Politiker Sprache

Gedicht Gruppen
Friedrich Julius Hammer
Frank Wedekind
Khalil Gibran
Adelbert Chamisso
Ignaz Franz Castelli
Gerhard Anton Gramberg
Albert Hoefer
Karoline von Günderode
Christian Felix Weiße
Hanns von Gumppenberg
Vincenz Zusner
Friedrich Förster
Otto Roquette
Adele Schopenhauer
Ernst Ziel
Leo Sachse
Friedrich Freiherr von Logau
Wernine Zimmermann
Hermann Löns
Otto Ernst

Intern

Anzeigen

Aktuelles

Gedichte


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Gedichte - Emanuel Geibel

Hanseatisches Festlied.

(Am Tage des Aufziehens der Bundesflagge.)

Es ist erwacht mit hellem Schall
Ein wunderkräftig Wort,
Das schwingt wie Osterglockenhall
Von Gau zu Gau sich fort;
... weiterlesen


Anzeigen


Die Braut.

(Am Tage vor der Hochzeit.)

Wie schmachtet` ich noch jüngst
Um seinetwillen!
Und dennoch wein` ich nun
Für mich im Stillen,

Ach, als er heute ... weiterlesen


Valer und Anna.

(Aus einem größeren Gedichte)

Als Bonapart` auf seinem Siegesgang,
Dem keine Hand von Staub ein Ziel zu stecken
Bestimmt schien, plötzlich stockt` und wankt` und ... weiterlesen


Waldgespräch.

(Aus einer Komödie.)

Linde.

Guten Abend. Wie steht`s?

Eichbaum.

Einstweilen noch fest.
Feststehn dünkt mich das allerbest
... weiterlesen


Elysium.

(Chor aus einer Komödie)

Heitre Nächte, heitre Tage
Feiert der Erwählten Schaar
In Elysiums duft`gem Hage,
Wo Musik die Lüfte hauchen,
Und aus Wassern, ... weiterlesen


Clotar

(Fragment.)

Es liegt am Strand der Spree im Preußenland
Die Stadt Berlin, die jede Zeitung nennt,
Berühmt durch ihren Fritz und ihren Sand
Und tausend Dichter, ... weiterlesen


Der Rhein.

(Fragment.)

O Sohn der Alpen, in krystallnen Wiegen
Genährt von Gletscherbrüsten, heil`ger Rhein,
Wenn du dem blauen Schweizersee entstiegen
Dich jauchzend ... weiterlesen


Einer jungen Freundin.

(Mit Gedichten.)

Es kommt dies Büchlein zu dir fein
Und möchte gern dein Garten sein.
Zwischen den Blumen, die ihn zieren,
Führ deine Gedanken hübsch ... weiterlesen


Lied.

(Nach Byron)

Schlafloser Augen Sonne, trüber Stern,
Deß thränenvoller Stral erzittert fern:
Du zeigst das Dunkel, das vor dir nicht weicht,
Wie dir ... weiterlesen


In ein Stammbuch.

(Nach Byron.)

Wenn sich auf dieses Blatt dein Auge senkt,
Betracht` es still, als wär`s mein Leichenstein;
Und mild, wie man der Toten sonst gedenkt,
Gedenke mein!


Lieder eines fahrenden Schülers.

(Zu Volksweisen.)

I.

Kein Tröpflein mehr im Becher!
Kein Geld im Säckel mehr!
Da wird mir armem Zecher
Das Herze gar so schwer.
Das Wandern ... weiterlesen


Lieder zu Volksweisen

1. Der Landsknecht.

Ein Landsknecht bin ich worden
In des Feldhauptmanns Heer!
Dem frommen Landsknechtsorden,
Dem sing` ich Preis und Ehr.
Wer fährt so gut ... weiterlesen


Ländliche Lieder.

1. Frühling.

Und wenn die Primel schneeweiß blickt
Am Bach, am Bach auf dem Wiesengrund,
Und wenn vom Baum die Kirschblüt` nickt
Und die Vögelein pfeifen im ... weiterlesen


Ostseelieder.

1.

Als ich jung war, da trieb`s mich
Über Land, über Meer,
Mit den Schwalben zu wandern,
War all mein Begehr.

Und das Land der Zitronen,
... weiterlesen


Zwei Psalmen.

1.

Aus diesem Thal des Kummers
Vernimm, o Herr, mein Flehen:
Voll Angst, beraubt des Schlummers
Lieg` ich die Nacht hindurch in heißen Wehen;
Durch mein ... weiterlesen


Sprüche.

1.

So lang du wallst auf Erdenbahnen,
Dem Irrthum, Freund, entgehst du nicht;
Doch läßt dich Irrthum Wahrheit ahnen,
Irrthum ist Farbe, Wahrheit Licht.
... weiterlesen


Aus dem Schenkenbuch.

1.

Wein her! Wein, damit du es lernst,
Herz, geduldig zu harren;
Weil du schier mir brächest am Ernst,
Gehn wir unter die Narren.

Weil zwei ... weiterlesen


Sprüche

1.

Das Größeste ist das Alphabet,
Denn alle Weisheit steckt darin,
Aber nur der erkennt den Sinn,
Der`s recht zusammenzusetzen versteht.

2.

... weiterlesen


Zur Friedensfeier.

18. Juni 1871.

Flammt auf von allen Spitzen,
Ihr Feuer deutscher Lust,
Und weckt mit euren Blitzen
Ein Danklied jeder Brust!
Das grause Spiel der Waffen
... weiterlesen


Die junge Nonne.

Ach Gott, was hat mein Vater, was meine Mutter gedacht,
Daß sie mich zu den Nonnen in das Kloster gebracht!
Nun darf ich nimmer lachen und muß im Schleier gehn,
Und darf kein ... weiterlesen


Nausikaa.

Als Odysseus fortgezogen
Heimwärts vom Phäakenstrand
Und sein Schiff am Saum der Wogen
Fern im Abendrot verschwand,
Zu des heil`gen Felsens Zinne
Schritt empor ... weiterlesen


Theodor Körner.

Als wider Frankreichs räuberischen Geier
Das Weidwerk anhub durch die deutschen Lande,
Da schoß, die Seelen zu geweihtem Brande
Entzündend, Blitz auf Blitz ans deiner ... weiterlesen


Geständnis

Also lieb` ich Euch, Geliebte,
Daß mein Herz es nicht mag wagen,
Irgend einen Wunsch zu tragen,
Also lieb` ich Euch!

Denn wenn ich zu wünschen wagte,
Hoffen ... weiterlesen


Geständnis

Also lieb’ ich Euch, Geliebte,
Daß mein Herz es nicht mag wagen,
Irgend einen Wunsch zu tragen,
Also lieb’ ich Euch!

Denn wenn ich zu wünschen wagte,
... weiterlesen


Trinkspruch

am 26. Oktober 1870.

Stoßt an im Saft der besten Reben!
Stoßt an: Land Mecklenburg soll leben,
Land Mecklenburg mit Schwert und Pflug!
Die Perle gab es uns der ... weiterlesen


Rheinsage.

Am Rhein, am grünen Rheine,
Da ist so mild die Nacht,
Die Rebenhügel liegen
In goldner Mondenpracht.

Und an den Hügeln wandelt
Ein hoher Schatten her
... weiterlesen


Ein Gedenkblatt.

Am Samstagmorgen vor Palmarum war`s
Im Jahre, da man neunundvierzig schrieb,
Daß mich die goldne Sonne des Aprils
Aus meinem alten Nest am Hafendamm
Hinab ins Freie ... weiterlesen


Unruhe

An Wunden, schweren,
Langsam verbluten,
In heimlichen Gluten
Still sich verzehren,
Täglich voll Reue
Den Wahnsinn verschwören.
Täglich aufs neue
... weiterlesen


Das Lied von Düppel.

April 1864.

Was klingt aus den Städten wie helles Festgeläut?
Die Pauken und Drommeten, was jubeln sie heut?
Was brausen und jagen die Wasser der Schlei?
Der ... weiterlesen


Was wir wollen.

April 1867.

Was soll dies Spiel der List,
Dies Klirren mit dem Schwerte,
Als ob nach Raub und Zwist
Das deutsche Volk begehrte?
Ein treuer Wunsch allein
... weiterlesen


Die weiße Schlange.

Auf der Burg in reichgeschmückter Halle
Schweigsam brütend sitzt der greise Stojan,
Sitzt beim vollen Silberkrug und trinkt nicht,
Starrt empor zum Balkenwerk der Decke,
... weiterlesen


Die weiße Schlange

Auf der Burg in reichgeschmückter Halle
Schweigsam brütend sitzt der greise Stojan,
Sitzt beim vollen Silberkrug und trinkt nicht,
Starrt empor zum Balkenwerk der Decke,
... weiterlesen


Die Türkenkugel.

Auf der Höh` am Felsenkirchlein.,
Rings vom Türkenheer umschlossen,
Liegt ein Häuflein tapfrer Griechen
Von des Bozzaris Genossen.

Achtmal hat die Schaar dort ... weiterlesen


Im Herbste.

Auf des Gartens Mauerzinne
Bebt noch eine einz`ge Ranke:
Also bebt in meinem Sinne
Schmerzlich nur noch ein Gedanke.

Kaum vermag ich ihn zu fassen,
Aber ... weiterlesen


Auf glatten Fluten schwamm der Abendstern...

Auf glatten Fluten schwamm der Abendstern,
Ein grünlich Gold umdämmerte die Fluren:
Die Türme Lübecks spiegelten sich fern,
Und leise zog der Nachen, drin wir fuhren.
... weiterlesen


Auf Felix Mendelssohn-Bartholdys Tod.

Auf jeden Tag, und schwing` in sprühnder Pracht
Er noch so stolz die Fackel, folgt die Nacht;
Steigen und sinken lautet das Gebot,
Das uns beherrscht, und König ist der Tod.
... weiterlesen


Auf keinen Fall

Auf keinen Fall gestehe Du
der Mittelmäßigkeit was zu.
Hast Du Dich erst mit ihr vertragen,
dann wird´s Dir bald bei ihr behagen,
bis Du dereinst, Du weißt nicht ... weiterlesen


An der Mosel.

August 1870.

Wo der Mosel dunkle Wellen
Um ihr felsig Ufer schwellen,
Schweigt zum drittenmal die Schlacht,
Und die feuchten Winde tragen
Lobgesang und ... weiterlesen


Aus zerrißnen Wolkenmassen...

Aus zerrißnen Wolkenmassen
Steigt ins Blau der goldne Mond
Und beglänzt den Bergesgipfel,
Wo die Burgruine thront.

Am bemoosten Turme steh` ich,
... weiterlesen


Abendfeier in Venedig

Ave Maria! Meer und Himmel ruhn,
Von allen Türmen hallt der Glocke Ton.
Ave Maria! Laßt vom ird`schen Tun,
Zur Jungfrau betet, zu der Jungfrau Sohn!
Des Himmels Scharen ... weiterlesen


Der Tod des Tiberius.

