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Gedichte - Anastasius Grün


Name, Bild und Lied

(Drei Wanderer) Es
ziehn drei Gesellen ins Weite
hinaus, Es litt sie nimmer im engen
Haus; Ein jeder doch nahm was Liebes
mit sich, Das hegt` er und pflegt` er
gar inniglich.

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Frühlingsgedanken

(Geschrieben auf dem
Cobenzlberge.) Fern der Stadt, auf
einem Hügel, saß ich unterm grünen
Baum, Der mir säuselnd um die
Schläfen spielte, wie ein
Frühlingstraum, Frei die Bli

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Frühlingsgedanken

(Geschrieben auf dem
Cobenzlberge.) Fern der Stadt, auf
einem Hügel, saß ich unterm grünen
Baum, Der mir säuselnd um die Schläfen
spielte, wie ein Frühlingstraum, Frei
die Blicke

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Epilog

(März
1835.) Frühlingsluft weht
allbelebend! Frühlingsschwalb’ ist
heimgereist, Hat, ob Wiens Palästen
schwebend, Schon die Kaiserburg
umkreist; Pickt di

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Epilog

(März
1835.) Frühlingsluft weht
allbelebend! Frühlingsschwalb’ ist
heimgereist, Hat, ob Wiens Palästen
schwebend, Schon die Kaiserburg
umkreist; Pickt die Spieg

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An Jakob Grimm

(Neujahr 1838.) Dahin
ist längst der schöne Traum
Deutschlands, des einen, ganzen, Wir
sehn des Kaiseradlers Flaum zersetzt im
Winde tanzen, Seit Deutschlands Zepter
barst, und si

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An Jakob Grimm

(Neujahr 1838.) Dahin
ist längst der schöne Traum
Deutschlands, des einen, ganzen, Wir
sehn des Kaiseradlers Flaum zersetzt im
Winde tanzen, Seit Deutschlands Zepter
barst, und sie um

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An Ludwig Uhland

(Zur ersten
Auflage.) Für ein Volk, getreu und
bieder, Für ein schönes, freies
Recht Kämpften heiß einst deine
Lieder, Kühn, wie Helden im
Gefecht. Wem d

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An Ludwig Uhland

(Zur ersten
Auflage.) Für ein Volk, getreu und
bieder, Für ein schönes, freies
Recht Kämpften heiß einst deine
Lieder, Kühn, wie Helden im
Gefecht. Wem der Sieg

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Einem jungen Freunde

(Zur siebenten
Auflage.) Noch als ein junges
Bürschlein zog Dein Vater, – jetzt
in Silberhaaren, – Als dieses
Liederbuch vor Jahren Zum erstenmal ins
Weite flog.

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Nach dem Schützenfeste

. . . . . . »Wißt ihr
uns zu sagen, Wann das Fest beginne?
oder zu welchen Tagen Wir erwartet
werden?« . . . . . . . . . . .
. »Soll ein Ding sich fügen, wer kann
ihm widerstehn

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Verwandlung

1. Es lag ein lockiger
Knabe Am blüh’nden italischen
Strand, Zum blauen, ewigen Aether Das
flammende Aug’ gebannt. Die Glieder
streckten sich wonnig

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Der Friedhof im Gebirge

1. Friedhof der Alpen,
deine Hügel schwellen So friedensgrün
am Tannenwald vor mir, Als schlüge
seine leisen grünen Wellen Der stille
Ozean des Todes hier.

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Einem Freunde

1. Glücklicher, dir
ward gegeben Gar ein schöner großer
Schmerz, Für dein ganzes reiches
Leben, Für dein ganzes volles
Herz! Eine Sonnenblume deuten

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Das Kreuz des Erschlagenen

1. Wieder seh’ ein
Kreuz ich ragen, – Ach, ich sah schon
ihrer viel! – Wo ein Wandersmann,
erschlagen, Unterm Dolch des Meuchlers
fiel! Nacktes Kreuz, er

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Der Friedhof im Gebirge

1. Friedhof der Alpen,
deine Hügel schwellen So friedensgrün
am Tannenwald vor mir, Als schlüge
seine leisen grünen Wellen Der stille
Ozean des Todes hier.

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Das Kreuz des Erschlagenen

1. Wieder seh’ ein
Kreuz ich ragen, – Ach, ich sah schon
ihrer viel! – Wo ein Wandersmann,
erschlagen, Unterm Dolch des Meuchlers
fiel! Nacktes Kreuz, er

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Einem Freunde

1. Glücklicher, dir
ward gegeben Gar ein schöner großer
Schmerz, Für dein ganzes reiches
Leben, Für dein ganzes volles
Herz! Eine Sonnenblume
deuten Möcht

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Ein Räthsel vom Czaren

1842. Dans les grandes
choses les hommes se montrent, comme il
leur convient de se montrer, dans les
petites ils se montrent comme ils
sont. Chamfort. Ein se

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Ein Räthsel vom Czaren

1842. Dans les grandes
choses les hommes se montrent, comme il
leur convient de se montrer, dans les
petites ils se montrent comme ils
sont. Chamfort. Ein seltsam u

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Drei Walhalla-Nichtgenossen

1846. – – Dann
wird der Bayerfürst seinen Wappenschild
daran aufhängen und Niemand wissen, was
es zu bedeuten hat. Grimm, deutsche
Sagen. O deutscher Ruhm, wärst du
d

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Drei Walhalla-Nichtgenossen

1846. – – Dann wird
der Bayerfürst seinen Wappenschild
daran aufhängen und Niemand wissen, was
es zu bedeuten hat. Grimm, deutsche
Sagen. O deutscher Ruhm, wärst du die
Gl

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Eine Hexengeschichte

1847. wanne swaz
geoffinbaret sal werden in der sele, daz
offinbaret sich in bilden. Hermann von
Fritzlar. Ich lieb`s, im Bücherstaub
aus alten Tagen Den Räthseln j

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Eine Hexengeschichte

1847. wanne swaz
geoffinbaret sal werden in der sele, daz
offinbaret sich in bilden. Hermann von
Fritzlar. Ich lieb`s, im Bücherstaub
aus alten Tagen Den Räthseln
jüngst

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Deutsche Kaiserkrone

1848. 1849. Wie hat im
letzten Märzen Der Sonnenbrand
gekocht, Wie habt ihr deutschen
Herzen Gelodert und gepocht! Eu`r
Pochen, das zermalmte Die ehrnen
Götze

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Deutsche Kaiserkrone

1848. 1849. Wie hat im
letzten Märzen Der Sonnenbrand
gekocht, Wie habt ihr deutschen
Herzen Gelodert und gepocht! Eu`r
Pochen, das zermalmte Die ehrnen Götzen
im Fa

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Die Vorigen, weniger Einen

1849. »Hie stehe ich,
ich kann nicht anders. Gott helfe mir,
Amen.« M. Luther in Worms. Es war
im krausen Jahr vierzig und acht Das
jenes Riesenfeuer angefac

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Die Vorigen, weniger Einen

1849. »Hie stehe ich,
ich kann nicht anders. Gott helfe mir,
Amen.« M. Luther in Worms. Es war im
krausen Jahr vierzig und acht Das jenes
Riesenfeuer angefacht,

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Bei Radetzky‘s Bestattung

1858. »Die Meinungen
der Zeit verschlingt die Zeit, was aber
alle Zeiten groß genannt haben, steht
unerschüttert in jedem
Wechsel.« Radetzky`s Wiener
Ehrenbürger-Diplom.

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Bei Radetzky‘s Bestattung

1858. »Die Meinungen
der Zeit verschlingt die Zeit, was aber
alle Zeiten groß genannt haben, steht
unerschüttert in jedem
Wechsel.« Radetzky`s Wiener
Ehrenbürger-Diplom.

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Festgruß zum Schützentag in Wien

1868. »Sie fügten
ihre Hände in Eins und gingen dann In
einen weiten Palast, der war gar
wohlgethan Vor dem die Donau unten die
Fluth vorüber goß, Da saßen sie im
Freie

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Festgruß zum Schützentag in Wien

1868. »Sie fügten ihre
Hände in Eins und gingen dann In einen
weiten Palast, der war gar
wohlgethan Vor dem die Donau unten die
Fluth vorüber goß, Da saßen sie im
Freien und

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An den Kaiser

Vor den Thron des
Hochgewalt’gen tritt nun frei und
kühn mein Lied, Vor den Herrscher, dem
ein dreifach Kronenband die Stirn
umzieht: Jene alte goldne Krone, deren
Glanz, bevor sie sein,

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Salonscene

Abend ist’s; die
Girandolen flammen im geschmückten
Saal, Im Kristall der hohen Spiegel
quillt vertausendfacht ihr Strahl, In
dem Glanzmeer rings bewegen, schwebend
fast und feierlich, A

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Im Bade

Ach, könnt’ ich die
Welle sein, Wie freut’ ich mich
so! Doch könnt’ ich die Quelle
sein, Wär’ doppelt ich
froh! Könnt’ ich die Welle
sein, Hüpft’ ich

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Im Bade

Ach, könnt’ ich die
Welle sein, Wie freut’ ich mich
so! Doch könnt’ ich die Quelle
sein, Wär’ doppelt ich
froh! Könnt’ ich die Welle
sein, Hüpft’ ich mit fr

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Gastrecht

Alexander Ypsilanti
stürzt vom Schlachtfeld
kampferhitzt, Wo die Freiheit ihres
Blutes letzten Tropfen hat
verspritzt, Wo er einen hohen Orden
sich gewonnen, unbewußt, Eine schöne
Helden

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Gastrecht

Alexander Ypsilanti
stürzt vom Schlachtfeld
kampferhitzt, Wo die Freiheit ihres
Blutes letzten Tropfen hat
verspritzt, Wo er einen hohen Orden sich
gewonnen, unbewußt, Eine schöne
Heldenwun

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Ungleicher Tausch

Alpensöhne, frei und
bieder, Wenn in unsre Städt’ ihr
wallt, Jauchzt ihr auch das Lied
hernieder, Das auf euren Bergen
hallt; Wollt’ auch unsern Augen
bieten, Wa

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Widerspruch

Als an ihrem Mund ich
hangend Sog noch ihren Odem
ein, Träumt` ich viel von Tod und
Trennung Und von Sarg und
Leichenstein. Nun ich steh` an ihrem
Grabe, Träum` ich

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Bestimmung

Als der Herr die Ros’
erschaffen, Sprach er: du sollst blühn
und duften! Als er hieß die Sonne
werden, Sprach er: du sollst glühn und
wärmen! Als der Herr die Lerch’

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Bestimmung

Als der Herr die Ros’
erschaffen, Sprach er: du sollst blühn
und duften! Als er hieß die Sonne
werden, Sprach er: du sollst glühn und
wärmen! Als der Herr die Lerch’
ersch

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Das Weiheschwert

Als durch den Rhein
gewallt, geritten Die Jugend
Deutschlands weihetrunken, War, von
Franzosenblei durchschnitten, Ein Mann
in Reben hingesunken. Nun ihn umweht
des Todes Ode

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Das Weiheschwert

Als durch den Rhein
gewallt, geritten Die Jugend
Deutschlands weihetrunken, War, von
Franzosenblei durchschnitten, Ein Mann
in Reben hingesunken. Nun ihn umweht
des Todes Odem,

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Eine Jahresfeier

Am 29. November
1844. Man hat einmal, besonders in
Deutschland, für Polen geschwärmt ....
Man sah das Unglück eines Volkes und
vergaß die Ursachen, die es
herbeigeführt. Neue freie Pr

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Eine Jahresfeier

Am 29. November
1844. Man hat einmal, besonders in
Deutschland, für Polen geschwärmt ....
Man sah das Unglück eines Volkes und
vergaß die Ursachen, die es
herbeigeführt. Neue freie Press

