A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Gedichte - Albert Traeger


Zu Schillers hundertjährigem Geburtstage

(Am 10. November 1859.) Laß weit die
Freudenfeuer glänzen, Die Fahnen
flattern durch die Luft, Sein Standbild
auch magst Du bekränzen Und beten in
der Fürsten-Gruft:
... weiterlesen

Anzeigen



Ludwig von Hoverbeck

(Gestorben am 12. August 1875) Treu
bis zum Tode der Wahrheit, dem
Rechte, Ingrimmig hassend das Feige,
das Schlechte, Weise im Nathe, gewaltig
beim Streiche,     &
... weiterlesen


Waldeck

(Gestorben am 12. Mai 1870) Das ist
des Volkes unvergänglich Lieben, Daß
nicht an seiner Helden Tod es
glaubt, Die Bilder Derer, die ihm treu
geblieben, Mit seiner Hoffnung
... weiterlesen


Meinem Erich!

(Gestorben am 17. September 1872) Du
kamst nach schmerzensbanger Nacht, Der
Tag ob Deiner Wiege graute, Wie hat das
Vaterherz gelacht, Als den ersehnten
Sohn er schaute; -
... weiterlesen


Ernst Keil

(Gestorben am 23. Mälz
1878.) winterlicher
Frühlingstag, Verschneit sind alle
Blüthen, Das erste Veilchen birgt am
Hag Sich vor der Stürme Wüthen, Nur
hier hat l
... weiterlesen


Hedwig

(Mit meinem Bilde.) Ein Mann, vom
Leben vielfach umgetrieben, Das selten
ihm gelacht in heit`rer Helle, Weich
von Gemüth, ein ehrlicher Geselle, Nur
unbeständig, hieß es s
... weiterlesen


Die Rose nur

(Ständchen) Der Tag schloß im
Ermatten Sein Sonnenauge zu, Ich stehe
tief im Schatten, Auf hohem Söller
Du; Getrennt sind uns`re Loose, Dir
lacht des Lebens
... weiterlesen


Das weiße Blatt

(Zum 3. März 1871) Die Waffen ruh`n
— gemäht liegt auf den Stoppeln Von
Haß und Blut die ungeheure Saat, Noch
einmal wird sich jeder Schmerz
verdoppeln, Wenn des Verlust
... weiterlesen


Deutschlands Turnern

(Zum dritten deutschen Turnfest in
Leipzig.) Ziemt wohl den Söhnen
frohe Feier Und Jubel, der die Luft
erfüllt, Da noch der düst`re
Witwenschleier Der Mutter theures Haupt
... weiterlesen


Nach fünfundzwanzig Jahren!

(Zum Jubelfest der `Gartenlaube`
1877) Vergangen sind nun
fünfundzwanzig Jahre, Seit dieses
Blatt hinaus in`s Weite trieb, Und
längst Zog heimwärts auf der stillen
Bahre S
... weiterlesen


Prolog (III)

(Zum Jubiläum der Völkerschlacht auf
dem Stadttheater zu Leipzig vor Kleists
Hermannsschlach, gesprochen am 18. und
19. October 1863.) Die reichsten
Kränze jedes Heldenth
... weiterlesen


Epilog zur Humboldt-Feier

- 14. September 1869 - (Gesprochen
bei der Humboldt-Feier,
veranstaltet durch den Berliner
Arbeiter-Verein und den Verband der
Berliner Ortsvereine, in Berlin, und bei
der B
... weiterlesen


In Detmold

20. Juli 1859. (Ein
Gedenkblatt) Fort mit dem Pflaster
Rosen nur und Malven, Der Wald stieg
nieder auf der Straße Grund, Ob auch
die Glocken schweigen und die Salven,
... weiterlesen


Den Schwalben gleich

Allabendlich im Dämmerscheine Auf
jenes Dachfirsts hoher Wehr Schaart
sich zu fröhlichem Vereine Genüber
mir der Schwalben Heer; Die sommerlich
nach allen Winden Zerstreut
... weiterlesen


Jauffre Rudel - II.

An des Altanes hochgewölbten
Bogen Steht Tripolis` erhab`ne
Herrscherin, Gefangen hält den
ruhelosen Sinn Das leise Lied der
mondbeglänzten Wogen; Um ihres Herzens
schönstes Glü
... weiterlesen


Den Armen

Auch ward das Heil zuerst
verkündigt, Das nur den Reinen dar
sich bot, Es hat die Arbeit Euch
entsündigt, Geläutert hat Euch Eure
Noth; Flieht Euch das menschliche
Erbarmen,
... weiterlesen


Zum 12. Februar

Aus brudermörderischem Kampfe, Aus
Schlachtenlärm und Pulverdampfe Hob
diese Urne sich empor, Noch loh`n um
sie des Blachfelds Blitze Und zucken
durch die wilde Hitze Des Tr
... weiterlesen


Prolog zur Schiller- und Robert Blum-Feier (II)

Bald glänzt der Tag im Freudenschein,
der     endlich unsern Wunsch
erfüllt, Und nicht des Dichters Bild
allein, ganz Deutsch-    
lands Bild sei dann enthüllt,
... weiterlesen


Ein Gruß

Bei Dir sah ich die Rosen blühen, Ich
folgte Dir durch Wald und Au`, Wir
schauten still den Tag verglühen, Es
kühlte uns des Abends Thau; Wie weich
die Luft, wie zaub`risch helle,
... weiterlesen


