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Gedichte - Franz


Nachtwächters Weltgang - Zweite Stazion V

(Für Ludwig Schwanthaler.) An Rumpf
und Gliederu jämmerlich
zerbrochen, Gebannt in eine Form aus
Sand und Lehm, Hernach in Flammen, die
fanatisch kochen, Gegossen nach erk
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Nachtwächters Weltgang - Erste Stazion V

(Marchesi`s Goethe in der Bibliothek.)
Hier laßt ihn bleiben in der
kühlen Halle, Im Vorhof freier Kunst
und Wissenschaft; Stellt ihn nicht hin,
ein Schaugericht für Alle,
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Nachtwächters Weltgang - Siebente Stazion IV

Abschied von Wien    
          Wie
bleich, wie hold, wie schmachtend
hingegossen Sie daliegt, die
gefährliche Sirene, Die dunklen Augen
träume
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Nachtwächters Weltgang - Vierte Stazion I

Allmächt`ger Frühling, deck` mit
deinen Ranken, Mit deines Rasens Grün
dieß Trümmer zu, Und sing` ein Volk
von hoffnungslosen Kranken Durch deine
Nachtigallen süß zur Ruh`! V
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Nachtwächters Weltgang - Siebente Stazion III

An Nikolaus Lenau – Geschrieben zu
Ischl, Juli 1841. – Du bist es,
Schwan der Magyaren, Du mit der
liederreichen Kehle? Mann, schwarz von
Augen, schwarz von Haaren,
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Nachtwächters Weltgang - Erste Stazion VII

Auch ein Rheinlied – nota bene ohne
Becher – ! (1841 geschrieben zu
Caub, in einer Lenznacht.) »Quousque
tandem . . . ! ?« »Dies war die
Stelle«, sprach ein greise
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Nachtwächters Weltgang - Fünfte Stazion IV

Auf diesen Felsen möcht` ich Hütten
bau`n, Ein treuer Gast dem
abgeschiedenen Eiland, Nicht um nach
Süden, heimathwärts, zu schau`n, So
wie gen Ithaka der Dulder
weiland, Nein, u
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Nachtwächters Weltgang - Erste Stazion VI

Aus kleinen Wurzeln sprossen starke
Bäume, Ein mächt`ger Strom entspringt
aus dunklem Quell: D`ran mahnen diese
unscheinbaren Räume, Eh`mals dein
Zelt, erwähltes Israel! Die Son
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Das ist der Dom mit seinen Mirakeln

Das ist der Dom mit seinen
Mirakeln, Mit Heiligen ans Stein und
Holz, Mit kostbaren Knochen in
Tabernakeln, Mit Kuppeln, Säulen und
Thürmen stolz. Vom Hochaltar dringt
ein schwach
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Nachtwächters Weltgang - Letzte Liebe II

Daß ich Dich fand, bevor ich
heimgegangen, Ich weiß nicht, soll
mich`s freuen oder schmerzen, Und soll
ich weilen bei Dir oder fliehen? Fertig
mit jedem liebenden Verlangen Hatt` i
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Nachtwächters Weltgang - Letzte Liebe XIII

Den Wolken nah, auf dürrer
Felsenspitze, Wo nur die Eulen nisten
und die Raben, Will ich der Liebe
Kenotaph bestatten. Ein letzter Blick
zurück von meinem Sitze: Ich bin
allein, ic
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XIII. Der Herr! – Es ist doch ein stolzes Wort

Der Herr! – Es ist doch ein stolzes
Wort Und meint eine stolzere
Sache; Nicht jener über den Wolken
dort, Nein, der unter goldenem Dache;
Mit Szepter und Apfel in der Hand,
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Nachtwächters Weltgang - Zweite Stazion VI

Des Tags, da Christus starb zu Gottes
Ehre, Kniet` ich an der
Michälis-Kirche Schwelle, Umbraust von
stolzer Sang- und Orgel-Welle, Still
und zerknirscht: – »O Christe,
miserere!«
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Nachtwächters Weltgang - Empfindsame Reisen VI

Die Blätter rieseln von den
Bäumen, Durch kahle Stoppeln bläst
der Wind, Wie lange noch willst du dich
säumen Auf deinen Fahrten, armes Kind?
Von Thal bist du zu Thal gegangen,
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Die Schildwacht schreitet auf und ab

Die Schildwacht schreitet auf und
ab Und pfeift sich ein Liedel
unermüdlich. Hier ist das Gefängniß,
schwarz wie ein Grab, Aber nicht so
still, so friedlich. Es rasselt hinter
de
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Nachtwächters Weltgang - Vierte Stazion IV

