WISSENSWERTES
+ Renaissance
+ Barock
+ Aufklärung
+ Sturm und Drang
+ Klassik
+ Romantik
+ Biedermeier
+ Realismus
+ Moderne
+ Naturalismus
+ Expressionismus
+ Postmoderne

Gedicht Gruppen
Abraham Gotthelf Kästner
Gottfried Keller
Wolfram von Eschenbach
Johann Matthias Dreyer
Maria Clementine François
Elisabeth Kulmann
Hans Schmidt
Franz
Heinrich Joseph von Collin
Hermann Rollett
Georg Scheurlin
Ludwig Märzroth
Anakreon
Vincenz Zusner
Franz Binhack
Albert Roderich
Gerhard Anton von Halem
Joseph Victor
Georg Ludwig Weerth
Wilhelm Hertz

Intern

Anzeigen

Aktuelles

Gedichte


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Gedichte - Eduard Mörike

Zwei Brüdern ins Album

1

Kastor und Pollux heißen ein Paar Ammoniten (der Vater
  Kann sie dir zeigen im Schrank); füglich vergleich ich sie euch,
Emil und Theodor. Denn brüderlich ... weiterlesen


Anzeigen


Wispeliaden - Zwo ältere Gedichte

1
Der Kehlkopf  Der Kehlkopf, der im hohlen Bom
Als Weidenschnuppe uns ergötzt,
Dem kam man endlich auf das Trom,
Und hat ihn säuberlich zerbäzt,
Man kam ... weiterlesen


Margareta

Ach, muß der Gram mit dunkelm Kranz
Noch erst unschuldge Schläfe schmücken?
So hoher Sinn in ungetrübtem Glanz,
Er würde minder uns entzücken?
Ich weiß es nicht, ... weiterlesen


Die Soldatenbraut

Ach, wenns nur der Koenig auch wuesst,
Wie wacker mein Schaetzelein ist!
Fuer den Koenig, da liess, er sein Blut,
Fuer mich aber eben so gut.

Mein Schatz hat kein ... weiterlesen


Die Soldatenbraut

Ach, wenn`s nur der König auch wüßt`,
Wie wacker mein Schätzelein ist!
Für den König da ließ` er sein Blut,
Für mich aber ebensogut.

Mein Schatz hat kein Band ... weiterlesen


Apostrophe

Als der Verfasser unter ein paar alten Eichen verschiedene Gedichte las, worin
Rückerts geniale Formen auf eine geistlose Weise nachgeahmt und überboten waren

Ihr mehr als ... weiterlesen


Mit einem Anakreonskopf und einem Fläschchen Rose

Als der Winter die Rosen geraubt, die Anakreons Scheitel
  Kränzten am fröhlichen Mahl, wo er die Saiten gerührt,
Träufelt’ ihr köstliches Öl in das Haar ihm ... weiterlesen


Fußreise

Am frischgeschnittnen Wanderstab,
Wenn ich in der Frühe
So durch die Wälder ziehe,
Hügel auf und ab:
Dann, wie`s Vögelein im Laube
Singet und sich rührt,
Oder ... weiterlesen


Bei der Marien-Bergkirche

Am Geburtstag des Freundes


O liebste Kirche sondergleichen,
Auf deinem Berge ganz allein,
Im Wald, wo Linden zwischen Eichen
Ums Chor den Maienschatten ... weiterlesen


Die Elemente

Am schwarzen Berg da steht der Riese,
Steht hoch der Mond darueber her;
Die weissen Nebel auf der Wiese
Sind Wassergeister aus dem Meer:
Ihrem Gebieter nachgezogen
... weiterlesen


Am Walde

Am Waldsaum kann ich lange Nachmittage,
Dem Kukuk horchend, in dem Grase liegen;
Er scheint das Tal gemaechlich einzuwiegen
Im friedevollen Gleichklang seiner Klage.

... weiterlesen


Die Anti-Sympathetiker

An Justin Kerner.

Von lauter Geiste die Natur durchdrungen,
Wie würde sie nicht durch den Geist bezwungen?
Wenn sich getrennte Kräfte wiederkennen,
Auf ein ... weiterlesen


Der Petrefaktensammler

An zwei Freundinnen

Einmal noch an eurer Seite,
Meinen Hammer im Geleite,
Jene Frickenhauser Pfade,
Links und rechts und krumm und grade,
An dem Bächlein ... weiterlesen


Heimweh

Anders wird die Welt mit jedem Schritt,
Den ich weiter von der Liebsten mache;
Mein Herz, das will nicht weiter mit.
Hier scheint die Sonne kalt ins Land,
Hier deucht mir ... weiterlesen


An Fräulein Luise v. Breitschwert

Auf ein Bilderbuch mit Illustrationen zu dem Stuttgarter
Hutzelmännlein, von ihr in Schwarz ausgeschnitten

O eine kleine Welt voll Leben! Kenn ich sie?
Den schwachen ... weiterlesen


Zu Eröffnung eines Albums

Auf einen Geburtstag

Ein Album! Schneeweiß Pergamentpapier,
Und Schnitt und Decke schön verziert mit Golde!
Nicht wahr, wenn sich’s nur nicht so langsam füllen ... weiterlesen


Der Gärtner

Auf ihrem Leibrößlein,
So weiß wie der Schnee,
Die schönste Prinzessin
Reit`t durch die Allee.

