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Gedichte - Carl Busse

Allein

(An meinen Hund)

Seit du mir fehlst, wards in den Arbeitsnächten
So lautlos still ... Sonst fühlt` ich, treu gesellt,
Dein Leben doch in all der Totenruhe,
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Elsa

(Augsburg)

I. Erste Begegnung.

Schlender` ich gestern so kreuz und quer
In allen Straßen hin und her,
Droben am neuen Theater vorbei
Und an der ... weiterlesen


Michaelskirchplatz.

Abendschwärmer zogen um die Linden,
Von den Kähnen sangen Schifferknechte,
Hob sich manchmal in bewegten Winden
Deines Haares eine lose Flechte.
O wie selig dir die ... weiterlesen


Abendstille

Abendstille, weich und warm,
Kaum ein Hauch zu spüren,
Stehn die Mädchen Arm in Arm
Plaudernd vor den Thüren.

Fliegt das Mäulchen noch so spät
Ohne ... weiterlesen


Das Vogelschlagen

Ach, heut läßt das Vogelschlagen
Mir auch gar kein Stündchen Ruh,
`Junker Bülow ... Junker Bülow!`
Ruft mir fern der Pirol zu.

In den Lüften klingt die ... weiterlesen


Spielmannslied

Als die warmen Quellen gingen
Jubelnd durch den Frühlingsschein,
Zog ein Singen und ein Klingen
In die Höhn und Herzen ein.

Frühlingsfluten in uns beiden
... weiterlesen


Klingendes Liedel

Als ich heut den Feldweg schritt,
Zog mir stets ein Klingen mit,
Polenlieder, lastig-kecke,
Folgten mir die ganze Strecke,
Ach, und alles that sie singen,
Die da ... weiterlesen


In der Kirche

Auf schwarzem Sammtgrund Silberstickerein,
Gelbrötlich flammen bleiche Altarkerzen,
Die Orgel braust und singend fällt dann ein
Des Priesters Beten: Aufwärts hebt die ... weiterlesen


Zukunft

Augen, die noch nicht sehen,
Werden mein Grab einst blühen sehn;
Füße, die noch nicht gehen,
Werden daran vorübergehn.

Lippen, die noch nicht lachen,
... weiterlesen


Traumbild

Aus jenen tiefsten Tiefen meiner Seele,
Wo längst begraben meine Toten ruhn,
Hob sich dein Bild.
                    Es kam ein ... weiterlesen


Beim Sechsundsechzig

Blappern, Plaudern, Kartenmischen,
Lieblich-leises Lampenlicht,
Alte Tanten und dazwischen
Jung dein ros`ges Angesicht.

Unsre Seelen jauchzen, schweben,
... weiterlesen


Bleiches Gesicht

Chorknaben gehn im blassen Kleide,
Die Kerze flammt, der Priester singt,
Und raschelnd knistert all die Seide,
Wenn betend er die Hostie schwingt.

Du Mädchen mit ... weiterlesen


Auf der Reise

Das kann nicht anders werden,
Wir alle wandern ja,
Sind Gäste nur auf Erden
Und für die Reise da.

So laß das Glück denn treiben,
Das ist nun ... weiterlesen


Reifes Korn

Das reife Korn rauscht in der Vollmondnacht,
Mich hat das Rauschen um den Schlaf gebracht.

Mich trieb die Sehnsucht weit ins Land hinein,
Mit vollen Aehren ganz allein zu ... weiterlesen


Morgengang

Das wird ein Tag der Gnade
Für Blume, Blatt und Strauch:
Ganz kerzengrade Pfade
Nimmt heut der blaue Rauch.

Die Gräser an den Wegen
Sind schwer von ... weiterlesen


Plötzliches Glück

Daß mir das Glück die Brust nicht sprengt,
Das kann ich mir kaum deuten,
Nun mit Juchhei den Hut geschwenkt,
Gelacht vor allen Leuten!
Laß doch die Leute Leute sein,
... weiterlesen


Abendgebet

Der Abend steigt ... Der Purpurschleppensaum
Der Fürstin Sonne liegt noch rot und blendend
Im Westen da, und wie in wachem Traum
Stehn rings die Aehren ... Seinen Schrei ... weiterlesen


Zwei Freunde

Der eine bat und flehte,
Sein Freund that nichts dazu,
Der eine liebt die Grethe
Und geht dem Garten zu.

