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Gedichte - Clemens Brentano

Phantasie

(Für Flöte, Klarinette, Waldhorn und Fagott)



Flöte

Stille Blumen,
In der Liebe Heiligtumen
Nicht entsprossen,
Welken nieder.
Süße ... weiterlesen


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Laß rauschen Lieb, laß rauschen

(Mündlich)

Ich hört ein Sichlein rauschen,
Wohl rauschen durch das Korn,
Ich hört ein Mägdlein klagen,
Sie hätt ihr Lieb verlorn.

Laß rauschen Lieb, ... weiterlesen


Nachklänge Beethovenscher Musik

1.

Einsamkeit, du Geisterbronnen,
Mutter aller heilgen Quellen,
Zauberspiegel innrer Sonnen,
Die berauschet überschwellen,
Seit ich durft in deine Wonnen
... weiterlesen


Es sang vor langen Jahren...

1.

Es sang vor langen Jahren
Wohl auch die Nachtigall,
Das war wohl süßer Schall
Da wir zusammen waren


2.

Ich sing und kann nicht ... weiterlesen


Frühlingsschrei eines Knechtes aus der Tiefe

1.

Meister, ohne dein Erbarmen
Muß im Abgrund ich verzagen,
Willst du nicht mit starken Armen
Wieder mich zum Lichte tragen


2.

... weiterlesen


Frühmorgenlied vom Kirschblütenstrauß, schweren

22. Mai 1817

Geschämig tritt die falbe
Aurora vor das Himmelshaus,
Da legt die graue Schwalbe
Fromm plaudernd ihr die Träume aus.

Da sinken in das ... weiterlesen


Weihelied zum Ziel und Ende


Herr, Gott, dich will ich preisen,
Solang mein Odem weht,
O hör auf meine Weisen,
O sieh auf mein Gebet.
Bin ich im Himmel oben,
Da lern ich andern ... weiterlesen


An + + +

Ach! so fühlst du ihn denn auch
Diesen Glanz, so keusch und milde
Wie des Schöpfers Lebenshauch
Auf dem ersten Ebenbilde.

Also hob im ersten Tau,
Wie ein Kind ... weiterlesen


Als hohe in sich selbst verwandte Mächte...

Als hohe in sich selbst verwandte Mächte
In heilger Ordnung bildend sich gereiht,
Entzündete im wechslenden Geschlechte
Die Liebe lebende Beweglichkeit,
Und ward im Beten ... weiterlesen


Als ich in tiefen Leiden...

Als ich in tiefen Leiden
Verzweifelnd wollt ermatten,
Da sah ich deinen Schatten
Hin über meine Diele gleiten,
Da wußt ich, was ich liebte,
Und was so schrecklich mich ... weiterlesen


Annonciatens Bild

Am Hügel sitzt sie, wo von kühlen Reben
Ein Dach sich wölbt durchrankt von bunter Wicke,
Im Abendhimmel ruhen ihre Blicke,
Wo goldne Pfeile durch die Dämmrung schweben.
... weiterlesen


Am Rheine schweb ich her und hin...

Am Rheine schweb ich her und hin
Und such den Frühling auf
So schwer mein Herz, so leicht mein Sinn
Wer wiegt sie beide auf.

Die Berge drängen sich heran,
... weiterlesen


Am Ufer bin ich gangen...

Am Ufer bin ich gangen,
Sie schifften auf dem See,
Mein Herz war voll Verlangen,
Ich trug ein heimlich Weh;
Ein Weh, ein Wohl zu sein
So ganz allein, allein, allein!
... weiterlesen


An dem Feuer saß das Kind...

An dem Feuer saß das Kind,
Amor, Amor,
Und war blind;
Mit dem kleinen Flügel fächelt
In die Flamme er und lächelt,
Fächle, lächle, schlaues Kind!

... weiterlesen


Armes Kind, es fleht dies Lied

Armes Kind, es fleht dies Lied,
Denke nicht, wer es gesungen,
Wie der Herr, der auch nur sieht
Auf die Herzen und nicht auf die Zungen.

Da ihm heut die Gnade ward,
... weiterlesen


Auf Dornen oder Rosen hingesunken...

Auf Dornen oder Rosen hingesunken? -
- Ob leiser Atem von den Lippen fließt -
- Ob ihr der Krampf den kleinen Mund verschließt -
- Kein Öl der Lampe? - oder keinen Funken? -
... weiterlesen


Faselei

Aus den heidnischen Studentenjahren in Jena


Vieles gaben die Götter mir,
Und ich bete die sieben
Bitten ohne Entbehren,
Aber eines blieb mir versagt,
... weiterlesen


Aus Köllen war ein Edelknecht...

Aus Köllen war ein Edelknecht
Um Botschaft ausgegangen,
Den Vater hielt ihm Engelbrecht
Der Bischof hart gefangen.

Er ging gen Arle manchen Tag
Er ging in ... weiterlesen


Bestellte Poesie

Bleib nur stille,
Gottes Wille
Hat auch dich ja ausersehn,
Alle Armut, alle Fülle
Wird auch dir vorübergehn.

Bleib nur innig
Treu und sinnig,
... weiterlesen


An eine Feder 17. Jänner 1834

Danke, danke, süße Feder!
Liebchen ist es, die dich schnitte,
Solche Huld geschieht nicht jeder,
Denn sie hat nach Kindersitte
Dich mit ihrem Mund benetzet,
Ihre ... weiterlesen


Das Elend soll ich einsam bauen...

