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Gedichte - Ernst Scherenberg


Distichen 1-4

1. Unübersteigbar Gebirge erscheint
dir die Wolke von Weitem; Geh‘ darauf
zu: -- und der Berg fließet in Nebel
dahin. 2. Schäme, so lange du
jung, dich n
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Am zehnjährigen Gedenktage des Frankfurter Friede

10. Mai 1881. Das war ein Maitag, wie
ihn nimmer Ein deutsches Auge noch
erschaut! Ein blendend Meer von
Blütenschimmer, Von lichtem Himmel
überblaut! Vom Main her s
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Zu Lessings hundertjährigem Todestage

15. Februar 1881. Dem freien Worte
brachst du eine Gasse, Dass es als
Winkelried dich dankbar preise; Der
Kunst und Dichtung schufst du neue
Gleise, Die Auslandsgötzen warfs
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Zum Kölner Dombaufest

15. Oktober 1880. Nun, Kaiserglocke,
rühre dein Erz Und jauchze dem Tag
entgegen! Du Riesendomes
Riesenherz, Heut schlage in lauteren
Schlägen! Nun öffnet euch, her
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Zum 18. Januar

1871. 1881. Ein Lenzgewitter in
Schnee und Eis – Welch Blitzen,
Donnern und Klingen! Der blutige Tau,
wie rann er heiß Im grausigen
Schlachtenringen! Da – unter d
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Wir bleiben!

26. Februar 1892. Die wir für Reich
und Kaiser treu Gekämpft ein
Menschenleben, Lasst uns die Stimme
ohne Scheu Gen falschen Rat
erheben! Und will man grollend drob
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Zur Einweihung des National-Denkmals auf dem Niede

28. September 1883. Welch Blitzen und
Funkeln im herbstlichen Schein? Welch
Drängen und Wogen und
Hasten? Gewaltige Flotten durchfurchen
den Rhein, Ein Wald von bewimpelten
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„Wir Deutsche fürchten Gott, sonst Nichts auf d

6. Februar 1888. Gewalt’ger Recke,
kühngemut – Wie lange Zeit ist’s
her? Da tobt um dich des Hasses
Wut, Ein wildbewegtes Meer. Es drohte
Schande, Fluch, - Scha
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Prolog für den Berliner Krippen-Verein

6. März 1887. Rauh grüßt der März
– in Ost und Westen türmen Die
Wetter sich – durch aller Völker
Herz Bebt es wie Ahnung von
gewalt’gen Stürmen – Und rings di
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Kaiser Wilhelm

9. März 1888. Furchtbarer
Wetterschlag im März! Von Pol zu Pol
die Welt erzittert! Aufzuckt in Weh der
Völker Herz: Die Kaisereiche liegt
zersplittert! Ehrw
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Deutscher Herd

Als ich in’s Meer
hinausgeschwommen, Ein
hoffnungsfreudiger Pilot, Wie hoch
empor die Feuer glommen – Und sind
doch, ach, so bald verloht! Von allen
Flammen hat nur eine I
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Lenzzauber

Als wollte Winterqual nicht enden, Lag
starr die Welt und tot mein Sinn – Da
plötzlich streut mit
Götterhänden Der Lenz all seine
Zauber hin. Beseligt‘ Schauen,
traumh
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Auf der Nordsee

Am Bord des Dampfers „Lloyd“, auf
der Fahrt von Wilhelmshafen nach
Bremerhafen. 24. August 1875. Wie
grüßt so unermessen Die See im
Sonnenglanz, Wie furc
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Gen Morgen!

Anfang März 1892. Versunken
Deutschlands großer Tag – Und seine
Helden steigen Aus keinem
Kaisersarkophag Und keinem
Winterschweigen. Wild rang die Klage
sich empo
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An Emanuel Geibel

Antwort auf das mir übersandte
Gedicht: „Im Spätherbstlaube“. Mai
1874. Dein Leben steht im
„Spätherbstlaube“ – Doch
liegt’s auf ihm wie Frühlingsschein,
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Rheinlands Krone

Auf dem Drachenfels im Siebengebirge am
25. Mai 1892. Rheinland, du mit
deines Stromes Licht grüngold’gem
Märchenglanz! Deiner Burgen, deiner
Domen, Deiner Reben
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Der Altvater

bei Lahr, mit dem
Reichswaisenhause. 1891. Treulich
hältst du die Wacht, Altvater, am Saume
des Schwarzwaldes; Sorglich im
dunkelnden Grün birgst du das traute
Asyl. Mitten
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Deutsche Arbeit

Berlin, am 22. Februar 1878. Deutsche
Arbeit, sei gepriesen, Die vollführt
der deutsche Geist, Der den
Einheitspfad gewiesen, Als der
Kaiserthron verwaist. De
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Der goldne Sonnenschein.

