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Gedichte - Albert Traeger

Zu Schillers hundertjährigem Geburtstage

(Am 10. November 1859.)

Laß weit die Freudenfeuer glänzen,
Die Fahnen flattern durch die Luft,
Sein Standbild auch magst Du bekränzen
Und beten in der ... weiterlesen


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Ludwig von Hoverbeck

(Gestorben am 12. August 1875)

Treu bis zum Tode der Wahrheit, dem Rechte,
Ingrimmig hassend das Feige, das Schlechte,
Weise im Nathe, gewaltig beim Streiche,
... weiterlesen


Waldeck

(Gestorben am 12. Mai 1870)

Das ist des Volkes unvergänglich Lieben,
Daß nicht an seiner Helden Tod es glaubt,
Die Bilder Derer, die ihm treu geblieben,
Mit ... weiterlesen


Meinem Erich!

(Gestorben am 17. September 1872)

Du kamst nach schmerzensbanger Nacht,
Der Tag ob Deiner Wiege graute,
Wie hat das Vaterherz gelacht,
Als den ersehnten Sohn er ... weiterlesen


Ernst Keil

(Gestorben am 23. Mälz 1878.)

winterlicher Frühlingstag,
Verschneit sind alle Blüthen,
Das erste Veilchen birgt am Hag
Sich vor der Stürme Wüthen,
Nur ... weiterlesen


Hedwig

(Mit meinem Bilde.)

Ein Mann, vom Leben vielfach umgetrieben,
Das selten ihm gelacht in heit`rer Helle,
Weich von Gemüth, ein ehrlicher Geselle,
Nur unbeständig, ... weiterlesen


Die Rose nur

(Ständchen)

Der Tag schloß im Ermatten
Sein Sonnenauge zu,
Ich stehe tief im Schatten,
Auf hohem Söller Du;
Getrennt sind uns`re Loose,
Dir lacht ... weiterlesen


Das weiße Blatt

(Zum 3. März 1871)

Die Waffen ruh`n — gemäht liegt auf den Stoppeln
Von Haß und Blut die ungeheure Saat,
Noch einmal wird sich jeder Schmerz verdoppeln,
Wenn ... weiterlesen


Deutschlands Turnern

(Zum dritten deutschen Turnfest in Leipzig.)

Ziemt wohl den Söhnen frohe Feier
Und Jubel, der die Luft erfüllt,
Da noch der düst`re Witwenschleier
Der Mutter ... weiterlesen


Nach fünfundzwanzig Jahren!

(Zum Jubelfest der `Gartenlaube` 1877)

Vergangen sind nun fünfundzwanzig Jahre,
Seit dieses Blatt hinaus in`s Weite trieb,
Und längst Zog heimwärts auf der stillen ... weiterlesen


Prolog (III)

(Zum Jubiläum der Völkerschlacht auf dem Stadttheater
zu Leipzig vor Kleists Hermannsschlach,
gesprochen am 18. und 19. October 1863.)


Die reichsten Kränze ... weiterlesen


Epilog zur Humboldt-Feier

- 14. September 1869 -

(Gesprochen bei der Humboldt-Feier, veranstaltet
durch den Berliner Arbeiter-Verein und den Verband
der Berliner Ortsvereine, in Berlin, und bei ... weiterlesen


In Detmold

20. Juli 1859.
(Ein Gedenkblatt)

Fort mit dem Pflaster Rosen nur und Malven,
Der Wald stieg nieder auf der Straße Grund,
Ob auch die Glocken schweigen und die ... weiterlesen


Den Schwalben gleich

Allabendlich im Dämmerscheine
Auf jenes Dachfirsts hoher Wehr
Schaart sich zu fröhlichem Vereine
Genüber mir der Schwalben Heer;
Die sommerlich nach allen Winden
... weiterlesen


Jauffre Rudel - II.

An des Altanes hochgewölbten Bogen
Steht Tripolis` erhab`ne Herrscherin,
Gefangen hält den ruhelosen Sinn
Das leise Lied der mondbeglänzten Wogen;
Um ihres Herzens ... weiterlesen


Den Armen

Auch ward das Heil zuerst verkündigt,
Das nur den Reinen dar sich bot,
Es hat die Arbeit Euch entsündigt,
Geläutert hat Euch Eure Noth;
Flieht Euch das menschliche ... weiterlesen


Zum 12. Februar

Aus brudermörderischem Kampfe,
Aus Schlachtenlärm und Pulverdampfe
Hob diese Urne sich empor,
Noch loh`n um sie des Blachfelds Blitze
Und zucken durch die wilde Hitze
... weiterlesen


Prolog zur Schiller- und Robert Blum-Feier (II)

Bald glänzt der Tag im Freudenschein, der
    endlich unsern Wunsch erfüllt,
Und nicht des Dichters Bild allein, ganz Deutsch-
    lands Bild sei dann ... weiterlesen


Ein Gruß

Bei Dir sah ich die Rosen blühen,
Ich folgte Dir durch Wald und Au`,
Wir schauten still den Tag verglühen,
Es kühlte uns des Abends Thau;
Wie weich die Luft, wie ... weiterlesen


Prolog (II)

bei Gelegenheit des Wiener Ringtheater-Brandes

1882.