Da hört er süße Worte,
Ein Stammeln in der Nacht ... weiterlesen


Wiegenlied

Der Herbstwind rauscht, der Herbstwind zieht
Und geht die Blätter färben,
Ich kenn` ein altes Ammenlied,
Das ist so süß zum sterben.

Das träumte mir ins Herz ... weiterlesen


Erster Frühling

Der Schnee rinnt über die Dächer
Und schmilzt in Thränen hin,
Schon spannt den goldnen Fächer
Die Wolkenkönigin.

Wie der Glanz lichtflackernder Kerzen
... weiterlesen


Juli-Sonntag

Der Sonntagswind streichelt das Binsenmeer,
Darüber gaukeln Libellen her.

Ein alter Fischer im Kahne ruht,
Und gleißend und glänzend dehnt sich die Flut.

... weiterlesen


Südlandstraum

Die Blütentrauben der Syringen
Durchranken weiß das Sommerland,
Von fern hörst du die Wellen singen,
Verklingen an Italiens Strand.
Die letzten roten Abendgluten
... weiterlesen


Der Sternseher.

Die Jahre gehn vorüber,
Auch ich geh bald zur Ruh,
Da schau ich immer lieber
Dem Lauf der Sterne zu.

Ich kann mich oft noch freuen
Recht wie ein großes ... weiterlesen


Die Verlassene

Die Mutter hat mich oft gefragt,
Der Mutter hab` ich nichts gesagt,
Die Sommernächte sanken,
Die Quellen fielen leisen Schalls,
Er hing das Kreuz mir um den Hals,
... weiterlesen


Perdita

Die Nächte durchtollt in berauschendem Tanz,
Es leuchtet mir flackernder Kerzenglanz.
Ein Männerarm hält mich umfangen.
Mit weißen Rosen die Brust bedeckt,
In den ... weiterlesen


Im Dom zu Gnesen

Die Orgelklänge treiben
Hin durch den Krönungsdom,
Es liegt in den bunten Scheiben
Ein voller Sonnenstrom.

In Stößen in schwülen, süßen,
Durchbrodelt ... weiterlesen


Drei Wandrer

Drei Wandrer sind gegangen,
Und als der Abend fiel,
Da trugen sie Verlangen
Nach frohem Kartenspiel.

Der Jüngste sprach: `Ich bitte,
Sagt an, geht es um ... weiterlesen


Otti

Du küßtest mich so toll, so wild,
Daß ich dich nie vergeß`,
Was scheerte dich dein Wappenschild
Du kleine Baroneß!
Dein Wappen war mein rotes Herz,
Die Krone ... weiterlesen


Meiner Mutter

Du warst so jung noch, ach, so jung und gut
Und mußtest sterben.. Lange, Lange Nächte
Saß ich bei dir an deinem Krankenbett,
Die schlanken, hagren Hände in den meinen,
... weiterlesen


Durch den Wald...

Durch den Wald sah goldig-klar
Ich ein seltnes Leuchten fliegen,
Wie auf blondem Frauenhaar
Sonnen, heiße Sonnen liegen.

Später dann ists bleich und licht
... weiterlesen


Ein blauer Sommer...

Ein blauer Sommer glanz- und gluthenschwer
Geht über Wiesen, Felder, Gärten her.
Die Sonnenkrone glüht auf seinen Locken,
Sein warmer Atem läutet Blütenglocken.

... weiterlesen


Blauer Sommer

Ein blauer Sommer, glanz- und glutenschwer
Geht über Wiesen, Felder, Gärten her.
Die Sonnenkrone glüht auf seinen Locken,
Sein warmer Atem läutet Blütenglocken.
Ein ... weiterlesen


Sonntag

Ein bleiches Licht lag über allen Straßen
Und auf den Feldern war ein heiliger Friede
Und durch die Luft, unsichtbar jedem Auge,
Schritt Gott einher.
    ... weiterlesen


Heidebild.

Ein ferner Hauch geht durch die Luft
Von umgebrochnen Ackerkrumen,
Es stehn in Glanz und Abendduft
In Rot und Gelb die Heideblumen.

Flugmüde aus den Höhlen ... weiterlesen


Schlechte Zeichen

Ein Mädchen schlich sich fort von Haus,
Ging singend in den Wald hinaus,
Wollt` unter grünen Buchen
Versteckte Pilze suchen.

