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Gedichte - Ernst Schulze


Zwey Augenblicke. 09. Am 17ten Februar 1816

(Ihrem Geburtstage.) Sind Kränze
nicht der Schmuck der Schönen? Führt
nicht bekränzt die Braut den
Tanz? Muß nicht ein Kranz den Helden
krönen? Ist nicht des Liedes Loh
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Als ich im mondlichen Glanz...

Als ich im mondlichen Glanz, umwölbt
von Blüthengebüschen, Jüngst im
Kahne mit dir hüpfende Wellen
durchschwamm, Als du so innig und warm
an des Liebenden Seite dich
schmiegtest, Und d
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Zwey Augenblicke. 24. Am 7ten April 1816

Du Veilchen auf der Frühlingsau, Wie
stehst du tief in’s Grün
gebogen, Und hast von kühlem
Morgenthau Den kleinen Kelch so voll
gesogen! Du fühlst wohl auch schon,
kaum
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Hildesheim. 1. Den 20sten April 1816.

Durch die Thäler und über die
Höhn Flieh’ ich so leicht wie des
Windes Wehn; Von der Wiese, von Busch
und Baum Streif’ ich die thauigen
Tropfen kaum. Duftige Blätter
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Erklärung

Ein leichter Sinn mag oft in neuen
Weisen Die Lust erhöhn, die wechselnd
ihn beglückt; Mein Singen soll nur
eine Herrin preisen, Die doppelt stets
mein zweifelnd Aug’ erblickt. D
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Zwey Augenblicke. 22. Am 4ten April 1816

Frühling, der mit leisen Schwingen Lau
mir um die Wangen spielt, Ach, du
kannst nicht wiederbringen, Was ich
einst in dir gefühlt! In des Haines
grüner Halle, An de
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Zwey Augenblicke. 10. Am 19ten Februar 1816

Holder Tag, der allen Wesen Licht und
Leben giebt und Prangen, Du, mit
rosenrothen Schwingen Leis’ erweckend
Wies’ und Hain, Kannst du nicht den
Schlummer lösen, Der bet
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Höre mich an...

Höre mich an! Still weil’ ich im
frostigen Hauch des Oktobers, Liebchen,
vor deinem Gemach; öffne mir freundlich
das Haus. Liebchen, o hörst du mich
nicht? Umsonst! schon liegst du
entschlumm
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Zwey Augenblicke. 20. Am 20sten Februar 1816

Lächeln soll ich jetzt und
scherzen Mit verweintem
Angesicht, Soll mit leichten Worten
spielen, Wenn von kämpfenden
Gefühlen, Wenn von tiefverborgnen
Schmerzen Laut im Herz
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Hildesheim. 2. Am 22sten April 1816

Lächelt auch auf Hain und Auen Hold
dein lieblich laues Licht, Frühling,
ach, wer darf dir trauen Auf dein
freundlich Angesicht, Wenn dich
Thränen doch befeuchten, Und das
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Hildesheim. 3. Am 23sten April 1816

Nun, so muß der Wandrer scheiden Von
der Freude Sonnenblick; Ewig finden,
ewig meiden Ist der Sterblichen
Geschick. Wie er kam mit Leid und
Freuden, Also geht er auch mit bey
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Schatten der alternden Zeit...

Schatten der alternden Zeit, o steigt
aus dem Grabe noch einmal Freundlich
empor, o naht, dämmernde Bilder der
Lust, Rosig und leicht, wie ihr einst
mich geküßt, da der flüchtigen
Thorheit
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Zwey Augenblicke. 21. Am 11ten März 1816

Sie, die sich treu dem Wankenden
verbanden, Als feindlich mir mein
böser Stern erschien, Die Einzigen,
die ganz mein Herz verstanden Und Liebe
mir für Liebe gern verliehn, Sie seh
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Zwey Augenblicke. 23. Am 6ten April 1816

So scheid’ ich denn mit stiller
Klage Von meiner Wünsche süßem
Ziel; Und scheid’ ich auch auf wenig
Tage, Ach, wenig Tage sind zu
viel! Die Liebe zählet nicht nach St
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