Vereint mit uns durch ew`ge Bande,
Im treuen Herzen deutsches Blut,
Stehst Du am fernen ... weiterlesen


Verlaßt, die Euch vertrauen, nicht

Bis stolz am Rhein die deutschen Fahnen
Im ersten Siegessturm gerauscht,
Wie habt daheim mit bangem Ahnen,
Mit froher Hoffnung ihr gelauscht:
Nun seht Ihr`s herrlich sich ... weiterlesen


Mutterloos

Da reichst Du mir die letzten Blüthen,
Die unser Gärtchen noch gebracht,
Du kannst sie länger nicht behüten,
Mit jähem Frost droht jede Nacht;
Du dachtest meiner ... weiterlesen


Glühende Asche

Dein Lächeln war mein einzig‘ Glück
Mein einzig Leiden Dein Erblassen,
Ein Blick von Dir hielt mich zurück,
Ließ ohne Schmerz mich Alles lassen;
Vorbei, vorbei sind ... weiterlesen


Ferdinand Freiligrath

Den Märzsturm hatte sein Lied entfacht,
Er ahnte des Frühlings Kommen,
Nun hat der Märzsturm über Nacht
Ihn jäh hinweggenommen;
Düster läßt sich der Tag ... weiterlesen


Der Abend dämmert

Der Abend dämmert und der Tag entflieht,
Sei mir willkommen, süß verschwieg`ne Stunde!
Du weißt es ja, wohin mein Sehnen zieht,
Vertraute Freundin warst Du unserm Bunde.
... weiterlesen


Doch niemals

Der Frühling kehrt alljährlich wieder
Mit gleichem Schmuck für Thal und Höh`n,
Und jährlich jubeln uns`re Lieder:
Noch niemals war der Lenz so schön!

Ich ... weiterlesen


Der Lenz ist da

Der Lenz ist da, der Vogel kehret wieder,
Weil grün das junge Blatt des Waldes rauscht,
Er grüßt sein Nest, es sind die alten Lieder,
Wir haben selig ihnen sonst gelauscht.
... weiterlesen


Paulinzelle

Der Nonne Gebete verhallten,
Die Kirche zerfiel in Staub,
Wo Hymnus und Messe schallten,
Flüstert heimlich das Laub.

Längst schlummert der fromme Orden,
... weiterlesen


Drei Gläser

Der Pfropfen springt — in Wehmuth sei geweiht
Das erste Glas und seine duft`ge Blume
Der schnell verrauschten, sel`gen Jugendzeit,
Dem still geträumten, nicht erkämpften ... weiterlesen


Nach dem Sturme

Der Sonne letzte Strahlen säumen
Mit duft`gem Roth der Wolken Rand:
Dürft` ich mein Leben still verträumen
Den feuchten Blick Dir zugewandt!

Des Abends heil`ge ... weiterlesen


In der Jugend

Des Augenblickes saft`ge Frucht zu brechen,
Entschlossen mußt Du sein und darfst nicht zagen;
Wirst Du den Duft der Rose Dir versagen,
Aus Furcht, an ihren Dornen Dich zu ... weiterlesen


Der Kaisersoldat

Die Alpe ragt schweigend hinauf in die Nacht,
In der Hütte unten das Leben noch wacht,
Es knistert und sprüht der Feuerbrand,
Die Dirnen spinnen mit emsiger Hand,
Nur ... weiterlesen


Trennung

Die Hand hast Du zum Abschied mir gereicht,
Doch meinem Blick Dein Auge abgewandt;
Du zürntest Dir, daß sich Dein Herz erweicht,
Dies stolze Herz, das mich von Dir verbannt.
... weiterlesen


Der Elfenring

Die Sage geht, daß tief im Walde,
Wohin kein Fuß des Jägers dringt,
Auf mondbeglänzter Wiesenhalde
Der Elfenreih`n sich nächtig schlingt.

Rings klingt und ... weiterlesen


Die Stunde naht

Die Stunde naht, da ich von Dir mich wende,
Mein Herz erzittert in der Trennung Weh`,
Sein schönster Traum geht schon so früh zu Ende,
Wie soll ich leben, wenn ich Dich nicht ... weiterlesen


Maiblumen

Die weite Stadt auf nacktem Fuße
Durchwandert sie von Haus zu Haus
Und bietet scheu mit blödem Gruße
Des Lenzes liebste Kinder aus:
`Maiblumen kauft! kauft aus ... weiterlesen


In ein Album

Dies erste Lied grüßt Dich aus meinem Munde,
Doch ist`s nicht freudig meiner Brust entsprungen,
Hervor aus meinem Schmerz ist es gedrungen,
Wie Tropfen Blutes quellen aus der ... weiterlesen


Ein welkes Blatt

Du bist der heitre Sonnenstrahl,
Ich aber bin das welke Blatt,
Du tändelst über Berg und Thal,
Ich liege auf der Erde matt.

Dem frischen grünen Zweige hat
... weiterlesen


Ein Tag mit Dir

Du gleichst so ganz dem sonnenhellen Tag,
Den ich mit Dir wie einen Traum durchlebte,
Der duftig über Thal und Höhen lag,
Daß jedes Blatt in Sommerlust erbebte.

