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Gedichte - Ferdinand Freiligrath

Die Magier

(Im Dom zu Köln.)

Wie wenn Phiolen, die der Meister,
Bannworte murmelnd, wohl verpicht,
Mit kecker Hand ein junger, dreister
Lehrling der Zauberkunst ... weiterlesen


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Meiner Frau zum Geburtstage.

(Mit einer Erika.)

Die Heide, die bei uns zu Land
Allwärts ihr Grün vergeudet;
Die Berg und Schlucht und Felsenwand
Mit starren Büscheln kleidet;
Die ... weiterlesen


Das Armenhaus

(Nach Barry Cornwall)

Hart am Saum einer rührigen Stadt
Steht ein viereckt Gebäude, massig und grau;
Von des Kirchspiels Armen wird es bewohnt,
Und sie selbst ... weiterlesen


Das Armenhaus

(Nach Barry Cornwall)

Hart am Saum einer rührigen Stadt
Steht ein viereckt Gebäude, massig und grau;
Von des Kirchspiels Armen wird es bewohnt,
Und sie selbst auch ... weiterlesen


Brot

(Nach Pierre Dupont)

Wenn am Gestad´ und in den Lüften
Sich keine Mühle mehr bewegt;
Wenn, müßig weidend auf den Triften,
Der Esel keinen Sack mehr trägt:
... weiterlesen


Brot.

(Nach Pierre Dupont.)

Wenn am Gestad` und in den Lüften
Sich keine Mühle mehr bewegt;
Wenn, müßig weidend auf den Triften,
Der Esel keinen Sack mehr trägt:
... weiterlesen


Der Dame Traum

(Nach Thomas Hood)

Die Dame lag auf dem Pfühl,
Ihrem Pfühl so weich und warm;
Doch rastlos und unterbrochen ihr Schlaf –
Denn, als drückte sie schwer ein ... weiterlesen


Das Lied des Landproletariers

(Nach Thomas Hood)

Ein Spaten, ein Rechen, ein Karst,
Eine Hacke – was es sei!
Ein Tuch zum Sä`n, eine Sense zum Mäh`n,
Ein Flegel – einerlei!
Und ... weiterlesen


Das Lied vom Hemde

(Nach Thomas Hood)

Mit Fingern mager und müd,
Mit Augen schwer und rot,
In schlechten Hadern saß ein Weib
Nähend fürs liebe Brot.
Stich! Stich! ... weiterlesen


Die Seufzerbrücke

(Nach Thomas Hood)

»Ertrunken, ertrunken!«
Hamlet

Wieder, zu atmen müd,
Müd ihrer Not,
Eine, die flüchtend schied
Iach in den Tod!
... weiterlesen


Das Lied des Landproletariers

(Nach Thomas Hood)

Ein Spaten, ein Rechen, ein Karst,
Eine Hacke – was es sei!
Ein Tuch zum Sä`n, eine Sense zum Mäh`n,
Ein Flegel – einerlei!
Und hier ist ... weiterlesen


Ungarn.

(Silvester 1848.)

Nun flackert durch die Heide
Der Lagerfeuer Brand;
Nun blitzt die krumme Schneide
In des Magyaren Hand;
Nun läßt er seine Herde,
... weiterlesen


Vor einem Gemälde...

...dessen frische Farben mir beim nahen
Betrachten mein Bild zurückwarfen.


Diese Fluthen sind das Indische Meer,
Diese Inseln die Sechellen.
Vom Sturme ... weiterlesen


Der Mohrenfürst

1

Sein Heer durchwogte das Palmental.
Er wand um die Locken den Purpurschal;
Er hing um die Schulter die Löwenhaut;
Kriegerisch klirrte der Becken Laut.
... weiterlesen


Am Birkenbaum.

1.

Der junge Jäger am Waldrand saß,
Am Waldrand auf der Haar.
Wie Blut schon die Blätter, gebleicht das Gras,
Doch der Himmel sonnig und klar.
Er sprach: ... weiterlesen


Eispalast

1.

Ihr alle, mein ich, habt gehört von jenem seltnen Eispalast!
Auf der gefrornen Newaflut auf starrte der gefrorne Glast!
Dem Willen einer Kaiserin, der Laune dienend ... weiterlesen


Die seidne Schnur

1.

Im Harem weilt der Großwesir;
Mit Dolch und Flinte vor der Tür
Steht Wache haltend der Arnaut;
Auf eines Tigers bunter Haut

Liegt der Gebieter. ... weiterlesen


Am Birkenbaum

1.

Der junge Jäger am Waldrand saß,
Am Waldrand auf der Haar.
Wie Blut schon die Blätter, gebleicht das Gras,
Doch der Himmel sonnig und klar.
Er sprach: die ... weiterlesen


Nach England.

Als ich her von Frankreich fuhr,
Sprach das Meer: »Treib` sie zu Paaren!
Gleiche dem Erobrer nur,
Den ich trug vor tausend Jahren!
In derselben Furch` einher
... weiterlesen


Am Baum der Menschheit drängt sich Blüth’ an B

Am Baum der Menschheit drängt sich Blüth’ an Blüthe.
      Nach ew’gen Regeln wiegen sie sich drauf:
      Wenn hier die eine matt und welk ... weiterlesen


Am Baum der Menschheit drängt sich Blüth’ an B

Am Baum der Menschheit drängt sich Blüth’ an Blüthe.
Nach ew’gen Regeln wiegen sie sich drauf:
Wenn hier die eine matt und welk verglühte,
Springt dort die ... weiterlesen


Bannerspruch

An E. Duller.
Zur Einleitung des dritten Jahrgangs des Phönix.

Das Horn erscholl, der Renner scharrte!
So laß uns denn zu Felde ziehn!
Aufs Neue schwing` ich die ... weiterlesen


Bannerspruch

An E. Duller.
Zur Einleitung des dritten Jahrgangs des Phönix.

Das Horn erscholl, der Renner scharrte!
So laß uns denn zu Felde ziehn!
Aufs Neue schwing´ ich die ... weiterlesen


Zwei poetische Episteln (I)

An Joseph Weydemeyer

1.

London, den 16. Januar 1852

Die Muse, willst du, soll zu raschem Fluge
Den Renner schirren und nicht länger träumen;
... weiterlesen


Irland

An rost`ger Kette liegt das Boot;
Das Segel träumt, das Ruder lungert.
Das macht, der Fischerbub ist tot;
Das macht, der Fischer ist verhungert!
Denn Irlands Fisch ist ... weiterlesen


Irland

An rost´ger Kette liegt das Boot;
Das Segel träumt, das Ruder lungert.
Das macht, der Fischerbub ist tot;
Das macht, der Fischer ist verhungert!
Denn Irlands Fisch ist ... weiterlesen


Banditenbegräbniß

Auf blut`ger Bahre rastet
Ein Leichnam, blaß und kalt;
Den tragen, schwer belastet,
Sechs Männer durch den Wald.
Sechs Männer, schwarz von Haare,
Bewehrt mit ... weiterlesen


Banditenbegräbniß

Auf blut`ger Bahre rastet
Ein Leichnam, blaß und kalt;
Den tragen, schwer belastet,
Sechs Männer durch den Wald.
Sechs Männer, schwarz von Haare,
Bewehrt mit Blei und ... weiterlesen


Piratenromanze - I.

