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Gedichte - Alma Leschivo

Heimatlose Augen

    In düstrer Glut
    Sah ich ein Auge brennen,
    Nicht Liebe kann ich`s nennen,
    Was in ihm ruht —
Und doch ein heiß` ... weiterlesen
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VIII. Die Macht des Traumes

(Eine Elegie).

Nun dich das Leben meinem Aug` entrückte,
Müht sorgend sich der Gott des Traums, die Brücke
Dir über jenen Abgrund aufzuschlagen,
Der feindlich ... weiterlesen Eine gewaltige Macht

(Gespräch)

Er:

`Denkst du, daß du mit einem
Kannst meine Seel` erringen?
Gar Manche hat schon mit Geschick
Versucht sie zu bezwingen.
Doch ... weiterlesen Linto

(Trugschluß)

Der Sonne letzter Flimmer
Sagt zitternd gute Nacht;
Nun fällt der Dämm`rung Schimmer
Herein durch`s Fenster sacht.

Da klingt dein ... weiterlesen Allegro con fuoco

An Thea.

Ich weiß, du wiesest mir gern die Thür,
Weil mein Blick dein Blut erregt!
Ich weiß, du hassest mich heiß dafür,
Daß mein Wort dein Herz bewegt!
... weiterlesen Con calore

An Thea.

Seit an meiner Brust in Briefleins Gewand,
Ruht ein Lied, das deine Seele gehegt,  —
Ist mir`s als ob deine kosende Hand
Du leicht auf mein ... weiterlesen Melodie

Au bist da! — Drei Wörtlein nur,
Und verändert ist die Welt! —
Blühender erscheint die Flur,
Leuchtender vom Himmel fällt
Jeder Sonnenstrahl; und die Luft
... weiterlesen Sei mild!

Aus deinem Aug` blitzt oft ein Strahl,
Vor dessen Macht ich zittern muß;
Er weckt des Sehnens tiefe Qual
Nach einein einzig langen Kuß.

Doch giebt der Kuß den ... weiterlesen Bange Sorge

Beneidenswerth! Wie du am Abgrund stehst,
Und schwindelfrei die Tiefe überblickst!
So sicher`n Schrittes dicht am Rande gehst! —
O hüte dich! wenn plötzlich du ... weiterlesen Aus

Der du des Daseins Zwiespalt ruhig schaust,
Der du der Herzen sehnend Weh erkannt,
Der du mir deine Seele anvertraust,
      Sei mir gegrüßt.

... weiterlesen Intermezzo

Der Frühling will von dannen ziehn,
Die Rosenknospen schwollen —
Berauschend duftet der Jasmin,
Akazien- und Lindenduft
Aus tausend Blüten quellen,
Und durch ... weiterlesen Sei nie verzagt!

Der Gedanken — hast du gar so viele,
Scheint recht faßbar keiner dir zu sein;
Auf und nieder wie bei Windesspiele
Zittern sie gleich Blättern, um ihr Sein. —

... weiterlesen III. Im Concertsaal

Der Marmor einer hohen Säule
      Verbarg dich neidisch mir.
Ob du gewußt an deines Herzens Beben,
      Daß ich war nahe dir? —
... weiterlesen Wer bist du?

Des Nachts, wenn mich der Schlummer flicht,
Weckt nur dein Blick noch stilles Graun,
Wenn er durch mein Gedenken zieht —
Ich weiß, ich kann dich nicht durchschaun!

... weiterlesen Thema

Du bist die Kraft, wenn ich ermattet schwanke,
Du bist die Sonne, wenn mein Tag wird trübe;
Und geh ich schlafen, ist`s mein Nachtgedanke,
Ob du mich lieb hast, so wie ich dich ... weiterlesen II. Erkannte Wahrheit

Du bist nicht du! Warum erheuchelst du?
Ein anders Sein?
Was schmückst du dich mit einer starren Ruh,
Die doch nur Schein! —

Es sammelt der Vulkan die stärkste ... weiterlesen VI. Am Ziel

Du fliehst mich nicht! Glück ohne Gleichen!
An meinem Herzen ruht dein liebes Haupt!
Hätt`st du den Kuß nur früher doch erlaubt,
So mußte längst die Schwermuth von mir ... weiterlesen Andante

Du kehrtest heim und tausend Worte,
Die drängen sich zu meiner Lippe Rand,
Sie alle können dir nicht sagen,
Wie schwer ich meine Einsamkeit empfand.