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Der Ritt zur Schule

Am Kloster San
Lorenzo Ein Bauer leise schellt, Der
am verbrämten Zaume Fest seinen Esel
hält. Das Thier wiegt auf dem
Kopfe Stolz seinen Federschwall, Als
w

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Der Ritt zur Schule

Am Kloster San
Lorenzo Ein Bauer leise schellt, Der am
verbrämten Zaume Fest seinen Esel
hält. Das Thier wiegt auf dem
Kopfe Stolz seinen Federschwall, Als
wär’s

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Der Grenzsoldat

Am Pestkordon der
Grenzsoldat Mit der Muskete
steht, Jenseits des Stroms auf
blum’gem Pfad Das Türkenmädchen
geht. Dazwischen hin die Donau
zieht, Dem Strom des To

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Der Grenzsoldat

Am Pestkordon der
Grenzsoldat Mit der Muskete
steht, Jenseits des Stroms auf
blum’gem Pfad Das Türkenmädchen
geht. Dazwischen hin die Donau
zieht, Dem Strom des Todes gl

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Zinsvögel

Am vollen
Erntewagen Froh wallte der Bauer
einher, Die Erntekränze sie lagen Auf
garbenbeladenem Wagen, Die Rößlein
zogen gar schwer. Ein Adler flog an
den Wagen:

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Fort Belvedere

An der Veste Wall und
Warten, Die dich zügeln soll,
Florenz, Lehnt sich deines Fürsten
Garten, Blüthenvoll im sonn’gen
Lenz. Doch des Schlummers süße
Schlinge H

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Fort Belvedere

An der Veste Wall und
Warten, Die dich zügeln soll,
Florenz, Lehnt sich deines Fürsten
Garten, Blüthenvoll im sonn’gen
Lenz. Doch des Schlummers süße
Schlinge Hält d

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Deutscher Brauch

Anastasius Grün: Der
letzte Ritter / Deutscher Brauch Zur
Gruft sank Kaiser Friedrich. Gott geb’
ihm sanfte Ruh! Max faßt sein gülden
Zepter, – ei, Sonnenaar, Glück
zu! Zu W

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Sankt Hilarion

Auf Cypern ist es
Lesenszeit, Der Jubel jauchzt von den
Hügeln weit! Vor seinem Weinberg
steht ein Mann, Sieht all die Fülle
behaglich an, Die Rebenreihn voll
blauer Frucht

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Unsere Zeit

Auf dem grünen Tische
prangen Kruzifix und
Kerzenlicht, Schöff’ und Räthe,
schwarzgekleidet, sitzen ernst dort zu
Gericht; Denn sie luden vor die
Schranken unsre Zeit, die
Frevlerin, W

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Der Deserteur

Auf der Hauptwacht sitzt
geschlossen Des Gebirges schlanker
Sohn, Morgen frühe wird
erschossen, Der dreimal der Fahn’
entflohn. Heute gönnten mit
Erbarmen Sie ihm

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Der Deserteur

Auf der Hauptwacht sitzt
geschlossen Des Gebirges schlanker
Sohn, Morgen frühe wird erschossen, Der
dreimal der Fahn’ entflohn. Heute
gönnten mit Erbarmen Sie ihm Wein
u

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Legende

Auf eines Berges
Rücken Saß einst der liebe Gott, Und
maß mit fröhlichen Blicken, Was rings
dem Auge sich bot. Er sah zu seinen
Füßen Gewalt’ge Berge sich
reih

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Am Strande

Auf hochgestapelte Ballen
blickt Der Kaufherr mit Ergötzen; Ein
armer Fischer daneben flickt Betrübt
an zerrissenen Netzen. Manch rüstig
stolzbewimpelt Schiff! Manc

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Am Strande

Auf hochgestapelte Ballen
blickt Der Kaufherr mit Ergötzen; Ein
armer Fischer daneben flickt Betrübt an
zerrissenen Netzen. Manch rüstig
stolzbewimpelt Schiff! Manch mors

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Adler und Lilie

Aufruf. Indeß wir
beim Turniere und Tanze hier
gedeihn, Trinkt in Burgund der
Franzmann gemächlich unsern Wein; Wir
kitzeln hier die Ohren mit Märchenlust
und Singen, Dort

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Adler und Lilie

Aufruf. Indeß wir beim
Turniere und Tanze hier gedeihn, Trinkt
in Burgund der Franzmann gemächlich
unsern Wein; Wir kitzeln hier die Ohren
mit Märchenlust und Singen, Dort hat

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Auf dem Meere

Aufs Meer bin ich
gefahren Im Kahne ganz
allein, Begeisterung im Herzen, Im
Korb die Flasche Wein. Aufs Meer bin
ich gefahren, Zu leeren die Flasche
rein! Sieht

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Auf dem Meere

Aufs Meer bin ich
gefahren Im Kahne ganz
allein, Begeisterung im Herzen, Im Korb
die Flasche Wein. Aufs Meer bin ich
gefahren, Zu leeren die Flasche
rein! Sieht man so

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Spaziergänge

Aus der dumpfen
Siechenstube nach den frischen grünen
Hainen Läßt der Kranke gern sich
leiten von den liebevollen Seinen, Daß
er dort ins Gras sich lagre, Kraft und
neuen Glanz sein Auge

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Die Leidtragenden

Aus der Gruft heraus im
Grabeskleid, Nach dem Garten wallt die
todte Maid, Den sie einst so liebevoll
gepflegt, Der wohl tief um sie jetzt
Trauer trägt. »Weiße Lilien,
wie

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Die Leidtragenden

Aus der Gruft heraus im
Grabeskleid, Nach dem Garten wallt die
todte Maid, Den sie einst so liebevoll
gepflegt, Der wohl tief um sie jetzt
Trauer trägt. »Weiße Lilien, wie
mein

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Die Leiche zu Sankt Just

Aus Sankt Justi
Klosterhallen Tönt ein träges
Todtenlied, Glocken summen von den
Thürmen Für den Mönch, der heut
verschied. Seht den Todten! Wie von
welkem Blute Schlin

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Vogel und Wanderer

Bas’ und Vetter tafeln
im Frei’n Unterm Lindenbaum; Sitzt
auch ein singendes Vögelein In dem
schattigen Raum. Und es meinen zu
verstehn Solches Wort die Zwei:

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Rosenhaida’s Untergang

Das Dörflein
Rosenhaida Lag mitten im
Wiesengrün, Viel duftige, glühende
Rosen Sah man auf der Wiese
blühn. Da kam einst aus dem
Dorfe Ein dicker Bauersmann;

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Max und Flandern

Das Erwachen. Der
Königleue schlummert auf einem Grabe
stumm, Die Mäuse halten Fastnacht und
hüpfen lustig herum. Ei, wag’ dich
nicht zu nahe, du luftiges
Gezücht! Entf

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Storch

Das ist der vielgereiste
Tourist Herr Storch, der
heimgekehrte, Mit langen stolzen
Schritten mißt Des Daches First der
Werthe. Er trägt, wie’s Wandrerart
gebot, Ei

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Das Alpenglühen

Das ist im Thal ein
Glänzen, Kosen Von Blumen, Bäumen,
Sonnenlicht, Durch die sich, wie
lebend’ge Rosen, Ein Kranz von
blüh’nden Menschen flicht! Mit
kaltem strengen A

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Das Alpenglühen

Das ist im Thal ein
Glänzen, Kosen Von Blumen, Bäumen,
Sonnenlicht, Durch die sich, wie
lebend’ge Rosen, Ein Kranz von
blüh’nden Menschen flicht! Mit
kaltem strengen Angesi

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Am Rhein

Das sind die Fluren
gottgesegnet, Das ist der alte deutsche
Rhein! Von der Gefährten Lippen
regnet Kein andrer Reim als Wein und
Wein! Wie kommt’s, daß diesen nun
ich fä

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Am Rhein

Das sind die Fluren
gottgesegnet, Das ist der alte deutsche
Rhein! Von der Gefährten Lippen
regnet Kein andrer Reim als Wein und
Wein! Wie kommt’s, daß diesen nun
ich fände,

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Max vor Wien

Das Wiedersehen. Auf
eines Hügels Fläche, genannt der
Wienerberg, Steht eine graue Säule mit
krausem Schnörkelwerk; Die Spinnerin
am Kreuze heißt sie seit alten
Tagen, D

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Des Zechers Grab

Der Bach tief unterm
Klippenhang Rauscht in
Sirenensängen, Daß, hart am Felsrand,
schwindelbang, Gekrümmt, die Fichten
hängen. Am Kreuz von Holz spricht
noch davon

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Des Zechers Grab

Der Bach tief unterm
Klippenhang Rauscht in
Sirenensängen, Daß, hart am Felsrand,
schwindelbang, Gekrümmt, die Fichten
hängen. Am Kreuz von Holz spricht noch
davon Die S

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Der letzte Sieg

Der Fürstenbund. Zwei
Bundesheere lagern bei Terouanne im
Feld, Dorthin hat ihre Zelte
Franzosenhaß gestellt; Ha, wie da
Englands Banner die Lüfte züngelnd
leckt, Und Deu

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Der letzte Sieg

Der Fürstenbund. Zwei
Bundesheere lagern bei Terouanne im
Feld, Dorthin hat ihre Zelte
Franzosenhaß gestellt; Ha, wie da
Englands Banner die Lüfte züngelnd
leckt, Und Deutschl

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Botenart

Der Graf kehrt heim vom
Festturnei, Da wallt an ihm sein Knecht
vorbei. Hallo, woher des Wegs, sag’
an! Wohin, mein Knecht, geht deine
Bahn? »Ich wandle, daß der

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Botenart

Der Graf kehrt heim vom
Festturnei, Da wallt an ihm sein Knecht
vorbei. Hallo, woher des Wegs, sag’
an! Wohin, mein Knecht, geht deine
Bahn? »Ich wandle, daß der Leib
g

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Einem Pädagogen

Der Gärtner denkt nicht
mehr der frühern Sorgen, Wenn seine
Blumen blühen; Der Pflüger auch
vergaß der alten Mühen, Wenn er sein
Korn geborgen; Des Tages Last versüßt
es dem Gem

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Hausglück

Der Koboldbauer das ist
mir ein Mann! Sein Boden voll Korn,
sein Keller voll Wein, Sein Holz schön
aufgeklaftert im Tann, Die Rößlein
gestriegelt, das Haus so rein, Die
Wintersaat

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Hausglück

Der Koboldbauer das ist
mir ein Mann! Sein Boden voll Korn, sein
Keller voll Wein, Sein Holz schön
aufgeklaftert im Tann, Die Rößlein
gestriegelt, das Haus so rein, Die
Wintersaat sch

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Heimliche Liebe

Der Pfarrer Jost hat ein
süßes Lieb, Das hält er verborgen
fein, Wie Perlen im stillen
Muschelschrein, Wie Rehlein in dunkler
Waldesnacht, Wie Körnlein Goldes in
tiefem Schacht,

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Heimliche Liebe

Der Pfarrer Jost hat ein
süßes Lieb, Das hält er verborgen
fein, Wie Perlen im stillen
Muschelschrein, Wie Rehlein in dunkler
Waldesnacht, Wie Körnlein Goldes in
tiefem Schacht,

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Der Streit am Grabe

Der Schatz zu
Burghausen. Der Herzog Jürg von
Baiern lag auf der Todtenbahr’, Kein
Fürstenhut lag höhnend auf seinem
greisen Haar, Kein Sohn hat
segenflehend dem Kranken ins Au

