A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Gedichte - Charles Baudelaire


Aufforderung zur Reise

         
Kind, Schwester, hold ist`s zu
träumen,        
  Wir zögen zu zwein ohne
Säumen Nach jenem herrlichen
Land.     &
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L Heautontimoroumenos

Ich treff` ins Herz dich ohne
Hassen, Ein Henker ohne Zorn und
Pein, So schlug einst Moses auf den
Stein! Und Fluten will ich strömen
lassen Aus deinem Aug` , ein Me
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Pariser Traum

An Constantin Guys Von jenem fremden
Land, das nimmer Ein sterblich Auge
noch erblickt, Hat diesen Morgen mich
ein Schimmer, Ein zartes, fernes Bild
erquickt.
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Totentanz

An Ernest Christophe Stolz wie die
Lebenden auf ihre edle Haltung, Bewegt
sie lässig sich mit Handschuh und
Bukett Und zeigt die Sicherheit
graziöser Unterhaltung, Die magr
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Die sieben Greise

An Victor Hugo Wimmelnde Stadt, du
Stadt so voll von Träumen, Dass
Geisterspuk uns lichten Tags
umkrallt! In deinem Leib wie Säfte
kreisend schäumen Geheimnisse durch
jede
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Lola de Valence

Aufschrift zu dem Gemälde von Eduard
Manet Bei aller Schönheit, die auf
Erden uns umblüht, Versteh` ich, dass
der Wunsch bald da, bald dorthin
flutet; Doch Lola de Valence, von f
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Der schlechte Mönch

Aus alter Klöster hohem
Wandgemälde Schaut oft der heiligen
Wahrheit Angesicht, Den Brüdern, die
der fromme Eifer quälte, Ein wenig
Wärme spendend, Trost und Licht. Zur

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Die Blinden

Betrachte sie, mein Herz; furchtbar zu
sehn. Wenn sie, fast lächerlich, wie
Puppen schreiten Und gleich
Nachtwandlern seltsam vorwärts
gleiten, Lichtlose Kugeln, ach wonach
nur? drehn.
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An eine rothaarige Bettlerin

Bleiche du im roten Haar, Not und Armut
schaut fürwahr Aus den Löchern deines
Kleids Und viel holder Reiz. Ja,
dein schmächtiger Körper
beut, Sommersprossenüberst
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Das Gespenst

Bösen Engeln will ich gleichen, Fahlen
Blicks mich zu dir schleichen, Gleiten
an dein Lager sacht, Wie ein
Schattenspuk der Nacht. Schenken dir
zu tausend Malen Küss
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Die Verwandlung des Vampire

Das Weib mit rosigem Mund begann den
Leib zu recken, Wie sich die Schlange
dreht auf heissem Kohlenbecken, Und in
den Schnürleib fest die Brüste
eingezwängt, Sprach diese Worte sie,
von
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Der Springbrunnen

Dein Aug` ist müd umschattet, Mein
Liebchen, schliess es zu, Im Arm mir,
sanft ermattet, Die Lust geniesse
du. Lass uns dem Springbrunn
lauschen, Der unaufhörlich singt
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An sie, die allzufroh

Dein Haupt, dein Blick, dein Gang Sind
schön wie die schönsten Auen, Wie
frischer Wind im Blauen Spielt Lachen
dir um Augen, Mund und Wang Der Gram,
der dein Auge feuchtet,
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Lied am Nachmittag

Deiner Brauen finstrer Strich Lässt
dich seltsam fremd erscheinen. Gleichst
den Engeln nicht, den reinen, Hexe,
dennoch lockst du `mich. Dennoch
lieb` ich dich, du Wilde,
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Verdammte Frauen

Delphine und Hyppolyte l Wo matte
Lampen fahles Licht verbreiten, Auf
weichem Pfühl, von Düften sanft
umkreist, Träumt Hippolyte von wilden
Zärtlichkeiten,
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Schwermut

Dem Regenmonat ist die Welt
zuwider, Aus seinem kalten Fass in
Strömen rinnt Das Grauen auf den nahen
Kirchhof nieder, Und Sterben auf der
Vorstadt Labyrinth. Die Katze reck
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Den Entschwundenen

Den entschwundenen, nackten Zeiten bin
ich so hold, Da Phöbus die Säulen
umwob mit lauterem Gold, Da Mann und
Weib ohne Lüge und schamhaftes
Bangen In heiter beweglichem Spiel
durch das
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Ein Aas

Denkst du daran, mein Lieb, was jenen
Sommermorgen       Wir
sahn im Sonnenschein? Es war ein
schändlich Aas, am Wegrand kaum
geborgen       Auf Sand
und Ki
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Sisina

