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Gedichte - Anna Ritter


Marburg

(Herrn Dr. Wilhelm Schoof
gewidmet.) Wie steigst du keusch gen
Himmel, Sancta Elisabeth, Du Traum,
wie ihn kein Dichter Je schöner
träumen thät. Und die in
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Heimath

(Meinen Freunden, Georg und Cläre
Schwartzkopff, zu eigen.) 1. Wie
nun der Zug das stille Land
durchgleitet Und immer traulicher die
Scholle winkt, Bis sich die Heim
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Herbsttage

1. Die blauen Berge schmiegen Sich
ganz in Duft hinein, Die bunten Wälder
liegen So still im Abendschein. Es
raschelt leis im Laube - Ein Blatt
fällt
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Frühlingsmärchen

1. Ein Brünnlein im Felde, sechs
Linden im Kreis, Und die Wälder so
still, und die Sonne so heiß, Und wir
beide am Brunnenstein So
mutterseelenallein. Du botest mir
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Der erste Ball

1. Im blaßgelben Kleidchen, Die
Rose im Haar - Sie sagten`s mir
Alle, Wie lieblich ich war. Und
Einer von Allen, Der sagte es
nicht, Er sah mir
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Nacht

1. In des Tages klare Fluthen Senkt
die Nacht das Nebelnetz; Immer weiter,
immer tiefer Dehnen sich die grauen
Maschen, Um die goldnen
Sonnenfischchen Beutegier
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Künstlerliebe

1. Wie Sturmnacht zog unsre Wonne
vorbei! Was du mir thatest, Liebes und
Leides, Vergessen hab ich`s, Verwunden
Beides - Mein Herz ist frei! Eins aber
da
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In der Mondnacht

Ach, wer kann schlafen, wenn die
Sommernacht So wunderlieblich vor den
Fenstern lacht! Wenn auf dem First der
alten Scheunen hin, Leichtfüßig, eine
blasse Gauklerin, Das Mondlicht
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Der graue Gast

Als du gegangen, ist ein grauer
Gast Mit Grübleraugen und verwirrtem
Haar In meines Stübchens Einsamkeit
gekommen - Der hat Besitz von deinem
Stuhl genommen Und nannte Thorheit, wa
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Todtes Glück

Als unsre Liebe noch blühend
war, Haben wir unter den Zweigen
gesessen, Hand in Hand, und die Sonne
lag Wie eine Krone über dem
Tag. Welk ist die Liebe - der
Wintersturm
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Kämpfe

Arme Seele, die sich selbst
verzehrt! Sehnsucht, die ins Leben
möchte greifen Und dem blühenden doch
angstvoll wehrt - Arme Hand, die an
dem goldnen Reifen Heimlich dreht,
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Winterschlaf

Auf allen Zweigen liegt die weiße Last
... Nun ist kein Drängen mehr und
keine Hast Hat Alles nun sein Bettlein
aufgefunden, In dem es schlafen mag und
still gesunden Von Sommerlus
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Im Regen

Auf die maiengrünen Blätter Rinnt es
rieselnd, leise ... leise ... Sonst
kein Laut. - Alles tief in sich
versunken; In dem schwülen, dunklen
Schweigen Träumt der Wald sein
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Morgenwanderung

Aus dunklen Thalen, drin die Sorge
rauscht, Lenk ich den Schritt auf
vielgewundnen Wegen Dem ernsten Reich
der Einsamkeit entgegen. Längst
blieb des Städtchens muntres Bild
zurüc
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Junger Tag

Aus Schleiern des Morgens Hebt sich der
Tag. Noch hängt an der Wimper Die
blitzende Thräne, Noch huschen die
Wölkchen, Gleich ängstlichen
Träumen, Über die strahl
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Gottheit

Betende Hände hebe ich auf Zu dir, von
dem mir die Wolken erzählen Und Sonne
und Sturm und das eigene Herz. Es sah
dich Keiner.. es hörte dich
Keiner, Und dennoch ziehst du leucht
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Verirrte Welle

Bräunliche Haide im
Sonnenduft, Wandervögel in blauer
Luft, Und eine Welle, die weit vom
Fluß Sich in das träumende Land
verirrt Und nun im Sande verrinnen
muß. - Währen
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Erstorben

Da ich an deinem Halse hing, An dein
Gesicht das meine drängte, Dein Athem
sich mit meinem mengte Und schmerzhaft
mich dein Arm umfing, Da Mund auf
Mund, und Brust an Brust
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Lebensdrang

Da ich noch glücklich war, zog oft ein
Klang Von Todessehnsucht durch mein
lächelnd Leben, Wie Abendwinde übern
Maienhang; Es lockte mich, die Flügel
aufzuheben, Um von der Erde
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Der Papa

Da kennt so ein Mann nun die halbe
Welt Und weiß nicht, wie man ein
Kindchen hält Und hat von den
allernothwendigsten Sachen Noch gar
keine Ahnung - es ist zum Lachen. - Und
das wi
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Der Schatten

Das Bübchen steht im Garten Und lacht
und lacht ... Beugt sich bald
vorwärts, Bald zurück, Läuft ein
Stück, Hüpft ein Stück - Will ihm
aber nicht gelingen,
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Rauhreif vor Weihnachten

Das Christkind ist durch den Wald
gegangen, Sein Schleier blieb an den
Zweigen hangen, Da fror er fest in der
Winterluft Und glänzt heut` Morgen wie
lauter Duft. Ich gehe st
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Im Lampenschein

Das ist ein lieb Beisammensein, Wenn
über uns die Wanduhr tickt Und dir der
Arbeitslampe Schein So voll ins frohe
Antlitz blickt! Ich rühr` dich
manchmal heimlich an,
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Geh vorüber!

Das Sonnenlicht kommt durch`s Fenster
geflogen, Küßt mich und
lacht: `Guten Morgen.` `Ach, liebes
Licht, Rufe doch nicht, Siehe, die
Sorgen Schlafen ja noch! W
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Dein Sessel

Dein Sessel am Kamin steht lange leer
... Und war so süß, das
Beieinandersein, Wenn über deine Stirn
der Flammenschein Hinleuchtete und wie
ein roter Bach Um deine regungslosen H
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Fremd geworden

Deinen Hügel umschreiten die Jahre
... Jedes legt eine Handvoll
Staub, Blühende Rosen und welkes
Laub Mit schweigendem Gruß darauf
nieder. Die Sehnsucht singt ihre
Lieder A
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Vom Christkind

Denkt euch, ich habe das Christkind
gesehen! Es kam aus dem Walde, das
Mützchen voll Schnee, mit
rotgefrorenem Näschen. Die kleinen
Hände taten ihm weh, denn es trug
einen
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Entthronte Königin

Der alte Winter hat mir über
Nacht` Ans Fenster eine wunderliche
Pracht Von Blüthen hingezaubert, von
Gebilden, Wie sie auf seinen
glitzernden Gefilden Da draußen
wachsen, keusch
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Der Frühling blüht

Der Frühling blüht! Herz - war er je
so schön? Lag je ein solcher Schimmer
auf den Höhn Und in den Thälern solch
ein lieber Glanz? Ein jeder Baum trägt
seinen Blüthenkranz - A
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Im herbstlichen Wald

Der Herbstwind peitscht verirrten
Glockenklang In böser Lust den
Waldessaum entlang, Bis seine Seufzer
todesmüd` verschweben. Stumm liegt der
Wald. - Kein heller Vogelsang Umgirrt
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Trübe Ahnung

Der Himmel ist so blaß geworden, Die
weißen Wolken künden Schnee, Das
Bächlein singt ein Lied vom
Sterben Und schleicht sich müde durch
den Klee. Am Zaune flattern welke
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Frühlingssegen