Prolog (II)

bei Gelegenheit des Wiener
Ringtheater-Brandes 1882. Vereint
mit uns durch ew`ge Bande, Im treuen
Herzen deutsches Blut, Stehst Du am
fernen Donaustrande, Des
... weiterlesen


Verlaßt, die Euch vertrauen, nicht

Bis stolz am Rhein die deutschen
Fahnen Im ersten Siegessturm
gerauscht, Wie habt daheim mit bangem
Ahnen, Mit froher Hoffnung ihr
gelauscht: Nun seht Ihr`s herrlich sich
gestalten,
... weiterlesen


Mutterloos

Da reichst Du mir die letzten
Blüthen, Die unser Gärtchen noch
gebracht, Du kannst sie länger nicht
behüten, Mit jähem Frost droht jede
Nacht; Du dachtest meiner schon beim
Pfl
... weiterlesen


Glühende Asche

Dein Lächeln war mein einzig‘
Glück Mein einzig Leiden Dein
Erblassen, Ein Blick von Dir hielt mich
zurück, Ließ ohne Schmerz mich Alles
lassen; Vorbei, vorbei sind jene Zeiten
... weiterlesen


Ferdinand Freiligrath

Den Märzsturm hatte sein Lied
entfacht, Er ahnte des Frühlings
Kommen, Nun hat der Märzsturm über
Nacht Ihn jäh hinweggenommen; Düster
läßt sich der Tag erschau`n. Der
... weiterlesen


Der Abend dämmert

Der Abend dämmert und der Tag
entflieht, Sei mir willkommen, süß
verschwieg`ne Stunde! Du weißt es ja,
wohin mein Sehnen zieht, Vertraute
Freundin warst Du unserm Bunde.
... weiterlesen


Doch niemals

Der Frühling kehrt alljährlich
wieder Mit gleichem Schmuck für Thal
und Höh`n, Und jährlich jubeln uns`re
Lieder: Noch niemals war der Lenz so
schön! Ich schaue Dich an
... weiterlesen


Der Lenz ist da

Der Lenz ist da, der Vogel kehret
wieder, Weil grün das junge Blatt des
Waldes rauscht, Er grüßt sein Nest,
es sind die alten Lieder, Wir haben
selig ihnen sonst gelauscht.
... weiterlesen


Paulinzelle

Der Nonne Gebete verhallten, Die Kirche
zerfiel in Staub, Wo Hymnus und Messe
schallten, Flüstert heimlich das
Laub. Längst schlummert der fromme
Orden, In Trümmern
... weiterlesen


Drei Gläser

Der Pfropfen springt — in Wehmuth sei
geweiht Das erste Glas und seine
duft`ge Blume Der schnell verrauschten,
sel`gen Jugendzeit, Dem still
geträumten, nicht erkämpften Ruhme!
... weiterlesen


Nach dem Sturme

Der Sonne letzte Strahlen säumen Mit
duft`gem Roth der Wolken Rand: Dürft`
ich mein Leben still verträumen Den
feuchten Blick Dir zugewandt! Des
Abends heil`ge Feierstille
... weiterlesen


In der Jugend

Des Augenblickes saft`ge Frucht zu
brechen, Entschlossen mußt Du sein und
darfst nicht zagen; Wirst Du den Duft
der Rose Dir versagen, Aus Furcht, an
ihren Dornen Dich zu stechen?
... weiterlesen


Der Kaisersoldat

Die Alpe ragt schweigend hinauf in die
Nacht, In der Hütte unten das Leben
noch wacht, Es knistert und sprüht der
Feuerbrand, Die Dirnen spinnen mit
emsiger Hand, Nur Eine säumt d
... weiterlesen


Trennung

Die Hand hast Du zum Abschied mir
gereicht, Doch meinem Blick Dein Auge
abgewandt; Du zürntest Dir, daß sich
Dein Herz erweicht, Dies stolze Herz,
das mich von Dir verbannt.
... weiterlesen


Der Elfenring

Die Sage geht, daß tief im
Walde, Wohin kein Fuß des Jägers
dringt, Auf mondbeglänzter
Wiesenhalde Der Elfenreih`n sich
nächtig schlingt. Rings klingt und
singt es in de
... weiterlesen


Die Stunde naht

Die Stunde naht, da ich von Dir mich
wende, Mein Herz erzittert in der
Trennung Weh`, Sein schönster Traum
geht schon so früh zu Ende, Wie soll
ich leben, wenn ich Dich nicht seh`!
... weiterlesen


Maiblumen

Die weite Stadt auf nacktem
Fuße Durchwandert sie von Haus zu
Haus Und bietet scheu mit blödem
Gruße Des Lenzes liebste Kinder
aus: `Maiblumen kauft! kauft aus
Erbarmen! Au
... weiterlesen


In ein Album

Dies erste Lied grüßt Dich aus meinem
Munde, Doch ist`s nicht freudig meiner
Brust entsprungen, Hervor aus meinem
Schmerz ist es gedrungen, Wie Tropfen
Blutes quellen aus der Wunde.
... weiterlesen


Ein welkes Blatt

Du bist der heitre Sonnenstrahl, Ich
aber bin das welke Blatt, Du tändelst
über Berg und Thal, Ich liege auf der
Erde matt. Dem frischen grünen
Zweige hat Der Sonne
... weiterlesen


Ein Tag mit Dir

Du gleichst so ganz dem sonnenhellen
Tag, Den ich mit Dir wie einen Traum
durchlebte, Der duftig über Thal und
Höhen lag, Daß jedes Blatt in
Sommerlust erbebte. Gedenk` ic
... weiterlesen


Du hattest sanft mich eingewiegt

Du hattest sanft mich eingewiegt Mit
Deiner Stimme süßem Klang, Der Zauber
wich, der Traum verfliegt, Und das
Erwachen ist so bang. Nichts blieb
mir, da ich Dich verlor,
... weiterlesen


Volk, werde hart!

