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Gedichte - Christoph Martin Wieland

Oberon, 5. Gesang 1

1 Auch dich, o Rezia, floh, auf deinen weichen Schwanen,
Der süße Schlaf. Du sahst in Klippen dich
Verfangen, woraus dir einen Pfad zu bahnen
Unmöglich schien. Verhaßt und ... weiterlesen


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Oberon, 8. Gesang 1

1 Erstiegen war nunmehr der erste von den Gipfeln,
Und vor ihm liegt, gleich einem Felsensahl,
Hoch überwölbt von alten Tannenwipfeln,
In stiller Dämmerung ein kleines ... weiterlesen


Oberon, 9. Gesang 1

1 Es ist nun Zeit, uns auch nach Fatmen umzuschauen,
Die wir, seit Rezia mit Hüon sich ins Meer
Gestürzt, im Schiff, allein und alles Trostes leer
Gelassen, Tag und Nacht das ... weiterlesen


Oberon, 7. Gesang 1

1 Inzwischen ward, nach sieben heitern Tagen,
Das liebenswürd’ge Heldenpaar,
Dem jedes Element durch Oberon günstig war,
Ans Ufer von Lepanto hingetragen.
Hier lagen, ... weiterlesen


Oberon, 6. Gesang 1

1 Kaum fing Aurora an die Schatten zu verjagen,
Und schloß dem Tag mit ihrer Rosenhand
Die Pforten auf, so hielt der Schwanenwagen,
Nicht weit vom seebespülten Strand
... weiterlesen


Oberon, 5. Gesang 2

22 Ob er zu viel gehofft soll kein Geheimniß bleiben.
Doch, ohne jetzt unnöthig zu beschreiben,
Wie drauf, nachdem der Imam das Gebet
Gesprochen, man beym Schall der Pauken und ... weiterlesen


Oberon, 9. Gesang 2

22 Zuletzt, nachdem er sich wohl dreymahl sagen lassen
Wie alles sich begab, geht ihm ein schwacher Schein
Von Glauben auf, und läßt ihn Hoffnung fassen,
Sie könnten beide ... weiterlesen


Oberon, 8. Gesang 2

27 Dann hört’ auch wohl sein halb entschlummert Ohr,
Mit schauerlicher Lust, tief aus dem Hain hervor,
Wie Engelsstimmen sanft zu ihm herüber hallen.
Ihm wird als fühl’ er ... weiterlesen


Oberon, 7. Gesang 3

50 Matt wie sie war, erschöpfte diese Müh
Noch ihre letzte Kraft; es brachen ihr die Knie;
Sie sinkt am Ufer hin, und lechzt mit dürrem Gaumen.
Vom Hunger angenagt, von ... weiterlesen


Oberon, 6. Gesang 3

54 So sanft Rosette war, so fiel doch solch Betragen
Ihr schwer aufs Herz. Er nennt es Liebe zwar:
Allein sie sah zu wohl nur, was es war,
Und fing, anstatt sich fruchtlos zu ... weiterlesen


Oberon, 7. Gesang 4

75 Wofür, wenn unser Untergehn
Beschlossen ist, wofür wär’ alles dieß geschehn?
Mir sagt’s mein Herz, ich glaub’s, und fühle was ich glaube,
Die Hand, die uns durch ... weiterlesen


Oberon, 6. Gesang 4

81 Ich kenn’ ihn wohl, den Baum; er trägt im ganzen Land
Die beste Frucht, versetzt der gute Blinde:
Doch, sprich, wie machen wir’s? Kein Mensch ist bey der Hand,
Es ist ein ... weiterlesen


Oberon, 3. Gesang 1

Am fünften, da ihr Weg sich durch Gebirge stahl,
Auf einmahl sehen sie in einem engen Thal
Viel reiche Zelten aufgeschlagen,
Und Ritter, mehr als zwanzig an der Zahl,
Die ... weiterlesen


Das Gärtlein still vom Busch umhegt...

Das Gärtlein still vom Busch umhegt,
Das jeden Monat Rosen trägt,
Das gern den Gärtner in sich schließt,
Der es betaut, der es begießt,
Es lebe hoch!

