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Gedichte - Ernst Moritz Arndt


Als ich ein Kind war

Als ich ein Kind war, Was sah ich für
Farben! Himmlische Schimmer Glänzten im
Abendschein, Glänzten im Morgenrot, Und
wann der Schlaf sanft Einwiegte die
Äuglein, G
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Grablied

Auf! Laßt uns fröhlich singen Ein Lied
von Tod und Grab! Gar herrlich soll es
klingen Ins letzte Bett hinab: Des
Friedhofs stiller Hügel Kein Leben
deckt er zu, Der Geist
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Trinklied

Bringt mir Blut der edlen Reben, Bringt
mir Wein! Wie ein Frühlingsvogel
schweben In den Lüften soll mein
Leben In dem Wein. Bringt mir Efeu,
bringt mir Rosen Zu dem
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Einladung zum Tanz

Das Schwert ist gefeget, Der Säbel ist
blank, Der Speer ist umleget Mit Stahl
breit und lang, Der Mut ist
gewetzet, Das Herz sich erletzet Mit
Trommeln und Pfeifen Im
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Freudenlied

Es singen die Söhne der Weisheit, die
Alten: Bekränzt Euch mit Rosen, die
frühe verblühn! Ihr werdet dem
hinkenden Alter, den Falten, Dem Nachen
des Charon doch nimmer entfliehn!
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Lügenmärchen

Ich will euch erzählen und will auch
nicht lügen: ich sah zwei gebratene
Ochsen fliegen, sie flogen gar ferne
- sie hatten den Rücken gen Himmel
gekehrt, die Füße wohl gegen die Ste
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Heimweh nach Rügen

O Land der dunklen Haine, O Glanz der
blauen See, O Eiland, das ich meine, Wie
tut`s nach dir mir weh! Nach Fluchten
und nach Zügen Weit über Land und
Meer, Mein trautes L
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Frühling im Alter

Singen die Vöglein im grünen
Wald, Klingen die Bächlein
bergunter, Lockt es den Alten mit
Lustgewalt, Klopfet das Herz ihm so
munter: Denket der Wonnen verschienener
Lenze, Denk
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Der Dämon des Sokrates

Sokrates, der grosse
Geisteskämpfer, Hatte einen Flüstrer
und Erreger, Einen Weiser Leiter Halter
Dämpfer Und auch Diener und
Laternenträger, Wo es galt durch
Finsterniß zu wanken.
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Ballade

Und die Sonne machte den weiten Ritt Um
die Welt, Und die Sternlein sprachen:
`Wir reisen mit Um die Welt`; Und die
Sonne, sie schalt sie: `Ihr bleibt zu
Haus! Den ich brenn euch d
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Mut des Verderbens

Und hätt` ich zehntausend Köpfe Und
trüge keinen zu Haus, Die feigen
Schurken und Tröpfe, Sie machen mir`s
zu kraus. Und trüg` ich zehntausend
Kronen, Ich würfe sie al
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Jugend und Alter

Und in meiner Jugend schalt ich: Wohin
fliegst du, kühner Muth? Wohin flammst
du so gewaltig, Du unstillbar wilde
Gluth? Himmelstürmende
Gedanken, Allertiefste Seelenpein,
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Stammbuchblatt

Was ist Liebe? Eine zarte Blume, Die
zerflattert, wenn die Hand sie
pflückt, Eine Göttin, die im
Heiligtume Nur durch Anschaun Sterbliche
beglückt, Eine Biene, die mit leichtem
Wallen
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