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Gedichte - Detlev von Liliencron


Die Macht der Musik

An einem Maitag, weit von
Haus, Lag ich im Fenster schon
hinaus Des Morgens früh um viere. Still
träumt die Stadt, kein Hund ist
wach, Kein Rauch umkräuselt traut das
Dach, Noch

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Herbst

Astern blühen schon im
Garten; Schwächer trifft der
Sonnenpfeil Blumen die den Tod
erwarten Durch des Frostes
Henkerbeil. Brauner dunkelt längst die
Haide, Blätter zitte

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Winternacht

Das war beredet und
besprochen, Wie lange her, ich ahn` es
nicht. Der Tag ist da, die Pulse
pochen, Die Flocken fallen träg und
dicht. Im fremden Dorf, im fremden
Saale, Es kennt

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Am Strande

Der lange Junitag war
heiß gewesen. Ich saß im Garten einer
Fischerhütte, Wo schlicht auf Beeten,
zierlich eingerahmt Von Muscheln, Buchs
und glatten Kieselsteinen, Der Goldlack
blüh

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Ballade in U-dur

Es lebte Herr Kunz von
Karfunkel Mit seiner verrunzelten
Kunkel Auf seinem Schlosse Punkpunkel In
Stille und Sturm. Seine Lebensgeschichte
war dunkel, Es murmelte manch
Gemunkel

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Kleine Geschichte

Frühsommer wars, am
Nachmittag. Der Weißdorn stand in
Blüte. Ich ging allein durch Feld und
Hag Mit sehnendem Gemüte. Es trieb
mich in den Tag hinein Ein zärtliches
Ver

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Trutz, blanke Hans

Heut bin ich über
Rungholt gefahren, die Stadt ging unter
vor fünfhundert Jahren. Noch schlagen
die Wellen da wild und empört, wie
damals, als sie die Marschen
zerstört. Die Maschine

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Der Abend sinkt

Ich sehne mich, am
Schluß der Dissonanzen, Die auch den
sommerhellsten Tag verschneien, Nach
frohen Stunden endlich, bürdefreien, Um
hinter guten Wein mich zu
verschanzen. Nach

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Betrunken

Ich sitze zwischen Mine
und Stine, Den hellblonden hübschen
Friesenmädchen, Und trinke Grog. Die
Mutter ging schlafen. Geht Mine
hinaus, Um heißes Wasser zu
holen, Küss i

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Für und für

Im ersten matten Dämmer
thront Der blasse klare Morgenmond. Der
Friede zittert: Ungestüm Reckt sich der
Tag, das Ungetüm, Und schüttelt sich
und brüllt und beißt

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Tod in Ähren

Im Weizenfeld, in Korn
und Mohn, Liegt ein Soldat,
unaufgefunden, Zwei Tage schon, zwei
Nächte schon, Mit schweren Wunden,
unverbunden. Durstüberquält und
fieberwild, Im

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Die Musik kommt

Klingkling, bumbum und
tschingdada, zieht im Triumph der
Perserschah? Und um die Ecke brausend
bricht`s wie Tubaton des
Weltgerichts, voran der
Schellenträger. Brumbrum, das
groß

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Mein Schleswig-Holstein

Mein Schleswig-Holstein,
tief im Schnee versiegelt, Wie lieb ich
dann dich erst, mein Wiegenland: Du hast
die Türen alle fest verriegelt, Und
deine Knicks sind Wetterschirm und
Wand Bis

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Schöne Junitage

Mitternacht, die Gärten
lauschen, Flüsterwort und
Liebeskuss, Bis der letzte Klang
verklungen, Weil nun alles schlafen muss
- Flussüberwärts singt eine
Nachtigall. Sonne

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Der Blitzzug

Quer durch Europa von
Westen nach Osten Rüttert und rattert
die Bahnmelodie. Gilt es die Seligkeit
schneller zu kosten? Kommt er zu spät
an im
Himmelslogis? .....Fortfortfortfortfortfo

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Festnacht und Frühgang

Schleifende Schleppen und
schurrende Schuhe, Wie sie auf
spiegelnder Glätte sich
drehn, Flatternder Schnurrbart und
fliegende Schöße, Wie sie vorüber den
Ballmüttern wehn. Unter kri

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Dorfkirche im Sommer

Schläfrig singt der
Küster vor, Schläfrig singt auch die
Gemeinde. Auf der Kanzel der
Pastor Betet still für seine
Feinde. Dann die Predigt,
wunderbar, Eine Predigt ohne

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Es zog eine Hochzeit den Berg entlang

Sie sang das Lied, die
Worte sind verklungen, Die Finger liegen
lässig auf den Tasten, Es wächst der
Mond aus leichten Dämmerungen Und
grüßt ins Fenster, die Gedanken
rasten. Hört

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Der Handkuß

Viere lang, Zum
Empfang, Vorne Jean, Elegant, Fährt
meine süße Lady. Schilderhaus, Wache
raus. Schloßportal, Und im Saal
Steht meine sü

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Glückes genug

Wenn sanft du mir im Arme
schliefst, Ich deinen Atem hören
konnte, Im Traum du meinen Namen
riefst, Um deinen Mund ein Lächeln
sonnte - Glückes genug. Und wenn nach
heiß

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Meiner Mutter

Wie oft sah ich die
blassen Hände nähen, ein Stück für
mich - wie liebevoll du sorgtest! Ich
sah zum Himmel deine Augen flehen, ein
Wunsch für mich - wie liebevoll du
sorgtest! Und

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Märztag

Wolkenschatten fliehen
über Felder, blau umdunstet stehen
ferne Wälder. Kraniche, die hoch die
Luft durchpflügen, kommen schreiend an
in Wanderzügen. Lerchen steigen schon
in lauten

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Einen Sommer lang

Zwischen Roggenfeld und
Hecken Führt ein schmaler
Gang; Süßes, seliges Verstecken Einen
Sommer lang. Wenn wir uns von ferne
sehen, Zögert sie den Schritt, Rupft
ei

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Pidder Lüng

`Frii es de
Feskfang, frii es de Jaght, frii es de
Strönthgang, frii es de Naght, frii es
de See, de wilde See en de Hörnemmer
Rhee.` Der Amtmann von Tondern,
Hennin

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Wörterbücher

Russisch Deutsch

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