Dumpf klang`s wie lang` verhaltner
Jammer, Schrill wie ein Schrei der
höchsten Noth, Und hielt den Wand`rer
in der Kammer Wach bis zum frühen
Morgenroth, Er hörte nicht den Lärm
... weiterlesen


O Wandern! Wandern! Wie ist’s so schön

Durch Felder und Wälder zu
schweifen, Im Frührotstrahl auf
lust’gen Höh’n Den Saum der Wolken
zu streifen! O Wandern! Wandern! Wie
drückt so schwer Mein Herz das bitt
... weiterlesen


Durch manchen Wald noch werd ich schweifen

Durch manchen Wald noch werd` ich
schweifen, Am Hut des Blattes grüne
Zier, Noch manchen Vogel hör` ich
pfeifen, Noch manche Blume pflück` ich
mir. So lang` der Himmel kla
... weiterlesen


Durft ich auf Dich den Blick zu richten wagen?

Durft` ich auf Dich den Blick zu richten
wagen, Auf Dich, den Sproß so vieler
edlen Ahnen, War`s nicht zu kühn, daß
Dir mein Herz geschlagen? Ein jeder
kämpfe unter seinen Fahnen!
... weiterlesen


Ein blinder Bettler

Ein blinder Bettler zieh` ich durch die
Welt, Die Stunde rufend, die mein
Leiden endet, Von keinem Schimmer ist
mein Nug` erhellt: Du hast mit Deiner
Schönheit es geblendet.
... weiterlesen


Zum 10. November

Ein Denkmal, dauernder als Erz und
Stein, Hat Schiller sich mit jedem Wort
errichtet Und seines Namens ew`gen
Ruhmesschein In seines Volkes tiefstes
Herz gedichtet; Wenn endlich heut
... weiterlesen


Stumme Liebe

Ein Freudenstrahl im Blick des jungen
Kranken, Aus Fieberträumen ist er
aufgewacht, Da mahnen ihn die ersten
Blüthenranken An des verjüngten
Lebens volle Pracht; Die Botin all` de
... weiterlesen


Ein Frühlingsbild

Ein Frühlingstag — welch` wogend
Drängen, Kein leerer Fleck, kein
stiller Ort, Welch` froh Gewühl auf
allen Gängen, Gleich einer Wallfahrt
wälzt sich`s fort; Der Winter aus, d
... weiterlesen


Ohne Crucifix

Ein off`nes Grab — wen wird hinein man
legen? Der Todtengräber pfeift ein
Lied sich wirsch Und harrt dem Gast
voll Ungeduld entgegen, Sein Kommen
kündet schon des Sand`s Geknirsch;
... weiterlesen


Das Eine

Ein Schiffer auf dem Meer des
Lebens, Suchst Du den Anker oft
vergebens, Daran sich Deine Seele
hält! Die Liebe wird der Zeit zum
Raube, In bangen Zweifeln stirbt der
Glaube,
... weiterlesen


Winter

Ein warmer Wind spielt mit den letzten
Flocken, Bald wird die Sonne hoch am
Himmel glühen, Ein duft`ger Garten
wird die Erde blühen, D`rin Lerchen
jubeln, Nachtigallen locken.
... weiterlesen


Er schläft

Er schläft — vom Mutterarm
umfangen, Weit ab noch liegen Schmerz
und Noth, Hell blüht auf seinen vollen
Wangen Des Lebens früh`stes
Morgenroth, In seinen Traum erklingt es
leise
... weiterlesen


Das Königskind

Es schleicht durch meine Brust sich
sacht Und will sich feucht in`s Auge
stehlen, Ich fliehe: was Dein Blick
entfacht, Nicht könnt` ich`s länger
Dir verhehlen. Ein schmerze
... weiterlesen


Es stirbt sich langsam an gebrochnem Herzen

Es stirbt sich langsam an gebroch`nem
Herzen, Der Stamm halt aus, ob Blatt
auf Blatt verdorrt, Und zähe spinnt an
seinen eig`nen Schmerzen Sich ein
verlor`nes Leben fort. Di
... weiterlesen


Des Mannes Hand

Fest und unbeugsam sei des Mannes
Hand, Ob sie das Schwert, ob sie die
Feder führe, Ob sie der Liebe heil`gen
Opferbrand, Ob sie der Rache wilde
Flammen schüre! Sie biete f
... weiterlesen


Blumen im März

Früherwachte Frühlingskinder, Noch
vom Wintersturm erschreckt, Möchten,
bis die Lüfte linder, Lauschig halten
sich versteckt. Laß sie ruh`n an
Deinem Herzen Und i
... weiterlesen


Weihnacht

Ganz leise in der Heiligen Nacht Tut
auf sich der Wolken Tor, Draus schweben
in glanzumfloss’ner Pracht Die Engel
Gottes hervor; Sie streifen die
schlummernde Erde Mit ihres
... weiterlesen


Eine Sommernacht

Gedenkst Du noch der sternenhellen, Der
weichen, stillen Sommernacht? Leis
rauschten nur des Stromes Wellen, Als
sangen sie im Schlummer sacht; Rings
süße Ruhe, sel`ges Schweigen,
... weiterlesen


Habt Acht!