Bei Cap Misenum winkt` ein fürstlich Haus
Aus Lorbeerwipfeln zu des Meeres Küsten,
Mit Säulengängen, Mosaiken, Büsten
Und jedem Prunkgeräth zu Fest und Schmaus.
Oft ... weiterlesen


Der Tod des Tiberius

Bei Kap Misenum winkt ein fürstlich Haus
aus Lorbeerwipfeln zu des Meeres Küsten,
mit Säulengängen, Mosaiken, Büsten,
und jedem Prunkgerät zu Fest und Schmaus.
Oft sah ... weiterlesen


Ermunterung.

Blick um dich her! Es redet dir vom Lieben,
Was du nur schaust in aller Höh` und Tiefe;
Die Rose läge still im Moos und schliefe,
Wenn sie die Liebe nicht ans Licht ... weiterlesen


Ritornelle von den griechischen Inseln.

Corfu.

Auch Gruftcypressen
Trägst du, Corfu, sonst würde wer hier athmet,
Nur Rosen pflücken und des Grabs vergessen.
Ithaka.

Als schroffe ... weiterlesen


Am Waldsee.

Da draußen an der Halde,
Da singt ein Vöglein frei:
Jung Blut, geh` nicht zu Walde,
Im Walde wohnt die Fei.

Bei Tag im Grase funkelt
Ihr schuppiger ... weiterlesen


Der Page

Da ich nun entsagen müssen
Allem, was mein Herz erbeten,
Laß mich diese Schwelle küssen,
Die dein schöner Fuß betreten.

Darf ich auch als Ritter nimmer
... weiterlesen


Der Page

Da ich nun entsagen müssen
Allen, was mein Herz erbeten,
Laß mich diese Stelle küssen,
Die dein schöner Fuß betreten.

Darf ich auch als Ritter nimmer
... weiterlesen


Daran kranket die Zeit

Daran kranket die Zeit, daß sie stets mit kleinlichen Mitteln
Spielt und versucht und dabei Großes zu schaffen vermeint.
Niemand wagt den geradesten Weg; man fügt sich dem ... weiterlesen


Das ist das alte Lied und Leid...

Das ist das alte Lied und Leid,
daß die Erkenntnis erst gedeiht,
wenn Mut und Kraft verrauchen;
die Jugend kann, das Alter weiß;
du kaufst nur um des Lebens Preis
... weiterlesen


Ehespruch.

Das ist die rechte Ehe,
Wo zweie sind gemeint,
Durch alles Glück und Wehe
Zu pilgern treu vereint:
Der eine Stab des andern
Und liebe Last zugleich,
... weiterlesen


Das ists, was an der Menschenbrust...

Das ist`s, was an der Menschenbrust
Mich oftmals läßt verzagen,
Daß sie den Kummer wie die Lust
Vergißt in wenig Tagen.

Und ist der Schmerz, um den es ... weiterlesen


Klage.

Das treibt das Blut mir heiß in`s Angesicht,
Daß, wo ich schweifen mag im fremden Lande,
Ich hören muß des deutschen Namens Schande,
Und darf nicht sagen, daß man Lüge ... weiterlesen


Vergänglichkeit

Daß alles uns so rasch vorübereilet
Und sich die Zeit nicht läßt in Fesseln schlagen,
Es war mir nimmermehr ein Grund zu klagen,
Wenn ich im Kreis der Fröhlichen ... weiterlesen


Apologie

Daß ich auch zur schönen Zeit des Frühlings
Morgens lange stets im Bette säume,
Darum wollt ihr, Freunde, mich verklagen?
Tut es immerhin! Euch hat beim Werden
Nicht ... weiterlesen


Prolog zur Friedensfeier.

Den 22. März 1871.

Nun hallen fern des Krieges Donner aus,
Und heimwärts zieht, den Helm mit Laub bekränzt,
Mit weh`nden Fahnen unser glorreich Heer,
Das Volk ... weiterlesen


Fahr wohl.

Den letzten Becher bring` ich dir,
Du schöner, fremder Strand!
Ach, bitter wird das Scheiden mir,
Als wär`s mein Heimatland.
Fahr wohl, fahr wohl! Im Segel ruht
... weiterlesen


Das Mädchen von Paros.

Denkst du des Abends noch, des hellen,
Da mich der Winde leiser Zug
Sanft über die entschlafnen Wellen
An diese stille Küste trug?
Da ich, ermüdet vom Gewühle,
... weiterlesen


Sonett.

Der Acker, ewig umgewühlt vom Pfluge,
Erschöpft sich endlich, gute Frucht zu tragen:
So wird zuletzt nach höchster Blüte Tagen
Der Geist der Völker siech, und lahm im ... weiterlesen


Rothenburg.

Der Dichter kommt mit leichtem Mut gezogen
Durch grüne Triften und durch Korneswogen;
Da steigt vor ihm aus wald`gem Bergeskranze
Ein Schloß empor im Abendsonnenglanze.
... weiterlesen


König Dichter.

Der Dichter steht mit dem Zauberstab
Auf wolkigem Bergesthrone
Und schaut auf Land und Meer hinab
Und blickt in jede Zone.

Für seine Lieder nah und fern
... weiterlesen


Mädchenlied.

Der du am Sternenbogen
Als Erstling kommst gezogen,
Schön vor den Brüdern du,
O sei mit deinem Strale,
Gegrüßt sei tausendmale
Lieblicher Bote der Ruh!
... weiterlesen


Gesang des Priesters.

Der du einst in freier Liebe
Dich in unsern Staub gebannt,
Unsrer Brust verworrne Triebe,
Ach, und all ihr Leid erkannt:
Der du selbst in jenen Tagen
Schmecktest ... weiterlesen


Der Frühling ist ein starker Held...

Der Frühling ist ein starker Held,
Ein Ritter sondergleichen,
Die rote Ros` im grünen Feld,
Das ist sein Wappen und Zeichen.

Sein Schwert von Sonnenglanze ... weiterlesen


Indische Weisheit.

Der Ganges rauscht; vernimm im Abendroth
Die Lehre von der Wandlung nach dem Tod.

Was ist, das ist von Anfang her gewesen
Und wird im Tod zu neuem Sein genesen.
... weiterlesen


Der Mai ist gekommen...

Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus,
Da bleibe, wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus!
Wie die Wolken wandern am himmlischen Zelt,
So steht auch mir der Sinn in die weite, ... weiterlesen


Der Mai ist gekommen

Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus,
Da bleibe, wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus;
Wie die Wolken wandern am himmlischen Zelt,
So steht auch mir der Sinn in die weite, ... weiterlesen


Nachtlied.

Der Mond kommt still gegangen
Mit seinem goldnen Schein,
Da schläft in holdem Prangen
Die müde Erde ein.

Im Traum die Wipfel weben,
Die Quellen rauschen ... weiterlesen


Der schnellste Reiter

Der schnellste Reiter ist der Tod,
er überschreitet das Morgenrot,
des Wetters rasches Blitzen;
sein Ross ist fahl und ungeschirrt,
die Sonne schwirrt, der Pfeil ... weiterlesen


Cita mors ruit

Der schnellste Reiter ist der Tod;
Er überreitet das Morgenrot,
Des Wetters rasches Blitzen;
Sein Roß ist fahl und ungeschirrt,
Die Senne schwirrt, der Pfeil erklirrt
... weiterlesen


Einkehr.

Der Staub ist heiß, die Sonne glüht,
Vom langen Wandern bin ich müd`;
Sieh da, im Schatten der Linden
Muß ich ein Wirtshaus finden!

Gott grüß dich, schöne ... weiterlesen


An Ada

Der Wald wird dichter mit jedem Schritt;
Kein Pfad mehr, kein Steig!
Nur die Quelle rieselt mit
Durch Farrenkraut und Brombeergezweig;
Ach, und unter den Eichenbäumen
... weiterlesen


Eiserne Zeit.

Dezember 1865.

Unterm alten Eichenbaum,
Wo das Volk ihm lauscht im Kreise,
Dumpf, gleichwie aus bangem Traum,
Singt der Spielmann seine Weise:
Haltet Mut ... weiterlesen


Harr aus.

Dezember 1867.

Es stürmt im rauhen Kleid von Eisen
Beschwingten Schritts dahin die Zeit,
Kaum, daß sie dir und deinen Weisen
Ein Ohr noch leiht.

... weiterlesen


Der Ungenannten

Die du den Blick mir zugewandt voll Güte,
Da mich die andern in den höfisch glatten,
Prunkvollen Sälen stolz vergessen hatten,
Wie dank` ich deinem freundlichen Gemüte!
... weiterlesen


Die Sehnsucht des Weltweisen.

Die fernen Flöten hör` ich schallen,
Der Feierhymnus wogt darein;
Es wälzt sich zu des Tempels Hallen
Des Volkes Strom im Morgenschein,
Der Knaben rothe Fackeln ... weiterlesen


Die Freuden, die rosigen Tänzerinnen

Die Freuden, die rosigen Tänzerinnen,
Mit Kränzen und Fackeln, mit Spiel und Gesang,
Wie fliehn sie auf schimmernden Sohlen von hinnen!
Aber der Kummer hat schleichenden Gang.
... weiterlesen


Memento mori.

Die ihr den Geist zu fernen Bahnen lenket
Und nächtlich sinnt bis zu des Tags Erröten,
Vergeßt nicht, daß ein andres noch vonnöten,
Und daß des Lebens Sold euch nicht ... weiterlesen


Ostermorgen

Die Lerche stieg am Ostermorgen
empor ins klarste Luftgebiet
und schmettert` hoch im Blau verborgen
ein freudig Auferstehungslied.
Und wie sie schmetterte, da klangen
... weiterlesen


Ostermorgen

Die Lerche stieg am Ostermorgen
Empor ins klarste Luftgebiet
Und schmettert`, hoch im Blau verborgen,
Ein freudig Auferstehungslied,
Und wie sie schmetterte, da klangen
... weiterlesen


Volkers Nachtgesang.

Die lichten Sterne funkeln
Hernieder kalt und stumm;
Von Waffen klirrt`s im Dunkeln,
Der Tod schleicht draußen um.
Schweb` hoch hinauf mein Geigenklang,
Durchbrich ... weiterlesen


Die Liebe saß als Nachtigall

Die Liebe saß als Nachtigall
im Rosenbusch und sang;
es flog der wundersüße Schall
den grünen Wald entlang.

Und wie er klang, da stieg im Kreis
aus tausend ... weiterlesen


Romanze.

Die mit dem Reiz der braunen Glieder
Im Tanz bezaubert jeden Sinn,
Sie schwingt das Tamburin nicht wieder,
Flamenca, die Zigeunerin.

Sie trug das Haar im ... weiterlesen


Reue

Die Nacht war schwarz, die Luft war schwül,
Ich fand nicht Schlaf auf meinem Pfühl,
Mein Sinn ward trüb und trüber;
Da schritten die Tage der alten Zeit
Zu langem, ... weiterlesen


Der Husar.

Die Schlacht ist aus, zersprengt des Feindes Scharen,
Ein schwarzes Bahrtuch sinkt die Nacht hernieder,
Da lagern rings ums Feuer die Husaren
Und wärmen ihre kampfesmüden ... weiterlesen


Lied

Die Sonne brannte heiß am Tage,
Nun wird es auf den Abend kühl;
Die Wolken ziehn in dunkler Lage,
Und durch die Luft weht Harfenspiel.
Mir ist so eigen, ist so ... weiterlesen


Die Sonn hebt an vom Wolkenzelt...

