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Gedichte - Adolf Friedrich Graf von Schack


Der Grieche im Norden

(An Buonaventura Genelli) Gerne glaub`
ich an die Mythe, Freund, daß aus der
Nymphen Schar Im Gefolg` der
Amphitrite Eine deine Mutter war, Daß
am Klippenstrand von Delos,
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An meinem Geburtstage

(Dreißig Jahre später.) Und so folgt
das Jahr dem Jahre, Und mit schwarzem
Flor behängt Steht gerüstet schon die
Bahre, Die im letzten mich
empfängt. Tiefer in d
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Aurelia

1. Geflohn hab` ich den gelben
Tiber, Und dich, o Weib, das mich
betrog, Als Liebe mir, ein glühend
Fieber, Am Mark des Lebens sog. Doch,
ob uns Himmelweiten trennen
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Aus der Heimat

1. Laß still die Thräne rinnen Auf
deinen Heimatherd! Genesest du nicht
innen, Was ist das Außen
wert? Vergebens in die Weite Späht
hoffend dein Gesicht;
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Am Grabe Friedrichs des Zweiten

1864. Aus Palermos Blütenfülle, die
mit Duft den Sinn betäubt, Aus dem
Strahlenglanz, der blendend über Meer
und Gärten stäubt, In die Gräberhalle
flücht` ich, fern dem lärmerf
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Frühlingstag

Als winterlich umnachtet, Erstarrt die
Erde lag, Wie hab` ich nicht
geschmachtet Nach dir, o
Frühlingstag! Ich dachte: Wenn im
linden Lenzhauch der Himmel blaut, Dann
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Am Strande

Am Strand, von Flocken Schaumes
übertaut, Lieg` ich gestreckt in
duft`ges Heidekraut. Ich schaue, wie die
Flut in Grün und Gold Und Purpur
wechselnd mir zu Füßen rollt, Und mir
ans O
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Der Blinde

An E.A. Nicht im Frührot siehst du
mehr Purpurn glühn die
Himmelsränder, Nicht den Tag, der hoch
daher Wandelt um die Erdenländer, Nicht
des Mondes milden Schein,
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Die Glocken des Campanile

Auf Kuppel und auf Mauerkranz San Marcos
ruht noch Sonnenglanz; Doch zu der
Marmorbilder Fuß Und auf des Platzes
weiße Platten Hinbreitet sich der
Abendschatten, Indessen sanft d
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Die Ahnenbilder

Aus dem altergrauen Rahmen Blickt ihr
fremd auf mich herab, Und ins Aug` euch
mit Vertrauen Wie ein Sohn nicht kann
ich schauen; Nichts mit euch ja als den
Namen Teil` ich und dere
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Dembinski

Blauer Niemen, blauer Niemen, Wie viel
Blut hast du getrunken, Blut wie vieler
edlen Polen, Die an dir
dahingesunken! An dein Ufer wankt
Dembinski, Auf der Brust die Sterbew
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Bekannte Sterne

Da steigen sie strahlend empor aufs
neue, Die altbekannten Sterne, Licht an
Licht, Und grüßen aus der
nächtlich-dunklen Bläue Nach mir mit
Freundesangesicht. Du dort, der leuc
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Auf einen Granatenzweig

Dank, Freundin, daß dem
Wintermüden, Den hier des Nordens Eis
umstarrt, Von dir und dem geliebten
Süden Ein Gruß in diesem Zweige
ward! Schon hat, getränkt von meiner
Schale,
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Die deutsche Mutter

Das ist ein Fest, ein herrliches,
heut! Kanonengekrach und
Glockengeläut Und Hallen von
Siegesliedern! Nein, nein! Reißt ab von
den Helmen das Laub Und streut auf das
Schlachtfeld Asch
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Das erste Liebeswort

Das war der süßeste der Laute! Sie
sprach`s, das erste Liebeswort; Im
Herzen nun trag` ich das
traute, Tiefselige Geheimnis
fort. Allein wo berg` ich meine
Wonne, Daß ich
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Dein Haupt an meine Brust gelegt

Dein Haupt an meine Brust
gelegt, Schließe die Augen zum
Schlummer! Die Wonne, damit das Herz sie
erträgt, Muß ruhen, gleich dem
Kummer! Nur matt, wie über Wellen das
Bild
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Dein Mund...