Gesattelt steht das Roß der Zeit Und
scharrt mit ungeduld`gem Hufe, Die
Mähne schwillt, die Nüster speit, Es
reckt das Ohr nach einem Rufe, Lang`
stand es still, doch nun begehrt
... weiterlesen


Den deutschen Lehrern

Gruß an die deutsche
Lehrer-versammlung. (Pfingsten
1865) Der deutsche Geist ein heil`ger
Geist, Er läßt sein reines Feuer
lohen, Und mit des Blitzes Kraft
zerreißt
... weiterlesen


Nirgend

Herzallerliebster Schatz, ich
muß Durchaus nun einmal weiter, Gieb
mir den letzten langen Kuß, Und Gott
sei mein Begleiter! Wie lacht die
Welt so frisch und grün, E
... weiterlesen


Heute noch

Heut` ruh` ich noch an Deiner Brust Und
trinke noch aus Deinem Glase, Doch
morgen ist vorbei die Lust, Und ich bin
wieder auf der Straße. Dein Kuß ist
frisch, und frisch De
... weiterlesen


Für eine Frau

I. Es rollt der Strom laut donnernd
seine Wogen, Die schäumend sich im
wilden Kampf verschlingen, Zum Himmel
spritzen und zum Grunde dringen, Vom
jähen Strudel wirbelnd for
... weiterlesen


Erinnerung

Ich bin allein, ich klimme wieder Den
oft erstieg`nen Berg empor Und schaue
still zum Thale nieder, In das Dein
Blick sich gern verlor. Es nicken
traulich mir die Bäume,
... weiterlesen


Mutterherz

Ich höre trauern Euch und klagen, Daß
kalt die Welt und liebeleer, Und
mitleidsvoll muß ich Euch fragen: Habt
Ihr denn keine Mutter mehr? Habt Ihr
die Mutter schon vergessen,
... weiterlesen


Melancholisches Sonett

Ich sehe Deine Augen heimlich
fragen: Hat wirklich er manch wildes
Lied gesungen, Und sind es nicht
verleumderische Zungen, Die seinen
kecken Uebermuth verklagen? Du hast
mich nicht
... weiterlesen


Ihr Sternlein

Ihr Sternlein, hoch am Himmelszelt, Ihr
schaut ja auf die ganze Welt, Sah
keines mein verrath`nes Lieb, Weiß
keines, wo die Aermste blieb? Ihr
Sternlein, die ihr tröstend s
... weiterlesen


Des Armen Kind

Ihr wehrt es ja dem Vogel nicht, Den
gastlich Euer Wald behütet, Daß er
die grünen Zweige bricht Zum warmen
Nest, darin er brütet; Die Ihr den
Vogel nisten laßt, Habt mit
... weiterlesen


Magdalene

Im Auge, das thränend zum Himmel
steht, Die Flamme sterbend noch Funken
sprüht, Es zittert und zuckt im leisen
Gebet Die Lippe, die noch vom Kusse
glüht. Bereuend suchst D
... weiterlesen


Ein Eichenkranz

In das Freiligrath-Album Ein
Eichenkranz — wohl seid Ihr gern
bereit, Auf edle Häupter huld`gend ihn
zu drücken, Und trug sich`s zu, daß
Ihr versäumt die Zeit, Den Sarg
... weiterlesen


In Mainz

In Mainz, des Reiches Erzkanzlei, Hat
zwischen Höflingen und Pfaffen, Herr
Guttenberg einst frank und frei Die
Welt des Geistes uns erschaffen, Die
Beste, die Ihr nun als Lohn
... weiterlesen


Jauffre Rudel - I.

Jauffre Rudel, der bleiche
Troubadour, In unerhörter Leidenschaft
entbrannte Für eine Niegeseh`ne,
Unbekannte, In seinen Liedern klang die
Sehnsucht nur; Sein ganzes Leben hing
an
... weiterlesen


Willkommen!

Juni. Einzuge der deutschen Truppen in
Berlin. - 16. Juni 1871 - Löst
die Geschütze, läutet alle
Glocken, Nichts übertönt den einen
vollen Laut, Des ganzen Volke
... weiterlesen


Im Lenz verblüht

Kahl sind noch Feld und Garten, Im
Sturm erbebt die Nacht, Die bangen
Knospen warten, Ob nicht der Lenz
erwacht; Vom Winter eingeschlossen, Du
zartes Kind allein Bist p
... weiterlesen


Gottesdienst

Kam jüngst vorbei `nem Häuschen
klein, Das lockte mich so eigen, Zum
Fenster schaut` ich d`rum
hinein, Versteckt von grünen
Zweigen. Ein junges Weib darinnen
war, F
... weiterlesen


Sonnenblicke

Kleine Blume im engen Thal, Dich auch
fand der Sonne Strahl, Armes Herz in
der kranken Brust, Dir auch ward der
Liebe Lust. Und die Blume das
Köpfchen hing, Als die S
... weiterlesen


Im Kyffhäuser

Kyffhäuser aus hundertjähr`gem
Schlaf Der Rothbart tief im
Felsenschlosse, Sein Ohr wie
Donnerrollen traf Das Wüthen
sprühender Geschosse — `Gewittert es
in meinen Landen,
... weiterlesen


Reue

Könnt` ich es doch noch einmal
hören, Was ich so thöricht einst
verlacht! Vergangenes wieder zu
beschwören, O, wäre mir die
Zaubermacht! Es klänge dann aus Deinem
Munde
... weiterlesen


