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Gedichte - August Freudenthal


Im Walde

Auf grüner Waldeslichtung Wir Beide,
ganz allein — Mir schien ein Traum
der Dichtung Der Augenblick zu
sein! Still war es in den
Zweigen, Die Sonne schien so warm;
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Traumglocken

Aus düst`rer Träume Qual und
Drang Ein süßer Laut empor mich
schreckte, Mild wie der Heimathglocken
Klang, Der in der Kindheit einst mich
weckte! Den Traumgott rührte De
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Nirwana

Begierdelose Seligkeit des Nichts, Die
Buddha einst gelehrt am fernen
Ganges, Erlöschen alles Lebens, alles
Lichts: Wie widerstrebt das Herz dir
heißen Dranges! Und doch, e
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Heideschäfers Klagelied

Da droben auf jenem Hügel, Da saß ich
tausendmal Und schaute behaglich
hinunter In`s friedliche
Heidethal. Ich hörte, wie in der
Ferne Die Frösche quakten im Sumpf
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Jugendklänge

Da drüben auf schattiger Straße Zog
fröhlich ein Bursch entlang, Es
klangen zu mir herüber Die Lieder, die
er sang. Sie klangen so süß und
traulich, So heimisch
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Beschluß

Da liegen die bunten Blätter Als
stück von Deinem sein; All` Deine
Freuden und Leiden, Du legtest sie
hinein! Was so in heiligen
Stunden Quoll aus dem Busen Dir —
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Im nassen Grase

Das Frühroth säumte golden Die Hügel
und den Hain, Da schlich ich mit der
Holden Mich in das Feld hinein. Wir
schritten durch die Aue, Durchstreiften
Korn und Gras,
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Rheinvision

Das Mondlicht strahlt allnächtig Eine
Brücke über den Rhein, Die leuchtet
und schimmert prächtig Wie heller
Demantschein. Zu Ingelheim die
Glocken Beginnen zu läu
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Nebel

Der blasse Nebel schreitet Gespenstisch
durch die Flur, Und hüllt in seine
Schatten Die schlummernde Natur. Er
streckt die Riesenarme Hin über`s
weite Land, U
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Charfreitag

Der Du am Kreuzesstamm verblutend
hingst, Verhöhnt, schmachvollsten
Qualen preisgegeben, Daß Du nicht die
gewohnten Gleise gingst, Du zahltest es
der Welt mit Deinem Leben.
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Kuckuck und Kiebitz

Der Kuckuck kam zum Kiebitz Hinaus
auf`s weite Moor, Da sangen sie
wechselseitig Sich ihre Weisen
vor. Der Kuckuck und der
Kiebitz, Sie sangen stolz und laut Un
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Die Rosenknospe

Der Rosenknospe gleichst Du, Kind, Die
schlummernd noch im Kelche ruht, Bis
sie der laue Sommerwind Erweckt zu
voller Lebensgluth. Und küßt Dich
einst im Abendgold E
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Des Hochgebirges Gipfel

Des Hochgebirges Gipfel Deckt ewig Eis
und Schnee — In meines Herzens
Tiefen Brennt ein verzehrend
Weh! Und flösse drinnen
zusammen Des Gletschers ewiger Schnee,
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Frühlingsankunft

Die Erde zog ihr Brautgewand Hervor aus
schwarzem Schrein; Nun sprossen weithin
über`s Land Viel tausend
Blümelein. Es kommt mit Pauken und
Schalmei`n Ein Jüngling
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Schneewittchen

Die Flocken sinken nieder, Kein Grün,
kein Sonnenschein! Da fällt mir
plötzlich wieder Ein altes Märchen
ein. — — Sneewittchen ist
gestorben, Das holde Königs
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Schön Aennchen

Die Nacht ist klar; der
Mondenschein Webt milden Glanz um Feld
und Hain. Schön Aennchen sitzt an
des Baches Rand, Ein Ringelein blitzt
an der weißen Hand. Da plaude
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Die Nachtviole