Ein altes Weib kam grad entlang
... weiterlesen


Schneidermär

Ein Schneider zog einst über Land,
Das Ränzchen auf dem Rücken,
Und wo er blaue Blumen fand,
That er sich zierlich bücken.
Ein Schneider zog einst über Land,
... weiterlesen


Meerbild

Ein steigender Felsen nur weit und breit,
Sonst wellenblaue Unendlichkeit.

Ein freudiger Wind bläst drüber her
Und gräbt sich schwankende Thäler ins Meer.

... weiterlesen


Königin der Nacht

Entfalte des Kelches Pracht,
Hörst du die wiegenden Töne?
Leuchte in weißer Schöne,
Königin du der Nacht!

Mondlicht zittert im Thal,
Wandelt durch ... weiterlesen


Meeresleuchten.

Es hat das Meer in blauem Glanz
Die ganze Nacht geleuchtet,
Bis dann des Frühtaus Tropfenkranz
Das dürre Gras gefeuchtet.

Es sind in stummer, geisternder ... weiterlesen


Das Leben

Es ist ein toller Reigen
Und ein tolle Welt,
Der eine kann nur steigen,
Wenn schon der andre fällt.

Im Land auf einer Reise
Sah ich viel Brunnen stehn,
... weiterlesen


Sonnige Welt

Es kam ein Sommer voller Glanz
Und jeder Baum steht nun in Blüte,
Und alles schlingt sich einen Kranz
Von grünen Blättern um die Hüte.

Das mag ein wirres ... weiterlesen


Heilige Not.

Es tat mir heut so bitter weh,
So seltsam weh die Brust beklemmt:
Wie vielem sagt` ich schon ade,
Wie vielem ward ich fern und fremd!

Mich band mit Rosen weiß und ... weiterlesen


Friedenssehnsucht

Es trieb mich heut mit wildem Drang
Aus dieser Welt verwirrtem Treiben,
Und von dem frühen Wandergang
Muß mir ein heil`ger Friede bleiben.

Ich weiß es nicht, ... weiterlesen


Meergesicht.

Gewitterschwüle. Steile Felsenklippen.
Die Nacht ist seltsam. Schwarze Wolken hangen.
Die Flut liegt still. Kein Dampfer wirft sie auf.

Sturmsingen ... Brausen ... Aus ... weiterlesen


Blühende Zeit

Glänzt ein kleines blondes Zöpfchen
Und ein weißes Sommerkleid,
Singt ein liebes krauses Köpfchen
Von der goldnen, blühenden Zeit.
Und die Wolken droben glimmern,
... weiterlesen


Abendstimmungen

I.

Das Ave-Maria-Läuten
Kam durch den Abend so sacht,
Akazienbäume verstreuten
Schon ihren Duft für die Nacht.

Und Slavenlieder zogen
... weiterlesen


Nächte

I.

Das ferne Rauschen selbst der Quellen
Verwehte längst und ging zur Ruh,
Den silberroten Mondeswellen
Neigt sich die nächtige Blüte zu.

Der ... weiterlesen


Haidebilder

I.

Droben schimmert als letzter Stern
Das Auge der Nachtmadonne,
Morgenglocken künden von fern
Schon das Kommen der Sonne.

Aus dem einsamen ... weiterlesen


Herbstbeginn

I.

Zu Herbst nun gehn die Tage
Und schneller naht die Nacht,
Ganz ohne Klang und Klage
Stirbt Laub und Gärtenpracht.

Scheu bebt ein ... weiterlesen


Ein Bild

Ich fand vor Jahren einst ein Bild zum Kauf,
Das stieg mir plötzlich heute wieder auf.

Ans kleine Fenster klopft im Sonnenglanz
Des wilden Weines grüner ... weiterlesen


Landidyll

Ich ging zur Nacht über Rain und Feld,
Die Sterne standen über der Welt
Verhalten glänzend in glimmernder Glut ...
Am Wege rechts lag ein Bauerngut.
Im Garten blühte ... weiterlesen


Vision

Ich hab` kein Auge zugethan
Die ganze Nacht, die ganze Nacht,
Mir hat ein irrer Fieberwahn
Ein wunderbares Bild gebracht:

Der Nebel wogte kreuz und quer,
... weiterlesen


Wieder in der Heimat

Ich hab` mir`s anders vorgestellt:
Die Rosen sollten blühend sein
Und über dieser weiten Welt
Ein voller, warmer Sonnenschein,
Es mußte wirrend der Jasmin,
Ein ... weiterlesen


Badendes Nixlein

Ich kann`s nicht leugnen, ich liebe die Zeit,
Wenn die Beete prangen im Blütenkleid,
Wenn der große Bär am Himmel steht,
Und über die Lauben der Sommerwind weht,
Wenn ... weiterlesen


Stimme der Sehnsucht

Ich raun´dir am Bette in schlafloser Nacht,
Ich hab´deine Tage so müde gemacht.
Und was ich gewesen, und was ich dir bin,
Das flutet in ewigem Wechsel dahin.