Laß Deine Banner fliegen

Laß Deine Banner fliegen, Ganz
Deutschland, hoch am Rhein, Und:
Sterben oder Siegen! Soll wieder Losung
sein, Bei ihrem Donnerschalle Geh`
freudig in die Schlacht, Sie
... weiterlesen


Die klugen Augen

Laß mich, das Haupt an Deine Brust
gelehnt, Verstohlen lauschen auf des
Herzens Schlagen, Ob es das Wort, das
ich so heiß ersehnt, So lang gehofft,
mir endlich wolle sagen.
... weiterlesen


Zu lange schon

Leb` wohl! leb` wohl! — Du leichtes
Wort, Was bist Du so schwer
gesprochen! Warum doch ließ es mich
früher nicht fort, Bis mir das Herz
gebrochen! Leb` wohl! leb` wohl! D
... weiterlesen


Novemberstürme

Luther, geb. 10. November
1483; Schiller, geb. 10. November
1759, Scharnhorst, geb. 10. November
1769. - 1866 - Und ob am Himmel
schwarz und schwer Auch Wolke
... weiterlesen


Eine Rose

Lächelnd aus dem Glase hast Eine Rose
Du genommen, Botest so dem blöden
Gast Durch die Blume Dein
Willkommen. Weißer Kelch, wie eine
Hand, Zart und schlank, auf der
... weiterlesen


Mein Herz ist eine müde Schwalbe

Mein Herz ist eine müde Schwalbe, Die
frierend in das Nest sich schmiegt, Da
schon das Laub, das welke, falbe, Auf
der bereiften Erde liegt. Umsonst
hebt sie die matten Schw
... weiterlesen


Der Mutter Grab

Mein Kind, nicht unter kaltem
Stein, Nicht unter grünem
Nasen Schlief Deiner Mutter Liebe
ein, Die ewig ohne Maßen. Mag unten
auch nach manchem Schmerz Ihr Leib nun
... weiterlesen


Das macht das Scheiden

Mir ist so traurig, und Du weinst, Das
macht das Scheiden eben, Glaub`,
könnt` ich Dich vergessen
einst, Möcht` ich nicht länger
leben! Ich will, als meine schönste
Zier,
... weiterlesen


Ein Album-Blatt

Mit leichtem Sinn und flücht`gem
Schritte, Der lang` nicht weilt an
einem Ort, Trat ich in Deines Kreises
Mitte, Und zögernd ging ich traurig
fort; Ich nahm mit mir die ernste Lehr
... weiterlesen


Märzenblume

Märzenblume, Märzenblume, Wie ein
Banner auf dem Tische Stehst Du zu des
Frühlings Ruhme Aufgepflanzt in voller
Frische; In das Weite mich zu
drängen, Läuten leise Deine
... weiterlesen


Der Spitzenhändler

Nicht lang` besonnen und
beschaut, Wählt nur den feinsten
Spitzenschleier, Noch niemals hat dem
sel`gen Freier Gelächelt eine
schön`re Braut; Doch zählt den Preis
auch willig hin
... weiterlesen


Ein Frühlingstraum

Noch liegt der Winter in der
Stadt, Belagert die Häuser und
Straßen, Doch draußen vor dem Thore
hat Der Frühling Reveille
geblasen. Plänkler schickt er in`s
Land hinaus.
... weiterlesen


Wie durch stille Mondesnacht

Noch ruhst Du ganz in meinem Arm, Der
fest und innig Dich umfängt, Noch
fühl` ich, wie so voll und warm Dein
Leben mir entgegen drängt, Und schon
regt sich im Herzen sacht
... weiterlesen


Treue

O Wort voll süßer Wonnen, Du Wort:
ich liebe Dich! Wie kehrt, bist Du
zerronnen, Das Glück in Grämen
sich. Mit Frieden nur erfüllet Ein
Wort, d`rin ewig neu Die Li
... weiterlesen


Dein liebes Angesicht

O, daß Dein liebes Angesicht Für
immer meinem dunkeln Leben Des heitern
Tages mildes Licht Und stillen Frieden
könnte geben! O, daß Dein liebes
Angesicht, Zu dem i
... weiterlesen


Mein Stern

O, laß Dein Auge freundlich auf mir
weilen, Es blickt mir Ruhe tief in`s
Herz hinein; Wie sich die Wolken vor
der Sonne theilen, Flieht all` mein
Schmerz vor seinem milden Schein.
... weiterlesen


Zu früh!

O, sieh` die alten Bäume dort Sich in
der Hoffnung Farbe kleiden Und nimm
zurück das schlimme Wort! Noch ist es
keine Zeit zum Scheiden - An Deinem
Busen laß verblüh`n Die
... weiterlesen


Wandern

O, Wandern! Wandern! Wie ist`s so
schön, Durch Felder und Wälder zu
schweifen, Im Frührothstrahl auf
luftigen Höh`n Den Saum der Wolke zu
streifen! O, Wandern! Wandern! W
... weiterlesen


Leb wohl!

O, wer zuerst das Wort: Leb` wohl!
gesprochen, In tausend Stücke war sein
Herz zerbrochen, Blind war sein Auge
wohl von vielem Weinen, Und keine Sonne
mochte mehr ihm scheinen.
... weiterlesen


Im Sinken

O, wüßtest Du, wie krank ich bin, Wie
all mein Denken, all mein Fühlen, Mir
bang beklemmend Herz und Sinn, Sich
nagend in sich selbst
zerwühlen, Geflogen kämst Du, meine
Taube,
... weiterlesen


Willst Du?