... weiterlesen


Oberon, 6. Gesang 2

Das heil’ge Bad der Christen zu empfangen
Stand nun (wie unser Held in seiner Einfalt meint)
Ihr weiter nichts im Weg. Ihr ist’s, um vor Verlangen
Zu brennen, schon genug, ... weiterlesen


Oberon, 9. Gesang 3

Denn, wie sie Hand in Hand nun wieder
Hervor gehn aus der Zell’, und ihre Augenlieder
Erheben - Gott! was für ein Anblick stellt
Sich ihren Augen dar! In welche fremde Welt
... weiterlesen


Oberon, 5. Gesang 4

Der gute Scherasmin, der an der Thüre fern
Zum Schutz der Schönen steht, glaubt seinen ersten Herrn
Im Schlachtgedräng zu sehn, und überläßt voll Freude
Sich einen ... weiterlesen


Oberon, 4. Gesang 1

Der Paladin beginnt nun seine Traumgeschichte
Wie folget: Was du auch, mein guter Scherasmin,
Von dem, was ich dir itzt berichte,
Im Herzen denken magst, so ist’s doch kein ... weiterlesen


Ein bürgerliches Schicksalslied

Der Pflicht vergessen
Wir Fische nie;
Haben viel Müh
Und karg zu essen,
Baun spät und früh
Uns luftge Schlösser,
Hätten`s gern besser
Statt immer ... weiterlesen


Oberon, 12. Gesang 4

Die Liebenden - sich kaum besinnend - in die Wonne
Der andern Welt verzückt - sie wallen, Hand in Hand,
Den Doppelreihen durch: als, gleich der Morgensonne
In ihrem ... weiterlesen


Oberon, 4. Gesang 2

Du kleiner Ort, wo ich das erste Licht gesogen,
Den ersten Schmerz, die erste Lust empfand,
Sey immerhin unscheinbar, unbekannt,
Mein Herz bleibt ewig doch vor allen dir ... weiterlesen


Oberon, 2. Gesang 2

Ein Knäbchen, schön, wie auf Cytherens Schooß
Der Liebesgott, saß in dem Silberwagen,
Die Zügel in der Hand. - Da kommt er auf uns los,
Mein bester Herr, ruft Scherasmin mit ... weiterlesen


Oberon, 8. Gesang 3

Ein lieblich Kind, das ihre Mutterliebe
Mit jedem süßen Reitz verschwenderisch begabt,
Sich schon voraus an jedem zarten Triebe,
Der ihm entkeimt, sich schon am ersten Lächeln ... weiterlesen


Oberon, 3. Gesang 2

Ganz heimlich ward er mir mit jedem Tage lieber;
Die Prüfungszeit war lang, allein sie ging vorüber;
Ich ward ihm angetraut, - und kurz, schon sahen wir
Ins Brautgemach ... weiterlesen


Prolog zum Solimann

gehalten in Erfurt von Madam Abbt.
1769.

Von allen Sterblichen die diesen Erdenball
Zum Schauplatz ihrer Thorheit machen,
Und zum beweinen viel, doch zehnmal mehr ... weiterlesen


Oberon, 7. Gesang 2

Ihr, die mein Tod erhält, schenkt eine fromme Zähre
Dem Jüngling, den der Sterne Mißgunst trifft!
Nicht schuldlos sterb’ ich zwar, doch lebt’ ich stets mit Ehre;
Ein ... weiterlesen


An Olympia

Im schönsten Haine
von Amathunt
sang jüngst Olympia,
der Musen eine
Dein Lob der Rose
den Grazien vor:
ihr horcht der holde Chor
mit süßem Staunen,
... weiterlesen


Oberon, 3. Gesang 3

Kaum daß er ihr dazu Geleit und Schutz versprach,
Und ihre Lippen sich in Dank dafür ergossen:
Als ein Getös von Reisigen und Rossen
Im Hof der Burg sie plötzlich ... weiterlesen


Oberon, 2. Gesang 1

So zieht das edle Paar, stets fröhlich, wach und munter,
Bey Sonnenschein und Sternenlicht
Drey Tage schon den Libanon hinunter;
Und wenn die Mittagsgluth sie auf die Scheitel ... weiterlesen


Endymions Traum

Wo blieb auch, hätte nicht ein Maler und Poet
Das Recht, ins Schönere zu malen,
Die Zauberey des schönen Idealen?
Das Übermenschliche, wovon die Werke strahlen,
Vor denen ... weiterlesen


Nadine

`Nadine, komm, und misch in deinen Kuß
Den Zauberton, der Philomelens gleichet,
Indes die Nacht mit unbemerktem Fuß
Den jungen Tag in Florens Arm beschleichet.

... weiterlesen


Oberon, 4. Gesang 3

»Indessen ward geglaubt, sie könne Babekan
(So heißt der Prinz, den sich zum Tochtermann
Der Sultan auserwählt) vor allen andern leiden.
Nicht, daß beym Kommen oder ... weiterlesen



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