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Der Streit am Grabe

Der Schatz zu
Burghausen. Der Herzog Jürg von Baiern
lag auf der Todtenbahr’, Kein
Fürstenhut lag höhnend auf seinem
greisen Haar, Kein Sohn hat segenflehend
dem Kranken ins Aug’

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Der eiserne Mann

Der Sieger, ganz in
Eisen, Tritt ins ersiegte Land, Er
will noch lang ihm weisen Die harte,
eh’rne Hand. Geharnischt ist der
Wilde Bis an die Zähne
schier, M

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Der eiserne Mann

Der Sieger, ganz in
Eisen, Tritt ins ersiegte Land, Er will
noch lang ihm weisen Die harte, eh’rne
Hand. Geharnischt ist der Wilde Bis an
die Zähne schier, Mit Schi

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Junggesellentod

Der unbeweibte Ritter
liegt Im Sterbepfühl voll Gram, Kein
Weib sich weinend an ihn schmiegt, Kein
Sohn um Segen kam. Im Vorgemach der
Mägde Schaar Flicht mit Gesang

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Junggesellentod

Der unbeweibte Ritter
liegt Im Sterbepfühl voll Gram, Kein
Weib sich weinend an ihn schmiegt, Kein
Sohn um Segen kam. Im Vorgemach der
Mägde Schaar Flicht mit Gesang den
K

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Der alte Komödiant

Der Vorhang rauscht und
fliegt empor, Ein alter Gaukler tritt
hervor, Mit Flitter sattsam
ausstaffirt, Sein ehrlich Antlitz roth
beschmiert. Du alter Mann mit dem
weißen Haa

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Der alte Komödiant

Der Vorhang rauscht und
fliegt empor, Ein alter Gaukler tritt
hervor, Mit Flitter sattsam
ausstaffirt, Sein ehrlich Antlitz roth
beschmiert. Du alter Mann mit dem
weißen Haar,

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Wartburg

Dich, ernste Wartburg,
möcht’ ich grüßen Als Frühlings
Burg zu aller Frist, Da deutschen Lenz
treu zu umschließen Freistätt’ und
Liebeshort du bist! In dichter
Wäl

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Im Batisterio zu Florenz

Die ihr nach des Meisters
Worten Himmelspforten werth zu
sein, Kunstgeformte, ehrne
Pforten, Laßt den deutschen Wandrer
ein! Düstre, dunkle
Taufkapelle, Deiner heil

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Im Batisterio zu Florenz

Die ihr nach des Meisters
Worten Himmelspforten werth zu
sein, Kunstgeformte, ehrne
Pforten, Laßt den deutschen Wandrer
ein! Düstre, dunkle
Taufkapelle, Deiner heil’gen

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Elfenkönig O’Donoghue

Die Maiensonn’ kommt
aus dem See gezogen Wie eine Kön’gin
aus des Bades Fluth, Noch schwimmt der
Purpurmantel auf den Wogen, Sind’s
glüh’nde Fluthen, ist es flüss’ge
Gluth?

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Elfenkönig O’Donoghue

Die Maiensonn’ kommt
aus dem See gezogen Wie eine Kön’gin
aus des Bades Fluth, Noch schwimmt der
Purpurmantel auf den Wogen, Sind’s
glüh’nde Fluthen, ist es flüss’ge
Gluth?

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Der Liebe Trennung

Die Reigerbaize. Als
Lenz die Erde wieder im ersten Kuß
umschloß, Da ritt aus Brügges Thoren
ein bunter Jägertroß, Viel schmucke
Falkoniere sah man zu Rosse ziehn, Und
a

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Der Liebe Trennung

Die Reigerbaize. Als
Lenz die Erde wieder im ersten Kuß
umschloß, Da ritt aus Brügges Thoren
ein bunter Jägertroß, Viel schmucke
Falkoniere sah man zu Rosse ziehn, Und
an des

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Ritter und Freie

Die Schweiz. Was
treibt euch wohl, ihr Fürsten, stets in
die Schweizergaun? Wollt einmal doch im
Leben ein freies Land ihr schaun? Wollt
ihr das Zepter tauschen um einen
Hirtenstab

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Die Seele

Die Seele warm,
das Auge klar,
die Lippe wahr,
von Stahl der Arm;
für´s andre sorgen
dein Heut´ und Morgen.
Die Seele

Die Seele warm,
das Auge klar,
die Lippe wahr,
von Stahl der Arm;
für´s andre sorgen
dein Heut´ und Morgen.
Mit einer Uhr als Angebinde für seine Gemahlin

Die Stunden, wo ein Leid
dich plagt, Wo scheu dein Herz das
meine flieht, Wo Schmerz dein liebes
Herzlein nagt, Wo Trennung unsre Pfade
schied, Die Stunden der
Disharmonie, Di

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Thron und Dreifuß

Die
Zünfte. Zunftmeister Brügge’s
saßen bei Karten, Wein und Lied, Da
saß der braune Schiffer, der Färber
und rußige Schmied, Der Genterschuster
Kopp’noll gesellt als Gast

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Wandergruß

Dort am Bergschloß, da
ich raste, Lädt der Blüthenbaum mich
ein, Freundlich winkt der Vogt zu
Gaste Mit dem vollen Becher
Wein. Den Urahn und seine Gäste Hat
dieß

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Die erste Palme

Dort ein Palmbaum auf der
Höhe Aus dem Klostergarten
ragt; Erste Palme, die ich
sehe, Bringst du mir den Ost, der
tagt? Luftig schwankt wie
Pfaugefieder Ihre Kron’

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Die erste Palme

Dort ein Palmbaum auf der
Höhe Aus dem Klostergarten ragt; Erste
Palme, die ich sehe, Bringst du mir den
Ost, der tagt? Luftig schwankt wie
Pfaugefieder Ihre Kron’ am sch

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Herbst

Du gehörst zu meinem
Leide Du gehörst zu meinem
Glück. 1. In meinen späten
Tagen Was treibst du, altes Herz? Was
will dein tolles Schlagen,

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Herbst

Du gehörst zu meinem
Leide Du gehörst zu meinem
Glück. 1. In meinen späten
Tagen Was treibst du, altes Herz? Was
will dein tolles Schlagen, De

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Die Grabrose

Du Grabesrose wurzelst
wohl In ihres Herzens Schooß, Und
ihres ew`gen Schlafes Hauch Zog deine
Keime groß. Du saugest Gluth und
Lebenskraft Aus ihres Herzens
Blut,

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Die Grabrose

Du Grabesrose wurzelst
wohl In ihres Herzens Schooß, Und ihres
ew`gen Schlafes Hauch Zog deine Keime
groß. Du saugest Gluth und
Lebenskraft Aus ihres Herzens
Blut, S

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Weiße Rose

Du herrlichste aller, o
weiße Rose, Du zarte und reine, du
makellose, Die thaugeschmückt, im
Schneegewand, Am Morgenstrahl zum
Blühn erstand, Du bebst, weil ein
Hauch dich schon e

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Einem Gesunden

Du schiedest, sanft
verklang des Posthorns Schall, Lang
wiederholt von Fels und Wasserfall; Mir
aber schien’s des alten Berggeists
Sang, Der liebevoll dir nach zur Ferne
klang:

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Einem Gesunden

Du schiedest, sanft
verklang des Posthorns Schall, Lang
wiederholt von Fels und Wasserfall; Mir
aber schien’s des alten Berggeists
Sang, Der liebevoll dir nach zur Ferne
klang:

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Der Unbekannte

Durch das enge Thor des
Städtchens Zieht ein alter Bettler
fort, Niemand spendet ihm
Geleite, Lebewohl und
Abschiedswort. Nicht verräth die
graue Wolke, Daß sie Bot

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Der Unbekannte

Durch das enge Thor des
Städtchens Zieht ein alter Bettler
fort, Niemand spendet ihm
Geleite, Lebewohl und
Abschiedswort. Nicht verräth die graue
Wolke, Daß sie Botschaft

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Zwei Harfen

Durch der Seele Tiefen
klingend Weht in mir ein
Harfenpaar, Brausend tönt das Spiel
der einen, Das der andern sanft und
klar; Zwei der Kräfte, die sich
hassen, Geben ihnen K

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Scenerie

Ein Kreis von grünen
Bäumen, Gesträuch und
Rasengrün; Der Pfarrer wandelt
betend Mit dem Brevier dahin. Die
Lüfte blättern dienend Sanft Blatt
für Blatt herum;

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Verschiedene Trauer

Ein Mädchen kniet an
einem Leichenstein Und pflanzt daneben
ein Pappel ein: »Streb’ auf zum
Aether, schlanker Baum, Auch Er flog
auf zum Sternenraum. Wie meine Hände
zum Gebet,

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Kern und Schale

Ein Schenkhaus, draußen
schlicht und klein Ein dürrer Kranz
als Zeichen; Doch drin, voll kühlem,
goldnem Wein Ein Keller sonder
Gleichen! Am Fenster manch
zerbroch’ner T

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Die Brücke

Eine Brücke kenn’ ich,
Liebchen, Drauf so wonnig sich’s
ergeht, Drauf mit süßem
Balsamhauche Ew’ger Frühlingsodem
weht. Aus dem Herzen, zu dem
Herzen Führt

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Die Brücke

Eine Brücke kenn’ ich,
Liebchen, Drauf so wonnig sich’s
ergeht, Drauf mit süßem
Balsamhauche Ew’ger Frühlingsodem
weht. Aus dem Herzen, zu dem
Herzen Führt der Br

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Wohin!

Eine Schwalbe in den
Lüften, die sich nach dem Süden
schwingt, Eine Kugel, die mit Knalle
aus dem Rohr des Schützen
springt, Wollt’ ums Ziel, wohin sie
reisen, diese Zwei mein Fürwitz
fragen

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Die Sünderin

Einsam liegt ein
Häuschen, abgelegen, Hart am Meer, das
an die Wände braust, Daß sie ewig
zitternd sich bewegen, Wie so manches
Herz, das drinnen haust. Dieses
niedre Pfö

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Die Sünderin

Einsam liegt ein
Häuschen, abgelegen, Hart am Meer, das
an die Wände braust, Daß sie ewig
zitternd sich bewegen, Wie so manches
Herz, das drinnen haust. Dieses niedre
Pförtlei

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Die Einsamen

Einsam stand ein grauer
Felsen Mitten in das Meer gesät; Fast
schon wollt’ ich ihn beneiden, Daß
er einsam, fest doch steht. Einsam
auf dem grauen Felsen Grünt’

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Die Einsamen

Einsam stand ein grauer
Felsen Mitten in das Meer gesät; Fast
schon wollt’ ich ihn beneiden, Daß er
einsam, fest doch steht. Einsam auf dem
grauen Felsen Grünt’ ein B

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Die beiden Sängerheere

Einst schlief ich im
düstern Ulmenhain Nicht fern von den
Särgen der Barden ein, Mich sangen die
Vögel des Waldes in Ruh, Es rauschten
die Zweige wie Lieder dazu. Als
jegl

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Die beiden Sängerheere

Einst schlief ich im
düstern Ulmenhain Nicht fern von den
Särgen der Barden ein, Mich sangen die
Vögel des Waldes in Ruh, Es rauschten
die Zweige wie Lieder dazu. Als
jegliches

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Max in Augsburg

Einzug. Es hat das
Herz des Menschen ganz eigne
Länderkarten! Die Stelle, wo ihm
Liebes begegnet auf seinen
Fahrten, Bezeichnet ihm schon ferne ein
heitrer, heller Stern, Wi

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Winterabend

Eisblumen, starr,
kristallen an den Scheiben, Wie ein
Gehege vor der Sturmnacht Tosen, Sie
flüstern mir, indeß sie Flimmer
stäuben: Wir sind die Geister schöner
Frühlingsrosen!

