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Gedichte - Carl Immermann

Melpomene

Als ich mein jüngstes Gedicht tn der tiefsten Stille gesungen,
Steckt` ich fröhlichgemein rasch mir das Heft in die Brust;
Hing den Mantel mir um, und setzte den Hut auf das Haupt ... weiterlesen
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Gute Gaben, böse Gaben

An dem Throne Jovis stehen
Fässer zwei, und Fässer groß;
Bis zum Rande sind sie voll von
Menschenschicksal, Menschenloos;
Was wir wünschen, was wir haben —
... weiterlesen Auf dem Rhein

Auf deinem Grunde haben
Sie an verborgnem Ort
Den goldnen Schatz begraben,
Der Nibelungen Hort.
Ihn wahren deine Wellen,
Bis an den Jüngsten Tag,
Zu der ... weiterlesen Clio

Aus dem Dome zu Köln mit erglüheten Wangen und Augen,
Trat ein reisiger Mann, der ihn zum ersten Mal sah.
Früh schon hatt` er als Knabe geheim nach ihm sich gesehnet
Aus der ... weiterlesen Deutsche Biederkeit

Biederherz, der brave Junge,
Hört, daß von `ner bösen Zunge
Schlimm sein Freund verläumdet sey,
Läuft zu dem in Zornes Drange,
Klingelt nicht -- das währt zu ... weiterlesen Im Sturm.

Bleib, Sonne, nur in grauen Nebelschleiern!
Verhülle, Himmel, doch nur immer dichter!
Löscht alle aus, die groß und kleinen Lichter!
Es mag ihr Fest die Nacht auf ewig ... weiterlesen Ewige Trauer

Den Bäumen fall`n die Blätter aus,
Der Herbstwind wehet, kalt;
Kennt ihr das alte morsche Haus,
Das Haus im tiefen Wald?

Die gelben Blatter liegen dicht
... weiterlesen Philisters Begeisterung

Der Abend schickt die goldne Schaar der Sterne,
Als Wächter seine Erde zn behüten;
Sie schaun vom Himmel; zu des Himmels Ferne
Schaun kindlich auf die Nachterschloßnen ... weiterlesen Drei Romanzen - II.

Der alte gute König
Er seufzet, wie ein Kind,
Drob kümmert sich nicht wenig
Sein treues Hofgesind.

Die lieben All` ihn herzlich
Den alten theuren Mann,
... weiterlesen Mit seinem Haar

Der Gefangne spricht:
Ich darf zu dir, mein holdes Glück,
Ach leider nicht, wie eh`mals schleichen;
Streng ist bei Hüters schlauer Blick,
Er läßt mich nicht zu dir ... weiterlesen Räubers Hochzeit

Der Räuber hält vor dem Schlosse bei Nacht:
`Wohlauf meine Brüder, nun sey es vollbracht!`
Da knallen die Büchsen, da schüttert das Schloß,
Laut heulen die Hunde, hinein ... weiterlesen Kurzes Glück

Die Liebe ruht, ein zarter Flügelstaub,
Auf unsres Lebens ausgespannten Schwingen.
Wir scherzen jauchzend durch der Ranke Schlingen,
Wir ruhen selig aus auf Blüth` und Laub.
... weiterlesen Trinkers Seufzer

Die verdammten Förmlichkeiten,
Ehe die paar Tropfen gleiten
Unser Einem in das Maul!
Erst in`s Faß muß man den Krahnen
Stoßen; durch den engen Hahnen
Rinnt es ... weiterlesen Wir Geschäftigen

Du sagtest jüngst: wir wären allzuträge,
Und unbeschäftigt flössen unsre Stunden,
Seitdem die Lieb` uns schlug mit süßen Wunden.
Das ist nicht wahr, du bist auf falschem ... weiterlesen Ritter Lüderitz

Durch den Wald von Saus und Schmause
Lässig hängend in dem Sitz,
Trabt im Zuckeltrab nach Hause
Lustig Ritter Lüderitz.
Da naht er dem Kreuzweg, da schimmert es ... weiterlesen Gewöhnliche Begegnung

Ein feuriger Jüngling besuchte mich,
Umarmte mich gar brünstiglich,
Und trug die allerheißeste Liebe
Mir gleich zu der ersten Schüssel auf.
Ich komme denn nicht so ... weiterlesen Der Fischfang

Ein Fischer hat gefangen
Einen Fisch zum Abendbrod,
Auf dem Kopfe thät ihm prangen
Ein Krönlein goldenroth.