Das gibt der Erde erst den Glanz Und
Weihe der Natur, Macht ihr zum
schönsten Feierkleid Die
blütenärmste Flur, Macht ihr den Bach
zum Perlenband, Zum Schmuck den
schlecht
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Zum 22. März

Das ist ein Stürmen und Brausen, die
schlummernde Knospe schwellt: Der
Heroldsruf des Frühlings geh weckend
durch die Welt. Was morsch im
Völkerwalde, macht neuem Werden
Raum, Nur du heb
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XI. Das waren Tage ohne Gleichen

Das waren Tage ohne Gleichen, Die nie
vergisst, wer sie durchlebt, Ob jubelnd
er begrüßt die Zeichen, Ob er vor
ihrem Glanz erbebt. Ein Phönix, der
der alten Hülle
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Ermutigung.

Dein Lebensglück ist dir
zerschellt, Nun krankst an tiefen
Wunden; Nun aber fliehst du scheu die
Welt Und hoffst so zu gesunden?
– Wirf ab von dir den düstern
Wahn
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XII.

Den Pfad, den ich in Freude Mit dir
gewandelt bin, Ging heut in stillem
Leide Ich einsam für mich hin. Die
sehnenden Gedanken, Die waren fern bei
dir; Mir war
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XIV. (Der Anker klirrt, die Landungsbrücke fällt

Der Anker klirrt, die Landungsbrücke
fällt; Wie zaghaft bebt beim ersten
Schritt der Fuß; Verworren starrt uns
an die neue Welt, Kein Willkommen hallt
entgegen uns, kein Gruß.
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XXIII. (Der Muttersprache süßer Zauberlaut)

Der Muttersprache süßer
Zauberlaut Hat des Vertrauens Brücke
reich erbaut: Die Nacht schon fand uns
unter Freundesdache, Und deutsche
Treu‘ hielt über uns die Wache. Am
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XXIV.

Dereinst in schönen Tagen fand Ich
Glück in einer lieben Hand; Wie viel
ihr warmer Druck mir galt! – O,
stille, still! – die Hand ward
kalt! Einst tat auch mir ein sü
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XXX. (Des Südens heiße Sonne)

Des Südens heiße Sonne ist
versunken; Lass uns, mein Weib, noch
vor der Hütte säumen! Vom Duft des
Abends weich und wehmuttrunken, Zurück
zur Heimat will das Herz sich träumen.
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XLIII. (Die Tage, Monde und die Jahre schwinden)

Die Tage, Monde und die Jahre schwinden
– Und öd‘ und öder wird der
Zukunft Grau; Nie mehr zurück zur
Heimat werd‘ ich finden – Auf’s
müde Haupt sank kühl des Herbstes Tau.
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XIX. Nachwort

Die Zukunft, die sich einst im Lied So
ahnungsvoll gespiegelt, Das
glückverklärte Auge sieht Sie nun als
Tat besiegelt. Das Wetter, das auf
Böhmens Au In grellem Bl
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XLVI. (Doch noch dereinst ins Vaterland zu gehen)

Doch noch dereinst ins Vaterland zu
gehen, Nur um zu sterben – war mein
letzter Wahn; Seit ich mich heut im
Geiste dort gesehen, Hab‘ ich auch
diese Sehnsucht abgetan. Wo
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XII. (Dort, wo die Heimat unterging)

Dort, wo die Heimat unterging, Dort
steigt die Sonne auf – Zerbrich der
Schlaffheit Kettenring Und folge ihrem
Lauf! Im Vaterland begann dein
Schritt, Du stürmtest
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Die Kaiserglocke

Du deutsche Glocke am deutschen
Strom, Was wird dein Klang
bedeuten? Du Riesenglocke im
Riesendom, Sag‘ an, wem wirst du
läuten? – Dem Kaiser verdank‘ ich
Trophäen-Metall,
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Verdamme nicht!

Du hörtest kaum vom Fehler
flüstern Und gehst schon strenge
in’s Gericht? Lässt Tugendstolz dein
Herz umdüstern? – O Mensch, halt‘
ein! – verdamme nicht! Kennst d
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XXV.

Du stiegst, ein Engel, rettend
nieder, Da ich in Nacht verzweifelnd
rang, Du wecktest meine reinsten
Lieder Und meiner Leier vollsten
Klang. Du warst die Leuchte für mein
St
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XVII. Ein Weihnachtsabend

Du warst mir heilig immer Seit
frühstem Kindheitstraum, Im goldnen
Strahlenschimmer, Du lichter
Tannenbaum! Wie ich, in Nacht mich
härmend, Auch rang in tiefster Qua
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Der erste Weihnachtsbaum im eigenen Heim

Du warst mir heilig immer Seit
früh´stem Kindheitstraum Im goldnen
Strahlenschimmer, Du lichter
Tannenbaum! Wie ich in Nacht mich
härmend, Auch rang in tiefster Qua
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XXII. (Durch tausend stille Bande knüpft)

Durch tausend stille Bande knüpft Die
Freundschaft Brust an Brust, Durch
tausend Weg‘ und Pforten
schlüpft Die Neigung unbewusst. Der
gleichen Jugend Zauberschein
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Ostern.

Eherne Glocken, verkündet das
„Werde“! Frommes Frohlocken
durchzittre die Erde! Heilige Feuer,
durchflammt das Land! Der sich durch
Mächte des Todes bezwungen, Bringer
des Lich
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XIV.

Ein Bildnis trag‘ ich ohne
Gleichen Verborgen tief in meiner
Brust, Vor seinem Zauberglanz
erbleichen Die Bilder aller einst’gen
Lust: Ob meinem Haupt seh‘ ich sich
bre
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Das Menschenherz.

