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Gedichte - Carl Friedrich Drollinger


N.N.

A. Acch Nachbarinn, der Kummer bringt
mich um; Denk, was ich heüt von
Sylvien erfuhre! Ein Bösewicht, der
Henker lohn ihm drum, Hieß kürzlich
mich mit Züchten eine H**
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An den Herrn Professor Haller...

An den Herrn Professor Haller/ Über
das Absterben seiner ersten Frau
Eheliebsten Lebt Haller denn noch
stets im Kummer? Will seiner Gattin
Todtenschlummer Ihn auch in Gruft
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Auf eine Hyacinte...

An Herrn D. Eichrodt/
Baden-Durlachischen Hofraht und
Leibarzt. Der Sommer war dahin. Der
Schmuck der bunten Wiesen Verwelkte
mehr und mehr; Die rauhen Norden
bliesen, Und machten u
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Auf den Tod Seines seligen Vaters...

Auf den Tod Seines seligen Vaters, Herrn
Johann Martin Drollingers/ Hochfürstl.
Baden-Durlachischen Rechnungsrahts und
Burgvogts in der Herrschaft
Badenweiler Mein Vater, gute Nacht!
Es ist um D
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Gedanken bey einem Spazirgange im Sommer

Auf überstandne Tageslast Fand sich
Sylvander einst begihrig nach der
Rast, Ermüdet von der Arbeit
Mänge; Und wollte sich dem wühlenden
Gedränge, Dem Kerker seiner Stadt
entzieh
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Grablied eines Katzenfängers, mit Anmerkungen des

Den Maüsefeind (o Wunderding!) Der
manche Ratte künstlich fieng, Hat nun
der Tod gefangen. Ach Schade, daß der
Mann erbleicht! Der selbst dem
Alexander gleicht, Mit dem die
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Herbstgedanken

Der schwüle Sommer ist
verschwunden. Die Sonne laüfft der
kühlen Wage zu. Die Erde neiget sich
zur Ruh Nach ihren arbeitsvollen
Stunden. Ihr bunter Schmuck wird blöd
und alt,
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Der wider die Gesätze der Arzneykunst genesene Ba

Ein Bauer machte sich vom Fieber Mit
Wein und Pfeffer glücklich frey. Ein
junger Doctor lachte drüber, Und
sprach, daß das unmöglich sey. Ja
sagte Jener, der genesen, An d
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Die Athenienser

Einst wollten zu Athen, an einem
schönen Morgen, Die Bürger ihre Stadt
mit einem Gott versorgen. Die Stimmen
wurden bald bedächtlich
abgezählt, Und mit gemeinem Schluß
Minervens Schutz
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Psalm 139. 23, 24

Erforsche mich Gott! und erfahre mein
Herz! Prüfe mich; und erfahre, wie ich
es meyne; und sih, ob ich auf bösem
Wege bin; und leite mich auf ewigem
Wege! Schöpfer! der du alles
kennest,
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Grabschrift eines guten Manns

Hier ligt ein Mann von klugem Raht. Der
zweyerley begangen hat, Damit er Ruhm
erwarbe. Denn erstlich lebt er manche
Stund; Und da er nicht mehr leben
kunnt, Bedacht er sich, u
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Über die Tyranney der deutschen Dichtkunst

Ihr Musen helft! Der Verse Tyranney Ist
allzu schwär. O macht uns endlich
frey! Uns plagt ja schon mit seinem
Schellenklang Der Feind von Geist und
Witz, der Reim, zu lang, Der, von
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Auf die Religionsspötter

In mehr als einem Land, entstunden
seltne Weysen, Die sich alleine frey
vom alten Joche preisen, Das, wenn man
ihrem Spruch gesichert trauen darf, Nur
blinder Aberglaub auf unsre Schultern
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Auf den Mahler Mopsus

Ist Mopsus nicht ein andrer
Titian? Schau, welche Kunst aus seinen
Tafeln blicket. Er mahlt ein Kleid so
schön mans finden kan, Von Farben
bunt, mit Golde reich gesticket. Was
guckt
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Lob der Gottheit

Mein Geist erhebet sein Gefider Zu
seines Ursprungs
Göttlichkeit. Verstummet ihr
verdammten Lieder, Die meine Dohrheit
oft erfreüt! Ich will mich durch die
Sterne schwingen,
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Der dreyßigste Psalm

Mein König, der du mich erhöret In
meinem allergrösten Leid; Der meiner
Feinde Lust gestöret, Die sich auf
meinen Fall gefreüt; Der mich des
Todes Arm entrücket; Und, da
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Über die göttliche Fürsehung

O Schöpfer, der mit Huld und
Stärke Noch stets erhält, was er
gemacht; Und für das Kleinste seiner
Werke So, wie für Erd und Sonne,
wacht! Mein schwacher Geist will sich
bestreb
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An sein Vaterland

O Würden mir noch einst die angenemen
Stunden, Die ich mit Stehelin, durch
gleichen Trieb verbunden, Von gleichem
Reiz gelockt, in meinem Vaterland Den
Schätzen der Natur vor diesem zugew
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Auf die Musik

Ode. Auf, rühret eüch ihr muntern
Saiten, Und flammet meine Geister
an, Damit ich eüern
Trefflichkeiten, Ein würdigs Opfer
bringen kan! Wer ist der nicht in
Wollus
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Über die Unsterblichkeit der Seele

Regentinn meiner Leibeshütte! Ich eile
nun zur langen Ruh. Dem Körper naht
mit schnellem Schritte Die Herrschaft
der Verwesung zu. Kaum stößt annoch
des Hertzens Höhle Da
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Auf den Rimificus

Rimificus will Verse machen, Und bringt
in alle seine Sachen Fast nichts, als
Sonn und Sternen, ein. Wie kömmt es,
hoherleüchter Dichter! Es hat dein
Werk so viele Lichter,
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Auf Megären

Ruffine sprach zur zänkischen
Megären: Hör Junge, schweig, und laß
mich ungeplagt. Denn, schweigst du
nicht, so sollt du etwas hören, Das
dir kein Mensch noch jemals nachgesagt.
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Über das Absterben Herrn Burgermeister Wettsteins

So hast Du auch den Lauff
vollbracht, Berühmtes Haubt! so
sinckst Du nider. Und schließst die
müden Augenlider, Die lang für deine
Stadt gewacht! Dich hat ein spätes End
entriss
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Sonnet auf einen verstiegenen Poeten

Welch flammenschwangrer Schall der
lärmenden Trompeten, Welch grasses
Angstgetöhn benebelt mein Gehör! Der
Trommel schwarzer Klang entbrennt je
mehr und mehr, Und macht den bangen
Wall v
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Rangstreit

Zween Brüder zankten sich zu
Prag Einst um den Rang beym
Staupenschlag. Es war ein schwäres
Streiten. Der Büttel schlichtet ihren
Zwist, Und stellte sie mit kluger
List Zur
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