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Gedichte - Elise Sommer


An meinen Freund Hrn. G.R.R. Boden

Als du, o Freund! gebohren wardst, Da
weih`ten Engel Gottes Dich Zum Segen
für die Menschheit ein; Sie senkten in
die junge Brust Ein Herz voll reinen
Schönheits-Sinns, Das
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An meinen Freund Willebrand zu Hamburg

An dem Tage, da die Morgenröthe Mir
zum erstenmal die Wange küßte, Barg
mein guter Genius sich weinend, Flehte:
»Laß sie schlummern, Gott! im
Grabe.« Und es sank herab auf Rose
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An eine verwelkte Rose...

An eine verwelkte Rose; ein
aufgegebenes Impromtü Arme Rose!
blühtest gestern Reizender, als deine
Schwestern, Trugst dein Haupt so stolz
empor! Jetzo senkst du es z
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An meinen Freund, Herrn Kabinetsrath Jost

Auf! scheuche, mein Lieber, mit muthigem
Sinn Den Unmuth, die finsteren Grillen
dahin; Sie rauben Dir Ruhe und Freude
und Glück, Auf! scheuche sie fort in
den Orkus zurück!
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Elegie

Bald schließet mit Freuden zur ewigen
Ruh Mein weinendes Auge auf immer sich
zu, Dann trägt man mich stille zu
Grabe; Schon seh` ich sie flattern in
heulender Luft, Die Flöhre der
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Elegie (V)

Bang` und düster, Wie Geflüster, Das
am Grabe stöhnt, Fragen meine
Blicke Weinend das Geschicke: Wann
wirst du versöhnt? O dann
tragen Meine Klagen
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Morgen-Gefühle

Bebet leis`, ihr Harfentöne, Rührend,
wie die Andacht fleht, In des jungen
Morgens Schöne, Werde mein Gesang
Gebet! Möchten in der Andacht
Feuer Mich Entzückungen
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An meine Lina

Dein gedenk` ich, wenn am jungen
Tage Rosenglanz die Silberwolken
malt, Wenn bei Filomelens spätem
Schlage Luna in mein ödes Zimmer
stralt; Dein gedenk` ich, wenn der
holde Frühli
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Zweisilbige Charade (3)

Der Erzgebirge tiefer Grund Versteckt
mein stralenreiches Feuer, Mich machen
Freudenlieder kund, Ich bin der ganzen
Erde theuer; Ich übe magische
Gewalt, Ich bin der Abgott a
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Elegie (II)

Der Tag ist hingeschwunden, Die letzte
Thräne fließt; Ihr stillen
Abendstunden Seid feierlich
gegrüßt! Ich kenne keine
Freuden, Und keine Ruhe mehr, Mein He
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Viersilbige Charade (2)

Die Nebel flieh`n – mein Erstes wird
geboren, Aetherisch, wie der leichte
Tanz der Horen, Wie dampft das Thal;
die leichten Sylphen schweben, Es
zaubert auf die Erde neues Leben!
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Zemire, eine Erzählung

Die Sonne sank in stiller Majestät Am
Saum des Himmels in den Ozean, Und
röthete mit ihrer Purpurglut, Gleich
einem Feuerstrom, den gelben Fluß. Es
zitterte in ihrem Abendgold`
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Viersilbige Charade

Ein geist`ges Wesen in des Aethers
Räumen, Durchwall` ich rasch die
Kreise der Natur. Ich wecke dich aus
sanften Morgenträumen, Komm` ich
geflügelt über Berg und Flur. Der
Wald e
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Aussicht

Er kommt vom Olympos, vergoldet die
Hügel, Der Tag, den zum schönsten ich
längst mir erkohr; Dann jauchz` ich,
dann schweb` ich mit goldenem
Flügel Hoch über die Wolken zur
Gottheit em
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Meinem Schöpfer

Es jauchzt zu deinem Ruhme, o mein
Schöpfer, Die ganze Schöpfung, alle
Kreaturen - Dir rieseln laut des Baches
Silberwellen Auf Goldsand zwischen
bunten Blumenkränzen, Dir wälzt
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An meine hochverehrte Tante

Frau Obristin L. v. Wulfkrona So
sanft, wie sich ein Silberbach Ergießt
durch bunte Auen, So flieh` dein
fern`res Leben hin, O würdigste der
Frauen! Den schönsten L
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An meine Harfe

Für mich floß aus Peru`s
Schachten Weder rothes Gold, noch
Silber, Auch ermangeln meine
Wände Jedes Glanzes seidner
Hülle, Meine Augen täuschen
keine Schildereien großer
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An das scheidende Jahr

Hebe weg die Thränenblicke Von dem
Schimmer dieser Welt, Monde fliehen,
Jahre eilen - Auch des lezten Sandkorn
fällt; Unaufhaltsam rauscht`s von
hinnen, Schon sein Ende nah`
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An meinen verehrten Freund

Herrn Superintendenten Justi zu
Marburg Schon sank die Nacht im
Sternenkleide Hinab ins stille blaue
Meer, Aurora schwamm im Schmuck der
Freude Auf wolkenlosem Azur her.
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Dreisilbige Charade (1)

