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Gedichte - Edgar Allan Poe


Gebet

Am Morgen - am Mittag - im
Abendlicht Vernahmst Du, Maria, mein
Lobgedicht. In Lust und Leid - in Wonne
und Weh, Gott-Mutter, auch fernerhin mit
mir geh! Als strahlende Stunden heiter
en
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Ein Traum im Traume

Auf die Stirn nimm diesen Kuß! Und da
ich nun scheiden muß, Laß mich dir
gestehn zum Schluß: Die ihr wähntet,
daß ein Traum Meine Tage, irrtet
kaum. Wenn die Hoffnung
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An meine Mutter (1)

Da mir gewiß ist, daß im
HimmelsreichDie Engel, wenn sie glühend
sich benennenMit Liebesnamen, dennoch
keinen kennen,Der den geweihten Lauten
»Mutter« gleich -Geschah es längst,
da
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Die Stadt im Meer

Das ist des Todes Residenz, Diese
seltsame Stadt im fernen Westen. Hier
thront er und erteilt Audienz Den Bösen
und Guten, den Schlimmsten und
Besten. Hier stehen mächtige
Säulenhalle
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An Annie

Dem Himmel sei Dank, Die Gefahr ist
vorüber! Wohl bin ich noch krank, Doch
das schreckliche Fieber, Das
Lebensfieber, Ist glücklich
bekämpft, Ist endlich gedämpft.
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Braut-Ballade

Der Ring an meiner Hand, Der Kranz aufs
Haar gesetzt - Mein ist nun Prunk und
Tand Und wunderbar Gewand, Und ich bin
glücklich jetzt. Und mein Herr, er
liebt mich sehr;
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An -

Die Kelche, oft im Traum erschaut, Wo
Singvögel sich wiegen, Sind deine
Lippen - und der Laut Melodisch draus
entstiegen - Dein Augenstrahl, mir
sanft erglüht, Fällt mitt
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Ulalume

Die Wolken türmten sich mächtig, Die
Blätter waren verdorrt Sie waren kraus
und verdorrt. Es war Oktober und
nächtig An einem unseligen Ort. Es war
nahe dem bleiernen Wasser,
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An den Fluss

Du schöner Fluß mit deiner Flut, Die
niemals stille hält. Du bist ein Bild
von Jugendmut, Von einem Herzen
unverstellt. Doch wenn in dein
kristallnes Blau, Das trübe Aug
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An eine im Paradiese

Du warst mir, was zum Bilde Die Seele
früh erkor: Ein Eiland, wo die
wilde Unrast sich sanft verlor, Ein
Schrein, und davor milde Ein
Weiheblumenflor. O trügendes Ge
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An Frances S. Osgood

Du willst, daß man dich liebt, so
weiche Nie davon, was dein Wesen
ist. Bleibe nur immerdar die
Gleiche, Sei nichts, was du nicht
wirklich bist. Dann wird auch deine
sanfte Weise,
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El Dorado

Ein Ritter, hehr Von Art und Ehr`, Durch
Sonnenschein zog und Schatten. Er ritt
gar lang Durchs Land und sang Und suchte
El Dorado. Doch wurde alt Die
Reckengest
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Der Rabe

Eines Nachts, aus gelben Blättern mit
verblichnen Runenlettern Tote Mären
suchend, sammelnd von des Zeitenmeers
Gestaden, Müde in die Zeilen blickend
und zuletzt im Schlafe nickend, Hört`
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Das ruhlose Tal

Einst lächelte ein friedliches Tal, Aus
welchem die Leute allzumal Gezogen waren
in stürmische Fernen, Nachdem sie zu
den gütigen Sternen Gefleht, von ihren
azurnen Türmen Die
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Das Tal der Unrast

Einstmals war ein stilles
Tal, Unbewohnt; mit Schild und Stahl Zog
das Volk in Kriege fort; Hielten milde
Sterne dort Vom arzurnen Turm zur
Nacht Über all die Blumen Wacht,
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Schweigen

Es gibt Begriffe, Dinge
körperlos, Urbilder jener
Zwillingswesenheit, Welcher der
urzeitliche Schöpferschoß Von Stoff
und Geist Gestalt und Leben leiht. Es
gibt ein zwiefach Schweigen
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Annabel Lee

Es ist lange her, da lebte am Meer, Ich
sag euch nicht wo und wie - Ein
Mägdelein zart, von seltener Art, Mit
Namen Annabel Lee. Und das Mägdelein
lebte für mich allein, Und ich lebte
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An F ... S.