... weiterlesen


Im Traum

Ich sah mich selbst, den Spaten in der Hand,
Ich grub ein Grab am fernsten Friedhofsrand,
Grub Nacht um Nacht, wie bluteten die Hände!
Und fand kein Ende.

Sprach ... weiterlesen


Liebessommer

Ich wirble jauchzend meinen Hut
Hoch in die Luft, die schattenlose,
Der Sommer rollt in meinem Blut,
Und mich berauscht die junge Rose
Und mich berauscht ein Angesicht ... weiterlesen


Waldesteich

Im Buchenforst liegt fern und weltverlassen
Ein kleiner Teich. Kaum blitzt ein Sonnenstrahl
Auf seinen Spiegel. Leiser Mittagswind
Schleicht durch die Wipfel der bejahrten ... weiterlesen


Der Schlaf

Im dunklen Haare wildblühenden Mohn,
Hellrote Blumen verschlungen zum Kranz,
So träumst du herab vom nächtigen Thron,
Umstrahlt von erblassendem Sternenglanz.
Es haben ... weiterlesen


In schwülen Nächten.

In schwülen Nächten denk` ich oft an dich,
Wenn weit im Lande blaue Wetter leuchten
Und unruhvoll im kurzen Stoß des Windes
Der Pfirsichbaum an meine Scheiben schlägt.
... weiterlesen


Abendfriede.

Jeden Abend aus der Scheune
Tönt die Ziehharmonika,
Dumme Lieder, alte Märchen
Singt Johann, der Hütejunge.

Ab und zu dazwischen rasseln
Wohl die Ketten ... weiterlesen


Das Kätzchen

Kam ein Kätzchen angesprungen
So den Wiesenrain entlang,
Hört es eines kecken Jungen
Schmetternd-hellen Lustgesang
Und das Kätzchen schlich zur Seite
Ueber Stock ... weiterlesen


Leben

Leben, dir hab ich vertraut!
All mein Hoffen und Regen
lief dir jubelnd entgegen
wie einer herrlichen Braut.

So voll Schönheit warst du,
so voll Wunder ohn ... weiterlesen


Lieber Name ...

Lieber Name, den ich niemals nenne,
Den ich lautlos nur mir selbst bekenne,

Manchmal tönt auf Gassen, Plätzen, Wegen
Mir dein Klang aus fremdem Mund entgegen.
... weiterlesen


Trübe Antwort.

Liebste mein,
Sag, wann wird es Frühling sein?

Wenn die Bäume sich beschweren,
Dulde dich, nicht lang` ist`s hin,
Wenn die Wandervögel kehren
Und ich ... weiterlesen


Verzagtheit.

Mir ist das Herz der Welt erschlossen,
Doch keinem rätselt sie wie mir.
Ich hab` millionenfach Genossen
Und bin verlass`ner als das Tier.

Ich bin ein Frager und ... weiterlesen


Nachts

Mir ist es manchmal, wenn der Nachtsturm weht,
Als hört ich scheu ein kindlich-fromm Gebet
Dicht neben mir hin durch das Dunkel schweben,
Ein Vater Unser, fremd und doch ... weiterlesen


Lied eines polnischen Landmädchens

Mit den Gänsen, weißen Gänsen
Zog ich oft dem Teiche zu,
Und im schilfumbognen Kahne,
Lieber Thomas, saßest du.

Auf den Stoppeln, auf den Stoppeln
Lief ... weiterlesen


An Theodor Storm

Mit leuchtenden Diademen
Möcht` ich die Stirn dir umziehn,
Möcht` deine Lieder nehmen
Und in die Fremde ziehn.

Hinauf in die blühende Haide
Und an das ... weiterlesen


Im August

Moorblüthe leuchtet im Purpurkleid,
Singende Bienen weit und breit.

Badende Kinder, sonnenbetaut,
Plätschern im Flusse mit jubelndem Laut.