Heut komm` ich so sanft und so
schmeichelnd daher, Und küsse dir
schmeichelnd die Locken, Und Morgen
schon gleich` ich dem brausenden
Meer, Und jage die tanzenden
Flocken. Mein Zwei
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An eine Freundinn

Hier in dieser dicht umzognen
Grotte, In des Waldes schauerlichem
Grün, Wo der Linde weiße
Silberblüthen Tanzend durch die lauen
Lüfte fliehn, Hier will ich,
umsäuselt v
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An die Ruhe

Himmels Tochter! aus dem Paradiese Zu
uns Sterblichen herabgesandt, Die ich
bald verklärt in Eden grüße, Holde!
führe mich an deiner Hand! O wie
fühl` ich oft an deinem Busen
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Elegie (IV)

Hin ist die Ruhe meines
Lebens, Umsonst, umsonst seufz` ich
nach ihr; Ach jedes Ringen ist
vergebens, Die Freude floh` schon lang`
vor mir! Die Schwermuth schmiegt an
meine S
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Dreisilbige Charade (2)

Ich bin ein Pflänzchen zart und
grün, Und sprosse, wo die Mandeln
blühn; Der Rose gleichet meine
Blüthe, Doch übertreff` ich sie an
Güte. Das Edelste von mir erhält
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Fantasieen

Ich saß im milden Schein der
Abendröthe An meiner Lieblingsquelle
Rand, Und lauschte auf der nahen Hirten
Flöte, Gelehnt an schroffe
Felsenwand. Des Mondes Silberstralen
b
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Zweisilbige Charade (1)

Ich schwebe hold um jeden
Erdenkreis, Am Indus bin ich, wie an
Grönland`s Eis; Ich hebe dich mit
meinem mächt`gen Flügel Bis in die
Nähe duft`ger Wolkenhügel; Verlass`
ich dich,
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An Marienwerder, bei Hannover

Im Julius 1805. In Stunden heiliger
Erinnerung, Wo der geschwundnen Tage
heitres Bild Zu süßer Nachempfindung
uns umschwebt, Wo auch die längst
verblühte Blume noch
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An einen entfernten Freund

Im leichten Flügelkleide Hüpft` ich
auf bunter Flur; Da liebt` ich Scherz
und Freude, Wie Kinder der
Natur. Die kleinen Wünsche waren So
leicht, so bald gestillt,
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An meinen kleinen Karl

Komm her an meinen Busen, Du lieber
Junge, komm! Wachs` auf zum Freund der
Musen, Und werde brav und
fromm! Dein blaues Auge
lächelt Mich zärtlich an und süß;
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Viersilbige Charade (1)

Mein Erstes giebt Ansehn, bringt näher
den Thronen, Doch pflegt es nicht immer
Verdienst zu belohnen, Oft ist es für
klingende Münze gar feil, Und wird
dann auch Schurken und Dummen zu T
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Dreisilbige Charade (4)

Mein Erstes spricht dich an aus süsser
Unschuld Mund; Wird`s dir zum erstenmal
in deinem Leben kund; Dann hebt es dich
empor zu zärtlich – froher
Regung, Dann wogt dein fühlend Herz in
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Dreisilbige Charade (5)

Mein Erstes wird zum Kranz des Ruhms
geschlungen, Von manchem Dichter wird
es schwer errungen, Bei Siegesfesten
unter Jubeltönen Gebühret es
Bellona`s Heldensöhnen. Mein Zweites l
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An die Freundschaft

Meinem verehrten Freunde, dem Hrn.
Geh. Reg. Rath Boden zu Berleburg
gewidmet. Du Tochter des Himmels,
aus Eden gesandt, Du führ`st uns am
seidenen rosigen Band, Du
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Fantasieen (II)

Meinen Freunden gewidmet. Oft glänzt
am jungen Morgen Durch rosiges
Gewölke Der Sonne goldnes Feuer, Doch
eh` der Abend dämmert, Oft eh` der
Mittag glühet,
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Auf die Vermählung des Fürsten v. W.

mit der Fürstin zu S.S. Wonnebebend,
süß berauscht von Freude, Klopfen
lauter unsre Herzen heute Im Gefühle
namenloser Lust; Frohe Ahnung von
zukünft`gem Glücke
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Im Namen eines Freundes, am Grabe seiner Gattin

Mit zerrißnem, halb gebrochnem
Herzen Blick` ich, o Louise, auf Dein
Grab, Und der Wehmuth bange Thränen
fließen Von den bleichgehärmten
Wangen ab. Dieser frische hochgew
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Lob der Sinne

Mögen andere nach Zeno`s Hallen, Mit
Diogenes verkehrtem Sinn, Im Gefühle
ihrer Größe wallen! Meine Gottheit
winkt mir nicht dahin; Ihre Stirne ist
bekränzt mit Rosen, Ih
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An Selmar