Auf dem Decke der Gabarre
Liegt der Scheik der Christenhunde,
Die erloschene Cigarre,
Von Havanna in dem Munde.

O, wohl mochte die Cigarre,
Castilianer, dir ... weiterlesen


Schwalbenmährchen

Auf dem stillen, schwülen Pfuhle
Tanzt die dünne Wasserspinn`;
Unten auf krystallnem Stuhle
Thront die Unkenkönigin.

Von den edelsten Metallen
Hält ein ... weiterlesen


Piratenromanze - II.

Auf dem weiten Mittelmeere
Gilt des Muselmanns Gesetz!
Pfeilschnell rudert die Galeere,
Sklaven braucht der Markt von Fez!

Bei dem buhlerischen Tanze
Denken ... weiterlesen


Ein Lied vom Tode.

Auf den Hügeln steht er im Morgenrot,
Das gezückte Schwert in der sehn`gen Hand.
»Wer ich bin? ich bin der Befreiertod!
Bin der Tod für die Menschheit, das Vaterland!
... weiterlesen


Ein Lied vom Tode

Auf den Hügeln steht er im Morgenrot,
Das gezückte Schwert in der sehn`gen Hand.
»Wer ich bin? ich bin der Befreiertod!
Bin der Tod für die Menschheit, das Vaterland!
... weiterlesen


Der Mohrenfürst - II.

Auf der Messe, da zieht es, da stürmt es hinan
Zum Circus, zum glatten, geebneten Plan.
Es schmettern Trompeten, das Becken klingt,
Dumpf wirbelt die Trommel, Bajazzo ... weiterlesen


Die Tanne - I.

Auf des Berges höchster Spitze
Steht die Tanne, schlank und grün,
Durch der Felswand tiefste Ritze
Läßt sie ihre Wurzeln ziehn;

Nach den höchsten ... weiterlesen


Der Blumen Rache

Auf des Lagers weichem Kissen
Ruht die Jungfrau, schlafbefangen,
Tiefgesenkt die braune Wimper,
Purpur auf den heißen Wangen,

Schimmernd auf dem Binsenstuhle
... weiterlesen


Nebo

Auf Jordan`s grünen Borden
Da weilte Jakob`s Samen,
Da feierten die Horden,
Die von Mizraim kamen,
Da lagerten die Schaaren,
Da hielt der Heerzug Rast,
Seit ... weiterlesen


Kalifornien

Auf sein Lager wirft sich lachend der Gnom:
»Sakrament, ja, der Sakramentostrom!
Ha ha ha, und die Menschheit, die gecke!
Kaum, daß ihrer einer den Bettel entdeckt,
Als ... weiterlesen


Kalifornien

Auf sein Lager wirft sich lachend der Gnom:
»Sakrament, ja, der Sakramentostrom!
Ha ha ha, und die Menschheit, die gecke!
Kaum, daß ihrer einer den Bettel entdeckt,
... weiterlesen


Zwei Feldherrngräber - II.

Bei diesen schlanken Bäumen,
Im feuchten Pisangschatten,
Magst du anjetzo träumen,
O Künstler der Maratten!
Im wilden Vorwärtstraben
Bist du vom Hengst ... weiterlesen


Meerfahrt

Da schwimm ich allein auf dem stillen Meer:
Keine Welle rauscht, es ist eben und glatt.
Auf dem sandigen Grunde prächtig und hehr
Glänzt die alte versunkene Stadt.

... weiterlesen


Ein Brief

Das war ein lustig Ziehen
      Und Reisen durch die Welt!
      Das war ein Fackelsprühen
      Von Zürich bis zum Belt!
... weiterlesen


Trotz alledem!

Das war `ne heiße Märzenzeit,
Trotz Regen, Schnee und alledem!
Nun aber, da es Blüten schneit,
Nun ist es kalt, trotz alledem!
Trotz alledem und alledem -
Trotz Wien, ... weiterlesen


Florida of Boston

Das Weltmeer trug dich gern; du schwimmst am Ziel der Reise.
Dies ist des Hafens Thor! - nur noch durch diese Schleuse,
Und deinen Kupferbauch umplätschert das Bassin!
Wie sich ... weiterlesen


Florida of Boston

Das Weltmeer trug dich gern; du schwimmst am Ziel der Reise.
Dies ist des Hafens Thor! - nur noch durch diese Schleuse,
Und deinen Kupferbauch umplätschert das Bassin!
Wie sich auf ... weiterlesen


Der Phönix - II.

Dem Phönix möge dieser gleichen!
Auch ihm vollendet sich ein Jahr.
Er schauet in des Geistes Reichen
Sich um, und reckt der Schwingen Paar.
Er schaut nach Osten und nach ... weiterlesen


Sandlieder - IV.

Der Dünen schwach begraster Wall
Behindert landwärts meine Blicke.
Gleichviel! rundspähend auf dem Schwall
Der Wasser, schau ich nicht zurücke.

Ich weiß ... weiterlesen


Feldmusik

Der frische Nord fegt über’n Rhein,
Die Flocken und die Schlossen treiben,
Vom Dache klirrt herab der Stein,
Und zitternd rühren sich die Scheiben.
Nun ist es Zeit, ... weiterlesen


Der Mann im Walde

Der Krieg hat ihn vertrieben,
Er mußte fliehn und ziehn.
Im Grabe ruhn die Lieben;
Der Wald ist ihm geblieben,
Der Wald, so kühl und grün.

Den Wald hat ... weiterlesen


Die Griechin

Der König steigt von dem Gebirge nieder,
    Von Pallikaren kriegerisch umgeben.
    Im Thal liegt Delphi. Schwärzlich von Gefieder
Sieht einen Adler er ... weiterlesen


Nebel

Der Nebel senkt sich düster auf das Land,
Und düster schreit` ich an der Seebucht Strand
Durch das Gefild, das winterliche, kahle;
Sieh`, auf dem glatten Wasserspiegel ruht
... weiterlesen


Aus Spanien

Der Platz ist leer, das Volk hat sich verlaufen,
Der Dampf verflog, die Schüsse sind verhallt;
Nur hier und dort steht einsam noch ein Haufen,
Im Auge Zorn, die Hände starr ... weiterlesen


Der Schüler Ancillon’s

Der Schüler Ancillon´s

Im Jahre Vierzig stellt ich auf den Satz:
      Jetzt geb ich euch den Gegensatz!
      Und dabei bleibt’s, ... weiterlesen


Lieve Heere

Der Spanier liegt vor Zierikzee
Mit seinen Schiffen all`;
Die Bürger drinnen hungern sehr,
Und fürchten nahen Fall.