Der Schlehbusch am Wege Schimmert in
Blüthen, An den Geländen Des Thales
entlang Schreitet der Frühling Mit
segnenden Händen. Über den
Wiesen Hängt Glocken
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Sommerfäden

Der Sommer tollt ums Haus! Er hascht
sich mit dem Winde, Der zupft dem
schönen Kinde Manch goldnes Härchen
aus. In hocherhobner Hand Läßt er
die Beute wehen -
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Wanderlust

Der Tag sieht mich in Thränen
stehn Und nimmt mich bei der
Hand: `Was ist denn meinem Kind
geschehn? Komm mit, wir wollen wandern
gehn Ins weite, schöne Land!` Ich g
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Verschiedene Wirkung

Die Brust noch keuchend von dem wilden
Jagen, Und doch so frei und so von
Stolz geschwellt, Als ob der Sturmwind
mich empor getragen, So steh ich droben
in der Bergeswelt. Di
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Entschwundene Freude

Die du lächelnd mir entschwindest Und
mit neidisch dichtem Flor Deine weiße
Stirn umwindest - That sich dir das
graue Thor Der Vergangenheit schon
auf? Darfst du nimmer dich
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Sterne

Die ihr den Aether mit seligen Schwingen
durchschneidet, Segnende Hände über
uns Irrende breitet, Die ihr den
Seelen, die weinend ins Dunkel
gesunken, Leuchtet mit Augen, die ewige
Sonne
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Um Mitternacht

Die Lampe schwält, als wollte sie
verglimmen, Es ist wohl spät! Der
Abend ging mir hin Ohn`, daß ich`s
merkte; lange schläft das
Städtchen. Nur gegenüber, bei der
Schneiderin,
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Im Felde

Die Luft geht schwer. Zittert ein
seltsames Licht Ueber die Felder
her... Grad, als ob`s ein Gewitter
wär`... Küsse mich nicht. - Wiegt
sich die Weide dort Her und hi
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Thränenzauber

Die Mutter spricht: `Auf Busch und
Blatt Liegt still die
Thränensaat, Und wer sich früh dem
Walde naht, Wenn noch kein Licht
geleuchtet hat, Den grüßt das
gleißende Geschmeid`
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Wanderer im Nebel

Die Nebelfrauen binden im Tann Zarte,
wehende Tüchlein an, Die flattern und
winken so wunderlich - Hüte
dich! Leise Schritte gehn dir zur
Seite, Weiße Hände verschleiern d
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Erlösung

Die Nebelhexen brauen im Thal. Widrige
Dünste, Wallen und weben, Steigen und
schweben Um Busch und Gestein Und
hüllen mich ein. Sie greifen
tastend Nach meiner
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Eine Stimme

Die Schatten reckten schon ihr dunkles
Haupt Aus den
Gebüschen, Unergründlich tief That
sich ein Weg vor unsern Schritten
auf, Wir hörten eines Pferdes
schnellen Lauf Im we
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Stille Zeit

Die Tage rinnen leise hin... Ein jeder
bringt ein liebes Glück Und eine liebe
Sorge mit, Und schau ich so den Weg
zurück, Den ich mit dir gegangen
bin, Da will es mir fast b
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Die Windsbraut

Die Windsbraut tanzt. Von ihren kleinen
Füßen Hebt sie den Saum des wehenden
Gewands Und wiegt sich kichernd in den
schmalen Hüften. Der Rose ruft sie
schmeichelnd: `Schwester.. komm.`
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Sturmfluth

Die Wogenrosse schäumen in`s
Gebiß Und bäumen auf, mit
angstgeblähten Nüstern Flieh`n sie
an`s Land, Ein Dämon hält die
feuerfarb`nen Zügel In harter
Hand. Wen
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Dämon

Dieser flatternden Gedanken, Dieser
Wünsche wildes Spiel, All das Wollen,
Hoffen, Schwanken Dieser Zeit - wer
bringt`s zum Ziel? Ach, in Träumen
möcht` ich leben, A
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Mein Ring

Du drückst mich wund, du kleine goldne
Fessel An meiner Hand, Denn zwingend
hältst du mir das junge Leben Ans Grab
gebannt! Zwing auch, ich bitt` dich,
meine Sehnsucht nied
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Das Wort vom Scheiden

Du gabst mir einst ein kleines
Buch Voll lieber, schöner Lieder Und
schriebest auf das erste Blatt Ein
traurig Verslein nieder. Ich
schüttelte den Kopf dazu, Mein He
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Schweigen

Du gehst vorüber … Nebel steigen
auf, Die mir dein Bild, das zärtliche,
vertraute, In eine ungewisse Ferne
rücken, Wie bald, wie bald, Ist
Alles  todt und leer
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Wehe Liebe

Du sagst, ich sei jung - Das nimmt mir
die Ruh, Du sagst, ich sei schön
- Ich weine dazu! Was soll mir die
Jugend, Ich bin ja allein, Was taugt
mir die Schönheit -
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Selige Hoffnung

Du schläfst mir still zur Seite - Ich
aber lausche schon In eine dunkle
Weite. Es klingt ein fremder Ton Durch
meiner Nächte Schweigen, Gar süß und
wunderlich, Und
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Stummer Abschied

Du schweigst und schweigst. - Das ist
ein furchtbar Schweigen! Ach, rede
lieber, schlag mich, jag mich fort! Bei
aller Gluth, mit der du einst mich
küßtest, Fleh` ich dich an: `Gönn
mir
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Du und ich

Du und ich... und über uns Beiden die
Nacht! Neige die Stirn, damit ich dich
küssend umfange. Neige das Ohr - ich
raune dir Süßes hinein, Wonne und
Weh, so wie`s mir emporblüht im Herz
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Sturmes Weckruf

Du, dem ich mein jauchzend Lied Heut
gesungen habe - Brause einst, du wilder
Sturm, Über meinem
Grabe! Mächtiger, als
Menschenwort Und der Klang der
Glocken,
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Telegraphendraht im Walde

Ein bunter Herbstwald, wundervoll
getönt In roth und gelb und grau und
violett - Dahinter Wiesen, friedliches
Gelände, Auf dem der Duft des nahen
Abends liegt, Und eines Bächleins
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Vaterthränen

Ein einzig Mal hab ich dich weinen
sehn... Es war ein wundervoller
Maientag, Die Hyacinthen flammten von
den Beeten Buntfarbig auf, und ihre
Kelche säten Ein heißes Athmen in die
L
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Vom Tode

Ein Engel, wardst du liebend
ausgesandt! Schön war dein Antlitz,
deine Stirne rein, Aus deinen Augen
brach der Osterschein Der Ewigkeit, es
glänzte dein Gewand. Sie aber ho
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Der tolle Spielmann

Ein Klirren von zerbrochnen
Fensterscheiben.. Die Hausthür fällt
mit dumpfem Schlag ins
Schloß, Zerrißne, angstgequälte
Wolken treiben Hoch über mir in
unheimlichem Troß. Und
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Lichtbild

Ein lichtes Wölkchen segelt noch im
Blau, Ein friedevoller, leuchtender
Gedanke, Der in dem Kampf des Tages
Sieger blieb. So wandelst du, da mir
der Abend sinkt, In deiner J
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Gekränkte Unschuld

Ein Rad gebrochen! - Da liegt das
Heu... Da liegt der Wagen ... und
nebenbei Ein blasses, schmächtiges
Dirnchen steht, Das heulend die Zipfel
der Schürze dreht. `Was willst
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Letzte Lust

