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Gedichte - Frank Wedekind

Galathea

Ach, wie brenn` ich vor Verlangen, Galathea, schönes Kind,
Dir zu küssen deine Wangen, weil sie so entzückend sind.
Wonne die mir widerfahre, Galathea, schönes Kind,
Dir zu ... weiterlesen


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Schweig und sei lieb

Als du, mein Held, zum ersten Male mir
Im lichterfüllten Saal entgegentratest
Und lächelnd, fast mit kindlichem Gezier,
Um einen Walzer mich verlegen batest,
Weißt du, ... weiterlesen


Auf dem Faulbett

Auf mein Faulbett hingestreckt
Überdenk ich so meine Tage,
Forschend, was wohl dahinter steckt,
Daß ich nur immer klage.

Ich habe zu essen, ich habe Tabak,
... weiterlesen


Bajazzo

Aus »König Nicolo«

Seltsam sind des Glückes Launen,
Wie kein Hirn sie noch ersann,
Daß ich meist vor lauter Staunen
Lachen nicht noch weinen kann!

... weiterlesen


Bajazzo

Aus »König Nicolo«

Seltsam sind des Glückes Launen,
Wie kein Hirn sie noch ersann,
Daß ich meist vor lauter Staunen
Lachen nicht noch weinen kann!

... weiterlesen


Christine

Bessern soll ich mich? - O Himmel,
Wie werd ich wohl besser!
Eher reiten schwarze Schimmel
Weiße Menschenfresser,

Eh daß solch ein Kauz wie ich
In sich ... weiterlesen


Das Wüstenschiff

Bist schön wie eine Lilie;
Ich lieb dich, ich lieb dich.
Du bist aus guter Familie;
Ich liebe dich, ach so heiß!
Reich mir dein schlankes Händchen,
Und von dem ... weiterlesen


Das arme Mädchen

Böt mir einer, was er wollte,
Weil ich arm und elend bin,
Nie, und wenn ich sterben sollte,
Gäb ich meine Ehre hin!
Schaudernd eilt das Mädchen weiter,
Ohne ... weiterlesen


Ein letztes Ende

Darf ich dir Glauben schenken, goldner Strahl
Erneuter Hoffnung, lichte Himmelsspende?
Nahst du, ein Gnadenengel meiner Qual?
Bist du ein Trugbild, wie so manches Mal?
... weiterlesen


Zur Verlobung

Das Herz so voll, der Kopf so leer,
Ich finde nichts als Worte;
Sie tanzen auf, sie taumeln her,
Und stets am falschen Orte.

Das findt sich nicht, das reimt sich ... weiterlesen


Die Schriftstellerhymne

Der Schriftsteller geht dem Broterwerb nach,
Mit ausgefransten Hosen.
Er schläft sieben Treppen hoch unterm Dach,
Mit ausgefransten Hosen.
Schöner, grüner,
Schöner, ... weiterlesen


Das Lied vom gehorsamen Mägdlein

Die Mutter sprach in ernstem Ton:
»Du zählst nun sechzehn Jahre schon;
Drum, Herzblatt, nimm dich stets in acht,
Besonders bei der Nacht.
Verlier dich von dem ... weiterlesen


Abschied

Die Sinnlichkeit gibt mir Abschiedsfest;
Das sind kuriose Gestalten,
In Binden gewickelt, in Schienen gepreßt,
Und kaum mehr festzuhalten.

Die strahlende Nacktheit ... weiterlesen


Die Wetterfahne

Du auf deinem höchsten Dach,
Ich in nächster Nähe;
Doch die wahre Liebe, ach,
Schwankt in solcher Höhe,
Du in deinem Herzen leer,
Ich in blindem Wahne -
... weiterlesen


Autodafé

Du ketzerische Liederbrut,
Ihr Schelme, ihr perfiden Schwätzer,
Aufwiegler ihr für Fleisch und Blut,
Ihr losen, liederlichen Ketzer,

Habt acht, euch droht ein ... weiterlesen


An einen Hypochonder

Du runzelst die Stirne,
Du wetterst und schreist,
Dieweil mit der Birne
Den Wurm du verspeist.