Ein Glöckchen aus dem reinsten Erz Ist
jedes junge Menschenherz; So lang‘
ihm fremd des Schicksals Hohn, Gibt es
so süßen, vollen Ton. Schlägt aber
dann mit rauer Hand
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Morgengang.

Ein warmer Frühlingsregen Fiel
heimlich über Nacht, Da sind auf allen
Wegen Die Knospen aufgewacht. Aus
frischerschlossner Blüte Lacht rings
der Morgentau; S
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X.

Einst schaut‘ ich verblendet zur
Rose, Die buhlerisch lockend
geblüht; Verschmähte und züchtige
Veilchen, Das heimlich duftet und
glüht. Wie hat mich die Rose
betrogen!
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II. (Endlose Wasserwüste)

Endlose Wasserwüste Dehnt sich vor
meinem Blick; Ostwärts entschwand die
Küste – Ostwärts starr‘ ich
zurück. Ich sah die Heimat
sinken Im letzten Abendstrahl;
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XVI. Entehrendes Verlangen!

Entehrendes Verlangen! O Wort voll
Frevelmut! Wie treibst du in die
Wangen So siedend heiß das
Blut! Zurück, du Blitzesbote, Sag‘
ihm, der dich gesandt: Und ob die
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XLV. (Er ging)

Er ging. – Schamhaft bekämpfte er
sein Weinen, Da er zum letzten Male
rückwärts sah – Auch ich wollt‘
stärker, als ich war, erscheinen: Und
aufrecht stand ich und gelassen da.
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„Sit anathema!“

Februar 1870. Geschleudert ward von
Petri Stuhle Das strenge „Sit
anathema!“ Auf jeden, den im
Sündenpfuhle Die Kirche Christi
straucheln sah. Auf, fromme Väter,
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Deutsche Antwort

Februar 1882. „Der Deutsche ist der
Feind! Erwacht! „Du Slave,
Frankenvolk, gedenke: „Ihr seid die
Knechte seiner Macht, „Ihr seid die
Opfer seiner Ränke! „
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Blick’ auf!

Freund, wozu frommen die Klagen, Dass
sich dein Frühling entlaubt, Dass dir
die Blüte des Lebens Herbstliche
Stürme geraubt? – Sieh! jener
Baum, der die Zweige Ü
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Im März

Frische, frische Frühlingsluft Rieselt
mir entgegen, Wenn ich über Berg und
Kluft Wall‘ auf
Winterwegen. Frische, frische
Frühlingsluft Will den Lenz
verkünden,
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Frühlingsfluten

Gesprochen bei einer Musikaufführung
zum Besten der Überschwemmten. April
1888. Vorfrühling brauste von Gau zu
Gau Sein allgewaltiges „Werde!“
– Noch niemals stürmt
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Arbeit und Handel

Gesprochen beim Besuch der deutschen
Industriellen in Bremen 29. Juli
1886. „Vom Fels zum Meer!“ –
Wer kennt nicht Das
Hohenzollernwort? Aus ihm wuchs P
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Ferdinand Freiligrath

Gest. 18. März 1876. Die
Frühlingsstürme brausten verheerend
durch das Reich, Da traf, du stolze
Eiche, auch dich der Todesstreich! Im
deutschen Dichterwalde warst du so hoch
ges
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Hoffmann von Fallersleben

Gest. 19. Januar 1874. Deutschland
alt deine erstes Lieben, Deutschland
galt dein letztes nur; Ja, du bist ihm
treu geblieben, Deinem edlen
Sängerschwur; Riefst ihn f
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Wolfgang Müller von Königswinter

Gest. 29. Juni 1878. Am Fuße der
Berge, die siebengekrönt, Vom Schimmer
der Sage umglänzt und verschönt, Da
stand deine Wiege am herrlichsten
Fluss, Da weckt‘ dich die
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XVI. (Gleich unsern Wangen will der Tag erblassen)

Gleich unsern Wangen will der Tag
erblassen; Die Sonne senkt ihr Antlitz
traumumflort; Schon wird es öd‘ und
öder in den Gassen – Todmüde
wandern wir allein noch fort: Wer wir
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Grünschimmerndes Eiland

Grünschimmerndes Eiland, von
schäumenden Wogen In ewigem Wechsel
umrauscht und
umzogen, Grünschimmerndes Eiland am
nordischen Strand! Wo aus stürmender
Brandung die Dünen sich heben
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Rosengruß.

Heimlich durch´s Fenster kam er
geflogen, Schüchterner Liebe duftiger
Gruß- Sieht sich der hoffende Werber
betrogen? Sinnende Maid, warum zögert
Dein Fuß? Durch des Gema
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XVII. Horch, welch wundersames Klingen

Horch, welch wundersames Klingen Hebt
sich über Tal und Hügel, Will sich
weit und weiter schwingen Unsichtbar
auf Seraphsflügel! Unter seinem
sanften Hauche Muss di
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Erstes Liebesleben I-III

I. Blickt in die Sonne man
hinein: Ein Lichtstrom blendend
quillt In’s Auge – und noch lange
schwebt Ihm vor ein Sonnenbild. Ich,
Unvorsicht’ger, sah zu
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Und wieder wollt‘ es Frühling werden

I. Frühling wird’s! – Die
finstern Mächte Scheucht des frohen
Tages Pracht; Kürzer werden alle
Nächte: Herz! – so stürz‘
auch  d e i n e  Nacht!
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Meinen Söhnen

I. In flücht’gem
Wechselspiel Zersplittre nie dein
Streben: Ein reines, hohes Ziel Sei
Leuchte dir für’s Leben! Und will
dir nimmer ganz Der letzt
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II.

