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Gedichte - August Wilhelm von Schlegel


Mißdeutung

A. Der Bundestag hat wie ein Leu
gebrüllt. Seid ihr von Grausen,
Deutsche, nicht erfüllt? Macht euch
gefaßt auf unerhörte Dinge! Er geht
umher und sucht, wen er verschlinge.
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Hirtenbrief an die Kölner

Das Carnaval kommt. Wozu es euch
frommt, Ihr Tausendsasa`s? Zum
plattesten Spaß, Zum Freßen und
Saufen, Nach Huren zu laufen. - Ihr
knickrigen Kerle! Gebt Geld für d
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Die Küße

Des Freundes Zunge sprach zu der
Geliebten Lippen: Was ist`s, das, mich
zu bannen, euch bewegt? Laßt mich nur
Einmal euren Nektar nippen! Ich bin ein
Pfeil der keine Wunde schlägt. Ich
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Rom

Elegie An Anne Louise
Germaine Baronin von Staël-Holstein,
geb. Necker. Hast du das
Leben geschlürft an Parthenope`s
üppigem Busen,
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Gegenseitige Bewirthung

Erst brachte seinem Schiller Goethe Das
derb materiell Concrete: Das sollt` ihm
stärken Leib und Seele; Doch würgt` es
hart ihn in der Kehle, Was Niemand
leichtlich wohl vermeidet,
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Wechsel der Dynastie in den Philosophen-Schulen

Erst stand im höchsten Rang das
Ich, Litt Du und Er kaum neben sich, Und
jedes Nicht-Ich schien ihm nichtig; Das
Ich macht` alle Dinge richtig. So schlug
es manchen Purzelbaum Im
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Abendlied für die Entfernte

Hinaus, mein Blick! hinaus ins Thal! Da
wohnt noch Lebensfülle; Da labe dich im
Mondenstrahl Und an der heil`gen
Stille. Da horch nun ungestört, mein
Herz, Da horch den leisen Kl
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Luther

In klarem Deutsch die heil`ge
Schrift Gar großen Segen hat
gestift`t. Sie ward verdeutscht durch
Martin Lutz, Dem Papst und Clerisei zum
Trutz. Der Ketzer war ein frommer
Mann: Go
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Dichtersinn

Obschon der Jünger ungehirnte Rotte So
frech entweiht des Sängers hohes
Amt, Obschon das Volk zu schlaffem Lob`
und Spotte Manch halbverstandnes
Götterlied verdammt: Doch schw
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Schillers Lob der Frauen

Parodie Ehret die Frauen! Sie stricken
die Strümpfe, Wollig und warm, zu
durchwaten die Sümpfe, Flicken
zerrißene Pantalons aus; Kochen dem
Manne die kräftigen Suppen, P
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An Bürger

Süßer Sänger, willst du mir
vertrauen, Wo sie wohnt, die dein Gesang
erhebt? Wo sie wandelt, wo ihr Odem
webt, Muß Gedeihn und Lust die Flur
bethauen. Wie? du winkst mir, da h
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An einen Kunstrichter

Ward Kraft und Genius dir angeboren, Und
modelst doch an dir mit feiger Qual? Aus
deinem Innern nimm dein Ideal, Sonst
geht dein Selbst an einen Traum
verloren. Den Geist des Dichters ad
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Deutung

Was ist die Liebe? Les`t es, zart
geschrieben, Im Laut des Worts: es ist
ein innig Leben; Und Leben ein im Leib
gefeßelt Streben, Ein sinnlich Bild von
ewig geist`gen Trieben. De
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Die Vögel

Wie lieblich und fröhlich, Zu schweben,
zu singen; Von glänzender Höhe Zur
Erde zu blicken! Die Menschen sind
töricht, Sie können nicht fliegen; Sie
jammern in N
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Das Sonett

Zwei Reime heiß` ich viermal kehren
wieder, Und stelle sie, getheilt, in
gleiche Reihen, Daß hier und dort zwei
eingefaßt von zweien Im Doppelchore
schweben auf und nieder. Dan
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Die Titel

`Geheime-Ober-Hof-Buch-Drucker.` Der
seltne Titel geht im Kopfe mir
herum. Nach Unten wirkt der Druck, und
taugt nicht zum Geheimen. Doch im
Observatorium, Da sitzt - das wird sich
besse
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