A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Gedichte - Franz Kafka


Auch ist das vielleicht nicht eigentlich Liebe

Auch ist das vielleicht nicht eigentlich Liebe,
wenn ich sage, dass du mir das Liebste bist;
Liebe ist, dass du mir das Messer bist,
mit dem ich in mir wühle.
Anzeigen



Aus dem Grunde

Aus dem Grunde
der Ermattung
steigen wir
mit neuen Kräften

Dunkle Herren
welche warten
bis die Kinder
sich entkräften
Liebeserklärung

Deine Hand ist in meiner,

so lange Du sie dort läßt.
Die dir zugemessene Zeit

Die dir zugemessene Zeit ist so kurz,
dass du, wenn du eine Sekunde verlierst,
schon dein ganzes Leben verloren
hast, denn es ist nicht länger; es ist
immer nur so lang wie die Zeit, die du v
... weiterlesen


Die Träumenden und die Wünschenden

Die Träumenden und die Wünschenden
halten den feineren Stoff des Lebens in den Händen.
Die Welt

Die Welt sie dreht Die Menschen drehen
nach oben und unten Ich fliege, entfernt
aller und sehe sie drehen und stehe Es
ist ein Stöhnen und Jauchzen in de
... weiterlesen


Eine alltägliche Verwirrung

Ein alltäglicher Vorfall: sein Ertragen
eine alltägliche Verwirrung. A hat mit
B aus H ein wichtiges Geschäft
abzuschließen. Er geht zur
Vorbesprechung nach H, legt den Hin- und
Herweg in je zehn Minuten zu
... weiterlesen


Erkenne Dich selbst

Erkenne Dich selbst bedeutet nicht:
Beobachte Dich. Beobachte Dich ist das
Wort der Schlange. Es bedeutet: Mache
Dich zum Herrn Deiner Handlungen. Nun
bist Du es
... weiterlesen


Heiraten, eine Familie gründen

Heiraten, eine Familie gründen, alle
Kinder, welche kommen, hinnehmen, in
dieser unseren Welt erhalten und gar
noch ein wenig führen, ist meiner
Meinung nach das äusserste, das
... weiterlesen


In der abendlichen Sonne

In der abendlichen Sonne sitzen wir
gebeugten Rückens auf den Bänken in
dem Grünen. Unsere Arme hängen
nieder, unsere Augen linzeln
traurig. Und die Menschen gehn
... weiterlesen


In der abendlichen Sonne

In der abendlichen Sonne sitzen wir
gebeugten Rückens auf den Bänken in
dem Grünen. Unsere Arme hängen
nieder, unsere Augen linzeln
traurig. Und die Menschen gehn in Kle
... weiterlesen


Jeder der sich die Fähigkeit erhält

Jeder der sich die Fähigkeit erhält,
Schönes zu erkennen,
wird nie alt werden.
Kühl und hart...

Kühl und hart ist der heutige Tag. Die
Wolken erstarren. Die Winde sind
zerrende Taue. Die Menschen
erstarren. Die Schritte klingen
metallen Auf erzenen Steinen, Und d
... weiterlesen


Kühl und hart

Kühl und hart ist der heutige Tag. Die
Wolken erstarren. Die Winde sind
zerrende Taue. Die Menschen
erstarren. Die Schritte klingen metallen
Auf erzenen Steinen, Und die A
... weiterlesen


Lass doch die Zukunft schlafen

Lass doch die Zukunft schlafen, wie sie es verdient.
Wenn man sie nämlich vorzeitig weckt,
bekommt man dann eine verschlafene Gegenwart.
Man lernt das Matrosenleben

Man lernt das Matrosenleben
nicht durch Übungen in einer Pfütze
Das nächste Dorf

Mein Großvater pflegte zu sagen: »Das
Leben ist erstaunlich kurz. Jetzt in
Erinnerung drängt es sich mir so
zusammen, daß ich zum Beispiel kaum
begreife, wie ein junger Mensch si
... weiterlesen


Sechzehnter Januar

Sechzehnter Januar. Es war in der
letzten Woche wie ein Zusammenbruch.
Unmöglichkeit zu schlafen,
Unmöglichkeit zu wachen Unmöglichkeit
das Leben genauer die Aufeinanderfolge
des
... weiterlesen


Sechzehnter Januar

Sechzehnter Januar. Es war in der
letzten Woche wie ein Zusammenbruch.
Unmöglichkeit zu schlafen,
Unmöglichkeit zu wachen Unmöglichkeit
das Leben genauer die Aufeinanderfolge
des Lebe
... weiterlesen


Auf der Galerie

Wenn irgendeine hinfällige,
lungensüchtige Kunstreiterin in der
Manege auf schwankendem Pferd vor einem
unermüdlichen Publikum vom
peitschenschwingenden erbarmungslosen
Chef monatelang ohne Unterbrechung im
... weiterlesen


Kleine Fabel

»Ach«, sagte die Maus, »,die Welt
wird enger mit jedem Tag. Zuerst war
sie so breit, daß ich Angst hatte, ich
lief weiter und war glücklich, daß
ich endlich rechts und li
... weiterlesen