Die Straßen ab und auf die
Straßen Geht der
Soldaten-Zapfenstreich, Die Trommel
rasselt, Hörner blasen: Wie lau die
Nacht, wie warm, wie weich ! Horch!
Höher schwillt der Töne W
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Die Thore offen! Im Schilderhaus

Die Thore offen! Im Schilderhaus Wird`s
gleich ein »Wer da?« schreien; Ein
Schritt, ein Tritt – und ich bin
hinaus, In der Welt, im Weiten, im
Freien! Wer hält mich denn am Aer
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XVIII. Dort, wo kein Baum der frommen Trauer

Dort, wo kein Baum der frommen
Trauer Verlass`ne Hügel grün
belaubt, Dort ruht, dicht an der
Kirchhofs-Mauer, Ruht meines Vaters
heilig` Haupt. Warum sie ihn so weit
gebettet
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Nachtwächters Weltgang - Drittes Staziönchen III

Drei neue Stücklein mit alten
Weisen (Für Deutsche Liedertafeln)
Das Volk steht auf, der Sturm bricht
los. Herr Michel und der Vogel
Strauß Sind leibliche Geschw
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Droben ist Thee, droben ist Ball

Droben ist Thee, droben ist
Ball, Gesellschaft, Spiel und
Tanz. Ei, über die schmucken Männlein
all`, Ueber den Lichterglanz! Hier
unten, wo die Kutschen steh`n, Harr`
ich
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Nachtwächters Weltgang - Letzte Liebe V

Du bist nicht wie die anderen Weiber
alle: Du forschest nicht auf meinem
Seelengrunde Nach längst versunkenem
Lieben oder Leben; Du putzest minder
Dich zu einem Balle Als für den F
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Nachtwächters Weltgang - Letzte Liebe IX

Du hörtest wol die märchenhafte
Kunde Von einer Stadt am Meere, die vor
Jahren Durch eine Sturmfluth ward
hinabgeschlungen; Noch blinkt es oft
und wallt herauf vom Grunde, Und wenn
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Nachtwächters Weltgang - Sechste Stazion VI

Du Stadt der Bildung und des Thees, der
Künste und der Nücken, Leb` wol, der
Dichter weist enttäuscht auf ewig dir
den Rücken! Kalt dünkt` es ihm, so
lang` er saß in deinen stolzen Mauern,
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Nachtwächters Weltgang - Sechste Stazion IV

Du weißt, was das bedeuten will? Du
wirst sie mir nicht streichen? Es sind
ja nur unschuldige – vier kleine
Fragezeichen. Die wurzeln tief, die
ragen hoch; wie die gerühmten
Eichen Des
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Nachtwächters Weltgang - Letzte Liebe IV

Du zauderst Dich mit meinem Lied zu
schmücken? Mein Kind, wie schlicht Du
bist und wie bescheiden, Daß Dich die
blassen Dichterperlen blenden. Ich
möcht` in`s Haar Dir Shakspeare`s Krone
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Nachtwächters Weltgang - Drittes Staziönchen I

Duzend-Fürsten,
Taschen-Höflein, Glücklich, wer euch
niemals kennt! Hoffouriers- und
Kammerzöflein- Und Actricen-Regiment!
Alles ein
Intriguen-Knäuel, Theegeklatsch und
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Ein Nachtwächter hat so gut ein Herz

Ein Nachtwächter hat so gut ein
Herz Wie ein schmachtender Held der
Frauen, Auch er fühlt Liebeslust und
Schmerz Wenn die Kater im Märze
miauen. Drum, wann ich Abends auswärts
ge
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Nachtwächters Weltgang - Zweite Stazion IV

Es fragt mich Einer, wie`s der Brust
ergangen, Die jenes Wort im
Königsgarten rief, Und ob sie nicht
schon hinter Schloß und Stangen Ihr
Frühlingsräuschlein abgekühlt
verschlief`?
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Nachtwächters Weltgang - Fünfte Stazion VII

Es irrt, vom Meeresstrand
verschlagen, Die Möw` im Walde hin und
her; Die Flügel, ängstlich flatternd,
tragen Die arme Wandernde nicht mehr.
Was zogst du auch vom freien Strande,
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Nachtwächters Weltgang - Empfindsame Reisen I

Es schauert durch die Luft ein
Klang, Der hallt im Tiefsten nach; Ob
eine Aeolsharfe sprang, Ob wo ein
Glöcklein brach? Hoch um die
Alpenhörner fliegt Ein goldner
Wolkentra
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Nachtwächters Weltgang - Vierte Stazion III