Sie sagen: `wer nimmt diesen Brief,
... weiterlesen


Hamlet

Deutschland ist Hamlet! Ernst und stumm
In seinen Thoren jede Nacht
      Geht die begrabne Freiheit um,
      Und winkt den Männern auf der ... weiterlesen


Der Falk

Die Fürstin zog zu Walde
Mit Jägern und Marschalk;
Da sah sie reiten balde
Ein junger Edelfalk.
Er sprach: `Wie klirrt dein Bügel;
Wie glänzt Agraff` und ... weiterlesen


Der Wassergeuse

Die Nordsee hat den Todten
Ans Ufer ausgespie`n;
Der Fischer sieht ihn liegen,
Und schreitet von der Dün`.

Er drückt aus seiner Schärpe
Das Wasser und ... weiterlesen


Die Republik

Die Republik, die Republik!
Herrgott, das war ein Schlagen!
Das war ein Sieg aus einem Stück!
Das war ein Wurf! Die Republik!
Und alles in drei Tagen!
Die ... weiterlesen


Die Republik

Die Republik, die Republik!
Herrgott, das war ein Schlagen!
Das war ein Sieg aus einem Stück!
Das war ein Wurf! Die Republik!
Und alles in drei Tagen!
Die Republik, die ... weiterlesen


Einem Ziehenden

Die See geht hoch; tritt deine Wallfahrt an!
Laß von den Raa`n
Die Segel fallen, laß die Wimpel wehn!
Am Ufer stehn
Und meerwärts winken will ich mit dem Hut,
... weiterlesen


Die weiße Frau

Die weiße Frau zwei zusammengehörende Gedichte:
Die weiße Frau und Vom süßen Brei

Man sagt, es läßt die weiße Frau
Sich hier und dorten wieder sehen;
Durch ... weiterlesen


Wann

Die Zeitung schreibt von braven Henkern,
Die Schwert und Augentuch
      Voll Zorns in einen Winkel schlenkern,
Sprechend: `Es ist genug!
    ... weiterlesen


Die Bilderbibel

Du Freund aus Kindertagen,
Du brauner Foliant,
Oft für mich aufgeschlagen
Von meiner Lieben Hand;
Du dessen Bildergaben
Mich Schauenden ergötzten,
Den ... weiterlesen


Leviathan

Du zertrennest das Meer durch deine Kraft, und
zerbrichst die Köpfe der Drachen im Wasser.
Du zerschlägest die Köpfe der Wallfische, und giebst
sie zur Speise dem Volk in der ... weiterlesen


Der Schlittschuh-laufende Neger

Du, von Gestalt athletisch,
Der oft am Gambia
Den wunderlichen Fetisch
Vom Golde blitzen sah;

Oft unter dem Aequator
Des Panthers Blut vergoß,
Und ... weiterlesen


Ein Patriot

Dulce et decorum est u.s.w.

Hazardspiel? - Pfui - daß mich der Herr bewahre!
      Hol es der Teufel - ja, das sag ich frisch!
      Ich ... weiterlesen


Bei Grabbes Tod

Dämm`rung! - Das Lager! - Dumpf herüber schon
Vom Zelt des Feldherrn donnerte der Ton
Der abendlichen Lärmkanonen;
Dann Zapfenstreich, Querpfeifen, Trommelschlag,
... weiterlesen


Bei Grabbes Tod

Dämm´rung! - Das Lager! - Dumpf herüber schon
Vom Zelt des Feldherrn donnerte der Ton
Der abendlichen Lärmkanonen;
Dann Zapfenstreich, Querpfeifen, Trommelschlag,
... weiterlesen


Meerfabel

Ebbetrocken auf dem Strande
Lag die unbeholf`ne Kof;
Schwärzlich hing am Mast das Zugnetz,
Das vom letzten Fange trof.

Tastend prüfte seine Maschen
Ein ... weiterlesen


Wallenstein

Ei, wie man doch in unsern Tagen
Nachahmt den Wallenstein!
Der konnte, sagt man, nicht vertragen
des Hahnes mutig Schrein!
Der Sterne grollend Strahlenwerfen
... weiterlesen


Von unten auf!

Ein Dämpfer kam von Bieberich: - stolz war die Furche, die er zog!
Er qualmt’ und räderte zu Tal, daß rechts und links die Brandung flog!
Von Wimpeln und von Flaggen voll, schoß ... weiterlesen


Von unten auf

Ein Dämpfer kam von Bieberich: - stolz war die Furche, die er zog!
Er qualmt’ und räderte zu Thal, daß rechts und links die Brandung flog!
Von Wimpeln und von Flaggen voll, schoß ... weiterlesen


Der Bivouac

Ein Feu`r im Wüstensande,
Zwei Gräben, ein Verhack,
Musketenpyramiden -
Ein Frankenbivouac!

Das sind die Grenadiere
Von Klebers Vorderhut.
... weiterlesen


Der Schwertfeger von Damascus

Ein hoher Gast trat heut` in meine niedre Schmiede,
Der Fürst der Gläubigen, der tapfre Abbasside!
In mein Gewölbe schritt der bärtige Kalif!
Sein glänzendes Gefolg sah man ... weiterlesen


Leben des Negers

Ein hölzern Bein, zwei Krücken,
Du armer schwarzer Mann,
Von Hanfgarn Netze stricken,
Und feil sie bieten dann:

Das ist dein Loos! - Im Sande
Führt deine ... weiterlesen


Drinnen und Draußen

Ein Londoner Idyll
(Nach Barry Cornwall)

(Draußen)

Der Himmel ist wild, und bitter der Wind!
Von den Dächern trieft es! Regen und Schnee!
... weiterlesen


Henry

Ein öd` und trüb` Gemach; der Abendsonne Schein
Bricht durch`s vergilbte Glas der Fenster fahl herein!
Matt durch die matten Scheiben bricht er.
Ein Feldbett und ein Tisch; ein ... weiterlesen


Die Armenhaus-Uhr

Eine Allegorie
(Nach Thomas Hood)

Ein Gemurmel in der Luft,
Ein Getös in allen Gassen –
Das Gemurmel einer Schar,
Das Getös von ziehenden Massen!
... weiterlesen


Springer

Epilog des Dichters

Kein besser Schachbrett als die Welt:
      zur Limmat rück ich von der Schelde!
      Ihr sprengr mich wohl von Feld ... weiterlesen