`Ach, Fischer, laß mich leben,
Schenk` dir ... weiterlesen Allegorie

Ein Tropf, ein Gauch, ein schlimmer Gast
Lag mir drei Stunden schwer zur Last,
Er schwatzte ohne Ende.
Ich gähnte, rieb die Hände,
Und endlich brach` ich trostlos ... weiterlesen Thalia

Eine Gattung gleit es jedoch, die blühet und grünet,
Meister bebauen das Feld, ziehen die reichliche Frucht.
Das ist die Gabe der holden Thalia, das muntere Lustspiel,
Darin ... weiterlesen Ossian

Er steht auf falber Haide,
Der alte graue Mann:
Da kommt seiner Augen Weide,
Der Geister Schwarm heran.

Er war mit ihnen allen,
Sie hielten Ossian hoch: ... weiterlesen Die verbrecherischen Lippen

Euch, Lippen, ist die Züchtigung zu gönnen;
Wie böse Thaten habt ihr nicht begangen!
Drum werd` ich für das schlimme Unterfangen
Als strenger Richter Buß` euch ... weiterlesen Abfertigung

Fordert von mir Gut und Geld!
Was euch nützt und euch gefällt,
Will ich gerne thun und leisten:
Freut es euch, mich freut`s am meisten.
Meine Arm` und meine Bein`
... weiterlesen Spruch des Dichters II

Freilich in andrer Weise tönet heut
Der Spruch des Dichters! Einer finstern Göttin
Gehört das Leben, wenn das Leben nicht
Mehr Traum und Täuschung ist. Sie baust in ... weiterlesen Tempelspruch

Friede! Säuselts durch die Hallen,
Friede! Friede! hörst du schallen
Aus der Priester frommen Chöre.
Friede schwebt um Mau`r und Thore,
Alle Bäume in der Runde
... weiterlesen Ein anderes

Glühe nur, Flamme der Pein,
Giühe mir tief ins Gebein!
Feurige Arme greifen stark
Innerst in`s Eingeweide, ln`s Mark,
Wirken und scheiden
Schlacken, Metall, durch ... weiterlesen Urania

Hatte der Mann in der früheren Zelt ein reines Bewußtseyn.
Rüstige Hände, die Kraft, immer das Gute zu thun,
Trennenden Scharfsinns Geschenk, Verstand und einende Weisheit,
... weiterlesen Der Schäfer

Hier sitz` ich am Felsenhange,
Die Schafe grasen umher;
Mein Herz ist trüb und bange,
Mein junges Herze ist schwer.

Ich hab` eine hohe Liebe,
Und bin der ... weiterlesen Räuber und Richter

Hoch oben im steilen, im luftigen Thurm,

Da spricht mit dem Wolken, da spricht zu dem Sturm
Der Räuber, des Räubers Enkel und Sohn,
Er reißt an der Kette, und lachet ... weiterlesen Sonette - I.

I.

`Und war die Zeit vollkommen je, und strebte
Nicht immerdar das Schlechte nach dem Siege?
War nicht die Welt des Irrthums ew`ge Wiege?
Sag` uns den Ort, wo ... weiterlesen Lied des Unglücklichen

Ich höre viele Menschen klagen,
sie seyen oft so gar allein;
O könnt` ich auch von mir das sagen!
Bei mir, bei mir trifft es nicht ein.

Wir leisten tausend treue ... weiterlesen Vergißmeinnicht

Ich lag an Liebchens warmer, treuer Brust,
In Freude nicht, wir waren leidbewußt;
Ein herber Schmerz entbrannte in uns Beiden:
Der Abschiedsschmerz — es ging zu ew`gem ... weiterlesen Köhlerglaube

Ich sang mein Liedchen im Wald, im Wald,
    So selig!
Vom Herzen drang es, zum Herzen es schallt`,
    So fröhlich!
Da liefen die rußigen Köhler ... weiterlesen In der Heimath

Ich sitz` im Gartenhause
Still in der Dämmerung;
Vor`m Fenster flüstern krause
Blattranken grün und jung.

Viel muntre kleine Rosen
Gucken darunter ... weiterlesen Menschlicher Sinn

Ich weiß mir einen braven Mann,
Mit Ehr` und Sitten angethan,
Löblich, höflich und dienstfertig,
Der Feinde Schreck, den Freunden gewärtig;
So edler Sinn! So ... weiterlesen Menschlicher Sturz

Ich weiß mir einen braven Mann,
Mit Ehr` und Sitten angethan,
Löblich, höflich und dienstfertig,
Der Feinde Schreck, den Freunden gewärtig;
So edler Sinn! So kluger ... weiterlesen Die Federn

Ihr Federn, die ich hier der Liebsten schneide,
Hört zu; ich will euch jetzo unterrichten
Von euren Rechten und von euren Pflichten,
Kommt lhr in Dlenst bei meiner Augen ... weiterlesen Scherz-Ghasele

Ihr glaubt nicht,  werthe Christen, was heu`r ein Wort ausmacht,
Und welche Hundemüde dem Dichter die Ghasele macht!
Denn seht, bei andern Liedern, da thut`s der Schwung und ... weiterlesen Sonette - II.

