wahrlich nicht besonder
viel! Sie gar spöttisch
sagte. Ic

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Kriegslieder - VI.

Ein` feste Burg ist unser
Gott, Ein` gute Wehr und Waffen, Er
hilft durch uns euch aus der Not, Die,
Deutsche, euch betroffen; Der alte,
böse Feind Mit Ernst es jetzt
meint,

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Der stolze Schäfersmann

Elwert S. 43. Und als
der Schäfer über die Brücke
trieb, Warum? Ein Edelmann ihm entgegen
ritt: Hopp, hopp, hopp entgegen
ritt. Der Edelmann thät sein Hütlein
ab

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Das Lied vom Ringe

Elwert. S. 19. Es waren
drey Soldaten, Dabey ein junges
Blut, Sie hatten sich vergangen, Der
Graf nahm sie gefangen, Setzt sie bis
auf den Tod. Es war ein wackr

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Weine nur nicht

Elwerts alte Reste. S.
41. Weine, weine, weine nur nicht, Ich
will dich lieben, doch heute nicht, Ich
will dich ehren so viel ich kann, Aber`s
Nehmen, `s Nehmen, Aber`s Nehm

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Erinnerung beym Wein

Es dunkelt auf jenem
Berge, Nach Hause wollen wir gehen; Den
Wein, den wollen wir trinken, Den wir
gewohnet seyn. Ich hör ein Hirschlein
rauschen, Wohl rauschen durch den
W

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Die Schwalben

Es fliegen zwei Schwalben
ins Nachbar sein Haus, Sie fliegen bald
hoch und bald nieder; Aufs Jahr, da
kommen sie wieder, Und suchen ihr
voriges Haus. Sie gehen jezt fort ins
neue

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Der wohlgezogene Knecht

Es gieng ein wohlgezogner
Knecht Wohl über die breite Aue, Da sah
er einen schönen Tanz Von adlichen
Jungfrauen; Den Tanz, den wollt er
schauen. Da sprach der wohlerzogne

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Kriegslieder - V.

Es ist nichts lust`ger
auf der Welt Und auch nichts so
geschwind, Als wir Husaren in dem
Feld, Wenn wir beim Schlachten
sind. Wenn`s blitzt und kracht dem
Donner gleich, Wir s

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Guten Appetit

Es regnet, Gott
segnet, Die Sonne scheint, Der Mond
greint, Der Pfaff sitzt aufm
Laden, Frißt all die Palisaden! Die
Nonne geht ins Wirthshaus, Und trinkt
die Gläser all, a

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Aus dem Odenwald

Es steht ein Baum im
Odenwald, Der hat viel grüne Aest; Da
bin ich schon viel tausendmal Bey meinem
Schatz gewest. Da sitzt ein schöner
Vogel drauf, Der pfeift gar
wunders

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Butzemann

Es tanzt ein Butzemann
In unserm Haus herum di dum,
Er rüttelt sich, er schüttelt sich,
Er wirft sein Säckchen hinter sich,
Es tanzt ein Butzemann
In unseren Haus herum.
Die gute Sieben

Es war einmal ein junger
Knab, Der liebt sein Schätzlein sieben
Jahr, Wohl sieben Jahr und noch
vielmehr, Die Lieb, die nahm kein Ende
mehr. Er liebte des Bauers
Töchterlei

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Auf diese Gunst machen alle Gewerbe Anspruch

Es war einmal ein
Zimmergesell, War gar ein jung frisch
Blut, Er baut dem jungen Markgrafen ein
Haus, Sechshundert Schauläden
hinaus. Und als das Haus gebauet
war, Legt er

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Salomo sprich Recht

Es waren einmal zwei
Gespielen, Sie giengen ins Feld
spazieren. Die eine die war so munter
und wohl auf, Die andre trauret sehre,
ja sehre. Wir beide haben einen Knaben
so lieb, De

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Rinaldo Rinaldini

Es wollt ein Schneider
wandern, Am Montag in der Fruh, Begegnet
ihm der Teufel, Hat weder Strümpf noch
Schuh`: He, he, du Schneiderg`sell, Du
mußt mit mir in die Höll, Du

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Nächte

Eschenburgs alte
Denkmahle. S. 455. Nächten, da ich bei
ihr was, Schwazten wir, dann dies, dann
das, Auch sehr freundlich zu mir
saß, Sagt`, sie liebt` mich ohn` all
Maaß.

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Lied vom alten Hildebrandt

Eschenburgs alte
Denkmähler S. 439. »Ich will zu Land
ausreiten,« Sprach Meister
Hildebrandt, »Wer wird die Weg mir
weisen Gen Bern wohl in das Land? Unkund
sind sie gew

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Pfauenart

Eschenburgs alte
Denkmähler S. 463. Leucht`t heller
denn die Sonne, Ihr beiden
Aeugelein! Bei dir ist Freud und
Wonne, Du zartes Jungfräulein, Du bist
mein Augenschein,

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Ey! Ey!

Ey Ey, wie scheint der
Mond so hell, Wie scheint er in der
Nacht. Hab ich am frühen Morgen Meim
Schatz ein Lied gemacht. Ey Ey, wie
scheint der Mond so hell, Ey Ey, wo
sche

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Maria auf der Reise

Ey wie so einsam, wie so
geschwind? Jungfrau Maria nicht so
eile; Ringfertig, wacker, als wie der
Wind, Ach, warum läst dir nicht der
Weile? Hoch sind die Berg, sehr rauh
ist der We

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Die arme Bettelfrau singt das kranke Kind in Schla

Eya popeya popole, Unser
Herrgottche wird dich bald hole, Kömmt
er mit dem gulderne Lädche, Legt dich
hinunter ins Gräbche: Ueber mich, Ueber
dich, Kummer mitnander ins Hi

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Walte Gott Vater

Eya popeya! Schlief
lieber wie du, Willst mirs nicht
glauben, So sieh mir nur zu. Sieh mir
nur zu, Wie schläfrig ich
bin, Schlafen, zum schlafen, Da steht
mir mein Sin

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Hüt du dich

Feiner Almanach I. B. S.
113. Ich weiß mir`n Mädchen hübsch
und fein, Hüt du dich! Es kann wohl
falsch und freundlich seyn, Hüt du
dich! Hüt du dich! Vertrau ihr
nicht

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Liebe ohne Stand

Feiner Almanach II. Band
S. 100. Es ritt ein Ritter wohl durch
das Ried, Er hob wohl an ein neues
Lied, Gar schöne thät er singen, Daß
Berg und Thal erklingen. Das

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Für funfzehn Pfennige

Feiner Almanach. I. B. S.
103. Das Mägdlein will ein Freier
habn, Und sollt sie`n aus der Erde
grabn, Für funfzehn Pfennige. Sie
grub wohl ein, sie grub wohl aus,

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Der Mordknecht

Feiner Almanach. I. B. S.
126. Es reit ein Herr und auch sein
Knecht, Wohl über ein Heide, die war
schlecht, Ja schlecht! Und alles was sie
redeten da, War all`s von einer

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Drey Winterrosen

Feiner Almanach. I. B. S.
126. Es ritt ein Herr mit seinem
Knecht, Des Morgens in dem Thaue, Was
fand er auf der Heide stehn? Ein
wunderschöne Jungfraue. »Gott
grü

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Um die Kinder still und artig zu machen

Feiner Almanach. I. B. S.
145. Es kam ein Herr zum Schlößly Auf
einem schönen Rößly, Da lugt die Frau
zum Fenster aus Und sagt: »Der Mann ist
nicht zu Haus Und

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Der ernsthafte Jäger

Feiner Almanach. I. B. S.
77. Es wollt ein Jäger jagen Ein
Hirschlein oder ein Reh, Drei Stündlein
vor dem Tagen, Ein Hirschlein oder ein
Reh. »Ach Jäger, du hast

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An einen Boten

Feiner Almanach. II. B.
S. 106. Wenn du zu meim Schätzel
kommst, Sag: Ich ließ sie
grüßen; Wenn sie fraget, wie mirs
geht? Sag: auf beyden Füßen. Wenn sie
fraget: ob i

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Der angeschossene Kukuk

Feiner Almanach. II. S.
1. Ich hör` eine wunderliche
Stimm: Kukuk! Von Fern im Echo ich
vernimm: Kukuk! So oft ich diese Stimm
anhör, Macht mirs allmal noch Freude
m

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Fastnacht

Feiner Almanach. Die
Fastnacht bringt uns Freuden
zwar Vielmehr denn sonst ein ganzes
halbes Jahr, Ich macht mich auf und
thät spazieren gehen, An einen
Tanz, Mir ward ein

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Der Tod und das Mädchen im Blumengarten

Fliegendes Blat aus
Cölln. Es ging ein Mägdlein
zarte Früh in der Morgenstund In einen
Blumengarten, Frisch, fröhlich und
gesund, Der Blümlein es viel brechen
wollt,

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Doktor Faust

Fliegendes Blat aus
Cöln. Hört ihr Christen mit
Verlangen, Nun was Neues ohne Graus, Wie
die eitle Welt thut prangen, Mit Johann
dem Doktor Faust, Von Anhalt war er
gebore

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Husarenglaube

Fliegendes Blat aus dem
letzten Kriege mit Frankreich. Es ist
nichts lustger auf der Welt, Und auch
nichts so geschwind, Als wir Husaren in
dem Feld, Wenn wir beym Schlachten
sind

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Die Prager Schlacht

Fliegendes Blat aus dem
siebenjährigen Kriege. Als die
Preussen marschirten vor Prag, Vor Prag,
die schöne Stadt. Sie haben ein Lager
geschlagen, Mit Pulver und mit Bley
ward`s

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Husarenbraut

Fliegendes Blat aus dem
siebenjährigen Kriege. Wir Preussisch
Husaren, wann kriegen wir Geld? Wir
müssen marschiren ins weite Feld, Wir
müssen marschiren dem Feind
entgegen, Da

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Friedenslied

Fliegendes Blat aus dem
siebenjährigen schlesischen
Kriege. Angenehme Taube, Die der Väter
Glaube Längst gesehen hat; Lasse dich
hernieder, Hier sind Jesu
Glieder,

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David

Fliegendes Blat von
Kloster Einsiedeln. Ich war der
Kleinste meiner Brüder, Und meines
Vaters jüngster Sohn; Ich stellte kühn
mich dem zuwider, Vor dem ein Schäflein
läuft da

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Herr von Falkenstein

Fliegendes Blat, auch
abgedruckt in Herders Volksliedern I.
Th. S. 232. Es reit der Herr von
Falkenstein, Wohl über ein` breite
Haide. Was sieht er an dem Wege
stehn? Ein M

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Der Bremberger

Fliegendes Blat. 1.Mit
Urlaub Frau um euren werthen
Dienstmann Geheissen war der
Bremberger Ein edler Ritter weise, In
seinem Ton ich euch wohl singen
kann, Darin mir nieman

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Der beständige Freyer

Fliegendes Blat. Andreas
lieber Schutzpatron, Gib mir doch nur
einen Mann! Räche doch jezt meinen
Hohn, Sieh mein schönes Alter an! Krieg
ich einen oder keinen? - Einen.