Die Sonn` hebt an vom Wolkenzelt
Verstohlnen Glanz zu schießen;
Da gibt es rings in Wald und Feld
Ein Rauschen, Rieseln, Fließen.

Das Eis zergeht, der Schnee ... weiterlesen


Die stille Wasserrose...

Die stille Wasserrose
Steigt aus dem blauen See,
Die feuchten Blätter zittern,
Der Kelch ist weiß wie Schnee.

Da gießt der Mond vom Himmel
All seinen ... weiterlesen


Sanssouci.

Dies ist der Königspark. Rings Bäume, Blumen, Vasen!
Sieh, wie ins Muschelhorn die Steintritonen blasen!
Die Nymphe spiegelt klar sich in des Beckens Schoß:
Sieh hier der ... weiterlesen


Drei Bitten

Drei Bitten hab` ich für des Himmels Ohr,
Die send` ich täglich früh und spät empor:
Zum ersten, daß der Liebe reiner Born
Mir nie versieg` in Ungeduld und Zorn;
Zum ... weiterlesen


Blauer Himmel.

Du Aetherblau, von sel`gem Licht getränkt,
Durchsichtge Tiefe, drein der Blick sich senkt,
Bis er geblendet taumelt, Abgrund du,
Unendlicher, der Heiterkeit und Ruh,
Wie ... weiterlesen


Du bist so still, so sanft, so sinnig...

Du bist so still, so sanft, so sinnig,
Und schau` ich dir ins Angesicht,
Da leuchtet mir verständnisinnig
Der dunkeln Augen frommes Licht.

Nicht Worte gibst du ... weiterlesen


Im April

Du feuchter Frühlingsabend,
Wie hab` ich dich so gern!
Der Himmel wolkenverhangen,
Nur hie und da ein Stern.

Wie leiser Liebesodem
Hauchet so lau die ... weiterlesen


Du feuchter Frühlingsabend

Du feuchter Frühlingsabend,
wie hab’ ich dich so gern!
Der Himmel wolkenverhangen,
nur hie und da ein Stern.

Ein leiser Liebesodem
hauchet so lau die ... weiterlesen


Du feuchter Frühlingsabend

Du feuchter Frühlingsabend,
wie hab` ich dich so gern!
Der Himmel wolkenverhangen,
nur hie und da ein Stern.

Ein leiser Liebesodem
hauchet so lau die Luft,
... weiterlesen


Im April

Du feuchter Frühlingsabend,
Wie hab` ich dich so gern!
Der Himmel wolkenverhangen,
Nur hie und da ein Stern.

Wie leiser Liebesodem
Hauchet so lau die Luft,
... weiterlesen


Du fragst mich, du mein blondes Lieb...

Du fragst mich, du mein blondes Lieb,
Warum so stumm mein Mund?
Weil mir die Liebe sitzet,
Heimlich sitzet
Im Herzensgrund.

Kann denn die Flamme singen,
... weiterlesen


Antwort

Du fragst mich, liebe Kleine,
Warum ich sing` und weine,
Du fragest, was mich schmerzt?
Ich habe den Lenz versäumet,
Ich habe die Jugend verträumet,
Ich habe die ... weiterlesen


Vom Beten.

Du sagst, du magst nicht beten, denn es sei
Doch alles vorbestimmt. – Wie? Ist dein Gott
Denn schon gestorben, seine heil`ge Vorsicht
Ein bloßes Uhrwerk, das an Fäden ... weiterlesen


Die Lachswehr.

Du stiller Garten, der den schattigen Ulmengang
Im blauen Flusse spiegelt, wo zur Frühlingszeit
Die Nachtigall ihr tönend Nest am Wasser baut,
Wie lieb` ich dich! Und immer, ... weiterlesen


Verwünschung

Du willst dich nicht bei unsrem Feste zeigen,
Wo auf dem Rasen unter grünen Bäumen
Gitarren klingen und Pokale schäumen
Und Reb` und Rose sich zum Kranz verzweigen.

... weiterlesen


Fausts Jugendgesang.

Durch Klippen, die im Frühroth baden,
Durch schwarzer Thäler Einsamkeit
Hinzieh` ich auf entlegnen Pfaden,
Und Geister nur sind mein Geleit.
Mein Herz, das im Gewühl ... weiterlesen


Mittsommernacht.

Durchs Gewölk die Sterne lauschen,
Und der Lilie Duft erwacht;
Willst du mich, wie sonst, berauschen,
Dunkelschwüle Sommernacht?

Deiner Elfen Schwärme ... weiterlesen


Deutschland.

Ein Jahr lang rangest du in bittern Wehen
Gleich einem Weibe, das da will gebären,
Hinströmen sah ich deine blut`gen Zähren,
Und deine Seufzer, Deutschland, hört` ich ... weiterlesen


Schmetterling.

Ein Wetterfähnlein ist mein Sinn,
Er schwankt und wankt im Lieben,
Er dreht sich her und dreht sich hin
Von jedem Wind getrieben.
Ich weiß nicht, ist`s mit mir ... weiterlesen


Einst geschiehts.

Einst geschieht`s, da wird die Schmach
Seines Volks der Herr zerbrechen;
Der auf Leipzigs Feldern sprach,
Wird im Donner wieder sprechen.

Dann, o Deutschland, sei ... weiterlesen


Entschwunden

Einstmals hab ich ein Lied gewußt,
Einst, in goldenen Stunden,
Sang ich`s, da ich ein Kind noch war,
Aber mir ist`s entschwunden.

Lieblich schwebte die Weise ... weiterlesen


Die Kinder schlummern

Einstmals hab ich ein Lied gewußt,
Einst, in goldenen Stunden,
Sang ich’s, da ich ein Kind noch war,
Aber mir ist’s entschwunden.
Lieblich schwebte die Weise hin,
... weiterlesen


Entschwunden

Einstmals hab ich ein Lied gewußt,
Einst, in goldenen Stunden,
Sang ich`s, da ich ein Kind noch war,
Aber mir ist`s entschwunden.

Lieblich schwebte die Weise hin,
... weiterlesen


Pergolese.

Endlich ist das Werk vollendet,
Und der fromme Meister sendet
Seinen Dank zu Gottes Thron;
Da erbraust in mächt`gen Wogen
Durch des Domes stolze Bogen
Schon Gesang ... weiterlesen


Entreiß dein Herz

Entreiß dein Herz dem Sturm der Sinne,
Der Wünsche treulos schwankend Spiel,
Dem dunklen Drange seiner Minne,
Gib ihm ein unvergänglich Ziel,
Auf daß es los vom ... weiterlesen


Judas Ischarioth.

Er ist es! Jede Stunde lehrt: er ist`s!
Die Flut gehorcht ihm, und der Feigenbaum
Verdorrt auf sein Gebot. Kein Geist der Plage,
Des Siechthums ist, den er nicht bändigte:
... weiterlesen


Eine Seeräubergeschichte.

Erzählung eines alten Steuermanns.

Wir hatten Öl geladen und Korinthen
Und segelten vergnügt mit unsrer Fracht
Von Malta auf Gibraltar, Jochen Schütt,
Der ... weiterlesen


Palmsonntagmorgen.

Es fiel ein Thau vom Himmel himmlisch mild,
Der alle Pflanzen bis zur Wurzel stillt:
Laß dein Sehnen,
Laß die Thränen!
Es fiel ein Thau, der alles Dürsten stillt.
... weiterlesen


Das Zauberschloß

Es gibt ein Königsschloß in alten Sagen,
Durch Zauberbann in wüsten Schutt zerfallen,
Doch wenn die rechten Lösungsworte schallen,
So steigt`s empor wie in der Vorzeit ... weiterlesen


Minnelied.

Es gibt wohl manches, was entzücket,
Es gibt wohl vieles, was gefällt;
Der Mai, der sich mit Blumen schmücket,
Die güldne Sonn` im blauen Zelt.
Doch weiß ich eins, ... weiterlesen


Es ist das Glück ein flüchtig Ding...

Es ist das Glück ein flüchtig Ding,
Und war`s zu allen Tagen;
Und jagtest du um der Erde Ring,
Du möchtest es nicht erjagen.

Leg dich lieber ins Gras voll ... weiterlesen


Ludwig Uhland.

Es ist ein hoher Baum gefallen,
Ein Baum im deutschen Dichterwald;
Ein Sänger schied, getreu vor allen,
Von denen deutsches Lied erschallt.
Wie stand mit seinem keuschen ... weiterlesen


Der Hidalgo

Es ist so süß zu scherzen
Mit Liedern und mit Herzen
Und mit den ernsten Streit!
Erglänzt des Mondes Schimmer,
Da treibt`s mich fort vom Zimmer,
Durch Platz und ... weiterlesen


Der Hidalgo

Es ist so süß, zu scherzen
Mit Liedern und mit Herzen
Und mit dem ernsten Streit.
Erglänzt des Mondes Schimmer,
Da treibt`s mich fort vom Zimmer
Durch Platz und ... weiterlesen


An Hermann Kretzschmar, den Maler.

Es nahn und fliehn die wechselnden Gestalten,
Und was wir kaum im Herzen lieb gewannen,
Die Ferne führt es neidisch uns von dannen,
Im Lauf der Stunden muß es rasch ... weiterlesen


Mythus vom Dampf

Es ruht auf klarem Perlenthrone
Die Meerfei im Krystallpallast,
Der Feuergeist mit güldner Krone
Durchschweift die Lüfte sonder Rast;
Sie meiden sich mit finsterm ... weiterlesen


Meiden.

Es schleicht ein zehrend Feuer
Durch mein Gebein;
Mein Schatt` ist mir nicht treuer
Wie diese Pein.
Ich höre die Stunden ziehen
Trüben Gesichts;
Sie ... weiterlesen


An Georg Herwegh

Es scholl dein Lied mir in das Ohr
So schwertesscharf, so glockentönig,
Als wär` aus seiner Gruft empor
Gewallt ein alter Dichterkönig.
Und doch! Ich weis` es nicht von ... weiterlesen


Es stand ein Veilchenstrauß an meinem Bette...

Es stand ein Veilchenstrauß an meinem Bette,
Der duftete mir zu gar süßen Traum:
Ich lag am Abhang einer Hügelkette,
Und überblüht von Veilchen war der Raum;
... weiterlesen


Lieder als Intermezzo XVIII.

Es stand ein Veilchenstrauß an meinem Bette,
Der duftete mir zu gar süßen Traum:
Ich lag am Abhang einer Hügelkette,
Und überblüht von Veilchen war der Raum:
So viele ... weiterlesen


Des Woiewoden Tochter

Es steht im Wald, im tiefen Wald
Das Haus des Woiewoden;
Eiszapfen hangen am Dache kalt,
Und Schnee bedeckt den Boden.

Das Fräulein sitzt am Herd und spinnt
... weiterlesen


Des Woiewoden Tochter

Es steht im Wald, im tiefen Wald
Das Haus des Woiewoden;
Eiszapfen hangen am Dache kalt,
Und Schnee bedeckt den Boden.