Dein Mund, vollathmend heiß an meinem
Munde - Dein Herz mit hohem Schlag an
meins gepreßt, Wie weihst du jede
flüchtige Sekunde Des Tages mir zum
Liebesfest! Und dann die heil`
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Auerbachs Keller

Denkst du, lieber Goethomane, Den man
oft wie mich geneckt, Daß wir unsres
Wolfgang Fahne Allzu eifrig
aufgesteckt, Denkst du noch der Nacht
beim Sekte In dem Keller Auerbachs,
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Aller-Seelen-Nacht

Der Tag verglomm mit blassem gelbem
Streife; Einsam war ich zum Thor
hinausgegangen Auf Pfaden, weiß vom
ersten Winterreife. Und wie um mich in
des Novembers Schauer Die letzten
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Dich ahnte meine Seele lange

Dich ahnte meine Seele lange, Bevor mein
Auge dich gesehn, Und selig-süße
Schauer bange Fühlt` ich durch all mein
Wesen gehn. Ich sog von unbekannten
Blüten Den Duft, de
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Die Schwäne

Die ihr vor mir, schöne Schwäne, Auf
der Wogen Flut euch wiegt, Silbern
schimmert eu`r Gefieder, Doch in eurer
Brust der Lieder Süßer Quell, den der
Hellene Oft gepriesen, ist
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Das Geheimnis

Du fragst mich, Mädchen, was flüsternd
der West Vertraue den
Blütenglocken? Warum von Zweige zu
Zweig im Geäst Die zwitschernden Vögel
sich locken? Warum an Knospe die Knospe
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Das Geheimniß

Du fragst mich, Mädchen, was flüsternd
der West Vertraue den
Blüthenglocken? Warum von Zweige zu
Zweig im Geäst Die zwitschernden Vögel
sich locken? Warum an Knospe die Knosp
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An die Prinzessin E.

Du lächelst hold beim Morgengruße, Als
ob kein Gram auf Erden sei; Hold
lächelnd schwebst mit leichtem Fuße Du
abends mir im Tanz vorbei. Und doch -
die Schwermut ahnen alle,
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Am Grabe Conradins

Du Staufe, dem zum Throne Ein
Blutgerüst verliehn, Der statt der
Kaiserkrone Den Kranz von
Rosmarin, Statt Hermelin und Seide Ein
Leichentuch geerbt Und es zum Purpur
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Du willst, daß ich in Worte füge

Du willst, daß ich in Worte füge, Was
flüchtig ist wie Windeswehn, Und meiner
Seele Atemzüge, Die leisen, kannst du
nicht verstehn? Doch glaub! die Wonne
wie die Klage,
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Der Tod der Nachtigall

Du, die unsterblich, vom Geschlechte Der
Feen und Elfen ich geglaubt, O holde
Freundin meiner Nächte, So hat der Tod
dich mir geraubt! Im weichen Mondlicht
vom Balkone Wie
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Duftendes Geisblatt...

Duftendes Geisblatt, steige Höher
empor, daß Ast mit Ast, Ranke mit Ranke
sich dicht verzweige Zu der Liebe
Sommerpalast! Süß ists, wie wir
zusammen Ruhen unter dem woge
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An F.L.

Ein sanfter Friedensodem haucht mich
an, Wenn ich dein Haus, o frommer Greis,
betrete, Als ob mir milde Luft
entgegenwehte Vom Hirtenlande
Kanaan. Wer gab dir Macht, dir im
Gewüh
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Evadne

Evadne trauert im öden Haus, Seit
Kampflust ihren Verlobten hinaus Ins
Feld vor Theben getrieben; Da naht ihr
ein Bote: »O Herrin, vernimm, Und
zürne mir nicht, wenn die Botschaft sch
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Fliegt, durch die zitternden Reben...

Fliegt, durch die zitternden Reben Ins
Stübchen, ihr Töne, fliegt, Wo hinter
den Gitterstäben Die Kleine schlummernd
liegt! Schon beim Klange der
Saiten Regt sich die Sch
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An G.T.