Denk` dir Diana stolz im Jagdschmuck
prunken, Wie eilend sie durch Wald und
Dickicht dringt, Im Winde Brust und
Haar, vom Lärme trunken, Dem besten
Reiter stolz den Preis entringt.
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Die Klagen eines Ikarus

Der Bursch, der die Dirne
bezwungen, Ist glücklich, zufrieden
und satt, Mein Arm ist zerbrochen und
matt, Weil er mit Wolken
gerungen. Der Sternwelt, die
leuchtend schwebt,
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Ganz und Gar

Der Böse trat heut in mein Zimmer Und
fragt`, mich zu versuchen,
schlau: »Von all dem Reiz, von all dem
Schimmer, Der wogt um die geliebte
Frau, Von all den schwarz und ros
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Alchimie des Schmerzes

Der Eine füllt die Welt mit
Glühn, Dem Andern ist sie Schmerz und
Grauen, Er kann nur die Verwesung
schauen, Wo Jener Leben sieht und
Blühn. Du unbekannter Gott voll
Liste
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Der fröhliche Tote

Der Grund soll fett und reich an
Schnecken sein, Wo ich mir selbst das
tiefe Loch will graben Und strecken
will mein alt und müd Gebein Und wie
der Hai im Meer mich im Vergessen laben.
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Das Fass des Hasses

Der Hass ist bleicher Danaiden
Fass; Umsonst mag Rache mit den rauhen
Händen Ins weite Dunkel ohne
Unterlass Aus grossen Eimern Blut und
Tränen senden, Geheim durchbohrt ei
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Schwermut II

Der Himmel, schwer wie eines Deckels
Last, Sinkt auf die Seele voll
verhaltenem Weinen, Bleiern und dumpf
hält er das All umfasst, Trüber als
Nacht will uns der Tag erscheinen.
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Der Wein des Einsamen

Der Kurtisane Blick, der sanft uns
streichelt, Dem weissen Mondstrahl
gleich, der rieselnd sinkt Zum stillen
Teich und silbern widerblinkt, Von
lässiger Flut umzittert und
umschmeichelt,
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Das Lösegeld

Der Mensch hat, dass sein Lösegeld er
zahl`, Zwei tiefe, reiche Felder
Tuffsteinlandes, Er muss sie mit dem
Eisen des Verstandes Aufwühlen und
bebau`n gar viele Mal. Damit
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Die beleidigte Luna

Der unsre Väter fromm ergeben
waren, Luna, die hoch im
Strahlenschlosse lebt, Von der
geschmückten Sternenschar
umschwebt, Du alte Cynthia, Lampe in
Gefahren, Siehst du die
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Das Gift

Der Wein verwandelt oft die
schmutzigsten Spelunken    
      In Schlösser
voller Märchenpracht, Und
Säulenhallen er vor uns erstehen
macht      
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Die Seele des Weins

Des Weines Seele hört` ich also
singen: »Aus meines Kerkers Glas und
Siegel soll Dir, Mensch, Enterbter,
heut ein Lied erklingen, Ein Lied von
Licht und Bruderliebe voll. I
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Der Vampir

Die du wie des Messers kalter Stoss In
mein jammernd Herze bist gefahren, Die
du stark bist wie Dämonenscharen Und
im tollen Rausch erbarmungslos, Die
in meinem Geist schwac
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Eine Erscheinung

Die Finsternisse In Höhlen
unerforschter Traurigkeit, Wohin mich
die Geschicke feindlich stiessen, Wo
niemals rosige Strahlen sich
ergiessen, Wo nur die mürrische Nacht
mir
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Die Juwelen

Die Holde war ganz nackt, doch kennt den
Liebsten sie Und hatte sich geschmückt
mit klingendem Geschmeide, Des
überreiche Pracht ihr sieghaft Aussehn
lieh, Maurischen Sklaven gleich in ih
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Morgengrauen

Die Morgenwache tönt durch die
Kasernen, Der Morgenwind umschmeichelt
die Laternen. Dies ist die Zeit der
Träume wild und schwül, Die Knaben
wälzen sich auf ihrem Pfühl,
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Der Besessene

Die Sonne ward vom schwarzen Flor
umhüllt. O meines Lebens Mond
verlösch die Strahlen; Umwölk` dich,
schlummre ein, verstumm` in Qualen Und
sink ins Leere tief und leider füllt:
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Ein Vorübergehender

Die Strasse heult und rasselt
fieberhaft. Da schreitet zwischen Lärm
und Gassenhauer Ein schlankes Weib in
majestätischer Trauer, Mit stolzer
Hand des Kleides Saum gerafft;
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Abendklänge