Ein Röslein unterm Schnee - So blühst
du mir, du letzte Lust, Versteckt in
Scham und Weh. Ich pflege dein zur
Nacht! Dir hat des Tages froher
Blick, Die Sonne nie ge
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Einsegnung

Ein schlankes Kind im schwarzen
Kleide, So geht sie neben mir
dahin Und trägt des Frühlings holde
Räthsel Noch ungelöst im jungen
Sinn. Sie lauscht dem Klang der
Osterglo
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Sommertag

Ein Sommertag, von seligem Frieden
erfüllt, In blaue Schleier lieblich
die Ferne gehüllt. Im tiefen Thal
verschlafener Hütten Rauch, Ein
traumhaft Flüstern zärtlich aus Busch
und Strau
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Gebet

Ein Tag wie hundert andre auch - Und
doch liegts wie ein leiser
Hauch Darüber. Der Herrgott geht im
Sonnenschein An meinem
Mädchenkämmerlein Vorüber. Ich si
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Volkslied

Ein Vöglein singt im Wald, Singt Lieb`
und Leiden, Ich weine für mich hin
- Du willst ja scheiden. Viel Rosen
blühen roth, Ich pflücke keine
- Brauch weder
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Das verirrte Wölkchen

Ein Wölkchen irrt am Himmel
hin, Verloren und verlassen, Der Mond
sucht`s mit der Strahlenhand Am
Kleidchen zu erfassen. Das Wölkchen
aber läuft und läuft, Der Sin
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Von der Königin Herzeleid

Einen Kranz von weißen Narzissen Und
ein weißes, schleppendes Kleid Trägt
die Königin Herzeleid. - Sie kommt aus
schweigenden Gärten her, Da schimmern
die Rosen wie Blut,
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Von der Königin "Herzeleid"

Einen Kranz von weißen Narzissen Und
ein weißes, schleppendes Kleid Trägt
die Königin Herzeleid. - Sie kommt aus
schweigenden Gärten her, Da schimmern
die Rosen wie Blut,
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Greisenlied

Einen Trunk vom Lethebecher Gönne mir,
du ewge Nacht, Einen, der den alten
Zecher Müd genug zum Schlafe
macht! Vor mir dehnt in grauer
Weite Sich ein unwirthsamer St
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Einsamkeit

Einsamkeit, ernsthafte Frau, Tratest
einst still in mein Zimmer, Ach, und
ich wollte dich nimmer, Grüßte dich
finster und rauh. Nicktest nur milde
dazu, Ließest dic
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Ein Schrei

Einst, als du mich küßtest im
lachenden Mai, Da blühten die Linden,
die Nachtigall sang, Vom Felde her kam
ein verlorener Klang Wie Glockengeläut
- o wir seligen Zwei. De
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Der lahme Franz

Er humpelt nun schon manche liebe
Woche Zu mir herein und nimmt sein
Scherflein hin, Und wenn ich einmal gut
bei Kasse bin - Kommt selten vor bei
einer Dichterin - Bleibt er zufriede
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Der alte Friedhof

Er ist so tief hineingeschmiegt In`s
Dämmerlicht der Linden, Das alte
Pförtchen so versteckt - Wer mag den
Zugang finden? Von droben schaut des
Kirchleins Thurm, Ein
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Spätes Glück

Es hat ein Blümchen Tag für Tag Sich
nach dem Licht gereckt, Die liebe Sonne
fand es nicht, War gar zu tief
versteckt. Erst, als der Sichel
blanker Stahl Die Gräser
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Gefaltete Hände

Es hat mich heut nicht schlafen lassen
- Das alte Weh kam über mich, Daß
ich mit heimathlosen Schritten Mich an
des Kindes Bettchen schlich. Da sank
ich hin in dunkler Nacht
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Des alten Mannes Sommertraum

Es huscht die Nacht vorbei auf leisen
Sohlen, Schwül weht ihr Athemzug zu
ihm herauf, Im Garten schließt der
zitternden Violen Lichtscheue Schaar
die blassen Kelche auf. Un
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Mittagsruhe

Es ist so still im Haus! Auf allen
Räumen Liegt schwer die
Mittagsruh Mit ihren
Träumen. Rothgold`ner
Sonnenschein Blinkt auf den
Dielen, Mit jedem Stück Ger
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Es ist so still...

Es ist so still, seit du gestorben
bist! So furchtbar still... Sonst
theilte ich nach deinem Gehn und
Kommen Den Tag mir ein, und jede Stunde
hatte Ihr schönes Amt und ihre liebe
Pf
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Es schlief mein Mund

Es schlief mein Mund, vom Schmerz
bewacht, Du kamst und küßtest ihn zur
Nacht, Da wacht` er auf - nun wehe
mir: Wie lechzt und dürstet er nach
dir! Ergebenheit und stiller
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Unbegehrt

Es stand eine Rose im tief tiefen
Grund, Von Liebe und Sehnsucht
durchglühet, Kam Keiner, der ihre
Schönheit begehrt, Ist einsam und
traurig verblühet. Ich weiß eine
Seel
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Todesahnen

Es starb der Tag mit seiner Noth
... Die Sonne streut ihr leuchtend
Roth Um seinen Sarg und hüllt ihn
ein, `Gesegnet soll dein Schlummer
sein!` Ein Todestraum kommt über mi
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Huldigung

Es strich ein Wind durchs grüne
Thal, Der trug mir süße Botschaft
zu, Es legte sich ein Sonnenstrahl In
meinem Herzen fromm zur Ruh`. Die
Drossel sang im Kirschenbaum -
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Versäumte Zeit

Es war wohl just um diese Zeit! Die
Lärche stand im grünen Kleid Und an
den Birken brach die Fülle Der
Blättchen aus der braunen
Hülle. Ein erstes Lied, ein voller
Klang
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In Nacht

Es winkt wie mit goldenen Thoren, Es
lockt und lacht - Aber ich gehe in
Nacht Und habe den Weg verloren. - Wo
bist du, die mich geboren In dieses
Leben der Pein? Ich ha
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Sonnenaufgang auf dem Brocken

Es wogt und wallt, gespenstisch kriechts
herauf, Ballt sich zusammen, flieht und
duckt sich nieder, Hebt scheu das Haupt
zu neuem Kampfe wieder Und baut sich
lautlos immer höher auf.
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Wach auf mein Lieb

Fernab der Zeit liegst du in deinem
Grabe Und träumst und träumst, Mich
aber jammert es der schönen Tage, Die
du versäumst. Mit rothen Rosen
kränz ich deinen Hügel -
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Vor dem Winter

Geliebte Spuren such` ich Im falben
Laub - Ach, Alles Staub, Verwaist und
leer, Die kahlen Zweige
thränenschwer, Und drüber der Himmel
so grau, so grau... `Was rufst
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Erwachen

Geschlafen hatt` ich, ach, so lange
Zeit! Der Erde Schönheit war um mich
versunken, Verblaßt, verglüht der
letzte Sonnenfunken, Rings tiefe Nacht,
trostlose Einsamkeit. - Da schre
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Philisterglück

Gestern standen sie im Blättchen Als
Verlobte. Heut, zur Stunde Der Visiten,
wird die Runde Abgegangen durch das
Städtchen. - Freudig warten schon die
Tanten. - Er i
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Freudlose Liebe

Ging aus, die Lieb zu suchen Und fand
die Leidenschaft, Die hat mit heißem
Athem Mein Blühen weggerafft. Nun
kommt die Lieb gegangen Und schaut mich
traurig an,
... weiterlesen


Waldesrast

Gleich fern dem Himmel und der
Erdenwelt, In einer Dämmrung trunkener
Gefühle, Lieg ich auf grünem,
moosgeschwelltem Pfühle, Bis mich der
Schlummer heimlich überfällt.
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Wandervogel