Ich ging auf ödem Pfad im März, Als
ich ein Veilchen sah; Da jauchzte
ahnungsvoll mein Herz: Nun ist der
Frühling da! Wie mich’s an jenes
Veilchen mahnt, Seit mir
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XLIV. (Ich habe bang und schwer mit mir gerungen)

Ich habe bang und schwer mit mir
gerungen; Hart ist der Tugend, die ich
üben muss; Doch endlich ist mein
selbstisch Herz bezwungen Und fest und
eisern steh nun mein Entschluss.
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XIII.

Ich irr‘ umher, und wie im
Traum Frag‘ ich den Wind im
Wehn, Den Fluss im Rauschen, jeden
Baum: Habt ihr mein Lieb
gesehn? Doch Keiner jene Botschaft
spricht, Die
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Ich kam wie eine dunkle Wolke

Ich kam wie eine dunkle Wolke In euer
friedumhegtes Tal – Vergebt, wenn
ihre finstern Schatten Euch je
verkürzt der Sonne Strahl! Die Wolke
wuchs ja unter Wettern,
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Mädchenlied

Ich lag auf weichem Pfühle In
gaukelndem Morgentraum; Ein Vöglein
sang von Liebe Auf unserm
Fliederbaum. Es sang vor meinem
Fenster Mit lockend süßem Laut:
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Ich seh‘ in den goldenen Traum zurück

Ich seh‘ in den goldenen Traum
zurück, Der das ahnende Herz
geschwellt: Wie schritt mein Fuß,
beschwingt vom Glück, So selig durch
die Welt! Des Lebens Qual, der Erde
Wust
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X. (In des Meeres geheimes Dunkel)

In des Meeres geheimes Dunkel Starr‘
ich von des Schiffleins Bord; Längst
erstarb des Monds Gefunkel, Doch die
Woge wandert fort. Auch der Traum
verschollner Tage M
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III. (In des Meers geheimes Dunkel)

In des Meers geheimes Dunkel Schau ich
von des Schiffes Bord, Durch des Mondes
bleich‘ Gefunkel Wandert Wog‘ auf
Woge fort. Und ich hör‘ ihr ewig
Schäumen, Wel
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Ein deutsches Parlament

In dieser Zeit, die alle morschen
Bande Unwahren Lebens zu zerreißen
droht, Wie traurig zeigt im deutschen
Vaterlande Sich wieder die
jahrhundertealte Not: Der Fürsten
Zwie
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XLVIII. (In Fieberfantasien war ich entschlafen)

In Fieberfantasien war ich entschlafen;
- Ich sah der Heimat mildbesonnten
Raum, Sah mich al Jüngling stürmen
aus dem Hafen Wie einst, geblendet von
der Freiheit Traum. –
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III. Ja, ich ködre nur mit gleißnerischem Blicke

Ja, ich ködre nur mit gleißnerischem
Blicke! Lass Schelm‘ und Toren
jauchzen! – Zu, nur zu! Wir kennen,
Habsburg, dich und deine Tücke, Wir
wissen: Deutschlands schlimmster Feind
bis
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XV.

Ja, wär‘ das Band nur irdisch, Das
dich und mich umschlingt, So zagt‘
ich vor der Prüfung, Die uns das
Scheiden bringt. Doch geistig sind
die Fäden, Die Liebe u
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Junges Grün umspielt mein Haupt

Junges Grün umspielt mein Haupt, Neuen
Frühlings holdes Grüßen – Welkes
Laub, vom Herbst geraubt, Rauscht und
klagt zu meinen Füßen. Auch auf
meines Lebens Pfad
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XV. (Komm her, mein Weib! - hierher)

Komm her, mein Weib! – hierher, mein
einzig Kind! An meinem Herzen, o,
verweint den Harm! Ob wir auch fern der
alten Heimat sind – Bald baut ein
neu‘ Daheim der Liebe Arm!
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XXVII. (Laut durch den Wald)

Laut durch den Wald tönt unsrer Äxte
Schallen. Noch hebst du himmelhoch dein
Haupt, o Baum, -- Im nächsten
Augenblicke wirst du fallen, Du
träumst zum letzten Mal den
Frühlingstraum.
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Die Liebe

Liebe, wer könnte dich je ergründen,
gewaltige Göttin! Tausendfältig
fürwahr wechselst du Art und
Gestalt: Segenspendende Fee erscheinst
du dem Einen, Dem Anderen Rächende
Furie nur,
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Lippen, die ihr sonst so herbe...