Das Elend soll ich einsam bauen,
O schweige nur, ich kenn das Leid,
Den heißen Schmerz des kranken Pfauen
Der nach der Sonne klimmend schreit,
Ich fühle in dem ... weiterlesen


Das Vöglein Butschli Butschli Bu

Das Vöglein Butschli Butschli Bu
Lief einst dem Jesuskindlein zu
Und setzt sich unterwegs zur Ruh
In einem Klostergarten:
Und hörte dem Gespräche zu
Bis auf das ... weiterlesen


Dein Lied erklang

Dein Lied erklang, ich habe es gehöret,
Wie durch die Rosen es zum Monde zog;
Den Schmetterling, der bunt im Frühling flog,
Hast du zur frommen Biene dir bekehret,
Zur Rose ... weiterlesen


22. Juni 1834. Nach Karlsbad

Den ersten Tropfen dieser Leidensflut,
In der ich wehrlos, elend bin ertrunken,
Und auch von dieser grimmen Glut,
Die all mein Sein verzehrt, den ersten Funken,
Des Traumes ... weiterlesen


Der Gottheit hoher Tempel ist zerstöret...

Der Gottheit hoher Tempel ist zerstöret
Es ründen an der heilgen Kuppel sich die Töne
Nicht mehr in schöne Worte des Gebetes,
Und teilen sich im Takte an den Säulen
... weiterlesen


Der Mensch ist frei

Der Mensch ist frei
Er kann sein Teil sich wählen
Er kann begeistert sein
Er kann die Sterne zählen,
Die mit des Lichtes Schein
Den ewgen Willen Gottes ihm ... weiterlesen


La Vierge aux Rochers

Dicht von Felsen eingeschlossen,
Wo die Jordansquellen gehn,
Wo die stillen Blumen sprossen,
Ist Johannes hier zu sehn.

Sinnend, in die Ferne zeigend
Sitzt er an ... weiterlesen


Die Abendwinde wehen...

Die Abendwinde wehen,
Ich muß zur Linde gehen,
Muß einsam weinend stehen,
Es kommt kein Sternenschein;
Die kleinen Vöglein sehen
Betrübt zu mir und flehen,
... weiterlesen


Die Abendwinde wehen

Die Abendwinde wehen,
Ich muß zur Linde gehen,
Muß einsam weinend stehen,
Es kommt kein Sternenschein;
Die kleinen Vöglein sehen
Betrübt zu mir und flehen,
... weiterlesen


Die Erde war gestorben...

Die Erde war gestorben
Ich lebte ganz allein,
Die Sonne war verdorben,
Zwei Augen gaben Schein,

Da bot sie mir zu trinken
Und blickte mich nicht an,
... weiterlesen


Die Klage, sie wecket...

Die Klage, sie wecket
Den Toten nicht auf,
Die Liebe nur decket
Den Vorhang dir auf.

Man liebt und was immer
Das Leben belebt,
Mit fassenden Sinnen
... weiterlesen


Die Liebe fing mich ein mit ihren Netzen...

Die Liebe fing mich ein mit ihren Netzen,
Und Hoffnung bietet mir die Freiheit an;
Ich binde mich den heiligen Gesetzen,
Und alle Pflicht erscheint ein leerer Wahn.
... weiterlesen


Die Liebe lehrt...

Die Liebe lehrt
Mich lieblich reden,
Da Lieblichkeit
Mich lieben lehrte.

Arm bin ich nicht
In Deinen Armen,
Umarmst du mich
Du süße Armut.

... weiterlesen


Die Lilie blüht, ich bin die fromme Biene...

Die Lilie blüht, ich bin die fromme Biene,
Die in der Blätter keuschen Busen sinkt,
Und süßen Tau und milden Honig trinkt,
Doch lebt ihr Glanz, und bleibet ewig grüne
... weiterlesen


Die Rose blüht, ich bin die fromme Biene...

Die Rose blüht, ich bin die fromme Biene,
Die in der Blätter keuschen Busen sinkt,
Und milden Tau und süßen Honig trinkt,
Doch lebt ihr Glanz und bleibet ewig grüne.
... weiterlesen


Die Seufzer des Abendwinds wehen...

Die Seufzer des Abendwinds wehen
So jammernd und bittend im Turm;
Wohl hör ich um Rettung dich flehen,
Du ringst mit den Wogen, versinkest im Sturm.

Ich seh dich am ... weiterlesen


Die Welt war mir zuwider...

Die Welt war mir zuwider
Die Berge lagen auf mir
Der Himmel war mir zu nieder
Ich sehnte mich nach dir, nach dir,
O lieb Mädel wie schlecht bist du!

Ich trieb ... weiterlesen


Draus bei Schleswig vor der Pforte...

Draus bei Schleswig vor der Pforte
Wohnen armer Leute viel,
Ach des Feindes wilder Horde
Werden sie das erste Ziel.
Waffenstillstand ist gekündet
Dänen ziehen ab zur ... weiterlesen


Die Gottesmauer

Draus vor Schleswig an der Pforte
Wohnen armer Leute viel.
Ach! des Feindes wilder Horde
Werden sie das erste Ziel.
Waffenstillstand ist gekündet;
Dänen ziehen aus zur ... weiterlesen


Gärtnerlied im Liedergarten der Liebe

Du dauerst mich Seele!
Der so hat gesungen
Die lieblichste Kehle,
Die süß`ste der Zungen.
Wie kannst du noch leben,
Noch andere Lippen
Mit Küssen umschweben?
... weiterlesen


Du Herrlicher! den kaum die Zeit erkannt...