Grüßend schwenkt er seine
Mütze Ueber`n Zaun und ruft
`Ade`, Schaut zum letzten Mal
herüber Nach dem Fleck, darauf ich
steh`. Dann verhallt die frohe
Stimme Und di
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Geburtstag

Gut Morgen, Frau Sonne, wie froh schaust
du aus! Ich bitte dich, komm doch ein
Weilchen ins Haus, Wir haben
Geburtstag: der kleinste Mann Tritt
heute sein siebentes Jährchen an! Sei
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Vergebliches Warten

Hast den Weg doch sonst gefunden, War
das Dunkel noch so dicht, Ruhlos
schweifen meine Blicke: Warum, warum
kommst du nicht? Glühend nickt die
Ros` am Zaune, In den U
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Hast nicht ein einzig Mal zurückgeschaut

Hast nicht ein einzig Mal
zurückgeschaut, Den langen Weg! Froh
schrittest du dahin und sangest laut Im
Waldgeheg. Ich aber nestelte in
bittrem Leid Den kleinen Strau
... weiterlesen


Pythia

Hat einmal ein Mädel die Muhme
gefragt, Was Liebe denn eigentlich
sei? Da machte die Alte ein pfiffig
Gesicht Und lachte so eigen
dabei. `Die Liebe? Das ist ein
verschlossen
... weiterlesen


Größenwahn

Hat`s die ganze Nacht gegossen
... Kommt durch die Straßen das Wasser
geschossen, Thut grad, als wär`s ein
Strom und vergißt, Daß es doch nur
von der Gosse ist - Ein ganz armseli
... weiterlesen


Sturmnacht

Heda - Geselle, Bist du
erwacht? Singst du die alten, Tollen
Gesänge Wieder hinein in die
Sommernacht? Schweige, Sturmwind, Ach,
schweige still - Laß doch schl
... weiterlesen


Sturmeswerben

Hei, wie er tobt! Wie er die
nackten, Sehnigen Schultern Wild an
die zitternden Scheiben stemmt. Wie er
ruft, Wie er lockt!     Auf
dem Tische das Flämmchen
... weiterlesen


Heilig, heilig, heilig ist der Schmerz

Heilig, heilig, heilig ist der
Schmerz! Du aber, furchtsames
Menschenkind, Verstehst seine einsame
Größe nicht. Du birgst das
Gesicht In den wehrenden Händen, Du
möchtest
... weiterlesen


Wonne der Sturmnacht

Himmel und Hölle zusammen im
Streite, Lodernder Sturm schlägt den
Arm um uns Beide, Ueber dein zuckendes
Angesicht Flammen die Blitze mit
flackerndem Licht. Hoch auf der L
... weiterlesen


Verheißung

Hör, was ich sage: Wenn die Sonne
heut Mit müdem Schritt aus unsrer Flur
gegangen, Erwart` ich dich. In wildem
Geisblatt birgt sich eine Bank Im
Waldesgrund, rings Buchengrün und
... weiterlesen


In der Vaterstadt

Ich bin heute früh durch die Stadt
gegangen Und habe zu suchen
angefangen... Die Straßen lief ich
wohl auf und ab Und fand doch Keinen,
der Antwort gab, Wo all meine Lieben
... weiterlesen


Heilige Stunde

Ich denk so oft an jene Nacht, Da`s
über uns herniederbrach, So
athemraubend, riesengroß, Daß keiner
von uns Beiden sprach. Wir maaßen
uns, wie Feinde thun, Es war
... weiterlesen


Sonnenregen

Ich gehe fremd durch die Menge hin, Den
irdischen Lauten entrückt, Ich trage
heimlich ein weißes Kleid, Mit
bräutlichen Zweigen geschmückt. Es
ist ein Singen und Blühn in mir,
... weiterlesen


Waldwege

Ich ging denselben Waldweg heut`, Den
ich mit dir, mein Lieb, gegangen, Als
über uns, im jungen Grün, Die ersten
Frühlingslieder klangen. Wir
sprachen kaum, doch jeder Bli
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Mein Bübchen

Ich ging hinaus und fragte die
Wolken: `Liebe Wolken, ich bitt` euch
schön - Habt ihr mein Bübchen nicht
gesehn? Ist gar ein lieber, kleiner
Kerl, Singt und springt den ganzen Tag,
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Ein Stündchen lang

Ich hab` an seiner Brust geruht, In
seinen Armen schlief ich ein, Und
kreuzt er nimmer meinen Weg - Er war
doch eine Stunde mein! Und wenn ich
dieser Stunde Glück Mit
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Ich hab dich lieb

Ich hab` dich lieb! Das sollst du als
Geschenk, Nun da du gehen willst, von
hinnen tragen. All meine Lust und
Pein Und meine große Sehnsucht
schließt es ein, Ich hab` dich lieb-
un
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Vor deinem Hause

Ich hab` vor deinem Haus gestanden, Die
Fenster grüßt` ich und das Thor, Aus
dem du oft zu mir gegangen. Da faßte
mich ein seltsam Bangen, So fremd kam
mir das Alles vor.
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Warnung

Ich komme heim aus dem Sonnenland. Ich
bin den ganzen blühenden Tag In lauter
Schönheit gegangen! Nun fliegts mir um
Stirn und Wangen Noch wie ein
verklärter, seliger Schein ...
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Verzweiflung

Ich lache ja, bin lustig wie die
Andern! Nur dann und wann Schaut die
Verzweiflung mich aus einem Winkel Der
Seele an. Dann schleiche ich mit jäh
erblaßten Lippen Mi
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Weihe

Ich liebe diese Form, die dich
entzückt! Die weiße Brust, an der
dein Haupt gelegen, Und diesen Nacken,
den dein Arm umschlang. Seit deines
Kusses Wonne mich durchdrang, Liegts
üb
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Ich liebe dich ...

Ich reiße dich aus meinem Herzen, Aus
meinem Leben reiß ich dich, Denn wie
ein heimlich schleichend Fieber Zehrst
du an mir und tötest mich. In jeden
Tag, in jede Stunde
... weiterlesen


Entwerthete Ideale

Ich sage euch: die idealen Güter Sind
heut zu Tage stark im Preis
gesunken! Ihr macht dazu ein
zweifelndes Gesicht - So hört, was mir
der alte Spittelmann, So oft die Münze
in sei
... weiterlesen


Ich sah einen Adler...

Ich sah einen Adler sich wiegen Hoch
oben im leuchtenden Blau, Er schaute
aus ewigen Fernen Herab auf mich
einsame Frau. Es standen so träumend
die Felder, So lockend
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Geheimnis

Ich trag` ein glückselig Geheimnis Mit
mir herum, Ich möchts allen Leuten
vertrauen Und bleib` doch stumm! Ach,
jubeln möcht` ich und singen, Von
früh bis spät - U
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Ich träumte heut...

Ich träumte heut`: Des Todes steinern
Thor Gab dich heraus! Auf der
verfehmten Schwelle Empfing ich dich,
und um uns Beide floß Ein letztes Mal
die goldne Sonnenhelle. Und w
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Dienende Liebe

Ich weiß es wohl, dir dank ich Alles,
Alles, In deinen Küssen blüht mein
Frühling auf! Verschüchtert standen,
zagend meine Knospen, Es fiel dein
Blick wie Sonnenschein darauf, U
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Was geht das fremde Lied mich an

Ich weiß nicht, was mir gar so
bang Heut in die Kammer schallte - Ein
Vöglein sang vor Thau und Tag, Vor
Thau und Tag im Walde. Mag auch ein
Bursch gewesen sein, Der
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Dämmerung

Ich weiß, du bist in den Ecken
versteckt! Ein Stündchen noch, dann
kriechst du hervor Mit bösem Lächeln,
dein Schatten reckt Sich an den Wänden
des Stübchens empor, Und deine s
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Ich will den Sturm!