Es sprengte aus dem Königsschloß Ein
Zug von stolzen Reitern, Ein Paar voran
dem and`ren Troß, Den dienenden
Begleitern. Wer war auf jenem braunen
Roß Der Mann im Silberb
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Nachtwächters Weltgang - Fünfte Stazion II

Es stürmt, es stürmt! Hinan den
Felsensteig, Blick` in die Nacht, du
Lästerer, und neige Zur Erde dich, vor
Freud` und Schrecken bleich, – Das
ist das Meer! Nun sieh` und beb` und
schw
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Nachtwächters Weltgang - Letzte Liebe VII

Es war am Abend, daß wir uns begegnet,
– Weißt Du es noch? – an jenem
Brückenstege; Du betetest just mit den
Vesperglocken, Ich kam vom Berge müd`
und ganz durchregnet Und fr
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Nachtwächters Weltgang - Empfindsame Reisen IV

Es war ein Sonntag-Morgen im Mai, Daß
ich am Pilatus fuhr vorbei. Ein Freund
saß neben mir im Kahn, Wir sahen uns
Wasser und Felsen an. Der See lag
glatt wie ein Spiegel
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Feuerjo! Beim Burgemeister brennts

Feuerjo! Bei`m Burgemeister
brennt`s! Spritzen herbei und
Schläuche! Erwacht doch drin, Euer
Eminenz! Heraus, ihr faulen Gäuche!
»Kerl, was heulst du drunten so? Ich
glaub
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Flattert durch die Nacht geschwind

Flattert durch die Nacht geschwind Ein
verlor`nes, scheues Kind. Mit dem
Schleier, mit dem Kleide – Ei, die
süße Augenweide! – Spielt der Wind.
Halt` ich sie auf schlec
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Nachtwächters Weltgang - Zweite Stazion VII

Frage und Antwort Gesellschaftsspiel
»Warum denn nur in allen
Sachen Den unzufriednen Tadler
machen? Was spielst Du, nimmermüder
Krittler, Nicht lieber freundlich d
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Nachtwächters Weltgang - Sechste Stazion II

Frei ist die Kunst, allein, fürwahr!
nicht frei wie ein Nomadenzelt, Das man
vom Isarstrande flugs hier an der Spree
Gestaden stellt; Sie schießt, ein
stolzes Prachtgewächs, aus jeder
Scholle n
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Nachtwächters Weltgang - Siebente Stazion II

Für Anastasius Grün – Auf dem
Kalenberge, Juli 1841. – Wo Du
einst, im Arm die Harfe, gingest Deine
Dichterpfade, Durch die Kaiserstadt und
längs der Donau lustigem Gestade
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Gott, einen Strahl aus deinen Wolken sende

Gott, einen Strahl aus deinen Wolken
sende Auf dieser Vorstadt
schmerzenreiches Dach! Hier ringt ein
Mensch mit seinem schweren Ende, Sei
gnädig, hilf der armen Seele nach!
Zieh au
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Guten Abend, Mutter Marie

Guten Abend, Mutter Marie! In deinem
kleinen Schrein, Den todten Sohn auf
weißem Knie, Wie sitzest du mild und
lieblich drein! Ein Lichtchen haben
sie angesteckt, Von fromme
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Hier auf der Kanone will ich ruhn

Hier auf der Kanone will ich ruh`n, Auf
den eisenbeschlagenen Rädern; Ist
freilich kein Lager von Eiderdun`, Mit
Matratzen und stählernen Federn. Doch
schlief vielleicht schon man
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Nachtwächters Weltgang - Zweite Stazion III

Hinaus, hinaus aus diesen kalten
Steinen, Hinweg von den verödeten
Arkaden! Es lockt der Mai auf den
Kastanien-Pfaden Zu sich zurück die
bildersatten Seinen. Wie bleich, wie
welk
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Nachtwächters Weltgang - Sechste Stazion III

Ihr habt gepredigt, nun ein Jahr, die
neue, treue, freie Zeit; Wann wird die
Mär denn endlich wahr, die neue, treue,
freie Zeit? Der Becker hat und die
Gesell`n geknetet und geheizt genug,
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XVII. In diesem Hause schläft ein Wicht

In diesem Hause schläft ein
Wicht, Daß Gott sich sein
erbarme, Mit kreideweißem
Angesicht Und klapperdürrem Arme. Er
schläft? . . . Er wälzt, auf seid`nem
Pfühl, Die G
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In diesen Zellen schlafen sie