Der Weg, den das Rößlein
Hintanzet so hold,
Der Sand, ... weiterlesen


Die Herbstfeier

Auf! im traubenschwersten Tale
Stellt ein Fest des Bacchus an!
Becher her und Opferschale!
Und des Gottes Bild voran!
Flöte mit Gesang verkünde
Gleich des Tages ... weiterlesen


Peregrina

Ausgeschmueckt ist der Freudensaal.
Lichterhell, bunt, in laulicher Sommernacht
Stehet das offene Gartengezelte.
Saeulengleich steigen, gepaart,
Gruen-umranket, eherne ... weiterlesen


Einer Reisenden

Bald an die Ufer des Sees, der uns von ferne die Herzen
  Lockt in jeglichem Jahr, Glückliche! kehrst du zurück.
Tag und Nacht ist er dein, mit Sonn und Mond, mit der Alpen
... weiterlesen


Des Schloßküpers Geister zu Tübingen

Ballade, beim Weine zu singen

Ins alten Schloßwirts Garten
Da klingt schon viele Jahr kein Glas;
Kein Kegel fällt, keine Karten,
Wächst aber schön lang ... weiterlesen


Elfenlied

Bei Nacht im Dorf der Wächter rief:
Elfe!
Ein ganz kleines Elfchen im Walde schlief -
wohl um die Elfe! -
und meint, es rief ihm aus dem Tal
bei seinem Namen die ... weiterlesen


Elfenlied

Bei Nacht im Dorf der Wächter rief:
`Elfe!`
Ein ganz kleines Elfchen im Walde schlief -
Wohl um die Elfe -
Und meint`, es rief` ihm aus dem Tal
Bei seinem Namen die ... weiterlesen


Rat einer Alten

Bin jung gewesen,
Kann auch mitreden,
Und alt geworden,
Drum gilt mein Wort.

Schoen reife Beeren
Am Baeumchen bangen:
Nachbar, da hilft kein
... weiterlesen


An Eduard Weigelin

bisher Professor am KatharinenstiftBei seinem Austritt aus der Anstalt

Freund! dein heiterer Blick und deine gelassene Miene
Heißt uns die Klage des Abschieds sparen; doch tief ... weiterlesen


An Karl Mayer

Dem gefangenen, betruebten Manne
Hinter seinen dichten Eisenstaeben,
Wenn ihm jemand deine holden Lieder
Aufs Gesimse seines Fensters legte,
Wo die liebe Sonne sich ein ... weiterlesen


Zu viel

Der Himmel glänzt vom reinsten Frühlingslichte,
Ihm schwillt der Hügel sehnsuchtsvoll entgegen,
Die starre Welt zerfließt in Liebessegen,
Und schmiegt sich rund zum ... weiterlesen


An einen kritischen Freund

der unzufrieden war, da der Verfasser neue Märchen schreiben wollte

Die Märchen sind halt Nürnberger War,
Wenn der Mond nachts in die Butiken scheint:
Drum nicht so ... weiterlesen


Ein Stündlein wohl vor Tag

Derweil ich schlafend lag,
ein Stündlein wohl vor Tag,
sang vor dem Fenster auf dem Baum
ein Schwälblein mir, ich hört` es kaum -
ein Stündlein wohl vor Tag:

... weiterlesen


Nixe Binsefuß

Des Wassermanns sein Töchterlein
tanzt auf dem Eis im Vollmondschein,
sie singt und lachet sonder Scheu
wohl an des Fischers Haus vorbei.

`Ich bin die Jungfer ... weiterlesen


Der Zauberleuchtturm

Des Zauberers sein Mägdlein saß
in ihrem Saale rund von Glas;
sie spann beim hellen Kerzenschein
und sang so glockenhell darein.
Der Saal, als eine Kugel klar,
... weiterlesen


An Clärchen

Die Freundin immer neu zu schmücken,
Ich seh es wohl, ist deine Lust;
Darfst du ins Haar den Kranz ihr drücken,
Des eignen bist du kaum bewußt.

Und deinen Augen ... weiterlesen


An Pauline

Die Neune, die zu ewgen Tänzen
Sich schwesterlich die Stirne kränzen,
Sie sollen, heißt’s, im Dämmerscheine
Der dichterischen Wunderhaine
Gar manches Mal dir gern ... weiterlesen


Maschinka

Dieser schwellende Mund, den Reiz der Heimat noch atmend,
  Kennt die Sprache nicht mehr, die ihn so lieblich geformt
Nach der Grammatik greifet die müßige Schöne ... weiterlesen


Der Jaeger

Drei Tage Regen fort und fort,
Kein Sonnenschein zur Stunde;
Drei Tage lang kein gutes Wort
Aus meiner Liebsten Munde!

Sie trutzt mit mir und ich mit ihr,
... weiterlesen


Gesang Weylas

Du bist Orplid, mein Land!
Das ferne leuchtet;
Vom Meere dampfet dein besonnter Strand
Den Nebel, so der Götter Wange feuchtet.

Uralte Wasser steigen
Verjüngt ... weiterlesen


Der Liebhaber an die heiße Quelle zu B.

Du heilest den und tröstest jenen,
O Quell, so hör auch meinen Schmerz!
Ich klage dir mit bittern Tränen
Ein hartes, kaltes Mädchenherz.