II.

Nein! Nein! Ihr sollt mir auch die Zuversicht
Auf mein Erinnerung nie und nirgend rauben!
Es wärmt auf Erden einst ein schönes Glauben,
Es blinkt auf Erden ... weiterlesen Sonette - III.

III.

Glücksel`ge Todten, die den schönen Traum,
Der ihres Lebens wachen Schlaf begeistert,
Der sie geführt, getrieben, übermeistert,
Fortträumen in des Sarges ... weiterlesen Das Land der Weiber

Immer noch schlief Tulifäntchen,
Als schon auf den Feuerrädern
Helios` goldner Wagen rollte,
Wach schon lang war Zuckladoro.
Schimmel, nach dem Schläfer horchend,
... weiterlesen Gretchens Rose

In Gretchens Kammer an der Wand
Das arme kleine Röslein stand,
Und hatte nichts zu trinken.
Im Topfe war kein Wasser drin,
Ließ fallen seine Blätter hin,
Und ... weiterlesen Sonette - IV.

IV.

Ich höre rühmen, daß im weiten Kreise
Der Geist jetzt wirkt; als einzige Gemeinde
Die Völker sich gestalten, die jüngst Feinde,
Und mit der Schnellpost ... weiterlesen Sonette - IX.

IX.

Zu einem Volke kam ich, das sich Götzchen
Aus Holz geschnitzt in seinen müß`gen Stunden;
Die alten Götter waren ganz verschwunden,
Dafür verehrten sie nun ... weiterlesen Mißverständnis

Ja, sie ist todt für alle Ewigkeiten!
Was ich besaß, was ich entzückt genossen,
Ist, wie ein Rauch, ein Schatten, hingeflossen
Auf dem betrügerischen Strom der Zeiten.
... weiterlesen Der Abenteurer

Junge, schnüre meinen Ranzen,
Denn ich muss wahrhaftig fort!
Alle haben mich im Ganzen
Nicht sehr lieb an diesem Ort;
Es ist Zeit, sich zu verändern,
Gehts nach ... weiterlesen Moderne Kreuzpredigt

Kommt ihr Alle, die nach mehr gelüstet,
Als der Zeiten Mißgunst ihnen gabe!
Statt mit Schwertern, folgt mir Maulgerüstet,
Daß euch Neu-Jerusalem erlabe.

... weiterlesen Drei Romanzen - III.

Laßt mich hinein zu meinem Herrn,
Laßt mich hinein zum Alten!
Ich hab` in gutem, bösem Stern
Lang mit ihm ausgehalten.

Der graue Sänger schlug zurück
... weiterlesen Todeslied der Bojaren

Leg in den Sarg mir mein grünes Gewand,
Trubor! Trubor!
Sporen zu Füßen, den Jagdspieß zur Hand,
Trubor! Trubor!
Fütt´re die Rüden, ich hab sie geliebt,
... weiterlesen Zauberei der Liebe.

Liebchen fragte: `möchtest du
Wohl ein Zauberkleinod haben?`
Kindchen, sagt` ich, mustern wir
Der Magie geheime Gaben.
Liebchen setzte sich zu mir,
Und ich horchte ... weiterlesen Polyhymnia

Meinen verschmachtenden Gaum mit erträglichem Weine zu netzen,
Ging ich zur Schenke, und trat ein in das laute Gemach.
Drinnen da saßen viel treffliche Männer, die Bürger des ... weiterlesen Der Vogelsteller

Mit meinem Korb, ein frischer Jung`,
Bin ich durch manche Stadt gekommen;
Nun hat mir die Verwandelung
Die Lust zum Schweifen ganz benommen.