Was folgst du empfindlich
Der grausigen Spur?
Erfreu ... weiterlesen


An einen Hypochonder

Du runzelst die Stirne,
Du wetterst und schreist,
Dieweil mit der Birne
Den Wurm du verspeist.

Was folgst du empfindlich
Der grausigen Spur?
Erfreu dich ... weiterlesen


Einkehr

Du stille Friedhofmauer,
Scheu tret ich bei dir ein.
Willst du nicht meiner Trauer
Schirmende Heimat sein?

In deinem tiefen Frieden,
In deinem kühlen ... weiterlesen


Brigitte B.

Ein junges Mädchen kam nach Baden,
Brigitte B. war sie genannt,
Fand Stellung dort in einem Laden,
Wo sie gut angeschrieben stand.

Die Dame, schon ein wenig ... weiterlesen


Brigitte B.

Ein junges Mädchen kam nach Baden,
Brigitte B. war sie genannt,
Fand Stellung dort in einem Laden,
Wo sie gut angeschrieben stand.

Die Dame, schon ein wenig älter,
... weiterlesen


Die Hunde

Elegie


Es waren einmal zwei Hunde,
Wie war das Herz ihnen schwer!
Sie liefen wohl eine Stunde
Hintereinander her.

Sie hofften, in liebendem Bunde
... weiterlesen


An Elka

Elka, länger kann ich mich nicht halten,
Meine Sinne toben allzu wild;
Und in allen weiblichen Gestalten
Seh ich schon dein Götterbild!

Auch im Traum bist du mir ... weiterlesen


An Elka

Elka, länger kann ich mich nicht halten,
Meine Sinne toben allzu wild;
Und in allen weiblichen Gestalten
Seh ich schon dein Götterbild!

Auch im Traum bist du mir ... weiterlesen


An Franziska de Warens

Gestern dacht ich eines Kusses,
Wie ihn deine Mutter gab;
In Erinnrung des Genusses
Leckt ich mir die Lippen ab.

Ach das war so warm, so saftig,
Daß, ich ... weiterlesen


Erdgeist

Greife wacker nach der Sünde;
Aus der Sünde wächst Genuß.
Ach, du gleichest einem Kinde,
Dem man alles zeigen muß.

Meide nicht die ird`schen Schätze:
... weiterlesen


An eine grausame Geliebte

Hetz deine Meute weit über die Berge hin,
Sie kehrt wieder von Schweiß und von Staub bedeckt.
Gib ihr die Peitsche, gewaltige Jägerin,
Sieh, wie sie dir winselnd die Füße ... weiterlesen


Das Goldstück

Hier an dieser öden Stätte
Will ich rasten, bis es tagt;
Welker Rasen ist ein Bette,
Wie`s mir eben recht behagt.
Neben mir die Wogen brausen,
Über mir die ... weiterlesen


Coralie

I
Hüpfe nicht mit nacktem Fuße
In den tollen Gischt hinein;
Stürz dich in das Meer der Buße,
Wasch dir deine Seele rein.

Badst du doch an diesen ... weiterlesen


Alte Liebe

Ich hab dich lieb, kannst du es denn ermessen,
Verstehn das Wort, so traut und süß?
Es schließet in sich eine Welt von Wonne,
Es birgt in sich ein ganzes Paradies.

... weiterlesen


Der Tantenmörder

Ich hab` meine Tante geschlachtet,
Meine Tante war alt und schwach;
Ich hatte bei ihr übernachtet
Und grub in den Kisten-Kasten nach.

Da fand ich goldene Haufen,
... weiterlesen


Schluß

Ich wußte ehmals nichts davon,
Bin unschuldsvoll gewesen,
Bis daß ich Wielands Oberon
Und Heines Gedichte gelesen. -

Die haben sodann im Lauf der Zeit
... weiterlesen


Schluß

Ich wußte ehmals nichts davon,
Bin unschuldsvoll gewesen,
Bis daß ich Wielands Oberon
Und Heines Gedichte gelesen. -

Die haben sodann im Lauf der Zeit
... weiterlesen


Chor der Nixen

Ihr glücklichen Kinder
Schlürft das Vergnügen;
Bald wird es versiegen;
Ein langer Winter
Rafft es dahin.
Euer Sinn
Schaut nicht vorwärts,
Schaut ... weiterlesen