Das Fräulein sitzt am Herd und spinnt
... weiterlesen


Unruhiger Sinn

Es treibt mich stets ein wechselndes Verlangen:
Bald möcht` ich unter meiner Heimat Linden
Am eignen Herd ein schattig Plätzchen finden,
Um dort zu rasten ohne Wunsch und ... weiterlesen


Letzter Gruß.

Fahrwohl, fahrwohl! Du ziehst von hinnen,
Und all mein Glück zieht mit dir fort;
Doch sahst du keine Thräne rinnen,
Und diese Lippe sprach kein Wort;
Fahrwohl, fahrwohl! ... weiterlesen


An Georg Herwegh.

Februar 1842.

Es scholl dein Lied mir in das Ohr
So schwertesscharf, so glockentönig,
Als wär` aus seiner Gruft empor
Gewallt ein alter Dichterkönig.
Und ... weiterlesen


Der Zigeunerbube im Norden

Fern im Süd das schöne Spanien,
Spanien ist mein Heimatland,
Wo die schattigen Kastanien
Rauschen an des Ebro Strand,
Wo die Mandeln rötlich blühen,
Wo die ... weiterlesen


Das Lied vom Reiche.

Frisch auf und unverdrossen,
Wie grimm die Welt auch tut!
Die zwei sind dir Genossen,
Dein Gott und deutscher Mut.
Ob`s Herz schier bricht,
Verzage nicht,
... weiterlesen


Deutsche Wanderschaft.

Frühling 1868.

Der Wald steht in Blüte, die wilden Schwäne ziehn,
Mir klingt`s im Gemüte wie Wandermelodien;
Zum Stab muß ich greifen, leb wohl, altes Haus!
... weiterlesen


Gebt mir vom Becher nur den Schaum...

Gebt mir vom Becher nur den Schaum,
Den leichten Schaum der Reben!
Gebt nur einen flüchtigen Liebestraum
Mir für dies flüchtige Leben!

Den vollen Zug, das ... weiterlesen


Goldne Brücken...

Goldne Brücken seien
Alle Lieder mir,
Drauf die Liebe wandelt,
Süßes Kind, zu dir.

Und des Traumes Flügel
Soll in Lust und Schmerz
Jede Nacht ... weiterlesen


Herakles auf dem Oeta.

Halt aus! Und ob`s wie fressend Feuer auch
Bis an`s Gebein dir zehrt: dies ist das letzte,
Was du zu dulden hast, halt aus mein Herz!

In Qualen noch des Todes preis` ich ... weiterlesen


Am Jahresschlusse.

Hast du endlich allverständlich,
Schicksal, deinen Spruch getan,
Und wie Frühlingsbrausen endlich
Weht`s das deutsche Leben an?
Ja, der Bannfluch ist gebrochen,
... weiterlesen


Gesang der Prätorianer.

Heil dem Gewalt`gen, Heil dem Kaiser,
Dem Herrn im blut`gen Kriegsgezelt!
Er gibt uns Gold und Lorbeerreiser,
Wir geben ihm dafür die Welt.
Denn scheu vor unsrer Adler ... weiterlesen


Herab von den Bergen zum Tale...

Herab von den Bergen zum Tale,
Vom Tal zu den Höhen hinan,
So zieh` ich wohl tausendmale,
Der Frühling zieht mir voran.

Der Strom im Morgenrote
Lockt ... weiterlesen


Herbstlich sonnige Tage

Herbstlich sonnige Tage,
mir beschieden zur Lust,
euch mit leiserem Schlage
grüßt die atmende Brust.

O wie waltet die Stunde
nun in seliger Ruh’!
... weiterlesen


Herbstlich sonnige Tage

Herbstlich sonnige Tage,
mir beschieden zur Lust,
euch mit leiserem Schlage
grüßt die atmende Brust.

O wie waltet die Stunde
nun in seliger Ruh`!
Jede ... weiterlesen


Herr Walther.

Herr Walther lag im Zauberthurm
In der Waldfrau schneeweißem Arm; –
Frau Mechthild klagte bei tiefer Nacht
Ihres Herzens bittern Harm.

Sie saß auf ihrem ... weiterlesen


Herr, in dieser Zeit...

Herr, in dieser Zeit Gewog,
Da die Stürme rastlos schnauben,
Wahr, o wahre mir den Glauben,
Der noch nimmer mich betrog:
Der noch sieht in Nacht und Fluch
Eine ... weiterlesen


Herz, was willst du...

Herz, was willst du? Warum schwillst du?
Was bewegt dich so mit Macht?
War dies Bangen und Verlangen
Denn nicht längst zur Ruh` gebracht?

Was vor Jahren du ... weiterlesen


Der Aether.

Hoher Aether, hoher Aether,
Gestern sonnig, heut mit sanften
Schatten meine Schläfe kühlend,
O wie preis` ich deine Wunder!
Wie ein Vater ruhig heiter
Trägst am ... weiterlesen


Neugriechische Volkslieder.

I. Das Mädchen im Hades.

O wie glücklich sind die grünen Felder,
O wie glücklich sind die hohen Berge,
Welche nimmermehr den Hades schauen!
Kommt der Winter, ... weiterlesen


Distichen aus Griechenland.

I.
Die du die Burg dort oben bewohnst, blauäugige Pallas,
Schau mit segnendem Blick auch auf den Sänger herab!
Zwar mir zeigte sich Eros geneigt, und der rosige Bakchos
... weiterlesen


Elegien.

I.
Im Weinmonde des Jahrs, da man achtzehnhundert und fünfzehn
Schrieb und des Leipziger Siegs Feier zum andern beging,
Ward ich geboren zur Welt in mitternächtiger Stunde.
... weiterlesen


Für Schleswig-Holstein.

I.

Deutschland, die Witib, saß im Trauerkleide
Und ihre Stimme war von Stöhnen heiser,
Da man sie schied von ihrem Herrn und Kaiser,
Dem sie verschworen war mit ... weiterlesen


Lieder aus alter und neuer Zeit.

I.

Durch die wolkige Maiennacht
Geht ein leises Schallen,
Wie im Wald die Tropfen sacht
Auf die Blätter fallen.

Welch ein ahnungsreicher Duft
... weiterlesen


Mädchenlieder.

I.

In meinem Garten die Nelken
Mit ihrem Purpurstern
Müssen nun alle verwelken,
Denn du bist fern.

Auf meinem Herde die Flammen,
Die ich ... weiterlesen


Im Grafenschlosse.

I.

Sie waren alle in den Forst hinaus,
Den Hirsch mit Büchs` und Messer zu erlegen;
Ich saß allein im alten Grafenhaus,
Und harrt` im Saal der Jägerschar ... weiterlesen


Distichen.

I.

Tageszeiten der Kunst.

Dreifach sind in der Kunst wie im Leben die Stufen der Schönheit;
Geh zum Garten, im Bild zeigt sie die Rose dir an.

... weiterlesen


Erinnerungen aus Griechenland.

I.

Zu dem schönen Griechenvolke
Übers blaue Mittelmeer
Schifft` in dichter Schwalbenwolke
Wonnevoll der März daher.

Am Hymettus blühn die ... weiterlesen


Der Contrabandiste

Ich bin der Contrabandiste,
Weiß wohl Respekt mir zu schaffen.
Allen zu trotzen, ich weiß es,
Furcht nur, die hab’ ich vor keinem.
Drum nur lustig, nur lustig!
... weiterlesen


Der Contrabandiste

Ich bin der Contrabandiste,
Weiß wohl Respekt mir zu schaffen.
Allen zu trotzen, ich weiß es,
Furcht nur, die hab` ich vor keinem.
Drum nur lustig, nur lustig!

... weiterlesen


Krokodilromanze

Ich bin ein altes Krokodil
Und sah schon die Osirisfeier;
Bei Tage sonn ich mich im Nil,
Bei Nacht am Strande leg ich Eier.

Ich weiß mit listgem Wehgekreisch
... weiterlesen


Krokodilromanze

Ich bin ein altes Krokodil
Und sah schon die Osirisfeier;
Bei Tage sonn ich mich im Nil,
Bei Nacht am Strande leg ich Eier.

Ich weiß mit listgem Wehgekreisch
... weiterlesen


Der Knabe mit dem Wunderhorn

Ich bin ein lust`ger Geselle,
Wer könnt auf Erden fröhlicher sein!
Mein Rößlein so helle,
Das trägt mich mit Windesschnelle
Ins blühende Leben hinein!

... weiterlesen


Sehnsucht.

Ich blick` in mein Herz und ich blick` in die Welt,
Bis vom Auge die brennende Träne mir fällt;
Wohl leuchtet die Ferne mit goldenem Licht,
Doch hält mich der Nord, ich ... weiterlesen


Lied. (II)

Ich habe wohl in jungen Tagen
Mich stark in mir geglaubt und fest,
Und keck der Sorgen mich entschlagen,
Sah ich den Vogel baun sein Nest.
Doch kommt die Zeit, wo auch den ... weiterlesen


Gesicht im Walde.

Ich hatte mich verirrt im tiefsten Wald,
Schwarz war die Nacht, unheimlich troff der Regen,
Der Sturm ging in den Wipfeln wild und kalt.

Da sah ich plötzlich unfern ... weiterlesen


Von Dingen, die man nicht antasten soll

Ich hatt` ein Bildnis wunderfein,
Mit zarten Farben ausgemalt,
Das hat mit seinem bunten Schein
Gar lieb ins Auge mir gestrahlt;
Ich hielt es ganz für mich allein,
... weiterlesen


Im Weinberg

Ich hatt` im Weinberg jüngst zu tun,
Da fand ich in Gedanken
Meinen langen Magister ruhn
Mitten unter den Ranken.

Schmunzelt` er süß und streckte sich faul,
... weiterlesen


Epigonen.

Ich kam in einen grünen Hain,
Viel Eichen standen in der Runde,
Durch die gewölbte Laubrotunde
Floß goldner Sonnenglanz herein;
Da streckt` ich mich ins Gras zur ... weiterlesen


Der arme Taugenichts.

Ich kann wahrhaftig doch nichts dafür,
Daß schief mir die Nas` im Gesichte steht,
Und daß sich`s leichter zur Schenkentür
Als hinter dem Pflug auf dem Felde geht,
Und ... weiterlesen


Ich möchte sterben wie der Schwan...

Ich möchte sterben wie der Schwan,
Der, langsam rudernd mit den Schwingen
Auf seiner blauen Wasserbahn
Die Seele löst in leisem Singen.

Und starb er, wenn der ... weiterlesen


Aus Griechenland.

Ich saß im Abendschein
Auf Naxos Traubenklippe;
Der Krug mit dunklem Wein
Erfrischte meine Lippe.

Da sah ich, wie im Thal
Mit Frucht und Silberblüten
... weiterlesen


Herbstnacht.

Ich schreit` hinan die Waldesbahn
In Finsterniß und Schweigen,
Da kommt ein Sausen dumpf heran,
Da rührt sich`s in den Zweigen,
Der Geist der Nacht ist aufgewacht,
... weiterlesen


Der Ritter vom Rheine.