Es zu erweichen, zu ... weiterlesen


An einen Liebenden

Du klagst mir, Freund, daß immer die Mutter noch
Des schönen Kindes gleich unerbittlich sei.
  Geduld! noch leben wir im Jänner,
    Aber nicht stets wird der ... weiterlesen


An Wilhelm Hartlaub

Durchs Fenster schien der helle Mond herein:
Du saßest am Klavier im Dämmerschein,
Versankst im Traumgewühl der Melodien,
Ich folgte dir an schwarzen Gründen hin,
Wo der ... weiterlesen


An Wilhelm Hartlaub

Durchs Fenster schien der helle Mond herein;
Du sassest am Klavier im Daemmerschein,
Versankst im Traumgewuehl der Melodien,
Ich folgte dir an schwarzen Gruenden hin,
... weiterlesen


Auf einen Kirchturm

Ein Glockentonmeer wallet
Zu Füßen uns und hallet
Weit über Stadt und Land.
So laut die Wellen schlagen,
Wir fühlen mit Behagen
Uns hoch zu Schiff getragen
... weiterlesen


Peregrina

Ein Irrsal kam in die Menschengärten
Einer einst heiligen Liebe.
Schaudernd entdeckt ich verjährten Betrug.
Und mit weinendem Blick, doch grausam,
Hieß ich das schlanke,
... weiterlesen


Denk` es, o Seele

Ein Tännlein grünet, wo,
Wer weiß! im Walde,
Ein Rosenstrauch, wer sagt,
In welchem Garten?
Sie sind erlesen schon,
Denk` es, o Seele,
Auf deinem Grab zu ... weiterlesen


Wo find ich Trost

Eine Liebe kenn ich, die ist treu,
War getreu, solang ich sie gefunden,
Hat mit tiefem Seufzen immer neu,
Stets versöhnlich, sich mit mir verbunden.

Welcher einst ... weiterlesen


Scherz

Einen Morgengruss ihr frueh zu bringen,
Und mein Morgenbrot bei ihr zu holen,
Geh ich sachte an des Maedchens Tuere,
Oeffne rasch,
da steht mein schlankes Baeumchen
... weiterlesen


Zur Warnung

Einmal nach einer lustigen Nacht
War ich am Morgen seltsam aufgewacht:
Durst, Wasserscheu, ungleich Gebluet;
Dabei geruehrt und weichlich im Gemuet,
Beinah poetisch, ja, ... weiterlesen


Zur Warnung

Einmal nach einer lustigen Nacht
War ich am Morgen seltsam aufgewacht:
Durst, Wasserscheu, ungleich Geblüt,
Dabei gerührt und weichlich im Gemüt,
Beinah` poetisch; ja ich ... weiterlesen


Schlaflied

Einmal wenn ich dich verlier,
wirst du schlafen können, ohne
daß ich wie eine Lindenkrone
mich verflüstre über dir?

Ohne daß ich hier wache und
Worte, beinah ... weiterlesen


Ritterliche Werbung

Englisch

Wo gehst du hin, du schönes Kind?
Zu melken, Herr! - sprach Gotelind.

Wer ist dein Vater, du schönes Kind?
Der Müller im Tal - sprach ... weiterlesen


Früh im Wagen

Es graut vom Morgenreif
In Dämmerung das Feld,
Da schon ein blasser Streif
Den fernen Ost erhellt;

Man sieht im Lichte bald
Den Morgenstern vergehn
... weiterlesen


Die traurige Kroenung

Es war ein Koenig Milesint,
Von dem will ich euch sagen:
Der meuchelte sein Bruderskind,
Wollte selbst die Krone tragen.
Die Kroenung ward mit Prangen
Auf ... weiterlesen


Die traurige Krönung

Es war ein König Milesint,
Von dem will ich euch sagen:
Der meuchelte sein Bruderskind,
Wollte selbst die Krone tragen.
Die Krönung ward mit Prangen
Auf Liffey-Schloß ... weiterlesen


Der Kanonier

Feindlich begegneten sich auf der Erde die Scharen des Himmels
  Und der Höllen; es kommt eben zur förmlichen Schlacht.
Vorn auf dem Hügelchen steht so ein Bocksfuß bei der ... weiterlesen


Abreise

Fertig schon zur Abfahrt steht der Wagen,
Und das Posthorn blaest zum letztenmale.
Sagt, wo bleibt der vierte Mann so lange?
Ruft ihn, soll er nicht dahinten bleiben!
... weiterlesen


Abreise

Fertig schon zur Abfahrt steht der Wagen,
Und das Posthorn bläst zum letztenmale.
Sagt, wo bleibt der vierte Mann so lange?
Ruft ihn, soll er nicht dahinten bleiben!
- Indes ... weiterlesen


Meines Vetters Brautfahrt

Freut er sich denn auch ein wenig, die künftige Braut zu begrüßen?
  Aber wo bleibt er so lang? Sagt ihm, die Kutsche sei da! -
Droben im Bett noch liegt er, verdrießlich, und ... weiterlesen


Das verlassene Mägdelein

Früh, wann die Hähne krähn,
Eh` die Sternlein verschwinden,
Muß ich am Herde stehn,
Muß Feuer zünden.