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Das Leiden des Herren

Fliegendes
Blat. Christus, der Herr im Garten
ging, Sein bittres Leiden bald
anfing, Da trauert Laub und grünes
Gras, Weil Judas seiner bald
vergas. Sehr fälschlich

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Kukuk

Fliegendes Blat. Der
Kukuk auf dem Birnbaum saß, Kukuk, es
mag schneien oder regnen, so wird er
nicht naß. Der Kukuk rief, wird
naß. Der Kukuk fliegt übers Nachbar
sein

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Die schwarzbraune Hexe

Fliegendes Blat. Es
blies ein Jäger wohl in sein Horn, Wohl
in sein Horn, Und alles was er blies das
war verlorn. Hop sa sa sa, Dra ra ra
ra, Und alles was er blies d

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Der unschuldige Tod des jungen Knaben

Fliegendes Blat. Es
liegt ein Schloß in Oesterreich, Das
ist ganz wohl gebauet, Von Silber und
von rothem Gold, Mit Marmorstein
gemauert. Darinnen liegt ein junger
K

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Jagdglück

Fliegendes Blat. Es ritt
ein Jäger wohlgemuth, Wohl in der
Morgenstunde, Wollt jagen in dem grünen
Wald Mit seinem Roß und Hunde; Und als
er kam auf grüner Heid, D

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Liebesprobe

Fliegendes Blat. Es sah
eine Linde ins tiefe Thal, War unten
breit und oben schmal, Worunter zwey
Verliebte saßen, Vor Lieb` ihr Leid
vergaßen. »Feins Liebchen wir

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Romanze von den Schneidern

Fliegendes Blat. Es sind
einmal drey Schneider gewesen, O Je, es
sind einmal drey Schneider gewesen, Sie
haben ein Schnecken für ein Bären
angesehen, O Je, O Je, O Je!

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Der Fuhrmann

Fliegendes Blat. Es
thät ein Fuhrmann ausfahren, Wohl vor
das hohe hohe Haus, Da guckt die Schöne
dort, Ja dort, zum hohen Fenster
raus. Der Fuhrmann schwenkte
sein

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Das Straßburger Mädchen

Fliegendes Blat. Es trug
das schwarzbraun Mädelein Viel Becher
rothen Wein, Zu Straßburg auf der
Straßen, Begegnet ihr allda Ein
wunderschöner Knab, Er thut sie
wo

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Der englische Gruß

Fliegendes Blat. Es
wollt gut Jäger jagen, Wollt jagen auf
Himmels Höhn, Was begegnet ihm auf der
Heiden, Maria, die Jungfrau schön. Der
Jäger, den ich meine,

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Herr Olof

Fliegendes Blat. Herr
Olof reitet spät und weit, Zu bieten
auf seine Hochzeitleut`; Da tanzen die
Elfen auf grünem Land, Erl-Königs
Tochter ihm reicht die Hand.

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Wachtelwacht

Fliegendes Blat. Hört
wie die Wachtel im Grünen schön
schlagt, Lobet Gott, lobet Gott! Mir
kommt kein Schauder, sie sagt, Fliehet
von einem ins andre grün Feld, Und uns

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Tambursgesell

Fliegendes Blat. Ich
armer Tambursgesell, Man führt mich aus
dem Gewölb, Ja aus dem Gewölb, Wär
ich ein Tambur blieben, Dürft ich nicht
gefangen liegen, Nicht gef

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Die Greuelhochzeit

Fliegendes Blat. In
Frauenstadt ein harter Mann, Es war ein
reicher Bürgerssohn, Der hat sich
ausersehen Ein reiches Mädchen hübsch
und fein, Er dacht, die sollt sein
eig

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Der Fähndrich

Fliegendes
Blat. Marschiert ihr Regiment Nun in
das Feld, In aller Welt Viel Krieg ist
heuer zu finden. Bey der Frau Wirthin
Nachts, Sie kehrten ein: »Wo

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Frau Nachtigal

Fliegendes
Blat. Nachtigal ich hör dich
singen, Das Herz möcht mir im Leib
zerspringen, Komme doch und sag mir
bald, Wie ich mich verhalten
soll. Nachtigal ich seh

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Kartenspiel

Fliegendes Blat. O
verfluchte Unglücks-Karten, Aendert
sich das Spiel noch nicht, Soll ich denn
schon wieder passen, Nie bekommen einen
Stich? Noch ein Trumpf ich thät
erh

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Der Schweizer

Fliegendes Blat. Zu
Straßburg auf der Schanz, Da ging mein
Trauren an, Das Alphorn hört ich
drüben wohl anstimmen, Ins Vaterland
mußt ich hinüber schwimmen, Das ging
ni

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Gott grüß’ euch Alter

Fliegendes Blat. »Gott
grüß` euch Alter, schmeckt das
Pfeifchen? Weißt her! - Ein
Blumenkopf Von rothem Thon mit goldnem
Reifchen: Was wollt ihr für den
Kopf?«

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Geh du nur hin, ich hab mein Theil

Fliegendes
Blat. Husar. Wohlan die Zeit ist
kommen, Mein Pferd das muß gesattelt
seyn, Ich hab mirs
vorgenommen, Geritten muß es
seyn. Geh du nur hin,

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Aussicht in die Ewigkeit

Fliegendes Blatt. O
wie gehts im Himmel zu Und im ewigen
Leben, Alles kann man haben gnug, Darf
kein Geld ausgeben, Alles darf man
borgen, Nicht fürs Zahlen so

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Aus ihrem Braut- und jungen Ehestande.

Frankfurt am Main
1808 Zuweilen tat mir das Heiz so
weh, Als ob es wär` gesprungen, Und
wenn ich dann recht in mich geh, So hat
mir das Ohr geklungen. Was klingt das

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Der Pokal

Freunde, weihet den
Pokal Jener fremden Menschenwelt, Die
an gleichem Sonnenstrahl Sich erhellt,
gesellt, gefällt; Glück den lieben
Unbekannten Lichtgesandten,
Herzverwandte

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Kriegslieder - I.

Frisch auf, ihr
preußischen Soldaten! Ihr, die ihr
noch mit deutschem Blut, Ihr, die ihr
noch mit frischem Mut Belebet suchet
große Taten, Ihr Landsleut`, ihr
Brüder, frisch auf!

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Große Wäsche

Frische Liedlein und
mündlich. Der Mai will sich mit
Gunsten, Mit Gunsten beweisen, Prüf`
ich an aller Vögelein Gesang, Der
Sommer kömmt, vor nicht gar lang Hört
ich Fr

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Der arme Schwartenhals

Frische Liedlein.
Nürnberg 1563. Quer 8. mit Musik. Ich
kam vor einer Frau Wirthin Haus, Man
fragt mich, wer ich wäre, Ich bin ein
armer Schwartenhals, Ich eß und trink
so gern

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Der traurige Garten

Frische Liedlein. Ach
Gott, wie weh thut Scheiden, Hat mir
mein Herz verwundt, So trab ich über
Helden, Und traure zu aller Stund, Der
Stunden der sind alsoviel, Mein

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Das Bäumlein

Frische Liedlein. Ein
Bäumlein zart, Geschlachter Art, Von
edlem Stamm, Und gutem Nahm, Nach seiner
Natur Ganz rein und pur, Kein süßer
Frucht Nie Mensc

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Die Pantoffeln

Frische Liedlein. Ein
Mägdlein zu dem Brunnen ging, Und das
war säuberlichen Das Mägdlein in
Pantoffeln ging, Ganz sacht kam sie
geschlichen. Begegnet ihr ein
stol

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Jäger Wohlgemuth

Frische Liedlein. Es
jagt ein Jäger wohlgemuth, Er jagt aus
frischem freien Muth Wohl unter grünen
Linden, Er jagt derselben Thierlein
viel, Mit seinen schnellen
Winden.

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Von zwölf Knaben

Frische Liedlein. Mein
Mutter zeihet mich, Zwölf Knaben freyen
mich. Der Erst der thät mir
winken, Der ander mein gedenken, Der
Dritt der tratt mir auf den F

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Martinsgans

Frische Liedlein. Nach
Gras wir wollen gehn, Die Vögel singen
schön, Der Gutzgauch frey, Sein
Melodey, Hallt über Berg und Thal, Die
Mühle klappt zumal; Der

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Kurze Weile

Frische Liedlein. So
wünsch ich ihr ein gute Nacht, Bei der
ich war alleine, Kein traurig Wort sie
zu mir sprach, Da wir uns sollten
scheiden: »Scheid nicht mit
Leid,

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Schürz dich Gretlein

Frische Liedlein. »Nun
schürz dich Gretlein schürz dich, Wohl
auf mit mir davon, Das Korn ist
abgeschnitten, Der Wein ist
eingethan.« »Ach Hänßlein, liebes

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Aufgegebne Jagd

Frische
Liedlein. Erster Jäger. Ich
schwing mein Horn ins Jammerthal, Mein
Freud ist mir verschwunden, Ich hab
gejagt, muß abelahn, Das Wild lauft
vor den Hu

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Adelnssucht

Frische
Liedlein. Mancher jetzund nach Adel
strebt, Hätt er nicht Geld, Würd
öfter um sich schauen, Gedenken wer
sein Vater war, Ders ganze Jahr Den
Acker mu

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Das Weberlied

Frühmorgens, wenn der
Tag bricht an, Hört man uns schon mit
Freuden Ein schönes Liedlein stimmen
an, Und wacker drauf arbeiten. Die Spule
die ist unser Pflug, Das Schifflein
ist

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Zu Neujahr 1811

für ein blühendes
Rosenstöckchen Ein Sternenhauch vom
Himmelslauf Die offne Brust mit Glanz
umkühlt, Ein Frühling neu im Herzen
spielt, Ein neues Röslein blüht
darauf;

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Drey Schwestern, Glaube, Liebe, Hoffnung

Gassenhauer, Reuter und
Bergliedlein, christlich
verändertdurch Doktor Knausten.
Frankfurt am Mayn 1571. S. 27. Es wollt
ein Jäger jagen, Dort wohl vor jenem
Holz, Was sah er au

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Sommerlied

Geh aus, mein Herz, und
suche Freud In dieser lieben
Sommerzeit, An deines Gottes
Gaben; Schau an der schönen Gärten
Zier, Und siehe, wie sie mir und
dir Sich ausgeschmücket hab

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Zu Gaste gebeten

Geh mit mir in die
Heidelbeeren, Heidelbeeren sind noch nit
blo, (blau) Geh mit mir ins
Haberstroh, Haberstroh ist noch nit
zeitig, Geh mit mir ins
Besenreisig, Besenreisig ist noc

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Elegie aus einem Reisetagebuche in Schottland

Genua seh ich im Geist,
so oft die unendlichen Wellen Halten
den Himmel im Arm, halten die taumelnde
Welt; Seh ich die klingenden Höhlen
des nordischen Mohrenbasaltes, Glaub
ich die Erde g

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Frühlingsnacht

Geraubet war ihm das
Fräulein sein, Er sucht es in Morgen
und Abend, Er sucht es in Sonn- und
Mondenschein Auf glänzendem Rosse
trabend: »Wohin, wohin, mein wildes
Herz?«

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Mein Stammbuch

Gern seh ich die Namen
der Freunde In meinem Stammbuch mir
an Und bete mit dieser Gemeinde, Ihr
Kirchlein ich schmücken kann Mit
Bildern und schönen Zeichen, Mit
manchem her

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Abzählen

Gickes gackes
Eyermuß, Gänse laufen
barfuß, Hinterm Ofen steht sie, Vor
dem Ofen geht sie, Hat sie Schuh, Sie
legt sie an. Hat sie keine, So kauft
sie ein Paa

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Erbsenliedchen

Gieb mir eine
Erbse. »Ich habe keine.« Geh zum
Müller, und hol dir eine. »Er giebt
mir keine.« So such dir eine. »Ich
finde keine.« So blas ich dich. »So
wehr i