Der Reiter

Er lenkte schweigend durch die Schlucht sein Roß;
Bleich war sein Antlitz, lang und lockig floß
Ihm Bart und Haar auf Brust und Achsel nieder.
Er ließ dem müden Thiere das ... weiterlesen


Barbarossas erstes Erwachen

Es lag die goldne Aue
Im blut`gen Frührothschein,
Als wär` mit blut`gem Thaue
Besprengt der gelbe Rain.
Ernst blickte der Kyffhäuser
Durch Nebel auf die Flur,
... weiterlesen


Barbarossas erstes Erwachen

Es lag die goldne Aue
Im blut`gen Frührothschein,
Als wär` mit blut`gem Thaue
Besprengt der gelbe Rain.
Ernst blickte der Kyffhäuser
Durch Nebel auf die Flur,
... weiterlesen


Eine Geusenwacht

Es war bei einem Zapfer
Im Weichbild Rotterdams,
Da becherten sie tapfer
In Federhut und Wamms.
Sie ritten nach Vlissingen,
Und wollten ziehn vor Tag;
Mit ... weiterlesen


Roland

Es war im Holz; - wir schritten durch die Gründe,
Wo sich verbirgt die angeschoßne Hinde;
Wo nur durch Blätter niederblitzt das Licht;
Wo mit dem Horne sich das Beil ... weiterlesen


Aus Spanien

Exoriare aliquis nostris ex ossibus ultor

Der Platz ist leer, das Volk hat sich verlaufen,
      Der Dampf verflog, die Schüsse sind verhallt;
  ... weiterlesen


Freie Presse

Festen Tons zu seinen Leuten spricht der Herr der Druckerei:
»Morgen, wißt ihr, soll es losgehn, und zum Schießen braucht man Blei!
Wohl, wir haben unsre Schriften: - morgen in die ... weiterlesen


Die Steppe

Fragment.

Sie dehnt sich aus von Meer zu Meere,
Wer sie durchritten hat, den graus`t.
Sie liegt vor Gott in ihrer Leere,
Wie eine leere Bettlerfaust.
Die ... weiterlesen


Schiffbruch

Fragment.

Wohl wünsch` ich Vieles mir; doch, wär ich ein Matrose,
Tann wünscht` ich einen Sturm und eine Wasserhose
Im fernsten Südmeer mir; dann wünscht` ich, daß ... weiterlesen


Reveille

Für die Revolutionsfeier auf dem Gürzenich zu Köln, 19. März 1848

Frisch auf zur Weise von Marseille,
  frisch auf ein Lied mit hellem Ton!
  Singt es ... weiterlesen


Von acht Rossen

Fährt im Land ’ne Staatskarosse;
      Ziehn sie acht famose Rosse,
      Feurig, ein beherzt Gespann!
      Eines ward am ... weiterlesen


Ein Ritt

Galopp! - die Wüste knirscht: - es ist die salz’ge Kruste,
In die das tote Meer den Sand zu kleiden wußte,
Seit Lot die flackernden Paläste Sodoms floh.
Galopp! - das ... weiterlesen


Im Walde

Geh` ich einsam durch den Wald,
Durch den grünen, düstern,
Keines Menschen Stimme schallt,
Nur die Bäume flüstern:

O, wie wird mein Herz so weit,
Wie so ... weiterlesen


Geisterschau

Gleichwie an des Ades Thor
Wagend sich Odysseus setzte,
Die Gestorbenen beschwor,
Und mit Widderblut sie letzte;

Daß für das ersehnte Naß
Jeder seinen ... weiterlesen


Geisterschau

Gleichwie an des Ades Thor
Wagend sich Odysseus setzte,
Die Gestorbenen beschwor,
Und mit Widderblut sie letzte;

Daß für das ersehnte Naß
Jeder seinen Spruch ... weiterlesen


Sandlieder - V.

Gleich` ich dem Strome, welcher, tief
In einem Waldgebirg entsprungen,
Durch Länder und durch Reiche lief
Und bis zum Meere vorgedrungen? -

O, thät ich`s! - Mann ... weiterlesen


Ein Flecken am Rhein

Gruß dir, Romantik! - Welch ein prächtig Nest!
      Mit seines schlanken Mauerthurmes Zinnen,
      Mit seiner Thore moosbewachs’nem Rest!
... weiterlesen


Hohes Wasser

Halloh, nun drücke sich, wer zagt!
      Austritt der Rheinstrom mit Gebrause,
      Schießt in die Gassen ungefragt,
      Und ... weiterlesen


Hohes Wasser

Halloh, nun drücke sich, wer zagt!
Austritt der Rheinstrom mit Gebrause,
Schießt in die Gassen ungefragt,
Und macht sich breit vor jedem Hause!
Pocht ... weiterlesen


Heiligenschrein, Vögel und Wandersmann

Hart am Pfad, in einer Blende,
Steht die Mutter mit dem Kinde;
Frommer Pilgerinnen Hände
Haben Schrein und Holzgelände
Schön bekränzt mit Laubgewinde.

... weiterlesen


Zwei Feldherrngräber - I.

Hier unter diesem Steine
Zur Seite des Portals
Verwesen die Gebeine
Des tapfern Generals.
Er ist im Kampf gefallen,
Zerschossen und zerfetzt;
In dieses Domes ... weiterlesen


Hurra, Germania!

Hurra, du stolzes, schönes Weib,
Hurra, Germania!
Wie kühn mit vorgebeugtem Leib
Am Rheine stehst du da!
Im vollen Brand der Juliglut,
Wie ziehst du risch dein ... weiterlesen


Anno Domini...?

Hört mich, Kleingläubige! - wie vormals im Gefilde
Der Marne bei Chalons die Sünderin Brunhilde
Durch Knechte binden ließ mit ihrem grauen Haar
An einen wilden Hengst, daß ... weiterlesen


Anno Domini...?

Hört mich, Kleingläubige! - wie vormals im Gefilde
Der Marne bei Chalons die Sünderin Brunhilde
Durch Knechte binden ließ mit ihrem grauen Haar
An einen wilden Hengst, daß an ... weiterlesen


La vida es sueno

Ich glaub`, ich bin der Perserkhan,
Der, untertauchend mit dem Haupte,
Geschichten, welche nie geschahn,
Nun plötzlich zu erleben glaubte.
Was ich mein Leben nenne, ... weiterlesen


Die Auswanderer

Ich kann den Blick nicht von euch wenden;
Ich muß euch anschaun immerdar;
Wie reicht ihr mit geschäft`gen Händen
Dem Schiffer eure Habe dar!

Ihr Männer, die ... weiterlesen


Die Auswanderer

Ich kann den Blick nicht von euch wenden;
Ich muß euch anschaun immerdar:
Wie reicht ihr mit geschäft`gen Händen
Dem Schiffer eure Habe dar!