Ich will den Sturm, der mit den
Riesenfäusten Vom Boden der
Alltäglichkeit mich reißt Und mich
hinauf in jene Höhen schleudert, Wo
erst das Leben wahrhaft Leben
heißt! I
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Ich wollt, ich wär des Sturmes Weib

Ich wollt`, ich wär` des Sturmes
Weib, Es sollte mir nicht grausen, Auf
Felsenhöhen wohnt ich dann, Dort, wo
die Adler hausen. Die Sonne wäre
mein Gespiel, Die Wind
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Einsamer Abend

Im Nachtwind blähn sich leise die
Gardinen, Ein Falter wagt den Todesflug
ins Licht Und büßt den Fürwitz. Mit
gelaßnen Mienen Schau ich ihm zu -
es ist der Erste nicht,
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Sommerzeit

Im Walde war`s! Das rothe
Sonnengold Troff glitzernd von den
Kieferstämmen nieder, Ein Eichhorn
sprang in keckem Wagemuth, Aus klugen
Aeuglein blinzelnd, hin und
wieder. Vom
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In Sturmes Reich

Im wehenden Kleide Weit über die
Haide, Auf schwindelnden Wegen Dem
Sturm entgegen - Das ist meine
Lust! Da gellt in den Lüften Sein
jauchzender Schrei, Da rag
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Sieghafte Lust

In deinem Arm, an deinem Herzen - O
sag`, was hat die Erde noch? Und
brächte sie mir tausend Schmerzen Nach
diesem Tag, ich jauchzte doch! Und
gilt es, durch die Dunkelheite
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Die Möve

In hoher Luft die Möve zieht Auf
einsam stolzen Wegen, Sie wirft mit
todesmuth`ger Brust Dem Sturme sich
entgegen. Er rüttelt sie, er zerrt
an ihr In grausam wildem
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Werdelust

In jähem Stoße erbebt das Haus, Die
Scheiben ächzen und stöhnen, In
fahlen Lüften ein dumpf Gebraus, Die
Wolken jagen, der Sturm holt aus In
lang gezogenen Tönen.
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Sturmlied

In Meerestiefen, Auf altem Thurm, In
Felsenhöhlen, Da schläft der
Sturm. Die Haare fallen Ihm in`s
Gesicht, Die Glieder starren - Er
merkt es nicht,
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Menschenloos

In Nacht empfangen und in Nacht
geboren, Giebst du des Lebens kurzen
Sonnenblick Einst an des Todes lange
Nacht zurück. Ob hinter jenen
räthselvollen Thoren Die Ewigkeit im
Strahle
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In verschwiegener Nacht

In verschwiegener Nacht Hab` ich deiner
gedacht Und mit sehnendem Gruß Dich
gegrüßet. Hab` geweint und
gelacht In der heimlichen Nacht Und
mit seligem Kuß
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Der Tempel der Einsamkeit

Ins Leben lockt mich deiner Liebe
Licht, Ich aber wehre dir mit sanfter
Hand, Denn meine Seele sucht ein andres
Land - Das kennst du nicht! Dort
ist`s so still ... du spürst
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Erinnerung

Ist dies ein Traum, der meinen Sinn
umschmeichelt, Der mit dem Mondstrahl
in das Fenster kam, Den schweren Druck
von meiner Stirne nahm, Mit
Blüthenzweigen nun mein Antlitz
streichelt
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Der Weg zum Glück

Ist einmal ein Bursch in die weite
Welt Gegangen, gegangen, Die Vöglein,
die saßen am Weg auf dem Busch Und
sangen und sangen. So grün war der
Wald und der Himmel so blau,
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Im Frühling

Ist tief im Wald ein stiller Platz, Da
steht des Frühlings Haus, Am Fenster
lehnt sein blonder Schatz Und schaut
verträumt heraus. Die Vögel singen
süßer dort, Vi
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Herausforderung an den Sturm

Ja, tobe nur und reck die Fäuste aus
- Ich fürcht mich nicht! Ich schaue
lachend in dein wild Gesicht Und wage
mich aus meinem sichern Haus Mit festem
Schritt selbst in dein Reich
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Heimkehr

Jubelnde Stimmchen und lachende
Augen, Wehende Löckchen und rosige
Wangen, Rundliche Arme, die voller
Verlangen Schultern und Nacken und
Haupt mir umfangen - O der seligen
Heimkehr!
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Novemberabend

Kein Lichtlein am Himmel, Kein Laut auf
den Gassen - In Dunkel und Stille, Wie
bin ich verlassen. Es rauschen die
Bäume ... Der Wind hebt sich leise Zu
friedlo
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Liebe

Leise wie ein Hauch, Zärtlich wie ein
Lied, Furchtsam wie der Schatten, Und
so treu doch auch -     Arme
kleine Liebe,     Die ich
hart verstieß,
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Hoffnung

Letzte Lust und letzte
Blüthen, Schluchzend klingt der Sommer
aus. Hoffnung, sinkt auch dir der
Strauß Welkend aus der Hand, der
müden? Oder, was auf deinem
Munde Lächelnd
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Flucht

Liebchen komm - die Schatten
dunkeln, Unsern Schritt verweht der
Wind, Keine Späheraugen funkeln Über
uns .. die Nacht ist blind! `Weh, ein
Lichtlein blieb am Leben:
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Die Insel der Vergessenheit

Liegt irgendwo im weiten Meer Ein
selig, weltverloren Land, Still ziehn
die Wolken drüber her, Und leise ebbt
die Fluth am Strand. Uralte Bäume
grünen dort Und wöl
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Mein Traum

Liegt nun so still die weite Welt, Die
Nacht geht schwebend durch das
Feld, Der Mond lugt durch die
Bäume. Da steigts herauf aus tiefem
Grund, Da flüsterts rings mit süßem
Mund,
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Die Kranke

Man hat sie hinaus in die Sonne
getragen. Neben ihr steht der
Kinderwagen, Darinnen schläft ihr
Bübchen sacht. Die Großen spielen im
Garten und bringen Ihr
Frühlingsblumen, und j
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Sternschnuppe

Manchmal, in schwülen
Sommernächten, Wenn um die Rosen buhlt
der Wind, Löst schwindelnd sich vom
Himmel droben In jähem Fall ein irrend
Kind. Dann stehen wohl die Mensche
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Mittag

Mauerreste, wilder Wein - Letzte Rosen
auf den Beeten - Malven, Astern und
Reseden - Und darüber
hingegossen Voller, gold`ner
Sonnenschein. Tiefe Ruhe ringsumher!
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Mein Kadet

Mein Bübchen trägt des Königs
Rock Sechs blanke Knöpfe dran, Und
schaut das lumpige `Civil` Von oben
runter an. Es raucht, wenn`s `was zu
rauchen giebt, Und wird e
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Waldmärchen

Meine Muhme, die Sehnsucht, weiß ein
Lied, Das klingt so süß in der
Dämmerung, Das klingt so süß, daß
ich weinen muß - Weiß nicht,
warum. Sie singt von einem
großmächtigen
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Verborgene Quellen

Mir ist so oft, als hörte ich ein
Rauschen Von Fluthen, die durch dunkle
Gründe gehn, Und, fromm erschrocken,
bleib ich träumend stehn, Um tief
hinein ins eigne Ich zu lauschen.
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Verklärt

Mir ist, als hätt` ein Großes,
Wunderbares, In meiner Brust die Augen
aufgeschlagen, Seit er mich
küßte! Als ob ich, niederknieend in
den Staub, Vor meinem eignen Bilde
beten mü
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Fata morgana