Lippen, dir ihr sonst so herbe, Lippen,
werdet fromm und büßt! Denn ein Engel
hat ja heute Friedenbringend euch
geküßt. Pfeile, die ihr sonst
geschleudert, Voll vo
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An Napoleon III.

Mai 1859 Du hast’s gewagt – mit
selbstischen Gelüsten Warfst in die
Länder du des Krieges Brand! Und
schriebst die Freiheit, um dein Volk zu
blenden, Auf dein Panier mi
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Mein Deutschland, mächt’ge Eiche!

Mein Deutschland, mächt’ge
Eiche! Verspottet oft,
geschmäht! Getrost, dein Lenz, der
reiche, Er kommt! kommt er auch
spät. Wohl prahlten andre
Bäume Schon längs
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Mein Schifflein schwimmt in’s Abendrot

Mein Schifflein schwimmt in’s
Abendrot Hinein, das lockend flammt und
blinkt, Das wie des Leuchtturms Feuer
loht Und in den Port der Ruhe
winkt. Der Abendschein verglomm un
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Einer Landsmännin

Mit den „Gedichten“ als
„Vielliebchen“. Ob das Spiel ich
gewann, ob ich’s verloren? – Was
frag‘ ich! Über uns Männer ja stets
bleibt Triumphator das Weib! Willig dru
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Einer Gespielin.

Mit der Gedichtsammlung „Aus tiefstem
Herzen.“ Gedenkst du noch, wie wir
vor manchen Jahren An meiner Heimat
stillumlaubten Strand Als frohe Kinder
unzertrennlich waren?
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Dem Fürsten Bismarck

Mit einem Exemplar der Dichtungen
„1866“. 10. Juli 1878. „Nur
wer den Wogenschlag der Zeit
versteht, „Von dem die Herzen seines
Volks erzittern, „Als Sieger
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Weißt du nur selber, was du bist!

Mit hohem Sinn im warmen Herzen Stehst
du verkannt in kurzer Frist; Dann trage
männlich deine Schmerzen – Weißt du
nur selber, was du bist! Und kommt
die Welt mit frechen
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XLIX. (Mit letzter Kraft bin ich hinaufgestiegen)

Mit letzter Kraft bin ich
hinaufgestiegen; Hier legt‘ ich dich,
mein Wein, dereinst hinab – Hier will
auch ich, wenn ich gestorben, liegen
– Hier grab‘ ich selber heute mir
mein Gra
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XXVIII. (Mühselig führ den Pflug)

Mühselig führ den Pflug ich durch die
Schollen; Von ungewohnter Arbeit brennt
die Hand; Wer hätte je dies Los mir
künden wollen, Der mich dereinst
daheim im Glück gekannt?
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Deutsch und Frei

März 1892. Deutsche Jugend, unser
Hoffen! Frühlingsbaum mit frischem
Saft! Jeder Schlag, der dich
getroffen, Trifft des Volkes Markt und
Kraft. Vaterland, dein Klein
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Der Jugend Düsseldorfs

Nach Aufführung meiner dramatischen
Dichtung „Germania“ durch Schüler
des „Realgymnasiums und Gymnasiums“
in der Tonhalle zu Düsseldorf. 28.
Mai 1888. Wel
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Schwing‘ dich empor, du deutscher Aar!

Nacht war’s im deutschen
Eichenhorste; Der königliche Adler
schlief Allein auf seinem
Felsenhorste, Als wach ihn
Götterbotschaft rief: Auf, auf! Mit
Schlingen und mir Netzen
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Zum 2. September

Nicht trunken im Rausche des Sieges
verloren, Bejubelt, mein Volk, du den
Lorbeer der Schlacht: Du feierst den
Tag, der das Reich und geboren, Du
feierst den Tag, der dich mündig
gemacht!
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Schließe, schließe die Augen!

Nimmer zu durstig den blendenden
Strahl Darfst mit den Blicken du
saugen! Kürze die Wonne – kürze die
Qual: Schließe, schließe die
Augen! Netzt sie des Glückes berausc
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Kaiser Wilhelms I. Lebenstrank

November 1887. Aus fernstem
Morgenlande Naht sich ein seltner
Gast, Zugleich ein Arzt und
Weiser, Dem Kaiser im Palast. Er
spricht mit tiefem Reigen:
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XIII. Nun ist sie geschlagen, die Völkerschlacht

Nun ist sie geschlagen, die
Völkerschlacht, Die Deutschlands
Schicksal entschieden! Du Wetterstrahl
in des Vaterlands Nacht: Durch Kampf
und Sieg zum Frieden! Wie ein
Donnerschlag d
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XVIII. Nun lass das Hadern...

Nun lass das Hadern, lasst das
Träumen! Schaut klagen Aug’s in‘s
Morgenrot! Und brecht die Früchte ohne
Säumen, Wie sie der neue Tag euch
bot! Wohl habt ihr Recht! –
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Was willst du noch, du bebendes Blatt?

Nun sank die Welt, des Blühens
satt, In tiefen, düstern Traum
– Was willst du noch, du bebendes
Blatt, Am herbstlich trauernden
Baum? Wohl hast du gegrünt und
geglühet
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XIII. (O blicke nicht nach Morgen)

O blicke nicht nach Morgen Mit düstrer
Stirn zurück! Versenk‘ nun auch dein
Sorgen – Versank ja doch dein
Glück! O sieh! – im Abend webt
sich So dicht der Neb
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XXIII.