Du Herrlicher! den kaum die Zeit erkannt,
Der wie ein schuldlos Kind
Begeistert fromm die treue keusche Hand
Nach Gottes Flamme streckte,
Der für das Eitle blind
... weiterlesen


Du verstecktes

Du verstecktes
Zugedecktes
Eingeschnecktes
Ausgehecktes
Schwarzgelocktes
Leichtgesocktes
Heiß geminntes
Weis gesinntes
Leis, geschwindes
Spiel ... weiterlesen


Jäger und Hirt

Durch den Wald mit raschen Schritten
Trage ich die Laute hin,
Liebe singt, was Leid gelitten,
Schweres Herz hat leichten Sinn.

Durch die Büsche muß ich dringen
... weiterlesen


Dürstest du nach ewger Liebe

Dürstest du nach ewger Liebe,
Oh, so flehe nicht zum Herrn,
Denn in deines Herzens Kern
Steht die Quelle,
Und darüber steht ein Stern,
Er wird dich mit seiner Helle
... weiterlesen


Ein Becher voll von süßer Huld...

Ein Becher voll von süßer Huld
Und eine glühnde Ungeduld
Und eine arme trunkne Schuld
Sie lehren mich zu flehen!

Du Becher voll von süßer Huld
Vergib der ... weiterlesen


Ein Fischer saß im Kahne...

Ein Fischer saß im Kahne,
Ihm war das Herz so schwer,
Sein Liebchen war gestorben,
Das glaubt` er nimmermehr.

Und bis die Sternlein blinken,
Und bis zum ... weiterlesen


Ein Gänschen

Ein Gänschen auf dem Teppich stand
In Erdmannsdorf gar wohl bekannt
Es war ein herzig Gänschen
Ein fremder Maler kam dahin,
Mit schwarzem Bart und leichtem Sinn
Dahin, ... weiterlesen


Ein Ritter an dem Rheine ritt

Ein Ritter an dem Rheine ritt
In dunkler Nacht dahin,
Ein Ritterlein, das reitet mit
Und fragt: wohin dein Sinn?

Mein Sinn, der steht nach Minnen,
Ich hab mich ... weiterlesen


Einsam will ich untergehn

Einsam will ich untergehn,
Keiner soll mein Leiden wissen!
Wird der Stern, den ich gesehn,
Von dem Himmel mir gerissen,
Will ich einsam untergehn
Wie ein Pilger in der ... weiterlesen


25. August 1817

Einsam will ich untergehn
Keiner soll mein Leiden wissen
Wird der Stern, den ich gesehn
Von dem Himmel mir gerissen
Will ich einsam untergehn
Wie ein Pilger in der ... weiterlesen


Engel, die Gott zugesehn...

Engel, die Gott zugesehn
Sonn und Mond und Sterne bauen,
Sprachen: Herr, es ist auch schön,
Mit dem Kind ins Nest zu schauen.


Es ist ein Schnitter, der heißt Tod...

Es ist ein Schnitter, der heißt Tod,
Er mäht das Korn, wenn`s Gott gebot;
Schon wetzt er die Sense,
Daß schneidend sie glänze,
Bald wird er dich schneiden,
Du mußt ... weiterlesen


Es ist keiner je allein

Es ist keiner je allein,
Wär auch Erd und Himmel Stein,
Schien kein Mond, kein Sternenschein,
Grüßte auch kein Lüftelein,
Sänge auch kein Vögelein:
Kehrt in jedem ... weiterlesen


Es leben die Soldaten...

Es leben die Soldaten,
So recht von Gottes Gnaden,
Der Himmel ist ihr Zelt,
Ihr Tisch das grüne Feld.

Ihr Bette ist der Rasen,
Trompeter müssen blasen,
... weiterlesen


Der Spinnerin Nachtlied

Es sang vor langen Jahren
Wohl auch die Nachtigall,
Das war wohl süßer Schall,
Da wir zusammen waren.

Ich sing` und kann nicht weinen,
Und spinne so allein
... weiterlesen


Es saß der Meister vom Stuhle

Es saß der Meister vom Stuhle
Gar frech im eignen Kot,
Wer wagt sich zu dem Pfuhle,
Es tun ihm Prügel not,

Wer schmeißt mich über und über,
Wer bläst das ... weiterlesen


Sonett

Es saß ein Kind ganz still zu meinen Füßen,
Und spielte froh mit freundlichen Gedanken,
Es blickt mich an, bis ihm die Blicke sanken,
Und goldne ferne Lande sich erschließen,
... weiterlesen


Es senke sich ein leiser Traum hernieder...

Es senke sich ein leiser Traum hernieder
Der ihr der eignen Schönheit Gürtel löst
Und sanften Blicks mit schmeichelndem Gefieder
Des eignen Herzens Fülle ihr entblößt.
... weiterlesen


Es setzten zwei Vertraute...

Es setzten zwei Vertraute
Zum Rhein den Wanderstab,
Der braune trug die Laute,
Das Lied der blonde gab.


Es stehet im Abendglanze...

