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Gedichte - Alexander Puschkin


Ständchen

        Nächtlicher
Duft         Weht
durch die Luft;      
      Es saust,  
         
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Verlangen nach Ruhm

Als ich, von Leidenschaft und
Liebeswonne trunken, In stummer
Seligkeit vor dir aufs Knie
gesunken, Ins Auge dir geblickt,
geschwärmt: nun bist du mein! - Du
weißt, ob ich ersehnt des Ruh
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Der Engel

An Engel steht, ein Glanzgebilde, An
Edens Thor, das Haupt geneigt, Indeß
der tückische, der wilde Dämon dem
Höllenschlund entsteigt. Der Geist
des Zweifels, der Vernei
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Fragment

Auf Grusiens Hügeln liegt die nächtge
Nebelschicht, Die Wellen der Aragua
schäumen. Mir ist so schwer und
leicht, so düster und so licht; Du
füllst mein Sehnen aus und Träumen,
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Elegie

Beglückt, wer seine Leidenschaft Nicht
braucht voll Reue zu beklagen, Wem Mut
die Hoffnung giebt und Kraft, Die
Ungewißheit zu ertragen; Wem in der
wollustheißen Nacht Der
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Lied von dem wahrsagenden Oleg

Der Rachezug gilt den Chasaren
nun,     Oleg läßt rüsten
und werben: Ihre Dörfer und Felder,
schwur er bei Perün,     Mit
Feuer und Schwert zu verderben. A
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Die längst verschollne Lust vergangner Tage

Die längst verschollne Lust vergangner
Tage Drückt wie ein Kopfweh mich nach
einem Trinkgelage. Doch meines Herzens
Gram dem Weine gleicht, Der, wie er
altert, auch an Stärke steigt.
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Die beiden Raben

Durch die Luft ein Rabe krächzt,
Hungermüd nach Labung lechzt, Fragt
er einen andern Raben: Werden wir heut
Speise haben? Und der andre Rabe
spricht: Heut an Spei
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Märchen vom Fischer und dem Fische

Ein Alter mit seiner Alten wohnte Am
Ufer des Meeres, des blauen Meers, In
einer alten Erdhütte wohnten Die
beiden schon drei und dreißig
Jahr. Der Alte ging auf den Fischfang
aus,
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Ex ungue leonem

Ein paar von meinen Liedern wurden
neulich Gedruckt, doch stand mein Name
nicht darunter; Ein Kritikaster findet
sie abscheulich, Und reißt sie —
gleichfalls namenlos — herunter.
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An Elwina

Elwina, holdes Lieb, laß deine Hand
mich fassen! Befreie von dem Druck des
Lebensalpes mich! Wie lange mußt du
noch von dem Geliebten lassen, Wann seh
ich wieder dich? Soll
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Der Husar

Er striegelte sein gutes Thier Und
brummte mehr als sich`s gebührte: »O
du vermaledeit Quartier, Wohin der
böse Geist mich führte! Hier hält
man sparsam unsre Reih`n,
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Der verbrannte Brief

Fahrwohl nun, Liebesbrief, fahrwohl! Sie
hat`s befohlen! … Wie lange zögert
ich, die Handschrift zu verkohlen, Die
tausend Wonnen wach in meiner Seele
rief! … Doch horch, die Stunde sc
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Ein frohes Mahl

Gern weil` ich beim frohen Mahl Wo die
Freiheit ihren Sitz hat,
Tischbeherrscher der Pokal Und
Minister ist wer Witz hat. Wo im
Herzen Heiterkeit, Morgenröthe im
Gesicht
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Der Ertrunkene

Hin zum Haus die Kinder sprangen;
Vater! ein ertrunkner Mann Hat im
Netze sich gefangen! — Doch der
Vater fuhr sie an: Wollt Ihr
schweigen, böse Jungen! Seid Ihr
Tölp
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Einsamkeit

Ich grüße dich, du traute Einsamkeit,
Du Stätte der Begeisterung und Weihe,
In Glück leb` ich und in
Vergessenheit Hier meiner Tage stille
Reihe! Ja dir gehör` ich nu
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Serenade

Ich halt, Inesilla, Am Fenster dir
Wacht! Tief schlummert Sevilla In
schweigender Nacht. Voll Liebesglut
harre Im Mantel ich hier Mit Schwert
und Guitarre -
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Die Blume

Im Buch seh ich ein Blümchen
liegen, Welk, duftlos,
mutterseelenallein … In wundersames
Sinnen wiegen Mein Geist und mein
Gemüt sich ein. Wie lange blühtest
du? Was schm
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Die Nachtigall

Im dunklen Gartenhort bei stummer
Mitternacht Besingt die Nachtigall der
Rose duftige Pracht; Allein die Rose
schweigt zum flehenden Gesange Und
wiegt sich und entschläft beim süßen
Lieb
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Der Antcha

Im heißen, dürren
Wüstenraum Vereinsamt auf der weiten
Erde Steht der Antschar, der
Todesbaum, Ein Wächter finster von
Geberde. In ihrem Zorn ließ die
Natur De
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Die Russalka

Im Waldesgrund, am Seegestade, Erflehte
ein Anachoret Für seine Sünden Gottes
Gnade In Arbeit, Fasten und
Gebet. Schon grub sich eine
Grabesstätte Der greise Mönch mit mü
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Der Wojewode