So lang du ... weiterlesen Trotz grauem Haar

Du nahmst vom Auge leise nur die Binde,
Daß endlich ich der Sonne Licht geschaut,
Wie ist die Welt so schön, so reich! — Ich finde,
Seit deiner Führung ich mich ... weiterlesen V. Vergessen

Du solltest nimmer meine Liebe sehn!
Hab ich vergessen, was ich mir geschworen?
Als ich dein Auge sah sich leicht umfloren,
Das meine du gesucht mit süßem Flehn —

... weiterlesen Des Dur Akkord

Du stiller See, bewacht von dunkeln Tannen,
Durch die der Sonne und des Mondes Licht
Nur selten, wie durch dichte Schleier bricht,
Wie weißt du all mein Denken zu umspannen. ... weiterlesen Die weiße Rose

Durch Gestrüpp und Dornen führte mein Weg,
Daß mein Fuß erlahmt, meine Hand verletzt.
Da winkt` eine weiße Ros am Geheg,
Die hab` ich mit heißen Thränen genetzt,
... weiterlesen Ein Augustabend im Hochgebirge

Ein letztes Glühn der Schroffen sagte mir,
Daß Helios zur Ruhe war gegangen;
Und langsam sank die Nacht in`s Thal hernieder.
Die Dämm`rung, gerne zögernd, muß entfliehn ... weiterlesen Humoreske

Ein neues Begleitmotiv.

Einst hörte ich eine sonderbar Mär,
Und schreibe sie flugs in Reimlein her.
Sie ist schon passiert vor gar langer Zeit,
Ich rette sie nur ... weiterlesen Unrettbar

Einst hat aus tiefer Augen Grunde
Mich eine Seele angeschaut,
Die litt an einer solchen Wunde,
Daß nur der Mund sie nie vertraut.

Sie schien die Heilung zu ... weiterlesen Nach langem Regen

Endlich fiel der graue Regenschleier nieder;
Leuchtend sandt` die Sonne ihre Strahlen wieder,
Daß sie ihrer Schönheit auch bewußt sich werde,
Zu der wie mit Demantstein ... weiterlesen Bagatelle

Er hatte bei Tag und Nacht
Nur noch an sie gedacht!
Ihr Denken jederzeit
Hielt nur sein Bild bereit!
Und als er vor ihr stand,
Er, der sonst so gewandt,
Kein ... weiterlesen Zu rechter Stunde

Erkenntnißstrahl, erleuchte die Gedanken.`
Ich rief ihn einst! Und nun steh ich geblendet
Vor dem, was er enthüllt! — Ein leichtes Wanken
Spürt` ich, als in mein träumend ... weiterlesen Auf der Wartburg

Es flog von der Wartburg stolzester Zinne
Ein sehnender Gruß zu dir in das Land.
Weißt du, daß Lieder von dort ausgesandt
Noch Funken bergen von Tannhäuser`s Minne?
... weiterlesen Ein Freudenstrahl

Es hat mir hohes Glück gebracht,
Das; du entzückt von meinen Liedern!
Was du mir gabst, möcht` ich erwidern,
Und sich, ein neues Lied erwacht!

Zwar arm nur ist ... weiterlesen Euch Lieder sang ich in heißer Zeit

Euch Lieder sang ich in heißer Zeit,
Hoch stand mir die Sonne des Lebens!
Oft hielt die Wolke den Blitz bereit,
Zu vernichten das Ziel meines Strebens!