Es stehet im Abendglanze
Ein freies heiliges Haus
Da sehen mit schimmernden Augen
Viel Knaben und Jungfraun heraus,
Dort hab ich mein Liebchen gesehen
Ein freundliches ... weiterlesen


Es war einmal die Liebe...

Es war einmal die Liebe,
Die himmelsklare Liebe,
Wohl in gerechtem Zorn,
Und sprach zum blinden Triebe:
Verzeih! heut kriegst du Hiebe
Ganz recht mit einem Dorn.
... weiterlesen


Eulenkind

Eulenkind
Fräulen Lind
Eingeschneckt
Zugedeckt
Ganz versteckt
Ausgeheckt.
Schwarzgelockt
Leicht gesockt
Heiß geminnt
Gleich gesinnt
... weiterlesen


Frühes Lied

Fahre fort mit Dornenschlägen,
Weiße Rose, meinem Herzen,
Dem verbrannten, quillt ein Segen,
Aus den Tränen aus den Schmerzen,

Breche ganz mein altes Leben,
... weiterlesen


Frühling

Frühling soll mit süßen Blicken
Mich entzücken und berücken,
Sommer mich mit Frucht und Myrthen
Reich bewirten, froh umgürten.

Herbst, du sollst mich Haushalt ... weiterlesen


Geht nicht nach dem Städtchen

Geht nicht nach dem Städtchen
Knaben dort dich haschen
Bist ein schön jung Mädchen
Knaben gerne naschen
Knaben naschen gern

willst wohl selbst nicht lieben
... weiterlesen


Gleich der Lilie, die erhöhet...

Gleich der Lilie, die erhöhet
Unter Dornen leuchtend steht,
So die Freundin rein erhöhet
Unter andern Töchtern steht.

Wie die Lilie leuchtend strahlet
Klar und ... weiterlesen


St. Meinrad

Graf Berthold von Sulchen, der fromme Mann,
Er führt sein Söhnlein an der Hand;
Meinrad, mein Söhnlein von fünf Jahren,
Du mußt mit mir gen Reichenau fahren.

... weiterlesen


Kindergebet

Guten Abend, gute Nacht,
Von Sternen bedacht,
Vom Mond angelacht,
Von Engeln bewacht,
Von Blumen umbaut,
Von Rosen beschaut,
Von Lilien bethaut,
Den Veilchen ... weiterlesen


Herr, dir sei Lob und Dank...

Herr, dir sei Lob und Dank,
Um immer mich zu finden,
Willst du mich müd und krank
Hier an mein liebes Schmerzensbettlein binden,
Ach, Herr! viel tausend Lob und Dank!
... weiterlesen


Hier sitzt das liebe neue Jahr

Hier sitzt das liebe neue Jahr
Auf einem lustgen Feigenbaum,
Zwölf Liebschaften ist kleine Schar
Die machen ja ein Dutzend kaum.
Der Jenner trägt den Morgenstern
... weiterlesen


Abendständchen

Hör, es klagt die Flöte wieder,
und die kühlen Brunnen rauschen!
Golden weh`n die Töne nieder,
stille, stille, laß uns lauschen!

Holdes Bitten, mild Verlangen,
... weiterlesen


Hör, es klagt die Flöte wieder...

Hör, es klagt die Flöte wieder,
Und die kühlen Brunnen rauschen.

Golden wehn die Töne nieder,
Stille, stille, laß uns lauschen!

Holdes Bitten, mild ... weiterlesen


Hörst du wie die Brunnen rauschen

Hörst du wie die Brunnen rauschen,
Hörst du wie die Grille zirpt?
Stille, stille, laß uns lauschen,
Selig, wer in Träumen stirbt.
Selig, wen die Wolken wiegen,
... weiterlesen


Hörst du, wie die Brunnen rauschen...

Hörst du, wie die Brunnen rauschen?
Hörst du, wie die Grille zirpt?
Stille, stille, laß uns lauschen,
Selig, wer in Träumen stirbt;
Selig, wen die Wolken wiegen,
... weiterlesen


Hör`, es klagt die Flöte wieder

Hör`, es klagt die Flöte wieder,
Und die kühlen Brunnen rauschen.
Golden wehn die Töne nieder,
Stille, stille, laß uns lauschen!

Holdes Bitten, mild Verlangen,
... weiterlesen


Ich bin durch die Wüste gezogen...

Ich bin durch die Wüste gezogen,
Des Sandes glühende Wogen
Verbrannten mir den Fuß,
Es haben die Wolken gelogen,
Es kam kein Regenguß.

Die Sonne trank mir im ... weiterlesen


Des toten Bräutigams Lied

Ich ging auf grünen Wegen
Und trug den Hochzeitskranz,
Treu Lieb ging mir entgegen
Geschmückt mit gleichem Glanz.
O wie blinkte ihr Krönlein schön,
Eh die Sonne ... weiterlesen


Ich hab das Lämplein angesteckt...

Ich hab das Lämplein angesteckt
Zum langen Angedenken,
Und wenn mich kühle Erde deckt,
Mag Kind und Enkel denken:
Der Vater ruht im Tale aus,
Und kömmt nicht mehr ins ... weiterlesen


Ich hab in heißer Sonnen

Ich hab in heißer Sonnen
Mein Denken all gesponnen
Zu einem Mäntelein fein
Ich habs in Angst gewebet
Mein Schifflein hat geschwebet
In steter Not und Pein
... weiterlesen


Ich kenn ein Haus, ein Freudenhaus...