Die Stunde ist`s, da ihre Kelche
breiten Die Blumen und wie
Weihrauchschalen stehn, Klänge und
Düfte sich im Winde
drehn, Schwermütiger Walzer, zärtlich
sanftes Gleiten. Die Blum
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Die Katzen

Die toll Verliebten und die strengen
Weisen Verehren, wenn die Kraft und
Jugend schmolz, Die Katzen sanft und
stark, des Hauses Stolz, Die
fröstelnd, so wie sie, den Herd
umkreisen.
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Mitternächtige Selbstprüfung

Die Uhr verkündet uns die
Mitternacht, Und spöttisch klingt aus
ihrem Schlage An unser Herz die leise
Frage, Wie wir den Tag genutzt, die
Zeit verbracht. Den dreizehnten und
Freita
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Weit von hier

Dies ist die heilige Stätte, Da ruht
auf seidenem Bette Die Liebliche,
Sanfte, Kokette. Die Hand auf dem
Busen liegt, Der Arm ist ins Kissen
geschmiegt, Und das Schlu
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Ein phantastischer Kupfer

Dies seltsame Gespenst, das nackten
Leibes reitet, Hat sich als einzigen
Schmuck ums Knochenhaupt gebreitet Ein
Faschingsdiadem grausig und lachhaft
fast; Es treibt und hetzt sein Pferd in

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Dir dieses Lied

Dir dieses Lied, wenn meines Namens
Klang An ferner Zeiten bleichen Strand
getragen Und abends Menschen träumen
macht und klagen, Ein glückhaft
Schiff, das aus dem Norden drang,
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Bitte

Dir, Satan, Lob und Preis im hohen
Himmelszelt, Wo du geherrscht dereinst,
bis zu der finstren Welt, Wo du besiegt
nun ruhst und träumst in tiefem
Schweigen! Lass meine Seele sich ganz
nah
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Die kranke Muse

Du arme Muse, was ist dir geschehn? Im
hohlen Blick les` ich die nächtgen
Qualen, Und muss den Wahnsinn und den
Schreck, den fahlen Im stummen,
angstgequälten Antlitz sehn.
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Der Tod der Armen

Du bist der Tod, der tröstet und
belebt, Du bist das Ende und der
Hoffnungsstrahl, Der Zaubertrank, der
uns berauscht und hebt Bei unsrem
nächtigen Gang durchs dunkle Tal.
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An Theodor von Banville

Du hast die Muse so beim Haar
ergriffen. So herrisch sie besiegt voll
schöner Lässigkeit, Dass du ein Held
erschienst, ein Bravo, der im
Streit Sein Lieb erdolcht, die Waffe
blankgeschlif
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Liebe zum Nichts

Du trüber Geist, einst voller
Kampfverlangen, Die Hoffnung spornt
nicht mehr den trägen Mut, Streck`
dich nun hin, verbirg die
Schamesglut, Ross, dessen Hufe vor dem
Sprunge bangen.
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Der Balkon

Du, der Erinnrung Quell, du Frau der
Frauen, Die all mein Leid und all mein
Glück gebracht! Kannst du im Geist die
Freuden neu erbauen, Des Herdes
Süssigkeit, den Rausch der Nacht?
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Umschleierter Himmel

Durch dunstigen Schleier scheint dein
Auge zu glühn. Geheimnisvoll (ist`s
grau, ist`s blau oder grün?) Spiegelt
sein zärtlicher, träumender, grausamer
Blick Des blassen Himmels müden G
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Der Rebell

Ein Engel stürzt sich wie ein Aar zur
Erde Und rauft des Glaubenslosen Haar
voll Grimm: »Ich will, dass dem Gesetz
Gehorsam werde! Dein guter Engel bin
ich, drum vernimm: D
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Der Mahner

Ein jeder Mensch, der wert ein Mensch zu
sein, Fühlt tief im Herzen eine
Schlange wohnen, Sie lebt und herrscht
da wie auf Königsthronen, Und sagt er:
»Ja, ich will!«, so sagt sie: »Ne
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Allegorie

Ein wundervolles Weib, herrlich und
stolz die Glieder, Zum weingefüllten
Kelch wallt ihr das Haar hernieder. Der
Liebe Gift, der Trank, den die Spelunke
braut, Sie gleiten spurlos ab am Ma
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Geständnis

Einmal, nur einmal war`s in dunkler
Stunde, Dein weicher Arm hielt meinen
Arm umfasst. (Nie ist auf meiner Seele
finstrem Grunde, Du Liebe, Süsse,
dieser Tag verblasst.) Sp
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Hingabe