... weiterlesen


Du hattest sanft mich eingewiegt

Du hattest sanft mich eingewiegt
Mit Deiner Stimme süßem Klang,
Der Zauber wich, der Traum verfliegt,
Und das Erwachen ist so bang.

Nichts blieb mir, da ich Dich ... weiterlesen


Volk, werde hart!

Dumpf klang`s wie lang` verhaltner Jammer,
Schrill wie ein Schrei der höchsten Noth,
Und hielt den Wand`rer in der Kammer
Wach bis zum frühen Morgenroth,
Er hörte nicht ... weiterlesen


O Wandern! Wandern! Wie ist’s so schön

Durch Felder und Wälder zu schweifen,
Im Frührotstrahl auf lust’gen Höh’n
Den Saum der Wolken zu streifen!

O Wandern! Wandern! Wie drückt so schwer
Mein ... weiterlesen


Durch manchen Wald noch werd ich schweifen

Durch manchen Wald noch werd` ich schweifen,
Am Hut des Blattes grüne Zier,
Noch manchen Vogel hör` ich pfeifen,
Noch manche Blume pflück` ich mir.

So lang` der ... weiterlesen


Durft ich auf Dich den Blick zu richten wagen?

Durft` ich auf Dich den Blick zu richten wagen,
Auf Dich, den Sproß so vieler edlen Ahnen,
War`s nicht zu kühn, daß Dir mein Herz geschlagen?
Ein jeder kämpfe unter seinen ... weiterlesen


Ein blinder Bettler

Ein blinder Bettler zieh` ich durch die Welt,
Die Stunde rufend, die mein Leiden endet,
Von keinem Schimmer ist mein Nug` erhellt:
Du hast mit Deiner Schönheit es geblendet.
... weiterlesen


Zum 10. November

Ein Denkmal, dauernder als Erz und Stein,
Hat Schiller sich mit jedem Wort errichtet
Und seines Namens ew`gen Ruhmesschein
In seines Volkes tiefstes Herz gedichtet;
Wenn ... weiterlesen


Stumme Liebe

Ein Freudenstrahl im Blick des jungen Kranken,
Aus Fieberträumen ist er aufgewacht,
Da mahnen ihn die ersten Blüthenranken
An des verjüngten Lebens volle Pracht;
Die ... weiterlesen


Ein Frühlingsbild

Ein Frühlingstag — welch` wogend Drängen,
Kein leerer Fleck, kein stiller Ort,
Welch` froh Gewühl auf allen Gängen,
Gleich einer Wallfahrt wälzt sich`s fort;
Der ... weiterlesen


Ohne Crucifix

Ein off`nes Grab — wen wird hinein man legen?
Der Todtengräber pfeift ein Lied sich wirsch
Und harrt dem Gast voll Ungeduld entgegen,
Sein Kommen kündet schon des Sand`s ... weiterlesen


Das Eine

Ein Schiffer auf dem Meer des Lebens,
Suchst Du den Anker oft vergebens,
Daran sich Deine Seele hält!
Die Liebe wird der Zeit zum Raube,
In bangen Zweifeln stirbt der ... weiterlesen


Winter

Ein warmer Wind spielt mit den letzten Flocken,
Bald wird die Sonne hoch am Himmel glühen,
Ein duft`ger Garten wird die Erde blühen,
D`rin Lerchen jubeln, Nachtigallen ... weiterlesen


Er schläft

Er schläft — vom Mutterarm umfangen,
Weit ab noch liegen Schmerz und Noth,
Hell blüht auf seinen vollen Wangen
Des Lebens früh`stes Morgenroth,
In seinen Traum ... weiterlesen


Das Königskind

Es schleicht durch meine Brust sich sacht
Und will sich feucht in`s Auge stehlen,
Ich fliehe: was Dein Blick entfacht,
Nicht könnt` ich`s länger Dir verhehlen.

... weiterlesen


Es stirbt sich langsam an gebrochnem Herzen

Es stirbt sich langsam an gebroch`nem Herzen,
Der Stamm halt aus, ob Blatt auf Blatt verdorrt,
Und zähe spinnt an seinen eig`nen Schmerzen
Sich ein verlor`nes Leben fort.
... weiterlesen


Des Mannes Hand

Fest und unbeugsam sei des Mannes Hand,
Ob sie das Schwert, ob sie die Feder führe,
Ob sie der Liebe heil`gen Opferbrand,
Ob sie der Rache wilde Flammen schüre!

... weiterlesen


Blumen im März

Früherwachte Frühlingskinder,
Noch vom Wintersturm erschreckt,
Möchten, bis die Lüfte linder,
Lauschig halten sich versteckt.

Laß sie ruh`n an Deinem ... weiterlesen


Weihnacht

Ganz leise in der Heiligen Nacht
Tut auf sich der Wolken Tor,
Draus schweben in glanzumfloss’ner Pracht
Die Engel Gottes hervor;
Sie streifen die schlummernde Erde
... weiterlesen


Eine Sommernacht

Gedenkst Du noch der sternenhellen,
Der weichen, stillen Sommernacht?
Leis rauschten nur des Stromes Wellen,
Als sangen sie im Schlummer sacht;
Rings süße Ruhe, sel`ges ... weiterlesen


Habt Acht!