Ob alle Sterne treulos ihm gelogen, Und
tiefer stets die Nacht hernieder
sinkt, Der Schiffer fühlt sich
mächtig hingezogen Vom letzten Stern,
der noch am Himmel blinkt; Noch einmal
... weiterlesen


Ob nachts auch thränenfeucht dein Pfühl...

Ob nachts auch thränenfeucht dein
Pfühl, Und heiß die ruhelosen
Lider, Einst wirst du schlummern sanft
und kühl, Und keine Sorge weckt dich
wieder. Vergehe nicht in Angst
... weiterlesen


Einst wirst Du schlummern

Ob Nachts auch thränenfeucht Dein
Pfühl Und heiß die ruhelosen
Lider, Einst wirst Du schlummern sanft
und kühl, Und keine Sorge weckt Dich
wieder. Vergehe nicht in Angst
... weiterlesen


Ein Volk, ein Herz, ein Vaterland

Ob wir, in Roth und Schmach
versunken, In blut`gem Hader uns
entzweit, Uns blieb ein lichter
Gottesfunken Der Traum der deutschen
Herrlichkeit; Und häuften sich die
Leidenstage,
... weiterlesen


Winter-Ruhe

Rauh ist es draußen, traulich hier und
warm, Wo frisches Glück und junge
Liebe walten, Leg` ich um Deinen zarten
Leib den Arm, Wähn` ich den Frühling
an der Brust zu halten.
... weiterlesen


Miramare

Rings des Todes heil`ge Stille —
nächtig steht der Sarg
umdunkelt, D`rauf im Schein der ew`gen
Ampel matt ein gold`nes Krönlein
funkelt. Ward bestellt ein Bild von
Steine, hier die letzte Wach
... weiterlesen


Schau tief ich in Dein Auge nieder

Schau tief ich in Dein Auge
nieder, Kommt über mich ein
Kindestraum: Die bunten Lichter
glänzen wieder An unserm grünen
Weihnachtsbaum. Die Hände wollen mir
sich falten,
... weiterlesen


Wiegenlied

Schließe, mein Kind, Schließe die
Aeuglein zu: Leise und lind Sing` ich
Dich ein zur Ruh`. Mütterlein
wacht, Schlafe, mein Kind, schlaf`
ein Manch` bange Nac
... weiterlesen


Erwachen

Schneeglöckchen läuten leis im
Thal, Glöckner ist der
Sonnenstrahl, Die Knospen hören`s, die
schwellen und treiben, Veilchen die
blauen Aeuglein reiben, Maiblümchen
erwacht, und
... weiterlesen


Gute Nacht

Schon hat des Abends Feierstunde Die
Tageshelle mild gedämpft, Und überall
in weiter Runde Des Lebens Kampf sich
ausgekämpft, Ein jedes ungestüme
Mahnen Zu sanfter Ruhe wi
... weiterlesen


Schon wieder hab ich mein Bündel geschnürt

Schon wieder hab` ich mein Bündel
geschnürt, Du giebst mir, mein Schatz,
das Geleite, Die Straße, die kaum zu
Dir mich geführt, Führt heute mich
wieder in`s Weite. Ob ma
... weiterlesen


Deutsche Pfingsten

Schwer war die lange
Leidenszeit, Gewaltig auch das
Auferstehen, Noch hat in solcher
Herrlichkeit Die Welt kein Osterfest
gesehen; Der todesfrohen Helden
Blut, Des ganzen Volk
... weiterlesen


Dein Lächeln

Schön ist der junge Tag, der
golden Empor auf rothen Flügeln
eilt, Der Sonnenstrahl, der auf der
holden, Verschämten Rose kosend
weilt. Schön ist des Sternes lichter
Funk
... weiterlesen


In zarte Frauenhand

Seine heimatlosen Lieder Legt der
flücht`ge Dichter nieder Gern in zarte
Frauenhand; Bleibt auch er dem Kampf
verkettet, Ruht doch sanft und weich
gebettet, Was sein tiefstes
... weiterlesen


Zigeunerkind

Seit Du, braunes Zigeunerkind, Mir am
Herzen gelegen, Alle Gedanken zerstreut
mir sind, Schweifen auf luftigen
Wegen; Ach, Du hieltest nur kurze
Rast Bis zu der Sterne Verblas
... weiterlesen


Hinüber

Sie, selbst noch in der Kindheit
Mitte, Lenkt doch voll treuer Sorge
schon Des kleinen Bruders erste
Schritte, Sein Lächeln ist ihr süßer
Lohn; Jetzt aber bebt er bang ers
... weiterlesen


Vergeßt die Freiheit nicht!

Sieg! donnert es. Er hat sich Euch
ergeben, Dem Tiger sind die Tatzen
abgehauen, Vergönnt sei mit der
Schande ihm das Leben, Doch auf sein
Haupt des Völkermordes Grauen! Der
Himmel
... weiterlesen


Für Holstein und Kurhessen

So lang` noch eine deutsche Stimme Sich
laut und frei erheben darf, So lange
noch an deutschem Grimme Sich schleifen
deutsche Schwerter scharf, So lange
deutsche Noth und Schmach
... weiterlesen


Des Armen Brod

Speichert gleich in jeder
Scheuer Giebelhoch der
Ueberfluß, Bleibt des Armen Brod doch
theuer, Daran denket im Genuß! Denn
er zahlt`s mit seinem
Schweiße, Zahlt`s mit seine
... weiterlesen