Geliebte! In dem Ungemach,Das sich in
meinen Pfad gedrängt,(Ein rauher Pfad,
steinicht und brach,Von allen Seiten
eingeengt), -Kennt meine Seele einen
Ort,Dessen sie freudevoll ge
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An F -

Geliebte! mitten in der Qual, Die meinen
Erdenpfad umdrängt (Ach, trüber Pfad,
den nicht einmal Einsam erhellt einer
Rose Strahl), Meine Seel` an einem
Troste hängt: An Traum vo
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Für Annie

Gottlob! die Gefahr Ist nun endlich
vorbei, Von schleppender Krankheit Ward
endlich ich frei - Ward sieghaft vom
Fieber, Dem »Leben«, nun frei. Ich
weiß es, ich kan
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An Helene (2)

Helene, deine Schönheit ist für
mich, Was müden Wanderern ein Nachen,
der Sie sanft aus einem fernen
Himmelsstrich Hinüberleitet übers
Meer Zu heimatlicher Wiederkehr.
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Die Glocken

Hört die Schlittenglocken, die
hellen, Die fröhlichen, silbernen
Schellen! Wie sie klingen und klingen
und klingen Zu der Rosse feurigen
Sprüngen. Wie es ringsherum blinkt und
blitzt,
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Eulalie

Ich lebte allein In Kummer und Pein Und
krank an Seele und Leib, Da ward die
liebliche Eulalie Mein sanftes,
lächelndes Weib, Da ward die
blondhaarige Eulalie Mein jung, err
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An Helene (1)

Ich sah dich einmal, einmal nur - vor
Jahren.Es war in einer Julinacht; vom
klarenGestirnten Himmel, wo in sichrer
SchwebeDer volle Mond eilends die Bahn
durchlief,Fiel weich und schmeic
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Lied

Ich sah dich unterm Myrtenkranz Erröten
tief und zag, Da noch die Welt in eitel
Glanz Und Liebe vor dir lag. Von allem
Prunk und Flackerlicht In deinem
Brautgeleit Sa
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Die Schläferin

Ich steh um Mitternacht allein Im
mystisch weißen Mondenschein. Dem
vollen goldenen Gestirne Entströmen
feuchte Nebeldünste Und fallen auf die
blauen Firne Wie silberweiße Lich
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An ...

Ich traure nicht, daß schon am
Ziel Mein irdisches Geschick, Daß
langer Jahre Frucht zerfiel In einem
Augenblick. Nicht, daß kein einziger
wie ich So einsam und unstet,
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Der Eroberer Wurm

Im Weltenraum ist Galanacht. Im Theater
sitzt gedrängt Eine Engelschar in
Festestracht, Verschleiert,
zährendurchtränkt, Und lauscht einem
wechselvollen Stück, Wo Furcht und Ho
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Das Geisterschloß

In der Täler grünstem Tale Hat, von
Engeln einst bewohnt, Gleich des Himmels
Kathedrale Golddurchstrahlt ein Schloß
gethront. Rings auf Erden diesem
Schlosse Keines glich;
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An Marie Louise Shew

In des Verstandes eitler
Überhebung Verkündete ich einst die
»Macht der Sprache«, Bestritt, daß
ein Gedanke je erwache, Für den das
Wort ohnmächtig zur Belebung. Und
gleichsam, di
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Der See