Gesattelt steht das Roß der Zeit
Und scharrt mit ungeduld`gem Hufe,
Die Mähne schwillt, die Nüster speit,
Es reckt das Ohr nach einem Rufe,
Lang` stand es still, doch ... weiterlesen


Den deutschen Lehrern

Gruß an die deutsche Lehrer-versammlung.
(Pfingsten 1865)

Der deutsche Geist ein heil`ger Geist,
Er läßt sein reines Feuer lohen,
Und mit des Blitzes Kraft ... weiterlesen


Nirgend

Herzallerliebster Schatz, ich muß
Durchaus nun einmal weiter,
Gieb mir den letzten langen Kuß,
Und Gott sei mein Begleiter!

Wie lacht die Welt so frisch und ... weiterlesen


Heute noch

Heut` ruh` ich noch an Deiner Brust
Und trinke noch aus Deinem Glase,
Doch morgen ist vorbei die Lust,
Und ich bin wieder auf der Straße.

Dein Kuß ist frisch, ... weiterlesen


Für eine Frau

I.

Es rollt der Strom laut donnernd seine Wogen,
Die schäumend sich im wilden Kampf verschlingen,
Zum Himmel spritzen und zum Grunde dringen,
Vom jähen Strudel ... weiterlesen


Erinnerung

Ich bin allein, ich klimme wieder
Den oft erstieg`nen Berg empor
Und schaue still zum Thale nieder,
In das Dein Blick sich gern verlor.

Es nicken traulich mir die ... weiterlesen


Mutterherz

Ich höre trauern Euch und klagen,
Daß kalt die Welt und liebeleer,
Und mitleidsvoll muß ich Euch fragen:
Habt Ihr denn keine Mutter mehr?
Habt Ihr die Mutter schon ... weiterlesen


Melancholisches Sonett

Ich sehe Deine Augen heimlich fragen:
Hat wirklich er manch wildes Lied gesungen,
Und sind es nicht verleumderische Zungen,
Die seinen kecken Uebermuth verklagen?
Du hast ... weiterlesen


Ihr Sternlein

Ihr Sternlein, hoch am Himmelszelt,
Ihr schaut ja auf die ganze Welt,
Sah keines mein verrath`nes Lieb,
Weiß keines, wo die Aermste blieb?

Ihr Sternlein, die ihr ... weiterlesen


Des Armen Kind

Ihr wehrt es ja dem Vogel nicht,
Den gastlich Euer Wald behütet,
Daß er die grünen Zweige bricht
Zum warmen Nest, darin er brütet;
Die Ihr den Vogel nisten laßt,
... weiterlesen


Magdalene

Im Auge, das thränend zum Himmel steht,
Die Flamme sterbend noch Funken sprüht,
Es zittert und zuckt im leisen Gebet
Die Lippe, die noch vom Kusse glüht.

... weiterlesen


Ein Eichenkranz

In das Freiligrath-Album

Ein Eichenkranz — wohl seid Ihr gern bereit,
Auf edle Häupter huld`gend ihn zu drücken,
Und trug sich`s zu, daß Ihr versäumt die Zeit,
... weiterlesen


In Mainz

In Mainz, des Reiches Erzkanzlei,
Hat zwischen Höflingen und Pfaffen,
Herr Guttenberg einst frank und frei
Die Welt des Geistes uns erschaffen,
Die Beste, die Ihr nun als ... weiterlesen


Jauffre Rudel - I.

Jauffre Rudel, der bleiche Troubadour,
In unerhörter Leidenschaft entbrannte
Für eine Niegeseh`ne, Unbekannte,
In seinen Liedern klang die Sehnsucht nur;
Sein ganzes ... weiterlesen


Willkommen!

Juni. Einzuge der deutschen Truppen in Berlin.

- 16. Juni 1871 -

Löst die Geschütze, läutet alle Glocken,
Nichts übertönt den einen vollen Laut,
Des ... weiterlesen


Im Lenz verblüht

Kahl sind noch Feld und Garten,
Im Sturm erbebt die Nacht,
Die bangen Knospen warten,
Ob nicht der Lenz erwacht;
Vom Winter eingeschlossen,
Du zartes Kind allein
... weiterlesen


Gottesdienst

Kam jüngst vorbei `nem Häuschen klein,
Das lockte mich so eigen,
Zum Fenster schaut` ich d`rum hinein,
Versteckt von grünen Zweigen.

Ein junges Weib darinnen ... weiterlesen


Sonnenblicke

Kleine Blume im engen Thal,
Dich auch fand der Sonne Strahl,
Armes Herz in der kranken Brust,
Dir auch ward der Liebe Lust.