Freund, der mit mir in düstern
Stunden Den Gram der Erde
durchgefühlt, Mit mir die große Qual
empfunden, Die in der Brust der
Menschheit wühlt, Der nah mir war in
jenen Nächt
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Fontana Trevi

Früh schon hab` ich, fast noch
Knabe, Meine Lippen so wie jetzt, Quelle
Trevi, an der Labe Deiner reinen Flut
genetzt. Und von deinem Zaubertranke An
die ew`ge Stadt gebann
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Die Athener in Syrakus

Frühmorgens auf seinem Söller
saß Klearch mit dem Sohne Gorgias; Vor
ihm, gedehnt an des Hügels Fuß, Das
unermeßliche Syrakus Mit Tempeln und
Hallen und Thermen, Und drüber
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Der kleine Franz

Gestern noch im muntern Spiel Mit den
Seifenblasen Sprang er viel und lachte
viel Auf dem grünen Rasen; Abends drauf
von meinen Knien Späht` er nach den
Sternen; Jeden, der
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Das unbekannte Grab

Halb schon verschüttet von dem weh`nden
Sande Ragt einsam dies verfallne
Grab; Die Sonne flammt darauf in lohem
Brande, Wie vor Aeonen, noch herab. In
keinem Grashalm, nicht im d
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Der Tempel von Aegina

Halbauf noch ragt mit seinem Ruhm Der
Wunderbau der Aegineten, Doch öde steht
sein Heiligtum, Verwaist von Opfern und
Gebeten; Zerbröckelnd in den
Archipel Sinkt das Gestein vom
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Die Jungfrau

Halbdunkel schon über den
Thälern; Wolken, in schwerem Zuge Von
Klippe zu Klippe sich wälzend; Um mich
zerrissene Schluchten Und Meere von
Stein, deren Wogen Seit dem letzten We
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An eine Alpenrose

Heil dir, du Bewohnerin sonniger
Höhn, Umrauscht von Quellen und
Glockengetön, Von himmlischem Blau
verklärt! Du Kind der Felsenspitzen, Wo
hoch mit Wirbelwind und Blitzen Der A
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Aus Sicilien

Hier am Berghang wollen wir ruhn, Uns an
der Quelle zu laben! Unter Myrten und
Rosen nun Werde die Sorge
begraben! Schwer sind dem Wind von des
Hirtenrohrs Sterbenden Tönen
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Auf Capri

Hier mein Leben möcht` ich
verträumen Ueber der Brandung am
leuchtenden Meer! Jubelnd in den
unendlichen Räumen Schweift auf den
Wellen die Seele umher; Wiegt sich an
hallenden
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Aus der Sierra Nevada

Hin trägt uns das Maultier,
buntgezäumt, Durch sonnenverbrannte
Schluchten, An Schlünden vorbei, wo die
Meerflut schäumt Tief unten um hallende
Buchten, Um Riff und Klippe und zackig
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Am Mittelmeer

Hinunter in die Myrtenschlucht Stürzt
sich zerflatternd die Kaskade, Es
rauscht das Meer von Bucht zu
Bucht Entlang der zackigen Gestade, Und
Höhle tönt und Felsenspalt Vom Lisp
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Das verschlossene Thor

Hinwälzt sich wild durch Ktesiphon Das
Römerheer mit Brand und
Morde. Verwüstet hat die
Räuberhorde Des Ormuzd großen Tempel
schon; Durch Reihn gesunkener
Pilaster Nun dringt
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Das Zauberschloß

Ich weiß ein Schloß, das hoch auf
Klippen ragt; Von Adlern ist sein
Zinnendach umflogen Und wirft den
Morgenglanz, lang, eh es tagt, Schon
weithin auf die blauen Meereswogen; Im
Traum
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An die Franzosen

Ihr zürnt, daß wir, mit Raubkrieg
überzogen, Euch blutend wieder
heimgesandt, Und deutsche Gaun, um die
ihr uns betrogen, Entrissen eurer
Frevelhand? Für viele Missethat war d
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An Elisabeth v. K.