Mir ist, wir stünden Hand in Hand Noch
einmal an der lieben Stelle, Da jener
Traum uns aufgeblüht. Vom
Abendsonnenschein umglüht, Liegt gar
so still die Wiese dort, In Blü
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Unkenschrei

Mißtönig hallt der Unkenruf vom
Grunde, Die Fledermäuse streichen
scheu und leis, Der Nachtwind schleicht
sich lüstern um die Mauern, Und der
Jasminbusch duftet süß und heiß.
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Märzensturm

Märzensturm, rufst du mich? Komm nur
und hasche mich! Jag` mich den Berg
hinan, Sieh doch, wer`s besser
kann, Du oder ich. Laß mir mein
Kleid in Ruh, Unbänd
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Keusche Liebe

Nicht die Wonne deiner Lenze, Deiner
Sommer durft ich sein - Laß, o laß
mich deiner Kränze Letzte, weiße
Blüthe sein! Deinen Frühling zu
beglücken, War der Ande
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Im Einschlafen

Nun gingen die Winde schlafen Im
grünen Thal. Ein letzter, zitternder
Sonnenstrahl Küßt heimlich das
Ried, Hoch über der Welt Erwachen die
Sterne, In dämmernder Fe
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Herbstgedanken

Nun hat sich Alles, was den Lenz
durchstürmte, Zu schöner, milder Ruhe
abgeklärt, Zum gold`nen Trunke ist der
Saft geworden, Der feurig in der Rebe
einst gegährt. Und wie
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Ferien

Nun ist mein dunkles, altes Haus Voll
Sonnenschein! Die Kinder fliegen ein
und aus Wie Vögelein, Sie sitzen
hungrig um den Tisch Und zwitschern
laut, wie klingts so frisch
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Der neidische Mond

Nun küsse mich, ich halte still, Du
lieber, lieber Mann, Und zieht der Mond
ein schief Gesicht - Was geht`s den
Mond wohl an! Ich glaube gar, den
alten Herrn Plagt nu
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Thränen

Nun schläft in grünen
Tannenzweigen Den Winterschlaf das
Rosenbeet, Vermodernd Laub liegt auf
den Wegen, Der Wind hat`s nächtens
hingeweht. Ein arm, verlassen
Vogelnestche
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Ein Grab

Nun spinnt der Epheu deine Ruhstatt
ein, Zu deinen Füßen sprießen
Frühlingsblüten - Du könntest
schöner nicht gebettet sein! Ich
aber bete: Hege mir den Müden, Du hei
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Trübe Zeit

Nun streichen die friedlosen Winde So
scheu durchs Land, Nun liegen die
Blätter der Rosen So fahl im
Sand. Und was er von Treue
gesprochen Zur Frühlingszeit,
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In der Nacht

Nun weiß ich, was mir ist - die Uhr
blieb stehn. Das alte Stimmchen, das
mich oft gestört, Mit seinem Tiktak
mich begleitet hat In manche ruhelose
Nacht hinein - Nun schlief es ein
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Warum?

O jenen bangen Weg zurück, Da jeder
Baum von ihm erzählte, Da jedes Blatt
und jeder Stein Mit Fragen meine Seele
quälte, Da Alles sprach! `Warum?
Warum?` `Warum geh
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Ein Letztes

Oft denk ich: wenn du bei mir
wärest Und meiner Sehnsucht wilde
Fluth Sich in dein liebes Herz
ergösse, Dann wäre Alles, Alles
gut! Und schüttle dann die Stirne
leise
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Überraschende Bekanntschaft

Oft, wenn ich so las, wie gesittet er
sei, Wie zierlich er ginge im weißen
Gewand, Und wie er`s verstünde, das
schlafende Land Zu schmücken mit
tausend duftigen Blüthen - Da kam
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Rosengruß

Rosen brach ich dir im Garten Und ich
küßte eine jede Mit den heißen,
rothen Lippen, Eh ich sie zur langen
Reise In das schmale Kästchen
legte. Und ich raunte eine
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Seltsame Träume

Ruhlos und düster jagen die
Gedanken Mir durch das Haupt, wie
Wolken durch die Nacht, Und jählings
zuckt Erkenntnis durch das
Schwanken, Daß ich dies Alles einmal
schon gedacht!
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Heimweh

Sage - was singen die Vögel im
Hain?        
    `Fröhlich sein!` Sage -
was flüstern die Blumen am
Rain?        
    `Lieblic
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Frühling

Sah ich ihn doch Am Wegrain sitzen Mit
Blumen im Haar Und lachenden
Augen, Wie er mir winkte! - - - - - -
- - - - - - - - - Da lief ich ihm
nach. Die Wiese entla
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Im Herbst

Schon färbt der Wein sich roth, Der
Herbst will kommen, Die Trauben hangen
leuchtend am Spalier, Und in den Wegen
liegt das Laub gesät. Du sprichst von
Liebe, doch es klingt beklom
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Stille Siege

Schon sank die Dämmrung still auf Berg
und Halde, Ein blasser Stern stand
wartend überm Walde, Des Wanderns
müde, lag der Wind im Hain, Und grüne
Halme schläferten ihn ein. Da s
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Tiefe Ruhe

Schwerfällig geht der Knecht im
Hofe Noch her und hin und hin und
her, Verwahrt verdrossen das
Geräthe Und schiebt am Thor den Riegel
quer. Ich seh` von meinem
Fensterplatz
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Mittag am Bruchberg

Schwül liegt die Sonne auf Bruch und
Moor.- Es rieseln und rinnen die
Quellen hervor Und sammeln sich
flüsternd am Hange. Graubärtige
Tannen stehn finster am Weg, Gebückte
Erlen
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Erinnerungsblatt

Sein Leben war ein ernst, beharrlich
Wandern Nach einem hohen Berg, darauf
sie stand, Und als er endlich sich am
Ziele fand, Da neigte sie sich
lächelnd einem Andern! Nun ge
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Ein Leben

Sie lebte ein bescheidnes leben. Gleich
fern dem Glanze und der Noth, Wuchs sie
in einem engen Garten, Von keinem
Sturme noch bedroht. Da kam ein Lenz,
der holder blühte
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Ich aber denke...

Sie sagen mir, du sei`st geborgen
nun Vor allem Leid, ein friedevolles
Ruh`n, Ein Sonnentraum sei über dich
gekommen, Seit dir der Tod die Bürde
abgenommen, Die Leben heißt. Du f
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Sieg der Lust

Sie schleichen umher mit tückischen
Mienen, Sie raffen mit dürren,
blutlosen Armen Zweige und moderndes
Laub. Auf nebligem Feld, auf starrenden
Stoppeln Richten sie kichernd den ra
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Der todte Dichter

Sie trugen einen Sarg hinaus, Hing ihm
kein Kranz zur Seite, Gab Keiner ihm im
schwarzen Kleid Das trauernde
Geleite. Die Träger schritten stumpf
und still, Der Pries
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Wortloses Glück

Sie zogen singend in den Wald
hinein, Einlanger Zug von frohen,
jungen Menschen. Wir aber schritten
schweigend hinterdrein Und fürchteten
der eig`nen Stimme Klang, Als möchte
sie d
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Wenn die Sterne scheinen

Sieh, nun ist es dunkel `worden, Alles
schläft in weiter Welt, Nur die Sterne
wallen leise Ihren Weg am
Himmelszelt. Und der leuchtendste von
allen, Jener dort im wei
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Des Apfelbaumes Frühlingstraum