Und die Blume das Köpfchen hing,
... weiterlesen


Im Kyffhäuser

Kyffhäuser aus hundertjähr`gem Schlaf
Der Rothbart tief im Felsenschlosse,
Sein Ohr wie Donnerrollen traf
Das Wüthen sprühender Geschosse —
`Gewittert es in meinen ... weiterlesen


Reue

Könnt` ich es doch noch einmal hören,
Was ich so thöricht einst verlacht!
Vergangenes wieder zu beschwören,
O, wäre mir die Zaubermacht!
Es klänge dann aus Deinem ... weiterlesen


Laß Deine Banner fliegen

Laß Deine Banner fliegen,
Ganz Deutschland, hoch am Rhein,
Und: Sterben oder Siegen!
Soll wieder Losung sein,
Bei ihrem Donnerschalle
Geh` freudig in die ... weiterlesen


Die klugen Augen

Laß mich, das Haupt an Deine Brust gelehnt,
Verstohlen lauschen auf des Herzens Schlagen,
Ob es das Wort, das ich so heiß ersehnt,
So lang gehofft, mir endlich wolle sagen.
... weiterlesen


Zu lange schon

Leb` wohl! leb` wohl! — Du leichtes Wort,
Was bist Du so schwer gesprochen!
Warum doch ließ es mich früher nicht fort,
Bis mir das Herz gebrochen!

Leb` wohl! ... weiterlesen


Novemberstürme

Luther, geb. 10. November 1483;
Schiller, geb. 10. November 1759,
Scharnhorst, geb. 10. November 1769.

- 1866 -

Und ob am Himmel schwarz und schwer
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Eine Rose

Lächelnd aus dem Glase hast
Eine Rose Du genommen,
Botest so dem blöden Gast
Durch die Blume Dein Willkommen.

Weißer Kelch, wie eine Hand,
Zart und ... weiterlesen


Mein Herz ist eine müde Schwalbe

Mein Herz ist eine müde Schwalbe,
Die frierend in das Nest sich schmiegt,
Da schon das Laub, das welke, falbe,
Auf der bereiften Erde liegt.

Umsonst hebt sie die ... weiterlesen


Der Mutter Grab

Mein Kind, nicht unter kaltem Stein,
Nicht unter grünem Nasen
Schlief Deiner Mutter Liebe ein,
Die ewig ohne Maßen.

Mag unten auch nach manchem Schmerz
... weiterlesen


Das macht das Scheiden

Mir ist so traurig, und Du weinst,
Das macht das Scheiden eben,
Glaub`, könnt` ich Dich vergessen einst,
Möcht` ich nicht länger leben!

Ich will, als meine ... weiterlesen


Ein Album-Blatt

Mit leichtem Sinn und flücht`gem Schritte,
Der lang` nicht weilt an einem Ort,
Trat ich in Deines Kreises Mitte,
Und zögernd ging ich traurig fort;
Ich nahm mit mir die ... weiterlesen


Märzenblume

Märzenblume, Märzenblume,
Wie ein Banner auf dem Tische
Stehst Du zu des Frühlings Ruhme
Aufgepflanzt in voller Frische;
In das Weite mich zu drängen,
Läuten ... weiterlesen


Der Spitzenhändler

Nicht lang` besonnen und beschaut,
Wählt nur den feinsten Spitzenschleier,
Noch niemals hat dem sel`gen Freier
Gelächelt eine schön`re Braut;
Doch zählt den Preis auch ... weiterlesen


Ein Frühlingstraum

Noch liegt der Winter in der Stadt,
Belagert die Häuser und Straßen,
Doch draußen vor dem Thore hat
Der Frühling Reveille geblasen.

Plänkler schickt er in`s ... weiterlesen


Wie durch stille Mondesnacht

Noch ruhst Du ganz in meinem Arm,
Der fest und innig Dich umfängt,
Noch fühl` ich, wie so voll und warm
Dein Leben mir entgegen drängt,
Und schon regt sich im Herzen ... weiterlesen


Treue

O Wort voll süßer Wonnen,
Du Wort: ich liebe Dich!
Wie kehrt, bist Du zerronnen,
Das Glück in Grämen sich.
Mit Frieden nur erfüllet
Ein Wort, d`rin ewig neu
... weiterlesen


Dein liebes Angesicht

O, daß Dein liebes Angesicht
Für immer meinem dunkeln Leben
Des heitern Tages mildes Licht
Und stillen Frieden könnte geben!

O, daß Dein liebes Angesicht,
... weiterlesen


Mein Stern

O, laß Dein Auge freundlich auf mir weilen,
Es blickt mir Ruhe tief in`s Herz hinein;
Wie sich die Wolken vor der Sonne theilen,
Flieht all` mein Schmerz vor seinem milden ... weiterlesen


Zu früh!

O, sieh` die alten Bäume dort
Sich in der Hoffnung Farbe kleiden
Und nimm zurück das schlimme Wort!
Noch ist es keine Zeit zum Scheiden -
An Deinem Busen laß ... weiterlesen


Wandern

O, Wandern! Wandern! Wie ist`s so schön,
Durch Felder und Wälder zu schweifen,
Im Frührothstrahl auf luftigen Höh`n
Den Saum der Wolke zu streifen!

O, Wandern! ... weiterlesen


Leb wohl!

O, wer zuerst das Wort: Leb` wohl! gesprochen,
In tausend Stücke war sein Herz zerbrochen,
Blind war sein Auge wohl von vielem Weinen,
Und keine Sonne mochte mehr ihm ... weiterlesen


Im Sinken

O, wüßtest Du, wie krank ich bin,
Wie all mein Denken, all mein Fühlen,
Mir bang beklemmend Herz und Sinn,
Sich nagend in sich selbst zerwühlen,
Geflogen kämst Du, ... weiterlesen


Willst Du?