Doch ... weiterlesen III. Zu schwer

Fast  ist`s zu schwer, die Liebe zu verschweigen;
Ich fühl`s, das; du mir theurer bist, denn je.
Ein Zehnen treibt mich bang in deine Näh,
Und liebend Herz und Geist sich ... weiterlesen Grave

Friedelos, der Ruhe baar,
Die Gedanken kreisen. —
Seit dein keusches Lippenpaar
Schmerzbewegt den leisen
Seufzerlaut mir anvertraut,
Hör` ich Trauerweisen. ... weiterlesen Cantilene

Fühl sein Haupt, o Abendwind!
Spiele leise, kose lind
Um die Stirn, die Leid durchwühlet!
Trag` zu ihm ein liebes Wort,
Das ihm scheucht die Schmerzen fort,
Die ... weiterlesen Zum letzten Mal

Für ewig möcht` ich Glut und Leben trinken
Aus deiner Augen tiefem Zauberquell,
Daß meine Tage nicht in Nacht versinken,
Schau` ich nicht mehr ihr Leuchten klar und hell!
... weiterlesen Eine Frage

Fürchtest du schon meines Lied`s Gewalt?
Hab ja bisher nur gescherzet.
Gebietet dein Schweigen mir jetzt schon: halt!
Wisse, daß das mich schmerzet. —
Wollte entfalten ... weiterlesen Geheimnis

Geheimnis, doppelseitige Macht!
Zu trennen weißt du und zu binden.
Zur Lösung hast du dort gebracht,
Was hier geeinigt dein Verschwinden,
Und Schönheit birgst du, wie ... weiterlesen Mysterium

Geheimnissvolles, tief‘ Verstehn,
Im Herzen hat es lang  geglüht,
Eh` zündend es dem Aug` entsprüht,
Um unerkannt nicht zu vergehn.

Zwar bebend noch die ... weiterlesen Sanctus

Geklopft hat an`s Herz dir mein Liebeslied,
Leise, gar leise —
Und doch der Jüngling vom Manne schied. —
Die Sehnsuchtsweise
Hat wach gesungen den reifen Mann,
... weiterlesen An meine Kunst

Geliebte Kunst! Ach heute nah dich mir!
Ich gab durch dich schon manchem Herzen Trost.
Reich` mir den Balsam heut`, ich fleh zu dir —
Daß mich ein Schimmer deiner Macht ... weiterlesen Ein Irrthum

Getroffen hat mich jüngst ein heller Strahl,
Daß ich noch zitternd seiner Macht gedenke;
Es schaffet Wonne mir, nach langer Qual,
Wenn ich in seinen Nachglanz mich versenke.
... weiterlesen Ein Krystall

Gleich einem reinen Bergkrystall
    Durchschaut` ich dich,
Der lauter, klar, allüberall
    Der Quelle glich,
Die aus dem Schoße der ... weiterlesen Unlösbar

Glück ist Sehnsucht!` — Ahnst du welche Macht
Mir in`s Herz geschleudert hat dies Wort?
Tausendfaches Echo weckt es dort,
Hat zum Brand die stille Glut entfacht —
... weiterlesen Stumme Zwiesprach

Hatt`st der Rebe Duft schon eingesogen,
Deine Lippe netzte schon der Wein,
Da traf dich aus meinem Aug` ein Schein,
Dein dem Sinnen plötzlich nachgezogen,
Und die Lippe ... weiterlesen Nocturno

Heim kehrt` ich um Mitternacht,
Alles ruht in Träumen!
Nur in meinen Räumen
Hält die Glut noch spielend Wacht!

Wie die Flämmchen im Kamin
Tanzen, ... weiterlesen Adagio

Ich fühle deines Geistes Wehn
Bei allem, was ich denk` und thu;
Glück überkommt mich, tiefe Ruh
Bei jeden: kurzen Wiedersehn.
Fand ja in dir die Seele, meiner ... weiterlesen Eiche im Rauenthal

Ich weiß eine stolze Eiche,
Die oft der Sturm zerzaust.
Wenn Ruh auch im Luftbereiche,
In ihren Zweigen es braust,
Sie kann nicht Ruhe finden,
Seit sie der Sturm ... weiterlesen Dein

Ich weiß es jetzt, daß ich von dir geliebt
Mit jenem namenlosen, tiefen Sehnen,
Das dich auf ewig mir zu eigen giebt!