O du Genossin meiner Jugendtage! Ob
auch mein Frühling lange schon
entschwand, Du warst in meines Lebens
dunkler Sage Die Fee, bei der ich stete
Jugend fand. Du schiedest
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Ein Wiedersehn.

O heiß mich nicht mit frost’gem
Munde So kalt, gelassen von dir
gehn! Durch Jahre hab‘ ich diese
Stunde Erhofft für unser
Wiedersehn. Wohl schloss vor unsrer
Kindheit E
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Glück und Unglück.

O, dass der Freude lichter Born, Einmal
getrübt, so leicht versiegt, Und unser
Glück und unsre Lust Spurlos wie
Schaum im Wind verfliegt! Indes von
jedem Unglück doch
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Nun hab‘ ich bis zum Grund getrunken

O, wie im Glanz der Morgensonne Die
Welt verlockend vor mir lag! O, wieviel
Kränze, wieviel Wonne Verhieß mir
dieser junge Tag! – Nun hab‘ ich
bis zum Grund getrunken
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O, wie lag dem Jünglingsauge

O, wie lag dem Jünglingsauge Einst so
licht und schön die Welt, Während es
vor meine Blicke Jetzt wie dunkle
Schleier fällt. Allzu rastlos
scharfes Schauen Auf der
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Ostergruß an den Fürsten Bismarck.

Ostersonntag, den 1. April 1888. Tag
der Ostern zugleich und Tag, der dich
uns geboren, Zwiefach seid mir
gegrüßt, Frühling verkündendes
Paar! Was der eine der Welt, brach‘
de
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Pfingsten.

Pfingsten, Pfingsten! – Hört ihr es
zittern Leis durch die Lüfte wie
Nachtigalllaut? Lächelnd nun grüßt
nach des Lenzes Gewittern Leuchtender
Himmel die Erde als Braut. Und zu
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XIX. Bald ist’s zum letzten Mal!

Schickt sich Natur zum Scheiden
– Färbt Todesrot den Hain – Liegt
über Flur und Haiden Ein herbstlich
falber Schein: -- Rührt uns mit
Wehmutsschauer Ein warmer Sonnenst
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Der treuste Freund.

Schlägt warm im Rund der Erde dir Auch
manches Menschenherz, Du hast doch
keinen bessern Freund Im Leben als –
den Schmerz. Als Kind schon lockte er
dich oft Zu sic
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XXV. (Schon Mond‘ um Monde vorwärts zieht)

Schon Mond‘ um Monde vorwärts
zieht Die heimatlose Schar, Und heißt
und immer heißer glüht Die Sonne
unser Haar. Mein Weib, mein Kind an
meiner Hand! Nur heute h
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XVIII. (Schon sank mit ihrer Häuser dunklen Masse

Schon sank mit ihrer Häuser dunklen
Massen Die Stadt in Nebel, Dämmerung
und Rauch; Weit hinter uns liegt nun
der Menschen Hassen, Und uns entgegen
weht’s wie Waldeshauch.
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XXIX. (Segnend heben wir die Hände)

Segnend heben wir die Hände – Segen
spricht der Lippe hauch: Gib, o Flur,
des Segens Spende Einst den Heimatlosen
auch! – Schon erheben rings im
Kreise Traulich u
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I. (Sei stark, mein Weib, und weine nicht!)

Sei stark, mein Weib, und weine
nicht! Gib, Knabe, mir die Hand! O
schaut mit klarem Angesicht Zum letzten
Mal zum Strand! Das Segel schwillt,
das Schiff ist schlank,
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XLVII. (Seit dich die müden Augen scheiden sahen)

Seit dich die müden Augen scheiden
sahen, Entschwanden mir zwei öde Jahre
schon; Ich fühl‘ das Ende meines
Lebens nahen – Du aber kommst noch
immer nicht, mein Sohn! N
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XXII.

Sie haben dich hinaus getragen Dorthin,
wo keine Widerkehr; Wo du gewirkt in
schönern Tagen, Ist’s nun so öde,
tot und leer. Einsam umspielt vom
Abendschimmer Wird
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XVII. (So kommt!)

So kommt! – wenn uns die Menschen auch
verstießen, Natur nimmt uns in ihren
Mutterschoß; Sie wird des Waldes
Hallen uns erschließen, Und betten
wird sie uns auf schwellend Moos.
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IX. (So sann ich dumpf in meines Kerkers Raum)

So sann ich dumpf in meines Kerkers Raum
– Da winkt‘ ein bleiches Antlitz
mir im Traum; Ich fahr‘ empor: --
Mein Weib! – mein armes Kind! – Wie
darf ich sterben? – Gott! war ich
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IX. So wär‘ er wirklich heimgegangen

So wär‘ er wirklich
heimgegangen, Der fünfzig Jahre still
gelebt? Schon längst vom Schlummer
sanft umfangen, Wär‘ er zu ew’gem
Schlaf entschwebt? Taub war er stets
für uns
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L. (So komm und setz dich an mein Lager)