Ich kenn ein Haus, ein Freudenhaus,
Es hat geschminkte Wangen,
Es hängt ein bunter Kranz heraus,
Drin liegt der Tod gefangen.

In meinem Mantel trag ich hin
... weiterlesen


Ich träumte hinab in das dunkle Tal...

Ich träumte hinab in das dunkle Tal
Auf engen Felsenstufen
Und hab mein Liebchen ohne Zahl
Bald hier, bald da gerufen
Treulieb, Treulieb ist verloren!

Mein ... weiterlesen


14. Juli 1834

Ich weiß wohl, was dich bannt in mir,
Die Lebensglut in meiner Brust,
Die süße zauberhafte Zier,
Der bangen tiefgeheimen Lust,
Die aus mir strahlet, ruft zu dir,
... weiterlesen


Ich wohnte unter vielen vielen Leuten...

Ich wohnte unter vielen vielen Leuten
Und sah sie alle tot und stille stehn,
Sie sprachen viel von hohen Lebensfreuden
Und liebten, sich im kleinsten Kreis zu drehn;
So war ... weiterlesen


Ich wollt ein Sträußlein binden...

Ich wollt ein Sträußlein binden,
Da kam die dunkle Nacht,
Kein Blümlein war zu finden,
Sonst hätt ich dir`s gebracht.

Da flossen von den Wangen
Mir Tränen in ... weiterlesen


Ich wollt ein Sträußlein binden

Ich wollt ein Sträußlein binden,
Da kam die dunkle Nacht,
Kein Blümlein war zu finden,
Sonst hätt ich dir`s gebracht.

Da flossen von den Wangen
Mir Tränen in ... weiterlesen


Mariens Bild

Im kleinen Stübchen, das von ihrer Seele
An reiner Zierde uns ein Abbild schenket,
Sitzt sie und stickt, den holden Blick gesenket,
Daß sich ins reine Werk kein Fehler stehle.
... weiterlesen


In dem Lichte wohnt das Hell...

In dem Lichte wohnt das Hell,
Doch der Pfad ist uns verloren
Oder unerklimmbar steil,
Wenn wir außer uns ihn steigen
Werden wir am Abgrund schwindeln
Aber in uns ... weiterlesen


Ist des Lebens Band mit Schmerz gelöset

Ist des Lebens Band mit Schmerz gelöset,
Liegt der Körper ohne Blick, ohn Leben,
Fremde Liebe weint, und er geneset.
Seine Liebe muß zum Himmel schweben,
Von dem trägen ... weiterlesen


Jesuskind, du Licht der Blinden...

Jesuskind, du Licht der Blinden
Mache mich doch einmal blind
Daß ich dir, wie mir dies Kind,
Auf dem Pfad mich mög verbinden
Wo du mich auch hin willst führen
Denn ... weiterlesen


Kaum hörst du auf, so fang ich an...

Kaum hörst du auf, so fang ich an,
Dich erst recht zu vermissen,
Ich habe ein Gelübd getan,
Kein andres Weib zu küssen

Gewaltig, regt es sich in mir,
Zu leben ... weiterlesen


Weihnachtlied

Kein Sternchen mehr funkelt,
Tief nächtlich umdunkelt
Lag Erde so bang,
Rang seufzend mit Klagen
Nach leuchtenden Tagen,
Ach! Harren ist lang.

... weiterlesen


Kein Tierlein ist auf Erden...

Kein Tierlein ist auf Erden
Dir, lieber Gott zu klein,
Du ließt sie alle werden,
Und alle sind sie dein.
Zu dir, zu dir
Ruft Mensch und Tier
Der Vogel ... weiterlesen


Brautgesang

Komm heraus, komm heraus, o du schöne, schöne Braut,
Deine guten Tage sind nun alle, alle aus.
Dein Schleierlein weht so feucht und tränenschwer,
Oh, wie weinet die schöne Braut ... weiterlesen


Abschied dem Jahre 1834

Leb wohl du Jahr voll Tränen!
O lasse mich an deinem letzten Tag
Noch einmal selig wähnen,
Daß ich an einem Kinderherzen lag!

Geh hin du Jahr voll Tränen!
... weiterlesen


Lieb und Leid im leichten Leben...

Lieb und Leid im leichten Leben
Sich erheben, abwärts schweben,
Alles will das Herz umfangen,
Nur Verlangen, nie erlangen,

In dem Spiegel all ihr Bilder,
Blicket ... weiterlesen


Großmutter Schlangenköchin

Maria, wo bist du zur Stube gewesen?
Maria, mein einziges Kind!

Ich bin bei meiner Großmutter gewesen,
Ach weh! Frau Mutter, wie weh!

Was hat ... weiterlesen


Meine Irrtümer in diesem Liede...

Meine Irrtümer in diesem Liede
Wecken meine, so wie deine
Schmerzen tief im Herzen
Immer wieder, wieder
Auf;
Aber leider, leider, leider!
Tränen, Sehnen, ... weiterlesen


Nach Sevilla, nach Sevilla...

Nach Sevilla, nach Sevilla,
Wo die hohen Prachtgebäude
In den breiten Straßen stehen,
Aus den Fenstern reiche Leute,
Schön geputzte Frauen sehn,
Dahin sehnt mein Herz ... weiterlesen


Nachtigall, ich hör dich singen...