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Dorothea und Theophilus

Gleich wie ein
fruchtbarer Regen Ist der Martyrer
Blut, Und Frucht durch Gottes
Segen Reichlich er bringen
thut. Durchs Kreutz die Kirche
dringet Und wächst ohn
Unterlaß,

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Dreikönigslied

Gott so wollen wir loben
und ehrn, Die heiligen drei König mit
ihrem Stern, Sie reiten daher in aller
Eil In dreisig Tagen vierhundert
Meil, Sie kamen in Herodis Haus, Herodes
sah

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Kinderlied zu Weihnachten

Gott’s Wunder, lieber
Bu, Geh, horch ein wenig zu, Was ich
dir will erzählen, Was geschah in
aller Fruh. Da geh ich über ein
Heid, Wo man die Schäflein
weidt,

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Gute Lehre

Grad Herz brich
nicht, Lieb mich und sags nicht, Liebst
du mich, Wie ich dich, Bleibt die Lieb
beständiglich. Schönste Rose fall
nicht ab, Bis ich komm und brech
dic

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Meinrad

Graf Berthold von
Sulchen, der fromme Mann, Er führt sein
Söhnlein an der Hand; Meinrad, mein
Söhnlein von fünf Jahren, Du mußt mit
mir gen Reichenau fahren. Hatto, Hatto,
ni

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Vom Vöglein

Grüß dich Gott mein
lieb Regerl! Ich komm aus dem Wald, Hab
gefangen ein schöns Vögerl, Entwischt
wär mirs bald. Ich thät dirs gern
schenken, Nimms an, sey so gut, Es
w

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Gute Nacht, mein Kind

Guten Abend, gute Nacht,
Mit Rosen bedacht,
Mit Näglein besteckt,
Schlupf` unter die Deck,
Morgen früh, wenns Gott will,
Wirst du wieder geweckt.
Bivouack

Habt ihr die Husaren
gesehn, Auf dem grünen
Wieschen, Hinterm gelben
Veilchenstock, Bei der Jungfer
Lieschen? Jungfer Lieschen, was ist
das? Auf der Wiese wächst das
Gras,

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Die hohe Magd

Hallorenlied in
Halle, wahrscheinlich noch aus ihren
frühern Wohnplätzen. Herr Buchhändler
Hendel soll mehrere derselben
haben. Ein Magd ist weiß und
schone, Gott führt den h

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Ein Rundgesang von des Herrn Weingarten

Handschrift im Besitze
von Clemens Brentano. Ich weiß mir
einen schönen Weingarten, Darinnen da
ist gut Wesen: Wohlauf, wir wollen drin
arbeiten, Die Weinbeer wollen wir
lesen.

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Der gescheidte Hansel

Hansel am Bach, Hat
lauter gut Sach, Hats Häusel
verbrennt, Hat Lumpen drum
gehenkt. Hansel am Bach, Hat lauter gut
Sach, Hat Fischlein gefangen, Hat die
Schupp

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Lieben und geliebt zu werden.

Heidelberg 1808 Lieben
und geliebt zu werden Ist das einzige
auf Erden, Was ich könnte, was ich
möchte, Was ich dächte, Daß es mir
noch könnte werden, Lieb

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Ulrich und Aennchen

Herders Volkslieder. I.
79. Es ritt einst Ulrich spazieren
aus, Er ritt wohl vor Lieb Aennchens
Haus: »Lieb Aennchen, willst mit in
grünen Wald? Ich will dir lehren den
Vogelsan

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Der eifersüchtige Knabe

Herder`s Volkslieder. I.
B. S. 38. aus dem Elsasse. Es stehen
drey Stern` am Himmel, Die geben der
Lieb` ihren Schein: »Gott grüß euch,
schönes Jungfräulein, Wo bind` ich
mei

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Dusle und Babeli

Herder`s Volkslieder. I.
S. 139. Es hätte ein Bauer ein
Töchterli, Mit Name hieß es Babeli, Es
hätt ein Paar Zöpfle, sie sind wie
Gold, Drum ist ihm auch der Dusle
hold.

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Ritt im Mondschein

Herz zum Herzen ist nicht
weit Unter lichten Sternen, Und das
Aug, von Tau geweiht Blickt zu lieben
Fernen; Unterm Hufschlag klingt die
Welt, Und die Himmel schweigen,
Z

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Liebeslieder

Herzigs Kindlein,
Zuckermündlein, Ich hab ein Wecklein,
in meinem Säcklein, Ich will dirs
bringen, Bis nach Bingen, Zerrißne
Hemder, Die Schuh voll Bänder, Papierne
Absä

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Frühlingsumgang

Heut ist mitten in der
Fasten, Da leeren die Bauten die
Kasten. Die Kasten sind alle so
leer, Bescheer uns Gott ein andres
Jahr! Die Früchte im Felde, sie
kleiden so wohl,

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Und dieß und das und das ist mein

Heute wollen wir Haber
mähn, Morgen wollen wir binden: Wo ist
denn die Liebste mein? Wo soll ich sie
finden? Gestern Abend sah ich sie Unter
einer Linden; Ich gedacht in mei

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Werd ein Kind

Historie der
Wiedergebornen. 1742. S. 18. Klein und
arm an Herz und Munde Mußt du seyn,
wenn Christus soll Gehen auf in deinem
Grunde: Denn die Rose und Viol Wächst
im Tha

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Taille douce eines süßen Herrn in bittrer Manier

Hört zu, ein neuer
Pantalon ist auf dem Markt ankommen, Den
Charletan jagt er davon, hat selbst den
Platz genommen, Der seltsam Kund in
einer Stund wird tausend Possen
reißen, Bist du ein Ma

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Des edlen Helden Thedel Unverfehrden von Walmoden

I. Die Taufe.(Nach den
Reimen von Georg Thym. Wolfenbüttel
1563.) Es hat gewohnt ein Edelmann, Des
Tugend kannte jedermann Nicht ferne vom
Braunschweigschen Land, Aschen von
Walm

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Das Wappen von Amsterdam

Ich gieng einmal nach
Amsterdam, Auf der Faullenzer
Straße, Man fragt mich, ob ich
faullenzen kann, Ich sagte nein, und
meint doch ja, Ich sezt mich nieder und
faullenzt da, Es wa

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Schlummer unter Dornrosen

Ich legte mich nieder ins
grüne Gras, Und lauert auf meinen
Herzliebsten Schatz, Ich lauert so lange
bis mich es verdroß, Da fielen zwei
Röselein mir in den Schoos. Die
Röselein, die

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Was möchtest du nicht

Ich möcht vor tausend
Thaler nicht, Daß mir der Kopf ab
wär, Da spräng ich mit dem Rumpf
herum, Und wüßt nicht, wo ich
wär, Die Leut schrien all und blieben
stehn: Ey guck e

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Ey der tausend

Ich saß auf einem
Birnenbaum, Wollt gelbe Rüben
graben, Da kam derselbe Bauersmann, Dem
diese Zwiebeln waren! Ach, ach du
Schelm, ach, ach du Dieb! Was machst du
in den N

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Oliviers Berchtolsgadner Landschaft

Ich schließ die Augen,
und vor meinen Blicken Steht noch das
Bild und zwingt mich, es zu sehen, Die
Alpenhöhen bleiben glänzend
stehen, Die Wolkenschäflein ziehn auf
ihren Rücken;

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Stern

Ich sehe ihn wieder Den
lieblichen Stern. Er winket
hernieder, Er nahte mir gern; Er
wärmet und funkelt, Je näher er
kömmt, Die andern verdunkelt, Die
Herzen

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Der wunderliche Kittel

Ich weiß mir einen
Kittel, Geht vornen nicht zusammen, Bin
ich zu einer Nonn gegangen. »Ach liebe
Nonn gieb auch dazu, Daß der Kittel
fertig wird!« Sprach die Nonn: »Das
soll

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Wiegenlied einer alten frommen Magd

Ich wollte mich zur
lieben Maria vermiethen, Ich sollte ihr
Kindlein helfen wiegen; Sie führt mich
in ihr Kämmerlein, Da waren die lieben
Engelein, Die sangen alle
Gloria! Gelobe

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Einerlei

Ihr Mund ist stets derselbe,
Sein Kuß mir immer neu,
Ihr Auge noch dasselbe,
Sein freier Blick mir treu;

O du liebes Einerlei,
Wie wird aus dir so mancherlei!
Verlegung der deutschen Tischgesellschaft in den T

im Frühling 1811 Fort
ins Freie, in die Luft, Da der
Frühling uns erschienen Und mit
tausend Stimmen ruft Zu den grünen
Lebensbühnen; Seht das neue Haus
geschmück

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Das St. Hubertuslied

Im grünen Wald bin ich
gewesen, Sah ich es ein Hirschelein
stehn; Das Hirschlein, das wollt ich
erschiessen, O Wunder, was hab ich
gesehn. Es thut mir die Flinte
versagen,

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Mailied

Im Maien im Maien ists
lieblich und schön, Da finden sich viel
Kurzweil und Wonn`; Frau Nachtigall
singet, Die Lerche sich schwinget Ueber
Berg und über Thal. Die Pforten

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Nach der Vermählung

Im März 1811 Bis
hierher schrieb ich als ein
Junggeselle, Heut sing ich als ein
Ehemann, Schon jenseit einer goldnen
Schwelle In eines stillen Zaubers
Bann. Belebte N

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Romanze vom großen Bergbau der Welt

Im Ton: Wie schön leucht
uns der Morgenstern.Der durch das
geistliche Schlegel andächtiger
Berg-Reihen das Gedinge seines Glaubens
herausschlagende Bergmann. Anno 1721. S.
56-61. Auf!

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Im Walde

Im Walde, im Walde, da
wird mir so licht, Wenn es in aller
Welt dunkel, Da liegen die trocknen
Blätter so dicht, Da wälz ich mich
rauschend drunter, Da mein ich zu
Schwimmen in rau

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Lied beym Heuen

In den frischen Liedlein
Georg Forsters. Nürnberg 1565. II. XXV.
ist schon der Anfang eines ganz
ähnlichen Lieds: Es hätt ein
Biedermann ein Weib, Ihr Tück wollt sie
nit lan,

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Das Sommertagslied

In der Pfalz und
umliegenden Gegenden gehen am Sonntag
Lätare, welchen man den Sommertagnennt,
die Kinder auf den Gassen herum mit
hölzernen Stäben, an welchen eine mit
Bändern geschmückte Bretzel hängt,

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Der Traum

In des Regenbogen
überlangem Ton. (Altes
Manuscript.) Ein mal lag ich in
Schlafes Qual, Mich däucht ich war Auf
einem Berg Vor eime königlichen
Pallast, Der war dur

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Zur Erinnerung des Frühlings 1816

In jedem Frühling, jeder
Blüte Begrüßet uns das
Vaterland, Es feiert still der
Schwerbemühte, Daß er`s im Herzen
wiederfand, Und wer kein Vaterland
verloren, Dem ist der

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Brunneneyer-Liedlein

In Kreuznach und andern
Städten am Rhein werden um Johannistag
die Brunnen gereinigt, und neue
Brunnenmeister erwählt, wobei sich die
Nachbarn versammeln, und nachdem sie
manche nachbarliche Angelegenheit
bes

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Herr Burkhart Münch

In Rosen baden.
Sprüchwort.(Nach Lycosthenes
Psellionoros Lustgarten. Straßburg, bey
Carolo. 1621. S. 678.) Es war Herr
Burkhart Münch bekannt Als tapfrer
Kriegsmann in dem Land,

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Des Knaben Wunderhorn I, Von Volksliedern 4

Ja wir fühlen es, wie
die Sprache unter dem gewaltigen Triebe
in solchen Punkten sich weitet, wir
sehen dagegen die ruhige sinkende Erde
asiatischer Steppen in der stillen
Versteinerung (Steinfermentation)
all

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Ewigkeit

Katholische
Kirchengesänge. Cölln 1625. S. 620. O
Ewigkeit, o Ewigkeit! Wie lang bist du,
o Ewigkeit, Doch eilt zu dir schnell
unsre Zeit, Gleich wie das Heerpferd zu
dem Streit

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Die mystische Wurzel

Katholische
Kirchengesänge. Cölln 1625. S.
91. Von Jesse kommt ein Wurzel
zart, Daraus ein Zweig von
Wunderart, Der Zweig ein schönes
Röslein bringt, Das wunderlich vom
Zweig

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Erndtelied

Katholisches
Kirchenlied. Es ist ein Schnitter, der
heißt Tod, Hat Gewalt vom höchsten
Gott, Heut wezt er das Messer, Es
schneidt schon viel besser, Bald wird er
drein sch

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Kriegslieder - II.