Ob alle Sterne treulos ihm gelogen,
Und tiefer stets die Nacht hernieder sinkt,
Der Schiffer fühlt sich mächtig hingezogen
Vom letzten Stern, der noch am Himmel blinkt;
... weiterlesen


Ob nachts auch thränenfeucht dein Pfühl...

Ob nachts auch thränenfeucht dein Pfühl,
Und heiß die ruhelosen Lider,
Einst wirst du schlummern sanft und kühl,
Und keine Sorge weckt dich wieder.

Vergehe ... weiterlesen


Einst wirst Du schlummern

Ob Nachts auch thränenfeucht Dein Pfühl
Und heiß die ruhelosen Lider,
Einst wirst Du schlummern sanft und kühl,
Und keine Sorge weckt Dich wieder.

Vergehe ... weiterlesen


Ein Volk, ein Herz, ein Vaterland

Ob wir, in Roth und Schmach versunken,
In blut`gem Hader uns entzweit,
Uns blieb ein lichter Gottesfunken
Der Traum der deutschen Herrlichkeit;
Und häuften sich die ... weiterlesen


Winter-Ruhe

Rauh ist es draußen, traulich hier und warm,
Wo frisches Glück und junge Liebe walten,
Leg` ich um Deinen zarten Leib den Arm,
Wähn` ich den Frühling an der Brust zu ... weiterlesen


Miramare

Rings des Todes heil`ge Stille — nächtig steht der Sarg umdunkelt,
D`rauf im Schein der ew`gen Ampel matt ein gold`nes Krönlein funkelt.
Ward bestellt ein Bild von Steine, hier die ... weiterlesen


Schau tief ich in Dein Auge nieder

Schau tief ich in Dein Auge nieder,
Kommt über mich ein Kindestraum:
Die bunten Lichter glänzen wieder
An unserm grünen Weihnachtsbaum.

Die Hände wollen mir ... weiterlesen


Wiegenlied

Schließe, mein Kind,
Schließe die Aeuglein zu:
Leise und lind
Sing` ich Dich ein zur Ruh`.

Mütterlein wacht,
Schlafe, mein Kind, schlaf` ein
... weiterlesen


Erwachen

Schneeglöckchen läuten leis im Thal,
Glöckner ist der Sonnenstrahl,
Die Knospen hören`s, die schwellen und treiben,
Veilchen die blauen Aeuglein reiben,
Maiblümchen ... weiterlesen


Gute Nacht

Schon hat des Abends Feierstunde
Die Tageshelle mild gedämpft,
Und überall in weiter Runde
Des Lebens Kampf sich ausgekämpft,
Ein jedes ungestüme Mahnen
... weiterlesen


Schon wieder hab ich mein Bündel geschnürt

Schon wieder hab` ich mein Bündel geschnürt,
Du giebst mir, mein Schatz, das Geleite,
Die Straße, die kaum zu Dir mich geführt,
Führt heute mich wieder in`s Weite.
... weiterlesen


Deutsche Pfingsten

Schwer war die lange Leidenszeit,
Gewaltig auch das Auferstehen,
Noch hat in solcher Herrlichkeit
Die Welt kein Osterfest gesehen;
Der todesfrohen Helden Blut,
Des ... weiterlesen


Dein Lächeln

Schön ist der junge Tag, der golden
Empor auf rothen Flügeln eilt,
Der Sonnenstrahl, der auf der holden,
Verschämten Rose kosend weilt.

Schön ist des Sternes ... weiterlesen


In zarte Frauenhand

Seine heimatlosen Lieder
Legt der flücht`ge Dichter nieder
Gern in zarte Frauenhand;
Bleibt auch er dem Kampf verkettet,
Ruht doch sanft und weich gebettet,
Was ... weiterlesen


Zigeunerkind

Seit Du, braunes Zigeunerkind,
Mir am Herzen gelegen,
Alle Gedanken zerstreut mir sind,
Schweifen auf luftigen Wegen;
Ach, Du hieltest nur kurze Rast
Bis zu der ... weiterlesen


Hinüber

Sie, selbst noch in der Kindheit Mitte,
Lenkt doch voll treuer Sorge schon
Des kleinen Bruders erste Schritte,
Sein Lächeln ist ihr süßer Lohn;

Jetzt aber bebt ... weiterlesen


Vergeßt die Freiheit nicht!

Sieg! donnert es. Er hat sich Euch ergeben,
Dem Tiger sind die Tatzen abgehauen,
Vergönnt sei mit der Schande ihm das Leben,
Doch auf sein Haupt des Völkermordes Grauen!
... weiterlesen


Für Holstein und Kurhessen

So lang` noch eine deutsche Stimme
Sich laut und frei erheben darf,
So lange noch an deutschem Grimme
Sich schleifen deutsche Schwerter scharf,
So lange deutsche Noth und ... weiterlesen


Des Armen Brod

Speichert gleich in jeder Scheuer
Giebelhoch der Ueberfluß,
Bleibt des Armen Brod doch theuer,
Daran denket im Genuß!
Denn er zahlt`s mit seinem Schweiße,
... weiterlesen


Morgenständchen

Steh` auf und öffne das Fenster schnell,
Es lacht der Morgen so frisch, so hell,
Und unten im kleinen Garten
Sind Leute, die Deiner warten.