All die ... weiterlesen


Berlin

Nachmittags treibt mich der Sonnenschein
In die hellen Straßen und Gassen hinein.
Dienstmädchen treff` ich, den Korb am Arm,
Dort spielt im Sande ein Kinderschwarm,
... weiterlesen


In der Reife

Nun beugt sich das gereifte Korn
Tief in gefüllter Garben Segen,
Und mählich schwillt des Mondes Horn
Schon seinem vollsten Ziel entgegen.

Das ist des Sommers ... weiterlesen


Frühmorgen am Strande

Nun bricht in Näh und Fernen
Eine große Stille herein,
Hoch über den letzten Sternen
Kann es nicht stiller sein.

Es schimmern blasser und blasser
Die ... weiterlesen


Ludwigs

Nun gute Nacht! Dein Puls hat ausgeschlagen
Und deines Herzens heißes Hämmern stockt,
Hast du dein Leben denn so schwer getragen?
Hat dich so früh der ew`ge Schlaf gelockt?
... weiterlesen


Nächtliche Stille

Nun hat der Nachtwind sich gelegt
Und gab sich ganz dem Schlaf zueigen,
Und was vor kurzem noch bewegt,
Ruht jetzt in regungslosem Schweigen.

Und wie das Schweigen ... weiterlesen


Ermunterung

Nun hoch den Kopf, und den Thränenfluß,
Den laß nur fort bis morgen,
Wie alles hier vorüber muß,
So auch die Zeit der Sorgen.

Im Kampf um die Zukunft und ... weiterlesen


Sommerjubel

Nun ist die Zeit, sich einen Kranz zu binden,
Die Pelargonien stehn im vollsten Blühn,
Wie weiße Falter wiegen weiße Winden
Sich leuchtend-hell im dunklen Heckengrün.
... weiterlesen


Sommerruhe

Nun lagert über Blatt und Kraut
Die tiefe Ruh von Sommertagen,
Ein Glockenton, ein Lerchenlaut
Wird durch das ganze Thal getragen.

Im sonnenhellen Grund ... weiterlesen


Auf dem Königsplatze zu Augsburg

Nun schlafen Blüte wie Blatt,
Hörst nur den Springquell schäumen,
Es liegt in weichen Träumen
Die alte Fuggerstadt.

Sie sinnt von früherer Pracht.
Von ... weiterlesen


Altweibersommer

Nun tönt schon mählich mehr und mehr
Der Klang der Drescher aus den Scheunen,
Und müde zieht schon hin und her
Altweibersommer an den Zäunen.
Ich that den Weg heut ... weiterlesen


Julinacht

Nun wird das Glänzen immer trüber
Und losch schon überm Parke aus,
Durch das Geblätter grüßt herüber
Verdämmernd noch das Schwanenhaus.

Die alten Götter ... weiterlesen


Rote Husaren

Rings in rundblühenden Schaaren
Steht roter Wiesenklee,
Es traben rote Husaren
Auf entfernter Chaussee.

Leuchtende Sonnenkronen
Glühn über Land und ... weiterlesen


An einen Jugendfreund

Schon auf der Schulbank saßen wir zusammen
Und lasen uns die ersten Lieder vor,
Und in uns beiden schlugen wild die Flammen
Der ersten heißen Leidenschaft empor.
... weiterlesen


Geistergruß

Schon längst im blassen Schimmer
Versank im West der Tag,
Durch mein einsames Zimmer
Wandelt der Uhrenschlag.

Auf meine Augen, die feuchten,
Legt sich aus ... weiterlesen


Vor dem Gewitter

Schwül drückte die Luft und der Tag versank,
Und die Lande lagen in Träumen,
Wie pochende Reue flüsterte bang
Der Thauwind in den Bäumen.

Kein Licht am ... weiterlesen


Schöne Nacht

Schöne Nacht, Gestirne wandeln
Heilig über dir,
Und des Tags bewegtes Handeln
Stillt zum Traum sich hier.

Was ich sehne, was ich fühle,
Ist nun doppelt ... weiterlesen


Der Sommer

Seht ihr den Sommer durch die Lüfte fliegen?
In Gold und Blau - so hab ich mir`s gedacht;
Nun ist er wieder auf die Welt gestiegen,
Nun giebt`s ein Blühn und Düften Tag und ... weiterlesen


Pfingsten

So geht das Leben - arbeitsschwere Wochen!
In sauerm Schweiß baust du dein Stückchen Land,
Führst ohne Ruhe du den Pflug der Pflicht
Durch harte Schollen. Selten naht ein ... weiterlesen


Unter Buchen

Steht ein Schlag von neunzig Buchen
Drüben weit am Horizont,
Wo die Kinder Reisig suchen
Und sich träg die Schlange sonnt.
Jede Spätnachmittagsstunde
Fand mich ... weiterlesen


Die Knechte

Tausend Stirnen, glanz- und jugendumwoben,
Sah ich voll Sehnsucht nach ewigen Kränzen erhoben.
Ach, und wie viele
Küßte der Lorbeer am Ziele!