Kein sel`ger Tod ist in
der Welt, Als wer vorm Feind
erschlagen Auf grüner Heid` in freiem
Feld Darf nicht hören groß
Wehklagen. Im engen Bett er sonst
allein Muß

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Elegie auf den Tod eines Geistlichen

Keine Glocken heut
erklangen Zu des Festes
Vorbereitung, Gestern hielt uns noch
umfangen Kirchenenge,
Himmelsweitung. Seelen irren ohne
Hirten Vor des Kirchleins
Gnadentüre,

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Die Königstochter aus Engelland

Kirchengesänge. Cölln
1625. S. 672. Vionetus in Engelland War
König mächtig sehr, Sein Tochter,
Ursula genannt, Der Jungfrauschaft ein
Ehr; Weil sie mit Christi Blut
erk

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Kinder-Konzert, prima vista

Kleins Männele, kleins
Männele, was kannst du machen? Ich kann
wohl spielen auf meiner Trumm, Rum bum,
bidi bum, so macht meine Trumm. Rum bum,
bidi bum. Kleins Männele,
u.s.w.

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Im Frühling, wenn die Maiglöckchen läuten

Kling, kling
Glöckchen, Im Haus steht ein
Döckchen, Im Garten steht ein
Hünernest, Stehn drei seidne Döckchen
drin, Eins spinnt Seiden, Eins flicht
Weiden, Eins schließt

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Emmenthaler Kühreihen

Knabe. Mys Lieb` isch
gar wyt inne, Dort inne uf der steinige
Fluh; Wenn i scho zun ihm wetti, O so
reute mi di Schuh! Meitschent. La
du di dSch

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Die Nachtwandler

Konrad, der Degenfelder
hat Sein edles Fräulein in die
Stadt Zur Hochzeit mitgenommen, In ein
Gespräch gar mancherlei Sind da die
Frauen kommen. Jakob von Gültlings
Frau

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Der grobe Bruder

Kuchlebu, Schifflebu
fahren wohl über den Rhein, Bey einem
Markgrafen, da kehren sie ein. »Guten
Morgen, junger Markgraf, guten
Morgen, Wo hast du dein adelich
Schwesterlein verborgen

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Der Dollinger

Kurzgefaßte Nachrichten
von denen in den Ringmauern
derStadt Regensburg gelegenen Stiftern.
Reg. 1723. S. 172. u. 173. Es ritt ein
Türk aus Türkenland, Er ritt gen
Regensburg in die

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Räthsel

Kurzweilige Fragen S.
23. Es ist die wunderschönste
Brück, Darüber noch kein Mensch
gegangen, Doch ist daran ein seltsam
Stück, Daß über ihr die Wasser
hangen, Und unt

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Aus einem Kindermährchen

Königstochter jüngste,
Mach mir auf,
Weißt du nicht, was gestern
Du zu mir gesagt,
Bei dem kühlen Brunnenwasser?
Königstochter jüngste
Mach mir auf.
Rothe Aeuglein

Könnst du meine Aeuglein
sehen, Wie sie sind vom Weinen roth, Ich
soll in das Kloster gehen, Und allein
seyn bis in Tod. Es sitzen auch zwey
Turteltäublein Drüben auf dem

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Fabel von einer kleinen Kirche in einer großen St

Lang stand die Kirche
klein und enge, Von hohen Häusern fast
versteckt, Ihr Glöcklein gab nur
sanfte Klänge, Kein Reicher ward davon
erweckt; Nur Handwerksleute, ganz
geringe,

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Zueignung

Lasset uns Mayen und
Kränze bereiten, Sehet, ach sehet die
fröhlichen Zeiten! Sehet ihr Brüder
und merket hierbey, Welche Veränderung
solches nur sey. Lasset uns Weinen und
Tr

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Schweizerisch Kriegsgebet

Laßt üs abermal
betta Für üsre Stadt und Flecka, Für
üsre Küh und Geissa, Für üsre Wittwa
und Weisa, Für üsre Roß und
Rinder, Für üsre Weib und Kinder, Für
üs

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Auf dem Grabstein eines Kindes in einem Kirchhof i

Liebe Eltern gute
Nacht! Ich soll wieder von euch
scheiden, Kaum war ich zur Welt
gebracht, Hab genossen keine
Freuden, Ich das kleinste eurer
Glieder, Geh schon fort, doch nicht
a

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An den Meistbiethenden gegen gleich baare Bezahlun

Lieber Schatz, wohl
nimmerdar, Will ich von dir
scheiden, Kannst du mir aus deinem
Haar Spinnen klare Seiden. Soll ich dir
aus meinem Haar Spinnen klare
Seiden, Sollst

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Klosterscheu

Limpurger Cronik. »In
selbiger Zeit (1359.) sang und
pfifman dieses Lied.« Gott geb ihm ein
verdorben Jahr, Der mich macht zu einer
Nonnen, Und mir den schwarzen Mantel
gab,

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Wenn die Kinder ihre heiße Suppe rühren

Lirum larum Löffelstiel,
Alte Weiber essen viel,
Junge müssen fasten,
Brod liegt im Kasten,
Messer liegt daneben,
Ey was ein lustig Leben!
Abt Neithards und seiner Münche Chor

Manuscript Neithards des
Minnesängers, sämmtliche Streiche mit
den Bauren enthaltend, in meiner
Bibliothek. C. Brentano. Ich will
mich aber freuen gegen diesen
Mayen,

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Unerhörte Liebe

Martin Opitz. Ist irgend
zu erfragen Ein Schäfer um den
Rhein, Der sehnlich sich beklagen Muß
über Liebespein, Der wird mir müssen
weichen, Ich weiß sie plagt mic

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Der Spaziergang

Martin Opitz. Kommt
laßt uns aus spazieren, Zu hören durch
den Wald, Die Vögel musiziren, Daß
Berg und Thal erschallt. Wohl dem der
frey kann singen, Wie du

... weiterlesen


Aurora

Martin Opitz. Wer sich
auf Ruhm begiebet, Und freie Tage
liebet, Der liebt Aurorens Licht; Dann
Gras muß Blumen bringen, Der Vögel
leichtes Singen Durch alle Lüfte

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Meelämmchen

Mee Lämmchen, mee! Das
Lämmchen lauft in Wald, Da stieß sichs
an ein Steinchen, That ihm weh sein
Beinchen, Da schrie das Lämmchen
mee! Mee Lämmchen, mee! Das Lä

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Todesahndung einer Wöchnerin

Mein Auge wankt, Am Mond
erkrankt, Er möchte mir
beyspringen, Mir drohn des Todes
Klingen. Muß Sichelschein Den Zirkel
rund Zur Todesfackel füllen, Ich bild
mirs ein

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Heimlicher Liebe Pein

Mein Schatz der ist auf
die Wanderschaft hin, Ich weiß aber
nicht, was ich so traurig
bin, Vielleicht ist er todt, und liegt
in guter Ruh, Drum bring ich meine Zeit
so traurig zu.

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Konterfait und Aussteuer

Mein Schatz ist
kreideweiß, Hat krumme Glieder, Geht
schief zum Thor hinaus, Kömmt bucklicht
wieder. Ein ungleich Paar Ochsen, Eine
bucklichte Kuh, Die giebt mir mei

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Kriegslieder - VIII.

Mel.: God save the
King. Lebet, ihr Preußen,
hoch, Sterb` die Franzosenbrut, Die
uns belog; Preußen, in
Himmelsglut Trinket der Feinde
Blut, Deutschland mein

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Der Gruß

Mir ist ein roth Gold
Ringelein Auf meinen Fuß gefallen; So
darf ichs doch nicht heben auf, Die
Leut, die sehens alle. Mit Lust tret
ich an diesen Tanz, Ich hoff, mir wird

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Mir ist zu licht zum Schlafen ...

Mir ist zu licht zum
Schlafen, Der Tag bricht in die
Nacht, Die Seele ruht im Hafen, Ich bin
so froh erwacht. Ich hauchte meine
Seele Im ersten Kusse aus, Was ist`s,
d

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Augustinus und der Engel

Mit der Muschel schöpft
das Büblein, Aus dem Meer in ein
Sandgrüblein; Augustinus stille
stand, Und das Kind zu ihm begann.
Engel.  Augustinus, Licht
des Gl

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Frommer Soldaten seligster Tod

Morhof von der deutschen
Poesie. Leipzig 1718. S. 313. Viel
Krieg hat sich in dieser Welt Mancher
Ursach erhoben; Demselben hat Gott
zugesellt, Die Musik, ihn zu loben. Ihr

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Müllertücke

Musikalisches
Kunst-Magazin von J. F. Reichardt. I. B.
S. 100. Es ging ein Müller wohl übers
Feld, Der hatt` einen Beutel und hatt`
kein Geld, Er wird es wohl
bekommen. U

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Petrus

Mündlich am Neckar. Der
Herr der stellt ein Gastmahl an, Mit
seinen Jüngern alln, Sie gingen in ein
Garten, Wo lustig jedermann. Als die
Juden den Herrn gefangen na

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Zwey Röselein

Mündlich am
Neckar. Knabe. Geh ich zum
Brünnelein, Trink aber nicht, Such
ich mein Schätzelein, Finds aber
nicht. Setz ich mich so allein

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Weinschrödter-Lied

Mündlich bey
Heidelberg. Weinschrödter, schlag die
Trommel, Bis der bittre Bauer
kommet, Mit den Grenadieren Must du
fortmarschiren, Mit dem blauen
Reiter, Auf die G

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Liebesdienst

Mündlich durch die
gütige Bemühung des Herrn A.
L.Grimm aus Schluchtern bei Heilbronn,
eines Studierenden in Heidelberg, dem
wir noch einige andere verdanken. Es
war ein Markgraf üb

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Maykäfer-Lied

Mündlich in Hessen. In
Niedersachsen sagen siePommerland, s.
Volkssagen von Ottmar (Nachtigal).
Bremen 1800. S. 46. Maykäfer
flieg, Der Vater ist im Krieg, Die
Mutter ist im Pul

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Kriegslied des Glaubens

Mündlich nach Martin
Luther Lieder. Zittau 1710. S. 502. und
Phil. von Sittewald II. Band S.
691. Ein feste Burg ist unser Gott, Ein
gute Wehr und Waffen, Er hilft uns frei
aus a