Auf eigenen Füßen - Donnerwetter

In der Jugend früh’ster Pracht
Tritt sie einher - Donnerwetter,
Nur von Eitelkeit erfüllt,
Das Herz noch leer - Donnerwetter,

Ganz mit frühlingsfrischen ... weiterlesen


An einen Jüngling

Jüngling, laß dich nicht gelüsten
Nach des Paradieses Äpfeln;
Von den straffsten Mädchenbrüsten
Wird dir nichts als Kummer tröpfeln.

Wagst du dich heran und ... weiterlesen


An einen Jüngling

Jüngling, laß dich nicht gelüsten
Nach des Paradieses Äpfeln;
Von den straffsten Mädchenbrüsten
Wird dir nichts als Kummer tröpfeln.

Wagst du dich heran und ... weiterlesen


Minona

Laß sie mich küssen, die knospende Blume, den Kelch meiner Trunkenheit!
Wenn meiner Lippen fiebernde Glut dir die Glieder durchzittert hat,
Dann erst wirst du mir Weib, und ein mächtig ... weiterlesen


Chor der Alten

Majestätisch und mit Schweigen
Treten leise wir hervor,
Rufend, aufgestellt im Reigen:
Galathea, sieh dich vor!
Hör uns alte Greise an,
Die wir in der Zukunft ... weiterlesen


Das tote Meer

Mein Herz ist leer wie eine taube Nuß,
Als Kobold spukt darin der Überdruß.
Wenn ich`s bei Licht mir nah vors Auge halte,
Bleckt er mich hämisch an aus enger Spalte.
... weiterlesen


An Madame de Warens

Nimm dieses Bild, mit ihm die alte Treue,
Das reine Herz, das einst sich dir geweiht.
Vertrauensvoll erfleht es sich aufs neue
Nur einen Funken deiner Göttlichkeit.
Noch ... weiterlesen


Der Gefangene

Oftmals hab ich nachts im Bette
Schon gegrübelt hin und her,
Was es denn geschadet hätte,
Wenn mein Ich ein andrer wär.

Höhnisch raunten meine Zweifel
Mir die ... weiterlesen


Der Anarchist

Reicht mir in der Todesstunde
Nicht in Gnaden den Pokal!
Von des Weibes heißem Munde
Laßt mich trinken noch einmal!

Mögt ihr sinnlos euch berauschen,
Wenn mein ... weiterlesen


Die Realistin

Rosetta behauptet, die Liebe
Sei lediglich Schweinerei,
Die man nur deshalb betriebe,
Weil einem so wohl dabei.

Daß Menschen an Liebe gestorben,
Das sei nicht ... weiterlesen


Chor der Nymphen

Seit Jahrtausenden
Weilen wir hier
An diesem Teiche.
Immer das gleiche
Schauen wir.
Verlockende Worte
Von Lust und Freuden
Führten die Menschen
... weiterlesen


Chor der Nymphen

Seit Jahrtausenden
Weilen wir hier
An diesem Teiche.
Immer das gleiche
Schauen wir.
Verlockende Worte
Von Lust und Freuden
Führten die Menschen
... weiterlesen


Wendla

Sieh die taufrische Maid,
Erst eben erblüht;
Durch ihr knappkurzes Kleid
Der Morgenwind zieht.

Wie schreitet sie rüstig,
Jubiliert und frohlockt,
... weiterlesen


Erholung

Sieh, wie die Erde wackelt,
Wie alles niederstürzt,
Die Sonne ängstlich fackelt
Und ihre Flammen kürzt,
Wenn ich dich halte Brust an Brust
Und du mit scharfen ... weiterlesen


Das Sonntagskind

Stets naht das Glück in lichter Sonnenpracht,
Gleichgültig, kalt vorüber mir zu wandern.
Mein junges Morgenrot verschlingt die Nacht,
Indes ein heller Freudenschimmer lacht
... weiterlesen


Schicksal

Stürme durchtoben die bange Brust;
Stürmisches Leid und stürmische Lust
Sausen hindurch mit schaurigem Wehen,
Schleudern mich aus des Mißgeschicks Nacht
Auf zu des ... weiterlesen


Tingel-Tangel

Trauert nicht, ihr Völkerscharen,
Ob der schweren Zeit der Not.
Packt das Leben bei den Haaren.
Morgen ist schon mancher tot.