Ich wollt`, lch ... weiterlesen Terpsichore

Nimmer hab` ich die Bälle geliebt, des wüsten Geschwärmes
Summende Alltagsmusik, Hitze und Lichter und Staub!
Schau sie dir an, die Damen und Herrn, du entdeckest kein Antlitz,
... weiterlesen Die vergnügte Laube

Nächtlich in der Laube Grün
Sitzen wir an eichnen Tischen;
Komme, wem die Sinne glühn,
Sich mit uns hier zu erfrischen!
Vorher müßt ihr dazu thun,
Euch ... weiterlesen Erato

O wie hab` ich gewünscht, in der Liebe Arme zu ruhen,
Denn vor jeglichem Sturm glaubt` ich im Hort zu seyn!
Schweigend ertrug ich ein ehern Geschick, und die leidigsten Tage,
... weiterlesen Euterpe

Schwanke der Geist das Leben hindurch auf kreuzenden Bahnen!
Richtete doch nur das Herz immer zum Rechten sich hin!
Aber der Nadel vergleich` ich das Herz, der Nadel im Compaß,
... weiterlesen Parabel

Seht, seht doch jenen armen Tropf!
Fruchtbäume stehen in der Runde,
Ihm hangen Kirschen überm Kopf,
Und winken schwellend seinem Munde.

Die sind ihm alle zum ... weiterlesen Novembertag.

Sie keifte sehr, sie schalt mich aus,
Sie ist ein kleiner harter Daus;
Da hat man einen übeln Stand,
Ich nehm die Thüre in die Hand.

Die Luft war rauh, der Wind ... weiterlesen Bei trübem Wetter

Sie sprach zu mir in dieser Tage Grauen,
Wo alle Wolkenschläuche niederregnen:
Wenn Sonne scheinet, will ich dir begegnen
An unsrem Haag, auf unsrere Blumen-Auen.

... weiterlesen Das Spiel des Lebens

Spiel, so seltsam und bunt!
Nur der Trügende nennet dich trüglich,
Nimmer ward der noch getäuscht,
welcher sich selbst nicht belog.
Kinder des Lichtes! Heran zu dem ... weiterlesen Fischers Traum

Und als der Fischer zu Bette
Schlummern geleget sich,
Da rauscht es unter`m Brette
Des Bettes schauerlich.

Es hebt ein Haupt in Haaren,
Schilfstarrrend, ... weiterlesen Sonette - V.

V.

Wenn für das Fade fader Pöbel brennt,
Und hunderttausend Schellenkappen klingen,
Sobald ein Irrthum ausgespannt die Schwingen;
Ich tröste mich — sie sind ... weiterlesen Der Haselstrauch

Vater, laß mich spielen gehen,
Spielen an dem Haselstrauch!
Seine gelben Schäfchen wehen
Lustig in des Märzen Hauch!
`Kind, mein Kind, da ist`s so traurig,
Gehe ... weiterlesen Sonette - VI.

VI.

Ihr dürft mich immer kalten Herzens wähnen,
Weil ich bei Ibrahims und Jussufs Thaten
Nicht so, wie ihr, in heil`ge Wuth gerathen,
Und nicht verzweifelt bin ... weiterlesen Sonette - VII.

VII.

Was Euch begeistern soll, muß von den Schotten,
Isländern kommen, oder fernen Gälen;
Dem würde der Applaus gewiß nicht fehlen,
Was etwa wüchse bei den ... weiterlesen Sonette - VIII.

VIII.

Welt klingt das Lied von des Herakles Stärke;
Kein Sterblicher war ihm an Kraft vergleichbar,
Den kühnsten Helden glänzen unerreichbar
Daher des Armes ... weiterlesen Philosophisches Ständchen

Von den Büchern hab` ich mich
Noch Glock Eilfe losgerissen,
Da ick einmal liebe dich,
Sollst du nicht des Ständchens missen.
Zärtlich steht dein Philosoph,
... weiterlesen Der Student von Prag

Was klingt daher für Tosen? Welch‘ lärmend Festgelag?
Des Vaters Gut verprasset der wilde Student von Prag.
Er sitzt und singet Lieder, davor dem Menschen graust.
Die Dirne ... weiterlesen Kalliope

Weichet zur Rechten, und weichet zur Linken, ihr Helden des Tages,
Jauchze der Pöbel euch zu, der sich erkennet in euch!
Riesiges Schattengebild zeigt oft ein dunstiger Luftkreis,
... weiterlesen Trinkers Entschuldigung

Wenn mir das Haupt ein wenig toll,
Wenn mir die Füße taumeln,
Da schreit ihr gleich schon wieder voll!
Seht nur den Säufer schwaumeln!

Ich trinke, trinke, ... weiterlesen Allgemeine Vergebung

Wenn sonst mich wer gekränket hat,
Hab` ichs behalten im Gedächtniß;
Allein, deß bin ich wahrlich satt,
Zorn ist ein allzuherb Vermächtniß:
Drum, wie sie sich an ... weiterlesen Künstlers Lied

Wie ein Paar von zarten Pinseln
Nicht mehr einsam für sich winseln,
Sondern sich getrost entdecken,
Bleibt das Wort im Munde stecken.
Doch der Maler hilft den Leuten, ... weiterlesen An einen Unzufriedenen

Willst du bilden, willst du dichten,
Such` dich selber erst zu richten,
In das Maß und in die Lage,
Nach dem Loth und nach der Wage.