Die Veilchen kamen ... weiterlesen


Der Frühling kommt

Thut auch das bange Herz Dir weh,
Weil weiß die Erde zugedeckt:
Es träumt die Blüthe unter`m Schnee,
Bis sie der Hauch des Lenzes weckt.

O warte nur, o warte ... weiterlesen


Nächtige Fahrt

Tiefschwarze Nacht — ein grausig Nebelmeer
Verschlang den Himmel und begrub die Erde,
Aufdampfend rollt und wälzt es sich einher,
Wild durch die Wogen jagen meine Pferde,
... weiterlesen


Du schönes Weib

Um die voll Sehnsucht meine Seele bangt,
Das letzte Glück im stillen Dämmerlicht —
Du schönes Weib, Du bist die Ruhe nicht.

Es wallt um Dich der Locken dunkle ... weiterlesen


Neujahrsgruß

Und donnert es aus allen Feuerschlünden,
Und mag ihr Blitz die ganze Welt entzünden,
Das alte Recht, im wilden Lärm der Waffen
Wird es zerstört nicht und nicht neu ... weiterlesen


Und Friede auf Erden

Und Friede war`s auf Erden wieder,
Und strahlend fank die heil`ge Nacht,
Die einst den Engelsgruß gebracht,
Auf die beglückte Welt hernieder. —
Weit durch die ... weiterlesen


Unglückliche Liebe

Und weil es Deine Mutter war,
Die Dir gesagt: Du mußt ihn lassen,
Du rauftest nicht Dein glattes Haar,
Riefst nach dem Tode nicht, dem blassen,
Dein schweres Loos trugst ... weiterlesen


Prolog zur Schiller- und Robert Blum-Feier

Und wieder ging in`s Land ein Jahr, und wiederum kam Schiller`s Tag,
Und harren wir noch immerdar, daß uns sein Bild begrüßen mag,
Doch leer starrt in die leere Luft ein hölzern` ... weiterlesen


Gebet, Gedicht

Und würdest nie die Hand Du falten,
Daß betend sie zum Himmel fleht,
Stets wird er segnend ob Dir walten:
Du bist ja selber ein Gebet.

Und wirst auch keinen Laut ... weiterlesen


Nach dem Balle

Verrauschte Lust, verwelkte Pracht,
Ein Frösteln schauert durch den Saal,
Ernüchternd in den Rausch der Nacht
Des Morgens trüber Schein sich stahl,
Hell wirbelt`s auf ... weiterlesen


Siehst Du am Weg ein Blümlein blühn

Viel tausend Blümlein auf der Au`
Verwelken und verschmachten,
Es labet sie kein Tröpflein Thau,
Will Niemand ihrer achten.

Viel Herzen auf der Welt vergeh`n
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Verlorner Trost

Von Stund` an hab` ich nimmermehr gelacht,
Seit ich um Dich die erste Thräne weinte,
Die Freude starb in jener düstern Nacht,
Die mich dem Schmerz für dieses Leben einte.
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In ein Krankenzimmer

Von wacher Träume Bildern wirr umfangen,
In banger Stille ruh`los mußt Du liegen,
Die Schläfe hämmern, Deine Pulse fliegen,
Und wilde Rosen glühen auf den Wangen.

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Im Herbst

Vorbei der Rosen Prangen,
Die Blätter flattern im Wind,
Die Rosen auf Deinen Wangen
Verwelkten, Du bleiches Kind,
Gebrochen die Lilien stehen,
Du bist geknickt wie ... weiterlesen


Trost

Was auf der Welt am liebsten Dir,
O glaube nur, Du mußt es lassen,
Kein Bleiben hat die Liebe hier,
D`rum lerne, armes Herz, Dich fassen.

Und bist Du heute ... weiterlesen


Den Arbeitern

Was ist der erste Adelsbrief,
Um den die ersten grünen Halme,
Gefördert aus der Erde tief,
Verschlingen sich zur Siegespalme,
Er borgt den Glanz von keiner Krone,
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Laß ab von mir!

Was kettet Dich an mich, den finstern Mann,
Der seines Lebens Rechnung abgeschlossen?
Dein Herz, das kaum zu schlagen noch begann.
Erfreue sich mit fröhlichen Genossen!
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Des Glasers Töchterlein

Weil ich dem Glase gar so hold,
Das wacker ich zum Mund geführet,
Auch ander Gold als Rebengold
Mir niemals hat das Herz gerühret,
So bin beim Handwerk ich geblieben
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O, weile noch

Weile noch, Nacht wird`s, wenn Du entschwunden,
Oft hab` ich, leis` erbebend, schon geglaubt,
Wenn meine Blicke Dich nicht mehr gefunden,
Das Licht des Auges sei mir jäh ... weiterlesen


Den Vogel schau

Wenn Du Dein Glück verloren hast,
Und nichts Dir Trost und Frieden bringt,
Dann schau` den Vogel auf dem Ast,
Der froh für sich sein Liedchen singt;