Schön ist der Flammen Schein,
Es springen die ... weiterlesen


Er ist`s

Frühling laesst sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süsse, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde ... weiterlesen


Die schoene Buche

Ganz verborgen im Wald kenn ich ein Plaetzchen, da stehet
  Eine Buche, man sieht schoener im Bilde sie nicht.
Rein und glatt, in gediegenem Wuchs erhebt sie sich einzeln,
... weiterlesen


An Frau Luise Walther

geb. v. Breitschwert, zu ihrem Hochzeitstage

Wie manchen Morgen, frisch und wohlgemut,
Im lichten Sommerkleid, Feldblumen auf dem Hut,
Trat sie bei uns, die edle ... weiterlesen


Um Mitternacht

Gelassen stieg die Nacht ans Land,
Lehnt träumend an der Berge Wand,
Ihr Auge sieht die goldne Waage nun
Der Zeit in gleichen Schalen stille ruhn;
Und kecker rauschen die ... weiterlesen


Die heilige Nacht

Gesegnet sei die heilige Nacht,
die uns das Licht der Welt gebracht! -

Wohl unterm lieben Himmelszelt
die Hirten lagen auf dem Feld.

Ein Engel Gottes, ... weiterlesen


Ideale Wahrheit

Gestern entschlief ich im Wald, da sah ich im Traume das kleine
Mädchen, mit dem ich als Kind immer am liebsten verkehrt.
Und sie zeigte mir hoch im Gipfel der Eiche den Kuckuck,
... weiterlesen


Zitronenfalter im April

Grausame Fruehlingssonne,
Du weckst mich vor der Zeit,
Dem nur in Maienwonne
Die zarte Kost gedeiht!
Ist nicht ein liebes Maedchen hier,
Das auf der Rosenlippe ... weiterlesen


Am Rheinfall

Halte dein Herz, o Wanderer, fest in gewaltigen Haenden!
  Mir entstuerzte vor Lust zitternd das meinige fast.
Rastlos donnernde Massen auf donnernde Massen geworfen,
  ... weiterlesen


An O. H. Schönhuth

Herausgeber des Nibelungenliedes und verschiedener Volksbücher
Bei der Geburt seines ersten Töchterchens

Das Neugeborne spricht:    Herr Vater, gebt Euch nur ... weiterlesen


Einem kunstliebenden Kaufmann

Hermes, der handelbeschützende Gott der klug mit dem Beutel
  Schaltet, nachdem er dem Sohn Letos die Leier geschenkt,
Wahrlich er sieht dir nicht scheel um die täglichen Opfer, ... weiterlesen


Einem kunstliebenden Kaufmann

Hermes, der handelbeschützende Gott, der klug mit dem Beutel
Schaltet, nachdem er dem Sohn Letos die Leier geschenkt,
Wahrlich er sieht dir nicht scheel um die täglichen Opfer, womit ... weiterlesen


Gebet

Herr! schicke was du willt,
Ein Liebes oder Leides;
Ich bin vergnügt, daß beides
Aus Deinen Händen quillt.

Wollest mit Freuden
Und wollest mit Leiden
... weiterlesen


Im Frühling

Hier lieg` ich auf dem Frühlingshügel:
Die Wolke wird mein Flügel,
Ein Vogel fliegt mir voraus.
Ach, ag` mir, alleinzige Liebe,
Wo du bleibst, daß ici bei dir bliebe!
... weiterlesen


Nachts

Horch! auf der Erde feuchtem Grund gelegen,
Arbeitet schwer die Nacht der Daemmerung entgegen,
Indessen dort, in blauer Luft gezogen,
Die Faeden leicht, unhoerbar fliessen
... weiterlesen


Nachts

Horch! auf der Erde feuchtem Grund gelegen,
Arbeitet schwer die Nacht der Dämmerung entgegen,
Indessen dort, in blauer Luft gezogen,
Die Fäden leicht, unhörbar fließen, -
... weiterlesen


Schiffer- und Nixen-Märchen

I.  Vom Sieben-Nixen-Chor

Manche Nacht im Mondenscheine
Sitzt ein Mann von ernster Schoene,
Sitzt der Magier Drakone,
Auf dem Gartenhausbalkone,
Mit ... weiterlesen


Selbstgeständnis

Ich bin meiner Mutter einzig Kind,
Und weil die andern ausblieben sind
- Was weiß ich wieviel, die sechs oder sieben, -
Ist eben alles an mir hängen blieben;
Ich hab müssen ... weiterlesen


Antike Poesie

Ich sah den Helikon in Wolkendunst,
Nur kaum berührt vom ersten Sonnenstrahle:
Schau! Jetzo stehen hoch mit einem Male
Die Gipfel dort in Morgenrötebrunst.

Hier ... weiterlesen


Antike Poesie

Ich sah den Helikon in Wolkendunst,
Nur kaum berührt vom ersten Sonnenstrahle:
Schau! Jetzo stehen hoch mit einem Male
Die Gipfel dort in Morgenrötebrunst.

Hier unten ... weiterlesen


Liebesvorzeichen

Ich stand am Morgen jüngst im Garten
vor dem Granatbaum sinnend still;
mir war als müßt` ich gleich erwarten,
ob er die Knospe sprengen will.

Sie aber schien es ... weiterlesen


Septembermorgen

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
... weiterlesen


Lied eines Verliebten

In aller Früh`, ach, lang vor Tag,
Weckt mich mein Herz, an dich zu denken,
Da doch gesunde Jugend schlafen mag.