In meinen jungen Jahren trieb Mich
Sehnsucht oft an einen Ort, Der mich
gebannt hielt wie ein Hort. So war die
Einsamkeit mir lieb Von einem See, um
dessen Rand Ein schwarzes Felsg
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Die Schlafende

In tiefe Junimitternacht Der mystische
Mond herniederwacht. Einschläfernde
Nebel dunsten leise Heraus aus seinem
goldnen Kreise Und triefen sanft wie
Schlummerlieder Tropfen um Tr
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Das Verwunschene Schloss

Inmitten einer lieblichen Au, Die
kristallenes Licht übergoß, Stand
ehemals ein stolzer Bau, Ein strahlend
schönes Schloß. Das Reich, wo es sich
luftig erhob, War des Königs
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Annabel Lee (Originaltext)

It was many and many a year ago, In a
kingdom by the sea, That a maiden there
lived whom you may know By the name of
Annabel Lee; And this maiden she lived
with no other thought Th
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Traumland

Jenseits des Raums, jenseits der
Zeit Dehnet sich wild, dehnet sich weit
Ein dunkles Land. Auf schwarzem
Thron Regiert ein Dämon, Die
Nacht genannt.
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An Zante

O schönes Eiland, das den holden
Namen Der Blumen allerlieblichster
entlehnt, Du weckst in meiner Seele
wundersamen Erinnerungszauber, den ich
tot gewähnt. Wie viele Stätten
namenlose
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Sonett an die Wissenschaft

O Wissenschaft! Du Sproß der Greisin
Zeit, Vor dessen Späherblick nichts
sicher ist! Du Geier, fluglahm vor der
Wirklichkeit, Was spürst du nach dem
Dichter so voll List? Wie sollte e
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Ein Traum

Oft fand ich mein entschwundnes
Glück In einem nächtlichen
Gesicht, Doch ließ mich hoffnungslos
zurück Ein wacher Traum im
Tageslicht. Ach, was ist nicht ein
solcher Traum
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The Raven

Once upon a midnight dreary, while I
pondered, weak and weary, Over many a
quaint and curious volume of forgotten
lore, While I nodded, nearly napping,
suddenly there came a tapping, As of som
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Romanze

Romanze, die am Nachmittag Gern
traumhaft nickt und singt im Hag, Wo
überm schattendunklen Teich Die Zweige
säuseln sacht und weich - Einst warst
du, da ich wild und frei, Ein Ki
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Märchenland

Ströme und dunkle Täler und Tiefen, In
wolkengleichen Wäldern versteckt, Deren
Formen uns ganz verdeckt, Weil sie von
bleiernen Nebeln triefen. Riesige Monde,
die wachsen und schwinde
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Israfel

Und der Engel Israfel, dessen Herz eine
Laute ist und der die süßeste Stimme
von allen Kreaturen Gottes
hat. Koran Im Himmel wohnt ein
Geist, Sein Herz ein Saitenspiel.
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Das Kolosseum

Urbild des alten Roms!
Reliquienschrein Erhabener Betrachtung!
Nach so langer, Mühseliger Pilgerschaft
und heißem Durst (Durst nach dem Quell
des Einst, der in dir fließt) Knie`
ich,
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An M. L. S.

Von allen, die dich preisen wie den
Morgen, Die, wenn du fern bist, wähnen,
es sei Nacht, Am Himmel erloschen sei
die Sonne - Von allen, die dich unter
Tränen segnen, Daß du die Hoffn
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An meine Mutter (2)

Weil ich denn fühle, daß im Himmel Die
Engel, wenn in Liebe sie entbrennen, Von
allen heißen Liebesworten doch Keins so
voll Verehrung wie `Mutter`
kennen, Drum war`s dies Wort
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Hymne

Wenn ich des Morgens mich erhob, Maria!
hörtest du mein Lob. Legte ich mich zum
Schlummer hin. Pries ich dich,
Himmelskönigin. Als noch die Stunde
hell entflog, Den Himmel kein G
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