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Der Wirthin Töchterlein

Mündlich. Bey meines
Buhlen Kopfen, Da steht ein güldner
Schrein, Darin da liegt
verschlossen, Das junge Herze
mein, Wollt Gott, ich hätt den
Schlüssel, Ich würf

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Müllers Abschied

Mündlich. Da droben auf
jenem Berge, Da steht ein goldnes
Haus, Da schauen wohl alle
Frühmorgen Drey schöne Jungfrauen
heraus; Die eine, die heißet
Elisabeth, Die

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Warnung

Mündlich. Der Kukuk auf
dem Zaune saß, Es regnet sehr und er
ward naß, Da kam ein hoher
Sonnenschein, Der Kukuk, der ward
hübsch und fein, Dann schwang er sein
Gefieder

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Die Ausgleichung

Mündlich. Der König
über Tische saß, Ihm dienten Fürsten,
Herren, Viel edle Frauen schön und
zart, So saßen sie paarweise Da man das
erste Essen aß, Da kam in

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Gastlichkeit des Winters

Mündlich. Der Winter
ist ein scharfer Gast, Das merkt ich an
dem Dache; Mein Lieb gab mir ein
Kränzelein Von Perlen fein, Das hab ich
von ihr tragen An meinem Bart u

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Der Scheintod

Mündlich. Des Jerman
Weizers Fraue ward Mit großer Angst
beschweret, Von wunderbarer Krankheit
Art, Auch sollt sie bald gebähren, Sie
betet: Wär das Kind zur Welt,

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Amor

Mündlich. Des Nachts da
bin ich gekommen, Treibt mit mir ein
Bübchen viel Scherz, Wie Amor mir ists
vorgekommen, Verwundet, verbindet mein
Herz. Ich dacht, was soll

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Das Hasselocher Thal

Mündlich. Des reichen
Schlossers Knab, Ging mit dem Müller
aus, Ging Abends spät nach Haus Durchs
Hasselocher Thal, Bey Haßloch durch den
Wald, Wohl durch den dick

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Vertraue

Mündlich. Es ist kein
Jäger, er hat ein Schuß, Viel hundert
Schrot auf einen Kuß: »Feins Lieb,
dich ruhig stelle, Und willst du meinem
Kuß nicht stehn, So küßt dich

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Drei Reiter am Thor

Mündlich. Es ritten
drei Reiter zum Thor hinaus, Ade! Feins
Liebchen schaute zum Fenster
hinaus, Ade! Und wenn es denn soll
geschieden seyn, So reich mir dein
goldene

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Die gefährliche Manschettenblume

Mündlich. Es stand ein
Baum im Schweizerland, Der trug
Manschettenblumen, Die erste Blume die
er trug, Die war des Königs
Tochter. Des Bauers Sohn darunter
war,

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Die Judentochter

Mündlich. Es war eine
schöne Jüdin, Ein wunderschönes
Weib, Sie hatt` ein schöne Tochter, Ihr
Haar war schön geflochten, Zum Tanz war
sie bereit. »Ach, l

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Das Wiedersehen am Brunnen

Mündlich. Es war einmal
ein junger Knab, Der hat gefreit schon
sieben Jahr Um ein fein Mädlein, das
ist wahr, Er konnt sie nicht
erfreien. »Ey komm den Abend
junge

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Der vorlaute Ritter

Mündlich. Es waren drey
Gesellen, Die thäten, was sie
wellen, Sie hielten alle drey Viel
heimlichen Rath, Wer wohl in dieser
Nacht Das beste Mädel hätt.

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Der verlorne Schwimmer

Mündlich. Es wirbt ein
schöner Knabe Da überm breiten See, Um
eines Königs Tochter, Nach Leid geschah
ihm Weh. »Ach Knabe, lieber Buhle, Wie
gern wär ich

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Der Pfalzgraf am Rhein

Mündlich. Es wohnt` ein
Pfalzgraf an dem Rhein, Der ließ
verjagen sein Schwesterlein, Da kam der
Küchenjung zu ihm: »Willkommen!
Willkommen, Pfalzgraf am
Rhein! W

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Rosmarien

Mündlich. Es wollt die
Jungfrau früh aufstehn, Wollt in des
Vaters Garten gehn, Roth Röslein wollt
sie brechen ab, Davon wollt sie sich
machen, Ein Kränzelein wohl
schö

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Das Rautensträuchelein

Mündlich. Gar hoch auf
jenem Berg allein Da steht ein
Rautensträuchelein, Gewunden aus der
Erden Mit sonderbar Geberden. Mir
träumt ein wunderlicher Traum, D

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Keuzlein

Mündlich. Ich armes
Keuzlein kleine, Wo soll ich fliegen
aus, Bey Nacht so gar alleine, Bringt
mir so manchen Graus: Das macht der
Eulen Ungestalt, Ihr Trauern
mannig

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Das grosse Kind

Mündlich. Ich hört ein
Fräulein klagen, Fürwahr ein weiblich
Bild, Ihr Herz wollt ihr verzagen, Durch
einen Jüngling mild. Das Fräulein
sprach mit Listen: »Er l

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Sollen und Müssen

Mündlich. Ich soll und
muß ein Buhlen haben, Trabe dich
Thierlein, trabe, Und sollt ich ihn aus
der Erde graben, Trabe dich Thierlein,
trabe. Das Murmelthierlein hi

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Der Bettelvogt

Mündlich. Ich war noch
so jung, und war doch schon arm, Kein
Geld hat ich gar nicht, daß Gott sich
erbarm, So nahm ich meinen Stab und
meinen Bettelsack. Und pfiff das
Vaterunse

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Die schlechte Liebste

Mündlich. Jetzunder
geht mir mein Trauern an, Die Zeit ist
leider kommen, Die mir vor`m Jahr die
Liebste war, Ist schlecht mir
vorgekommen. Mein Herz ist von lauter

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Wers Lieben erdacht

Mündlich. Knabe.Zum
Sterben bin ich, Verliebet in
dich, Deine schwarzbraune
Aeugelein, Verführen ja mich :: Bist
hier oder bist dort, Oder sonst an eim
Ort,

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Die Diebsstellung

Mündlich. Maria in den
Garten trat, Begegnen ihr drey Jüngling
zart. Der erste war Sankt Daniel, Dann
Raphael, dann Michael. Sankt Daniel zu
ihr da lacht,

... weiterlesen


Marienwürmchen

size='4'>Mündlich. Marienwürmchen
setze dich, Auf meine Hand, auf meine
Hand, Ich thu dir nichts zu Leide. Es
soll dir nichts zu Leid geschehn, Will
nur deine bunte Flügel sehn,
... weiterlesen


Nächtliche Jagd

Mündlich. Mit Lust
thät ich ausreiten Durch einen grünen
Wald, Darin da hört ich singen, Drey
Vöglein wohlgestalt. Und sind es nicht
drey Vögelein, So sind`s dre

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Doppelte Liebe

Mündlich. Nicht lang es
ist, In Fastnacht-Frist, Hab ich mir
auserkoren, Zwey Jungfraun zart, Von
guter Art Und tugendlich geboren. Am
Abend spat S

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Das fahrende Fräulein

Mündlich. O weh der
Zeit, die ich verzehrt Mit meiner Buhler
Orden, Nachreu ist worden mein
Gefährt, Ich bin zur Thörin
worden. Mich reut die Schmink und
falscher

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Das Weltende

Mündlich. Ob ich gleich
kein Schatz nicht hab, Will ich schon
ein finden, Geh ichs Gäßlein auf und
ab, Bis zur großen Linden. Als ich zu
der Linden kam, Sa

... weiterlesen


Die kluge Schäferin

size='4'>Mündlich. Schäferin.Ich
schlaf allhie, Bey meinem Vieh, Ich
schlaf im Moos, Dem Glück im
Schoos; Dein Schloß ich schau, Es liegt
vor mir, Zu sagen schier,
... weiterlesen


Das Todaustreiben

Mündlich. So treiben
wir den Winter aus, Durch unsre Stadt
zum Thor hinaus, Mit sein Betrug und
Listen, Den rechten Antichristen. Wir
stürzen ihn von Berg und Thal,

... weiterlesen


Das römische Glas

Mündlich. Stand ich auf
einem hohen Berg, Sah wohl den tiefen,
tiefen Rhein, Sah ich ein Schifflein
schweben, Viel Ritter tranken
drein. Der jüngste, der darunter
w

... weiterlesen


Die Nonne

Mündlich. Stund ich auf
hohen Bergen Und sah wohl über den
Rhein, Ein Schifflein sah ich
fahren, Der Ritter waren drey, Der
jüngste, der darunter war, Das
wa

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Unkraut

Mündlich. Unkraut.Wie
kommt`s, daß du so traurig bist, Und
gar nicht einmahl lachst? Ich seh dir`s
an den Augen an, Daß du geweinet
hast.Gärtner.Und wer ein`n steinigen
Acker

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Tabakslied

Mündlich. Wach auf!
Wach auf, der Steuermann kömmt, Er hat
sein großes Licht schon
angezündt. Hat ers angezündt, so
giebts einen Schein, Damit so fahren wir
ins Bergwe

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Der vortreffliche Stallbruder

Mündlich. Wenn der
Schäfer scheeren will, Stellt er sich
hinter die Hecke, Scheert dem Schaaf die
Wolle ab, Steckt sie in die
Säcke. Fängt zu tanzen an, zu
singen

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Abschiedszeichen

Mündlich. Wie schön
blüht uns der Mayen, Der Sommer fährt
dahin, Mir ist ein schön
Jungfräuelein Gefallen in meinen
Sinn. Bey ihr ja wär mir wohl, Wann ich
nur

... weiterlesen


Der Falke

Mündlich. Wär ich ein
wilder Falke, Ich wollt mich schwingen
auf, Und wollt mich niederlassen Vor
meines Grafen Haus. Und wollt mit
starken Flügel, Da schlag

... weiterlesen


Das Feuerbesprechen

Mündlich. Zigeuner
sieben von Reitern gebracht, Gerichtet
verurtheilt in einer Nacht, Sie klagen
um ihre Unschuld laut, Ein Jud hätt
ihnen den Kelch vertraut. Die R

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Wassersnoth

Mündlich. Zu Koblenz
auf der Brücken Da lag ein tiefer
Schnee, Der Schnee der ist
verschmolzen, Das Wasser fließt in
See. Es fließt in Liebchens Garten, Da

... weiterlesen


Rewelge

Mündlich. »Des Morgens
zwischen dreyn und vieren Da müssen wir
Soldaten marschieren Das Gäßlein auf
und ab; Tralali, Tralaley, Tralala, Mein
Schätzel sieht herab.

... weiterlesen


Misheirath

Mündlich. »Die
Wasserrüben und der Kohl, Die haben
mich vertrieben wohl, Hätt` meine
Mutter Fleisch gekocht, Ich wär
geblieben immer noch. Wenn ich nur
einmal J

... weiterlesen


Hier liegt ein Spielmann begraben

Mündlich. »Guten
Morgen Spielmann, Wo bleibst du so
lang?« Da drunten, da droben, Da
tanzten die Schwaben, Mit der kleinen
Killekeia, Mit der großen Kum
Kum.