In diesen Zellen schlafen sie, Die
Mittelding` von Mensch und
Thiere, Behandelt wie das liebe
Vieh, Wie dieß gestreckt auf alle
Viere. Wie dumpf, wie dunstig rings
um`s Haus
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Metamorphose

In nova fert animus . . . Corpora . .
.    OVIDIVS  Daß
sich mein Lied so grell
verändert, Soll keine Seele Wunder
nehmen: Wer so umher im Lande
schlendert
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Nachtwächters Weltgang - Drittes Staziönchen II

Jüngstens ist im Hoftheater Uns`rem
lieben Landesvater Folgendes Malheur
passirt, Wie die Chronik referirt.
Durch die fürstliche
Lorgnette Blickend von gewohnter
Stätte,
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Überall und nirgends

Keine Romanze Ein Königreich hab`
ich gesehen, So eins giebt`s auf der
Welt nicht mehr: Mit off`nem Munde
blieb ich stehen, Und sah und staunte
rings umher. Das war
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Nachtwächters Weltgang - Letzte Liebe VI

Laß, Mädchen, mich Dein Herz demüthig
küssen, Und wiege Du mit reinen
Liebes-Armen Mein Haupt in Deinem
jungfräulichen Schooße! Vor Dir
möcht` ich mein ganzes Unrecht
büßen,
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Nachtwächters Weltgang - Letzte Liebe I

Letzte Liebe Quien no ama, no vive.
Die Sonne sinkt. Ein brechend`
Mutter-Auge Hängt sie noch einmal auf
der stillen Erde Und zittert in des
See`s durchglühten Wogen.
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Nachtwächters Weltgang - Letzte Liebe XI

Merk` auf! Acht Tag`, nachdem Du mich
verloren, Dann werden fromme Tröster
zu Dir kommen Und freundlich auf die
rechte Stunde passen; Sie raunen
nachbarlich Dir in die Ohren: »Du h
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Nachtwächters Weltgang - Letzte Liebe VIII

Mir träumte letzte Nacht: Wir beide
saßen Hier unter Deines Vaters
Hochzeitslinde, So wie wir, Hand in
Hand, zu sitzen pflegen. Zu Deinen
Füßen spielte auf dem Rasen Ein Lamm
mit
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Nachtwächters Weltgang - Sechste Stazion I

Nach Mekka zieht der Araber auf
stolperndem Kameele, Und so der Dichter
nach Berlin auf holperndem
Gasele. Berlin ist Deutschlands Orient,
und wenn ihm Palmen mangeln, So sagt
doch Niemand
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Nachtwächters Weltgang - Vierte Stazion V

Nacht war`s, im Wagen schnarchten die
Genossen, Es schlich das Rad den
keuchend-müden Rossen Mitkeuchend nach
durch bahnlos tiefen Sand. Rings,
meiner Blicke schauerliche Weide, Lag
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Nachtwächters Weltgang - Fünfte Stazion III

Noch einen Strahl, eh` in dem
Wogenbette Du deines Tages letzte Glut
ertränkst, Und fern auf andere,
glücklichere Städte, Belebende! dein
Himmels-Auge lenkst! Noch einmal webe
um
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Nun ist auch erloschen der letzte Schein

Nun ist auch erloschen der letzte
Schein Im Kämmerlein des Poeten, Und
lokkerer Vögel Nachtverein Kommt
stolpernd heimgetreten. Es träufelt
leiser Schnee vom Dach, Die Fah
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Nachtwächters Weltgang - Letzte Liebe XII

Nun sei geleert die bitt`re
Abschieds-Schale, Das harte Wort sei
schonungslos gesprochen: Leb` wol, leb`
wol! Auf Nimmerwiedersehen! Hier
küßt` ich Deinen Mund zum ersten
Male, Hie
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Nachtwächters Weltgang - Letzte Liebe III

O hätte Deiner Seele erstes
Wählen Statt meiner einen Besseren
getroffen Und hätten wir uns
nimmermehr gefunden! Der Frühling soll
dem Herbst sich nicht vermählen, Und
die Entt
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Nachtwächters Weltgang - Fünfte Stazion VI

O Meer, o heil`ges Meer! Nach deiner
Frische, Nach deinem Frieden lechzet
meine Seele: So schreit um Wasser durch
die Nacht der Büsche Der Hindin
trockene, todes-wunde Kehle. Mich
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Nachtwächters Weltgang - Zweite Stazion I