Morgenständchen

Steh` auf und öffne das Fenster
schnell, Es lacht der Morgen so frisch,
so hell, Und unten im kleinen
Garten Sind Leute, die Deiner
warten. Die Veilchen kamen über
Nacht,
... weiterlesen


Der Frühling kommt

Thut auch das bange Herz Dir weh, Weil
weiß die Erde zugedeckt: Es träumt
die Blüthe unter`m Schnee, Bis sie der
Hauch des Lenzes weckt. O warte nur,
o warte nur, D
... weiterlesen


Nächtige Fahrt

Tiefschwarze Nacht — ein grausig
Nebelmeer Verschlang den Himmel und
begrub die Erde, Aufdampfend rollt und
wälzt es sich einher, Wild durch die
Wogen jagen meine Pferde, In`s Wei
... weiterlesen


Du schönes Weib

Um die voll Sehnsucht meine Seele
bangt, Das letzte Glück im stillen
Dämmerlicht — Du schönes Weib, Du
bist die Ruhe nicht. Es wallt um Dich
der Locken dunkle Pracht, Do
... weiterlesen


Neujahrsgruß

Und donnert es aus allen
Feuerschlünden, Und mag ihr Blitz die
ganze Welt entzünden, Das alte Recht,
im wilden Lärm der Waffen Wird es
zerstört nicht und nicht neu
geschaffen, De
... weiterlesen


Und Friede auf Erden

Und Friede war`s auf Erden wieder, Und
strahlend fank die heil`ge Nacht, Die
einst den Engelsgruß gebracht, Auf die
beglückte Welt hernieder. — Weit
durch die stolzgewölbten Bog
... weiterlesen


Unglückliche Liebe

Und weil es Deine Mutter war, Die Dir
gesagt: Du mußt ihn lassen, Du
rauftest nicht Dein glattes
Haar, Riefst nach dem Tode nicht, dem
blassen, Dein schweres Loos trugst Du
geduldig
... weiterlesen


Prolog zur Schiller- und Robert Blum-Feier

Und wieder ging in`s Land ein Jahr, und
wiederum kam Schiller`s Tag, Und harren
wir noch immerdar, daß uns sein Bild
begrüßen mag, Doch leer starrt in die
leere Luft ein hölzern` Gitter, wie z
... weiterlesen


Gebet, Gedicht

Und würdest nie die Hand Du
falten, Daß betend sie zum Himmel
fleht, Stets wird er segnend ob Dir
walten: Du bist ja selber ein
Gebet. Und wirst auch keinen Laut Du
singen,
... weiterlesen


Nach dem Balle

Verrauschte Lust, verwelkte Pracht, Ein
Frösteln schauert durch den
Saal, Ernüchternd in den Rausch der
Nacht Des Morgens trüber Schein sich
stahl, Hell wirbelt`s auf zum letzten
... weiterlesen


Siehst Du am Weg ein Blümlein blühn

Viel tausend Blümlein auf der
Au` Verwelken und verschmachten, Es
labet sie kein Tröpflein Thau, Will
Niemand ihrer achten. Viel Herzen auf
der Welt vergeh`n In hei
... weiterlesen


Verlorner Trost

Von Stund` an hab` ich nimmermehr
gelacht, Seit ich um Dich die erste
Thräne weinte, Die Freude starb in
jener düstern Nacht, Die mich dem
Schmerz für dieses Leben einte.
... weiterlesen


In ein Krankenzimmer

Von wacher Träume Bildern wirr
umfangen, In banger Stille ruh`los
mußt Du liegen, Die Schläfe hämmern,
Deine Pulse fliegen, Und wilde Rosen
glühen auf den Wangen. Krank
... weiterlesen


Im Herbst

Vorbei der Rosen Prangen, Die Blätter
flattern im Wind, Die Rosen auf Deinen
Wangen Verwelkten, Du bleiches
Kind, Gebrochen die Lilien stehen, Du
bist geknickt wie sie;
... weiterlesen


Trost

Was auf der Welt am liebsten Dir, O
glaube nur, Du mußt es lassen, Kein
Bleiben hat die Liebe hier, D`rum
lerne, armes Herz, Dich fassen. Und
bist Du heute glücklich noch,
... weiterlesen


Den Arbeitern

Was ist der erste Adelsbrief, Um den
die ersten grünen Halme, Gefördert
aus der Erde tief, Verschlingen sich
zur Siegespalme, Er borgt den Glanz von
keiner Krone, Nicht Mens
... weiterlesen


Laß ab von mir!

Was kettet Dich an mich, den finstern
Mann, Der seines Lebens Rechnung
abgeschlossen? Dein Herz, das kaum zu
schlagen noch begann. Erfreue sich mit
fröhlichen Genossen! Aus
... weiterlesen


Des Glasers Töchterlein

Weil ich dem Glase gar so hold, Das
wacker ich zum Mund geführet, Auch
ander Gold als Rebengold Mir niemals
hat das Herz gerühret, So bin beim
Handwerk ich geblieben Und sch
... weiterlesen


O, weile noch

Weile noch, Nacht wird`s, wenn Du
entschwunden, Oft hab` ich, leis`
erbebend, schon geglaubt, Wenn meine
Blicke Dich nicht mehr gefunden, Das
Licht des Auges sei mir jäh geraubt.
... weiterlesen


Den Vogel schau

Wenn Du Dein Glück verloren hast, Und
nichts Dir Trost und Frieden
bringt, Dann schau` den Vogel auf dem
Ast, Der froh für sich sein Liedchen
singt; Und wenn der Winter ihn
... weiterlesen