Engel voll Heiterkeit, kennst du die
finsteren Mächte, Kennst du das
Schluchzen der Reue, der Scham und der
Gier, Kennst du das fiebernde Grauen
der furchtbaren Nächte, Die das Herz
uns z
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Hymne

Engel voll Schönheit und Süsse, Der
Licht und Klarheit mir
leiht, Unsterbliches Idol, ich
grüsse Dich in Unsterblichkeit! Du
flutest durch mein Leben Wie salziger S
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Tod der Armen

Es ist der Tod, der Trost und Leben
schenkt; Er ist das Ziel, das einzig
Hoffnung macht, Ein Elixier, das uns
berauschend tränkt, Und Mut gibt,
durchzuhalten bis zur Nacht,
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Die lebende Fackel

Es schreiten mir voran zwei Augen voller
Glühen, Ein Gott gab ihnen einst die
magische Zaubermacht; Ein hehres
Brüderpaar, mein Brüderpaar, sie
ziehen Und streun demantne Glut in
meiner
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Einer Madonna

Ex-Voto in spanischem Geschmack Aus
meinem tiefen Leid will den Altar ich
bauen, Verborgenen Altar, dir höchste
aller Frauen, In einer Nische tief im
Herzensgrund versteckt,
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Der Unerwartete

Harpagon hielt beim kranken Pater
Wache Und sprach im Angesicht der
Todesqual: »Ich glaube doch, wir haben
unterm Dache Noch alte Bretter da,
genug an Zahl?« Und Celimene g
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Der Duft

Hast du, mein Leser, je nach
Schwelgerart Inbrünstiglich und
langsam eingesogen Den Weihrauchduft im
dunkeln Kirchenbogen, Den Moschushauch,
den treu ein Kissen wahrt? O zau
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Nebel und Regen

Herbstende, Winter, Frühlingsschlamm
und Regen, Euch stillen Zeiten schlägt
mein Herz entgegen, Der kalte Dämmer
eures Nebelgrau s Umhüllt wie Bahrtuch
mich und Totenhaus.
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Lunas Traurigkeit

Heut nacht liegt Luna träg und
traumgebannt, Wie eine schöne Frau,
vom Pfühl umschmeichelt, Die sich, vom
Schlummer fast schon übermannt, Noch
sanft und träumerisch den Busen
streichel
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Erhebung

Hoch über stillen Wäldern, blauen
Meeren, Hoch über eisiger Gletscher
Einsamkeit Und über Wolkenflügen
weltenweit, Jenseits der
sternbeglänzten ewigen Sphären Dort
reg
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Die Schlange, die tanzt

Holde Lässige, wie gerne Dich mein
Auge schaut, Wenn gleich einem
schwanken Sterne Schillert deine
Haut. Auf des Haares weichen
Schwellen, Hauchend herb und lau,
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Herbstgesang

I Bald wird man uns ins kalte Dunkel
drängen; Fahr wohl du Licht, du
flüchtige Sommerwelt! Schon hör` ich,
wie im Hof mit dumpfen Klängen Das
Holz erdröhnend auf das Pfl
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Die Reise

I Dem Kind, berauscht von bunter
Bilder Flimmer, Scheint wie sein
Lebenshunger weit die Welt, Wie ist sie
gross beim stillen Lampenschimmer! Wie
klein von der Erinnrung Licht
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Das Unlösbare

I Eine Form, ein Hauch, ein
Seelenschwingen Schied vom Äther, fiel
aus lichtem Blau In des Sumpfes Schlamm
und bleiern Grau, Wo kein Himmelslicht
zu ihm kann dringen,
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Die kleinen Alten

I In der alten Städte winklig engen
Gassen, Wo alles, der Schauder sogar,
in Entzücken sich kehrt, Streif ich
umher und späh`, schlimmer Laun`
überlassen, Nach seltsamen
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Das Skelett als Arbeitsmann

I In jenen anatomischen Räumen Am
Kai, wo in der Bretter Haft Manch altes
Buch liegt, leichenhaft Und
mumiengleich in tiefen Träumen, Und
Bilder, deren schwe
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Die Katze

I In meinem Hirn, als wär`s ihr
eigner Raum, Schleicht auf und nieder
auf der weichen Tatze Geschmeidig sanft
die schöne, stolze Katze. Und ihrer
Stimme Ton vernimmt man ka
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Das Unsühnbare

I Kann ich der alten Reue je
entweichen, Die stets geschäftig,
klammernd mich umschlingt, Sich von mir
nährt, so wie der Wurm von
Leichen, Wie eine Raupe, die den
Eichbaum
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Eine Reise nach Kythera