Du bist da, um ... weiterlesen Wir regen die Hände...

Wir regen die Hände
und gründen die Wände,
wir kamen vom Fach
bist unter das Dach.

Gott wollt es beschützen
vor Donner und Blitzen,
vor Regen und ... weiterlesen Sonette - X.

X.

Zeus ist schon lange müde zu regieren,
Er will der Last der Herrschaft sich entschlagen,
Den Philosophen möcht` er`s übertragen,
Die Welt statt seiner klug ... weiterlesen Sonette - XI.

XI.

Von manchem Wahne ist das Volk geheilt
Durch jenen klugen Arzt, genannt: Jahrhundert.
Wie hat man sonst geglaubt und sich verwundert!
Doch jetzt sind von der ... weiterlesen Sonette - XII.

XII.

Es geht umher die graubemooste Schule,
Und krächzt: vergebens sey das Dichten, Singen,
Sie spöttelt über jegliches Gelingen,
Und abgesponnen nennt sie jede ... weiterlesen Sonette - XIII.

XIII.

Till Eulenspiegel kehrt` aus seinem Grabe,
Sich auf der Erde wieder gut zu thun,
Denn Langeweile macht ihm langes Ruhn,
Die Welt erquickt er gern mit seiner ... weiterlesen Sonette - XIV.

XIV.

Till Eulenspiegel legte sich aufs Lesen,
Und las die neuere Geschichte fleißig;
Las von dem Krieg, der uns gekehrt mit dreißig
Verworrner Jahre ... weiterlesen Sonette - XIX.

XIX.

Der Pudel geht in`s Wasser alle Stunde;
Schwernaß kommt er heraus; die krausen Flocken
Macht er mit tücht`gem Schütteln wieder trocken,
Und Alles wird ... weiterlesen Sonette - XV.

XV.

Den Till ergriff ein Mitleid und ein Sehnen
Nach seinem Vaterland: (denn das Gemüthe
Stand immer bei dem Till in schöner Blüthe,)
Und über`n Rhein kam er ... weiterlesen Sonette - XVI.

XVI.


Drauf diente Till bei dem Theaterschneider,
Und mit der Nadel wußt` er umzugehen,
Nur kam es bei dem allzuflinken Nähen,
Daß sich der Till versah ... weiterlesen Sonette - XVII.

XVII.

Die Helden klagten bel der Polizei;
Die Polizei läßt keinen Helden sitzen,
An dem der Affe vorguckt aus den Schlitzen;
Sie greift den Till für seine ... weiterlesen Sonette - XVIII.

XVIII.

Mich wandelt eine Großmuthslaune an.
Auf meine Krittler will ich sie verwenden!
Und, wie ein König schenkt mit vollen Händen,
So setzt` ich vierzehn gute ... weiterlesen Sonette - XX.

XX.

Fragt ihr, warum den herben Spott, der Klage
Umdüstert Wort ich sang in solcher Weise,
Die sonst von süßerm Leid ertönte leise?
So geb` ich diese Antwort ... weiterlesen Sonette - XXI.

XXI.

Und ob auch jene Stadt ihr Haupt gebogen,
Der rauhe Sieger über den Altar
In Trümmern, stürmte mit der rauhen Schaar,
Hat nicht die Zeit sie um ihr Lob ... weiterlesen Ihr Spiegel

Zeigt dir der Spiegel herbe Züge,
Ein düstres Auge, streng Gesicht,
So darfst du sagen, daß er lüge,
So rufe nur: das bin ich nicht!

Wenn aber von des ... weiterlesen Spruch des Dichters

Zu vollen Tafeln ladet das Geschick,
Wenn wir den Fuß in`s frische Leben setzen,
Und unsre braune Lock` im Winde weht
Des Jugendmorgens! Reizend duftet da
Die Speise ... weiterlesen Die Schleichhändler

`Da, Betty, bewach mit den Ballen zu Nacht,
Gar herrliche Beute ist heute gemacht,
Er strotzet von theurem Gewürz.
Der schwarze Jack hat den Ballen gebracht,
Das ist dir ... weiterlesen Drei Romanzen - I.

`Trägt mir den Sessel vor das Thor,
Bringt kühlen Wein zum Tische,
Daß ich an Sonn` und Weine vor
Dem Hause mich erfrische!`

Der alte König rief`s und saß
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