Wenn lind des Waldes Wipfel rauschen

Wenn lind des Waldes Wipfel
rauschen lind des Waldes Wipfel
rauschen, Und durch die Blätter
blinkt der Stern, Lieg` ich, versenkt
in tiefes Lauschen, In eines Baumes
Schatten gern.
... weiterlesen


Das Kreuz

Wenn rings des Frühlings Iubellieder
schallen, Und Blatt und Blüthe nach
dem Lichte streben, Hörst Du durch all
das wonnereiche Leben Der ew`gen Klage
leisen Laut verhallen;
... weiterlesen


Dämmerstunde

Wenn sich der Sonne letzter
Schimmer Sacht fortstahl über`s
Nachbardach, Bin einsam ich in meinem
Zimmer, Und stille Träume werden
wach. Die führen mich von meinem
Sitze
... weiterlesen


Unterschied

Wenn sonst die Mutter Märchen mir
erzählt, Wie hemmte Spannung da des
Herzens Klopfen, Und ward die arme
Unschuld arg gequält, Hing wohl im
Auge mir manch Heller Tropfen.
... weiterlesen


Schlaf wohl!

Wenn süßer Schlaf sich auf Dich
senkt, Dein Auge, matt von Lust, sich
schließt, Einsam mein Herz noch Dein
gedenkt, Und eine stille Thräne
fließt Um Dich aus meinem Auge dann,
... weiterlesen


Hinweg von hier!

Wenn zu mir Deiner Augen Sterne Mit
mildem Glanze wenden sich, Ergreift
nach unbekannter Ferne Ein
sehnsuchtsvolles Heiniweh mich; Hinweg
von hier, bei Dir allein Wird niemals
... weiterlesen


Einer Schauspielerin

Wicht an die Scholle kette Dein
Geschick, In keinem Boden wirst Du
Wurzeln schlagen, Laß nie begehrend
haften Deinen Blick, Es muß Dein Fuß
Dich rastlos weiter tragen, Und wirst D
... weiterlesen


Wie Lenzeshauch

Wie Lenzeshauch hast Du mich stets
erquickt, Was wild und schmerzlich mir
die Brust bewegte, Wenn Deines Kleides
Saum ich nur erblickt, War mir es
schon, als ob der Sturm sich legte.
... weiterlesen


Wie lieblich seid Ihr

Wie lieblich seid Ihr, holde
Frauen, Wenn stilles Wohlthun Euch
verklärt, Wenn Perlen Eure Blicke
thauen, Und Ihr, gleich Engeln
anzuschauen, Dem Elend süßen Trost
gewährt!
... weiterlesen


Früher Tod

Wie stirbt es schön sich in der
Kindheit Tagen, Die Knospe welkt, bevor
sie sich erschlossen, Es stockt das
Herz, noch eh` es recht geschlagen, Und
nichts verliert es, das noch nichts geno
... weiterlesen


Neujahrsgebet

Wir hofften, es mit Schwertern
einzuläuten, Mit deutschen Schwertern
dieses neue Jahr, Kein Kampfruf aber
sammelt die Zerstreuten, Noch harrt des
Führers eine bange Schaar, Schon h
... weiterlesen


Wohin Du ziehst

Wohin Du ziehst, in alle Weiten Soll
auf der Lüfte lindem Weh`n Des
Dichters Segen Dich begleiten Und sein
Gedenken mit Dir geh`n. Wird Dich im
Arm die Freude halten,
... weiterlesen


Hinaus!

Wohl hab` ich schwer bei Dir
gelitten, Von Deinem Auge
ungeseh`n, Doch ist der Friede jetzt
erstritten, Mich fächelt seiner Palmen
Weh`n; Noch bet` ich still vor Deinem
Bilde,
... weiterlesen


Fort ist mein Lieb!

Wort ist mein Lieb! Fort ist mein
Lieb! Mich hat sie einsam hier
gelassen, Ob nur die Sonn` am Himmel
blieb, Ob nicht die Sterne jäh
erblassen?! Es ist nicht Tag, es ist
nicht Nacht
... weiterlesen


Wann, wann marschiren wir gen Norden?

Wozu, Ihr Fürsten, Eure Heere, Zu
wessen Dienst sind sie geweiht, Wenn
trag bei Fuß noch die Gewehre, Indeß
das Volk längst marschbereit? Ein
feig` Commando: `Hahn` in Ruh`!`
... weiterlesen


Friedrich Oetker

Währt sie stets noch
unvergessen, Ungesühnt die alte
Schuld, Zeiht noch stets die Mahnung:
Hessen Uns der schimpflichsten
Geduld, Strahlt aus Finsterniß und
Schande Flecken
... weiterlesen


Prolog

zu einer
Wohlthätigkeitsvorstellung. Nun
Alles sich mit hoffendem Gemüthe Dem
neuen Lenze froh entgegen drängt, Wen
jammert nicht die kaum erwachte
Blüthe, Die schon am M
... weiterlesen


Eugen Richter

Zum 30. Juli 1882 Wo grüne Höh`n
der Sonnenstrahl Mit seinem gold`nen
Netz umstrickt, Und in das
waldbekränzte Thal Die Wartburg
freundlich niederblickt, Wo durch G
... weiterlesen


Gruß an Oesterreich

Zum dritten deutschen Bundesschießen in
Wien. In Nacht versank des Thales
Grund, In Nacht versank sein
Hoffen, Umgähnt vom finstern
Schreckensschlund, Blieb ihm kein
Rückw
... weiterlesen