WISSENSWERTES
+ Renaissance
+ Barock
+ Aufklärung
+ Sturm und Drang
+ Klassik
+ Romantik
+ Biedermeier
+ Realismus
+ Moderne
+ Naturalismus
+ Expressionismus
+ Postmoderne

Gedicht Gruppen
Robert Reinick
Wilhelm Müller
Ulrich von Hutten
Carmen Sylva
Gabriele von Baumberg
Friedrich Förster
Karl Georg Büchner
Karl Beck
Ida
Rudolf Löwenstein
Elise Sommer
Georg Trakl
Karl Simrock
Otto Weddigen
Hermine Czigler von Eny-Vecse
Michel Berend
Daniel Schiebeler
Franz Grillparzer
Ignaz Franz Castelli
Oscar Wilde

Intern

Anzeigen

Aktuelles

Gedichte


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Gedichte - Erich Mühsam

Lebensregel

An allen Früchten unbedenklich lecken;
vor Gott und Teufel nie die Waffen strecken;
Künftiges mißachten, Früheres nicht bereuen;
den Augenblick nicht deuten und nicht ... weiterlesen


Anzeigen


Mein Gefängnis

Auf dem Meere tanzt die Welle
nach der Freiheit Windmusik.
Raum zum Tanz hat meine Zelle
siebzehn Meter im Kubik.

Aus den blauen Himmeln zittert
Sehnsucht, ... weiterlesen


Mahnung der Gefallenen

Aus allen Gräbern der gefallenen Brüder
klopft das Gebein herauf: wir liegen wach
und horchen, was ihr treibt. Doch immer müder
wird euer Kampf. Selbst euer Wort klingt ... weiterlesen


Produktion

Denk ich zurück an meine frühsten Wochen:
Ich sog an hochgeblähten Ammenbrüsten,
von guten Tanten liebevoll berochen,
die zahnlos schnalzend den Popo mir küßten.
... weiterlesen


Seenot

Der Kapitän, der Steuermann,
vom Deck die Offiziere
schaun sorgenvoll den Himmel an.
Ein rascher Blick fällt dann und wann
auch auf die Passagiere.
Das räkelt ... weiterlesen


Erziehung

Der Vater zu dem Sohne spricht:
Zum Herz- und Seelengleichgewicht,
zur inneren Zufriedenheit
und äußeren Behaglichkeit
und zur geregelten Verdauung
bedarf es ... weiterlesen


Du gingst mit mir...

Du gingst mit mir. Der niedre Himmel drohte
und kroch geduckt von allen Seiten näher.
Am Wege lag ein Felsenhund, ein Späher
mit plattem Bauch und vorgeschobener Pfote.
... weiterlesen


Molli und Knurri

Eine Fabel zum Nachdenken

Saß ein Mops, der Molli hieß,
Eingesperrt im Hundsverließ.
Dorten war er hingetan
Zum Transport per Eisenbahn.
Ach, wie war ihm ... weiterlesen


Gesichte

Es raschelt gleich dem Geistern einer Fledermaus
im Nachtwind, der gefallnes Laub bestattet -
und in den Lüften wispern totumschattet
des Nebels Stimmen: Not und Haß und ... weiterlesen


Entlarvung

Europa hat sich abgeschminkt.
Befreit von Rouge und Puder
steht eklig da das Luder
und faucht und stinkt.

Den Schnürleib sittlicher Kultur
warf sie zum ... weiterlesen


Im Bruch

Fest zugeschnürt der Hosengurt.
Der Darm ist leer, der Magen knurrt.
Auf morschem Rock glänzt Fleck bei Fleck.
Darunter starrt das Hemd von Dreck.
Aus Pfützen schlürft ... weiterlesen


Gesang der jungen Anarchisten

Freiheit! mahnt es aus den Grüften,
die der Vorzeit Kämpfer decken.
Freiheit! lockt es aus den Lüften,
die der Zukunft Stürme wecken.
Daß aus Ahnung Freiheit ... weiterlesen


Leitsatz

Fürcht nicht die Stunde, da du stirbst.
Die Welt, o glaub`s nur, kann dich missen.
Kein Stern, um dessen Licht du wirbst,
wird mit dir in den Tod gerissen.