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Der Schildwache Nachtlied

Mündlich. »Ich kann
und mag nicht fröhlich seyn, Wenn alle
Leute schlafen, So muß ich wachen, Muß
traurig seyn.« »Ach Knabe du sollst
nicht traurig seyn,

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Der Rattenfänger von Hameln

Mündlich. »Wer ist der
bunte Mann im Bilde, Er führet Böses
wohl im Schilde, Er pfeift so wild und
so bedacht; Ich hätt mein Kind ihm
nicht gebracht!« In Hameln

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Gesellschaftslied

size='4'>Mündlich. Dieterlein. Wohlauf
ihr Narren, zieht all mit mir, Zieht
all mit mir, Wohl heuer in diesem
Jahre, In diesem
Jahre. Alle.
... weiterlesen


Geht dir’s wohl, so denk an mich

Mündlich. Er. Wenn
ich geh vor mir auf Weg und
Straßen, Sehen mich schon alle Leute
an, Meine Augen gießen helles
Wasser, Weil ich gar nichts anders
spreche

... weiterlesen


Abschied von Maria

Mündlich. Ihrer
Hochzeit hohes Fest Gräfin Elsbeth
still verläßt, Geht mit reich
geschmücktem Haupt Wo die Waldkapell
erbaut. Bringet Blumen, preiset
laut

... weiterlesen


Wie kommt es, daß du traurig bist

size='4'>Mündlich. Jäger. Wie
kommts, daß du so traurig bist, Und
gar nicht einmal lachst? Ich seh dir`s
an den Augen an, Daß du geweinet
hast. Schä
... weiterlesen


Knabe und Veilchen

size='4'>Mündlich. Knabe. Blühe
liebes Veilchen, Das so lieblich
roch, Blühe noch ein Weilchen, Werde
schöner noch. Weist du was ich
denke, Liebchen z
... weiterlesen


Starke Einbildungskraft

size='4'>Mündlich. Mädchen. Hast
gesagt du willst mich nehmen, Sobald
der Sommer kommt :,: Der Sommer ist
gekommen, Du hast mich nicht
genommen, Geh Buble, geh
... weiterlesen


Abendlied

Mündlich. Nun laßt
uns singen das Abendlied, Denn wir
müssen gehn, Das Kännchen mit dem
Weine, Lassen wir nun stehn. Das
Kännchen mit dem Weine, Da

... weiterlesen


Abschied von Bremen

Mündlich. O Bremen,
ich muß dich nun lassen, O du
wunderschöne Stadt, Und darinnen muß
ich lassen Meinen allerschönsten
Schatz. Wir haben oft beisamm
gese

... weiterlesen


Des Antonius von Padua Fischpredigt

Nach Abraham a St. Clara.
Judas, der Erzschelm. I. S.
253. Antonius zur Predig Die Kirche
findt ledig, Er geht zu den
Flüssen, Und predigt den Fischen; Sie
schlagn mit den

... weiterlesen


Die Herzogin von Orlamünde

Nach einer
chronikalischen Erzählung von Nikolaus
Dumman, abgedruckt in Ch.Ph. Weldenfels
Selecta antiquit. lib.II. c.XXXIII.
p.469, Herr Heinze bemerkte,daß die
Kinder in der Niederlausitz sich der
Worte bey

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Gustav Adolphs Tod

Nach Weckherlin. Ach
könnt ich meine Stimm dem Donner gleich
erheben, Daß sie, die weite Welt
erschreckend, mög erbeben, Wollt ich
ersteigen bald, trostlos und ruhelos Den
alle

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Nachtmusikanten

Narren-Nest von Abraham a
St. Clara. Wien 1751. III. T. S.
89. Hier sind wir arme Narrn Auf
Plätzen und auf Gassen, Und thun die
ganze Nacht Mit unsrer Musick
passen.

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Blumenidylle

Nieder zieht der
Abendwind, Wiegt in Schlaf manch
schönes Kind, Löscht die
Lichter, Doch es weckt der
Vollmondglanz Blumen zu dem
Abendtanz, Himmlische
Gesichter. Blu

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Nicht Wiedersehn

Nun ade mein
allerherzliebster Schaz, Jezt muß ich
wohl scheiden von dir, Bis auf den
andern Sommer, Dann komm ich wieder zu
dir. Und als der junge Knab
heimkam, Von seiner

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Totenopfer 1813

Nun die Schlacht
vorüber, Nun die Lebenden
gezählt, Ach der Tote, der uns
fehlt, War vor allen uns doch
lieber, Und der Nachruf klingt so
trüb: Ach der Tote war uns
lieb,

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Das letzte Gedicht

O Herr, gib deiner Gaben
viel, Damit wir dich erkennen; Die
Sorge macht die Herzen kühl, Laß
hoffend sie in Lieb` entbrennen, Damit
sie glühn fürs ew`ge Heil In dieses
Leb

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Christkindleins Wiegenlied

O Jesulein zart, O
Jesulein zart, Das Kripplein ist
hart, Wie liegst du so hart, Ach schlaf,
ach thu die Aügelein zu, Schlaf, und
gieb uns die ewige Ruh. Schlaf
Jesul

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Tannebaum

O Tannebaum, o
Tannebaum! Du bist ein edles Reis! Du
grünest in dem Winter, Als wie zur
Sommerszeit! Warum sollt ich nit
grünen, Da ich noch grünen kann? Ich
hab ke

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Ueberdruß der Gelahrtheit

Opitz. Ich empfinde fast
ein Grauen, Daß ich, Plato, für und
für Bin gesessen über dir; Es ist Zeit
hinaus zu schauen, Und sich bey den
frischen Quellen In dem Gr

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Wiegenlied

Ottmars Volkssagen.
Bremen 1800. S. 43 und 44. Buko von
Halberstadt, Bring doch meinem Kinde
was, Was soll ich ihm bringen? Rothe
Schuh mit Ringen, Schöne Schuh mit Gold
be

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Kaufherr und Bauer

Parabel Ein Kaufherr
verirrte sich beim Spazieren Und mochte
wohl großen Hunger verspüren; Er
tritt in den nächsten Bauernhof
ein Und fragt nach Braten und fragt
nach Wein

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Antwort Mariä auf den Gruß der Engel

Procopii Mariale
festivale. S. 368. Zwey Nachtigallen in
einem Thal Oftmals zusammen stimmen, Sie
singen mit so süßem Schall, Daß es
recht Wunder nimmet: Sie modulieren
i

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Das Gnadenbild Mariä-Hülf bey Passau

Procopii Mariale
festivale. S. 9. Es wohnt ein schönes
Jungfräulein Bekleidet mit Sammt und
Seiden, Ob Passau in ein Kirchel
klein, Auf einer grünen Heiden, Dort
auf dem

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Kinder-Predigt

Quibus, quabus, Die Enten
gehn barfuß, Die Gäns haben gar keine
Schuh, Was sagen dann die lieben Hüner
dazu? Und als ich nun kam an das
kanaljeische Meer, Da fand ich drey
Männ

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Die ABC-Schützen

Rathe, was ich habe
vernommen, Es sind achtzehn fremde
Gesellen ins Land gekommen, Zu mahlen
schön und säuberlich, Doch keiner
einem andern glich, All ohne Fehler und
Gebrechen,

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Zauberlied gegen das Quartanfieber

Reichard`s Geisterreich
I. B. S. 145. »Steh dir bey der
himmlische Degen, Jedweden halben, darin
eben, Der Leib sey dir beinern, Das Herz
sey dir steinern, Das Haupt sey
ge

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Rätsel auf ein Bild der Berliner Kunstausstellung

Rätsel auf ein Bild der
Berliner Kunstausstellung des
Herbstes 1810 Es spielt das Jahr in
Farben wunderbar, Es spielt die Kunst
mit manchem bunten Bild, Und

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Morgenlied von den Schäfchen

Schlaf, Kindlein,
schlaf, Der Vater hüt die Schaaf, Die
Mutter schüttelts Bäumelein, Da fällt
herab ein Träumelein, Schlaf, Kindlein,
schlaf. Schlaf, Kindlein,
schlaf,

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Ach wenn sie das Rössel doch langsam gehn liessen

Schlimm Leut sind
Studenten, man sagts überall, Obwohl
sie schon kommen im Jahr nur einmal, So
machens ins Dorf so viel Unruh und
Mist, Daß uns die erste Woche schon
weh dabey ist.

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Das heisse Afrika

Schubart. Auf, auf! ihr
Brüder und seyd stark! Der Abschiedstag
ist da, Schwer liegt er auf der Seele,
schwer! Wir sollen über Land und
Meer, Ins heiße Afrika. :,:

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Von den klugen Jungfrauen

Schuppis Schriften S.
277. Wachet auf, ruft uns die
Stimme Der Wächter sehr hoch auf der
Zinne, Wach auf du Stadt
Jerusalem, Mitternacht heißt diese
Stunde, Sie rufen uns

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Was hast du dann zu dem Schustersbuben gesagt

Schusterbue! Flick mir
die Schuh, Gieb mirs Leder auch dazu, Es
ist kein Gerber in der Stadt, Der ein
solches Leder hat. Ein lustiger
Bu Braucht oft ein paar Schuh,

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Jahreszeiten

Schwarzbraun ist meine
dunkle Farbe, Darin will ich mich
kleiden; Den besten Schatz und den ich
hab, Der will jezt von mir scheiden. Ei
scheidet sich dann der Winter von
mir,

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Verlorene Mühe

size='4'>Schwäbisch. Sie. Büble,
wir wollen ausse gehe, Wollen unsre
Lämmer besehe, Komm, liebs
Büberle, Komm, ich
bitt. Er. Närrisch
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Wenn man die Kinder im Schlitten fährt

Schäfele hat ein
Küttele an, Hänget voller
Röllen, Wann es über d` Gassen
geht, Fangen die Hund an
bellen. Schäfele komm, Schlag mir die
Tromm, Führ mir mein Fr

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Aus der Zeit, wo die Schäfereyen überhand nahmen

Schäfer. Mein Freund!
Ein guter Freund, Der hier verspätet
weint, Erbittet sich zur Gnad Hier
eine Ruhestadt, Weil er von diesem
Ort Nicht mehr kann reisen
fort. 

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Von Hofleuten

Schöne neue Lieder mit
Musik von Orlando di Lasso. München
1576. III. T. S. 21. Ich sprech, wenn
ich nicht lüge, So sollt ihr glauben
mir, Ihr habt oft sehen
Fliegen, Das

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Bei der Schusterrechnung zu singen

Sechsmal hab ich sie
angetroffen, Siebenmal bin ich fehl
geloffen, Auf der Haide hin und
her, »Nein mein Bue, es geschieht nicht
mehr.« Sechs paar Schuh und sieben
paar Sohlen

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Becherklang

Seit nun Gott die Welt
durchschnitten Mit der Allmacht
sausend` Schwert, Liegt in Tag und
Nacht inmitten, Wer des Weines Becher
leert:        
Tief und du

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Ehestand der Freude

Seladons (Greflingers)
weltliche Lieder. Frankfurt 1651. S.
60. Lasset uns scherzen Blühende
Herzen, Lasset uns lieben Ohne
Verschieben, Lauten und Geigen Sollen
nich

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Der Palmbaum

Simon Dach. Annchen von
Tharau ist, die mir gefällt, Sie ist
mein Leben, mein Gut und mein
Geld. Annchen von Tharau hat wieder ihr
Herz Auf mich gerichtet in Lieb und in
S

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Schall der Nacht

Simplicissimi
Lebenswandel. Nürnberg 1713. I. B. S.
28. Komm Trost der Nacht, o
Nachtigall! Laß deine Stimm mit
Freuden-Schall Aufs lieblichste
erklingen, Komm, komm, und lob de

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Kriegslieder - III.