Hell ist mein Aug` um Mitternacht,
Heller als frühe ... weiterlesen


An eine Lieblingsbuche meines Gartens

in deren Stamm ich Höltys Namen schnitt

Holdeste Dryas, halte mir still! es schmerzet nur wenig:
  Mit wollüstigem Reiz schließt sich die Wunde geschwind.
Eines ... weiterlesen


Auf einer Wanderung

In ein freundliches Städtchen tret` ich ein,
In den Straßen liegt roter Abendschein.
Aus einem offnen Fenster eben
Über den reichsten Blumenflor
Hinweg hört man ... weiterlesen


Auf ein altes Bild

In grüner Landschaft Sommerflor,
Bei kühlem Wasser, Schilf und Rohr,
Schau, wie das Knäblein Sündelos
Frei spielet auf der Jungfrau Schoß!
Und dort im Walde wonnesam,
... weiterlesen


Eberhard Waechter

In seine hohen Waende eingeschlossen,
Mit traurig schoenen Geistern im Verkehr,
Gestaerkt am reinen Atem des Homer,
Von Goldgewoelken Attikas umflossen:

Also vor ... weiterlesen


Östliches Taglied

Ist dieses Bette nicht wie eine Küste,
Ein Küstenstreifen nur, darauf wir liegen?
Nichts ist gewiß als deine hohen Brüste,
die mein Gefühl ins Schwindeln überstiegen.
... weiterlesen


Naechtliche Fahrt

Juengst im Traum ward ich getragen
Ueber fremdes Heideland;
Vor den halbverschlossnen Wagen
Schien ein Trauerzug gespannt.

Dann durch mondbeglaenzte Waelder
... weiterlesen


An meinen Vetter

Juni 1837

Lieber Vetter! Er ist eine
Von den freundlichen Naturen,
Die ich Sommerwesten nenne.
Denn sie haben wirklich etwas
Sonniges in ihrem Wesen.
... weiterlesen


An Gretchen

Jüngst, als unsere Mädchen, zur Fastnacht beide verkleidet,
Im Halbdunkel sich scheu erst an der Türe gezeigt,
Dann sich die Blonde als Schäferin dir, mir aber die kleine
... weiterlesen


Neue Liebe

Kann auch ein Mensch des andern auf der Erde
Ganz, wie er moechte, sein?
- In langer Nacht bedacht ich mirs, und musste sagen, nein!

So kann ich niemands heissen auf der ... weiterlesen


Neue Liebe

Kann auch ein Mensch des andern auf der Erde
Ganz, wie er möchte, sein? -
In langer Nacht bedacht` ich mir`s und mußte sagen: Nein!

So kann ich niemands heißen auf der ... weiterlesen


In der Frühe

Kein Schlaf noch kühlt das Auge mir,
Dort gehet schon der Tag herfür
An meinem Kammerfenster.
Es wühlet mein verstörter Sinn
Noch zwischen Zweifeln her und hin
... weiterlesen


Verborgenheit

Laß, o Welt, o laß mich sein!
Locket nicht mit Liebesgaben!
Laßt dies Herz alleine haben
Seine Wonne, seine Pein!

Was ich traure, weiß ich nicht:
Es ist ... weiterlesen


Alles mit Maß

Mancherlei sind es der Gaben, die gütige Götter den Menschen
Zum Genusse verliehn, sowie für die tägliche Notdurft.
Aber vor jeglichem Ding begehr ich gebratenen Schweinsfuß.
... weiterlesen


Pastoral-Erfahrung

Meine guten Bauern freuen mich sehr;
Eine `scharfe Predigt` ist ihr Begehr.
Und wenn man mir es nicht verdenkt,
Sag ich, wie das zusammenhaengt.
Sonnabend, wohl nach elfe ... weiterlesen


Mit einem Teller wilder Kastanien

Mir ein liebes Schaugerichte
Sind die unschmackhaften Fruechte;
Zeigen mir die Prachtgehaenge
Heimatlicher Schattengaenge,
Da wir in den Knabenzeiten
Sie auf lange ... weiterlesen


Zum Neujahr

Mit einem Taschenkalender

An tausend Wünsche, federleicht,
Wird sich kein Gott noch Engel kehren,
Ja, wenn es so viel Flüche wären,
Dem Teufel wären sie zu ... weiterlesen


Zum Neujahr

Mit einem Taschenkalender


An tausend Wünsche, federleicht,
Wird sich kein Gott noch Engel kehren,
Ja, wenn es so viel Flüche wären,
Dem Teufel wären sie zu ... weiterlesen


An Friedr. Vischer, Professor der ästhetik etc.

Mit meinen Gedichten

Oft hat mich der Freund verteidigt,
Oft sogar gelobt; doch nun?
Der Professor ist beeidigt,
Und da hilft kein Traulich-Tun.

... weiterlesen


An J. G. Fischer

Mit Übersendung einer alabasternen Blumenvase, als er zum Ehrenmitglied undMeister des freien deutschen Hochstifts in Frankfurt a.M. ernannt wurde

Künftig, sooft man dem »Meister« ... weiterlesen


An Eberhard Lempp

Nach angenommener Einladung zu einer Abendgesellschaft

Kennst du der Furien schlimmste, Freund? Ich hoffe, nein!
Kein Dichter, nicht der alten, noch der neuen Zeit,
Kein ... weiterlesen


Akme und Septimius

Nach Catull

Akme, seine Geliebte, auf dem Schoße
Haltend, sagte Septimius: »Meine Akme!
Übermäßig hab ich dich lieb und will auch
Jahr für Jahr dich ... weiterlesen


Meiner Schwester

Nach dem Tode der Mutter, mit einem Blatt
von der Birke zwischen dem Pfarrhaus und
dem Kirchhof zu Cleversulzbach
Sommer 1841