Die Nachtviole schlummert Im hellen
Tageslicht; Der Sonne heißes
Glühen Weckt ihre Düfte
nicht. Doch steigt die Nacht
hernieder Vom blauen Himmelsdom, Da
rin
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Goldne Fesseln

Dieses Hasten nach Erwerb, Diese Sucht
nach gold`nem Lohne Wurde Manchem schon
Verderb, Brachte Manchen um die
Krone. Einen weiß ich; wenn er
sang, Höher schlug mein
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Begegnung

Du schlankes Kind in blonden Haaren Am
Arm der alten kranken Frau, Wie ich so
gern Dir in die klaren Und seelenvollen
Augen schau! Wie strahlt nur hell
daraus entgegen
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Frost

Du weinst so bitterlich, mein
Kind, Weil Hand und Naschen braun
gefroren, Als Dir des Nordens rauher
wind Ein bisschen arg fuhr um die
Ohren. Spar` Deine Thränen, kleiner
Ga
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Entschluß

Du wähnst, ich werde trostlos nun
verzagen, Da Alles hin, was mich
dereinst entzückte, Da rauh des
Schicksals Hand den Kranz
zerpflückte, Den ich um`s Haupt mir
wand in schön`ren Tagen!
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Die Heimkehr

Ein Wandrer schreitet wohlgemuth Zur
Nachtzeit durch die Heide, Die
friedlich eingebettet ruht Im weißen
Winterkleide. Die Sehnsucht treibt
ihn unverwandt Dahin auf l
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Ade!

Es hat mir viel Elend und Kummer
gebracht, Viel unermeßliches Weh, Es
hat mich zum Aermsten der Menschen
gemacht, Dein einziges Wörtchen:
Ade! Von Deinen Armen umschlossen,
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Am Weißdornstrauch

Es rauscht wie einst vorbei der
Fluß, Der Weißdorn blüht wie einst
— Nur daß Du nicht mit Gruß und
Ruß Am trauten Ort erscheinst! Wie
hab` ich hier so sehnsuchtsheiß
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Der Gast vom Galgen

Es reitet der Graf vom
Festesmahl Halbtrunken hinaus in die
Nacht; Da sieht er bleichen im
Mondenstrahl Des Mörders Gebein am
Galgenpfahl Und zieht den Hut und
lacht: `Gefäl
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Fata Morgana

Es schaut von kahler Klippe
Rand Schloß Halloch weit über Meer
und Land, Und auf dem Söller im
Abendschein, Da weilt des Schloßherrn
Töchterlein. Umstrahlt von der schei
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Abschied

Es war eine herrliche Winternacht; Ich
habe Dich schweigend zum Bahnhof
gebracht, Und auf der Heide im
Mondenstrahl Da küßt` ich Dich zum
letzten Mal. Wie flossen so schmer
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Erica Alba

Es war im Sommermond August Auf weiter
blühender Heide! Da herzt` ich Dich in
seliger Lust, Da waren so glücklich
wir Beide. Wir saßen am grauen
Hünenstein; Die Fa
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Der Fährmann

Früh Morgens, eh` die Sonn`
aufgeht, Der Fährmann schon am Ufer
steht; Den ganzen Tag mit heit`rem
Muth Lenkt er den Nachen durch die
Fluth, Hinüber und herüber! O
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Einst!

Gar oft in stillen Stunden Denk` ich
der Jugendzeit, Die mir dahin
geschwunden In reinster
Seligkeit. Dann seh` ich wie im
Traume Das Häuschen vor mir stehn, In
dessen
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Zaide

Gedenkend still der Zeit der
Ramessiden Saß sie am Fuße stolzer
Pyramiden Und strich den Bart mit ihren
Sammettatzen; Dann seufzte sie, in
Wehmuth ganz zerflossen, Die weichen
Auge
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Im Gewitter