So gehe tapfer an, mein
Sohn, mein Kriegsgenosse, Schlag
ritterlich darein, dein Leben
unverdrossen Fürs Vaterland aufsetz,
von dem du frei es auch Zuvor empfangen
hast, das ist der Preuß

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Des Knaben Wunderhorn I, Von Volksliedern 5

So klingen die Quellen
des Rheins hinunter, dann immer neuen
Quellen und Tönen verbunden, vom
lustigen Neckar angerauscht, ein
mächtiger Strom, der von Mainz mit dem
weinfröhlichen singenden Mayn
verbunden,

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Liebesaugen

Sobald du hebst die
klaren Aeugelein, Freut sich Gestirn und
auch der Sonnenschein, Also gar sehr, du
Liebeszier, Sind sie geneiget
dir. Sobald du auch die Erde blickest
an, Ist si

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Rückfall der Krankheit

Soll ich denn
sterben, Bin noch so jung? Wenn das mein
Vater wüßt, Daß ich schon sterben
müßt, Er thät sich kränken Bis in
den Tod. Wenn es die Mutter
wüßt, We

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Sonnenlied

Sonne, Sonne,
scheine, Fahr über Rheine, Fahr übers
Glockenhaus, Gucken drey schöne Puppen
raus, Eine die spinnt Seiden, Die andre
wickelt Weiden, Die andre geht ans
Brün

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Frühlingsbeklemmung

Spee Trutz Nachtigal,
Cölln 1660. S. 34. Der trübe Winter
ist vorbey, Die Kranich
wiederkehren, Nun reget sich der
Vogelschrey, Die Nester sich
vermehren; Laub allgemach

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Cedron’s Klage

Spee Trutz Nachtigal. S.
225. Da nun Abends in dem
Garten, Daphnis überfallen war, Und nun
keinen Grimm ersparte, Stark bewehrte
Mörderschaar, Hube süßlich an zu
weinen,

... weiterlesen


Morgenlied

Steht auf ihr lieben
Kinderlein, Der Morgenstern mit hellem
Schein, Läßt sich sehn frei gleich wie
ein Held, Und leuchtet in die ganze
Welt. Sey willkommen, du lieber
Tag,

... weiterlesen


Stiftungslied der deutschen Tischgesellschaft ...

Stiftungslied der
deutschen Tischgesellschaft am
Krönungstage, dem 18. Januar
1811 Unsre Krone ward
erstritten Durch der deutschen Ritter
Blut, Als die Heiden mußten
bitte

... weiterlesen


Klapperstorch

Storch, Storch,
Langbein, Wann fliegst du ins Land
herein, Bringst dem Kind ein
Brüderlein? Wenn der Roggen
reifet, Wenn der Frosch pfeifet, Wenn
die goldnen Ringen In der K

... weiterlesen


An den Storchschnabel

Storch, Storch,
Steiner! Mit den langen Beiner, Flieg
mir in das Beckerhaus, Hol mir ein
warmen Weck heraus! Ist der Storch nit
ein schönes Thier, Hat einen langen
Schnabel

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Betteley der Vögel

Storchs- und
Schwalben-Winter-Quartier durch Johann
Prätorium. Frankfurt 1676. S. 187. Es
ist kommen, es ist kommen Der
gewünschte Frühlings-Both, So uns
alles Leid benommen

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Schweizerisch

S`isch no nit lang daß
gregnet hätt, Die Laeubli tröpfle
no, I hab e mohl e Schazli ghätt, I
wott, i hätt es no. Jez isch er gange
go wandere, I wünsch em Löcher in
d

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Ahndungen

Thema: Was nur heil`ge
Geister ahnen, Glaubst du dein, du
winzig Ding? Deine Mittel sind
gering, Größern mußt du Wege
bahnen. Glosse: Wie? Du weißt, was
uns verborgen?

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Der Herr am Oelberg und der Himmelsschäfer

Trutz Nachtigal von Spee.
S. 21 Der Schäfer. Mond des
Himmels treib zur Weide Deine
Schäflein gülden gelb, Auf gewölbter
blauer Heide Laß die Sterne
walte

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Xaver

Trutz Nachtigal von Spee.
Seite 94. Als nach Japon weit
entlegen, Xaver dachte, Gottes
Mann, Alle waren ihm entgegen, Fielen
ihn mit Worten an, Wind und Wetter, Meer
und Wel

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Der Prinzenraub

Tänzels curiöse
Bibliothek. 1705. S. 783. Wir wolln ein
Liedel heben an, Was sich hat
angespunnen, Wie`s im Pleißnerland gar
schlecht war bestallt, Als den jungen
Fürst`n gesc

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Die Wahrsagerin

Vater von allen, Was
soll ich flehen? Klagen
erschallen, Müde Seufzer
ergehen, Woher der Wind mag
wehen, Wohin die Fahnen
stehen: Fürchten und
Hoffen, Donnernd

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Niklas

Vater.Es wird aus den
Zeitungen vernommen, Daß der heilige
Sankt Niklaus werde kommen, Aus Moskau,
wo er gehalten werth, Und als ein
Heilger wird geehrt; Er ist bereits
schon auf der Fa

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Der Tannhäuser

Venus-Berg von Kornmann,
dann in
PrätoriiBloksberg-Verrichtung. Leipzig,
1668. S. 19-25. Nun will ich aber heben
an, Vom Tannhäuser wollen wir
singen, Und was er wunders hat
get

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Kriegslied gegen Karl V.

Vergleiche Hortleder S.
425. S. 423. einemerkwürdige Stelle
über den Trommelschlag der deutschen
Landsknechte: Die
übrigenTrommelschläge, damit ein jeder
etwas Neues auf die Bahn bringt, sind
ungeschickt un

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Die Wetterfahne

Viel Fahnen sind
verloren, Doch eine ist erkoren, Sie
schwebt noch obenauf Und zeigt der
Stürme Lauf. So steht die
Wetterfahne, Daß sie uns all`
ermahne Zu st

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Hochzeitlied auf Kaiser Leopoldus und Claudia Feli

Von Abele in seiner
künstlichen Unordnung. Nürnberg
1675. V. T. S.
319. Kaiser. Spring, spring mein
liebstes Hirschelein, Bald wollen wir
dich fällen Mit Pf

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Lobgesang auf Maria

Von Balde, nach dem
deutschen Musäum. Ach wie lang hab ich
schon begehrt, Maria, dich zu
loben! Nicht zwar als wie du wirst
verehrt, Im hohen Himmel oben; Dieß
wär umsons

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Albertus Magnus

Von den Geheimnissen der
Weiber. Die Königin blickt zum Laden
aus, Ein Jüngling stand wohl vor dem
Haus, Sie winkt ihm da, Daß er sollt
zu ihr kommen. Der J

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Die Schlacht bey Sempach

Von Halb Suter. Tschudi.
I. 529. Die ältern Kriegs- und
Schlachtlieder der Deutschen fordern
eine eigne Sammlung; aus Tschudi eilf,
bey Diebold Schilling fünf, die
Seeschlacht der Vitalienbrüder aus
Canzler,

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Schmählied gegen die Schweizer

Von Isenhofer von Walzhut
bei Tschudi. II. 412. Wohlauf ich hör
ein neu Getön, Der edlen Vögel
Sang, Ich trau es werde nun ganz
schön, Unwetter hat so lang Geregnet
auf

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Jesaias Gesicht

Von Martin Luther. Aus
dem J! neueröffneten Schatze der Kinder
Gottes. Zittau 1710. S. 393. Jesaia dem
Propheten dies geschah, Daß er im Geist
den Herren sitzen sah Auf einem
ho

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Schlacht bey Murten

Von Veit Weber, aus
Diebold SchillingsBeschreibung der
Burgundischen Kriege. Abgedruckt von
Koch in der neuen Litteratur und
Volkskunde I. B. S. 93. Von Bodmer in
den altenglischen und altschw

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Des Knaben Wunderhorn I, Von Volksliedern 1

Von Volksliedern. An
Herrn Kapellmeister Reichardt. Wenn
das Volk beym Einzuge seines Helden die
Pferde vom Wagen spannt, so thut es das
wohl nicht, weil es besser ihn zu ziehen
me

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Vorgenossen, nachempfunden

Vorgenossen,
nachempfunden Waren sonst des Jahres
Stunden Und die Gegenwart so
leer, Trübe Luft auf ödem
Meer. Seit ich dich in steter
Nähe, Mich wie deinen Schatte

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Silvesterlied

Vorsänger Herzchen im
Turme, Schlagende Uhr, Klinge im
Sturme Durch die Natur; Bring uns die
ferne Sonne zurück, Feurige
Sterne Ahnen dies Glück:

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Gedankenstille

Vögel thut euch nicht
verweilen, Kommet, eilet schnell
herzu, Wölfe höret auf zu heulen, Denn
ihr störet meine Ruh. Götter kommt
und helft mir klagen, Ihr sollt alle
Ze

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Liebes-Noten

Wahres Lieben, süßes
Leben, Wo zwei Herzen eins nur sind, Wie
zwei Turteltäublein schweben, Die ein
treues Band verbind, Wo die Lieb den
Chor anstimmet, Und die Treue giebt den

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Ritter Peter von Stauffenberg und die Meerfeye

Wahrhafte Geschichte
Herrn P. v. St. Straßburg bey B. Jobins
Erben 1598.I. Romanze. Vorüber zieht
manch edler Aar, Herr Peter ein theurer
Ritter war, Er war so keusch, er war
so

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Tritt zu

Wann alle Wässerlein
fliessen, Soll man trinken, Wann ich
mein Schatz nicht rufen darf, ju ja
rufen darf, So thu ich ihm
winken. Winken mit den Augen, Und
treten mit dem Fu

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Geh, du schwarze Amsel

Wann ich schon schwarz bin,
Schuld ist nicht mein allein,
Schuld hat mein Mutter gehabt,
Weil sie mich nicht gewaschen hat,
Da ich noch klein,
Da ich wunderwinzig bin gesein.
Wenn das Kind allzu wißbegierig ist

Warum?
Darum.
Warum denn darum?
Um die Krumm.
Warum denn um die Krumm?
Weils nicht grad ist!
Petersilie

Was hab ich meinem
Schätzlein zu Leide gethan? Es geht
wohl bey mir her, und sieht mich nicht
an; Es schlägt seine Augen wohl unter
sich, Und sieht einen andern Schatz wohl
lieber als mich.

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Scherz- und Liebes-Liedchen

Was hilft mir ein rother
Apfel, Wenn er innen faul ist; Was hilft
mich ein schöns Kindlein, Wenn sein
Herzlein falsch ist. Wenn ich ein
schön Mägdlein seh, Mein ich, es
s

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Trinklied im Vollmondschein

Was ist`s, das wir in
Ahnung fühlen Und was erhöhet jede
Stirn? Im Herzen dunkle Wurzeln
wühlen, Die Knospen brechen auf im
Hirn; Was ist in dieser Nacht
geschehen, Das uns

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Zur Weihnachtszeit

Was leuchtet durch die
Nacht so helle Und weckt das Haus mit
heil`gem Graus? Ein Kind tritt aus des
Himmels Schwelle Und klopft ans
ird`sche Lebenshaus. Wer hat die Tür
so f

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Ein neu Klaglied eines alten deutschen Kriegsknech

Was soll ich aber
singen, Ein wunderbar Geschicht; Das
Herz möcht dem zerspringen, Ders nur
einmal ansicht. Was man doch hat
erfunden Alldort in jenem Land, Sieht
man zu all

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Was der Gans alles aufgepackt worden ist

Was trägt die Gans auf
ihrem Schnabel? Federgans? Einen Ritter,
mit sammt dem Sabel, Trägt die Gans auf
ihrem Schnabel. Federgans. Was trägt
die Gans auf ihrem Kopf? Feder

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Schlachtlied

Weckherlin S. 244. Phil.
von Sittewald II. Th. S. 574. Frisch
auf, ihr tapfere Soldaten! Ihr, die ihr
noch mit teutschem Blut, Ihr, die ihr
noch mit frühem Muth Belebet, suchet
g

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Dies ist das alte deutsche Uebel

Welcher Mann ein Henn hat
die nicht Eyer legt, Und ein Sau die
nicht Junge trägt, Und ein Kuh die
nicht Milch giebt, Und ein Tochter die
all Nacht ausliegt, Und ein Sohn der
allzeit ger

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Wenn die Vögel aufwärts steigen ...