Steil ist der Weg, ... weiterlesen


Dämmerstunde

Und Abend wards- es sank schon schwer
Die graue Stunde rings hernieder,
Ein Engel zieht nun um uns her
Mit fremdem, rauschendem Gefieder.
Aus unsrer Seele tiefstem Thal
... weiterlesen


Fronleichnamsprozession

Und aus dem Kirchenthor, dem offnen, braunen,
Zog in das Licht und in die blühende Welt
Die Prozession...
                Voran drei ... weiterlesen


In schwerer Stunde

Und wieder ist ein Tag vergangen
Und trüb` und fröstelnd naht die Nacht,
Ich hab` bis jetzt mit bleichen Wangen
Am Grabe meines Glücks gewacht.
Die letzte Hoffnung sank ... weiterlesen


Müllers Grethe

Vier Mühlenflügel schwangen
Im Wind sich immerzu,
Versteckte Stimmen klangen
Vom nahen Rohr dazu.

Des Müllers junge Grethe,
Die trug gar hoch den ... weiterlesen


Vor Kindergräbern

Vorn am Zaun, am Friedhofsrande,
Einsam ragt ein Christusbild,
Kinder träumen hier im Sande
Unter Kreuz und Gräberschild.

Früh gebrochen, früh geschieden,
... weiterlesen


Seelengeheimnis

Was tief im Grund sich birgt,
Keiner kann`s künden,
Was heimlich Großes wirkt,
Wer will`s ergründen?

Dir selber unbewußt
Liegt es verschleiert,
... weiterlesen


Palsgaard (Dänemark)

Weiches Grün im Buchenstande,
Hinterm Parke rollt das Meer,
Ueberm Strande, überm Strande
Streichen Möven hin und her.

Streichen um die Mühlenflügel,
... weiterlesen


Deutsche Weihnacht 1914.

Weihnachtsabend ... Hoch drei Nebelstreifen,
Die sich kreuzen und ins Ferne greifen.

Einer greift nach Osten weit ins Leere,
Einer nordwärts hin zum grauen Meere,
... weiterlesen


Meeridyll

Wellig und bauschend wie blaue Seide
Wandern die Wellen und wiegen sich sacht,
Drüber in goldigem Glutenkleide
Lächelt der Mittag in strahlender Pracht.
Weißes, ... weiterlesen


Meiner Frau.

Wenn ich im Irrsal wandre, habe Geduld mit mir,
Alle meine Wege enden zuletzt bei dir!
Hat sich mein Herz vergriffen, - mein Herz war krank.
Still vor dir und den Kindern zügelt ... weiterlesen


An mein Kind.

Wie bin ich ewig von der Fülle
Der eignen Brust nun schwer bedrängt,
Seit sich mir jeder Wunsch und Wille
Nur noch an deine Zukunft hängt!

O sich verlieren, ... weiterlesen


Mittag am See.

Wie nun auf blankgespülten Kieseln,
Ein Wiegenlied, ein Muttergruß,
Die letzten Wasser rings verrieseln
Am nassen Strand vor meinem Fuß!
Lichtschimmernd schnellt aus ... weiterlesen


Kindheitstraum in der Sommernacht

Wir lagen beide auf dem Rasen,
Das trockne Heu gab süßen Duft,
Wir bliesen bunte Seifenblasen
Behutsam in die Sommerluft.
Voll Sehnsucht folgten wir den Ringen
... weiterlesen


Auf einem alten Kirchhof

Wo in zerbrochnen Gläsern
Verdorrte Blumen stehn
Und in Mariengräsern
Die Abendwinde gehn,

Wo in gesunknen Gittern
Die Gräber träumen hier,
Und ... weiterlesen


Über den Bergen

Über den Bergen, weit zu wandern,
Sagen die Leute, wohnt das Glück,
Ach und ich ging im Schwarme der andern,
Kam mit verweinten Augen zurück.
Ueber den Bergen, weit, ... weiterlesen



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Gedichte vom Autor Carl Busse

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