Ich sah, wie dir vor dem Verluste bangt,
... weiterlesen I. Geahnte Wahrheit

In allen Augen kann ich lesen,
Nur deines bleibt ein Räthsel mir,
Vom ersten Blicke, den wir tauschten,
Gehörte meine Seele dir. —

Weil ich dich nicht ... weiterlesen Gieb Antwort!

In banger Sehnsucht harr` ich auf ein Zeichen,
Das nur enthüllet, ob dein Leid entflohn.
Manch Brieflein kam, doch wie zum Hohn,
Kein einzig Wort von dir! Die Stunden ... weiterlesen Wach auf!

In deinem Auge ruht verborgen
Noch unberührt` geheime Glut!
Heiß sehn` ich mich sie zu erwecken,
Doch fand bisher ich nicht den Muth!

Zu stolze Brau`n dein Aug` ... weiterlesen I. Beim Wiedersehen

In deines Auges räthselhafte Tiefen
Hatt` lang — wie lang ich keinen Blick gethan.
Die alte Macht erstand; es ist kein Wahn,
Erwacht sind Tust und Leid, die heimlich schliefen ... weiterlesen Armonin

In dem tiefen Strome meiner Lieder
Sah ich untertauchen deine Seele —
Doch er trug empor zum Licht sie wieder,
Daß der Welt nicht ihre Schönheit fehle.

Wenn ... weiterlesen Ginbiloso

Jubel füllet meine Seele,
Weil den Schmerz besiegtest du!
Schwarze Sorge, ich befehle:
Lasse ihn und mich in Ruh!

Neuer Muth mein Herz durchdringet,
Seit ... weiterlesen Romanze

Jung Harald war ein gar kühner Gesell!
Da nimmer er sagen wollt`, was ihn bewegt,
Wie wüßt` er sich doch zu helfen schnell,
Hat in die Lieder sein Herz er gelegt!
... weiterlesen Largo

Königin der Nacht.

O könnt` ich deinen Kelch, den wunderbaren,
Den du geheimnisvoll der Nacht erschlossen
Auch in dein Strahl des Lichtes mir bewahren!

... weiterlesen Umsonst!

Lege den: Denken Fesseln an,
Und sage: Bis hier darfst du gehn!
Lege der Freiheit Ketten an,
Und sage: Hier bleibst du stehn!
Zwinge den Geist zurück in das Dunkel,
... weiterlesen Zum Trost

Mein Denken flattert ruhelos umher,
Ich möchte Trost dir gar so gerne spenden.
Dich aufzurichten, das ist mein Begehr,
O könnt` ich helfen deine Sorgen enden!

... weiterlesen Glücksbewusst

Mein ist, wem ich von Liebe sing`!
Mein, wem ich Trost werd` spenden —
Mit meinem Liede ich bezwing`
Wer sich von mir will wenden! —

Vom Männerherz, so stolz ... weiterlesen Meine Liebe gleichet

Meine Liebe gleichet dem tiefen Meer,
      Das unergründbar —
Doch trag` ich nach einzelnen Tropfen Begehr
      Wird`s durchsichtig klar.
... weiterlesen Mein Gewissen

Mir ist, als ob du mir nie fremd gewesen,
Und doch, nur wen`ge Monde sind vorbei,
Daß ich Zuerst in deinem Blick gelesen:
`Ich bin dir gleich! Gieb deine Seele frei!
... weiterlesen Willkommen heisst Du,

Mir willkommen bist Du!

Laß sprühn die Funken, verbirg sie mir nicht,
Dämpfe vor mir nicht der Augen Licht —
Vergebens zwingst du dein Herz zur Ruh,
Ruft ... weiterlesen Skala

Neu schienst du mir, und doch so ganz bekannt!
Im Geiste hielt ich lange schon umspannt
Dein Zukunftsbild! Nun ist vor mir entfaltet,
Was meine Phantasie für mich gestaltet ... weiterlesen Fragment

Nicht lösen konnt` ich heute meinen Blick
Von all der stummen Pracht der Sonnenglut,
In die gehüllt der weite Horizont. —
An solchem Abend war`s, als einst vor Jahren
... weiterlesen Ein Wunder

Nicht unter kalter Erde, hartem Stein,
Wollt` ich begraben meine Liebe, dich;
Nein, lodern solltest du im Flammenschein,
Wie heiße Glut, die selbst verzehret sich!
Eh` du ... weiterlesen Mein Lied

Noch hat mein Lied dein Herz nur gestreift;
Doch darf nicht sinken mein Hoffen!
Eh` wieder der Sommer die Früchte gereift,
Hat es in`s Herz dich getroffen!