So, komm und setz dich an mein Lager
wieder; - Lass mir, mein Sohn, die lang
entbehrte Hand; - Dein Auge blickt
still leuchtend auf mich nieder: Frei,
sagst du, ward und stark das Vaterland
... weiterlesen


Zum Sedanfest

Tag des Sieges ohne Gleichen! Tag des
höchsten Jubels voll! Steigt empor,
ihr Flammenzeichen, Eines Volkes
Opferzoll! Baum der Freiheit, Baum der
Einheit, Breite schützend d
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Die Braut

Trautster Gruß von allen
Grüßen, Heil’ger, weihevoller
Laut, Tönt’s zuerst von lieben,
süßen, Treuen Lippen: „Meine
Braut!“ Ach, bei diesem Wort
erschlossen
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XIV. Vom böhm’schen Felsenhorste...

Vom böhm’schen Felsenhorste, wo er so
siegreich war, Schwingt weiter sich und
weiter der Hohenzollern-Aar; Sein
Edelfalk indessen will auch nicht
lässig sein Und trägt die
Schlachtendo
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XXVI. (Von blauen Bergen überall umschlossen)

Von blauen Bergen überall
umschlossen, Wie liegt die Flur im
Abendschein so still; Mit leisem
Flüstern kommt der Bach geflossen, Die
Palme rauscht uns zu: ihr seid am
Ziel!
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Vorwärts!

Vorwärts, vorwärts! – Nimmer
zurück Lockst du die gleißenden
Wogen. Schlafen, lass schlafen
verlorenes Glück, Spurlos im Winde
verflogen! Hörst du des Sturmes
warnend
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Flamm‘ auf, du deutsches Morgenrot!

Wann, Deutschland, endet deine
Trauer? Wann ist dein Leidensbecher
leer? Noch lagern sich der Zwietracht
Schauer Wie dunkle Nebel um dich
her. Kann denn kein Strahl vom Himmel
zünde
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Weh dir!

Weh dir, trübt Kummer deinen Sinn Für
Tages Lust und Pracht – Doch dreimal
weh, raubt dir ein Schmerz Den süßen
Trost der Nacht! Auf Glück und
Unglück sank der Schlaf
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I.

Welk und gebrochen mein Streben, Lag
ich in Nacht und Pein; Siehe, da
fällt’s in meinem Leben Leuchtend
wie Morgenschein! Wer nur zerstreute
die Sorgen? Wer nur ver
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Zum Trost

Wem einmal in die Seele,
lenzerschlossen, Der höchste
Sonnenglanz des Daseins drang, Dem wird
tiefinnen reicher Frühling
sprossen Und leuchtend blühen all‘
sein Leben lang.
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O flieh‘ hinaus!

Wenn durch die Blüten deiner Brust Ein
herbstlich stürmen fuhr, O flieh’
hinaus und birg dein Leid Am Busen der
Natur! Ihr linder Hauch berührt das
Herz Wie traut
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XXI. (Wenn Söhne andrer Lande)

Wenn Söhne andrer Lande Sich sammeln
im Verein, Sei’s ernst zu festem
Bande, Sei’s froh zum Becher Wein,
-- Und dann aus einem Munde Das Lob
der Heimat schallt;
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Wer einmal in des Liebsten Sterbestunde

Wer einmal in des Liebsten
Sterbestunde Gramvoll den Tod ins
starre Antlitz sah, Wer schluchzend
hing an früh verstummtem Munde, Dem
schlug ein Gott die tiefste
Herzenswunde, Wievie
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Der Arbeit Segen

Wer hat es trostlos nicht
empfunden, War er im tiefsten Innern
krank, Dass er zur Heilung seiner
Wunden Umsonst am Quell der Freude
trank. Der Born, der Andre labend
netzte,
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IX.

Wie bettelarm ein Herz doch bliebe, Das
nur des Andern Freude teilt! Das ist
das schönste Recht der Liebe, Dass sie
des Unglücks Wunden heilt! Kein Kuss
– wie wonnevoll e
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Windstille

Wie endlos starrt ringsum die Flut In
graunhaft ödem Todesschweigen; Mein
Kiel verfault, mein Segel ruht, Kein
rettend Lüftchen will sich zeigen. O,
Fluch der Rast, so fern dem Por
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XX. Am Sterbebett

Wie groß der Leiden Zahl, Die
auferlegt dem Herzen, Doch bleibt die
größte Qual, Zu lächeln unter
Schmerzen. Gern sänk‘ ich weinend
jäh Zu dir auf deine Kissen
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II. Wie heißt das Schwert, das blitzend

Wie heißt das Schwert, das blitzend In
edler Heldenfaust, Die deutschen
Grenzen schützend, So oft dahin
gesaust? Das niemals feig‘ und
schlaffe, In Not und Tod bewährt?
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Ein Heimatklang

Wie viel auch in dem Wechseldrange Des
Lebens täglich untergeht, Von einem
teuren Heimatklange Der Nachhall nimmer
mir verweht. Das ist der alten Linden
Rauschen Vor
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XVI. Reifenspiel

Wie warf ich Niemand doch so gern Als
dir den lust’gen Reifen zu! Wie fing
ihn, flog er noch so fern, So sicher
Niemand doch als du! Wir übten uns
im Wechselspiel S
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XII. Wie wenn nach Wintertagen der Frühlingshimme

Wie wenn nach Wintertagen der
Frühlingshimmel blaut Und plötzlich
auf den Bergen die eis’ge Kuppe
taut, Wie’s tropft und quillt und
rieselt und stark und stärker
fließt, Bis sich’
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XXXVIII. (Wo dich des Todes Pfeile trafen)

Wo dich des Todes Pfeile trafen, Hier
auf der Höhe magst du ruhn; Zum
letzten, unentweihten
Schlafen Bereit‘ ich dir die Stätte
nun. Hier hebe sich dein
Grabeshügel,
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III. Woher?