Ich weiß einen Helden von seltener Art,
So stark und so zart, so stark und so zart;
Das ist die Blume der Ritterschaft,
Das ist der erste an Milde und Kraft,
So weit auf ... weiterlesen


Eros, der Schenk.

Ich wähle mir den Liebesgott zum Schenken,
Er füllt den Becher mir aus Zauberkrügen
Und weiß das Herz in seliges Genügen,
Den Sinn in süßen Taumel zu versenken.

... weiterlesen


Der letzte Skalde.

Im Föhrenwalde ging der Sturm,
Mitternacht war die Stunde,
Da trat in des alten Sängers Turm
Der Knab` mit trüber Kunde:

»Hört auf mit dem Lesen nun, Herr ... weiterlesen


Mittagszauber.

Im Garten wandelt hohe Mittagszeit,
Der Rasen glänzt, die Wipfel schatten breit;
Von oben sieht, getaucht in Sonnenschein
Und leuchtend Blau, der alte Dom herein.

... weiterlesen


Mittagszauber

Im Garten wandelt hohe Mittagszeit,
der Rasen glänzt, die Wipfel schatten breit;
von oben sieht, getaucht in Sonnenschein
und leuchtend Blau, der alte Dom herein.

... weiterlesen


Um Mitternacht

Im Saal gedankenvoll
Saß ich bei Lampenschein;
Durch`s offne Fenster quoll
Die Sommernacht herein.

Dein Bild, von treuer Hand
Geschmückt mit frischem ... weiterlesen


Von des Kaisers Bart.

Im Schank zur goldnen Traube,
Da saßen im Monat Mai
In blühender Rosenlaube
Guter Gesellen drei.

Ein frischer Bursch war jeder,
Der erst` am Gurt das ... weiterlesen


Zigeunerleben

Im Schatten des Waldes, im Buchengezweig,
Da regt sich`s und raschelt`s und flüstert zugleich;
Es flackern die Flammen, es gaukelt der Schein
Um bunte Gestalten, um Laub und ... weiterlesen


Im Wald, im hellen Sonnenschein...

Im Wald, im hellen Sonnenschein,
Wenn alle Knospen springen,
Da mag ich gerne mittendrein
Eins singen.

Wie mir zumut in Leid und Lust,
Im Wachen und im ... weiterlesen


In den mondverklärten Lüften...

In den mondverklärten Lüften
Welch ein Zauber süß und fremd,
Nun ein Strom von Blütendüften
Markt und Gassen überschwemmt!

Fern vom Fluß aus Busch und ... weiterlesen


Nachruf.

In diesen Zimmern hast du jüngst gewohnt,
Die Treppen hat dein schöner Fuß betreten,
Durch diese Wipfel schautest du den Mond
Und sahst den Sommer blühn auf diesen Beeten.
... weiterlesen


Waldmärchen.

In einer Waldschlucht finster,
Wo heimlich baut der Fuchs,
Wo Farrenkraut und Ginster
Sich rankt in üpp`gem Wuchs,
Lag ich, vom Grün umwoben,
An einem dunklen ... weiterlesen


Die Küsse

In Saloniki war es nicht,
Nicht war`s im schmucken Städtchen,
Im am Wlachenland liebt`
Ich einer Witwe Mädchen.

Jetzt schmückte, Mutter, schmück` das Haus,
... weiterlesen


Sommer im Süden.

In Teppichzelten, die zum Schlummer taugen,
Am Spiele der Gedanken sich vergnügen,
Dazwischen dann und wann in langen Zügen
Den kühlen Rauch der Wasserpfeife saugen,
... weiterlesen


Omar

Inmitten seiner Turbankrieger,
Die Stirne voll Gewitterschein,
Zog Omar, der Kalif, als Sieger
Ins Tor der Ptolemäer ein.
Umrauscht von Mekkas Halbmondbannern,
Ritt ... weiterlesen


Ins Unendliche strebt

Ins Unendliche strebt sich die Bildung der Zeit zu erweitern,
Aber dem breiteren Strom droht die Verflachung bereits.

Fülle die Jugend mit würdigem Stoff und in froher ... weiterlesen


Zigeunerliedchen II

Jeden Morgen, in der Frühe,
Wenn mich weckt das Tageslicht,
Mit dem Wasser meiner Augen
Wasch’ ich dann mein Angesicht.

Wo die Berge hoch sich türmen
... weiterlesen


Zigeunerliedchen II

Jeden Morgen, in der Frühe,
Wenn mich weckt das Tageslicht,
Mit dem Wasser meiner Augen
Wasch` ich dann mein Angesicht.

Wo die Berge hoch sich türmen
An dem ... weiterlesen


Alte Poeten

Jetzt erst erkenn` ich euren Wert, ihr Alten,
Seit ich auf eurem heil`gen Boden schreite;
Lebendig wandelt ihr mir nun zur Seite,
Ein hoher Chor befreundeter Gestalten.
... weiterlesen


Kriegslied.

Juli 1870.

Empor mein Volk! Das Schwert zur Hand!
Und brich hervor in Haufen!
Vom heil`gen Zorn ums Vaterland
Mit Feuer laß dich taufen!
Der Erbfeind beut ... weiterlesen


Ein Psalm wider Babel.

Juli 1870.

Nun ist geschürzt vom Bösen
Der Knoten also fein,
Kein Rat mehr kann ihn lösen,
Er muß zerhauen sein.

Ihr habt verworfen den ... weiterlesen


Komm herein

Komm herein, o Nacht und kühle
Diese Gluten, diesen Schmerz!
Aus dem Wirrsal der Gefühle
Wie errett´ich nur mein Herz?

Wo wir einst so glücklich waren,
... weiterlesen


Frühlingsoffenbarung.

Kommt her zum Frühlingswald, ihr Glaubenslosen!
Das ist ein Dom, drin pred`gen tausend Zungen;
Seht diese blüh`nden Säulen, diese Rosen,
Die lichte Wölbung, Grün in Grün ... weiterlesen


Kornblumen flecht ich dir zum Kranz...

Kornblumen flecht` ich dir zum Kranz
Ins blonde Lockenhaar.
Wie leuchtet doch der blaue Glanz
Auf goldnem Grund so klar!

Der blaue Kranz ist meine Lust;
... weiterlesen


Lied des Mädchens

Laß schlafen mich und träumen,
Was hab` ich zu versäumen
In dieser Einsamkeit!
Der Reif bedeckt den Garten,
Mein Dasein ist ein Warten
Auf Liebe nur und ... weiterlesen


Abschied.

Leb wohl, leb wohl, mein Kind, und keine Klage!
Noch einen Kuß, noch eine Neige Wein!
So licht und freundlich waren diese Tage,
Laß freundlich auch den Abschied sein.
... weiterlesen


An König Wilhelm.

Lübeck, den 13. September 1868.

Mit festlich tiefem Frühgeläute
Begrüßt dich bei des Morgens Strahl,
Begrüßt, o Herr, in Ehrfurcht heute
Dich unsre Stadt ... weiterlesen


Höchstädt.

Marlbrough zieht aus zum Kriege,
Die Fahnen läßt er wehn;
Da reicht zu Kampf und Siege
Die Hand ihm Prinz Eugen.

Sie mustern ihre Truppen
Bei Höchstädt ... weiterlesen


Das Mädchen vom Don.

Mein Freund Gregor, mit dem ich manchen Tag
Verschwärmt einst zu Athen, wo damals er,
Der nordischen Gesandtschaft zugesellt,
Bei müß`ger Zeit mit mir die Alten las,
... weiterlesen


Mein Herz ist schwer

Mein Herz ist schwer, mein Auge wacht,
Der Wind fährt seufzend durch die Nacht;
Die Wipfel rauschen weit und breit,
Sie rauschen von vergangner Zeit.

Sie rauschen ... weiterlesen


Mein Herz ist schwer

Mein Herz ist schwer, mein Auge wacht,
Der Wind fährt seufzend durch die Nacht;
Die Wipfel rauschen weit und breit,
Sie rauschen von vergangner Zeit.

Sie rauschen von ... weiterlesen


Letzte Sühne

Meiner Jugend Liebe du,
Bild voll Lust und Schmerzen,
Gehst du wieder auf in Ruh
Ueber meinem Herzen?

Ach nicht ewig kann die Brust
Schuld um Schuld ... weiterlesen


Historische Studien.

Mephistopheles.

Wie, Fauste, find` ich hier im Wald
Dich über deinen Büchern hocken?
Verschleppst du die gelahrten Brocken
Jetzt gar in diesen ... weiterlesen


Aus dem Walde

Mit dem alten Förster heut
bin ich durch den Wald gegangen,
während hell im Festgeläut`
aus dem Dorf die Glocken klangen.

Golden floß ins Laub der Tag,
... weiterlesen


Aus dem Walde

Mit dem alten Förster heut
bin ich durch den Wald gegangen,
während hell im Festgeläut`
aus dem Dorf die Glocken klangen.

Golden floß ins Laub der Tag,
... weiterlesen


Frühlingslied

Mit geheimnisvollen Düften
Grüßt vom Hang der Wald mich schon,
Über mir in hohen Lüften
Schwebt der erste Lerchenton.

In den süßen Laut versunken
Wall` ich ... weiterlesen


Liebesleben

Märchen dämmern herauf,
Reizende Märchen.

Kennst du die Sage?
Durchs Blau der Mondnacht
Wolkenvorüber
Rauscht der Greif.
Schwebend trägt er
... weiterlesen


Genesung

Nach dumpfer Schwüle
Was mir so frisch
Mit unsichtbarem Fittig
Die Stirne rührt,
Bist du`s endlich
Himmelstochter Genesung?

Leise sinkt`s wie ... weiterlesen


Nach Sonnenrast.

Nach Sonnenrast, wenn unter Schauern
Das Thal versank in Dämmerschein,
Da ist mir`s oft, als ging` ein Trauern
Durch Berg und Flur, durch Baum und Stein;

Als ... weiterlesen


Schwerer Abschied.

Niemals werd` ich das vergessen,
Wie dein Arm mich noch umfing,
Jedes Wort beim bangen Pressen
Dir in Thränen unterging.
Ach, wir lernten erst im Scheiden
Unsre ... weiterlesen


Platens Vermächtnis.

Noch schweift der kräft`ge Geist auf fernen Bahnen
Und rasch durch diese Adern pocht das Leben;
Doch Stimmen gibt`s, geheime, deren Mahnen
Das Herz umsonst sich müht zu ... weiterlesen


Nordostwind hatten wir...

Nordostwind hatten wir, die See ging hoch;
Die Wogen rollten an mit schäum`gem Kamme
Und spritzten gischend aus am Hafendamme,
Der Tag sah durch Gewölk, das flatternd zog.
... weiterlesen


Nun die Schatten..

Nun die Schatten dunkeln,
Stern an Stern erwacht:
Welch ein Hauch der Sehnsucht
flutet durch die Nacht!

Durch das Meer der Träume
steuert ohne Ruh,
... weiterlesen


Für Musik

Nun die Schatten dunkeln,
Stern an Stern erwacht:
Welch ein Hauch der Sehnsucht
Flutet in der Nacht!