Sieh, nun schmückt mit tausend
Blüthen Sich vorm Haus der
Apfelbaum, selbst sein müdes altes
Herze Träumt noch einen
Frühlingstraum. Und ich selber, jung
und blühend,
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Im Arm der Nacht

Sing mir ein Lied, so süßer Schwermuth
voll, Daß ich entschlafe! Birg diese
Augen, die den Tag gesehn, In deinem
Schooß und laß um diese Stirne Den
Friedensathem deiner Lippen w
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Wiedersehn

So ganz, ganz anders hatt` ich`s mir
gedacht, So märchenschön, so licht
und glanzumwoben! Tief unter uns die
Erdenwelt, und wir Von starken
Fittichen emporgehoben. Nur noch
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Unglücksrabe

So oft ich der alten Nachbarin In ihrem
Shawltuch begegnet bin, Wenn die Sonne
grade recht hell gestrahlt, Als bekäm
sie`s heute extra bezahlt - Dann zeigte
die alte Nachbarin
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Wunder

Sorgen trug ich in den Wald
hinaus, Blüthenzweige bring ich mit
nach Haus - Was dazwischen hat
gelegen, All das Hin und Her von Lust
und Pein, Bis zum vollen, goldnen
Frühlingssege
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Im Thorweg

Steh`n Zwei im Thorweg bei
einand`, Hält Eins so fest des Andern
Hand, Will Keins vom Andern
lassen. Und draußen schlägt die Uhr
vom Thurm, Und draußen fährt der
Märzen
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Sehnsucht

Sturm, wer gab dir den Athem? Welle,
wer gab dir Flügel? Und du Vöglein
droben im schimmernden Blau, Wer rief
dich über die Hügel?    
    Ich weiß, ach, ich
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Erntezeit

Süße Rast am Wegesrand, Unter grünen
Zweigen - Meine Hand in deiner Hand
- Träumen wir und schweigen. Wilder
Mohn und Rittersporn Blüh`n an allen
Wegen, M
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Nesthäkchen

Tagsüber ist er so wild gewesen! Nun
liegt er im Bettchen und rührt sich
nicht, Die Härchen fallen ihm ins
Gesicht, Und das Mäulchen, das immer
so trotzig thut, Spricht, halb sch
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Im Waldesfrieden

Tiefer, tiefer
Waldesfrieden, Lenzdurchrauschte
Einsamkeit, Wie du meiner Seele
Pforten, Die in Sorgen eng
geworden, Oeffnest nun so weit, so
weit. Sehnend suche ich i
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Vorfrühling

Ueber den Feldern ein warmer
Hauch, Schwellende Knospen am
Dornenstrauch, Ungeduldige Wölkchen
schweben Über mir hin, und fern im
Land, Wo die Berge ihr Haupt
erheben, Aus d
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Weihnacht im Süden

Ueber duft`gen Bergeslinien, gold`nen
Feldern, grünen Wogen, Blaut des
Südens wolkenloser, weit gespannter
Himmelsbogen. Leuchtend steigen die
Terrassen in der Sonne lichte Gluthen,
... weiterlesen


Todeswege

Ueber meinem Haupte deine Hände, Deine
Liebe über meinen Wegen - Und doch
führen sie der Nacht entgegen, Und ein
Grab ist unsres Wanderns Ende! Laß
uns, Liebster, in die
... weiterlesen


Die kleine Beerensucherin

Ueber Nacht ists Herbst geworden, In
dem Buchenlaub am Boden Wühlt ein
ruheloser Wind; Zwischen den entlaubten
Stämmen Geht im kurzen, rothen
Röckchen Noch ein beerensuchen
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Sehnsucht nach dem Geliebten

Um dich hab ich die ganze Nacht In Weh
durchweint, in Noth durchwacht, Um dich
begrüßt mit heißem Schlag Mein Herz
den grauen Wintertag - Ach, wirst du
kommen, Liebster mein,
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Nach Jahren

Und find ich dich nach Jahren
wieder, So ist`s ein fremd
Vorübergehn, Ein kurzer Blick, ein
flüchtig Grüßen, Als hätten wir uns
nie gesehn. Nur meine Hände zittern
leis
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In der Heimatherde

Und hat mich das Schicksal seit manchem
Jahr Dem Heimathboden entrissen, Und
wollen Garten und Elternhaus Schon
lange nichts von mir wissen - Ein
Plätzchen ist mein, Das wart
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Traumglück

Und wenn du schläfst und träumst von
mir Dann komm ich still gegangen Und
leg` mein weinendes Gesicht An deine
braunen Wangen. Und nehme scheu dein
schlafend Haupt I
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Fragment

Und wie in bangem Widerstreben Das
Angesicht sie von ihm kehrt Und seines
ungestümen Werbens Mit Kinderhänden
sich erwehrt, Da loht sein Aug` in
wilden Gluthen Und in dem St
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Ich glaub, lieber Schatz...

Unter den blühenden Linden - Weißt
du`s noch? Wir konnten das Ende nicht
finden, Erst küßtest du mich, Und
dann küßte ich dich - Ich glaub`,
lieber Schatz, es war Sünde
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Die Glocke des Glücks

Viele Glocken hör` ich läuten, Nun es
Abend werden will - Eine nur will
nimmer klingen, Eine nur ist ewig
still. Tiefe Glocke meines
Glückes: Einmal noch zur Abendz
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Requiem

Vom blühenden Lager hebt sich der
Wind. Er rührt an den Baum, Da
zittern die Ästchen, Er legt einen
Traum Dem Vogel ins Nestchen Von
Ländern, die immer voll Sonne sind.
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Enge Gasse

Von der Last der Jahre
gedrückt, Stehen die Häuschen
vornüber gebückt. Hinter den Scheiben
rothe Geranien Und dazwischen, im
Abendlicht, Hin und wieder ein
Mädchengesicht
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Wanderschritte

Von der stillen Gasse hallen Schritte
noch - wer geht so spät, Da des Mondes
blasse Sichel Schon so hoch am Himmel
steht? Treibst du, Sorge, jene
Schritte Friedlos du
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Vor deinem Fenster

Vor deinem Fenster die Ranken Wiegen
sich leise im Wind, Sie wehen, winken
und wanken - Das sind meine armen
Gedanken, Die zu dir gekommen
sind. Du willst von ihnen ni
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Vom Küssen

War ich gar so jung und dumm, Wollte
gerne wissen: `Warum ist mein Mund so
roth?` Sprach der Mai:    
        `Zum
Küssen.` Als der Nebe
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Erwacht

Warum hast du`s angerufen - Schlief es
doch so fest und still! Da es nun in
mir erwachte, Weiß ich nicht, was
werden will! Mit den großen
Sehnsuchtsaugen Schaut`s in
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Was auch die Andern von der Sonne sagen...