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Aus Gastein

Erste Nacht Es wäre
Schlafenszeit; – doch das ist
schlimm, Nicht schlafen läßt mich
hier der Ache Grimm, Grad’ unterm
Fenster schlägt ihr Katarakt Auf
Felsenpulte dr

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Aus Gastein

Erste Nacht Es wäre
Schlafenszeit; – doch das ist
schlimm, Nicht schlafen läßt mich hier
der Ache Grimm, Grad’ unterm Fenster
schlägt ihr Katarakt Auf Felsenpulte
d

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Sturm

Es beschaut in
Wellenkläre Sich der Fels, ein
schöner Greis, Durch den See zieht
meine Fähre Leise ihr kristallnes
Gleis. Vorn im Schiff, das Ruder
rührend, Scherz

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Der Sennerin Heimkehr

Es blinken die
Alpenzinnen In Eis schon silbern
ganz, Der Herbst entlaubt im Thale Der
Bäume grünen Kranz. Ums Dörflein
dort am Hange Grünt noch die Wiese
fort,

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Der Sennerin Heimkehr

Es blinken die
Alpenzinnen In Eis schon silbern
ganz, Der Herbst entlaubt im Thale Der
Bäume grünen Kranz. Ums Dörflein
dort am Hange Grünt noch die Wiese
fort, Do

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Das Musikantendorf

Es blinkt ein Dörflein
in Böhmens Land, Drin, was da
lebendig, ein Musikant; Verkehrte
Schwalben, im Lenz entflogen, Sind
jetzt im Herbst sie heimgezogen. Du
meinst die Nac

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Das Musikantendorf

Es blinkt ein Dörflein
in Böhmens Land, Drin, was da lebendig,
ein Musikant; Verkehrte Schwalben, im
Lenz entflogen, Sind jetzt im Herbst sie
heimgezogen. Du meinst die
Nachtiga

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Archipelagus der Liebe

Es glüht das Meer,
endlos vor mir gebreitet, Wie die
Erinnerung an ros’gen Mai, Und jenes
Segel, das darüber gleitet, Mich
dünkt’s, als ob mein eignes Herz es
sei. Du

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Archipelagus der Liebe

Es glüht das Meer,
endlos vor mir gebreitet, Wie die
Erinnerung an ros’gen Mai, Und jenes
Segel, das darüber gleitet, Mich
dünkt’s, als ob mein eignes Herz es
sei. Du unst

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Magie

Es hat ein Stern
geleuchtet In kalte dunkle Nacht; Da
sprühten Funken und Flammen, Die
schlugen zur Lohe zusammen, Zum
feurigsten Brand entfacht. Es ist ein
Hauch gef

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Elfenliebe

Es kam der Lenz, das
Bächlein schwoll Und rauscht’ und
klang gar wundervoll; Der Lenz blickt
sanft in den Wellenreihn Und streut
all’ seine Blüthen hinein. Und
Strömma

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Elfenliebe

Es kam der Lenz, das
Bächlein schwoll Und rauscht’ und
klang gar wundervoll; Der Lenz blickt
sanft in den Wellenreihn Und streut
all’ seine Blüthen hinein. Und
Strömman sit

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Ein Ritt über die Haide

Es ritten über die weite
Haide Zwei Ritter, Freunde in Lust und
Leide. Da ragt kein Baum und kein Vogel
singt, Da säuselt kein Laub, kein
Bächlein klingt, Kein Röslein glüht;
nur im

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Es schauen die Blumen alle

Es schauen die Blumen
alle Zur leuchtenden Sonne hinauf; Es
nehmen die Ströme alle Zum leuchtenden
Meere den Lauf. Es flattern die Lieder
alle Zu meinem leuchtenden Lieb -

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Das Land der Freiheit

Es schlief ein Greis auf
Hellas’ Feld, wo man die Schlacht
geschlagen, Er schlief wohl an zehn
Stunden schon, seit ausgetobt der
Schlachtlärm, Und wer den grauen
Schläfer sah, seufzt: Friede m

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Das Land der Freiheit

Es schlief ein Greis auf
Hellas’ Feld, wo man die Schlacht
geschlagen, Er schlief wohl an zehn
Stunden schon, seit ausgetobt der
Schlachtlärm, Und wer den grauen
Schläfer sah, seufzt: Friede mit

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Das Wiegenfest zu Gent

Es steht eine goldene
Wiege Am Fuß des Herrscherthrons, Der
Fürst beschaut sich die Züge Des
neugebornen Sohns. Rings an des
Thrones Wänden, Den Mund an Wünschen

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Das Wiegenfest zu Gent

Es steht eine goldene
Wiege Am Fuß des Herrscherthrons, Der
Fürst beschaut sich die Züge Des
neugebornen Sohns. Rings an des Thrones
Wänden, Den Mund an Wünschen
reich,

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Drei Wanderer

Es ziehn drei Gesellen
ins Weite hinaus, Es litt sie nimmer im
engen Haus; Ein jeder doch nahm was
Liebes mit sich, Das hegt’ er und
pflegt’ er gar inniglich. Der Erste
e

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Drei Wanderer

Es ziehn drei Gesellen
ins Weite hinaus, Es litt sie nimmer im
engen Haus; Ein jeder doch nahm was
Liebes mit sich, Das hegt’ er und
pflegt’ er gar inniglich. Der Erste
ein wa

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Prolog zu der für den Schiller-Denkmal-Fond in Wi

Februar 1869. Gehoben
fühlt, erfrischt sich uns`re
Brust, Wenn wir den vollen Kreis der
Hörer sehn Versammelt, mitzubauen an
dem Mal, Das nicht nur Denkmal, auch
ein Dankma

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In den pontinischen Sümpfen

Feldgrüne, Meeresbläue,
Himmelshelle, Mir sonst so lieb, wie
grinst ihr hier mich an! Blau ist das
Meer, doch trägt die ruh’nde
Welle Kein Segel, keinen Nachen, keinen
Schwan.

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In den pontinischen Sümpfen

Feldgrüne, Meeresbläue,
Himmelshelle, Mir sonst so lieb, wie
grinst ihr hier mich an! Blau ist das
Meer, doch trägt die ruh’nde
Welle Kein Segel, keinen Nachen, keinen
Schwan.

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Der Granatbaum

Fern vom
Granatenhaine Steht ein
Granatenbaum, Er grünt und blüht ganz
einsam Hart an des Meeres Saum. Und
ob ihm aus der Erde Auch Keim und
Nahrung quoll, Do

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Der Granatbaum

Fern vom
Granatenhaine Steht ein Granatenbaum, Er
grünt und blüht ganz einsam Hart an
des Meeres Saum. Und ob ihm aus der
Erde Auch Keim und Nahrung quoll, Doch
neig

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Frühlingsgruß

Frankfurt, April
1848. Schmettre, du Lerche von
Oesterreich Hell von der Donau zum
Rhein! Juble! Du kommest aus
Morgenroth, Ziehest in Morgenroth
ein. Schwinge

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Frühlingsgruß

Frankfurt, April
1848. Schmettre, du Lerche von
Oesterreich Hell von der Donau zum
Rhein! Juble! Du kommest aus
Morgenroth, Ziehest in Morgenroth
ein. Schwinge dich,

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Dem Erzherzog-Reichsverweser

Frankfurt, im Juli
1848. »Wenn das Vaterland ruft, ist
es Pflicht, seine letzte Kraft, seine
letzten Jahre demselben zu weihen –
– da habt Ihr mich, ich gehöre zu
Euch.« Erzherzog J

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Dem Erzherzog-Reichsverweser

Frankfurt, im Juli
1848. »Wenn das Vaterland ruft, ist es
Pflicht, seine letzte Kraft, seine
letzten Jahre demselben zu weihen –
– da habt Ihr mich, ich gehöre zu
Euch.« Erzherzog Joha

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Sieg der Freiheit

Freiheit ist die große
Losung, deren Klang durchjauchzt die
Welt; Traun, es wird euch wenig
frommen, daß fortan ihr taub euch
stellt! Mild und bittend sprach sie
einstens; eure Taubheit zwang si

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Blätter und Lieder

Frühling ist’s in
allen Räumen! Blüth’ und Blume
taucht empor, Und aus Standen und aus
Bäumen Sprießen Blätter grün
hervor. Jugend blüht auf meiner
Wange,

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Blätter und Lieder

Frühling ist’s in
allen Räumen! Blüth’ und Blume
taucht empor, Und aus Standen und aus
Bäumen Sprießen Blätter grün
hervor. Jugend blüht auf meiner
Wange, Jugend

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Auch ein Verein

Fünf Kunstjünger Sind
deine Finger, Gar feine,
gescheidte Manierliche Leute, Gelehrig
und biegsam, Gefällig und
schmiegsam, Der Arbeit zu dienen Ein
schöner Verein,

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Die Dicken und die Dünnen

Fünfzig Jahre sind’s,
da riefen unsre Eltern zu den
Waffen: Krieg und Kampf den dicken,
plumpen, kugelrunden, feisten
Pfaffen! Auch in Waffen steh’n wir
Enkel; jetzt doch muß die Losung
sein:

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Den Vogel an den Federn!

Gegenüber der Hofburg
steht Der Thurm der Kathedrale, Drauf
des Landes Banner weht Prunkhaft im
Sonnenstrahle. Sein Nest an der Stange
flicht Ein Vogel dort
alljährlich:

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Ungleicher Kampf

Gigante du, willst mit
dem Zwerg du ringen? Dir ist es
Schmach, den Schwächling zu
bezwingen, Ihm ist es Ruhm, von deiner
Hand zu fallen! Auf grünem Alpensitz
jüngst dacht’ ich deiner:

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Familiengemälde

Großvater und
Großmutter, Die saßen im
Gartenhag, Es lächelte still ihr
Antlitz Wie sonniger Wintertag. Die
Arme verschlungen, ruhten Ich und die
Geliebte dabei,

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Familiengemälde

Großvater und
Großmutter, Die saßen im Gartenhag, Es
lächelte still ihr Antlitz Wie sonniger
Wintertag. Die Arme verschlungen,
ruhten Ich und die Geliebte
dabei, U

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Von einer Zwiebel

Harlems glückseligster
Bürger ist Van Hoek, der göttliche
Blumist. Dort steht er, die Zwiebel in
der Hand, O seht, wie sein Aug’ in
Wonne schwand! Nicht hat er vor Jahren
die sc

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Des Klephten Gaben

Heimwärts kam ein
Klephte aus dem Kampfe, An die Brust
sinkt ihm die treue Gattin, Und zwei
Knaben frisch und freudig rufen: »Gott
grüß’, Vater! dachtest du auch
unser?« Doch

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Des Klephten Gaben

Heimwärts kam ein
Klephte aus dem Kampfe, An die Brust
sinkt ihm die treue Gattin, Und zwei
Knaben frisch und freudig rufen: »Gott
grüß’, Vater! dachtest du auch
unser?« Doch das

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Auf dem Schlachtfelde von Aspern

Herbstlich über Asperns
Fluren schien die Sonne müd’ und
lau, Störche schifften schon nach
Süden durch der Lüfte ruhig
Blau, Ueber stille weite Felder schritt
ich einsam, unbelauscht,

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Auf dem Schlachtfelde von Aspern

Herbstlich über Asperns
Fluren schien die Sonne müd’ und
lau, Störche schifften schon nach
Süden durch der Lüfte ruhig
Blau, Ueber stille weite Felder schritt
ich einsam, unbelauscht, U

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Apostasie

Hie Welf! Hie Waiblinger!
Laß sehn! Nur schwanke nicht hin und
her! Du kannst, ein Ehrenmann, auch
stehn Gegenüber im
Feindesheer. Magst Bär im Geklüft,
magst Falk’ im