Woher all ihren Schimmer Nur heut die
Erde lieh? Schön war der Lenz wohl
immer, So schön doch war er
nie! Woher nur heut so offen Und
tief der Himmel blaut? N
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Wohl dir, wenn deine Toten ruhn!

Wohl dir, wenn deine Toten ruhn Still
unter grüner Erde! Mit ihnen schläft
vergangnes Glück, Vergangner Zeit
Beschwerde. Mag auch zuerst mit
wilder Hast Um sie die
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XXIV. (Wohlan, ich schlag‘ in eure Rechte ein)

Wohlan, ich schlag‘ in eure Rechte
ein! Und wie ein Schwur mag dieser
Handschlag sein: Mit Gut und Blut lasst
uns zusammen halten, Dass wir uns nie
wie in der Heimat spalten!
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Zum 25jährigen Regierungsjubiläum

Zum 25jährigen Regierungsjubiläum
Kaiser Wilhelm I. als König von
Preußen 2. Januar 1886. Winter
war es im Land, und Winter war’s in
den Herzen, Als zu gewaltigem Amt
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Deutsches Wort und deutscher Sang

Zum ersten deutsch-akademischen
Sängerfest in Salzburg, 4. – 7. Juni
1892. Heilig, Brüder, ist das
Feuer, Das in unsern Herzen
flammt! Ihr seid unser – wir sind
euer:
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Die deutsche Presse

Zum Journalistentage in Frankfurt
a.M. 3. Juli 1870 Zusammenströmt
von Süd und Nord Ein
„feder“-leichtes Völkchen dort Zur
freien Geistes-Messe; Ein Schnabel gr
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Anastasius Grün

Zum siebzigsten Geburtstage. 11.
April 1876. „Ich seh die
Morgenwolke leuchtend steigen“ – O
wie prophetisch einst dies Wort
erklang! Als hehrer Wartturm wird d
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Natur und Kunst

Zur Einweihung des Roeber’schen
Vorhangs im Elberfelder Stadttheater.
Januar 1891. Die Muse der
Schauspielkunst spricht: Gewaltiges
Jahrhundert – nah der Schwelle,
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Einem Täufling

Zwei Paten aus dem Reich der
Geister Zur Taufe lud dein Vater
dir: Der eine war des Wortes
Meister, Der andre herrscht‘ im
Tonrevier. Denn Goethes ward und
Mozarts Name
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Zwei Tränen

Zwei Tränen legt‘ ein Gott hinein In
jedes Menschenherz: Die eine blinkt im
Wonneschein, Die andre fließt im
Schmerz. Als ich geweint zum letzten
Mal, Da war’s i
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Daheim

„Daheim!“ – o Wort, wie rührst
du Ein Herz, das ungeliebt! Sprichst
ihm von jenem Frieden, Den nur die
Heimat gibt! Auch mich umklangst du
lockend Im wüsten Lebensbrau
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VIII. „Ein deutsches Parlament!“

„Ein deutsches Parlament!“ – Nun
ist’s getroffen, Das Zauberwort, das
jeden Sturm beschwört! O Zeit der
Schmach, o Dasein ohne Hoffen, Seit wir
den Klang zum letzten Mal gehört!
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XXI. Am Grabe

„Es ist bestimmt in Gottes Rat“
– Wie oft im trauten
Freundeskreise Erscholl die
wehmutsvolle Weise, Wenn sonst die
Trennung uns genaht! Doch durch die
bange Abschiedsstunde
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Einem Brautpaare

„Ich bin das Glück!“ – so
trat’st in duft’gem Schleier Du
sinnig grüßend jüngst in Freundeshaus
– „Ich bin das Glück“ –
sprachst du – „und bring‘ zur
Feier Dir
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In der Schmiede.

„Komm Sonntag! komm Sonntag!“
* Dumpf tönt es im Schlagen Der
Hämmer wie Klagen: „Komm Sonntag!
komm Sonntag!“ „Komm Ruhe! komm
Sonntag!“ So tönt’s au
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Beschämung

„Nun mag’s in Wald und Fluren wieder
sprossen! Und Allen, die gebeugt von
Not und Pein, Sei gastlich meines
Reichs Pracht erschlossen: Lust soll
auf Erden wieder heimisch sein!“ –
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Im Nachen

„Nun raste, teurer Nachen, „Nach
atemloser Flucht! „Mein heimlich
Glück nun berge, „Du dämmerstille
Bucht!“ Der Jüngling,
hocherglühend, Zieht leis das R
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