A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Gedichte - Adelbert Chamisso


Das Riesenspielzeug

Burg Niedeck ist im Elsass der Sage
wohlbekannt. Die Höhe, wo vorzeiten die
Burg der Riesen stand. Sie selbst ist
nun verfallen, die Stätte wüst und
leer. Du fragest nach den Riesen, du fin
... weiterlesen

Anzeigen



Kanon

Das ist die Not der schweren Zeit!
Das ist die schwere Zeit der Not!
Das ist die schwere Not der Zeit
Das ist die Zeit der schweren Not!
Die zwei Raben

Der Rabe fliegt zum Raben dort, Der Rabe
krächzt zu dem Raben das Wort: Rabe,
mein Rabe, wo finden wir Heut unser
Mahl? wer sorgte dafür? Der Rabe dem
Raben die Antwort schreit:
... weiterlesen


Vom Pythagoräischen Lehrsatz

Die Wahrheit, sie besteht in
Ewigkeit, Wenn erst die blöde Welt ihr
Licht erkannt; Der Lehrsatz, nach
Pythagoras benannt, Gilt heute, wie er
galt zu seiner Zeit. Ein Opfer hat Py
... weiterlesen


Die alte Waschfrau

Du siehst geschäftig bei dem Linnen die
Alte dort in weißem Haar, die
rüstigste der Wäscherinnen im
sechsundsiebenzigsten Jahr. So hat sie
stets mit sauerm Schweiß ihr Brot in
... weiterlesen


Zweites Lied von der alten Waschfrau

Es hat euch anzuhören wohl behagt, Was
ich von meiner Waschfrau euch
gesagt; Ihr habt`s für eine Fabel wohl
gehalten? Fürwahr, mir selbst erscheint
sie fabelhaft; Der Tod hat längst
... weiterlesen


Lass ruh`n die Toten

Es steht ein altes Gemäuer Hervor aus
Waldes Nacht, Wohl standen Klöster und
Burgen Einst dort in herrlicher
Pracht. Es liegen im kühlen
Grunde Behauene Steine gereiht;
... weiterlesen


Die Sonne bringt es an den Tag

Gemächlich in der Werkstatt saß Zum
Frühtrunk Meister Nikolas, Die junge
Hausfrau schenkt` ihm ein, Es war im
heitern Sonnenschein. - Die Sonne bringt
es an den Tag. Die
... weiterlesen


Sonett

Ich fühle mehr und mehr die Kräfte
schwinden; Das ist der Tod, der mir am
Herzen nagt, Ich weiß es schon und, was
ihr immer sagt, Ihr werdet mir die Augen
nicht verbinden. Ich
... weiterlesen


Jungfrau von Stubbenkammer

Ich trank in schnellen Zügen Das Leben
und den Tod Beim Königsstuhl auf
Rügen Am Strand im Morgenrot. Ich kam
am frühen Tage Nachsinnend einsam
her, Und lauschte d
... weiterlesen


Das Schloss Boncourt

Ich träum` als Kind mich zurücke, Und
schüttle mein greises Haupt; Wie sucht
ihr mich heim, ihr Bilder, Die lang ich
vergessen geglaubt? Hoch ragt aus
schatt`gen Gehegen
... weiterlesen


Geh` du nur hin

Ich war auch jung und bin jetzt alt, Der
Tag ist heiß, der Abend kalt, Geh` du
nur hin, geh du nur hin, Und schlag dir
solches aus dem Sinn. Du steigest
hinauf, ich steige hinab,
... weiterlesen


Zur Unzeit

Ich wollte, wie gerne, dich herzen,
Dich wiegen in meinem Arm, Dich drücken
an meinem Herzen, Dich hegen so
traut und so warm. Man verscheuchet mit
Rauch die Fliegen,
... weiterlesen


Winter

In den jungen Tagen Hatt ich
frischen Mut, In der Sonne Strahlen
War ich stark und gut. Liebe,
Lebenswogen, Sterne, Blumenlust! Wie
so stark die Sehnen!
... weiterlesen


An Fouqué

Kann nicht reden, kann nicht
schreiben, Kann nicht sagen, wie mir
ist! Mir ist wohl und bang im
Herzen, Kann nicht ernst sein, kann
nicht scherzen, Kann nicht wissen, wie
mir ist.
... weiterlesen


Was soll ich sagen?

Mein Aug` ist trüb, Mein Mund ist
stumm, Du heißest mich reden, Es sei
darum! Dein Aug` ist klar, Dein Mund
ist rot, Und was du nur wünschest, Das
ist ein Geb
... weiterlesen


Im Herbst

Niedrig schleicht blaß hin die
entnervte Sonne, Herbstlich goldgelb
färbt sich das Laub, es trauert Rings
das Feld schon nackt und die Nebel
ziehen Über die Stoppeln. Sieh, der
... weiterlesen


Der alte Sänger

Sang der sonderbare Greise Auf den
Märkten, Straßen, Gassen Gellend,
zürnend seine Weise: `Bin, der in
die Wüste schreit. Langsam, langsam und
gelassen! Nichts unzeitig! ni
... weiterlesen


Seit ich ihn gesehen

Seit ich ihn gesehen, Glaub ich blind zu
sein; Wo ich hin nur blicke, Seh ich ihn
allein; Wie im wachen Traume Schwebt
sein Bild mir vor, Taucht aus tiefstem
Dunkel, He
... weiterlesen


Der rechte Barbier

Und soll ich nach Philisterart Mir Kinn
und Wange putzen, So will ich meinen
langen Bart Den letzten Tag noch
nutzen; Ja! Ärgerlich, wie ich nun
bin, Vor meinem Groll, vor meinem
... weiterlesen


Katzennatur

`s war mal `ne Katzenkönigin, Ja,
ja! Die hegte edlen Katzensinn, Ja,
ja! Verstand gar wohl zu mausen, Liebt`
königlich zu schmausen, Ja, ja! -
Katzennatur! Schlafe,
... weiterlesen