Nie vergeß` ich jener schönen
Stunde, Wo du mir am bangen Busen
lagst, Und mit süßem zauberischem
Munde: »Meines Herzens Freundinn!«
sprachst; Wo dein Herz an meinem He
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Selma an Selmar

Noch einmal zurück, o ihr Zeiten Der
wonnigsten süßesten Freuden, Vor
meinen gesunkenen Blick! O! Zauberin
Fantasie, male, Und führe im
glänzenden Strale Des Mondes mir S
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Frühlingslied für meinen kleinen Philipp

Pflückt Veilchen zum Kranz, Und
hüpfet zum Tanz, Ihr Schwestern und
Brüder! Der Frühling kommt
wieder! Ertönet, ihr Saiten, Dem
Geber der Freuden! Der Wint
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Hulda

Romanze. So schön, wie die Rose im
Morgengold glüht, So sanft, wie das
Veilchen dem Lenze entblüht, An
Tugend, an Adel der Seele so reich War
Hulda, der ersten der Grazien
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Morgenlied

Schon sinkt die Nacht in ihre
Grotte, Der goldne Morgen lößt sie
ab; Er wird geweckt von einem
Gotte, Der Daseyn und Gefühl mir
gab. Ihm will ich die verjüngten
Kräfte
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An die Ruhe (II)

Stille Ruhe säuselt nieder Von des
Himmels goldnen Höh`n, Einsam tönen
meine Lieder, Wie der Abendlüfte
Weh`n. Ju der Dämmrung
Nebelschleier Stirbt des Tages letzter
Blic
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An einem trüben Abend

Vielleicht ist dies der lezte
Abend, Der mir so bang` und düster
sinkt! Vielleicht nah`t sie sich schon,
die Stunde, Die mir zur ew`gen Ruhe
winkt. Sei mir willkommen, Nacht
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Zweisilbige Charade (2)

Vom Orient bis zu dem Occident, Vom
Eispol bis zur fernsten
Himmelszone, Vom trauten Kreis, wo
hoher Jubel tönt, Bis zu des ersten
Königs goldnem Throne, Ist alles,
alles meinem Ta
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An ein Maienblümchen

Vor allen Blumen, die so schön Auf
Florens bunten Beeten stehn, Wähl`
ich, o Maienblümchen! dich Zum kleinen
Busenstrauß für mich. Dein kleines
Klöckchen, zart und wei
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An meinen Sohn Friederich

Wandle stets den Pfad der
Tugend; Fröhlich wird dann Deine
Jugend, Seelig wird Dein Alter
seyn! Dann nur hoffst Du nicht
vergebens, Dich am Abend Deines
Lebens Eines bessern
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An eine Kirchhofs-Linde

Wenn dereinst im lauen Abendwinde Unter
deinem Schatten, hohe Linde, Hin ein
Lebensmüder sinkt, Und aus deinen
Silberblüthen Süße Düfte
trinkt; O, dann lisple lei
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Letzter Auftrag an meine Freunde

Wenn ich dereinst den langen Schlummer
schlafe, Dann pflanzt auf meines
Hügels grüne Decke Nur keine Staude
dunklen Rosmarins! Nie müssen klagende
Zypressenzweige Sich über meine
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An Eleonore Brandenburg

Wenn im Lenz das Veilchen
blüht, Nachtigallen tönen, Die Natur
im Purpur glüht, Von Aurorens
Thränen; Wenn der junge Mai
erwacht, Lockt zu Lust und Freude,
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Dreisilbige Charade (3)

Wenn Schlaf nicht mehr dein Auge
schliesst, Und dämmernd sich die
Blicke heben, Dann ist`s mein Erstes,
was dich grüsst, Dann siehst du mich
in Glorie schweben. Der Träum`
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Zweisilbige Charade

Wie aus der Erde nachtumhülltem
Schoos Der junge Morgen jubelnd wird
empfangen, Wenn Hesperos in blauem
Grund verglüht Und Rosen auf den
Silberwolken prangen; So königlich
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An Pomerania

Wie wird mir seyn, o Pomerania! Wenn
ich in deinen stillen Gründen Mich
selig werde wiederfinden? Wie wird in
himmlischem Gefühl Der höchsten Wonne
Thräne fließen, Wie wi
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Elegie (III)

Wo seid ihr hin? entflohne Jahre, Da
ich im goldgelockten Haare Mir
fröhlich Lenzesblüthen brach? Mir
schienen Weste liebzukosen, Wenn ich,
bekränzt mit jungen Rosen, Der F
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An die Musen

Wär` ich würdig, zu gewinnen Eure
Gunst, ihr Charitinnen, Der
Begeist`rung Sonnenflug, Die mich oft
in goldnen Träumen Unter amaranth`nen
Bäumen Wie auf Rosenarmen trug;
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Hymne an Gott

Zu dir! zu dir soll sich mein Geist
erheben, Vor dessen Glanz der Seraf
sich verhüllt, Vor dem Gebirg` und
Felsen furchtsam beben, Der Aetna`s
Feuerschlund mit Flammen füllt!
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