Durch das Meer der Träume
Steuert ohne Ruh`,
Steuert ... weiterlesen


Auf dem See.

Nun fließt die Welt in kühlem Mondenlicht,
Die Berge sind im weißen Duft versunken;
Der See, der leis` um meinen Kahn sich bricht,
Spielt fern hinaus in irren Silberfunken,
... weiterlesen


Gudruns Klage.

Nun geht in grauer Frühe
Der scharfe Märzenwind,
Und meiner Qual und Mühe
Ein neuer Tag beginnt.
Ich wall` hinab zum Strande
Durch Reif` und Dornen hin,
... weiterlesen


Die Windsbraut.

Nun ist der Frühling kommen in`s Land
So wonnig geht sein Hauch:
Es schlägt die junge Nachtigall
Im blühenden Fliederstrauch.

Sie schlägt so süß, sie singt ... weiterlesen


Nun ist der letzte Tag erschienen...

Nun ist der letzte Tag erschienen
Und sonnig blickt er in das Tal.
Der Wald scheint tiefer heut zu grünen
Und Blumen duften ohne Zahl,
Es wogt das Korn in goldnen ... weiterlesen


Nun kommt die Nacht am Himmelszelt...

Nun kommt die Nacht am Himmelszelt,
Der Pfad wird schwarz und still die Welt,
Die müden Füße schwanken;
Das Mühlrad wogt in Schaum und Flut,
Mein Herz, das wogt in ... weiterlesen


Im Gebirg

Nun rauscht im Morgenwinde sacht,
So Busch als Waldrevier!
So rauscht meine Sehnsucht Tag und Nacht,
Rauscht immerdar nach dir.

Du merkst es nicht, du bist so ... weiterlesen


Nun ringt bei Frühlingswettern...

Nun ringt bei Frühlingswettern
Sich aus der Erde Schoß
In Blume, Blüt` und Blättern
Die alte Sehnsucht los.

Die Bäche hör` ich brausen
Von fern durchs ... weiterlesen


Nun schwindet allgemach im Blau...

Nun schwindet allgemach im Blau
Der Feuerglanz der Sterne;
Der Garten liegt im frischen Tau
Und weiß im Duft die Ferne.

Schon singt die Nachtigall im Strauch
... weiterlesen


Nun sich blau und blauer immer...

Nun sich blau und blauer immer
Über mir der Himmel tieft,
Goldner stets des Herbstes Schimmer
Durch die roten Wipfel trieft,

Nun empfind` ich`s, wie ein ... weiterlesen


Frühlingslied.

Nun vergiß der Klagelieder
Und erhebe dein Gemüt!
Endlich steigt der Lenz hernieder,
Der für dich, mein Volk, erblüht.

An der tausendjähr`gen Eiche
... weiterlesen


Nun will der Ost sich lichten...

Nun will der Ost sich lichten,
Die Hähne krähn von fern,
Und über schwarzen Fichten
Erglänzt der Morgenstern.

Und wie das Haar mir streifen
Die Lüfte ... weiterlesen


An Deutschland.

Nun wirf hinweg den Witwenschleier,
Nun gürte dich zur Hochzeitsfeier,
O Deutschland, hohe Siegerin!
Die du mit Klagen und Entsagen
Durch vierundsechzig Jahr` ... weiterlesen


Auf dem Wasser

Nun wollen Berg` und Tale wieder blühn,
Die Winde säuseln durch der Wipfel Grün,
Des Waldhorns Klang verschwimmt im Abendrot -
Ich möchte froh sein, doch mein Herz ist ... weiterlesen


Unterweges.

Nun zieh` ich hin, du liebes Kind,
Frisch vor mir fährt der Morgenwind
Und rührt mit sanftem Schauder leis
Die Wipfel, die vom Frühroth glühen. –
Ach seit ich dich ... weiterlesen


Vorüber!

O darum ist der Lenz so schön
Mit Duft und Strahl und Lied,
Weil singend über Tal und Höhn
So bald er weiter zieht;

Und darum ist so süß der Traum,
Den ... weiterlesen


O du, vor dem die Stürme schweigen.

O du, vor dem die Stürme schweigen,
Vor dem das Meer versinkt in Ruh,
Dies wilde Herz nimm hin zu eigen
Und führ` es deinem Frieden zu:
Dies Herz, das ewig ... weiterlesen


Mut.

O Herz, laß ab zu zagen,
Und von dir wirf das Joch!
Du hast so viel getragen,
Du trägst auch dieses noch.

Tritt auf in blanken Waffen,
Mein Geist, und ... weiterlesen


O Jugendzeit!

O Jugendzeit, du grüner Wald,
Darin der Liebe Röslein blüht,
Wie ist dein Rauschen mir verhallt,
Verhallt im Ohr und im Gemüt!
Voll Liebeslust der frische Mut,
... weiterlesen


Die beiden Engel

O kennst du, Herz, die beiden Schwesterengel,
Herabgestiegen aus dem Himmelreich:
Stillsegnend Freundschaft mit dem Lilienstengel,
Entzündend Liebe mit dem Rosenzweig?
... weiterlesen


Gondoliera.

O komm zu mir, wenn durch die Nacht
Wandelt das Sternenheer!
Dann schwebt mit uns in Mondespracht
Die Gondel übers Meer.
Die Luft ist weich wie Liebesscherz,
Sanft ... weiterlesen


Konferenz von London.

O Land am blauen Sunde,
Mit deutschem Blut getauft,
So bist du denn zur Stunde
Verraten und verkauft!

Die Herrn am grünen Tische
Verdammen dich zum ... weiterlesen


Höchstes Leben.

O linder Frühwind, Schein der Sonne,
Wie füllt ihr heut mir Herz und Sinn!
Getaucht in euch empfind` ich ganz die Wonne,
Das holde Wunder, daß ich bin.

... weiterlesen


Welt und Einsamkeit.

O rühmet immerhin mir eure lauten Feste,
Zu denen man geschmückt mit prächt`gen Rappen fährt,
Wo stetes Lächeln kränzt die Stirnen aller Gäste,
Als sei der Tod nicht mehr ... weiterlesen


O schneller mein Roß, mit Hast, mit Hast...

O schneller mein Roß, mit Hast, mit Hast,
Wie säumig dünkt mich dein Jagen!
In den Wald, in den Wald meine selige Last,
Mein süßes Geheimnis zu tragen!

... weiterlesen


O sieh mich nicht so lächelnd an!

O sieh mich nicht so lächelnd an,
Du Röslein jung, du schlankes Reh!
Dein Blick, der jedem wohlgetan,
Mir tut er in der Seele weh;
Mein Herz wird trüb und trüber
... weiterlesen


Die Verlassene

O singt nur ihr Schwestern mit fröhlichem Mund,
Und führet den Reigen im Lindengrund
Mit den Burschen bei Cithern und Geigen! -
Mich aber laßt gehen und schweigen.

... weiterlesen


O stille dies Verlangen!

O stille dies Verlangen,
Stille die süße Pein!
Zu seligem Umfangen
Laß den Geliebten ein!
Schon liegt die Welt im Traume,
Blühet die duft`ge Nacht;
Der ... weiterlesen


Lebensstimmung.

O wer so recht die süße Kunst begriffe,
Allein der schönen Gegenwart zu leben,
Bei sanftem Windeshauch auf hohem Schiffe
Ein südlich Meer mit Wonne zu durchschweben,
... weiterlesen


Liebesglück.

O wie so leicht in seligen Genüssen
Sich mir die Stunden jetzt dahinbewegen!
Ins Auge schau` ich dir, bist du zugegen,
Und von dir träum` ich, wenn wir scheiden müssen.
... weiterlesen


Elegie.

O wie war mir daheim am nordischen Herde die Freude
Ein willkommener zwar, aber ein seltener Gast!
Denn bald scheuchte der Nebel sie fort, der grau und verdrießlich
Über das ... weiterlesen


Wort und Schrift.

O Wunder sonder Gleichen, wie im Laut
Sich der Gedanke selbst das Haus gebaut!

O zweites Wunder, wie dem Blick die Schrift
Den Schall versinnlicht, der das Ohr nur ... weiterlesen


Herbstgefühl.

O wär` es bloß der Wange Pracht,
Die mit den Jahren flieht!
Doch das ist`s, was mich traurig macht,
Daß auch das Herz verblüht;

Daß, wie der Jugend Ruf ... weiterlesen


Der Sklav.

O wär` ich frei und reich, ein Pascha sondergleichen,
Wie liebt` ich dann dies Land mit seinen Lorbeersträuchen,
Von Korn und Trauben segenschwer,
Dies klare Sonnengold in den ... weiterlesen


Rückerinnerung.

Oft wenn die Sommernacht auf lauen Flügeln
Von Gärten, Blütenwäldern, Rebenhügeln
Des Südens Düfte zu mir trägt,
Wenn durch das Bogenwerk am Säulengange
Der ... weiterlesen


Der Ulan.

Oktober 1870.

Frühmorgens um vier, eh` die Hähne noch krähn,
Da sattelt sein Roß der Ulan
Und reitet, den Feind und das Land zu erspähn,
Den Waffengenossen ... weiterlesen


In der Ferne.

Sag an, du wildes, oft getäuschtes Herz,
Was sollen diese lauten Schläge nun?
Willst du nach so viel namenlosem Schmerz
Nicht endlich ruhn?

Die Jugend ist dahin, ... weiterlesen


Lied der Spinnerin.

Schnurre, schnurre, meine Spindel,
Dreh dich ohne Rast und Ruh`!
Totenhemd und Kinderwindel
Und das Brautbett rüstest du.

Goldner Faden, kann nicht sagen,
... weiterlesen


Gute Nacht.

Schon fängt es an zu dämmern,
Der Mond als Hirt erwacht
Und singt den Wolkenlämmern
Ein Lied zur guten Nacht;
Und wie er singt so leise,
Da dringt vom ... weiterlesen


Der Liebenden.

Seitdem die Liebe dir genaht, der Reinen,
Ist`s wie ein Zauber über dich gekommen;
In süßem Feuer ist dein Aug` erglommen,
Doch schöner blickt es noch in sel`gem Weinen.
... weiterlesen


Wie es geht

Sie redeten ihr zu: Er liebt dich nicht,
Er spielt mit dir - Da neigte sie das Haupt,
Und Tränen perlten ihr vom Angesicht
Wie Tau von Rosen; o, daß sie`s geglaubt!
Denn ... weiterlesen


Die Goldgräber

Sie waren gezogen über das Meer,
Nach Glück und Gold stand ihr Begehr,
Drei wilde Gesellen, vom Wetter gebräunt,
Und kannten sich wohl und waren sich freund.

... weiterlesen


Siehst du das Meer?

Siehst du das Meer? Es glänzt auf seiner Flut
Der Sonne Pracht;
Doch in der Tiefe, wo die Perle ruht,
Ist finstre Nacht.

Das Meer bin ich. In stolzen Wogen ... weiterlesen


Sind die Sterne fromme Lämmer...

Sind die Sterne fromme Lämmer,
Die, wenn fern die Sonne scheidet,
Aus den blauen Himmelsfluren
Still die Nacht, die Hirtin, weidet?

