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Gedichte - Ferdinand Avenarius


Kornrauschen

Bist du wohl im Kornfeld schon
gegangen, wenn die vollen Ähren
überhangen, durch die schmale Gasse
dann inmitten schlanker Flüsterhalme
hingeschritten? Zwang dich nicht das
heimelige
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Rolands Horn

Der König Karl beim Jubelmahl, hoch
schwang in der Hand er den goldnen
Pokal: »Lang lebe der Sieger, der heut
noch fern, Roland, mein Roland, der
Streiter des Herrn!« Da
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Gebet

Ertrage du`s, laß schneiden dir den
Schmerz scharf durchs Gehirn und wühlen
hart durchs Herz - das ist der Pflug,
nach dem der Sämann sät, daß aus der
Erde Wunden Korn entsteht.
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Vom Kirschbaum

Ist alles ganz kahl und still, nicht mal
im Grase sich`s regen will, steht alles
geduckt, klappert im Frost und muckt mit
dem Winter. Der putzt es mit Rauhreif
auf, aber keines gib
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Der goldene Tod

Kein Wind im Segel, die See liegt still
- Kein Fisch doch, der sich fangen
will! So ziehen die Netze sie wieder
herein Und murren, schelten und fluchen
drein. Da neben dem Kutter wird`s
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Der Seelchenbaum

Weit draußen, einsam im öden
Raum steht ein uralter Weidenbaum noch
aus den Heidenzeiten wohl, verknorrt und
verrunzelt, gespalten und hohl. Keiner
schneidet ihn, keiner wagt vor
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