Nachtigall, ich hör dich singen
`s Herz im Leib möcht mir zerspringen,
Komme doch und sag mir bald,
Wie sich alles hier verhalt`.
Nachtigall, ich seh dich laufen,
... weiterlesen


Nicht alle wissen so wie du zu schauen...

Nicht alle wissen so wie du zu schauen
Du Landschaftsmaler bei dem Doktor Faust,
Der du den Hexen Nebelbrücken baust
Durch winterlichen Kirchhofs frostig Grauen

... weiterlesen


An eine schöne Erscheinung am Dreikönigstage

Nicht allen war der Himmel gleich geneigt,
Und jeglichem ist andre Pflicht gegeben,
Wie mancher betet an, wie manche Lippe schweigt,
Der andere darf nur die Blicke heben.
... weiterlesen


Nie erzielet

Nie erzielet,
Nie verspielet!
Aufgeräumtes,
Schwer durchträumtes
Laufgezäumtes
Blutgeschäumtes
Mutgebäumtes
Glutgesäumtes
SitzzuPferdchen
... weiterlesen


Nimm hin den Faden durch das Labyrinth...

Nimm hin den Faden durch das Labyrinth,
Das schrecklicher als jenes alte ist,
In dessen ausweglosem Pfadgewind
Ein scheußlich Ungeheu`r den Wandrer frißt,
Denn hier mein ... weiterlesen


Abschied vom Rhein

Nun gute Nacht! mein Leben,
Du alter, treuer Rhein.
Deine Wellen schweben
Klar im Sternenschein;
Die Welt ist rings entschlafen,
Es singt den Wolkenschafen
Der Mond ein ... weiterlesen


Nun, gute Nacht! mein Leben...

Nun, gute Nacht! mein Leben,
Du alter, treuer Rhein!
Deine Wellen schweben
Klar im Sternenschein;
Die Welt ist rings entschlafen,
Es singt den Wolkenschafen
... weiterlesen


O kühler Wald

O kühler Wald,
Wo rauschest du,
In dem mein Liebchen geht?
O Widerhall,
Wo lauschest du,
Der gern mein Lied versteht?

O Widerhall,
O sängst du ... weiterlesen


O lieber Gott, so mild und lind...

O lieber Gott, so mild und lind,
Du schließest mit Erbarmen
Die Kinder all, die Waisen sind,
In deine Vaterarmen.

Siehst nieder in der stillen Nacht
Mit tausend ... weiterlesen


Gesang der Liebe als sie geboren war

O Mutter halte dein Kindlein warm
Die Welt ist kalt und helle,
Und leg es sanft in deinen Arm
An deines Herzens Schwelle.

Leg still es wo dein Busen bebt
Und hold ... weiterlesen


Wiegenlied eines jammernden Herzen

O schweig nur, Herz! die drohende Sibylle,
Die dir durch deinen Frieden, Wehe! kreischt,
Den grimmen Geier, der dich so zerfleischt,
Bannt dir ein mildes Kind und deckt ganz ... weiterlesen


O Tannebaum! o Tannebaum...

O Tannebaum! o Tannebaum!
Du bist mir ein edler Zweig,
So treu bist du, man glaubt es kaum,
Grünst sommers und winters gleich.

Wenn andere Bäume schneeweiß sein
... weiterlesen


O Traum der Wüste, Liebe, endlos Sehnen...

O Traum der Wüste, Liebe, endlos Sehnen,
Blau überspannt vom Zelte, Stern an Stern;
O Wüstenglut voll Tau, o Lieb voll Tränen,
Weil sich unendlich Nahes ewig fern.

... weiterlesen


O wie so oft ...

O wie so oft
Hab ich ein Zeichen erhofft,
Zogen
Sterne den schimmernden Bogen
Durch die himmlische Leere
Durch die himmlische Tiefe,
Daß ich der irdischen ... weiterlesen


Zorn und Liebe

O Zorn! du Abgrund des Verderben,
Du unbarmherziger Tyrann,
Du frißt und tötest ohne Sterben
Und brennest stets von Neuem an;
Wer da gerät in deine Haft
Gewinnt der ... weiterlesen


Szene aus meinen Kinderjahren

Oft war mir schon als Knaben alles Leben
Ein trübes träges Einerlei. Die Bilder,
Die auf dem Saal und in den Stuben hiengen,
Kannt` ich genau; ja selbst der Büchersaal,
... weiterlesen


Simphonie

Ruhe! - die Gräber erbeben;
Ruhe! - und heftig hervor
Stürzt aus der Ruhe das Leben,
Strömt aus sich selbsten empor
Die Menge, vereinzelt im Chor.

Schaffend ... weiterlesen


Schnell nieder mit der alten Welt...

Schnell nieder mit der alten Welt,
Die neue zu erbauen.
Der, dem die Liebe sich gesellt,
Darf nicht nach Trümmern schauen.
Aus Kraft und nicht aus Reue dringt,
Was die ... weiterlesen


Schweig, Herz! kein Schrei!

Schweig, Herz! kein Schrei!
Denn alles geht vorbei!
Doch daß ich auferstand
Und wie ein Irrstern ewig sie umrunde,
Ein Geist, den sie gebannt,
Das hat Bestand!
... weiterlesen


Singet leise, leise, leise...