Wenn die Vögel aufwärts
steigen, Da verschwindet ihr
Gesang. Meint ihr, daß sie droben
schweigen? Wir nur hören nicht den
Klang. Unsre freudigen Gebete, Sel`ge
Blicke, Her

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Gelegenheitsverse

Wenn ein Schiff vom
Stapel läuft, so singen in Lübeck die
Kinder, die zu ihremVergnügen sich
darauf befinden: Laß ihm, laß ihm
seinen Willen, Er hat den Kopf voll
Grillen.Wenn die Knaben

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Jakobs Pilgerlied

Wer das Elend bauen
wöll, Der heb’ sich auf und sey mein
G’sell, Wol auf Sankt Jakobs
Strassen. Zwei Paar Schuh, der darf er
wol, Ein Schüssel bey der
Flaschen.

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Die Bekehrung

Wer nicht mit wilder
Faust An die eherne Glocke
geschlagen, Worin der Geist gefangen
haust, Dem wird nimmermehr Ruhe
zusagen;        
Der hört noch nicht,

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Etikette auf des Bettelmanns Hochzeit

Widele wedele, Hinterm
Städele Hat der Bettelmann
Hochzeit, Pfeift ihm Läusle, Tanzt ein
Mäusle, `S Igele schlägt die
Trommel, Alle die Thier, die Wedele
haben, Sol

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Das bucklige Männlein

Will ich in mein
Gärtlein gehn, Will mein Zwiebeln
gießen; Steht ein bucklicht Männlein
da, Fängt als an zu nießen. Will ich
in mein Küchel gehn, Will mein
Süpplein k

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Spruch

Willst du dich ganz
zurücke ziehen, Du kannst dir selber
nicht entfliehen; Willst du selbsteigen
andre führen, Du mußt mit
Schöpfungskraft regieren Ganz
unbemerkt und ohne Plan,

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Kriegslieder - IV.

Wir preußisch Dragoner
durchstreifen die Welt, Wir jagen wie
Sturmwind ins weite Feld, Wir wollen
marschieren dem Feinde entgegen, Damit
wir ihm heute den Paß noch
verlegen.

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Sterndreherlied

Wir reisen auf das Feld
in eine Sonne, Des freuet sich die
englische Schaar, Wir wünschen euch
allen ein glückseelig Neujahr. Wir
wünschen dem Herrn einen goldnen
Hut, Er trink

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Das Federspiel, A. B. C. mit Flügeln

Wohl auf ihr klein
Waldvögelein, die ihr in Lüften
schwebt, Stimmt an, lobt Gott den
Herren mein, singt all, die Stimm
erhebt; Denn Gott hat euch erschaffen,
sich selbst zu Lob und Ehr, S

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Unseliger Kreislauf

Wohl täglich will
erscheinen Die schöne Morgenröth, Den
Thau muß nieder weinen, Die weis
bekleidet geht, Luna ist sie
genannt; Schneeweis thut sie uns
leuchten, Macht uns

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Maria, Gnadenmutter zu Freyberg

Wunderschön
Prächtige, Große und
Mächtige, Liebreich holdselige,
himmlische Frau, Welcher auf
ewiglich, Kindlich verbinde mich, Ja mit
Leib und Seel gänzlich
vertrau. Bi

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Letztes Toilettengeschenk

Zart Aeuglein zu
winken, Die Mägdlein jetzund han; Ihr
Angesicht zu schminken, Groß Fleiß
sie legen an. Ihr Haupt thun sie
beladen, Mit Gold und Perlen
schon;

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Die Wettfahrt

Zum Raubschloß geht der
Wolken Lauf Wie flücht`ger Heere
Troß. Es schlägt der Sturm die
Fenster auf Und weckt den Herrn vom
Schloß. Er träumte noch vom Fest der
Nacht, E

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Getrennte Liebe

Zwei schöne, liebe
Kinder, Die hatten sich so lieb, Daß
eines dem andern im Winter Mit Singen
die Zeit vertrieb, Diesseit und jenseit
am Wasserfall Höret ihr immer den
Dopp

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Wenn die Kinder üble Laune haben

Zürnt und brummt der
kleine Zwerg, Nimmt er alles
überzwerch, Ein Backofen für ein
Bierglaß, Den Mehlsack für ein
Weinfaß, Den Kirschbaum für ein
Besenstiel, Den Flederwisch

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Das dumme Brüderlein

[1500-1550.1 Wo soll ich
mich hinkehren, Ich dummes
Brüderlein, Wie soll ich mich
ernähren Mein Gut ist viel zu
klein; Wie wir ein Wesen han, So muß
ich bald daran,

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Evoe

[1500-1550.] Freut euch
ihr lieben Knaben! Der Herbst erzeigt
sich wohl, Die lang getrauert
haben, Heut wollen wir werden voll. Wir
haben vormals den sauren Wein Gar
t

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Das schwerste Leiden

[Albertini Narrenhatz.
Augsburg 1617.] Es ist auf Erden kein
schwerers Leiden, Als wann sich einer
auf ein neu`s muß kleiden. Ein neues
Paar Schuh, Ein Wammes darzu Ein
Roc

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Müllerlied

[Altes fliegendes Blat
aus 1500.] Der Müller auf seim
Rößlein saß, Gar wohl er in die
Mühle sah, Er thät dem Annely
winken, O Annelin, liebstes Annelin
mein, Hilf mir

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Der Habersack

[Altes fliegendes Blat
aus 1500.] Und wollt ihr hören
singen, Ich sing ein neues Lied, Von
einem feinen Fräulein, Und wie es dem
ergieng, Sie war genannt der
Habersack,

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Schnützelputz-Häusel

[Büsching und von der
Hagen Sammlung deutscher
Volkslieder. Berlin 1807. S. 59.] So
geht es in Schnützelputz Häusel, Da
singen und tanzen die Mäusel, Und
bellen die Schnecken

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Trinklied

[Erasmus Widtmanns
musikalische Kurzweil. Nürnberg
1623.] Zu Klingenberg am Maine, Zu
Würzburg an dem Steine, Zu Bacherach am
Rhein Hab ich in meinen Tagen Gar
oftmals hö

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Graf Friedrich

[Fliegendes Blat aus der
Schweiz.] Graf Friedrich thät
ausreiten Mit seinen Edelleuten, Wollt`
holen seine liebe Braut, Die ihm zur Ehe
war vertraut. Als er mit sein

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Von der Belagerung der Stadt Frankfurt

[Fliegendes Blatt,
gedruckt in Frankfurt.](Die
unterstrichene Worte sind Namen von
Schanzen und Geschütz.) Die Sonn mit
klarem Scheine Erglastet überall, Die
kühlen Brünnlein

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Der Paß

[Fliegendes
Blatt.] Schöns Salzburger Mädl, Mit
dem krausen Härl, Thust mir überaus
gefallen, Wann ich dich seh gehen, Bleib
ich allzeit stehen, Und betrachte
dich

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Das neue Jerusalem

[Fliegendes Blatt.] Wer
hat Lust mit mir zu ziehen Nach der
Stadt Jerusalem, Denn darinnen kann man
sehen Was der weise Salomon Hat gebauet
Schlösser, Kirchen, Alles

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Braunbier, braunisch kurirt

[Fliegendes
Blatt.] Bauer. Herr Doktor, ich
will fragen, Seht dieses Glas voll
Bier, Ihr könnet mir wohl sagen, Was
fehlt dem Bier allhier? Es thut
sic

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Hans in allen Gassen

[Fliegendes Blat] Ich
will einmal spaziren gehn, Und suchen
meine Freud, Begegnet mir ja
alsobald, Ha ha, ja ja, ja alsobald, Ein
Knäblein war schön bekleidt.

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Säuberliches Mägdlein

[Frankens musikalisches
Convivium. 1622.] Wo find ich deines
Vaters Haus Säuberliches Mägdlein? Geh
das Gäßlein ab und aus, Schweig still
und laß dein Fragen seyn.

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Fuge

[Hackenbergers deutsche
Gesänge. Danzig 1610. p. 20.] Ein
Musikant wollt fröhlich seyn, Es thät
ihm wohl gelingen, Er saß bey einem
guten Wein, Da wollt er lustig
singen,

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Hum fauler Lenz

[Mitgetheilt von H.
Spangenberg.] Es wollt eine Frau zu
Weine gahn. Hum fauler Lenz. Und wollt
den Mann nicht mit sich han. Ha ha
ha. Du mußt zu Hause bleiben. Hum
usw. So

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Der König aus Mayland

[Mitgetheilt von H. v.
Wessenberg in Constanz.] Weiß mir e
Herr, hätt siebe Süh Und nune einzig
Töchterli. Der Herre stellt e Gastmal
a, Er ladt viel fremdi Herre
dra. E

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Schadenfreude

[Nach Anakreon,
nationalisirte Antike.
Philanders Strafreden I, S. 113.] Hie
auf dieser Liebes Matt Cupido vor dreien
Tagen, Weil er nichts zu schaffen
hat, Wollt sein Zelt

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Bergreihen

[Nürnberg 1547.] Ach
Gott, was wollen wir aber heben an, Daß
wir das recht und wohl ersinnen, Wir
wollens auch nicht unterwegen lahn, Von
den Hauern da wollen wir singen,

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Sehnsucht nach dem Esel mit dem Gelde

[Paul Sartorius neue
deutsche Liedlein. Nürnberg
1601.] Frisch auf ihr lieben Gesellen,
ein neue Zeitung gut, Hab ich euch sagen
wöllen, faßt einen guten Muth, Der mit
dem Geld wird

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Einladung zur Martinsgans

[Simon Dachs
Zeitvertreiber. 1700.] Wann der heilge
Sankt Martin Will der Bischofsehr
entfliehn, Sitzt er in dem
Gänsestall Niemand findt ihn
überall, Bis der Gänse groß

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Die Entführung

[v. Seckendorfs
Musenalmanach auf 1808. S. 16.] Ich bin
durch Frauen Willen Geritten in fremde
Land, Mich hat ein edler Ritter Zu Boten
hergesandt. Der entbeut euch sein
vie

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Poesie und Geschäfte

Öffne nicht die goldnen
Tore, Staub und Nebel sind mein
Schild, Schalle nicht zu meinem
Ohre, Stimmenfrühling, selig
mild. Ließe ich mich einmal
stören In der Müh

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Hölzerne Noth

`S hätt sich mol ener zu
mer welle küpple, Häts Lädel n`in
welle krüpple, Un als er maint er
stoht, Heb ich de Hönd blümbe
loth, Dazu uf et Mist, Dü Hönd der de
bist,

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Steile Liebe

`S ist mir auch kein
Nacht so finster, `S ist mir auch kein
Weg so weit; Wenn ich zu mein Schäzlein
gehe, Sehen mich die bösen
Leut. Regnets, schneits, und geht der
Wind,

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