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Apostasie

Hie Welf! Hie Waiblinger!
Laß sehn! Nur schwanke nicht hin und
her! Du kannst, ein Ehrenmann, auch
stehn Gegenüber im Feindesheer. Magst
Bär im Geklüft, magst Falk’ im
Licht

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China in Italien

Hingekauert an der
Straßen Eine Aloe sich dehnt, Wie ein
Knäul von Gliedesmaßen, Breit,
gemächlich hingelehnt. So im fernen
China sitzen Mag ein feister
Mandarin,

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China in Italien

Hingekauert an der
Straßen Eine Aloe sich dehnt, Wie ein
Knäul von Gliedesmaßen, Breit,
gemächlich hingelehnt. So im fernen
China sitzen Mag ein feister
Mandarin,

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Die ledernen Hosen

Hoch auf seiner Burg in
Oestreich haust ein lust’ger
Rittersmann, Hold des frommen Manns
Lutheri neuen Lehren zugethan, Die aus
dumpfen Klostermauern frei und leuchtend
einst entstiegen,

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Die ledernen Hosen

Hoch auf seiner Burg in
Oestreich haust ein lust’ger
Rittersmann, Hold des frommen Manns
Lutheri neuen Lehren zugethan, Die aus
dumpfen Klostermauern frei und leuchtend
einst entstiegen, Wie

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Unterschied

Horch, Liebchen! wo die
Zweige wallen Des Tränenbaums auf
jenes Grab, Dort ruft ein Chor von
Nachtigallen Sein schönstes Liedchen
uns herab. Sieh, Liebchen! wie aus
Felsentrümmern

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Gondelfahrt

Horch, Mitternacht
vorüber, Die Straßen
menschenleer! Vom Mondlicht
übergossen Paläste, Kirchen,
Meer! Willst du Venedig schauen, Nur
jetzt versäum’ es nicht!

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Gondelfahrt

Horch, Mitternacht
vorüber, Die Straßen menschenleer! Vom
Mondlicht übergossen Paläste, Kirchen,
Meer! Willst du Venedig schauen, Nur
jetzt versäum’ es nicht! D

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Das Vermächtnis

Hör` des Sterbenden
Vermächtnis, Höre meinen letzten
Laut: Diese Blume, welk und
farblos, Sei als Gabe dir
vertraut! Wie sie teuer, wie sie
kostbar, Dir ist es ja g

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Das Vermächtnis

Hör` des Sterbenden
Vermächtnis, Höre meinen letzten
Laut: Diese Blume, welk und farblos, Sei
als Gabe dir vertraut! Wie sie teuer,
wie sie kostbar, Dir ist es ja ganz
be

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Mein Frühlingslied

Ich ging hinaus zur
blum’gen Au. Da ruhte Braut Natur im
grünen Sammtkleid, Im Haar den
frischen Kranz, das Haupt
entschleiert: Den weißen Schleier
hatte sie gelegt Auf ihren Put

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Ihr Name

Ich grub in Gold, ich
schnitt in manchen Stein, In manche
Rinde deinen Namen ein, Und daß er sei
geborgen für und für, Schnitt ich
wohl tief, gar tief ins Herz ihn
mit. Di

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Ihr Name

Ich grub in Gold, ich
schnitt in manchen Stein, In manche
Rinde deinen Namen ein, Und daß er sei
geborgen für und für, Schnitt ich wohl
tief, gar tief ins Herz ihn mit. Die
rau

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Ich hab‘ eine alte Muhme...

Ich hab` eine alte
Muhme, Die ein altes Büchlein hat, Es
liegt in dem alten Buche Ein altes,
dürres Blatt. So dürr sind wohl auch
die Hände, Die`s einst im Lenz ihr
gepf

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Das Blatt im Buche

Ich hab’ eine alte
Muhme, Die ein altes Büchlein hat, Es
liegt in dem alten Buche Ein altes,
dürres Blatt. So dürr sind wohl
auch die Hände, Die einst im Lenz
ih

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Das Blatt im Buche

Ich hab’ eine alte
Muhme, Die ein altes Büchlein hat, Es
liegt in dem alten Buche Ein altes,
dürres Blatt. So dürr sind wohl auch
die Hände, Die einst im Lenz ihr’s

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Poesie des Dampfes

Ich höre Lieder,
ehrenwerthe, klagen, Seh’ edle
Angesichter sich
verschleiern, Prophetisch trauernd,
daß in unsern Tagen Der Prosa
Weltreich seinen Sieg will
feiern; Daß

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Der Ring

Ich saß auf einem
Berge Gar fern dem Heimatland, Tief
unter mir Hügelreihen, Thalgründe,
Saatenland! In stillen Träumen zog
ich Den Ring vom Finger ab, Den

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Der Ring

Ich saß auf einem
Berge Gar fern dem Heimatland, Tief
unter mir Hügelreihen, Thalgründe,
Saatenland! In stillen Träumen zog
ich Den Ring vom Finger ab, Den sie,
ei

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Venetianer-Trias

Ich wollt’, wenn nur
das Wünschen hülf’, Drei Dinge
wären mein: Ein Mägdlein weiß, ein
Pfäfflein schwarz, Und eine Gondel
fein! »Ei sprich, wozu das Mägdlein
wei

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Kopf und Herz

Ihr Einer Mutter
Sprossen, Gefährten Eines
Seins, Desselben Heims Genossen, Ei,
werdet ihr nie Eins? Du Kopf, der von
den Zinnen Die Wacht und Umschau
hält, D

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Verloren!

Ihres Herzens heil`ge
Zelle, Ihres Blickes lichter
Stern, Ihres Wortes muntre Welle, Mir
verloren, fremd und fern! Wißt ihr,
wie jetzt dem zu Muthe, Der vom
Nordpolei

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Der treue Gefährte

Im Aether jauchzt ein
Lerchenchor, Da hält er zugepreßt
sein Ohr; Süß duftet dort das
Rosengesträuch, Da wird er schwindlig
und todtenbleich. Und als wir stiegen
den Ber

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Der treue Gefährte

Im Aether jauchzt ein
Lerchenchor, Da hält er zugepreßt sein
Ohr; Süß duftet dort das
Rosengesträuch, Da wird er schwindlig
und todtenbleich. Und als wir stiegen
den Berg hin

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Ein Traum

Im fernen, fernen
Meere Da segelt’ ein Schiff bei
Nacht, Der Schiffsherr in der
Kajüte Entschlief auf der Matte
sacht. Der Kiel schnitt still und
ruhig Den weiten s

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Ein Traum

Im fernen, fernen
Meere Da segelt’ ein Schiff bei
Nacht, Der Schiffsherr in der
Kajüte Entschlief auf der Matte
sacht. Der Kiel schnitt still und
ruhig Den weiten stillen

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Der Invalide

Im Gartenplan vor der
Schenke Sitzt der alte
Invalid, Erzählt von Schlachten und
Siegen Und singt manch flammend
Lied. Des Dorfes blühende
Jugend Umlagert ihn rings

... weiterlesen


Der Invalide

Im Gartenplan vor der
Schenke Sitzt der alte Invalid, Erzählt
von Schlachten und Siegen Und singt
manch flammend Lied. Des Dorfes
blühende Jugend Umlagert ihn rings im
Gra

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Sturmvogel

Im Gewande der
Trauer Schreit’ ich über die
Meere, Aufrecht, wie einst der
Glaube Schritt zum Nachen des
Herrn. Unterm Flügel die
Küchlein Brüt’ ich, und wie
d

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Ein Held

Im Lippenrosenbett
geboren Ward uns das freie Wort, ein
Held; Wer sieht’s dem Weichling an,
erkoren Sei er zu herrschen ob der
Welt? Wie lang, daß festen Tritt er
lerne,

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Ein Held

Im Lippenrosenbett
geboren Ward uns das freie Wort, ein
Held; Wer sieht’s dem Weichling an,
erkoren Sei er zu herrschen ob der
Welt? Wie lang, daß festen Tritt er
lerne,

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Zwei Hähne

Im Turnierplatz einer
Tenne, Auf dem Thron von Schobern,
Scheitern, Sitzt in Anmut Jungfrau
Henne, Richtend zwischen zweien
Streitern. Ach, es hat ihr sittsam
Gackern,

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Ein Schloß in Böhmen

In Böhmens Bergen
hocheinsam liegt In Trümmern eine
Veste, Dran Epheu sich statt des
Mörtels schmiegt, Drin Geier die
schmausenden Gäste. Der Feind zerbrach
einst Wall und Thurm,

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Ein Schloß in Böhmen

In Böhmens Bergen
hocheinsam liegt In Trümmern eine
Veste, Dran Epheu sich statt des
Mörtels schmiegt, Drin Geier die
schmausenden Gäste. Der Feind zerbrach
einst Wall und Thurm,

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Alte Geschichten!

In dem Bürgerzeughaus
blinkt es von Gewehren
mannigfalt, Waffen aller Zeiten
glänzen, wie Annalen der Gewalt; Stahl
an Stahl rings an den Wänden: seltener
Tapetenschmuck! Erz auf Erz an

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Alte Geschichten!

In dem Bürgerzeughaus
blinkt es von Gewehren
mannigfalt, Waffen aller Zeiten
glänzen, wie Annalen der Gewalt; Stahl
an Stahl rings an den Wänden: seltener
Tapetenschmuck! Erz auf Erz an

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In der Welt fährst du am besten...

In der Welt fährst du am besten,
Sprichst du stolz mit stolzen Gästen,
Mit bescheidenen bescheiden,
Aber wahr und klar mit beiden.
Gimpel

In des Waldes
Kathedrale Rauscht das Laub als
Sonntagsglocken, Glühn als goldne
Ampelstrahle Hell der Sonne
Lichterflocken. Und die gläub’gen
Vöglein wallen, Sonn

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Gimpel

In des Waldes
Kathedrale Rauscht das Laub als
Sonntagsglocken, Glühn als goldne
Ampelstrahle Hell der Sonne
Lichterflocken. Und die gläub’gen
Vöglein wallen, Sonntaglic

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»Naderer da!«

In des Wirthes
Gartenlaube saß ich sinnend ganz
allein, Rings um mich des Dörfleins
Giebel blinkten hell im
Sonnenschein, Frühlingswind zog übers
Saatfeld, daß es grüne Wogen
rollt’,

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Elfenleiden

In geheimer stiller
Freude Blickt’ ich eine Rose an, Die
im Perl- und Purpurkleide Schwellend
aufzublühn begann. Bange doch
vielleicht zu Muthe War’s dem Elfen,
k

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Elfenleiden

In geheimer stiller
Freude Blickt’ ich eine Rose an, Die
im Perl- und Purpurkleide Schwellend
aufzublühn begann. Bange doch
vielleicht zu Muthe War’s dem Elfen,
klein u

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Vogelsang im Winter

Indeß wir im Stübchen,
Liebste, hocken, Und vor den
windgerüttelten Scheiben Des Winters
weiße, schwere Flocken, Im Sturme
wirbelnd, vorübertreiben: Wird jenes
Wandervö

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Schiller’s Standbild

Ins
Schiller-Album. Lodert, ihr
deutschen Herzen in Flammen! Schlaget
zu Einem Brande zusammen! Daß sich
das Erze Formend belebe! Daß sich des

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Das Morgenroth

Jüngst stand ich früh
am Fenster. Vorüber trugen schwarze
Männer ernst Im Morgenzwielicht einen
off’nen Sarg. Da flammt’ empor
das Frühroth. Der Leiche Antlitz
glomm

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Das Morgenroth

Jüngst stand ich früh
am Fenster. Vorüber trugen schwarze
Männer ernst Im Morgenzwielicht einen
off’nen Sarg. Da flammt’ empor das
Frühroth. Der Leiche Antlitz glomm nun