In deiner Seele mildem Lichte Ist mir
der Frühling aufgeblüht; Gereift sind
meine ersten Früchte, Allein von ihrem
Strahl durchglüht. Als, sich vom Staub
empor zu ringen,
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Abendgang

In der Schlucht beim
Abenddämmern Schreit` ich durch den
düstern Wald. Stille ringsum in den
Zweigen; Nur daß leise durch das
Schweigen Von den fernen
Eisenhämmern An mein Ohr
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Burg Rodenstein

Jahre sind`s, und doch mit
Schauern Denk` ich noch an jene
Stunden, Da wir in den düstern
Mauern Deiner Ahnenburg gehaust, Jener
Burg, in deren Türmen Sonst allein die
Dohlen nis
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An Adele

Laß mich nicht allein, Adele, Nicht in
weiter Welt allein! Sonnen will ich
meine Seele, Weib, in deines Auges
Schein. Leg in meine deine Rechte, Daß
an Ader Ader wallt!
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Heimkehr

Leiser schwanken die Äste; Der Kahn
fliegt uferwärts; Heim kehrt die Taube
zum Neste; Zu dir kehrt heim mein
Herz. Genug am schimmernden Tage, Wenn
rings das Leben lärmt,
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Unsterbliches Glück

Lichter schon werden die Reben der
Laube, Drunter im Lenz wir, im Herbste
geruht, Und, die wir reifen gesehen, die
Traube, Strömt auf die Kelter die
goldene Flut. Bald als Wein i
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Ständchen

Mach auf, mach auf! Doch leise, mein
Kind, Um keinen vom Schlummer zu
wecken! Kaum murmelt der Bach, kaum
zittert im Wind Ein Blatt an den
Büschen und Hecken; Drum leise, mein
Mädchen,
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Die beiden Prinzen

Matt flackert die Lampe; der Kurfürst
ringt Am Bette des Sohnes die Hände Und
fleht, indes er den Liebling
umschlingt, Daß Rettung der Himmel
sende. O, muß ihm also zum erstenmal
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Der Jubelgreis

Meiner Kindheit frühster Lehrer, Meiner
Jugend Freund und Rat! Gerne wohl als
Freudenmehrer Wär` ich diesem Fest
genaht, Dem dein Herz, in sich
beseligt, Jugendlich entgegenschl
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Die schwarze Schar

Mit dunklen Tschakos alle und
Totenköpfen drauf Eilten bei
Hörnerschalle sie nach dem Zelte
zuhauf. Und ehe sie drinnen waren, rief
freudlich der Herzog schon: »Gegrüßt,
ihr schwarzen Hus
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An den Schlaf

Müd` ist mein Auge; doch noch immer
lärmen Vor meinem Ohre wüste
Lebensklänge; Noch immer seh` ich bunte
Bilder schwärmen, Gleich Wolken, die in
farbigem Gepränge Das Abendrot, das
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Ines

Mädchen, deiner Stimme Lachen, Deiner
Wangen Rosenlicht, Sei`s im Schlummer,
sei`s im Wachen, Andres träum` und
denk` ich nicht. Bei der Kastagnetten
Schmettern, Deiner Bl
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Der Husar von Auerstädt

Nach dem Tage war es von
Auerstädt; Verloren die preußische
Ehre; In alle Winde die Fahnen
verweht; Zerbrochen Waffen und Wehre; Da
lag bei Nacht in waldiger Schlucht Zu
kurzer R
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Drei Hexen

Nachts auf dem rauchenden Schutte Lyons,
matt von den Schreckenstaten, Die sie im
Fron des Konvents vollbracht, lag ein
Haufe Soldaten; Müde ruhte das
fressende Schwert, stumm die
Würgerkanone;
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Am Fuß der Alpen

Neu klimmt der Frühling auf die
Höhn, Die Gletscher auf den Firnen
krachen, Und die Lawine läßt der
Föhn Zu ihrer Sommerlust erwachen; Der
Donner ihres Sturzes hallt Durch Tha
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Der Kadett

Nicht mir ein Alter, matt und
siech, Nicht mir der Tod auf dem
Krankenbett! Nein, sterben möcht` ich
im fröhlichen Krieg, Wie bei Aspern der
junge Kadett; Ihm that es von allen im
Hill
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Der Brief

Nichts ist mir von dir geblieben Als der
Brief, den du geschrieben, Meines Lebens
höchstes Gut; Mag das Auge mir
erblinden, Tröstung kann ich einzig
finden, Wenn es auf dem Blatt
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Epistel