Hei! wie es donnert, wie es blitzt! Das
ist ein herrliches Wetter! Das geht
noch über Kanonengebrüll Und
Schlachttrompetengeschmetter! Hei!
wie es donnert, wie es blitzt!
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Nebukadnezar

Hoch ragt in blaue Lüfte der
wundergärten Pracht, Die Babels
Herrscher baute nach Plänen, selbst
erdacht. Hier sollte wiederfinden der
Heimath Bergesland Die junge M
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Up Wide Heide

I. Dat wör en Sönndag hell un
klar, En Sönndag, wie nich veel in`t
Jahr. Wi Beiden güngen dör dat
Koorn, Vor wisch un Holt, dör Busch un
Doorn; De Leerk de süng
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Sprüche

I. Du faltest fromm die
Hände, Sobald Dir`s übel geht, Damit
der Himmel wende, Was Dir im Wege
steht. Beim Hilfesuchen
droben Verlierst Du hier den Pfad:
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Hermann Billung

I. Hei! war Euch das ein im Wald bei
Stübeckshorn! Scheu brach das Wild in
Schaaren durch Dickicht und durch
Dorn; Es folgt ihm auf dem Fuße der
lustige Jäge
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Die Pessimisten

I. `O wage nicht, emporzuheben Den
Isisschleier der Natur: Nicht birgt
sich hinter ihm das Leben, Nein,
Fäulniß, Staub und Moder nur! `Du
lebst, so lasse Dir
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Am Gartenzaun

Ich lehne still am
Gartenzaun, Versteckt im duft`gen
Flieder, Und unbeachtet kann ich
schau`n Zum Nachbarsgarten
nieder. Dort geht im
Abenddämmerlicht Die schönste M
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Altjungfernroth

Ich liebe dich, weiße Rose, In deinem
Unschuldskleid, Du mahnst an der ersten
Liebe Verschwiegene Seligkeit! Ich
liebe dich, rothe Rose, In
dunkelglühender Fracht,
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Ein Frauenloos

Ich sah Dich ringen, sah Dich
leiden, Sah Dich im Leben einsam
stehn, Sah früh von allem Glück Dich
scheiden Und elend Dich zu Grunde
gehn. Es gab Dir Gott ein Herz voll
Li
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Roma

Ich sah ein Fischerkind am
Tiberstrande Mit freiem Blick, in
leichtgeschürztem Kleid, Es suchte
Muscheln sich im Ufersande Und nützte
spielend die beschwingte
Zeit. Zufrieden mit s
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Einsam

Ich träumte vom wonnigen Lenze Die
lange Winternacht; Er hatte mir
Blüthen und Kränze Und neue Liebe
gebracht. Ich durfte herzen und
kosen Die lieblichste, rosigste
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Verlassen!

Ich wand`re schweigend durch den
Wald; Die Nacht ist rauh, es weht der
Wind. Du schwebst wie eine
Traumgestalt An mir vorbei, verlass`nes
Kind! Du schaust so vorwurfsvoll, so
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Frei!

Ich warf es ab, das letzte Joch, Mir
selber bin ich treu geblieben, Und nur
der Traum verknüpft mich noch Mit
meiner Heimath, meinen Lieben! Es
ward mir schwer; — nun ist`
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Maifrost

Ihr armen kleinen
Frühlingsblüthen, Wie schnell hat
euch der Frost geknickt! Das Zarte
Leben hat sein Wüthen Im ersten Reime
schon erstickt. Es weckten euch die
warmen Lü
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Der weiße Elephant

Im Marmorstall zu Ava stand Ein junger
weißer Elephant Und ließ den Rüssel
hangen. Es opfert ihm die
Priesterschaar Und bringt ihm
Weihrauchdüste dar, Er aber denkt mit
Ba
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Gleichniß

Im Nachbarsgarten drüben Auf schmalem
Rasenbeet, Umengt von Haus und
Hecke Eine iunge Tanne steht. Sie
stand in dumpfem Schatten, Wohl unter
Dornen dicht, Und
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Margreth

