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Gedichte - Emil Claar


Weltmarkt

Die Peitsche saust In herrischer
Faust Und trifft Und zeichnet mit
blutiger Schrift Den Menschen, den Hund
und das Pferd, Die alle dasselbe nur
wert, Zu Knechten,
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Rücksicht

Die Rücksicht ist ein Engelsamt, Das,
still geübt zu Menschenheil, Beweist,
daß es vom Himmel stammt, Doch
kehr´sie nicht ins Gegenteil. Wer
ausruft, daß er Rücksicht n
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Wiedersehen

Dir war bittrer nie zu Muthe, Was du
Süßes auch gesprochen! Und du bist ja
doch nicht glücklich, Und dein Herz
ist doch gebrochen. Wenn auch
lächeln deine Lippen,
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Glaube

Es kann nicht sein und kann nicht
sein, Daß dort nur blaue Leere
webt, Woher der süße
Sternenschein So tröstend nächtlich
niederbebt! Millionen Engel wachen
dort
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Hyazinthe

Hyazinthe war die teure Lieblingsblume
meiner Mutter, Die ein Lenzeskind
gewesen, Eine echte
Märzgeborne. Jährlich um des Monats
Mitte, Trat ich morgens in ihr Zimme
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Ergebnis

Ich werde in diesem Leben Die Menschen
nicht besser machen; Das hab` ich
aufgegeben! Ich weiß, mein Wunsch war
zum Lachen. So lange sie Atem
haben, Werden sie ohne Er
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Intendanten- Hoffnung

Jenseits ist ein Land der Wonnen, Dort,
wo Gott die Menschen liebt; Wo es keine
Primadonnen Und auch nicht Tenöre
gibt: Wo von
Wolkendurft-Etage Niederquillet der
Gesang.
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Ohne Feindschaft

Meinem Hunde rief ich zu, Höre: gut
sei und gescheit, Kätzchen ist ein
Tier wie du, Also tue ihm kein
Leid. Und dem Kätzchen rief ich
zu, Höre: gut sei und geschei
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Die Zeit

Solang du jung Treibst du die
Zeit, Die lästig säumt, Wild vor dir
her, Daß endlich sie bringt Was du
erhofft, Was du ersehnt. Doch wenn
du alt,
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Theaterlaufbahn

Talente gibt es, welche
stet Berechtigen zu schönstem
Hoffen, Doch deren Kraft in Dunst
verweht, Sobald der Weg zum Gipfel
offen. Sie sind, nachdem Sie A
gesagt, Nich
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Und immer sind es neue Leiden...

Und immer sind es neue Leiden, Die
dieses Dasein uns gebiert, Wenn wir uns
endlich, endlich weiden Am Glück, das
flücht`ge Stunden ziert. Nur Blumen,
die am Weg verderben,
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Die schönste Welt

Von allen Welten, die kreisen im
All, Und entstehn und verwehn wie
Funkenfall, Ist jene die schönste, die
unsichtbar, Und doch so eigen, und
brennend klar, Zwischen zwei Mensch
alle
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Wahre Liebe

Wahre Liebe kann ja alles, Kann den
hohen Himmel stürmen, Und die Sterne
niederreißen, Kann im Tal Gebirge
türmen. Sie kann Todeswunden
schlagen, Sie kann Todeswund
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Untreu

Wenn der Vogel jäh verläßt Auf dem
Baum das Blätterdach, Zittert das
Geäst lange nach- Da du jäh
verlassen hast Meiner Liebe
Heimatort, Zittre ich, so wie
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