I Mein Herz, ein Vogel, fröhlich
aufwärts fliegend, Umschwebt voll
Heiterkeit des Segels Tau, Das Schiff
rollt unterm klaren Himmelsblau, Ein
Engel, in der Sonne Glanz sich
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Abel und Kain

I Stamm Abels, schlafe, iss und
trinke; Gott lächelt gnädig
dir; Stamm Kains, in Schmutz und
Schlamm versinke, Verende wie ein
Tier. Stamm Abels, dei
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Der Schwan

I Zu dir, Andromache, eilt fetzt mein
Sinn beflügelt. Der grauarmselige
Fluss, drin einst sich hoheitsvoll Dein
ungeheurer Schmerz, dein Witwenleid
gespiegelt, Der trügeris
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Die Pfeife

Ich bin des Dichters Pfeife, und
genau Siehst du an mir, die stammt aus
fremden Fluren, Von meines Herren
Leidenschaft die Spuren: Dass er ein
Raucher ist, trag` ich zur Schau.
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Schwermut I

Ich bin ein Fürst in Landen dumpf und
kalt, Bin reich und machtlos, jung und
dennoch alt. Ein Fürst, der seine
Höflingsschar verachtet, Die Tiere
selbst voll Überdruss betrachtet,
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Beatrice

Ich ging durch kahles Land, durch sandig
dürre Heide Und klagte der Natur die
Schmerzen, die ich leide, Und wie mein
Sinnen flog, vom Zufall nur
gelenkt, Fühlt` ich, wie sich ein
Dolch la
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Trauriges Madrigal

Ich trag` nach deiner Klugheit nicht
Begehren, Sei schön! sei traurig! –
Sieh, der Träne Spur Wird deiner
lichten Züge Reiz vermehren, Wie
Ströme einer Landschaft Bild
verklären.
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Das schöne Schiff

Ich will dir schildern, du mein hold
Entzücken, Die Reize all, die deine
Jugend schmücken, Will malen deiner
Schönheit Art, Darin sich Kindlichkeit
mit stolzer Reife paart.
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Landschaft

Ich will, um mein Lied zu dichten fromm
und verschwiegen, Nahe beim Himmel wie
ein Sterngucker liegen, Will lauschen
der Glocken Feiergesang, Den der Wind
mir vom Kirchturm herüberschwang;
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Das frühere Leben

Ich wohnte lang in weiter Hallen
Schweigen, Die abends in der
Meeressonne Glut Sich stolz erheben und
zur blauen Flut Sich gleich basaltnen
Grotten niederneigen. Das Meer, da
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Wahnsinn

Ihr Wälder ängstigt mich wie
Kathedralen, Ihr seid durchheult von
wildem Orgelklang, Und des Verdammten
Herz in ewigen Qualen Stöhnt Echo
eurem De-profundis-Sang. Dich has
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Einer kreolischen Dame

Im Land der Düfte,
sonnenüberglutet, Seh ich in
purpurroter Gärten Nacht, Wo holde
Trägheit von den Palmen flutet, Ein
fremdes Weib voll seltsam fremder
Pracht. Das Antli
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Die Eulen

Im Schutz, von schwarzen
Eibenbäumen In Reihen sitzt der Eulen
Schar, Wie Götter fremd und
sonderbar, Ihr rotes Auge glüht. Sie
träumen. Sie sitzen starr und ohne
Laut,
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Zusammenklang

Im Tempel der Natur, in
Säulengängen, Durch die oft Worte
hallen, fremd, verwirrt, Der Mensch
durch einen Wald von Zeichen irrt, Die
mit vertrauten Blicken ihn
bedrängen.
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Die Stimme

In einer jener hohen
Büchernischen, Drin düstre Weisheit,
leichter Märchentand, Römischer
Moder, griechischer Staub sich
mischen, Stand meine Wiege. – Wie ein
Folioband Nicht h
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In ihrem Kleid

In ihrem Kleid, das wie Perlmutter
schimmert, Scheint sie zu tanzen,
selbst wenn sie nur geht, Wie eine
Schlange, die sich biegt und
flimmert Und auf des heiligen Gauklers
Stab sich dreht.
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Züchtigung des Hochmuts

In jener alten Zeit, als noch
Theologie Eifrig betrieben ward voll
Kraft und Energie, Trug es sich zu,
dass ein gar weiser, frommer Mann, Der
selbst die Lässigsten noch schlug in
seinen Ba
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Das Spiel