»Blättchen, das im losen Spiel
... weiterlesen


Auf das Grab von Schillers Mutter

Nach der Seite des Dorfs, wo jener alternde Zaun dort
  Laendliche Graeber umschliesst, wall ich in Einsamkeit oft.
Sieh den gesunkenen Huegel; es kennen die aeltesten Greise
... weiterlesen


An Frau Pauline v. Phull-Rieppur auf Ober-Mönshei

Nacht für Nacht, mit dem Zwölf-Uhr-Schlag, auf gespenstigem Rosse,
  War der geharnischte Mann sonst vor dem Schlosse zu sehn;
Grollend dem fremden Geschlecht, das hier statt ... weiterlesen


Götterwink

Nachts auf einsamer Bank saß ich im tauenden Garten,
Nah dem erleuchteten Saal, der mir die Liebste verbarg.
Rund umblüheten ihn die Akazien, duftaushauchend,
Weiß wie der ... weiterlesen


Auf eine Lampe

Noch unverrückt, o schöne Lampe, schmückest du,
An leichten Ketten zierlich aufgehangen hier,
Die Decke des nun fast vergeßnen Lustgemachs.
Auf deiner weißen Marmorschale, ... weiterlesen


Besuch in Urach

Nur fast so wie im Traum ist mir`s geschehen,
Daß ich in dies geliebte Tal verirrt.
Kein Wunder ist, was meine Augen sehen,
Doch schwankt der Boden, Luft und Staude schwirrt,
... weiterlesen


An einem Wintermorgen, vor Sonnenaufgang

O flaumenleichte Zeit der dunkeln Fruehe!
Welch neue Welt bewegest du in mir?
Was ists, dass ich auf einmal nun in dir
Von sanfter Wollust meines Daseins gluehe?

... weiterlesen


An einem Wintermorgen, vor Sonnenaufgang

O flaumenleichte Zeit der dunkeln Frühe!
Welch neue Welt bewegest du in mir?
Was ist`s, daß ich auf einmal nun in dir
Von sanfter Wollust meines Daseins glühe?

Einem ... weiterlesen


Mein Fluss

O Fluss, mein Fluss im Morgenstrahl!
Empfange nun, empfange
Den sehnsuchtsvollen Leib einmal,
Und kuesse Brust und Wange!
- Er fuehlt mir schon herauf die Brust,
... weiterlesen


Mein Fluß

O Fluß, mein Fluß in Morgenstrahl!
Empfange nun, Empfange
Den sehnsuchtsvollen Leib einmal
Und küsse Brust und Wange!
- Er fühlt mit Liebesschauerlust
... weiterlesen


Opfer

O wie blüht mein Leib aus jeder Ader
duftender, seitdem ich dich erkenn;
sieh, ich gehe schlanker und gerader,
und du wartest nur -: wer bist du denn?

Sieh: ich ... weiterlesen


Die Visite

Philister kommen angezogen:
Man sucht im Garten mich und Haus;
Doch war der Vogel ausgeflogen,
Zu dem geliebten Wald hinaus.
Sie kommen, mich auch da zu stören:
... weiterlesen


Agnes

Rosenzeit! Wie schnell vorbei,
          Schnell vorbei
Bist du doch gegangen!
Waer mein Lieb nur blieben treu,
        ... weiterlesen


Lied vom Winde

Sausewind, Brausewind,
dort und hier!
Deine Heimat sage mir!

`Kindlein, wir fahren
seit viel vielen Jahren
durch die weit weite Welt,
und ... weiterlesen


Nur zu!

Schoen prangt im Silbertau die junge Rose,
Den ihr der Morgen in den Busen rollte,
Sie blueht, als ob sie nie verbluehen wollte,
Sie ahnet nichts vom letzten Blumenlose.
... weiterlesen


Der Feuerreiter

Sehet ihr am Fensterlein
Dort die rote Mütze wieder?
Nicht geheuer muß es sein,
Denn er geht schon auf und nieder.
Und auf einmal welch Gewühle
Bei der Brücke, nach ... weiterlesen


An meinen Arzt, Herrn Dr. Elsaesser

Siehe! da stuend ich wieder auf meinen Fuessen, und blicke
  Froh erstaunt in die Welt, die mir im Ruecken schon lag!
Aber ich spreche von Dank dir nicht: du liesest ihn besser
... weiterlesen


Nimmersatte Liebe

So ist die Lieb! So ist die Lieb!
Mit Küssen nicht zu stillen:
Wer ist der Tor und will ein Sieb
Mit eitel Wasser füllen?
Und schöpfst du an die tausend Jahr,
... weiterlesen


Nimmersatte Liebe

So ist die Lieb`! So ist die Lieb`!
Mit Küssen nicht zu stillen!
Wer ist der Tor und will ein Sieb
Mit eitel Wasser füllen?
Und schöpfst du an die tausend Jahr`
... weiterlesen


An eine Sängerin

Soll auf der Jungfrau Mund die begeisterte Rede verpönt sein,
  Ist euch des tiefern Gefühls volles Bekenntnis versagt:
O wie preis ich die Sängerin drum, die, unter der Muse
... weiterlesen


Märchen vom sichern Mann

Soll ich vom sicheren Mann ein Maerchen erzaehlen, so hoeret!
- Etliche sagen, ihn habe die steinerne Kroete geboren.
Also heisser ein maechtiger Fels in den Bergen des Schwarzwalds,
... weiterlesen


An den Schlaf

Somne levis! quanquam certissima mortis imago,
  Consortem cupio te tamen esse tori.
Alma quies, optata, veni! nam sic sine vita
  Vivere, quam suave est, sic sine ... weiterlesen


Leben und Tod

Sucht das Leben wohl den Tod?
Oder sucht der Tod das Leben?
Können Morgenröte und das Abendrot
Sich auf halbem Weg die Hände geben?