Singet leise, leise, leise,
Singt ein flüsternd Wiegenlied,
Von dem Monde lernt die Weise,
Der so still am Himmel zieht.

Denn es schlummern in dem Rheine
Jetzt ... weiterlesen


Wiegenlied

Singet leise, leise, leise,
singt ein flüsternd Wiegenlied;
von dem Monde lernt die Weise,
der so still am Himmel zieht.

Singt ein Lied so süß gelinde,
wie die ... weiterlesen


So weit als die Welt...

So weit als die Welt,
So mächtig der Sinn,
So viel Fremde er umfangen hält,
So viel Heimat ist ihm Gewinn.


Sonne willst du untergehen...

Sonne willst du untergehen
O so schicke erst die Sterne
Daß die Nacht mich nicht bezwinge
Wenn ich ihr die Botschaft bringe
Wiedersehen, Wiedersehen
Ist nicht ferne.
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Sprich aus der Ferne...

Sprich aus der Ferne
Heimliche Welt,
Die sich so gerne
Zu mir gesellt.

Wenn das Abendrot niedergesunken,
Keine freudige Farbe mehr ... weiterlesen


Stolz sei wer Mensch sich fühlet...

Stolz sei wer Mensch sich fühlet! sein Wesen ist
Gehoben aus dem ewigen Feuerborn,
Ein edler Funke; seine Seele
Ausguß der Gottheit und unvertilgbar.

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Süßer Mai du Quell des Lebens...

Süßer Mai du Quell des Lebens
Bist so süßer Blumen voll
Liebe sucht auch nicht vergebens
Wem sie Kränze winden soll

Süßer Mai, mit Blumen-Glocken
Läutest ... weiterlesen


Süßer Maie Blütenjunge...

Süßer Maie Blütenjunge
Bring ihr blühnde Friedenszweige,
Bitte sie mit süßer Zunge,
Daß sie dir die Blume zeige
Der sie gerne mag vertrauen
In den Busen ihr zu ... weiterlesen


Säusle, liebe Myrte...

Säusle, liebe Myrte!
Wie still ist`s in der Welt,
Der Mond, der Sternenhirte
Auf klarem Himmelsfeld,
Treibt schon die Wolkenschafe
Zum Born des Lichtes hin,
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Tief unter mir ist alle Welt geschwunden...

Tief unter mir ist alle Welt geschwunden
Seit ich an eines schönen Geistes Hand,
Die Binde von den Augen losgebunden,
Auf meines Daseins höchster Zinne stand,
Ist alle Lust ... weiterlesen


Trippel Trippel trap, trab, trap...

Trippel Trippel trap, trab, trap
Heut schließ ich die Tür nicht ab
Wenn ich dich erst bei mir hab
Küß ich dich recht tüchtig ab.

Weck mir nicht die Mutter auf
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Liebesnacht im Haine

Um uns her der Waldnacht heilig Rauschen
Und der Büsche abendlich Gebet,
Seh ich dich so lieblich bange lauschen
Wenn der West durch dürre Blätter weht.

Und ich ... weiterlesen


Unstet in meinen Schritten

Unstet in meinen Schritten,
Herr, hab ich oft gefehlt,
Du hast durch mich gelitten,
Ach! Wunden ungezählt.

Laß mich nicht lang mehr wallen,
Führ mich an deiner ... weiterlesen


Unter des lebenden...

Unter des lebenden
Grünenden Tempels
Flüsternde Hallen
Komme ich irrend.

Wie sich die Eiche
Himmelwärts türmet
Wie in dem Gipfel
Ruhet des ... weiterlesen


Über eine Skizze

Verzweiflung an der Liebe in der Liebe

In Liebeskampf? In Todes Kampf gesunken?
Ob Atem noch von ihren Lippen fließt?
Ob ihr der Krampf den kleinen Mund verschließt?
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14 - 15. April 1834

Vogel halte, laß dich fragen
Hast du nicht mein Glück gesehn
Hast du`s in dein Nest getragen,
Ei dein Glück, ei sage wen?

Eine feine zarte Rebe
Und zwei ... weiterlesen


Von den Mauern Widerklang...

Von den Mauern Widerklang
Fragt es in dem Herzen bang
Ist es ihre Stimme?
Durch die Nacht dringt nicht mein Blick
Kehret mir ein Ton zurück
Ist`s nur meine Stimme?
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Schwalbenwitz

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch,
Himmel und Erde sind sich gleich.
Spricht der Himmel: Werde!
Da grünt und blüht die Erde!
Spricht die Erde: Sterbe!
Da wird der ... weiterlesen


7. Juni 1834. Aus einem Briefe nach Karlsbad

Was heiß aus meiner Seele fleht,
Und bang in diesen Zeilen steht
Das soll dich nicht betrüben
Die Liebe hat es ausgesäet
Die Liebe hat hindurchgeweht,
Die Liebe hat`s ... weiterlesen


Am Tage vor dem Abendmahl

Was ich tue, was ich denke,
Alles, was mit mir geschieht,
Herr! nach deinem Auge lenke,
Das auf meine Wege sieht.