In schäbigen Sesseln frechgeschminkte
Weiber, In deren Blick ein süsslich
Lächeln girrt, Geziert bewegen sie die
magren Leiber, Juwel und Gold an ihren
Ohren klirrt. Am Sp
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Der Traum eines Neugierigen

Kennst du wie ich die lockendsüssen
Leiden, Und nennt man einen Sonderling
auch dich? Ich lag im Tod. – Begier
und Furcht, die beiden Vermischten sich
im Herzen wunderlich.
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Lethe

Komm Grausame, nach der ich mich
verzehre, Komm schöner Tiger, der so
lässig schleicht, Wehr nicht der Hand,
die zitternd dich umstreicht Und wühlt
in deines Haares üppiger Schwere.
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Hymne an die Schönheit

Kommst du vom Himmel herab, entsteigst
du den Schlünden? Aus deines
teuflischen, göttlichen Blickes
Schein Strömen in dunkler Verwirrung
Tugend und Sünden, Schönheit, und
darin gleichs
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Das Bild

Krankheit und Tod verlöschten längst
die Funken Des Feuers, das uns lohend
einst umfing, Der Augen Leuchten sanft
und liebestrunken Und jenen Mund, an
dem mein Herz verging.
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Gebet eines Heiden

Lass nicht die Flammen
verschwelen. Lös` der Erstarrung
Weh`, Wollust, Folter der
Seelen! Diva! exaudi me! Göttin, im
All sich verlierend, Flamme, die ganz
uns durch
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Der Feind

Mein Kinderland war voll
Gewittertagen, Nur selten hat die Sonne
mich gestreift, Und so viel Bluten hat
der Blitz zerschlagen, Dass wenig
Früchte nur mein Garten reift. Nun
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Der Wein des Mörders

Mein Weib ist tot, und ich bin
frei! Nun trink` ich, bis ich nicht
mehr kann. Kam ich sonst ohne Groschen
an, Zerriss mich fast ihr
Wutgeschrei. Nun fühl` ich wie ein
König
... weiterlesen


Trübsinn

Mir ist, als lebte ich schon über
tausend Jahr Nie barg ein alter
Schrein, so überfüllt er war Mit
Rechnungen und Akten, Versen,
Briefen, Mit Locken, die verwahrt in
Scheinen schliefen,
... weiterlesen


Lesbos

Mutter lateinischer Spiele und
griechischer Wonnen, Lesbos, wo Küsse
schmachtend und feurig und zag, Frisch
wie die reifende Frucht und heiss wie
die Sonnen Die Nächte geschmückt und
den
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Die Friedenspfeife

Nach Longfellow Als Gitche Manito,
Herr aller Kreaturen, Der Mächtige,
durchschritt die weiten, grünen
Fluren, Das ungeheure Feld, von
Bergesluft umweht, Da hielt er seinen
... weiterlesen


Das Ideal

Nie sind`s die zarten Schönen der
Vignetten, Ärmliche Zeugnisse aus
kranker Zeit, Die mit verschnürtem
Fuss, die Hand an Kastagnetten, Ein
Herz wie meins erfüllt mit
Freudigkeit.
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Franciscae meae laudes

Novis te cantabo chordis, O novelletum
quod ludis In solitudine
cordis. Esto sertis implicata, O
foemina delicata Per quam solvuntur
peccata Sicut benef
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Die Litanei des Satans

O Cherub, weisester, schönster von
Gottes Söhnen, Gestürzt, selbst noch
ein Gott, dem keine Psalmen
tönen,        
  Satan, erbarm dich mein in
meiner tiefen Not!
... weiterlesen


Die käufliche Muse

O meine Muse, der Paläste Kind! Wirst
du, wenn erst der Winter hetzt die
Raben, Für deinen nackten Fuss ein
Feuer haben In trüber Schneenacht und
bei eisigem Wind? Willst
... weiterlesen


Das Haar

O Vlies des Wellen auf die Schultern
fluten! O Locken, schwer von müdem
Wohlgeruch, Erinnerungen, die da
träumend ruhten, Verzückung fühl`
ich durch den Abend gluten, Breit` ich
... weiterlesen


Der Wein der Lumpensammler

Oft kommt bei der Laterne rotem
Schimmern, Das jeder Windstoss zucken
macht und flimmern, Im Labyrinth der
Vorstadt dumpf und feucht, Darin die
Menschheit wie in Gärung keucht,
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Der Albatros

Oft kommt es dass das schiffsvolk zum
vergnügen Die albatros - die grossen
vögel - fängt Die sorglos folgen wenn
auf seinen zügen Das schiff sich durch
die schlimmen klippen zwängt.
... weiterlesen