Im stillen Föhrengrunde fern Ein
kleines Hüttchen steht; Da weilst Du,
meines Lebens Stern, Mein süßes Lieb,
Margreth! Durchstreif` ich jagend
Flur und Wald, Im He
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Liebeskuß

In rosenfarb`nem Gewande, Umrankt von
wildem Wem, Stand`st Du auf der
Verande Im Abendlicht allein. Die
dunklen Locken umsäumten Dein
liebliches Gesicht; Die d
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Dennoch

Ja, schön bist Du, doch wie die
Schlange; Dein Herz ist kalt und starr
wie Eis! Du bannst mich leider schon Zu
lange In Deiner Augen
Zauberkreis. Und sähst Du elend mich
ve
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Die Klosterruine

Jahrhunderte zu überdauern Vermochte
dieser stolze Bau; Noch ragen Reste
seiner Mauern Titanenhaft hinauf ins
Blau. Uralte Epheuranken
schlingen Sich um das moosige G
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Sulamith

Klänge aus dem
Hohenliede Widmung Versiegt war
meiner wieder Quell, Mich drückten
Noth und Kummer nieder; Doch jetzt
auf`s neue sprudelt hell Aus voller
Brus
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Zechlied

Leert mir die Becher, fröhliche
Zecher, Heute darf Niemand mir
nüchtern nach Haus! Alle die kranken
trüben Gedanken, Scheucht sie für
heute zum Herzen hinaus! Klagen und
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Mit dem Sommer zog die Schwalbe!

Mit dem Sommer zog die Schwalbe, Mit
der Schwalbe zogst auch Du! Längst
schon deckt das Laub, das falbe, Meines
Herzens Sommer zu. Wo vor kurzem
goldner Ginster, Roth
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Das Kreuz im Walde

Müde war ich zum Ermatten In des
Mittags heißer Stunde, Suchte Rast und
kühlen Schatten Straßenfern im
Waldesgrunde. Hart vom Sturm der Zeit
zerschlagen, Ueberwöl
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Der sterbende Geiger

Nicht fragt er nach Priestern, nach
Sterbegesängen, Als Todesqualen die
Brust ihm beengen: Die treue Genossin,
die Geige allein Verlangt er in
nahender Todespein, Verlangt er bebend
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Gruß an die Heimath

Noch ist die liebe Sonne nicht Am
Himmel aufgestiegen, Da seh` ich schon
im Morgenlicht Mein Heimathdörfchen
liegen! Ich grüße dich, du trauter
Ort, Mit meinen sch
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Die Heidelerche

November war`s; ein kalter Hauch Lag
über Wald und Heide. Entblättert
standen Baum und Strauch Und zitterten
vor Leide. Kein Blümlein trotzte
mehr dem Nord, Dem eis
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„Mein, Dein, Unser!“

Nun bist Du mein und ich bin Dein, Und
strahlend voller Glück und Lust Ruht
unser Kind an Deiner Brust. — O,
könnt` es so auf ewig sein! Die
Schelmenaugen klar und hell,
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Morgengruß

Nun ich sie heut` am Brunnen sah Im
schlichten Morgenkleide, Ach, wie viel
schöner war sie da, Als auf dem Ball
in Seide! Die Locken fielen voll und
dicht Auf ihre Sc
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Weihnacht in den Tropen

O Nordlandsschnee, o Nordlandseis, Wie
sehn` ich mich nach dir, Hier, wo die
Sonne flammenheiß Versengt die Stirne
mir! D er Palmenhain im
Morgenthau, Die klare Tropennacht,
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Trost

Ob in des Lebens wildem Drange Die
letzte Stütze mir Zerschellt, Mir wird
nicht weh, mir ist nicht bange Mein
Reich ist nicht von dieser Welt! Mein
Reich ist, wo die Sterne
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Die Pestjungfrau