Was auch die Andern von der Sonne sagen
- Ich lieb`den Sturm, denn königlich
ist er! Ein unermeßlich Reich liegt
ihm zu Füßen, Vor seinem Scepter
beugt sich Land und Meer.
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Und damals thats nicht halb so weh

Was gingst du nicht in jener Nacht, Da
ich dir trotzig sagte: `Geh!` Auch
heute gilt dasselbe Wort Und damals
that`s nicht halb so weh. Ach, damals
wagt` ich noch den Kampf,
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Verlassen

Was weißt du davon, daß ich
weine! Wissen doch, die mir die
Nächsten sind, Selber nicht, was mich
plagt. Ich hab ihnen gesagt: Der
Frühling sei es, der Märzenwind, Da
nic
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Kommender Lenz

Was winkst du mir mit Rosenkränzen
- Mein Weg führt weit an dir
vorbei! Wohl trug auch ich in jungen
Lenzen Das Haupt so hoch, die Stirn so
frei.. Da kam ein Herbst, es sank das
La
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Sturmhymnus

Was wissen sie von dir, mein König
du, Die nie des Thales Nebeldunst
entstiegen, Um ihre Stirn in Höhenluft
zu wiegen Und frei zu werden in der
Bergesruh! - Die nie des Hauses Sich
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Sonnenuntergang

Weit draußen im Land, wo der
Höhenzug Mit sanften Bogen ins Blaue
klimmt, Und der Heimath friedlich
vertrautes Bild In weichen, zitternden
Linien verschwimmt, Da steht die Sonne
zu
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Weihnachten

Weißer Flöckchen Schwebefall, Stille
Klarheit überall, Glockenklang und
Schellenklingen, Mäulchen, die vom
Christkind singen, Flammen, die von
grünen Zweigen Gläubig, st
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Und um die Holzbank duftete der Flieder

Weißt du den Abend noch? Die Ulme
hing Die dichten Zweige schützend um
uns nieder, Der Bach schoß glucksend
unterm Zaun vorbei Und um die Holzbank
duftete der Flieder. So
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Vision

Welche Fülle der Gesichte Dringt
verwirrend auf mich ein... Tiefen, die
ich scheu gemieden, Ueberloht ein
lichter Schein, Von den Höhen klingen
Stimmen, Wundersam und doch v
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Der Vagabund

Wenn der Kuckuck ruft im Walde, Dann
laufen in heimlicher Noth Die Mädchen
hinaus und rufen: `Kuckuck - wie lang
muß ich warten ...?` Und kichern und
werden roth. We
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Wer tats?

Wenn ich allein bin im Stübchen, Bei`m
Lampenschein, Dann hallt dein Schritt
auf der Diele, Du trittst
herein. Dein Mund ist freudlos
geworden, Dein Auge trüb,
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Künstlerberuf

Wenn meine Lippe einst das Lied
gefunden, Das meiner Seele Gottesstimme
singt, Wenn ich das Tiefste, Heiligste
in mir: Das Stückchen Ewigkeit, das
Jeder trägt, Mit goldnen Worten a
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Vom Schmerz

Wer dich gesehn, vergißt dich
nimmermehr! Dein schönes Antlitz
schimmert seltsam blaß, Im dunklen
Auge ringen Lieb und Haß Um schweren
Sieg, der Mund ist stolz
geschnitten Und sc
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Höhenwege

Wer von uns kennt sie nicht, die seltnen
Stunden, Da wir als Sieger auf der
Höhe gehn, Tief unter uns die dunklen
Thäler sehn, Das Land der
Knechtschaft, das wir überwunden! Da
um
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Vergänglichkeit

Wie die Blumen, die zwischen dem Grase
stehn, Verwelken, daß keine Spur mehr
bleibt, So wird die Zeit meine Noth
verwehn Und die Sehnsucht, die mich zum
Blühen treibt, Und wird von
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Morgen

Wie du nun vom blauen Hügel, Sonne,
deine Hände hebst Und auf
goldgesäumtem Flügel Lächelnd nach
der Höhe schwebst, Hängt sich meiner
Seele Sehnen Weinend an dein weiß
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Einem Todten

Wie dunkel ist`s! Nur wenn der Sturmgott
droben Sein leuchtend Schwert nach
Wolkenriesen zückt, Erhellt sich mir
der Pfad, dann schreit` ich eilend, Ein
Büchlein zitternd an die Brust ged
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Wie ein Rausch...

Wie ein Rausch ist deine Liebe, Deine
Küsse wie der Wein - Trank ich mich an
deinen Lippen Selig satt, so schlaf ich
ein. Und dein Arm ist meine
Wiege, Heimlich sings
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Herbstsonne

Wie eine schöne, blasse Frau Gehst du
in deinem Garten um, Ein letztes
Blümchen steht im Gras, Da beugst du
dich und küßt es stumm. Die Nebel
wallen um dich her, Der Frost
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Julinächte

Wie ich euch hasse, ihr Nächte voll
Duft Mit dem schweren, trunkenen
Odem, Mit der weichen,
sehnsuchtsschwangeren Luft Und dem
schwülen, betäubenden Brodem!  
  Wo ihr e
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Frühlingsweise

Wie regt der Wind so leise Der Gipfel
Maienpracht.. Aus grüner
Waldesnacht Kommt eine süße
Weise. O Vöglein, das da drinnen So
wunderlieblich singt, Auch me
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Heimweg

Wie schön das war, wenn wir am späten
Tag Durch die besonnten Felder
heimwärts gingen, Müd` und bestaubt,
und doch des Weges froh; Wenn rings die
Heimchen an zu zirpen fingen, Un
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Weiß Keiner den heimlichen Platz

Wie träumten wir selig, mein
Schatz! Es ruhte der See uns zu
Füßen Und blinkte, als wollt` er uns
grüßen - Weiß Keiner den heimlichen
Platz! Weiß Keiner, wie oft mir d
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Hymne

Wie tönt dein Name, Gott, Ein
Donnerklang, An dieses Lebens dumpfem
Thal entlang, Ein Echo weckend in den
Felsenhängen, Die dräuend sich um
unsre Enge drängen. Ja, du bist
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Liebesruhe

Wie war ich erst so scheu und wild! Und
nun, so ganz Dir hingegeben, Ist alle
Unrast süß gestillt! Ein
Friedenshauch zieht durch mein
Leben, Wie über reifendem Gefild
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Versunknes Paradies

Wie weht der Wind so scharf und
kühl Von meines Vaters Garten
her, Als wüßte er den Ort nicht
mehr, Da unser Kinderlachen scholl, So
sorgenlos, so frühlingsvoll! D
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Rosenlied

Wir senkten die Wurzeln in Moos und
Gestein, Wir wiegten die Schultern im
rosigen Schein, Wir tranken die Sonne,
den Thau und das Licht, Wir prangten in
Schönheit und wußten es nicht.
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Wo die Zweige...

Wo die Zweige am dichtesten hangen,
die Wege am tiefsten verschneit, da
ist um die Dämmerzeit im Walde das
Christkind gegangen. Es mußte sich
wacker plagen, denn einen
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Reifezeit

Zum Tempel wird die prangende
Natur, Und durch die goldne,
segenschwere Flur Geht still der
Herbst, der Hohepriester hin. Bald
loderts auf in heilgen
Opferbränden: Den Erndtedank wi
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Waldtragödie

Zwei Bäume standen im Wald, Umsponnen
von träumendem Schweigen, Und strebten
sehnend sich zu Mit knospenden,
schwankenden Zweigen. Sie rauschten
leis in der Nacht, S
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Wittwenring

Zwei gold`ne Ringlein blitzen An meiner
Hand, Von meines Liebsten Liebe Ein
doppelt Pfand. Nun bin ich durch die
Ringlein Schon in der Zeit Verbunden
und verkn
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Seine Heimath

Zwei kleine Fenster, in`s Grün
geschmiegt, Ein Strohdach, d`rüber die
Sonne liegt Und unter den Linden ein
kühler Platz - Das ist seine Heimath,
da wohnt mein Schatz. Sie
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Ein Mädchen

`Ein Mädchen!` - Wir waren ein bischen
erschrocken, Wir hatten ja nie an ein
Mädchen gedacht! Wir hatten ihn Beide
förmlich gehört, Den übermüthigen,
wilden Jungen, Wie er im Z
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»Ein Mädchen«

»Ein Mädchen!« - Wir waren ein
bischen erschrocken, Wir hatten ja nie
an ein Mädchen gedacht! Wir hatten ihn
Beide förmlich gehört, Den
übermüthigen, wilden Jungen, Wie er
im
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