Oder sind es Silberlilien,
... weiterlesen


So halt ich endlich dich umfangen...

So halt` ich endlich dich umfangen,
In süßes Schweigen starb das Wort,
Und meine trunknen Lippen hangen
An deinen Lippen fort und fort.

Was nur das Glück vermag ... weiterlesen


So ist es...

So ist es, wars und wird es sein:
Gebt Freiheit! rufen die Partein,
Mit was für Farben sie sich schmücken
Das heißt: gebt uns das Reich allein,
Daß wir die andern ... weiterlesen


Der Bildhauer des Hadrian.

So steht nun schlank emporgehoben
Der Tempelhalle Säulenrund.
Getäfelt prangt die Kuppel droben,
Von buntem Steinwerk glänzt der Grund,
Und hoch aus Marmor hebt sich ... weiterlesen


Ungeduld.

So winterlich noch schaudern
Die Lüfte weit und breit;
O Lenz, was soll dein Zaudern?
Es ist schon Blühens Zeit.

Im Tal und in den Herzen
Das Eis ist ... weiterlesen


Sonett des Dante.

Sobald die Nacht mit dunklem Flügelpaar
Die Erd` umfängt, daß jeder Stral verblaßt:
In Luft und Meer, im Wald von Ast zu Ast,
Und unter`m Dach wird still was rege war.
... weiterlesen


Musikfest.

Sommer 1864.

Singt und jubelt nur und laßt
Schäumen die Pokale,
Doch beruft den trüben Gast
Nicht zum Freudenmahle.

Tiefe Schwermut überkommt
... weiterlesen


Vorwärts!

Sommer 1867.

Durch Deutschlands Gauen hallt das Wetter aus,
Die Luft wird hell, entschieden ist der Strauß;
Zertrümmert liegt, das keiner Schmach gewehrt,
Das ... weiterlesen


Aus den Salzburger Tagen.

Spätsommer 1867.

Deutsches Volk, was säumst du länger?
Schau, wie deinem alten Dränger
Schon vor deiner Eintracht graust,
Wie er mit beklemmten Sinnen
... weiterlesen


Traumkönig und sein Lieb.

Süß schlummert das Mädchen im Kämmerlein,
Gebettet auf reinlichem Pfühle;
Die Sommernacht haucht würzig herein
Mit ihrer erquickenden Kühle.

Am Fenster ... weiterlesen


Ada

Tagebuchblätter.

Was heißt durch Wald und Aue
Mich wieder träumen gehn?
Auf`s Moos gestreckt in`s Blaue
Durch stille Wipfel sehn?

Woher dies ... weiterlesen


Friedrich Rotbart

Tief im Schoße des Kyffhäusers,
Bei der Ampel rotem Schein
Sitzt der alte Friedrich
An dem Tisch von Marmorstein.

Ihn umwallt der Purpurmantel,
Ihn umfängt der ... weiterlesen


Friedrich Rotbart

Tief im Schoße des Kyffhäusers
Bei der Ampel rotem Schein
Sitzt der alte Kaiser Friedrich
An dem Tisch von Marmorstein.

Ihn umwallt der Purpurmantel,
Ihn ... weiterlesen


Und als ich aufstand früh am Tag...

Und als ich aufstand früh am Tag
Und meinte, daß es noch Winter sei,
Da jauchzte schon mit lustigem Schlag
Die Lerch` an meinem Fenster frei:
Tirili, tirili! Vom blöden ... weiterlesen


Scheiden, Leiden.

Und bist du fern, und bist du weit
Und zürnst noch immer mir,
Doch Tag und Nacht voll Traurigkeit
Ist all mein Sinn bei dir.
Ich denk` an deine Augen blau
Und an ... weiterlesen


Hoffnung.

Und dräut der Winter noch so sehr
Mit trotzigen Gebärden,
Und streut er Eis und Schnee umher,
Es muß doch Frühling werden.

Und drängen die Nebel noch so ... weiterlesen


Hoffnung

Und dräut der Winter noch so sehr
Mit trotzigen Gebärden,
Und streut er Eis und Schnee umher,
Es muß d o c h Frühling werden.

Und drängen die Nebel noch so ... weiterlesen


Verlorene Liebe

Und fragst du mich mit vorwurfsvollem Blick:
Warum so trübe? Welch ein Mißgeschick
Vermag der Seele Frieden dir zu stören? -
Wohlan! Es sei! Die nächt`ge Stund` ist gut,
... weiterlesen


Und gestern Not und heute Wein...

Und gestern Not und heute Wein,
Das ist`s, was mir gefällt;
Und morgen ein Roß, ein schnelles Roß,
Zu reiten in die Welt.

Vergangnes Leid ist kaum ein Leid,
... weiterlesen


Spielmanns Lied.

Und legt ihr zwischen mich und sie
Auch Strom und Tal und Hügel,
Gestrenge Herrn, ihr trennt uns nie,
Das Lied, das Lied hat Flügel.
Ich bin ein Spielmann ... weiterlesen


Babel.

Und sie sprachen: »was brauchen wir fürder des Herrn?
Mag im Blauen er thronen, wir gönnen`s ihm gern;
Doch die Erd` ist für uns, wir sind Könige drauf,
Laßt uns schwelgen ... weiterlesen


Leichter Sinn.

Und wie wär` es nicht zu tragen,
Dieses Leben in der Welt?
Täglich wechseln Lust und Plagen,
Was betrübt und was gefällt.
Schlägt die Zeit dir manche Wunde,
... weiterlesen


Zigeunerliedchen I

Unter die Soldaten ist ein Zigeunerbub` gegangen,
Mit dem Handgeld ging er durch, und morgen muß er hangen.

Holten mich aus meinem Kerker, setzten auf den Esel mich,
... weiterlesen


Zigeunerliedchen I

Unter die Soldaten ist ein Zigeunerbub’ gegangen,
Mit dem Handgeld ging er durch, und morgen muß er hangen.

Holten mich aus meinem Kerker, setzten auf den Esel mich,
... weiterlesen


Abschied von Lindau.

Valet muß ich dir geben,
Du alte Lindenstadt;
Schon glüht an deinen Reben
Wie Purpur Blatt um Blatt;
Schon stiebt es von den Wipfeln,
Und dunkler treibt der ... weiterlesen


Wandrers Nachtlied.

Vergangen ist nun manch ein Jahr,
Daß ich hier jung und fröhlich war;
Da schritt ich oft des Wegs daher,
Nun kenn` ich kaum die Straße mehr.

Wohl rauscht der ... weiterlesen


Des Müden Abendlied

Verglommen ist das Abendrot,
Da tönt ein fernes Klingen;
Ich glaube fast, das ist der Tod,
Der will in Schlaf mich singen.
O singe nur zu,
Du Spielmann du!
... weiterlesen


Neues Leben.

Verhalle nun, Gesang der Liebesklagen,
Du langes, banges Echo meiner Leiden!
Der Tag erscheint, die trübe Nacht muß scheiden,
Die Stunde der Erlösung hat geschlagen.
... weiterlesen


Viel tausend, tausend Küsse gib...

Viel tausend, tausend Küsse gib,
Süß Liebchen, mir beim Scheiden!
Viel tausend Küsse, süßes Lieb,
Geb` ich zurück mit Freuden.

Was ist die Welt doch gar ... weiterlesen


Eutin.

Vom alten Lübeck, wenn die Zeit der Pfingsten kommt,
Hinaus ins Weite treibt mich stets die Wanderlust,
Im jungen Grün zu schwelgen; nach Eutin zumeist,
Dem waldumkränzten, ... weiterlesen


Vorüber ist die Rosenzeit...

Vorüber ist die Rosenzeit,
Und Lilien stehn im Feld;
Doch drüber liegt so klar und weit
Das blaue Himmelszelt.

Fahr hin, du qualenvolle Lust,
Du rasches ... weiterlesen


Vöglein, wohin so schnell...

Vöglein, wohin so schnell?
»Nach Norden, nach Norden!
Dort scheint die Sonne nun so hell,
Dort ist`s nun Frühling worden.«

O Vöglein mit den Flügeln bunt,
... weiterlesen


Türmerlied.

Wachet auf! ruft euch die Stimme
Des Wächters von der hohen Zinne,
Wach auf, du weites deutsches Land!
Die ihr an der Donau hauset,
Und wo der Rhein durch Felsen ... weiterlesen


Wann, o wann?

Wann doch, wann erscheint der Meister,
Der, o Deutschland, dich erbaut,
Wie die Sehnsucht edler Geister
Ahnungsvoll dich längst geschaut:

Eins nach außen, ... weiterlesen


Melancholie

Wann, wann erscheint der Morgen,
Wann denn, wann denn!
Der mein Leben löst aus diesen Banden?
Ihr Augen, vom Leide so trübe,
Saht nur Qual für Liebe,
Saht nicht ... weiterlesen


Melancholie

Wann, wann erscheint der Morgen,
Wann denn, wann denn!
Der mein Leben löst aus diesen Banden?
Ihr Augen, vom Leide so trübe,
Saht nur Qual für Liebe,
Saht nicht eine ... weiterlesen


Was du gründlich...

Was du gründlich verstehst, das mache!
Was du gründlich erfuhrst, das sprich!
Bist du Meister im eignen Fache,
Schmäht keine Schweigen im fremden dich.
Das Reden von ... weiterlesen


Deutsches Leben.

Was steht ihr düster und betroffen,
Die ihr ein deutsch Panier doch tragt,
Nun endlich, endlich unsrem Hoffen
Ein Morgen der Erfüllung tagt?
O bannt von eurer Stirn die ... weiterlesen


Des Auswanderers Heimweh

Weh mir, daß ich vom Wahne
mein Herz betören ließ,
der überm Ozeane
mir eitel Glück verhieß!
Ich dacht zu finden Gold wie Spreu
und Freiheit weit und ... weiterlesen


Fahnentreu.

Weil auf blut`gem Plane
Heut ihr Stern erblich,
Ließest du die Fahne
Deiner Wahl im Stich?

Deine Waffen ehrlos
Würfst du in den Sand
Und ergäbest ... weiterlesen


Nach V. Hugo.

Weil mir dein voller Kelch die heißen Lippen kühlte,
Weil meine bleiche Stirn in deiner Hand geruht,
Weil ich den süßen Hauch von deiner Seele fühlte,
Der wie ein Weihrauch ... weiterlesen


Dichterleben.

Wen einst die Muse mit dem Blick der Weihe
Mild angelächelt, da er ward geboren,
Der ist und bleibt zum Dichter auserkoren,
Ob auch erst spät der Kern zur Frucht gedeihe.
... weiterlesen


Halte die Hoffnung fest!

Wenn der Morgen, der heute tagt,
Nichts als Trümmer dich schauen läßt,
Unter Trümmern noch unverzagt
Halt im Herzen die Hoffnung fest!

Mag dies irre Geschlecht ... weiterlesen


Wenn die Reb im Safte schwillt...

Wenn die Reb` im Safte schwillt,
Kommt die Schwalbe geflogen,
Wenn das Aug` in Tränen quillt,
Kommt die Liebe gezogen.

Blume, Laub und weiße Blüt`
Muß ... weiterlesen


Wenn die Sonne hoch und heiter...