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Österreich und Burgund

Karl der
Kühne. 1473. Zu Trier war’s,
dasaßen zwei Fürsten beim goldnen
Wein, Kein Schranze lauschte spähend,
und nur der Ampel Schein Verrieth hier
eine Krone auf eine

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Die Haarlocke

Kleinod, das als blondes
Wölkchen Einst an meinem Himmel
stand, Einst ein Ring der goldnen
Krone, Die ums Haupt ihr Schönheit
wand! Deucht mir nur ein welkes
Blättlein,

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Die Haarlocke

Kleinod, das als blondes
Wölkchen Einst an meinem Himmel
stand, Einst ein Ring der goldnen
Krone, Die ums Haupt ihr Schönheit
wand! Deucht mir nur ein welkes
Blättlein, I

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Die Muse vor Gericht

Komm, Muse meines Liedes,
komm ins wilde Steinklippenthal der
Urwaldsnacht mit mir! Vor jener Eichen
alter Richtergilde Dort spräch’ ich
gern ein ernstes Wort mit
dir. Nic

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Die Muse vor Gericht

Komm, Muse meines Liedes,
komm ins wilde Steinklippenthal der
Urwaldsnacht mit mir! Vor jener Eichen
alter Richtergilde Dort spräch’ ich
gern ein ernstes Wort mit dir. Nicht
gn

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Im Freien

Komm, Mädchen, mit mir
Hand in Hand Dahin zum schatt`gen
Blumenstrand, Dort weht so linde
Frühlingsluft Und hauchet süßen
Balsamduft. Es murmelt traut der nahe
Quell,

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Im Freien

Komm, Mädchen, mit mir
Hand in Hand Dahin zum schatt`gen
Blumenstrand, Dort weht so linde
Frühlingsluft Und hauchet süßen
Balsamduft. Es murmelt traut der nahe
Quell, Es

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Einem auswandernden Freunde

Lebewohl, du lieber
Pilger, grüße mir den fernen
Strand, Wo einst Franklin Weisheit
säte, Washington einst fechtend
stand; Deine Seele, rein und edel,
bleibe drüben so wie hier, Nur
der

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Einem auswandernden Freunde

Lebewohl, du lieber
Pilger, grüße mir den fernen
Strand, Wo einst Franklin Weisheit
säte, Washington einst fechtend
stand; Deine Seele, rein und edel,
bleibe drüben so wie hier, Nur der
Bl

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Hellas

Lustig kommt das Schiff
geschwommen, Hat manch’ fernen Strand
geküßt; Neuer Gast, sei uns
willkommen! Schöner Fremdling, sei
gegrüßt; Trägst ein Röcklein
schmuck von

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Hellas

Lustig kommt das Schiff
geschwommen, Hat manch’ fernen Strand
geküßt; Neuer Gast, sei uns
willkommen! Schöner Fremdling, sei
gegrüßt; Trägst ein Röcklein
schmuck von Eich

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Dem Censor

Manchen Priester kennt
die Sage, der, ein Held genannt mit
Fug, Durch die Welt das Wort der
Wahrheit kühn und unaufhaltsam
trug, Der im Königssaal gerufen: Pfui,
ich witt’re Kerkerluft!

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Dem Censor

Manchen Priester kennt
die Sage, der, ein Held genannt mit
Fug, Durch die Welt das Wort der
Wahrheit kühn und unaufhaltsam
trug, Der im Königssaal gerufen: Pfui,
ich witt’re Kerkerluft! Un

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Kränze

Mancher Brautkranz
sproßt` und blühte Aus des Kirchhofs
Mutterschooß: Drum im Haar der Braut
noch lispelt Er vom Grab, dem er
entsproß. Mancher Todtenkranz
entkeimte

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Zur Cholerazeit

Meiner Hoffnung fromme
Blume, die ich heimlich nährt’ und
tränkt’, Hielt in stiller
Todesahnung schon ihr rosig Haupt
gesenkt; Lenz und Licht umsonst
erharrend, siechte sie schon
lebensmatt,

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Vorwort

Mit der zweiten
Auflage. In unsern weichen,
seid’nen Zeiten Was soll der Mann in
starrem Erz? Vielleicht, daß sein
Vorüberschreiten Noch heute rührt
manch deutsches Herz

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Der Unbeständige

Mädchen sind ein
Blumenvölklein Bunter Art
emporgeblüht: Traun, das ist kein
wackrer Gärtner Der nur Eine Blume
zieht! Mädchenlippen, das sind
Becher, Nektarsüß

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Der Unbeständige

Mädchen sind ein
Blumenvölklein Bunter Art
emporgeblüht: Traun, das ist kein
wackrer Gärtner Der nur Eine Blume
zieht! Mädchenlippen, das sind
Becher, Nektarsüß und w

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Mannesthräne

Mädchen, sahst du
jüngst mich weinen? – Sieh, des
Weibes Thräne fließt Wie der klare
Thau vom Himmel, Den er auf die Blumen
gießt. Ob die trübe Nacht ihn
weinet,

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Vorboten

März 1848. Sinne denn
selbst, o König, auf Rath und hör ihn
von andern, Nicht wird dir verwerflich
das Wort sein, welches ich
rede. Ilias. 1.

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Dir allein!

Möchte Jedem gern die
Stelle zeigen, Wo mein Herz so schwer
verwundet worden: Aber dir möcht’
ich mein Leid verschweigen, Doch nur
dir! denn du allein Hast den Dolch, der
mich ve

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Dir allein!

Möchte Jedem gern die
Stelle zeigen, Wo mein Herz so schwer
verwundet worden: Aber dir möcht` ich
mein Leid verschweigen, Doch nur dir!
denn du allein Hast den Dolch, der mich
vermag z

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Pinie und Tanne

Nah des Grenzpfahls
kaltem Banne Zwischen deutsch’ und
wälschen Landen, Eine Pinie, eine
Tanne Hart beisammen grünend
standen. Wie Vorposten grüner
Jäger, Ihren

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Bundeslied

Nicht mit Spießen,
Mörsern, Stangen Ziehn wir in den
heil’gen Streit; Mag nach solchen
Waffen langen, Wer nicht bessre hält
bereit! Nicht ist in der Burg von
Steine

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Bundeslied

Nicht mit Spießen,
Mörsern, Stangen Ziehn wir in den
heil’gen Streit; Mag nach solchen
Waffen langen, Wer nicht bessre hält
bereit! Nicht ist in der Burg von
Steine Uns

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Einem jungen Freunde

Noch als ein junges
Bürschlein zog Dein Vater, – jetzt in
Silberhaaren, – Als dieses Liederbuch
vor Jahren Zum erstenmal ins Weite
flog. Das klang wie Schwertschlag auf
den Schild,

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Erinnerung

O Mädchen, das sie hier
begraben, Halb Jungfrau schon und doch
halb Kind, Einst konnte mich dein
Anblick laben, Wie eine
Frühlingslandschaft
lind. Vorsprudelnd, wie der
Ber

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Im Winter

O Mädchen, das sie hier
begraben, Halb Jungfrau schon und noch
halb Kind, Einst konnte mich dein
Anblick laben, Wie eine
Frühlingslandschaft
lind. Vorsprudelnd, wie der
Ber

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Erinnerung

O Mädchen, das sie hier
begraben, Halb Jungfrau schon und doch
halb Kind, Einst konnte mich dein
Anblick laben, Wie eine
Frühlingslandschaft
lind. Vorsprudelnd, wie der
Bergquel

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Im Winter

O Mädchen, das sie hier
begraben, Halb Jungfrau schon und noch
halb Kind, Einst konnte mich dein
Anblick laben, Wie eine
Frühlingslandschaft
lind. Vorsprudelnd, wie der
Bergquel

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Der Besuch

Oft des Tags und oft des
Abends Wall’ ich an das Ziel der
Sehnsucht, Aus der Stadt durchtobten
Straßen In der Vorstadt still’re
Welt. Ueber unsres Stromes
Brücke

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Der Besuch

Oft des Tags und oft des
Abends Wall’ ich an das Ziel der
Sehnsucht, Aus der Stadt durchtobten
Straßen In der Vorstadt still’re
Welt. Ueber unsres Stromes
Brücke Zieh

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Der Lesehalle deutscher Studenten in Prag, zur 25j

Pfingsten
1873. Glückauf! Die Stufen sind
erklommen Zum ersten Halt, zur schönen
Rast! Die Eurem Zug
vorangeglommen, Die Leuchte flammt noch
unverblaßt; Sie ist im

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Der Lesehalle deutscher Studenten in Prag, zur 25j

Pfingsten
1873. Glückauf! Die Stufen sind
erklommen Zum ersten Halt, zur schönen
Rast! Die Eurem Zug vorangeglommen, Die
Leuchte flammt noch unverblaßt; Sie ist
im Aeltst

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Hymne an Oesterreich

Riesin Austria, wie
herrlich glänzest du vor meinen
Blicken! Eine blanke Mauerkrone seh’
ich stolz das Haupt dir
schmücken, Weicher Locken üpp’ge
Fülle reich auf deine Schultern
fallen

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Hymne an Oesterreich

Riesin Austria, wie
herrlich glänzest du vor meinen
Blicken! Eine blanke Mauerkrone seh’
ich stolz das Haupt dir
schmücken, Weicher Locken üpp’ge
Fülle reich auf deine Schultern
fallen

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Zaunkönig

Sage aus der
Normandie. Ihr Kinder, laßt mir
verschont Zaunkönigs Nest und
Zelle, Denn wo ein Edler wohnt, Ist
eine heilige Stelle. Wenn traulich
der flammen

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Seemärchen

Schon glänzt der Mond im
Meeresplan Noch fern ist das Schiff vom
Hafen! Die Mitternacht bricht mählich
an, Die Passagiere schlafen. Die
Wacht am Maste schielt hinein

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Lubomirski

Schweigend durch der
Straßen Leere Zog Fürst Sobieski
ein, Der zerstäubt der Türken
Heere, Treues Wien, dich zu
befrei’n! Schweigend Polens Edle
zogen, Hoch zu R

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Maximilian, römischer König

Schwer auf dem morschen
Haupte liegt mir die goldne Kron’; Du
wirst sie leichter tragen, mein Max,
mein starker Sohn! Das Zepter, zitternd
in meiner, ruht fest in deiner Hand. So
dachte d

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Warum?

Seht, sie haben an das
Rathaus aufgeklebt ein neu Edikt, Drauf
aus den geschlungenen Lettern noch manch
andre Schlinge blickt; Ein possirlich
kleines Männlein liest’s und hält
sich still und s

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Sein Bild

Sein Lob ist nicht ein
Loblein. Walther v.d.
Vogelweide. Dicht umwogt von
Volkesmenge ragt ein luftig farbig
Zelt; Ei, was doch die bunte Hülle
wohl für einen Schatz enthält?

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Dahin!

Seit du dich von mir
gewendet, Weiß ich erst, was du mir
warst; All der holde Zauber endet, Und
der Wunderring zerbarst. Als des
Hauses gute Stunde Kamst und gingst
d

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Dahin!