Noch immer huldigst du bei deinen
Akten Dem Landrecht oder ähnlichen
Materien, Indes ich an den
Arve-Katarakten Schon weile, nah dem
Zauberland Hesperien. So mahne denn in
wohlgemeßnen
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Am Parnaß

Noch lebst du, schöner Gott des Lichts!
Ob auch Dein letzter Tempel längst
zerfallen Und nie mehr bei der
Lyderflöten Hauch In Delphi fromme
Chöre schallen: Noh flammen Hellas`
Felsh
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Die Hohenstaufenkrone

Noch rauschen deine Eichenforste Von
unsrer Väter Heldentum; Um deiner
Felsenburgen Horste Schwebt einsam noch
der Adler Ruhm; Es glüht von seinen
kühnen Flügen Die Kunde noch
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Bei Troja

Nun aus der Urwelt trüben
Dämmerungen, In die vor Menschenblick
und Tageslicht Dich die Jahrtausende
hinabgeschlungen, Auf steigst du wieder;
nein, du selber nicht - Von jenem Troja,
d
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Die erste Schwalbe

Nun der Himmel wieder lichter Und die
letzte Flocke schwand, Kehrst du, wie
dem Griechendichter, Kehrst du mir vom
Morgenland? Unter Palmen und
Eypressen, Schöne Sängerfreundin,
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Der Augenblick

Nun Nacht um mich! Entschwunden im
Flug Der leuchtende Augenblick, Der
Seligkeit im Schoße mir trug, Nie, nie
mehr kehrt er zurück. Durch dunkelnde
Wolken plötzlich quoll
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Am Meere

Nun nimm mich wieder an deine
Brust, Mein altes, geliebtes Meer! Noch
rollst du in Mut und Jugendluft, Wie da
ich dich ließ, einher. Mir tönt`s aus
der brandenden Wogen Schwall
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Frühling in Griechenland

Nun zieht in die Fluten der Schiffer den
Kiel; Heim kehren die zwitschernden
Schwalben vom Nil Zu ihren geliebten
Cykladen, Und jauchzend, erwacht aus dem
Wintertraum, Durchflattert die
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Einst und jetzt

Nur eine von jenen Nächten, Nur eine
gebt mir zurück! Wie klopfte mein Herz
beim sinkenden Tag Entgegen dem
winkenden Glück! Sobald Orion, der
leuchtende, glomm Am Saum der Cypr
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Drei Dichter

Nächtlich aus ihrer Ruhestatt Steigen
drei deutsche Dichter; Klagend schaun
sie mich an und matt, Blasse
Totengesichter. Deutsche Mutter, wie
warst du so karg Deinen Söhne
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Auf dem Libanon

O führte nie das Segel mich davon! Und
daß ich, wie die jüngst verträumten
Nächte, Der andern viele, heil`ger
Libanon, Sanft unter deinen Cedern noch
verbrächte! Kein Dunst
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In ihrem Arm

O laß mich ruhen in deinem Arm Und tief
in die Augen dir schaun! Das löst mir
vom Herzen den nagenden Harm, Und herab
in die Seele fühl` ich es warm Wie aus
dem Himmel mir taun.
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Die Zeichen

O Mädchen, durch all dein Lachen und
Singen Vernehm` ich ein leises Seufzen
oft; Hoch klopft dir das Herz, als
wollt` es zerspringen, Von dem, was es
fürchtet und träumt und hofft.
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An den Abendstern

O Stern, der du vom fernen Osten her So
einsam kommst, verlassen von den
andern, Was ziehst du ruhelos im steten
Wandern, Ein müder Pilger, über Land
und Meer? Dein Strahl häng
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Allein mit der Natur

O zu stromzerrißnen Thälern Führt
mich, wo das Leben schweigt, Und die
Felswand blau und stählern Unerklimmbar
aufwärts steigt; Wo der Strauch der
wilden Rose, Von der Bäche
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Der ewige Wanderer

Rastloser, der, vom alten Fluche
wankend, Im Wettersturme des Vergangnen
schwankend, Mit irren Tritten durch das
Weltall schweift, Dem immer neu der
Winterfrost der Jahre Und der Jahrhun
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Antonio de Leyva