Wenn die Sonne hoch und heiter
Lächelt, wenn der Tag sich neigt,
Liebe bleibt die goldne Leiter,
Drauf das Herz zum Himmel steigt;

Ob der Jüngling sie ... weiterlesen


Auferstehung

Wenn einer starb, den du geliebt hienieden,
So trag hinaus zur Einsamkeit dein Wehe,
Dass ernst und still es sich mit dir ergehe
Im Wald, am Meer, auf Steigen längst ... weiterlesen


Auferstehung

Wenn einer starb, den du geliebt hienieden,
So trag hinaus zur Einsamkeit dein Wehe,
Daß ernst und still es sich mit dir ergehe
Im Wald, am Meer, auf Steigen längst gemieden.
... weiterlesen


Am Schillertage 1859.

Wenn fromm den Kranz aus hundertjährigen Zweigen
Ein ganzes Volk für seinen Liebling flicht,
Wer nennt` ein ebenbürtig Wort sein eigen,
Zu künden, was aus allen Herzen ... weiterlesen


Wenn hinabgeglüht die Sonne

Wenn hinabgeglüht die Sonne,
Steht der Mond schon überm Tal,
Und den Abglanz ihrer Wonne
Gießt er aus im feuchten Strahl.

Also bleibt im tiefsten Herzen
... weiterlesen


Schlaflosigkeit.

Wenn ich in den Knabenjahren
Abends hinsank auf mein Bette,
O wie war die Rast mir lieblich!
Schon nach wenig Atemzügen
Lösten sich von selbst die Wimpern,
Und ... weiterlesen


Wenn sich zwei Herzen scheiden...

Wenn sich zwei Herzen scheiden,
Die sich dereinst geliebt,
Das ist ein großes Leiden,
Wie`s größ`res nimmer gibt.
Es klingt das Wort so traurig gar:
Fahr wohl, ... weiterlesen


Wenn still mit seinen letzten Flammen...

Wenn still mit seinen letzten Flammen
Der Abend in das Meer versank,
Dann wandeln traulich wir zusammen
Am Waldgestad im Buchengang.

Wir sehn den Mond durch Wolken ... weiterlesen


An Ernst Curtius

Wer hat der Sorge je sein Herz verschlossen?
Und flöhn wir zu des Poles eis`gen Strecken,
Sie würde dort auch uns vom Lager schrecken,
Wenn auf die Wimper kaum sich Schlaf ... weiterlesen


Schulgeschichten.

Wer jemals, war es noch so kurz, auf schmaler Bank
Am schrägen, vielzerschnittnen Tisch als Schüler saß,
Der kennt den Reiz von Schulgeschichten. Laßt mich denn
Der Art ein ... weiterlesen


Morgenwanderung.

Wer recht in Freuden wandern will,
Der geh` der Sonn` entgegen;
Da ist der Wald so kirchenstill,
Kein Lüftchen mag sich regen;
Noch sind nicht die Lerchen wach,
... weiterlesen


Pause.

Wer will`s denn leugnen, daß in unsern Tagen
Ein rascher Pulsschlag sich lebendig regt,
Daß rings ein frischer Geist die Welt bewegt
Und die Gedanken neue Flüge wagen?
... weiterlesen


Weihnacht.

Wie bewegt mich wundersam
Euer Hall, ihr Weihnachtsglocken,
Die ihr kündet mit Frohlocken,
Daß zur Welt die Gnade kam.

Überm Hause schien der Stern,
Und ... weiterlesen


Das sterbende Kind.

Wie doch so still dir am Herzen
Ruhet das Kind!
Weiß nicht, wie Mutterschmerzen
So herbe sind.
Auf Stirn und Lippen und Wangen
Ist schon vergangen
Das ... weiterlesen


Im Frühling.

Wie geht nun, da sich brach der Stürme Wüten,
Durch`s Frühlingsthal ein wundervolles Weben!
Es weiß in jugendlichem Freudebeben
Kein Wesen mehr sein Innerstes zu hüten.
... weiterlesen


Unter der Loreley

Wie kühl der Felsen dunkelt
Hernieder in den Rhein!
Kein Strahl der Sonne funkelt
Im grünen Wasserschein.
Es kommt im Windesweben
Ein Gruß der Märchenzeit -
... weiterlesen


Wie lang ists doch, daß ich nicht sang...

Wie lang ist`s doch, daß ich nicht sang?
Wohl Monden sind dahingegangen –
Ein langer Winter trüb und bang
Hielt mir zuletzt den Sinn befangen.

Er brachte mir ... weiterlesen


Seid eins!

Wie lang` noch eifersücht`gen Mutes
Verzehrt ihr euch in Streit und Neid?
Ihr Volksgeschlechter deutschen Blutes,
Besinnt euch endlich, wer ihr seid!

Schon ... weiterlesen


Wie manchen Blick du frei und freier...

Wie manchen Blick du frei und freier
In´s Walten der Natur getan,
Auf´s neue hinter jedem Schleier
Sieht doch die alte Sphinx dich an.

Du kannst ihr nimmer ... weiterlesen


Wie rauscht ihr Waldesschatten.

Wie rauscht ihr Waldesschatten
So kühl noch weit und breit;
Wie schaut im bunten Kleid
Ihr Blumen nur so lustig aus den Matten!
Wie mögt ihr Vöglein pfeifen
... weiterlesen


Frühlingsmythus.

Wie schauert heute durch die Lüfte
Ein allgewalt´ger Sehnsuchtshauch!
Es dringt bis in die tiefsten Klüfte
Der Sonnenstral durch Dunst und Rauch.

Und drunten ... weiterlesen


Feierabend.

Wie sich am westlichen Himmel
Hinter den Bergen im Purpurgeflock
Die Sonne verliert,
Atmet die Brust freudiger auf,
Und saugt begierig
Den kühl erfrischenden Hauch ... weiterlesen


Wie säuselt über Tal und Hügel...

Wie säuselt über Tal und Hügel
Der Gruß des Frühlings heut so mild!
Von fern erklingt`s wie Schwalbenflügel,
Und traumhaft brütet`s im Gefild.

Im Stamm der ... weiterlesen


Der Einsiedler.

Wie ward mir das Gewühle
Der Welt doch gar zur Last!
Es rauscht der Wald so kühle,
Und lockt zu süßer Rast.
Fahrt wohl denn, ihr Beschwerden,
Fahr wohl, o Lust ... weiterlesen


Tannhäuser.

Wie wird die Nacht so lüstern!
Wie blüht so reich der Wald!
In allen Wipfeln flüstern
Viel Stimmen mannigfalt.
Die Bächlein blinken und rauschen,
Die Blumen ... weiterlesen


Der Romantiker.

Wie Zeit und Schicksal immer uns bilden mag,
Doch waltet machtvoll über der Scheitel uns
Der Stern der Kindheit fort, und ewig
Zwingt uns die Seele das früh Geliebte.
... weiterlesen


Winter in Athen.

Winter mit den eis`gen Locken
War mir immer sonst so leid,
Denn er hielt mit seinen Flocken
Alle Freuden eingeschneit.

Wenn die Vöglein lustig sangen,
Wenn ... weiterlesen


Das Negerweib

Wo am großen Strom die Sicheln durch das hohe Rohrfeld flirren,
Und im Laub des Zuckerahorns farb`ge Papageyen schwirren,
Sitzt das Negerweib, den Nacken bunt geziert mit ... weiterlesen


Rühret nicht daran.

Wo still ein Herz voll Liebe glüht,
O rühret, rühret nicht daran!
Den Gottesfunken löscht nicht aus!
Fürwahr, es ist nicht wohlgetan.

Wenn`s irgend auf dem ... weiterlesen


Die Erde.

Wohl hast du einst mit hoher Wonne
Mein junges Herz getränkt, Natur,
Wenn mich der Glanz der Frühlingssonne
Zur Ferne zog durch Wald und Flur;
Vertieft in mich, mit ... weiterlesen


Wohl lag ich einst in Gram und Schmerz...

Wohl lag ich einst in Gram und Schmerz,
Da weint` ich Nacht und Tag;
Nun wein` ich wieder, weil mein Herz
Sein Glück nicht fassen mag.

Mir ist`s, als trüg` ich ... weiterlesen


Mein Friedensschluß.

Wohl netzt` ich heiß mit Thränen meine Pfühle,
Und rang in Qualen, mich emporzuhalten;
Denn furchtbar brannte dieser Zeiten Schwüle.

Es lag die Welt in grimmem Kampf ... weiterlesen


Wolle keiner mich fragen...

Wolle keiner mich fragen,
Warum mein Herz so schlägt,
Ich kann`s nicht fassen, nicht sagen,
Was mich bewegt.

Als wie im Traume schwanken
Trunken die Sinne ... weiterlesen


Woran ich denke!

Woran ich denk`? – An meines Lebens Morgen,
Als noch so ungestüm, so frei von Sorgen
Das jugendliche Herz mir schlug,
Als vor mir, ein besonnter Meeresspiegel,
Die ... weiterlesen


Neue Sonette

Zur Einleitung.

In Blüten sah ich Tal und Hügel prangen
Und tief im Grün die Spur des Winters schwinden.
Da ist auch mir mein Denken und Empfinden,
Lust, Zorn ... weiterlesen


Ghasel.

Zur Zeit, wenn der Frühling die Glut der Rosen entfacht in Athen,
Wie dämmert so lieblich alsdann die duftige Nacht in Athen!
Hoch leuchtet der Mond und bescheint Zypressen und Palmen ... weiterlesen


Zwei Könige

Zwei Könige saßen auf Orkadal,
Hell flammten die Kerzen im Pfeilersaal.

Die Harfner sangen, es perlte der Wein,
Die Könige schauten finster drein.

... weiterlesen


Des Deutschritters Ave.

»Herr Ott vom Bühl, nun drängt die Noth,
Nun zeigt, wie treu ihr`s meint;
Das Feld ist roth, und die Brüder sind todt,
Und hinter uns rasselt der Feind.

»Wohl ... weiterlesen


Schön Ellen.

»Nun gnade dir Gott, du belagerte Schar!
Was frommt noch, daß ich`s verschweige?
Wir haben nicht länger Brot noch Wein;
Das Pulver geht auf die Neige.

Und kommt ... weiterlesen



Das beliebteste Wort in unserem Synonymwörterbuch ist derzeit darstellen.
Für mehr beliebte Synonyme: Top 200 | Alle beliebten Synonyme
Gedichte vom Autor Emanuel Geibel

Suche in 361046 Wörtern und 109461 Wortgruppen - Impressum
© WIE SAGT MAN NOCH 2004-2019

Synonym Wörterbuch - online Synonyme in diversen Sprachen - kostenlose Synonymsuche englisch, spanisch, italienisch, französisch, portugiesisch, niederländisch, polnisch, russisch


Anzeigen




Wörterbücher


Dies & Das
Abkürzungen - wichtige u. oftgesuchte Abkürzungen
Universitäten - deutsche Fach - und Hochschulen
Vornamen - Herkunft und Bedeutung von Vornamen
Zitate - umfangreiche Zitatdatenbank, Sprüche, Reime,...