Schon läutet der Abendglocke Klang Den
Tag, den müden, zur Ruh, Da zieht ein
Wandrer das Thal entlang Den Hütten
der Heimath zu. Doch als er gelangt
an den Mühlenbach,
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Nachruf

Schwarze Träger, schwarze
Bahre, Schwarzer Sarg und schwarzes
Grab So im Frühroth Deiner
Jahre Senkt man Dich zur Ruh`
hinab. Grelle Blitze zucken
nieder, Donner gro
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Sappho

Sie stand auf Leukas` Felsen, Cm
gramgebeugtes Weib; Verworren schlang
das dunkle Haar Sich um den stolzen
Leib. Die edlen Züge
schmerzumflort, Das Auge
thränenleer,
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Stern meines Lebens

Stern meines Lebens! sehnend
schaut Mein Blick zu Dir empor! Wie
bricht Dein strahl so lieb und
traut Aus Wetternacht hervor! Glück
meiner Seele! bleibe mein, So gut,
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Sei es drum!

Trübe fließt der Strom der Tage Mir
hinab in`s Meer der Zeit. Immer nur die
alte Klage, Immer nur das alte
Leid! Wo zwei Menschen sich
gefunden, In die Seele sich ge
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Uebersprudelndes Begehren

Uebersprudelndes Begehren Liegt im
Gluthauch Deines Kusses! Ach, nicht
lange wird sie währen, Diese Hochfluth
des Genusses! Lächle nur! Es kommt
die Stunde, Wo die L
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Vorüber

Vorüber des Sommers wonnige
Zeit, Vorüber die seligen Tage! Nun
brause, Sturmwind, über die
Heid`     Und klage, ja
klage! Was pochst du so wild, o Herz,
in der
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Heine im Louvre 1848

Wer ist es, der so mühsam Empor zum
Louvre steigt, Und kummervoll das
blasse Und edle Antlitz neigt? Das
ist der Fürst der Lieder, Der Liebling
des Apoll, Aus
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Liebesnacht

Wohl war auf weiter Runde Kein
Menschenlaut mehr wach, Als ich zu
nächtlicher Stunde In Deinen Armen
lag. Da schmolzen die Seelen
zusammen In heißer Liebesgluth;
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Der Quell von Barendon

Zu Concoret im Thale da springt
krystallenhell Hervor aus moos`gen
Steinen von Varendon der Quell. Er
plaudert traumverloren von grauer
Sagenzeit, Von Artus` Tafelrunde
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Die apokalyptischen Reiter

Zu dem Calton von Cornelius. Eh` die
Erde zerschellt in ein ewiges Nichts Am
ernsten Tage des Weltgerichts, Da
sprengen aus des Himmels Thor Vier
kampfgerüstete Reiter hervo
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Der fahrende Scholast

Zu früh bin ich geboren, Zu früh für
meinen Ruhm; Und war` für mich
erkoren Das deutsche
Kaiserthum, Hätt` ich den Zoll am
Rheine Und wär` Venedig mein: Es
wäre
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Zur Alpe!

Zur Alpe lockt es mich hinan, Von der
als Kind ich oft geträumt, Wo brausend
von der Felsenbahn Der Gießbach in den
Abgrund schäumt! Und höher, wo den
Gletscherschnee
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Fünf schöne neue Lieder

`Fünf schöne neue Lieder, Gedruckt in
diesem Jahr!` Es ist doch Alles
wieder, Wie es vor Zeiten war! Dort
lehnt er an der Mauer, Der alte
Leiermann, Und blick
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Drei Wünsche

`Glanz und Reichthum gieb mir
nicht,` Sprach der weise Salomo, Doch
mit glücklichem Gesicht Nahm er Beides
und war froh. `Glanz und Reichthum
hätt` ich gern,` Sinnt
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„Sonne, Mond und Sterne!“

`Sonne, Mond und Sterne` — Froher
Kindersang, Lockend aus der
Ferne Hör` ich deinen
Klang. Lichter seh` ich
flimmern Roth und blau und
grün, Muntre Aeuglein
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