Rings von Pavias Mauerkranz Gewahrt man
blitzend Speer an Speer; Ein Jahr
umzingelt König Franz Die Wälle schon
mit seinem Heer; Schon wüten Pest und
Hunger drinnen, Und keiner
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Die Tempel von Theben

Rötere Strahlen gießt die Sonne Auf
den leise flutenden Nil; Hochauf mir zu
Häupten flammt Des Amenophis
Koloß, Fernher schon in der bleichen
Wüste Von den Karawanen erblickt,
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Weihe des Schmerzes

Schon meinen Spielgenossen hieß ich
Träumer; Denn wie ein Bruder
engverwandt von je, Fühlt` ich, o
Schmerz, du tiefer, allgeheimer,
Mich dir und deinem dunklen Weh. Wen
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Abschied

Schon zur Heimfahrt ruft das Meer; Doch
wie wird das Herz so schwer Mir beim
Abschiednehmen! Und auch du, mein
Weggenoß, Blickst so traurig, treues
Roß, Edelstes von Jemen.
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Ewige Jugend

Schön war`s, als aus dem Morgenrot Mein
Leben anhub aufzustrahlen Und mir die
Lust in vollen Schalen Die reichsten
ihrer Spenden bot; Doch nicht die
Jugend, schnell verweht Und bl
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An den Genius

Sei du mir treu, bis ich von hinnen
muß, Der durch die Welt du mich bisher
geleitet! Wie für die Wonnen, die du
mir bereitet, Soll ich dir danken, hoher
Genius? Arm wär` ich ohne das,
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Abenddämmerung

Sei willkommen, Zwielichtstunde! Dich
vor allen lieb` ich längst, Die du,
lindernd jede Wunde, Unsre Seele mild
umfängst. Hin durch deine
Dämmerhelle In den Lüften, aben
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Bei Athen

Sie ist`s; gefunden hab` ich sie, die
Stelle, Die Sokrates zum Ruh`n sich gern
erlas; Vom Felsenhange rieselt kühl die
Quelle, An der er oft mit Phädrus
saß. Hier sprach der We
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Die Bildsäule Karls des Großen

Steigst du aus der Gruft, Erhabner? Von
der Erdengeister Haft Hat dein
abgrundtief-begrabner Heldenleib sich
aufgerafft? Wo dich band des klugen
Zwerges Leisgeraunter Zauber
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Beim Siegeseinzug in Berlin

Steig` empor, Herrlichste der
Sonnen, Die über Deutschland
geleuchtet! O den Tag, den du
bringst, Ganz und voll zu genießen, Ist
es genug nicht des Glücks für ein
Leben?
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An den Kuckuck

Stimme, die im Frühlingswinde Fernher
durch das Laubgrün hallt, Tönt dein
Ruf, wie einst dem Kinde, Neu mir aus
dem Buchenwald? Jahre, mehr als du dem
Knaben, Muntrer Vog
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Der Triumphator

Stolz im Triumph glorreicher Siege, Wie
keiner sie erkämpft zuvor, Zieht auf
der leuchtenden Quadrige Aemilius Paulus
durch das Thor; Es wirbelt Duft aus
goldnen Becken; Roms Temp
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Am Kamin

Stürme, Dezember, vor meinem
Gemach, Hänge Zapfen von Eis an das
Dach; Nichts doch weiß ich vom
Froste; Hier am wärmenden, trauten
Kamin Ist mir, als ob des Frühlings
Grün Ri
... weiterlesen


Der längste Tag

Tag der Sommersonnenwende, Schönster in
der Brüder Schar, Seines Segens
reichste Spende Häuft durch dich auf
uns das Jahr. Alle deine goldnen
Stunden Zu genießen voll un
... weiterlesen


Dolores

Tiefer fliegt die Sommerschwalbe; Vor
dem Wetter zucken matt, Längs der
Uferbäume, falbe Blitze hin von Blatt
zu Blatt. Und, aus tausend Kelchen
stäubend, Wallt der Nacht
... weiterlesen


Barcarole

Um der fallenden Ruder Spitzen Zittert
und leuchtet ein schimmernder
Glanz, Flieht bei jedem Schlage mit
Blitzen Hin von Wellen zu Wellen im
Tanz. Mir im Busen von Liebeswonnen
... weiterlesen