Ihr Männer, die ihr von ... weiterlesen


Afrikanische Huldigung

Ich lege meine Stirn auf deines Thrones Stufen;
Ich führe dieses Heer von hunderttausend Hufen,
Ich führe diesen Raub und diesen Sklaventroß,
Ich führe diese Schaar von ... weiterlesen


Afrikanische Huldigung

Ich lege meine Stirn auf deines Thrones Stufen;
Ich führe dieses Heer von hunderttausend Hufen,
Ich führe diesen Raub und diesen Sklaventroß,
Ich führe diese Schaar von Ringern ... weiterlesen


Die irische Wittwe

Ich lese wenig jetzt in Zeitungsblättern
    Und will mich gern, daß ich es lasse, schämen.
    Zuweilen nur, um das Trompetenschmettern
Von den ... weiterlesen


Sandlieder - I.

Ich meine nicht den Wüstensand,
Den Tummelplatz des wilden Hirschen;
Die Körner mein` ich, die am Strand
Des Meeres unter mir erknirschen.

Denn jener ist ein ... weiterlesen


Mit Unkraut

Ich schritt allein hinab den Rhein,
Am Hag die Rose glühte,
Und wundersam die Luft durchschwamm
Der Duft der Rebenblüte.
Zyan’ und Mohn erglänzten schon,
Der ... weiterlesen


In Graubünden

Ich sitz im rasselnden Zuge:
Vorbei! Die Funken sprühn!
Seid mir gegrüßt im Fluge,
Ihr Weiler still und grün!

Mit Schlössern und mit Hütten,
Mit Busch ... weiterlesen


Meine Stoffe

Ihr sagt: `Was drückst du wiederum
Den Turban auf die schwarzen Haare?
Was hängst du wieder ernst und stumm
Im weidnen Korb am Dromedare?

Du hast so manchmal ... weiterlesen


Vier Roßschweife

Im Eilwagen am 15. Juli 1832.

Drei Stutenschweife wehn, der goldne Halbmond blinkt;
Im Bügel hebt sich hoch, den Damascener schwingt
Der stolze Pascha von Aegypten.
... weiterlesen


Im Hochland fiel der erste Schuß

Im Hochland fiel der erste Schuß -
Im Hochland wider die Pfaffen!
Da kam, die fallen wird und muß,
Ja, die Lawine kam in Schuß -
Drei Länder in den Waffen!
... weiterlesen


Der Scheik am Sinai

Im Spätjahr 1830.

`Tragt mich vor`s Zelt hinaus sammt meiner Ottomane!
Ich will ihn selber sehn! - Heut` kam die Karavane
Aus Afrika, sagt ihr, und mit ihr das ... weiterlesen


Die Schiffe

In der Lenznacht an dem Hafen bin ich auf und abgegangen;
Träumend flüsterten die Segel an den schwarzen Segelstangen.
Schlummernd lagen die Korvetten, schlummernd lagen die ... weiterlesen


Ein Flüchtling

In einem meiner Träume sah
Auf schweißbedecktem Rosse
Einen Reiter ich, wie toll verfolgt
Von seiner Feinde Trosse.

An seinem Speer das Fähnlein war
... weiterlesen


Schwarz-Rot-Gold

In Kümmernis und Dunkelheit,
Da mußten wir sie bergen!
Nun haben wir sie doch befreit,
Befreit aus ihren Särgen!
Ha, wie das blitzt und rauscht und rollt!
Hurra, ... weiterlesen


Schwarz-Rot-Gold

In Kümmernis und Dunkelheit,
Da mußten wir sie bergen!
Nun haben wir sie doch befreit,
Befreit aus ihren Särgen!
Ha, wie das blitzt und rauscht und rollt!
Hurra, du ... weiterlesen


Die Tanne - II.

Inmitten der Fregatte
Hebt sich der starke Mast,
Mit Segel, Flagg` und Matte;
Ihn beugt der Jahre Last.

Der schaumbedeckten Welle
Klagt zürnend er sein ... weiterlesen


An Hoffmann von Fallersleben

Jetzo, wo die Nachtigall
      Schlägt mit mächt’gen Schlägen;
      Wo der Rhein mit vollem Schall
      Braust auf seinen ... weiterlesen


An Hoffmann von Fallersleben

Jetzo, wo die Nachtigall
Schlägt mit mächt’gen Schlägen;
Wo der Rhein mit vollem Schall
Braust auf seinen Wegen;
Wo die Dampfer wieder ziehn;
... weiterlesen


Abschiedswort der Neuen Rheinischen Zeitung

Kein offner Hieb in offner Schlacht -
Es fällen die Nücken und Tücken,
Es fällt mich die schleichende Niedertracht
Der schmutzigen West-Kalmücken!
Aus dem Dunkel flog ... weiterlesen


Abschiedswort der Neuen Rheinischen Zeitung

Kein offner Hieb in offner Schlacht -
Es fällen die Nücken und Tücken,
Es fällt mich die schleichende Niedertracht
Der schmutzigen West-Kalmücken!
Aus dem Dunkel flog der ... weiterlesen


Landrinette - II.

Kennt ihr die Leere, kennt den Ekel ihr? -
Verdrossen durch die Gassen gingen wir;
Das Wort ließ ich die Andern führen.
Bei Gott, es war ein wichtiges Gespräch:
Sie ... weiterlesen


Ein Denkmal

Kreuznach, 14. April.

Wie man vernimmt, wird auf der Ehernburg, auf welcher es wenigstens wieder wohnlich ist, eine Spielbank errichtet.

Kölnische Zeitung vom 16. April ... weiterlesen


Berlin

Lied der »Amnestierten« im Auslande

Zum Völkerfest, auf das wir ziehn,
Zu dem die Freiheit ladet,
Wie wandelst herrlich du, Berlin!
Berlin, in Blut gebadet!
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Berlin

Lied der »Amnestierten« im Auslande

Zum Völkerfest, auf das wir ziehn,
Zu dem die Freiheit ladet,
Wie wandelst herrlich du, Berlin!
Berlin, in Blut gebadet!
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Zwei poetische Episteln (II)

London, den 23. Januar 1852

Uns jüngste Reimer gründlich zu kurieren
Von allem Dünkel der Poeterei,
Muß unser Stern uns an die Themse führen –
Nicht in den ... weiterlesen


Audubon

Mann der Wälder, der Savannen!
Neben rother Indier Speer,
An des Missisippi Tannen
Lehntest du dein Jagdgewehr;

Reichtest Indianergreisen
Deine Pfeife, ... weiterlesen


Audubon

Mann der Wälder, der Savannen!
Neben rother Indier Speer,
An des Missisippi Tannen
Lehntest du dein Jagdgewehr;

Reichtest Indianergreisen
Deine Pfeife, deinen ... weiterlesen


Scipio

Massa, du bist sehr reich! dein Saal ist voll von Pagen:
Zweimal zehn Meilen ziehn am Flusse die Plantagen
Sich hin, wo man für dich die Baumwollstaude bau`t;
Wo man das ... weiterlesen


Mirage

Mein Auge mustert unruhvoll des Hafens wimpelreich Revier,
Doch deines richtet lächelnd sich auf meines Hutes Federzier:
`Von deinen Wüsten hör` ich gern in einer meerumrauschten ... weiterlesen


Mit einer Erika

Meiner Frau zum Geburtstage  Die Heide, die bei uns zuland
  allwärts ihr Grün vergeudet;
  die Berg und Schlucht und Felsenwand
  mit starren Büscheln ... weiterlesen


Vor der Fahrt

Melodie der Marseillaise.

