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Gedichte - Ernst von Feuchtersleben


Das Loben ist uns unbequem...

Das Loben ist und unbequem, Das Schelten
ist so angenehm, und gibt es nicht so
viel zu schelten? Nicht wahr, Prophet,
du läßt es gelten? Nisami: Im Namen
Allahs rede ich: Sich lo
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Erinnerung

Der Morgen weht mit zarten Lüften, Und
spielt mit Gras und Blatt und
Blüt`, Und haucht aus tausend süßen
Düften Erinnerung in mein Gemüt. Wie
bald verweht des Lebens Morgen!
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Du schmachtest nach der Freundin Blick...

Du schmachtest nach der Freundin Blick
als nach des Lebens schönstem Glück?
Glaub mir: so schaut dich niemand an,
wie jener, dem du wohlgetan.
Ein Album ist des Menschen reines Leben...

Ein Album ist des Menschen reines Leben,
das aufbewahrt in Gottes Händen bleibt,
ein leeres Blatt wird jeglichem gegeben,
und jeder ist nur, was er darauf schreibt.
Ein schönes Wort...

Ein schönes Wort
gilt hier und dort;
ein gutes Wort
an jedem Ort;
ein wahres Wort
planzt sich allmählich fort und fort.
Nach altdeutscher Weise

Es ist bestimmt in Gottes Rat, Daß man,
was man am liebsten hat, Muß
meiden; Wiewohl nichts in dem Lauf der
Welt Dem Herzen ach! so sauer
fällt, Als Scheiden, ja Scheiden!
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Verloren?

Nur die Sache ist verloren,
die man aufgibt.
Rinne, Strom des Lebens...

Rinne, Strom des Lebens, rinne nur so
zu! Rinnst du nicht
vergebens, flücht´ge Welle, du! Liebe
war am Quelle, Liebe war am Hain - Liebe
wird, oh Welle! wo du landest
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Vor lauter Liebe

Vor lauter Liebe sich nicht Liebe gönnen,
vor lauter Liebe hassen können:
Sie pflegen´s Eifersucht zu nennen.
Resignation

Wend´ich aufs Vergang´ne Prüfend mich
zurück: Trifft auf schwarz
behang´ne Särge nur mein
Blick. Schau´ich in das Heute, Was
gewahr´ich drin? Alles Leben deute
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Willst du eignen Schmerz zu tragen...

Willst du eignen Schmerz zu tragen
Dir den Busen kräftigen,
Lerne mit der Menschheit Fragen
Edel dich beschäftigen.
Wie die Seele sich erweitert,
Wird dein Leben auch erheitert.
Willst du uns, Freund, zu Kindern machen...

`Willst du uns, Freund, zu Kindern machen?
Du sagst uns weltbekannte Sachen!`
Verzeiht! ich konnt aus euren Werken,
Daß ihr alles wißt, nicht merken!
Ist doch - rufen sie vermessen...

»Ist doch - rufen sie vermessen
- Nichts im Werke, nicht gethan!« Und
das Große reift in dessen Still
heran. Es erscheint nun; niemand sieht
es, Niemand hört es im Geschrei:
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