An Mendelssohn

Um Ostern war`s; noch strömte das
Gewühl Zum Dom; doch lang an einem
Pfeiler schon Saß ich, zu lauschen
deinem Orgelspiel. Die Fuge hobst du an
- beim ersten Ton Erkannt` ich sie, die
... weiterlesen


An den Morgenstern

Von allen, die am Himmel sind, Wie dich
lieb` ich nicht einen, Mein Auge hängt,
wie da ich Kind, An deinem Glanz, dem
reinen. Noch träumend liegt der junge
Tag Auf den beg
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Die längste Nacht

Von des längsten Tages Helle War mir
noch der Sinn bestrickt; Gern an seines
Lichtes Quelle Hätt` ich ewig mich
erquickt. Doch die Nächte wurden
länger, Und das Dunkel s
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Die Pythia

Von des Mummius loher Fackel war zu
Staub Korinth geworden, Und der Freiheit
altes Bollwerk lag gestürzt durch
Römerhorden; Aber noch bekämpften
Hellas` Stämme sich in ew`gem
Hadern, Trän
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Enthülltes Geheimnis

Von meinem Auge sank es wie ein
Schleier, Da ich zuerst dich fand. Mir
war, Als würd` im Tempel mir bei
heil`ger Feier Ein göttliches Geheimnis
klar. Und in die Seele kam mir ti
... weiterlesen


Mahmud der Gasnevide

Vor Mahmuds Thron kniet Nureddin: `O
Padischah! ich fordre Recht! Ein Krieger
deines Hofes hat ruchloser Unbill sich
erfrecht! Aus meiner Wohnung, meinem
Bett trieb der Verfluchte mich heraus
... weiterlesen


An Sie

Was birgst du dich vor mir? Ich habe In
meinen Träumen schon als Knabe, Als
Jüngling schon dich oft geschaut, Sanft
deiner Nähe Hauch empfunden Und
morgens, wenn du mir entschwunden,
... weiterlesen


Die Schwalbe

Weh nun, da den Bäumen der herbstliche
Wind Abschüttelt das Laub, das
falbe, Weh dir, der die Schwingen
gebrochen sind, Du arme verlassene
Schwalbe! Voll Trauer blickst du von
deinem D
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Auf dem Turm des Seraskiers

Welch Brausen um mich her? Mir ist, als
wehte Ein Schöpfungsodem durch die
Welt, Da unten sich die Kaiserin der
Städte Im ersten Tagesstrahl
erhellt. Herein durchs Klippenthor d
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Auf dem Nil

Welch ein Geheimnis bergen deine
Wellen, O alter Nil, der ferneher, Wo
Tropensonnenstrahlen deine Quellen Am
Gletscherhaupt des Mondgebirgs
erhellen, Du sinnend gleitest in das
Meer?
... weiterlesen


Das Marmorbild

Wenn beim Frühglanz des Hymett Morgens
auf mein Ruhebett Sanft die Strahlen
zittern, Immer lächelst, teures
Bild, Du auf mich herab so mild Aus den
Epheugittern. Dei
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Bei Musik

Wer bist du, dessen Odem auf den
Wogen Der Töne mir
entgegenquillt? Entzückungen, die nicht
von dieser Erde, Wehn leise mich aus
ihnen an; ich werde Hinunter an das
bleiche Meer gezoge
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Abendempfindung

Wie süß im dämmerhellen Walde, Wenn
Harzduft von den Bäumen trieft, Zu
ruhen an der Bergeshalde, In alter
Sänger Lied vertieft! Rings Stille,
daß vom Lärm der Erde Ka
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Das Waldthal

Wie süß in dir, o
Waldeseinsamkeit, Mein Thal, wo durch
die grünen Blätterwogen Der Menschheit
bange Sorgen nie gezogen, Hab` ich
verträumt die Sommerzeit! Der Schleier
war v
... weiterlesen


Die Kaisergruft in Speyer

Wie öde trauert diese heil`ge Welt Im
zweifelhaften Schein der Tageshelle, Die
dämmernd durch die Bogenfenster
fällt Und zitternd schleicht um Altar
und Kapelle. Bisweilen nur,
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An die Hausgeister