Und wenn der ... weiterlesen


Wenn lind des Waldes Wipfel rauschen

Wenn lind des Waldes Wipfel rauschen
lind des Waldes Wipfel rauschen,
Und durch die Blätter blinkt der Stern,
Lieg` ich, versenkt in tiefes Lauschen,
In eines Baumes ... weiterlesen


Das Kreuz

Wenn rings des Frühlings Iubellieder schallen,
Und Blatt und Blüthe nach dem Lichte streben,
Hörst Du durch all das wonnereiche Leben
Der ew`gen Klage leisen Laut ... weiterlesen


Dämmerstunde

Wenn sich der Sonne letzter Schimmer
Sacht fortstahl über`s Nachbardach,
Bin einsam ich in meinem Zimmer,
Und stille Träume werden wach.

Die führen mich von ... weiterlesen


Unterschied

Wenn sonst die Mutter Märchen mir erzählt,
Wie hemmte Spannung da des Herzens Klopfen,
Und ward die arme Unschuld arg gequält,
Hing wohl im Auge mir manch Heller Tropfen.
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Schlaf wohl!

Wenn süßer Schlaf sich auf Dich senkt,
Dein Auge, matt von Lust, sich schließt,
Einsam mein Herz noch Dein gedenkt,
Und eine stille Thräne fließt
Um Dich aus meinem ... weiterlesen


Hinweg von hier!

Wenn zu mir Deiner Augen Sterne
Mit mildem Glanze wenden sich,
Ergreift nach unbekannter Ferne
Ein sehnsuchtsvolles Heiniweh mich;
Hinweg von hier, bei Dir allein
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Einer Schauspielerin

Wicht an die Scholle kette Dein Geschick,
In keinem Boden wirst Du Wurzeln schlagen,
Laß nie begehrend haften Deinen Blick,
Es muß Dein Fuß Dich rastlos weiter tragen,
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Wie Lenzeshauch

Wie Lenzeshauch hast Du mich stets erquickt,
Was wild und schmerzlich mir die Brust bewegte,
Wenn Deines Kleides Saum ich nur erblickt,
War mir es schon, als ob der Sturm sich ... weiterlesen


Wie lieblich seid Ihr

Wie lieblich seid Ihr, holde Frauen,
Wenn stilles Wohlthun Euch verklärt,
Wenn Perlen Eure Blicke thauen,
Und Ihr, gleich Engeln anzuschauen,
Dem Elend süßen Trost ... weiterlesen


Früher Tod

Wie stirbt es schön sich in der Kindheit Tagen,
Die Knospe welkt, bevor sie sich erschlossen,
Es stockt das Herz, noch eh` es recht geschlagen,
Und nichts verliert es, das noch ... weiterlesen


Neujahrsgebet

Wir hofften, es mit Schwertern einzuläuten,
Mit deutschen Schwertern dieses neue Jahr,
Kein Kampfruf aber sammelt die Zerstreuten,
Noch harrt des Führers eine bange Schaar,
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Wohin Du ziehst

Wohin Du ziehst, in alle Weiten
Soll auf der Lüfte lindem Weh`n
Des Dichters Segen Dich begleiten
Und sein Gedenken mit Dir geh`n.

Wird Dich im Arm die Freude ... weiterlesen


Hinaus!

Wohl hab` ich schwer bei Dir gelitten,
Von Deinem Auge ungeseh`n,
Doch ist der Friede jetzt erstritten,
Mich fächelt seiner Palmen Weh`n;
Noch bet` ich still vor Deinem ... weiterlesen


Fort ist mein Lieb!

Wort ist mein Lieb! Fort ist mein Lieb!
Mich hat sie einsam hier gelassen,
Ob nur die Sonn` am Himmel blieb,
Ob nicht die Sterne jäh erblassen?!
Es ist nicht Tag, es ist ... weiterlesen


Wann, wann marschiren wir gen Norden?

Wozu, Ihr Fürsten, Eure Heere,
Zu wessen Dienst sind sie geweiht,
Wenn trag bei Fuß noch die Gewehre,
Indeß das Volk längst marschbereit?
Ein feig` Commando: `Hahn` in ... weiterlesen


Friedrich Oetker

Währt sie stets noch unvergessen,
Ungesühnt die alte Schuld,
Zeiht noch stets die Mahnung: Hessen
Uns der schimpflichsten Geduld,
Strahlt aus Finsterniß und Schande
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Prolog

zu einer Wohlthätigkeitsvorstellung.

Nun Alles sich mit hoffendem Gemüthe
Dem neuen Lenze froh entgegen drängt,
Wen jammert nicht die kaum erwachte Blüthe,
Die ... weiterlesen


Eugen Richter

Zum 30. Juli 1882

Wo grüne Höh`n der Sonnenstrahl
Mit seinem gold`nen Netz umstrickt,
Und in das waldbekränzte Thal
Die Wartburg freundlich niederblickt,
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Gruß an Oesterreich

Zum dritten deutschen Bundesschießen in Wien.

In Nacht versank des Thales Grund,
In Nacht versank sein Hoffen,
Umgähnt vom finstern Schreckensschlund,
Blieb ihm ... weiterlesen



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