... weiterlesen Scherzo

O Mücklein, wie bist du
So unbescheiden!
Entführt`st mir die Ruh
Und schaffest mir Leiden!
Tanztest so fein, daß unverwandt
sein schönes Auge durch dich ... weiterlesen Erweckt ihn nicht!

O schweiget, — laßt den Schmerz still ruhn,
Erweckt ihn nicht zum Leben!
So lang er schlummernd bei mir weilt,
Kann er noch Segen geben. —

Doch bricht einmal ... weiterlesen Transcription

O, schlummre süß! Es naht die Nacht!
Sehnsüchtig mußt` ich warten,
Bis daß der Sterne Zauberpracht
Strahlt über Strom und Garten.
Der Mond geht auf! Der Nachtwind ... weiterlesen Süßes Gift

Ob das Seidenwürmlein, das verspinnt
Seine Lebenskraft in seidnem Faden,
Ahnet, daß als Falter es gewinnt
Schwingen um in Aetherluft zu baden?

Oder ob es einzig, ... weiterlesen Ritornell

Orangenblüte!
Dein Duft berauscht, gleich Lust gepaart mit Leide —
O, daß gleich dir, der Unschuld Farb` ich hüte! —

Sammet`weiches Pensee!
Wie ... weiterlesen Reverie

Rosenblatt zu meinen Füßen,
Sag`, wer läßt durch dich mich grüßen?
Willst du wecken alte Zeiten,
Die zur Sehnsucht mich verleiten
Nach der vollen Lebensrose?
... weiterlesen Auferweckt!

Rosenduft — wach mir ruft
Längst vergangne Zeiten
Denn ein Lied, das ich mied,
Weiß er herzuleiten.

`Rose roth — birgt den Tod,
Schlägt dem Herzen ... weiterlesen An Tlien

Schau mich nicht an mit diesem Blick
Voll Seligkeit und Bangen!
Nicht ich kann zwingen dein Geschick,
Das naht dich zu umfangen.
Gebunden ist mir Herz und Hand
... weiterlesen Reveille

Schlummerst du noch? Ich steh auf  Wacht,
Laß mich zu lang nicht warten!
Der junge Tag mit Zauberpracht
Erfüllt schon Hain und Garten!
Die Sonne naht, und süßer ... weiterlesen Zerstört

Schon neigt die Lippe sich zum Rand des Bechers,
Der trankerfüllt die Heilung für mich birgt;
Da greift die Hand des Schicksals jäh hernieder,
Zertrümmernd das Gefäß, und ... weiterlesen V. Fahr wohl!

Schäm` dich der heißen Thräne nicht
Die schwer an deiner Wimper hängt;
Sie nur den wilden schmerz dir bricht,
Den schonend du in`s Herz gezwängt.

Verläßt du ... weiterlesen Dialog

Sie:

Siehst du im See ganz einsam dort
Die beiden Wasserlilien blühen?

Er:

Umsonst des Nebels zart Bemühen.
Der Mond zieht doch den ... weiterlesen Nun erst recht!

So nun erst recht! du Wort voll Trotz und Muth,
Du birgst in Schlichtheit doch gewalt`ge Kraft!
Du schürst die Funken wieder bis zur Glut
Und sorgst, daß nie der Strebende ... weiterlesen Ein Wunsch

Soll ich dich fliehn, soll ich dich meiden?
Soll unerkannt ich von dir scheiden,
Wenn mich die Sehnsucht zu dir zieht,
Wenn meine Liebe warnet mich,
Daß dir durch mich ... weiterlesen IV. Des tiefsten Schmerzes Trost

Tief hat das Leben dich verwundet,
Doch traf`s dich noch nicht tief genug!
Ich weiß, daß nie dein Herz gesundet,
Eh`, daß es tiefsten Schmerz ertrug!