Jenseits der grauen Wasserwüste
Wie liegt die Zukunft winkend da!
Eine grüne lachende Küste,
Ein geahndet Amerika!
Ein ... weiterlesen


Vorgefühl

Mich selber oft im Geist hab` ich gesehn,
Erträumtem Glücke rastlos jagend nach:
Unstät und düster schweift` ich auf den Seen -
Ich weiß es nicht, was mir begegnen mag!
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Mit raschen Pferden jagt die Zeit.

Mit raschen Pferden jagt die Zeit
      Ein heißes Weib, nach Freiheit lechzend;
      Die halbbewußte Menge schreit,
      ... weiterlesen


Gesicht des Reisenden

Mitten in der Wüste war es, wo wir Nachts am Boden ruhten;
Meine Beduinen schliefen bei den abgezäumten Stuten.
In der Ferne lag das Mondlicht auf der Nilgebirge Jochen;
Rings ... weiterlesen


Unter den Palmen

Mähnen flattern durch die Büsche; tief im Walde tobt der Kampf.
Hörst du aus dem Palmendickicht das Gebrüll und das Gestampf?
Steige mit mir auf den Teekbaum! Leise! daß des ... weiterlesen


Juni – 24. November

Nach Delphine Gay de Girardin.

So sei´s! Vor Gott, vor Gott will ich, ich ihn verklagen!
Weib, Törin, Muse nur – dennoch will ich es wagen!
Denn mein französisch Herz ... weiterlesen


Trotz alledem!

Nach Robert Burns

Ob Armut euer Los auch sei,
      Hebt hoch die Stirn, trotz alledem!
      Geht kühn den feigen Knecht vorbei:
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Landrinette - I.

Noch Knabe war ich, als Trompetenklang
Früh Morgens einst zu meinen Ohren drang -
Hinaus, hinaus, das sind Husaren!
Kommt! Um die Ecke! Dort hat es geschallt!
Fort auf ... weiterlesen


Moos-Thee

Nonum prematur in annum.
Horaz.

Sechzehn Jahr` - und wie ein greiser
Alter sitz` ich, matt und krank;
Sieh`, da senden mir der Geiser
Und der Hekla diesen ... weiterlesen


Für Schillers Album bestimmt gewesen

Nun kommen sie aus aller Welt,
Die leichten Dichterboten.
Von wannen flattert nicht ein Blatt
Ins Buch des großen Todten?

Und wer jetzt durch die Sierren ... weiterlesen


Aus dem schlesischen Gebirge

Nun werden grün die Brombeerhecken;
      Hier schon ein Veilchen - welch ein Fest!
      Die Amsel sucht sich dürre Stecken,
    ... weiterlesen


Aus dem schlesischen Gebirge

Nun werden grün die Brombeerhecken;
Hier schon ein Veilchen - welch ein Fest!
Die Amsel sucht sich dürre Stecken,
Und auch der Buchfink baut sein Nest.
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Die Linde bei Hirzenach

Nur leis bewegt vom lauen Uferwinde,
  Roth noch vom Abend, dem erst halb verglühten,
  Dein friedlich Dörfchen friedlich zu behüten,
  Wie stehst du schön ... weiterlesen


O lieb, so lang du lieben kannst

O lieb, so lang du lieben kannst!
O lieb, so lang du lieben magst!
Die Stunde kommt, die Stunde kommt,
Wo du an Gräbern stehst und klagst!

Und sorge, ... weiterlesen


O Lieb, solang du lieben kannst!

O lieb, solang du lieben kannst!
O lieb, solang du lieben magst!
Die Stunde kommt, die Stunde kommt,
Wo du an Gräbern stehst und klagst!

Und sorge, daß dein ... weiterlesen


An das Meer

O Meer, verlieh`st du nicht den brennendrothen Saft,
Den heil`gen Purpur, draus man Kön`gen Mäntel schafft,
Den Männern von Beryt und Tyrus?
O finstres Meer, lag nicht in ... weiterlesen


An das Meer

O Meer, verlieh`st du nicht den brennendrothen Saft,
Den heil`gen Purpur, draus man Kön`gen Mäntel schafft,
Den Männern von Beryt und Tyrus?
O finstres Meer, lag nicht in deiner ... weiterlesen


Die Freiheit! Das Recht!

O, glaubt nicht, sie ruhe fortan bei den Todten,
      O, glaubt nicht, sie meide fortan dies Geschlecht,
      Weil muthigen Sprechern das Wort man ... weiterlesen


Der Divan der Ereignisse

O, Männer meines Stamms! ich sah die großen Städte!
Ich trat in die Moskeen von Alexandria,
Ich salbte meinen Bart in Suez und Rosette,
Ich stand auf dem Bazar der Nilstadt ... weiterlesen


Sandlieder - III.

O, welch ein wunderbarer Grund!
Ich kann sein Treiben nicht verstehen:
Er lässet Schiffe scheitern, und
Er lässet sie vor Anker gehen.
Dem Raben ist er ewig frisch,
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Sandlieder - VI.

Ob meinem Haupte ziehn
Drei Möven, schwer und träg.
Ich schaue nicht empor,
Doch kenn` ich ihren Weg.

Denn auf den Körnern, die
Im Sonnenscheine ... weiterlesen


Moostee

Sechzehn Jahr’ - und wie ein greiser
Alter sitz ich, matt und krank;
Sieh, da senden mir der Geiser
Und der Hekla diesen Trank.

Auf der Insel, die von ... weiterlesen


Moostee

Sechzehn Jahr’ - und wie ein greiser
Alter sitz ich, matt und krank;
Sieh, da senden mir der Geiser
Und der Hekla diesen Trank.

Auf der Insel, die von Schlacken
... weiterlesen


Odysseus

Sei gegrüßt, o südlich Fahrzeug, sei gegrüßt mir hoch im Norden!
Bärt`ge Männer, fremd gekleidet, stehn auf deinen hohen Borden.