Die stille Nacht tritt mitten ... weiterlesen


An Philomele

Tonleiterähnlich steiget dein Klaggesang
Vollschwellend auf, wie wenn man Bouteillen füllt:
  Es steigt und steigt im Hals der Flasche -
    Sieh, und das ... weiterlesen


An eine Aeolsharfe

Tu semper urges flebilibus modis
Mysten ademptum: nec tibi Vespero
Surgente decedunt amores,
Nec rapidum fugiente Solem.
(Horaz)

Angelehnt an die ... weiterlesen


K.

Täglich verletzt euch sein Witz, doch könnt ihr den Alten nicht missen;
  Flucht ihr ihm heute, gewiß schmeichelt ihr morgen ihn her.
Trocken erst sitzt er im fröhlichen Kreis; ... weiterlesen


Abschied

Unangeklopft ein Herr tritt abends bei mir ein:
`Ich habe die Ehr, Ihr Rezensent zu sein.`
Sofort nimmt er das Licht in die Hand,
Besieht lang meinen Schatten an der Wand,
... weiterlesen


Jung Volkers Lied

Und die mich trug in Mutterleib,
Und die mich schwang im Kissen,
Die war ein schön frech braunes Weib,
Wollte nichts vom Mannsvolk wissen.

Sie scherzte nur und lachte ... weiterlesen


An Hermann

Unter Traenen rissest du dich von meinem Halse!
  In die Finsternis lang sah ich verworren dir nach.
Wie? auf ewig? sagtest du so? Dann laesset auf ewig
  Meine Jugend ... weiterlesen


Die Geister am Mummelsee

Vom Berge was kommt dort um Mitternacht spaet
Mit Fackeln so praechtig herunter?
Ob das wohl zum Tanze, zum Feste noch geht?
Mir klingen die Lieder so munter.
  ... weiterlesen


Die Geister am Mummelsee

Vom Berge was kommt dort um Mitternacht spät
Mit Fackeln so prächtig herunter?
Ob das wohl zum Tanze, zum Feste noch geht?
Mir klingen die Lieder so munter.

... weiterlesen


Der Schatten

Von Dienern wimmelt’s früh vor Tag,
Von Lichtern, in des Grafen Schloß.
Die Reiter warten sein am Tor,
Es wiehert morgendlich sein Roß.

Doch er bei seiner ... weiterlesen


Zwei dichterischen Schwestern

von ihrem Oheim
Mit einer Randzeichnung, auf welcher an der Stelle der Endsilben ein Band herunterlief, durchdessen abwechselnde Farben das Reimschema angedeutet war

Heut lehr ... weiterlesen


An Longus

Von Widerwarten eine Sorte kennen wir
Genau und haben aergerlich sie oft belacht,
Ja einen eignen Namen ihr erschufest du,
Und heute noch beneid ich dir den kuehnen Fund.
... weiterlesen


Begegnung

Was doch heut` nacht ein Sturm gewesen,
bis erst der Morgen sich geregt!
Wie hat der ungebetne Besen
Kamin und Gassen ausgefegt!

Da kommt ein Mädchen schon die ... weiterlesen


Die Tochter der Heide

Wasch dich, mein Schwesterchen, wasch dich!
Zu Robins Hochzeit gehn wir heut:
Er hat die stolze Ruth gefreit.
  Wir kommen ungebeten;
Wir schmausen nicht, wir tanzen ... weiterlesen


Der junge Dichter

Wenn der Schönheit sonst, der Anmut
Immer flüchtige Erscheinung,
Wie ein heller Glanz der Sonne,
Mir zu staunendem Entzücken
Wieder vor die Sinne trat;
Wenn ... weiterlesen


Der junge Dichter

Wenn der Schönheit sonst, der Anmut
Immer flüchtige Erscheinung,
Wie ein heller Glanz der Sonne,
Mir zu staunendem Entzücken
Wieder vor die Sinne trat;
Wenn Natur mir ... weiterlesen


An die Geliebte

Wenn ich, von deinem Anschaun tief gestillt,
Mich stumm an deinem heilgen Wert vergnüge,
dann hör ich recht die leisen Atemzüge
Des Engels, welcher sich in dir verhüllt.
... weiterlesen


An die Geliebte

Wenn ich, von deinem Anschaun tief gestillt,
Mich stumm an deinem heilgen Wert vergnüge,
dann hör ich recht die leisen Atemzüge
Des Engels, welcher sich in dir verhüllt.
... weiterlesen


Der Tambour

Wenn meine Mutter hexen koennt,
Da muesst sie mit dem Regiment,
Nach Frankreich, ueberall mit hin,
Und waer die Marketenderin.
Im Lager, wohl um Mitternacht,
Wenn ... weiterlesen


Zum Neuen Jahr

Wie heimlicher Weise
Ein Engelein leise
Mit rosigen Füßen
Die Erde betritt,
So nahte der Morgen.
Jauchzt ihm, ihr Frommen,
Ein heilig Willkommen,
... weiterlesen


Zum neuen Jahre

Wie heimlicherweise
ein Englein leise
mit rosigen Füßen
die Erde betritt,
so nahte der Morgen.
Jauchzet ihm, ihr Frommen,
ein heilig Willkommen,
ein ... weiterlesen


Schön-Rohtraut

Wie heißt König Ringangs Töchterlein?
Rohtraut, Schön-Rohtraut.
Was tut sie denn den ganzen Tag,
Da sie wohl nicht spinnen und nähen mag?
Tut fischen und ... weiterlesen


Die Schwestern

Wir Schwestern zwei, wir schoenen,
So gleich von Angesicht,
So gleicht kein Ei dem andern,
Kein Stern dem andern nicht.