Wenn erst ... weiterlesen Syncopen

Tief senktest du den Blick in meine Augen,
Daß vor dem Strahl ich sie vergaß zu schließen!
Wollt`st du aus ihnen meine Seele saugen?
Sag`, sollt` ihr Leben sie in deine ... weiterlesen Barcarolle

Treibe mein Kahn, auf silberner Flut,
Daß die Wellen dich murmelnd umschlingen,
Ihm, der verwundet im Schooß dir ruht,
Sollen Schlummerlieder sie singen!

... weiterlesen Ein sichrer Bote

Ueber Wiesen, Thäler, Höhenzüge,
Ueber Bergesfirnen, Abgrundstiefen
Sucht dich kühnlich meine Phantasie!
Breitet aus vor dir die starken Flügel,
Lockt dich, deine ... weiterlesen Aus der Fremde

Und steig` ich zu Berg und geh` ich zu Thal,
Bist mein Genosse du allzumal!
Seit das Geschick mich zur Fremde gesandt,
Zeit du mir reichtest zuletzt deine Hand,
Mußtest ... weiterlesen Ich weiss doch, was dir fehlt

Vergebens suchest du seit langer Zeit
Mir deines Herzens Wehe zu verhüllen!
Das stolze Lächeln, das du hältst bereit,
Kann mich mit tiefster Wehmuth nur erfüllen,
Weil ... weiterlesen Zingaresca

Vom fahrenden Volk
Ein Zigeunerkind,
Das ist wie ein Wild zum jagen!
Wohl! Schutzlos ist`s —
Doch wehrlos ist`s nicht!
Es rächt sich, eh` es zerschlagen.
... weiterlesen Mein

Vom stummen Druck der Hand
Bis zu dem Kusse deiner keuschen Lippen
      Ist alles mein!
Und jeden Blick des Aug`s —
Und jeden Schlag von deinem warmen ... weiterlesen Rothe Rosen

Von rothen Rosen sprach ich dir,
`Wie sie mein Herz gefangen,`
Und heute sehe ich vor mir
Die rothen Rosen prangen!

Es leuchtet ihre tiefe Glut
In`s Herz ... weiterlesen Noch nicht!

Wann endlich löst die Qual sich auf in Thränen,
Damit gelöscht der Augen stiller Brand?
Wann endlich darf ich frei von Schmerz mich wähnen,
Wann endlich fällt von mir das ... weiterlesen Noch nicht!

Wann endlich löst die Qual sich auf in Thränen,
Damit gelöscht der Augen stiller Brand?
Wann endlich darf ich freu von Schmerz mich wähnen,
Wann endlich fällt von mir das ... weiterlesen II. Dir sei‘s verschwiegen!

Warum denn sagen, was du lange weißt,
Wie die Gedanken alle dir gehören;
Wohl müßte jäh es deine Ruhe stören
Erführst du voll, wie dich mein Sinn umkreist. --

... weiterlesen Was zauderst du?

Was fragt das Schicksal, wenn es Wunden schlägt,
Ob wir gestählt sind, nicht zu unterliegen!
Es schickt das Leid, das Qualen in sich trägt,
Nicht dann nur, nenn wir stark es ... weiterlesen Was zauderst du?

Was fragt das Schicksal, wenn es Wunden schlägt,
Ob wir gestählt sind, nicht zu unterliegen!
Es schickt das Leid, das Qualen in sich trägt,
Nicht dann nur, wenn wir stark es ... weiterlesen Mein Los!

Was Liebe sich geweigert nur zu  geben —
      Erobre muthig sich mein Geist!
Ich weiß, daß ich Idyllen nicht kann loben,
      Wenn mein ... weiterlesen Sehnsucht

Was mir das Herz bewegt? — Ich kann`s
nicht sagen;
Ist`s Freude oder Schmerz, ich weiß es nicht!
Zu schwach nur bin ich, das Gefühl zu tragen -
Und doch zu stark, als ... weiterlesen Ein Windstoß!