Und der Sprache, die sie reden, ... weiterlesen


Der Mohrenfürst - I.

Sein Heer durchwogte das Palmenthal.
Er wand um die Locken den Purpurshawl;
Er hing um die Schultern die Löwenhaut;
Kriegerisch klirrte der Becken Laut.

Wie ... weiterlesen


Die Trompete von Vionville

Sie haben Tod und Verderben gespien:
Wir haben es nicht gelitten.
Zwei Kolonnen Fußvolk, zwei Batterien,
wir haben sie niedergeritten.

Die Säbel geschwungen, ... weiterlesen


Die Trompete von Gravelotte

Sie haben Tod und Verderben gespien:
Wir haben es nicht gelitten.
Zwei Kolonnen Fußvolk, zwei Batterien,
Wir haben sie niedergeritten.

Die Säbel geschwungen, die ... weiterlesen


Die Trompete von Vionville

Sie haben Tod und Verderben gespien:
Wir haben es nicht gelitten.
Zwei Kolonnen Fußvolk, zwei Batterien,
wir haben sie niedergeritten.

Die Säbel geschwungen, die ... weiterlesen


Die Amphitrite

Siehst du vor Anker dort
Die Amphitrite liegen?
Festlich erglänzt der Bord,
Die rothen Wimpel fliegen.

Es hangen aufgehißt
Die Segel an den Stangen;
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Ruhe in der Geliebten

So laß mich sitzen ohne Ende,
      So laß mich sitzen für und für!
      Leg deine beiden frommen Hände
      Auf die ... weiterlesen


Wie man’s macht

So wird es kommen, eh’ ihr denkt: - Das Volk hat Nichts zu beißen mehr!
Durch seine Lumpen pfeift der Wind! Wo nimmt es Brot und Kleider her?
Da tritt ein kecker Bursche vor; der ... weiterlesen


Der Alexandriner

Spring an, mein Wüstenroß aus Alexandria!
Mein Wildling! - solch ein Thier bewältiget kein Schah,
Kein Emir, und was sonst in jenen
Oestlichen Ländern sich in ... weiterlesen


Guten Morgen

Stand ich droben auf der Eifel Kämmen,
Als der Vollmond durch die Wolken brach;
Breit und blendend sah ich überschwemmen
Seine Lichter See und Kloster Laach.

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Am Kongo

Sultanen, zaudert nicht! es gilt ein Fest zu feiern!
Berauscht mit Palmwein euch aus halben Straußeneiern!
Schmückt euch, wie jenen Tag, an dem des Harems Thor
Sich vor euch ... weiterlesen


Am Kongo

Sultanen, zaudert nicht! es gilt ein Fest zu feiern!
Berauscht mit Palmwein euch aus halben Straußeneiern!
Schmückt euch, wie jenen Tag, an dem des Harems Thor
Sich vor euch ... weiterlesen


Die Todten im Meere

Tief unter grüner Meereswell`,
Auf Muschelbank und Kies,
Da schlummert mancher Schiffsgesell,
Der frisch vom Lande stieß.

Die See riß sein gebrechlich Boot
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In Schillers Album

Trotzig ist dieses Land: der Nordsee trotzt` es den Boden,
    Dem im Escurial trotzte die Freiheit es ab.
Siehe, die Pfeile dies, die verbundenen! dies die Provinzen!
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Der ausgewanderte Dichter - III.

Und als wir watend durch die Furt nun setzten,
Voran den Führer, den vorsicht`gen Schreiter,
Da spornte jenseits einen schaumbenetzten,
Langmähn`gen Rappen ein ... weiterlesen


Die Revolution

Und ob ihr sie, ein edel Wild, mit euren Henkersknechten fingt;
Und ob ihr unterm Festungswall standrechten die Gefangne gingt;
Und ob sie längst der Hügel deckt, auf dessen Grün ums ... weiterlesen


Im Herbst

Und wieder ist es Herbst! - entblättert stehn die Bäume;
Dem dürren Laube gleich, verwehen meine Träume;
Aus Norden braus`t es hohl!
Es ziehn die Kraniche nach wärm`rer ... weiterlesen


Im Herbst

Und wieder ist es Herbst! - entblättert stehn die Bäume;
Dem dürren Laube gleich, verwehen meine Träume;
Aus Norden braus´t es hohl!
Es ziehn die Kraniche nach wärm´rer Meere ... weiterlesen


Ein Lied Memnons

Vergangen ist die Nacht! Weiß dampft es auf dem Nile;
Auf rafft sich Pharao von seinem Purpurpfühle;
Schlaftrunknes Murmeln füllt die Hekatompylos.
Wie Fackeln, licht und ... weiterlesen


Drei Strophen

Vernehmt ein wildes, kurzes Lied! im Raume vor der Sonne steht
Ein Cherub; schweigend staunt er an das All; sein Schweigen ist Gebet.
Die ew`ge Sonn` ist sein Altar; ihr Glühn ist ... weiterlesen


Ein Umkehren

Vom Meer heran der Abend graute,
Aus Dampf und Dunst die Möwe schrie,
Verdrossen auf die Brandung schaute
Der gelbe Strand der Normandie.
O nachtumfloss`ne Wasseröde!
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Sandlieder - II.

Vom Meere fährt heran der Wind;
Die Körner wehn, Meergräser schwanken.
Auf flücht`gem Meeressande sind
Unstet und flüchtig die Gedanken.
Wie dieser Sand vor Wind und ... weiterlesen


Noch zwei Sonette

Von Nassau’s Burg der edle Herr vom Steine
      Und noch ein Wackrer, derb und turnerfahren,
      Ein Bürgerkind mit langen Burschenhaaren
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Ein Weihnachtslied für meine Kinder

Vor der Ausweisung, 1850

Zum sechsten Mal der Kerzen Strahl
Anfach` ich auf der Fichte;
Das ist ein Schein! Herein, herein,
Und freut euch an dem Lichte!
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Das Husarenpferd

Vor mir stand der muth`ge Rapp,
Der zum Kampfe wohl geschirrte;
Nagte schier die Zügel ab,
Schlug das Pflaster, daß es klirrte.

Funken flogen, und ich sprach:
... weiterlesen


Das Husarenpferd

Vor mir stand der muth`ge Rapp,
Der zum Kampfe wohl geschirrte;
Nagte schier die Zügel ab,
Schlug das Pflaster, daß es klirrte.