Küssen, um geküßt zu werden,
... weiterlesen


Enttäuschung

Trübe Stunden schleichen sachte
Durch die stille Seele mir;
Glück, das ich zu haschen dachte,
Wie so ferne bin ich dir!

Mühsam schleppt sich meine Feder
... weiterlesen


Sehnsucht

Und sei mir noch so traurig auch zu Sinn,
Ich will`s nicht glauben, daß ich elend bin.
Der Fluch, das Leid, das mich zugrund gerichtet,
Am Ende war ja alles nur erdichtet.
... weiterlesen


Eifersucht

Und wieder seh ich neu entfacht
Die düstre Glut, die treu du hegst
Auf deinem Herd, zur Flammenpracht,
Dein Herz erleuchtend Nacht für Nacht,
Wenn du zur Ruh dich ... weiterlesen


Aufschrei

Was ich getan, das läßt sich nicht bessern,
Es läßt das Gewissen sich nicht verwässern.
Ich stehe schuldlos vor meinem Verstand
Und fühle des Schicksals zermalmende ... weiterlesen


Franziskas Abendlied

Weiß die Mutter doch so gut,
Wann die Apfel reifen,
Und ihr eigen Fleisch und Blut
Will sie nicht begreifen!

Wenn ich nicht so trostlos wär,
Ging`s mir wohl um ... weiterlesen


An mich

Wenn dir ein Schaden am Leibe frißt,
Jammre nicht, sondern handle;
Und wenn du glücklich gewesen bist,
Nimm dein Bett und wandle.

Ärgert dein Aug dich, so reiß ... weiterlesen


An mich

Wenn dir ein Schaden am Leibe frißt,
Jammre nicht, sondern handle;
Und wenn du glücklich gewesen bist,
Nimm dein Bett und wandle.

Ärgert dein Aug dich, so reiß es ... weiterlesen


Das Opfer

Wenn ich bei Tag mein Mädel mir beseh,
Dann seh ich einen kahlen Totenschädel,
Darunter ein Skelett, und seh mein Mädel
Gebrochen knien von schauerlichem Weh.

... weiterlesen


Rückblick

Wie hab’ ich nun mein Leben verbracht?
Hab’ viel gesungen, hab’ viel gelacht,
Unzähligen Menschen Freude beschert,
Doch den Fröhlichen stets lieber zugehört.
Denn ... weiterlesen


Weltweisheit

Wir waren Philister und merkten es, wie
Die Kräfte des Geistes erschlafften;
Da warfen wir uns auf die Philosophie,
Die tiefste der Wissenschaften.

Da haben wir ... weiterlesen


Anwandlung

Wüßtest du, Mädchen, wie das tut,
Wenn dein Arm in dem seinen ruht,
Wenn du an seiner Seite hin
Wandelst in weltbeglückendem Sinn!
Wüßtest du, wie mich der Anblick ... weiterlesen


Idyll

Zum Kellner sprach die Kellnerin:
Mir wird so sonderbar zu Sinn,
Ich finde mich ganz verändert.
Wie bin ich Ärmste doch bisher
Empfindungsbar, gedankenleer
Durchs ... weiterlesen


Wegweiser

Zum Wassertrinker bin ich nicht geboren,
Das kann euch meine edle Muse zeigen;
Sie singt beim Wein und fällt in tiefes Schweigen,
Wenn sich der letzte Schluck im Bauch ... weiterlesen


Zwiegesang

zwischen Felix, dem Schäfer, und Galathea,
der Schäferin

Felix

In dem wundervollen Morgensonnenschein,
Galathea, ach wie bist du hold!
Deine ... weiterlesen


Zwiegespräch

zwischen Felix, dem Schäfer,
und Galathea, der Schäferin

Felix

Galathea, wie lange schon
Hab ich dich nun gebeten!
Galathea, nur kalter Hohn
... weiterlesen



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