Was soll das Leben mir noch Neues bringen?
Mein Herz ist ruhig, wie das tiefe Meer,
Das Mittagsgluten schwül zur Ruhe zwingen.

Es streckt die Waffen mein Gedankenheer ... weiterlesen Vollmondnacht am Rhein

Welch` eine Nacht!
Die Seele athmet voll Entzücken
Den Schönheitszauber der Natur!
Wie schimmert doch der Strom, die Flur!
Die hohen Wipfel schauern nur —
Die ... weiterlesen Mutterseelenallein

Wem dieses Wort zum liebsten ist geworden,
Daß es im Ohr ihm klingt, wie Wonnelaut,
Dess` Harfe tönet nur in Mollakkorden,
Dem ward das tiefste, herbste Leid vertraut.
... weiterlesen Vorsicht!

Wenn das Leben dir den vollen Becher reicht,
Perlen du auf seinem Grunde träumst,
Stürz` hinab ihn doch nicht unbedacht!
Sorg`, daß bei dem Duft du lange säumst,
Statt ... weiterlesen Gedankensonne

Wie der Lebensweckerin am Himmelszelt
Keime, unzählbar, ihr Dasein danken —
So weckt oft in eines Geistes Welt
Eine Seele zahllose Gedanken,
Deren Macht ihr Strahlen ... weiterlesen Vertrauen

Wie ist mein Herz so voll,
Von Leid und Lust!
Wie ich`s bezwingen soll,
Mir nicht bewußt!
Ich möchte jubeln, klagen
In einem Ton!
Verzagen und doch wagen ... weiterlesen Ein Verhängnis

Wie kannst du alle die Schönheit sehn,
O Mond, und ruhig am Himmel stehn?
Fühlst du denn nicht die Zaubergewalt?
Wie kannst du bleiben so fern, so kalt —
Die Wellen ... weiterlesen Ein unbesonnen Wort

Wie oft hat weh gethan
Ein unbesonnen Wort!
Die Lippe spricht es aus,
Der Schall, er trägt es fort,
Bis es den Weg gefunden
      Um zu ... weiterlesen Reflexion

Woher es kommt, daß ich von dir erfaßt?
Seltsame Frage, die mich zwingt zum Denken!
Doch mag ich noch so tief die Sonde senken,
Ich fühle nur, daß du durchdrungen hast
... weiterlesen Zu mächtig

Wohin ist alle meine Ruh` —
      Wie bebe ich!
Bist Genius oder Dämon du?
      Enthülle dich!

Du scheinst so weich, so mild und ... weiterlesen IV. Eine Antwort

Wohl sah ich deinen Blick geheim mich fragen,
Ob Lieb` in meinem Herzen für dich wohnt?
Heiß glüht es dir — doch finster mahnend thront
In ihm ein ernst Gefühl. — Das ... weiterlesen Solo

Wonneselig Beben, tiefste Ruh;
Jubelnd Weh und leidvolles Entzücken!
Heil`ge Liebe, — ach, wie nahtest du?
Wirst verderben, wirst du mich beglücken?

Ahnte ... weiterlesen Der Eichwald braust!

Zu dem Gemälde von Ed. Kanoldt.

`Du hast verloren das Lebensglück
Hast du`s vertändelt, Weib?!
Sehnst du vergeudete Zeit zurück?
Den blühend jungen Leib? ... weiterlesen Aus Wasser rauscht

Zu dem Gemälde von Edmund Kanoldt. *

Kaum daß der Tag zu graun begann,
So trieb`s von dem Lager ihn auf;
Des Waldes Dunkel zog ihn an;
Wo Wellen rauschen sacht ... weiterlesen VII. Ein Himmelsbote

Zur Ruhe war der heiße Tag gegangen;
Langsam und feierlich stieg auf die Nacht.
An ihrer Schönheit blieb mein Auge hangen
Und träumend sah ich ihre düstre Pracht.
... weiterlesen Wer ist frei?

`Frei muß ich sein!` Das Wort klingt kühn!
Muth hat, der`s wagt zu sprechen.
Nie darf in Leidenschaft erglühn
Sein Herz, sonst müßt` es brechen
Nie darf sein Herz ... weiterlesen

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