Wir Schwestern zwei, wir schoenen,
... weiterlesen


Jägerlied

Zierlich ist des Vogels Tritt im Schnee,
wenn er wandelt auf des Berges Höh`:
Zierlicher schreibt Liebchens liebe Hand,
schreibt ein Brieflein mir in ferne Land`.

... weiterlesen


Wispeliaden - Serenade

zu Tübingen, als ich noch Privatdozent, in dem strengen Winter
1829/30 einer Dienenden dargebracht
Musique von Bornschein

(Con tenerezza)

Eingehüllt in ... weiterlesen


An Lottchen Krehl

Zum Geburtstag im Anfang Mai’s

Ich hätte wohl, dein Haar zu zieren,
Ein Kränzchen, auch ein klein Gedicht;
Wie aber? ich will gratulieren,
Und weiß den Tag ... weiterlesen


Auf der Reise

Zwischen süßem Schmerz,
Zwischen dumpfen Wohlbehagen
Sitz` ich nächtlich in dem Reisewagen,
Lasse mich so weit von dir, mein Herz,
Weit und immer weiter tragen.

... weiterlesen


Ländliche Kurzweil

[An Constanze Hartlaub]

Um die Herbstzeit, wenn man abends
Feld und Garten gerne wieder
Tauschet mit dem waermern Zimmer,
Bald auch schon den lang verschmaehten
... weiterlesen


An Clara

[Cleversulzbach 1837. Als sie ein wenig kurz angebunden gegen mich war]

Da dein Bruder
Das Ruder
Des Hauswesens fuehrt
Und kein Narr ist,
Sondern Pfarr’ ... weiterlesen


Mausfallen-Sprächlein

[Das Kind geht dreimal um die Falle und spricht:]
Kleine Gaeste, kleines Haus.
Liebe Maeusin oder Maus,
Stell dich nur kecklich ein
Heut nacht bei Mondenschein!
... weiterlesen


Zum neuen Jahr

[Kirchengesang]

Wie heimlicher Weise
Ein Engelein leise
Mit rosigen Fuessen
Die Erde betritt,
So nahte der Morgen,
Jauchzt ihm, ihr Frommen,
... weiterlesen


Restauration

[nach Durchlesung eines Manuskripts mit Gedichten]

Das suesse Zeug ohne Saft und Kraft!
Es hat mir all mein Gedaerm erschlafft.
Es roch, ich will des Henkers sein,
... weiterlesen


Rueckblick

[Zu einer Konfirmation]

Bei jeder Wendung deiner Lebensbahn,
Auch wenn sie glueckverheissend sich erweitert
Und du verlierst, um Groessres zu gewinnen:
- Betroffen ... weiterlesen


Lebewohl

`Lebe wohl!` - Du fühltest nicht,
Was es heißt, dies Wort der Schmerzen:
Mit getrostem Angesicht
Sagtest du`s und leichtem Herzen.

Lebe wohl! - Ach, tausendmal
... weiterlesen


Lose Ware

`Tinte! Tinte, wer braucht? Schön schwarze Tinte verkauf ich!`
Rief ein Büblein gar hell Straßen hinauf und hinab.
Lachend traf sein feuriger Blick mich oben im Fenster,
... weiterlesen


Muse und Dichter

»Krank nun vollends und matt! Und du, o Himmlische, willst mir
  Auch schon verstummen - o was deutet dies Schweigen mir an?
Gib die Leier!« - »Nicht doch, dir ist die Ruhe ... weiterlesen


Zum zehnten Dezember

»Sie ist mündig!« Sagt mir, Leute,
Wie versteh ich dieses Wort?
Ach ein Kind war sie bis heute,
Bleibt sie das nicht immerfort?

Hingen denn vor einem Jahre
... weiterlesen


Erinna an Sappho

»Vielfach sind zum Hades die Pfade«, heißt ein
Altes Liedchen - »und einen gehst du selber,
Zweifle nicht!« Wer, süßeste Sappho, zweifelt?
Sagt es nicht jeglicher Tag?
... weiterlesen



Das beliebteste Wort in unserem Synonymwörterbuch ist derzeit darstellen.
Für mehr beliebte Synonyme: Top 200 | Alle beliebten Synonyme
Gedichte vom Autor Eduard Mörike

Suche in 361091 Wörtern und 109475 Wortgruppen - Impressum
© WIE SAGT MAN NOCH 2004-2019

Synonym Wörterbuch - online Synonyme in diversen Sprachen - kostenlose Synonymsuche englisch, spanisch, italienisch, französisch, portugiesisch, niederländisch, polnisch, russisch



Wörterbücher

Anzeigen


Dies & Das
Abkürzungen - wichtige u. oftgesuchte Abkürzungen
Universitäten - deutsche Fach - und Hochschulen
Vornamen - Herkunft und Bedeutung von Vornamen
Zitate - umfangreiche Zitatdatenbank, Sprüche, Reime,...