Solang ... weiterlesen


Golgatha

Gebeugte Menschen mit stumpfem Blick
hocken in dumpfen Spelunken -
den Neid im Auge, die Not im Genick,
von elendem Fusel trunken.
Da tönt eine Stimme von außen ... weiterlesen


Heilige Nacht

Geboren ward zu Bethlehem
ein Kindlein aus dem Stamme Sem.
Und ist es auch schon lange her,
seit`s in der Krippe lag,
so freun sich doch die Menschen sehr
bis auf ... weiterlesen


Motto

Glaub nie, was in den Büchern steht.
Selbst sei dir Weiser, selbst Prophet!
Glaubst du, was alle Leute glauben,
dann glaube nicht, daß du was weißt.
Das Wissen nur kann ... weiterlesen


Meta und der Finkenschafter

Herr Kunze stand als Hausverwalter
in Lohn bei einem Häuserwirt,
und seine Tochter in dem Alter,
wo so ein Mädchen liebend wird.

Er war ein Witmann, sie war ... weiterlesen


Hinter den Häusern heult ein Hund

Hinter den Häusern heult ein Hund.
Denn die Schatten der Nacht sind bleich und lang;
und des Meeres Herz ist vom Weinen wund; -
und der Mond wühlt lüstern im Tang.

... weiterlesen


Ich bin ein Pilger...

Ich bin ein Pilger, der sein Ziel nicht kennt;
der Feuer sieht und weiß nicht, wo es brennt;
vor dem die Welt in fremde Sonnen rennt.

Ich bin ein Träumer, den ein ... weiterlesen


Rendezvous

Ich bin verdammt zu warten
in einem Bürgergarten
auf das geliebte Weib.
Nun sitz ich hier als Beute
gewissenloser Leute
mit breitem Unterleib.
Sie sind so ... weiterlesen


Ich möchte Gott sein...

Ich möchte Gott sein und Gebete hören
und meine Schutz versagen können
und Menschenherzen zunichte brennen
und Seelenopfer begehren.
Und möchte Erde, Welt und All ... weiterlesen


Freiheit in Ketten

Ich sah der Menschen Angstgehetz;
ich hört der Sklaven Frongekeuch.
Da rief ich laut: Brecht das Gesetz!
Zersprengt den Staat! Habt Mut zu euch!
Was gilt Gesetz?! Was ... weiterlesen


Ich will alleine über die Berge gehn

Ich will alleine über die Berge gehn,
und keiner soll von meinen Wegen wissen;
denn wer den Pfad zu meinen Höhn gesehn,
hat mich von meinen Höhn herabgerissen.

... weiterlesen


Ich wollt das Lied des Herzens nicht verschweigen

Ich wollt das Lied des Herzens nicht verschweigen.
Ich wollt es jubelnd zu den Menschen schmettern,
die bleich am Baume der Erkenntnis klettern,
das Glück vermutend in den ... weiterlesen


Geschonte Kraft

Ihr Toren meint, der Kämpfer und Verächter
sei müde und besiegt ins Knie gesunken,
verlöscht sei seines Zornes heller Funken
vom rohen Fußtritt der Gesetzespächter.
... weiterlesen


Kind und Pfau

Im Mäntelchen mit viel Besatz
und seidener Kapotte,
im Spitzenkragen und Seidenlatz,
so steht hier die Charlotte.
Da kommt daher ein stolzer Pfau,
mit Federn, ... weiterlesen


Kalender

Januar
Der Reiche klappt den Pelz empor,
und mollig glüht das Ofenrohr,
Der Arme klebt, daß er nicht frier,
sein Fenster zu mit Packpapier.

Februar
... weiterlesen


Jeden Abend werfe ich

Jeden Abend werfe ich
eine Zukunft hinter mich,
die sich niemals mehr erhebt -
denn sie hat im Geist gelebt.
Neue Bilder werden, wachsen;
Welten drehn um neue ... weiterlesen


Lumpenlied

Kein Schlips am Hals, kein Geld im Sack.
Wir sind ein schäbiges Lumpenpack,
auf das der Bürger speit.
Der Bürger blank von Stiebellack,
mit Ordenszacken auf dem ... weiterlesen


Schüttelreime

Lesen und Schreiben
Von deutschen Dichtern lies am meisten,
die, die soviel wie Mühsam leisten.