Was reif in diesen Zeilen steht

Was reif in diesen Zeilen steht,
Was lächelnd winkt und sinnend fleht,
Das soll kein Kind betrüben,
Die Einfalt hat es ausgesäet,
Die Schwermut hat hindurchgeweht,
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Ans Vaterland

Was wäre der Dichter wunderbar Spiel,
Zög`s nicht wie Sonne durch innere Nacht;
Was wohl der Zauber in Ton und Lied,
Der wie der Frühling über Gräber hinzieht,
Wenn er ... weiterlesen


Weil meine Lieb` zum Grab gegangen...

Weil meine Lieb` zum Grab gegangen,
Und in den starren Blick gesehn,
Und an dem stummen Mund gehangen,
Muß neu mein Schmerz heut auferstehn.

Im Osten hat mir`s trüb ... weiterlesen


Wenn der lahme Weber träumt, er webe...

Wenn der lahme Weber träumt, er webe,
Träumt die kranke Lerche auch, sie schwebe,
Träumt die stumme Nachtigall, sie singe,
Daß das Herz des Widerhalls zerspringe,
Träumt ... weiterlesen


Wenn der Sturm das Meer umschlinget...

Wenn der Sturm das Meer umschlinget,
Schwarze Locken ihn umhüllen,
Beut sich kämpfend seinem Willen
Die allmächtge Braut und ringet,

Küsset ihn mit wilden ... weiterlesen


Schwanenlied

Wenn die Augen brechen,
Wenn die Lippen nicht mehr sprechen,
Wenn das pochende Herz sich stillet
Und der warme Blutstrom nicht mehr quillet:
Oh, dann sinkt der Traum zum ... weiterlesen


Verschwiegenheit

Wenn die Liebste zum Erwidern
Blick auf Liebesblicke beut,
Singt ein Dichter gern in Liedern,
Wie ein solches Glück erfreut!
Aber Schweigen bringet Fülle
Reicheres ... weiterlesen


Wenn die Sonne weggegangen

Wenn die Sonne weggegangen,
Kömmt die Dunkelheit heran,
Abendroth hat goldne Wangen,
Und die Nacht hat Trauer an.

Seit die Liebe weggegangen,
Bin ich nun ein ... weiterlesen


Wenn es stürmet auf den Wogen...

Wenn es stürmet auf den Wogen,
Sitzt die Schifferin zu Haus,
Doch ihr Herz ist hingezogen
Auf die weite See hinaus,

Bei jeder Welle, die brandet
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Wenn ich ein Bettelmann wär...

Wenn ich ein Bettelmann wär
Käm ich zu Dir,
Säh Dich gar bittend an
Was gäbst Du mir? -

Der Pfennig hilft mir nicht
Nimm ihn zurück,
Goldner als golden ... weiterlesen


Wer ist ärmer als ein Kind...

Wer ist ärmer als ein Kind,
An dem Scheideweg geboren,
Heut geblendet, morgen blind,
Ohne Führer geht`s verloren,
Wer ist ärmer, als ein Kind.
Wer dies einmal je ... weiterlesen


Wie du sollst in Schönheit wallen...

Wie du sollst in Schönheit wallen
Und dem Herrn doch wohlgefallen?
Frag die Wiesenblümelein
Die nicht ihrer Schönheit denken,
Sich der Sonne heben, senken,
Einsam ... weiterlesen


Wie sich auch die Zeit will wenden...

Wie sich auch die Zeit will wenden, enden
Will sich nimmer doch die Ferne,
Freude mag der Mai mir spenden, senden
Möcht Dir alles gerne, weil ich Freude nur erlerne,
Wenn Du ... weiterlesen


An S.

Wie war dein Leben
So voller Glanz.
Wie war dein Morgen
So kindlich Lächlen,
Wie haben sich alle
Um dich geliebt,
Wie kam dein Abend
So betend zu dir,
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Willkomm, leb wohl...

Willkomm, leb wohl!
So spricht ein liebend Grüßen
Zu Lichtern, die den Scheideblick versüßen,
Wenn Dichter unsre ewigen Gedanken
Vermählen in des Augenblickes ... weiterlesen


10. Jänner 1834

Wo schlägt ein Herz das bleibend fühlt?
Wo ruht ein Grund nicht stäts durchwühlt,
Wo strahlt ein See nicht stäts durchspült,
Ein Mutterschoß, der nie erkühlt,
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Wo schlägt ein Herz, das bleibend fühlt?

Wo schlägt ein Herz, das bleibend fühlt?
Wo ruht ein Grund, nicht stets durchwühlt?
Wo strahlt ein See, nicht stets durchspült?
Ein Mutterschoß, der nie erkühlt?
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Wohlan! so bin ich deiner los...

Wohlan! so bin ich deiner los
Du freches lüderliches Weib!
Fluch über deinen sündenvollen Schoß
Fluch über deinen feilen geilen Leib,
Fluch über deine lüderlichen ... weiterlesen


Zu Bacharach am Rheine...

Zu Bacharach am Rheine
Wohnt eine Zauberin,
Sie war so schön und feine
Und riß viel Herzen hin.

Und brachte viel zu schanden
Der Männer rings umher,
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Loreley

Zu Bacharach am Rheine
wohnt` eine Zauberin,
die war so schön und feine
und riß viel Herzen hin.

Und machte viel zuschanden
der Männer rings umher,
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Die Lore Lay

Zu Bacharach am Rheine
Wohnt` eine Zauberin,
Sie war so schön und feine
Und riß viel Herzen hin.

Und brachte viel` zu Schanden
Der Männer ringsumher,
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