Kehrt, entronnen nahem Tode, Aus der
Schlacht der Wojewode. Herrscht im
Hause Nachts umher Tiefe Stille; und
er schleicht sich In die Kammer... ha!
was zeigt sich Seinem
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Der schwarze Schawl

Mein Aug`, wie im Wahnsinn, blickt starr
auf den Shawl, Am eisigen Herzen nagt
bittere Qual. Jung war ich an Jahren,
leichtgläubig mein Sinn, Da gab einer
Griechin ich glühend m
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Gold und Stahl

Mein ist Alles! sprach das Gold; Mein
ist Alles! sprach der Stahl. Alles
kauf ich! sprach das Gold; Alles nehm
ich! sprach der Stahl. Aus dem
Russischen von
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Nachts

Mein Wort, das sanft dich grüßt bei
Tag aus Herzensfülle, Erregt der
Mitternacht geheimnisvolle Stille. An
meinem Lager brennt der Kerze trübes
Licht; Die Reime, klangvermählt,
beseele
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Die Madonna

Mit einer Galerie von Meisterwerken
nicht Der alten Malerkunst drängt`s
mich, mein Heim zu schmücken, Daß
abergläubisch schwelgt der Gast im
Hochentzücken, Nachbetend, was der
Mund der
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Der Dichter

Muthtos in sich zusammenbricht, Von
eitlem Erdentand bemeistert, Der
Dichter, wenn die Muse nicht Zu ihrem
Dienste ihn begeistert. Sein heilig
Saitenspiel verstummt, Sein eign
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Lied

O Delia, du Holde, Wo weilst du? Säume
nicht! Schon strahlt in lautrem
Golde Des Liebessternes Licht. Der
Mond macht seine stille Runde, Dein
Argus traut der späten Stunde
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An A. P. Kern

O Stunde seliger Vereinung, Wo du
erschienst mit holdem Gruß, Gleich
einer flüchtigen Erscheinung, Der
reinsten Schönheit Genius! In
hoffnungslosen Sehnsuchtqualen,
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Beschwörung

O, wenn es wahr ist, daß zur Nacht, Wo
friedlich schlummert alles Leben Und
nur die Mondesstrahlen sacht Um Kreuz
und Leichensteine weben - O, wenn es
wahr ist, daß herfür
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Ein Herbstmorgen

Schalmeigetön füllt meinen stillen
Raum Und giebt von neuerwachtem Leben
Kunde; Den bilderreichen schönen
Liebestraum Hat jäh verscheucht die
laute Morgenstunde. Am Himmel ist di
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Die Schönheit vor dem Spiegel

Sieh auf die Liebliche, wie sie vor
ihrem Spiegel Das stolze Haupt mit
frischen Blumen schmückt, Mit ihren
Locken spielt - und wie im treuen
Spiegel Der Stolz, der schlaue Blick,
das L
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Der Sturm

Tobt der Sturm, den Tag verhüllt er,
Treibt den Schnee im Wirbelwind? —
Wie ein wildes Thier bald brüllt er,
Wimmert bald wie`n kleines Kind ...
Bald im strohbedeckten Dache
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Der Namenstag

Trinkt und singt, Ihr lieben Leute,
Lärmt so viel ein Jeder mag,
Freundschaft, Anmuth, Jugend heute
Feiern bei uns Namenstag. In dem
lustigen Getriebe Bei dem lauten Fes
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Märchen

vom Zar Saltan, von seinem Sohne, dem
berühmten und mächtigen Ritter Fürst
Gwidon, und von der wunderschönen
Schwanenprinzessin oder Zarentochter
Lebeb. Saßen
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Ein Geständnis

Vor Wut möcht ich und Scham
vergehn, Daß ich von Liebe zu dir
spreche - Doch meine Thorheit, meine
Schwäche Muß ich zu Füßen dir
gestehn. Das paßt recht schlecht zu
meinen Jah
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Die Wolke

Vorbei ist der Sturm, das Gewitter
zerstoben, Was schwebst du allein
noch, o Wolke, dort oben! Verdunkelst
allein noch den blühenden Hag,
Betrübest allein den frohlockenden
Tag!
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An eine tabakschnupfende Schöne

Wie? Anstatt Rosen, die dem Gott der
Liebe eigen, Statt Tulpen, die sich
vornehm neigen, Statt Lilien, Jasmin
und Blütenreis, Die deinen Sinnen so
gefallen, Die du getragen hast vor
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Der Talisman (II)

Wo das Meer mit ewigen Wogen Sich an
öden Riffen bricht, Wo vom nächtigen
Himmelsbogen Wärmer strahlt das
Mondenlicht, Wo des Harems
Hochgenüssen Schwelgend frönt der Mus
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Der Talisman

Wo des ew`gen Meers Geschäume Sich an
öden Felsen bricht, Wo zur Nacht
durch duft`ge Räume Wärmer strahlt
des Mondes Licht; Wo in Haremsluft
verweichelnd Selig lebt de
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Die bösen Geister

Ziehn die Wolken schwer und dunkel,
Flockt der Schnee und stürmt`s mit
Macht; Birgt sich Mond, und
Sterngefunkel, Trüb der Himmel, trüb
die Nacht. In dem Schnee ist kein
Gelei
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