Musik

Oft trägt mich die Musik, dem Meere
gleich. Zu meinem bleichen
Stern, Durch Nebelrauch, durch Lüfte
klar und weich Ich segle fern. Das
Antlitz aufwärts und die Brust voran,
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Die Zerstörung

Ohn` Unterlass mein Dämon mich
bedrängt, Wie von der Luft bin ich von
ihm umfangen, Ich atme ihn und fühl`
mein Herz versengt Von unstillbarem,
sündigem Verlangen. Oft, d
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Der Abgrund

Pascal sah, wo er ging, des Abgrunds
Spalt. Abgrund ist alles uns, Tat,
Traum, Verlangen; Wie oft hob sich mein
Haar in starrem Bangen, Durchschauerte
mich Grauen eisig kalt!
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Die Leuchttürme

Rubens, der Trägheit Garten, des
Vergessens Bronnen, Ein Lager
blüh`nden Fleisches, der Liebe
leer, Doch so von Leben und von Glut
durchronnen Wie von der Luft das All,
das Meer vom Meer.
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Moesta et errabunda

Sag` mir, flüchtet dein Herz sich
manchmal, Agathe Aus der unreinen
Städte schwarzem Ozean weit Zu einem
anderen Meer, dessen leuchtend
Gestade Blau und klar und tief, wie die
Jungfräuli
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Anziehender Schauder

Schau dieses Himmels fahle
Seltsamkeiten, Wie dein Geschick
zerrissen, wunderlich, Was mag durch
deine leere Seele gleiten, Was fühlst
du bei dem Anblick? Wüstling,
sprich.
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Die Schönheit

Schön bin ich, Sterbliche, ein Traum
von Stein, Mein Busen trieb euch oft in
blutige Sünde, Die Glut, die euren
Dichtern ich entzünde, Muss wie der
Urstoff stumm und ewig sein.
... weiterlesen


Sammlung

Sei still, mein Schmerz, du musst nun
leiser klagen, Den Abend riefst du,
sieh, er kam zu dir, Hat um die Stadt
sein weiches Tuch geschlagen Und
brachte Frieden dort und Kummer hier.
... weiterlesen


Sed non satiata

Seltsame Gottheit, düster wie die
Nacht, Drin Moschus- und Havannaduft
sich mischen, Fremdartig Werk des
Grossen, Zauberischen, Hexe aus
Ebenholz, Kind schwarzer Mitternacht.
... weiterlesen


Totenreue

Senkt man dich, schöne Düstre, einst
hinab, Und schläfst du unterm
schwarzen Marmorstein, Und nennst auf
dieser Erde nichts mehr dein Als jene
finstre Höhle, die dein Grab,
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Abenddämmerung

Sieh, des Verbrechers Freund, der holde
Abend, naht Mit leisem Raubtierschritt,
der Helfer bei der Tat; Der Himmel
schliesst nun sacht des schweren
Vorhangs Falten, Zu Tieren wandeln sich
d
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An eine Malabaresin

So fein sind Hand und Fuss, so weich der
Hüften Biegen, Europens Schönste
müsst` im Wettstreit dir erliegen; Des
Künstlers Blick voll Lust den holden
Körper schaut Und deiner Augen Sam
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Der Unstern

So schwere Lasten zu heben, Bedarf es
des Sisyphus Mut, Und hätten wir Kraft
auch und Glut, Lang ist die Kunst,
flüchtig das Leben. Fern ruhmreicher
Sarkophage, An d
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Das Flakon

So starke Düfte gibt`s, dass sie den
Stoff bezwingen, Mit ihrer feinen Kraft
Glas und Kristall durchdringen. Ein
Kästchen öffnest du aus fernem
Morgenland, Des Schloss nur knirschend
wei
... weiterlesen


Der Tod der Liebenden

So tief und weich, als ob es Gräber
wären, Lass unsre duftumhüllten Lager
sein, Und ringsum Blumen, die in
schönren Sphären Für uns erblüht in
einem fremden Hain. Lass
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Die Maske

Statue im Geschmack der Renaissance Dem
Bildhauer Ernest Christophe Dies
Kleinod sieh aus Florentiner Tagen; Des
Körpers weiche Biegung, darin
Kraft Und Anmut, holde Schwest
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Tagesende

Unter einem fahlen Glanze Lärmt das
Leben ohne Sinn, Tollt und taumelt wild
im Tanze. Sieh, da kommt die
Trösterin, Kommt die Nacht vom
Himmelsrande, Alles stillend,
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Berthas Augen

Vor dir verblasst des schönsten Augs
Gefunkel, Du Kinderblick, darin ein
Rätsel ruht, Ein Etwas, wie die Nacht
so sanft und gut! Ihr Augen, hüllt
mich ein in euer Dunkel!
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Geistige Morgenröte

