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Gedichte - Ernst von Wildenbruch


Reiche Beschäftigung

Abends, wenn ich zur Ruh
geh´, Denk´ich an meine
Grete. Morgens, wenn ich früh
aufsteh´, Mach´ich´s wie abends
späte. Zwischendurch, so am
Vormittag, Denk´ich, was sie
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Alt sein heißt...

Alt sein heißt ja nicht schwach
sein; es heißt nur doppelt wach
sein für das, was wahr und echt. Du
lebenslang ein Wächter des Echten und
sein Hegfer, just dir ste
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Christkind im Walde

Christkind kam in den Winterwald, der
Schnee war weiß, der Schnee war
kalt. Doch als das heil`ge Kind
erschien, fing`s an, im Winterwald zu
blühn. Christkindlein trat zum A
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Kaiser Heinrich

Die Rheines-Adler mit lastendem
Flug,   sie zogen den schwebenden
Kreis, als Heinrich kam auf Schloß
Hammerstein,   Kaiser Heinrich,
ein flüchtender Greis. Der Abendsonne
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Weihnacht

Die Welt wird kalt, die Welt wird
stumm, der Winter-Tod zieht schweigend
um; er zieht das Leilach weiß und
dicht der Erde übers Angesicht
-         Schlafe -
sc
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Wartburg

Dunkles Tal zu meinen Füßen, nur zu
Häupten lichte Höhn, o du Herz in
Deutschlands Busen, Thüringen, wie
bist du schön. Aus der Tiefe
unabsehlich steigt es Walde
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Letzte Bitte

Wenn du mich einstmals verlassen
wirst, Künd` es nicht vorher mir
an. Plötzlich tu`s, so ist es
geschehn, Plötzlich sterbe ich
dann. Wenn dann mein Bildnis dir
wiederkehrt
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Verzweiflung

Wenn ich sonst im alten Buch
gelesen, Daß die Liebe Menschen
hingerafft, Sprach ich wohl, ein
Märchen ist`s gewesen, Liebe hat ja
nicht zum Tödten Kraft. Anders,
anders le
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Das Hexenlied

Zu Hersfeld im Kloster der Prior
sprach: „Der Bruder Medardus ward alt
und schwach. Ich glaube, sein
Stündlein ist heute gekommen Geh,
Bruder Beicht’ger, hinein zu dem
Frommen,
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