Funken flogen, und ich sprach:
... weiterlesen


Blum

Vor zweiundvierzig Jahren war’s, da hat mit Macht geschrien
Ein siebentägig Kölner Kind auf seiner Mutter Knien;
Ein Kind mit breiter, offner Stirn, ein Kind von heller Lunge,
... weiterlesen


Blum

Vor zweiundvierzig Jahren war’s, da hat mit Macht geschrien
Ein siebentägig Kölner Kind auf seiner Mutter Knien;
Ein Kind mit breiter, offner Stirn, ein Kind von heller Lunge,
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Ein Glaubensbekenntniß

Vorwort

Dem Versteckten offne Frage,
das Verstockte frisch in Fluß!
In die Stickluft dieser Tage
Dieses Büchleins kecken Schuß

Die jüngste ... weiterlesen


Vom Harze

Wahre Geschichte. 1843

O stille, graue Frühe!
Die Blätter flüstern sacht;
der Hirsch hat seine Kühe
Zum Waldrand schon gebracht.
Zum Waldrand in die ... weiterlesen


Vom Harze

Wahre Geschichte. 1843

O stille, graue Frühe!
Die Blätter flüstern sacht;
der Hirsch hat seine Kühe
Zum Waldrand schon gebracht.
Zum Waldrand in die ... weiterlesen


Der Königsstuhl bei Rhense

Weise: In des Waldes düstern Gründen

Neu gebaut beim alten Rhense
      Steht der Wahlstuhl wiederum,
      Aber Enten, ach! und ... weiterlesen


Wien.

Wenn wir noch knien könnten, wir lägen auf den Knien;
Wenn wir noch beten könnten, wir beteten für Wien!
Doch lange schon verlernten wir Kniefall und Gebet –
Der Mann ist ... weiterlesen


Ehre der Arbeit

Wer den wucht`gen Hammer schwingt,
wer im Felde mäht die Aehren,
wer ins Mark der Erde dringt,
Weib und Kinder zu ernähren,
wer stroman den Nachen zieht,
wer bei Woll ... weiterlesen


Ehre der Arbeit

Wer den wucht’gen Hammer schwingt,
wer im Felde mäht die Aehren,
wer ins Mark der Erde dringt,
Weib und Kinder zu ernähren,
wer stroman den Nachen zieht,
wer ... weiterlesen


Requiescat

Wer den wucht’gen Hammer schwingt;
Wer im Felde mäht die Ähren;
Wer ins Mark der Erde dringt,
Weib und Kinder zu ernähren;
Wer stroman den Nachen zieht;
Wer ... weiterlesen


Wetterleuchten in der Pfingstnacht

Will Er in lichten Flammenbränden
Von Seiner Himmelsburg herab
Auf`s Neue seinen Geist uns senden,
Wie Er ihn Christi Jüngern gab?
Woher die Glut, die flücht`ge, ... weiterlesen


Löwenritt

Wüstenkönig ist der Löwe; will er sein Gebiet durchfliegen,
Wandelt er nach der Lagune, in dem hohen Schilf zu liegen.
Wo Gazellen und Giraffen trinken, kauert er im Rohre;
... weiterlesen


Wär` ich im Bann von Mekkas Toren

Wär` ich im Bann von Mekkas Toren,
Wär` ich auf Yemens glühndem Sand,
Wär` ich am Sinai geboren,
Dann führt` ein Schwert wohl diese Hand;

Dann zög` ich wohl mit ... weiterlesen


Prinz Eugen, der edle Ritter

Zelte, Posten, Werda-Rufer!
Lustge Nacht am Donauufer!
Pferde stehn im Kreis umher
Angebunden an den Pflöcken;
An den engen Sattelböcken
Hangen Karabiner schwer.
... weiterlesen


Vorläufig zum Schluß

Zu Aßmannshausen in der Kron,
      Wo mancher Durst’ge schon gezecht,
      Da macht ich gegen eine Kron
      Dies Büchlein ... weiterlesen


Das Fensterkreuz

Zu Neuhaus in dem Schlosse war’s: der Kurfürst hielt ein Jägermahl;
      Die Gäste saßen dicht gereiht, und Hörner schmetterten im Saal.
      ... weiterlesen


Das Fensterkreuz

Zu Neuhaus in dem Schlosse war’s: der Kurfürst hielt ein Jägermahl;
Die Gäste saßen dicht gereiht, und Hörner schmetterten im Saal.
Der Mundschenk goß die Gläser ... weiterlesen


Weihnachtslied

Zur Bescherung der Waisenkinder
in Soest, und von ihnen gesungen.

Wenn traulich mit schimmernden Flocken
Der Winter die Erde bestreut,
Und rings die metallenen ... weiterlesen


Weihnachtslied

Zur Bescherung der Waisenkinder
in Soest, und von ihnen gesungen.

Wenn traulich mit schimmernden Flocken
Der Winter die Erde bestreut,
Und rings die metallenen ... weiterlesen


Der Phönix - I.

Zur Einleitung des zweiten
Jahrgangs von E. Dullers Phönix.

Am Niger, wenn von den fünfhundert
Vollendet wiederum ein Jahr,
Erhebt der Phönix sich ... weiterlesen


Ammonium

`Fremdling, laß deine Stute grasen!
O, zieh` nicht weiter diese Nacht!
Dieß ist die grünste der Oasen;
Im gelben Sandmeer glänzt ihr Rasen,
Gleichwie inmitten von ... weiterlesen


Ammonium

`Fremdling, laß deine Stute grasen!
O, zieh` nicht weiter diese Nacht!
Dieß ist die grünste der Oasen;
Im gelben Sandmeer glänzt ihr Rasen,
Gleichwie inmitten von ... weiterlesen


Die Schreinergesellen

`Fürwahr, ein traurig, ein schaurig Thun!
Eine Leiche soll zwischen den Brettern hier ruhn!`

``Du Weichherz! wie, deine Thräne rinnt?
Was schiert dich fremder Leute ... weiterlesen


Fieber

`Nur Wasser! o, das kühlt! - die Fratze
Fällt nachgerade mir zur Last!
Das Maul des Kerls und seine Glatze
Sind mir bis in den Tod verhaßt!
Jetzt an den Puls, jetzt ... weiterlesen


Fieber

`Nur Wasser! o, das kühlt! - die Fratze
Fällt nachgerade mir zur Last!
Das Maul des Kerls und seine Glatze
Sind mir bis in den Tod verhaßt!
Jetzt an den Puls, jetzt eine ... weiterlesen


Der Tod des Führers

`Von den Segeln tropft der Nebel,
Auf den Buchten zieht der Duft.
Zündet die Latern` am Maste!
Grau das Wasser, grau die Luft.
Todtenwetter! - zieht die Hüte!
Mit ... weiterlesen


Leipzigs Toten!

»Tue! tue!«
Karl IX. in der Bartholomäusnacht.

»Laßt Ader! laßt Ader!
Die Ärzte sagen, das Aderlassen sei
im August so heilsam als im Mai!«
... weiterlesen



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