Wenn an des Wüstlings Bett die bleiche
Frühe Gemeinsam tritt mit nagend
bittrer Not, Dann scheint`s, als ob
nach rächendem Gebot Im dumpfen Tier
ein Engel neu erblühe. De
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Liebe zur Lüge

Wenn du vorbeigehst, lässig stolze
Schöne, Umwogt vom Geigenklang, vom
lauten Fest, Die Glieder leise wiegst
im Takt der Töne, Den müden Blick
gelangweilt schweifen lässt,
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Fremdländischer Duft

Wenn ich geschlossnen Augs in
Abendglut Einschlürfe deinen warmen
Duft mit Beben, Seh` ich ein herrlich
Ufer sich erheben Aus einem Meer, drauf
ewiges Leuchten ruht. Ein sch
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Segen

Wenn nach des Himmels mächtigen
Gesetzen Der Dichter kommt in diese
müde Welt, Schreit seine Mutter auf,
und voll Entsetzen Flucht sie dem Gott,
den Mitleid selbst befällt.
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Begräbnis eines verfemten Dichters

Wenn sich dumpf der Abend senkt Wird
den Dichterleib, den starren, Einst ein
Mann, der christlich denkt, Hinter
altem Schutt verscharren. Keusche
Sterne schliessen sacht
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Die zersprungene Glocke

Wie bittersüss ist mitternächtiges
Lauschen Im Winter, nah der Glut, die
steigt und sinkt, Wenn ferne Zeiten
leise Reden tauschen, Und
Glockenläuten durch den Nebel dringt.
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Der Tod des Künstlers

Wie oft noch werd` ich, finstre
Spottgestalt, Die flache Stirn dir
schellenrasselnd küssen? Wie viele
Pfeile noch verlieren müssen, Eh` ich
ins Schwarze traf der Urgewalt?
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Der Rahmen

Wie schmückt ein schöner Rahmen das
Gemälde! Sei es von noch so
hochberühmter Hand Er gibt ihm seltsam
reizvolles Gewand, Da aus dem All er es
erlösend wählte. So war`s
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Romantischer Sonnenuntergang

Wie schön der jungen Sonne
Aufwärtsschweben! Ihr Morgengruss
schiesst Flammen in den Tag. Beglückt,
wer sie in Liebe grüssen mag, Wenn
traumhaft schön sie sich der Nacht
ergeben!
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Der Deckel

Wohin er wandert, ob zu Land, zu
Meere, In Tropenglut, in weisser
Wüstenei, Ob Jesu Knecht er, Höfling
auf Cytliere, Ein finstrer Bettler oder
Krösus sei, Ob fahrender Ges
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Eine Märtyrin

Zeichnung eines unbekannten
Meisters Inmitten von Flakons,
matthellen Seidenbändern    
      Und üppigem
Gerät, Marmorner Bilder Pracht und
duftenden G
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De profundis clamavi

Zu dir, du Einzige, soll mein Ruf
erschallen Aus tiefster Nacht, darin
mein Herz versank. Hier ist die Luft
wie Blei, die Erde krank, Und Fluch und
Schauder durch das Dunkel wallen.
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Zigeuner auf der Fahrt

Zum Aufbruch muss der Stamm der Zaubrer
rüsten, Glutäugig Volk. – Es
schleppt der Weiber Schar Bücklings
die Kinder, reicht dem Säugling
dar Den stets bereiten Schatz aus
braunen Brü
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Die Riesin

Zur Zeit, da der Natur, der
kräftevollen. Gewaltige Kinder gross
und wild gediehn, Hätt` ich bei einer
jungen Riesin leben wollen, Wie eine
Katze auf der Königin Knien. Ic
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Zweikampf

Zwei Krieger kämpfen; ihre Waffen
schwirren, Von Blut und Funken ist die
Luft durchsprüht. Der Schrei der
Jugend, die in Liebe glüht, Ist dieses
Spiel, dies laute Waffenklirren.
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Herbst-Sonett

»Du wunderlicher Freund, was bin ich
dir?« – Dein Blick, kristallklar,
fragt`s zu allen Stunden. Sei hold und
schweig! – Die Seele voller
Wunden Erträgt nur noch des Tieres
dumpfe Gi
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Semper eadem

»Woher« fragst du, »dies seltsam
fremde Sorgen, Dies Leid, das in dir
schwillt wie Meeresflut?« Ach, wenn
das Herz die reife Frucht
geborgen, Wird Leben Qual, – Wir
wissend allzu gut.
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