Seit du dich von mir
gewendet, Weiß ich erst, was du mir
warst; All der holde Zauber endet, Und
der Wunderring zerbarst. Als des Hauses
gute Stunde Kamst und gingst du ein

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Glück oder Unglück

Sinnend saß ich einst im
Stübchen, Kam zu mir ein lieber
Freund, Freude glänzt` auf seinen
Wangen, Doch das Auge hat
geweint. `Sprich, o Freund, kennst du
die Liebe,

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Glück oder Unglück

Sinnend saß ich einst im
Stübchen, Kam zu mir ein lieber
Freund, Freude glänzt` auf seinen
Wangen, Doch das Auge hat
geweint. `Sprich, o Freund, kennst du
die Liebe, Kenn

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Knospen

Sonnenglanz und
Rosenduft, Nachtigallgeschmetter! Doch
verirrt in Frühlingsluft Flattern
dürre Blätter. Haben an den Zweigen
lieb Noch vom Herbst
gehalten, D

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Elfe und Kobold

Stehn zwei Sennenhütten
ferne, Wo die Alpenwiese lacht, Ob den
Giebeln halten Sterne, Blumen vor der
Schwelle Wacht. In dem Moos der einen
Hütte Schläft die blonde

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Elfe und Kobold

Stehn zwei Sennenhütten
ferne, Wo die Alpenwiese lacht, Ob den
Giebeln halten Sterne, Blumen vor der
Schwelle Wacht. In dem Moos der einen
Hütte Schläft die blonde Sennin

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Priester und Pfaffen

Stoß ins Horn, Herold
des Krieges: Zu den Waffen, zu den
Waffen! Kampf und Krieg der argen Horde
heuchlerischer dummer Pfaffen! Aber
Friede, Gottesfriede, mit der frommen
Priesterschaar, F

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Goethe’s Heimgang

Süß mag das Aug’ des
Sterbenden sich schließen, Der
Freundesthränen auf der Stirne
fühlt, Die drauf wie eine Todestaufe
fließen, Daß sich der bange Schweiß
des Sterbens kühlt.

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Goethe’s Heimgang

Süß mag das Aug’ des
Sterbenden sich schließen, Der
Freundesthränen auf der Stirne
fühlt, Die drauf wie eine Todestaufe
fließen, Daß sich der bange Schweiß
des Sterbens kühlt.

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Deutung

Tief im Gewühl des
Jahrmarkts Da stand ein
Puppenspiel; Der Mann, dem es zu
eigen, Der war gar blaß und
still. Mit Schwänken und mit
Possen Ergötzt er wohl den Sch

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Deutung

Tief im Gewühl des
Jahrmarkts Da stand ein Puppenspiel; Der
Mann, dem es zu eigen, Der war gar blaß
und still. Mit Schwänken und mit
Possen Ergötzt er wohl den
Schwarm;

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Heimkehr

Todesahnung. Hoch
über Innsbrucks Thalgrund, auf einem
Felsenstück Saß Kaiser Max ganz
einsam, mit still gesenktem Blick, Die
Armbrust an der Seite, im grünen
Jagdgewand,

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Heimkehr

Todesahnung. Hoch über
Innsbrucks Thalgrund, auf einem
Felsenstück Saß Kaiser Max ganz
einsam, mit still gesenktem Blick, Die
Armbrust an der Seite, im grünen
Jagdgewand, Und

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Der Fürstenjüngling

Uebergang. Gepflanzt
hat eine Rebe der Winzer vor sein
Haus, Manch frisches saft’ges
Blättlein treibt sie im Lenz
heraus, Der Sprößling schüttelt
freudig des Laubes üppig Gr

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Der Fürstenjüngling

Uebergang. Gepflanzt hat
eine Rebe der Winzer vor sein
Haus, Manch frisches saft’ges
Blättlein treibt sie im Lenz
heraus, Der Sprößling schüttelt
freudig des Laubes üppig Grün,

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Baumpredigt

Um Mitternacht, wenn
Schweigen rings, Beginnt’s durch
Waldesräume, Und wo sonst Büsch’
und Bäume stehn, Zu flüstern,
rascheln und zu wehn, Denn Zwiesprach
halten die Bäume.

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Baumpredigt

Um Mitternacht, wenn
Schweigen rings, Beginnt’s durch
Waldesräume, Und wo sonst Büsch’ und
Bäume stehn, Zu flüstern, rascheln und
zu wehn, Denn Zwiesprach halten die
Bäume.

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Begrüßung des Meeres

Unermeßlich und
unendlich, Glänzend, ruhig,
ahnungschwer, Liegst du vor mir
ausgebreitet, Altes, heil’ges,
ew’ges Meer! Soll ich dich mit
Thränen grüßen, Wie

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Begrüßung des Meeres

Unermeßlich und
unendlich, Glänzend, ruhig,
ahnungschwer, Liegst du vor mir
ausgebreitet, Altes, heil’ges,
ew’ges Meer! Soll ich dich mit
Thränen grüßen, Wie die We

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Mauthcordon

Unser Land, wohl ist’s
ein Garten; doch der Gärtner,
sorgenvoll, Zog ein starres
Eisengitter, das ihn rings verschließen
soll; Doch auch draußen wohnen Leute,
solch ein Garten lockt herein;

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Begegnung

Verschlossen willst du`s
tragen, Du willst es nie ihr
sagen, Wovon dein Herz so wund; Sie
wird ja nie dein eigen, Drum hüte
männlich Schweigen Den Hort im
Seelengrund.

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Begegnung

Verschlossen willst du`s
tragen, Du willst es nie ihr
sagen, Wovon dein Herz so wund; Sie wird
ja nie dein eigen, Drum hüte männlich
Schweigen Den Hort im
Seelengrund.

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Der gefangene Räuber

Von Sabinerbergen
nieder Wallt das braune
Räuberweib, Schmiegend ihres
Knäbleins Glieder Sorglich fest an
ihren Leib. Wie sie tritt durch
Roma’s Pforte, Glocken, T

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Der gefangene Räuber

Von Sabinerbergen
nieder Wallt das braune
Räuberweib, Schmiegend ihres Knäbleins
Glieder Sorglich fest an ihren
Leib. Wie sie tritt durch Roma’s
Pforte, Glocken, Trommel

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An den Kaiser

Vor den Thron des
Hochgewalt’gen tritt nun frei und
kühn mein Lied, Vor den Herrscher, dem
ein dreifach Kronenband die Stirn
umzieht: Jene alte goldne Krone, deren
Glanz, bevor sie sein,

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Rother Hahn

Waffengerassel und
rollende Wagen, Dröhnender
Taktschritt, Wiehern der
Rosse, Staubgewirbel und Blitze der
Mörser! Donnernd fallen die Würfel
der Schlacht! Ueber den Heere

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Tageszeiten

Wann ich immer kommen
mag, So bei Nacht und so bei
Tag, Stets auf ihrem
Leichenstein Glänzet Thau wie Silber
rein. Zieht der Morgen
erdenab, Wallt er auch zu ihrem
Gr

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Kunstberuf

Warnend sprechen
Muselmanen: Maler, malt kein
Menschenbild, Da in ihm, eh’ ihr’s
mögt ahnen, Plötzlich Seel’ und
Leben quillt! Weh, als unberuf’ne
Väter Kla

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Zweite Liebe

Warum auch zweite
Liebe Noch stets mit bangem Muth, Mit
Angst uns füllt und Zweifeln, Wie’s
kaum die erste thut? Seht, ein
ergrauter Bergmann Fährt in der Grube
Na

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Eins und zwei

Warum, o Mutter, o
Natur, Gabst deinem Sohn, dem Menschen
nur Ein Herz du, um in süßen
Trieben Geliebt zu werden und zu
lieben, Und einen Mund nur, um zu
küssen, Und Wonn`

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Eins und zwei

Warum, o Mutter, o
Natur, Gabst deinem Sohn, dem Menschen
nur Ein Herz du, um in süßen
Trieben Geliebt zu werden und zu
lieben, Und einen Mund nur, um zu
küssen, Und Wonn` und S

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Zwei Poeten

Was des Volks voll
Ohrenweide Auf Neapels Molo steht, Um
den Mann im Narrenkleide, Himmelwärts
sein Aug’ verdreht! Wie aus der
Tritonen Schlunde Dort am Marktplatz

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Maria Theresia

Weiße Rosse, ungeduldig,
stampfen vor dem Kaiserschloß, Unten
harrt die Staatskarosse und der Diener
goldner Troß; Oben in der Burg
Gemächern weilt die junge
Kaiserin, Festlich zu dem K

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Der Weidenbaum

Welch ein Blühen,
Duften, Quellen In des Königs Artus
Garten! Früchte aller Zonen
schwellen Zwischen Blüthen aller
Arten. Nur am Teiche eine
Weide Steht gebeugt in

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Der Weidenbaum

Welch ein Blühen,
Duften, Quellen In des Königs Artus
Garten! Früchte aller Zonen
schwellen Zwischen Blüthen aller
Arten. Nur am Teiche eine Weide Steht
gebeugt in stumm

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Renegatenspiegel

Welcher Wind weht, daß
mir Alles heute kommt so türkisch
vor, Daß nun als Moschee und Harem
ragt Palast und Kirch’ empor, Daß
gemeine Weiden, Pappeln, in Cipreß’
und Palm’ verhext,

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Der Verlobten

Wenn deine Hochzeit
nahet, Leg` ich ins Grab mich
hinein; Dann fließt doch keine
Träne In euren Freudenwein. Dann
lacht dir keiner ins Antlitz, Wenn
Treue du verspri

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Der Verlobten

Wenn deine Hochzeit
nahet, Leg` ich ins Grab mich
hinein; Dann fließt doch keine
Träne In euren Freudenwein. Dann lacht
dir keiner ins Antlitz, Wenn Treue du
versprichst;

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Fragen

Wenn die Stern’ am
Himmel blinken, Wenn ihr Reigen
nächtlich webt, Künde treu mir, wo
der erste, Wo der Sterne letzter
schwebt? Wenn im regen
Wogentanze Welle mit

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Fragen

Wenn die Stern’ am
Himmel blinken, Wenn ihr Reigen
nächtlich webt, Künde treu mir, wo der
erste, Wo der Sterne letzter
schwebt? Wenn im regen Wogentanze Welle
mit der We

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Träumen und Wachen

Wenn ich Liebchen heiß
umfange, Aug` und Mund nur Liebe
spricht, Tönt des Herzens Ruf so
bange, `Täuscht ein eitler Traum dich
nicht?` - Doch die Stunde hör` ich
schlagen

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Mola di Gaeta

Wenn ich zur See ein
Schiffer wäre, Vorbei dieß Ufer
könnt’ ich nie; Je hell’re Luft,
je still’re Meere, So sich’rer litt
ich Schiffbruch hie! Willst du, o
Herr, n

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Nachtgedanken

Wenn in stillen
Sternennächten Stadt und Land in
Schlummer tief, Und schon längst von
Markt und Plätzen sich das laute Volk
verlief, O wie dann mein Fuß so gerne
durch die leeren Gassen wallt,

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Der Liebesgarten

Wenn Nachts der
freundliche Schlummer Die silbernen
Fäden webt, Da trägt es mich flugs in
ein Gärtchen, Wo Liebe nur schafft und
webt. Drin grünet manch seliges
Plätzche

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Der Liebesgarten

Wenn Nachts der
freundliche Schlummer Die silbernen
Fäden webt, Da trägt es mich flugs in
ein Gärtchen, Wo Liebe nur schafft und
webt. Drin grünet manch seliges
Plätzchen,

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Fern und nahe

Weste säuseln deinen
Namen, Rosen zeigen mir dein Bild, Und
die Quelle, süß und mild, Spiegelt es
im Blütenrahmen. Und in deinen Namen
schlingen Perlen sich im Wie

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Fern und nahe

Weste säuseln deinen
Namen, Rosen zeigen mir dein Bild, Und
die Quelle, süß und mild, Spiegelt es
im Blütenrahmen. Und in deinen Namen
schlingen Perlen sich im
Wiesengr

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Sanct Stephans Eid

Wie die Glocken hell des
Morgens heut zu Weissenburg
getönt! Jetzt ist’s wieder still
geworden, und der König ist gekrönt!
– Sieh, nun tritt er aus dem Dome,
purpurstrahlend, glanzverklärt