Der ist ein großer Schweinehund,
dem je der Sinn für Heine ... weiterlesen


Elegie im Kriege

Lieder sing ich, seit ich denke,
weil mein Herz empfindsam ist
und den Spender der Geschenke
im Genießen nicht vergißt.
Doch sie haben mich vergessen,
denen ich ... weiterlesen


Ewiges Diesseits

Löscht die Lichter aus auf den Altären!
Nicht in Kirchen und in Synagogen
sucht den Gott, noch hinter Himmelsschleiern.
Wo der Perlschaum quirlt auf Meereswogen,
wo der ... weiterlesen


Nach all den Nächten, die voll Sternen hingen

Nach all den Nächten, die voll Sternen hingen,
nun diese dumpfe, trübe, nasse Nacht,
als wär die Arbeit aller Zeit vollbracht
und niemals wieder Hoffnung auf Gelingen.
... weiterlesen


O Mitmensch, willst du sicher sein

O Mitmensch, willst du sicher sein
in deinem Treiben und Getue,
so schau in Nachbars Kämmerlein,
in Nachbars Bett, in Nachbars Truhe.
Und wie er`s hält und wie er`s ... weiterlesen


Margot

Obwohl du Margot heißt, muß ich dich preisen.
Gewöhnlich sind die Margot, Gerda, Ellen
Mir allzu linienhaft zum Beigesellen
und zu empfindsam, um damit zu reisen.

... weiterlesen


In der Zelle

Scheu glitt ein Tag vorbei - wie gestern heut.
Ein leerer rascher Tropfen sank ins Jahr.
Und wenn sich aus der Nacht geballtem Nichts
der letzte Schatten in den Morgen streut ... weiterlesen


Kriegslied

Sengen, brennen, schießen, stechen,
Schädel spalten, Rippen brechen,
spionieren, requirieren,
patrouillieren, exerzieren,
fluchen, bluten, hungern, frieren ...
... weiterlesen


Rebellenlied

Sie hatten uns mit Zwang und Lügen
in ihre Stöcke eingeschraubt.
Sie hatten gnädig uns erlaubt,
in ihrem Joch ihr Land zu pflügen.
Sie saßen da in Prunk und Pracht
... weiterlesen


Kleiner Roman

Sie lernte Stenographin.
Er war Engros-Kommis.
Im Speisewagen traf ihn
ein Blick. Er liebte sie.

Auf einer Haltestelle
brach man die Reise ab,
... weiterlesen


Herbstmorgen im Kerker

Wenn morgens über Gras und Moor
sich weißlich-trüb der Nebel bauscht,
unfroher Wind mit müdem Stoß
im dürren Laub des Herbstes rauscht;
wenn eiterig der fahle Tau
... weiterlesen


Frühlingserwachen

Wieder hat sich die Natur verjüngt,
wieder sich mit frischem Stoff gedüngt,
und dem Moder wie den jungen Keimen
hat die Kunst zu malen und zu reimen.
Die Gebeine harren ... weiterlesen


Liebesweh

Zähre rieselt mir um Zähre
in des Betts zerwühltes Laken.
Bange Angstgedanken haken
sich in meiner Seele Schwere.
Schmerzgekrümmt sind meine Beine;
traurig ... weiterlesen


Knabe und Tod

`Komm` her, mein Sohn. Du bist vom Spiel erhitzt.
Wie dir das Wasser aus den Poren schwitzt.
Komm` trink` einmal! - Wie das erfrischt!
Wie das den Schweiß dir von der Stirne ... weiterlesen



Das beliebteste Wort in unserem Synonymwörterbuch ist derzeit darstellen.
Für mehr beliebte Synonyme: Top 200 | Alle beliebten Synonyme
Gedichte vom Autor Erich Mühsam

Suche in 361046 Wörtern und 109461 Wortgruppen - Impressum
© WIE SAGT MAN NOCH 2004-2019

Synonym Wörterbuch - online Synonyme in diversen Sprachen - kostenlose Synonymsuche englisch, spanisch, italienisch, französisch, portugiesisch, niederländisch, polnisch, russisch



Wörterbücher

Anzeigen


Dies & Das
Abkürzungen - wichtige u. oftgesuchte Abkürzungen
Universitäten - deutsche Fach - und Hochschulen
Vornamen - Herkunft und Bedeutung von Vornamen
Zitate - umfangreiche Zitatdatenbank, Sprüche, Reime,...