Wieder in dem alten Gleise Rollt das Rad
der Tage nun; Von des Lebens irrer
Reise Kehr` ich, um in euerm Kreise Froh
und glücklich auszuruhn. Meines
Vaterhauses Laren, Mich
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Die seligen Inseln

Wild war von der Parteien Hader Das
weite Römerreich entbrannt; Fort trugen
Heere, Schiffsgeschwader Den
Bürgerkrieg von Land zu Land; Vergebens
in Iberien suchte Vor all dem Unh
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Am Guadalquivir

Wo bist du, Wunderbau der
Omajaden, Az-Zahra, zauberisch am
Silberfaden Des rauschenden Guadalquivir
gedehnt? Braut Abdurrahmans, in der
Schattenkühle Des Mandelhaines auf die
Rosenpfü
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Der Seeadler

Wob, König der Lüfte, für deinen
Flug Der Sturm dir die Schwingen, die
weißen, Daß sie geschwind, wie ein
Atemzug, Vom Meer gen Himmel dich
reißen? Hat dir die Sonne das Auge
gefei
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Auf dem Pik von Teneriffa

Wohin, o Herz, Das fort und fort im
Busen mich stachelt, In welches Wagnis
mich hast du verlockt? Auf himmelnahem
Gipfel, Den kaum der Gedanke
erklimmt, Der einzig Atmende ich,
... weiterlesen


Der Pokal

Wär` ich noch der alte Lacher, Der ich
war in jener Zeit, Da das Glück zu
hundertfacher Lust uns jeden Tag
geweiht; Wär` ich, wie in jenen
Bonner Jahren noch des Frohsinn
... weiterlesen


Aller-Seelen-Tag 1871

Zum Friedhof, wo bei gelber Blätter
Fall Matt im Novemberlicht die Kreuze
glänzen, Nun strömt das Volk, bei
Trauerglockenschall Geliebte Gräber zu
bekränzen. War je der Jahre
... weiterlesen


Erwin von Steinbach

»Dank dir, Ew`ger! Meine Sendung Auf
der Erde ward vollbracht; Denn in
herrlicher Vollendung Strahlt das Werk,
das ich erdacht, Um den ungebornen
Jahren Künft`ger Zeit zu offenba
... weiterlesen


Der Teufeltanz

»Geht, Pater Ambros! Wenn man Euch
gebraucht, So pflegt man Euch vor sich
zu laden.« - »Ich muß Euch sprechen,
Euch sprechen, Durchlaucht! Sonst nähme
die Seele mir Schaden. Geschwi
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Der Steuermann

»Gen Süden gesteuert! Auf, zu den
Rah`n, Matrosen, auf, zu den Reffen! Die
Brigg treibt der Teufel uns auf die
Bahn, Wir konnten`s nicht besser
treffen! Geschwind sie gekapert! Und ist
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Das Bahrrecht

»Nun geht, Graf Otto! Zum
drittenmal Erduldetet ihr die
Folterqual Und habt sie, wie keiner,
bestanden. Wohlan denn! Reinigt Euch
ganz vom Verdacht, Als hättet den Ohm
Ihr umgebracht
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Die Hexenjagd

»Nun müssen wir reiten durch Nacht und
Sturm; Schon wieder flohn drei aus dem
Drudenturm, Die morgen mir brennen
sollten. Auf, meine Dogge, mein
Höllenzwang! Herbei, ihr Knechte! Denn
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Colombo

»So ganz verwandelt du, der beim
Orkan Sonst tollkühn in die Meerflut
stach Und mit dem Kiel, daß wir es
zitternd sahn, Die Wogenschäume lachend
brach? Sag an, warum du einsam
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Die Königstochter

»Was brütest und träumst du, junger
Fant? Heut gilt es kein Lied zur
Zither; Links weichen die Unsern; dort
halte stand, Und selbst dich schlag` ich
zum Ritter!« Errötend st
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Der Strohhalm

»Wo blieb er, daß er so plötzlich
verschwand? Wir müssen ihn suchen, den
Höllenbrand; Denn solch ein Hauptmann,
beim Teufel, ist rar!« So schallt`s
durch den Haufen von Mansfelds Schar
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