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Paradiesvogel

Wie er im raschen
Flug Hin durch die Wolken
schiffte, Stumm durch den zwitschernden
Zug, Der Ahasver der Lüfte. Stumm
wie ein irrer Komet Mit glänzendem
Leibeskerne,

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Liederquell

Wie kommt’s, daß mit
dem Pfeil im Herzen Im Schmerz ich sang
der Liebe Lust? Wie kommt’s, daß nur
von heitern Scherzen Mir quillt die
todeswunde Brust? – Es segelt
sa

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Meerfahrt

Wie so rein des Himmels
Bläue Ueber meinem Haupte
glänzt, Fest und licht wie ew’ge
Treue, Wandellos und
unbegrenzt! Gleich dem ew’gen
Frieden schimmert Ruhig, kl

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Die Martinswand

Willkommen,
Tyrolerherzen, die ihr so bieder
schlagt, Willkommen Tyrolergletscher,
die ihr den Himmel tragt, Ihr Wohnungen
der Treue, ihr Thäler voller
Duft, Willkommen Quellen und
Triften

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Die Martinswand

Willkommen,
Tyrolerherzen, die ihr so bieder
schlagt, Willkommen Tyrolergletscher,
die ihr den Himmel tragt, Ihr Wohnungen
der Treue, ihr Thäler voller
Duft, Willkommen Quellen und Triften,
F

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Die Wunder

Willst du es sehn, wie
lohe Flammengluth Beisammen friedlich
wohnt mit Wasserfluth, Wie beide in
einander frei bestehn, So mußt du ihr
ins klare Auge sehn; Drin wohnt ein
Feuer wie

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Die Wunder

Willst du es sehn, wie
lohe Flammengluth Beisammen friedlich
wohnt mit Wasserfluth, Wie beide in
einander frei bestehn, So mußt du ihr
ins klare Auge sehn; Drin wohnt ein
Feuer wie die

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Das Vaterland

Wir schwebten mit vollen
Segeln Durch grüne Meeresfluth, Ein
buntes Wandervölklein, Mit leichtem
frohem Muth! Ein Völklein, wie es
heute Der Wind zusammensät,

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Das Vaterland

Wir schwebten mit vollen
Segeln Durch grüne Meeresfluth, Ein
buntes Wandervölklein, Mit leichtem
frohem Muth! Ein Völklein, wie es
heute Der Wind zusammensät, Und

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Tasso’s Cypressen

Wo bei Cypressen
hingesunken Ich raste, schauend in den
Schooß Der ew’gen Roma,
wehmuthtrunken Vom Glöcklein San
Onofrio’s; Hier saß einst Tasso.
Der Cypressen

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Läuterung

Wo war, wo ist, wo wird
sie sein, Die Stunde, wahrem Glück
erlesen? Sie ist nicht und sie wird
nicht sein, Denn sie ist immer nur
gewesen! Wir mäkeln viel, bis sie
entrinnt,

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Wo war...

Wo war, wo ist, wo wird
sie sein, die Stunde, wahrem Glück
erlesen? Sie ist und sie wird nicht
sein, denn sie ist immer nur
gewesen! Daß wir glücklich
waren, wissen wir ers

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Venedig

Wäre dies die
freudenreiche, Stolze
Meereskönigin, Mit der ernsten
Heldengröße, Mit dem leichten,
heitren Sinn? Schwarze Gondeln im
Kanale Schwankend, ohne Liederk

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Der Fürst

Übergang. Auf eines
Berges Rücken hoch steht ein
Cederbaum, Kein zweiter zeigt den
Blicken weitum sich in dem Raum, Es
schaut fern in die Lande des Riesen
Kraftgestalt, Sei

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Der Fürst

Übergang. Auf eines
Berges Rücken hoch steht ein
Cederbaum, Kein zweiter zeigt den
Blicken weitum sich in dem Raum, Es
schaut fern in die Lande des Riesen
Kraftgestalt, Sein Sta

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Der Liebe Verlust

Zeigt die trübe dunkle
Seite Dir auch oft das Leben, Ist`s
vom Bild doch nur der Schatten, Um das
Licht zu heben. I. Auf
schwarzbehangenem Gerüst der
Trauer

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Der Liebe Verlust

Zeigt die trübe dunkle
Seite Dir auch oft das Leben, Ist`s vom
Bild doch nur der Schatten, Um das Licht
zu heben. I. Auf schwarzbehangenem
Gerüst der Trauer L

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Sonntagsmorgen

Zu dem Dome wallt die
fromme Menge, Sonntag ist’s! Horch
Glocken, Orgelklänge Uebers Meer
hinzittern auf und nieder Glockentöne,
Orgelkläng’ und Lieder. Und ein
neues

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An Franz Grillparzer

Zu dessen 80.
Geburtsfeste, 15. Januar 1871. In der
Nähe, in der Ferne, welch` ein
frohbewegt Getriebe! Wie sich`s regt
und rührt und hastet zu dem schönen
Fest der Liebe! Pilger

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An Franz Grillparzer

Zu dessen 80.
Geburtsfeste, 15. Januar 1871. In der
Nähe, in der Ferne, welch` ein
frohbewegt Getriebe! Wie sich`s regt und
rührt und hastet zu dem schönen Fest
der Liebe! Pilger ein

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Maria Grün

Zu Gratz in der Schenke
zum Hasen fand Sonst frohe Gesellschaft
sich ein, Der Wirth war das lustigste
Männlein im Land Und schenkte den
herrlichsten Wein. Still ist’s und

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Um einen Pfennig

Zu Hofe ruft viel frohe
Gäst’ Der Herzogstochter
Hochzeitfest. Der Narr tritt vor des
Herzogs Thron: »Ich fand ein neu
Gefäll der Kron’, Es bringt manch
schönen Pfennig.

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Deutscher Brauch

Zur Gruft sank Kaiser
Friedrich. Gott geb’ ihm sanfte
Ruh! Max faßt sein gülden Zepter, –
ei, Sonnenaar, Glück zu! Zu Worms nun
hielt er Reichstag. Auf, Fürstenschaar,
herbei, Zu rathe

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Zwei Heimgekehrte

Zwei Wanderer zogen
hinaus zum Thor, Zur herrlichen
Alpenwelt empor. Der Eine ging,
weil’s Mode just, Den Andern trieb
der Drang in der Brust. Und als
daheim nun wieder die

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Antworten

»Dichter, bleib’ bei
deinen Blumen! Nicht an Thronen frech
gemeistert! – Wenn dich mehr als
Blumenkronen eines Fürsten Kron’
begeistert, Feire, wie’s so manch’
bescheidner, vaterländ

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Antworten

»Dichter, bleib’ bei
deinen Blumen! Nicht an Thronen frech
gemeistert! – Wenn dich mehr als
Blumenkronen eines Fürsten Kron’
begeistert, Feire, wie’s so manch’
bescheidner, vaterländ’

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Drei Farben

»Drei der Farben
liebt’ ich innig, inniger als Leib und
Gut, Wärmer als das Licht der Augen,
wärmer als des Herzens Blut! Weiß
die erste war der Farben: meines Vaters
Silberhaar;

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Drei Farben

»Drei der Farben
liebt’ ich innig, inniger als Leib und
Gut, Wärmer als das Licht der Augen,
wärmer als des Herzens Blut! Weiß die
erste war der Farben: meines Vaters
Silberhaar;

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Ein Märchenerzähler in Irland

»In Shannon’s Fluth,
am Feenpalaste, Ist Gold das Dach und
Kristall die Wand, Die schlanken
Säulen sind silberne Maste, Und jede
Scheib’ ein geschliffner Demant. Nun
horcht fei

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Ein Märchenerzähler in Irland

»In Shannon’s Fluth,
am Feenpalaste, Ist Gold das Dach und
Kristall die Wand, Die schlanken Säulen
sind silberne Maste, Und jede Scheib’
ein geschliffner Demant. Nun horcht fein
au

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Colibri

»Mein Nam’ ist
Colibri, Mann von Hofe, An Liebreiz ein
klein Ungeheuer, Der Königin Rose und
ihrer Zofe, Dem schönen Haideröslein,
gleich theuer. Ich summe Sonette zu
i

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Colibri

»Mein Nam’ ist
Colibri, Mann von Hofe, An Liebreiz ein
klein Ungeheuer, Der Königin Rose und
ihrer Zofe, Dem schönen Haideröslein,
gleich theuer. Ich summe Sonette zu
ihrem

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Weihe

»Merk, viel wird von mir
geschrieben, Was Sachen und Krieg ich
hab getrieben; Darum schreib, was ich
dir sag So kommt dir rechte Wahrheit an
den Tag.« Motto zum
Weißkhunig

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Der letzte Dichter

»Wann werdet ihr,
Poeten, Des Dichtens einmal
müd’? Wann wird einst
ausgesungen Das alte, ew’ge
Lied? Ist nicht schon längst zur
Neige Des Ueberflusses Horn?

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Der letzte Dichter

»Wann werdet ihr,
Poeten, Des Dichtens einmal
müd’? Wann wird einst ausgesungen Das
alte, ew’ge Lied? Ist nicht schon
längst zur Neige Des Ueberflusses
Horn? Ge

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Neue Liebe

»Wie soll ich liebend
dich umfassen Und glauben, was dein
Mund verspricht, Da treulos du selbst
die verlassen, Die einst dein Leben,
Lied und Licht?« Wohl hieß mein
Lied s

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Die Ruinen

»Wien, thu’ Buß’!
es naht die Stunde, wo dein Bau in
Trümmer fällt, Deine Zinnen gleich
der Erde und kein Stein am andern
hält!« Also rief ein Mann am
Marktplatz, und wir lachten laut
ih

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Die Ruinen

»Wien, thu’ Buß’!
es naht die Stunde, wo dein Bau in
Trümmer fällt, Deine Zinnen gleich der
Erde und kein Stein am andern
hält!« Also rief ein Mann am
Marktplatz, und wir lachten laut ihn

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Kaiser Rudolph der Zweite

»Wohl gestorben ist der
Kaiser; denn wie ließ er’s sonst
gescheh’n, Daß im Rathsaal Willkür
sitze, führerlos die Völker
geh’n, Daß sein Auge blind geworden,
taub sein Ohr für unsre N

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Kaiser Rudolph der Zweite

»Wohl gestorben ist der
Kaiser; denn wie ließ er’s sonst
gescheh’n, Daß im Rathsaal Willkür
sitze, führerlos die Völker
geh’n, Daß sein Auge blind geworden,
taub sein Ohr für unsre Not

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Epilog (zur Anthologie Der letzte Ritter)

»– Alles in der Welt
zergeht, Ausgenommen die Ehr bleibt
stät.«Theuerdank. Im Abendroth
glüht herrlich Tyrols Gebirg und
Flur, Ein Hochamt hier zu feiern
scheint heute die Nat

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Epilog (zur Anthologie Der letzte Ritter)

»– Alles in der Welt
zergeht, Ausgenommen die Ehr bleibt
stät.«Theuerdank. Im Abendroth glüht
herrlich Tyrols Gebirg und Flur, Ein
Hochamt hier zu feiern scheint heute die
Natur,

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Des Herrschers Wiege

»– – welcher in
fremden Landen Hin und her lang
umziehen will, Dem begegnet stets
Wunders viel.« Theuerdank. »Wohin,
ihr Reiterheere? Wohin, du trüber
Kumpan? Wohin,

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Des Herrschers Wiege

»– – welcher in
fremden Landen Hin und her lang umziehen
will, Dem begegnet stets Wunders viel.«
Theuerdank. »Wohin, ihr Reiterheere?
Wohin, du trüber Kumpan? Wohin, ihr
S

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