O wunderreiche Stadt der
Neuhellenen, Apollo-Antlitz mit
Silenos-Finnen, Komödienhaus, voll
neuen Trödels innen, Außen bemalt mit
hochantiken Scenen! Ein Pfaffe
deklamirt statt D
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Nachtwächters Weltgang - Erste Stazion IV

Schlenderte eines Tags verlassen Umher
in der Eschenheimer Gassen, Und trat in
einen Hof, darinnen stand Ein
Oesterreicher, Musket` in der Hand.
Seh` mir die Treppen, Höfe, Gänge,
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Nachtwächters Weltgang - Erste Stazion III

Seh`n Sie, Bester, dort um`s Eck Jenen
prächt`gen Wagen rollen? Wer das war?
– Nur keinen Schreck, Wenn Sie`s
wirklich wissen wollen! Das war ER
–Ich nenn` ihn nicht, De
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So oft ich kam, so oft ich schied

So oft ich kam, so oft ich
schied, Dieselben alten
Gesichter, Immer das nämliche dumme
Lied: Bewahrt das Feu`r und die
Lichter! Fürwahr, das halt` ein
Anderer aus, Ich nich
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Nachtwächters Weltgang - Empfindsame Reisen III

So ströme denn in vollem
Maaß Hernieder, Du
Maienregen, Ersehntes, köstliches,
tröstliches Naß, Befrnchtender
Erden-Segen! Lang konnte der Himmel
bang und schwer Die lin
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Nachtwächters Weltgang - Letzte Liebe X

Stirb, Engel, stirb in meinen Armen
plötzlich! Im Kuß laß Deinen rothen
Mund erkalten, Im Kuß den letzten
Seufzer sanft zerfließen! Dann soll
mein Herz Dein Bildniß unverletzlich,
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Nachtwächters Weltgang - Fünfte Stazion V

Umsonst! Es nimmt das reine Element Den
Leib nicht auf, der sich mit Schuld
beladen, Das Mal, das mir aus Stirn und
Achseln brennt, Wäscht keine ab der
kosenden Najaden. Zu ihrem S
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Nachtwächters Weltgang - Erste Stazion II

Und daneben die Zeugen der alten
Zeit, Der römisch-deutschen
Herrlichkeit, Der Römer mit seinen
Kaiserbildern, Goldenen Bullen und
Wappen schildern! Der Platz, den einst
mit schwe
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Nachtwächters Weltgang - Siebente Stazion I

Vom Wiener Wald der letzte Rest, Wer
will ihn seh`n verdorren? Ist sonst ein
rechter Baum gewest, Ist jetzt ein
schlechter Knorren. Es heißt: ein
kluger Schlossersmann, Um se
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Weib, gieb mir Dekkel, Spieß und Mantel

Weib, gieb mir Dekkel, Spieß und
Mantel, Der Dienst geht los, ich muß
hinaus. Noch einen Schluck. . . .
Adies, Mariandel! Ich hüt` die Stadt,
hüt` du das Haus! Nun schrei` ich wi
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Nachtwächters Weltgang - Zweite Stazion II

Wie süß, verehrter
Kabinets-Minister, Klingt, im Vergleich
zu Pöbelthums-Gekreisch, Höchst-Ihrer
Laute liebliches Geflister Zu Thee mit
Butterbrot und Hammelfleisch! Mag auch
di
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Nachtwächters Weltgang - Fünfte Stazion I

Wie? Dies das Meer? So friedlich und so
glatt? Nichts weiter, als die blanke
Wasserfläche? So zahm, wie ein
politisch` Wochenblatt, So hell, wie
deutsche Philosophen-Bäche? Wie an
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Nachtwächters Weltgang - Empfindsame Reisen II

Wir saßen im Wagen, zu Drei oder
Vier, Ein verschleiertes Weib
gegenüber mir. Der Mond schien hell
zum Fenster herein Und floß um ihr
Haupt wie Heiligenschein. Es war so
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Nachtwächters Weltgang - Empfindsame Reisen V

Über fremde Gräber und
Leichensteine Schreit’ ich allein im
Abendscheine. Hab’ ich die Schläfer
drunten gestört? Haben sie mein
fragend’ Wort gehört? Mir ist, als
könnt
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Nachtwächters Weltgang - Sechste Stazion V

Zu guter Letzt ein klein` Gasel – darf
das ein wenig spitzig sein? – Ein
König, spricht`s bescheiden aus, ein
König soll nicht witzig sein; Das
Wortspiel und den Calembourg lass` er
den Jour
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Nachtwächters Weltgang - Vierte Stazion II

Zur Zeit des Sturmes, so wie heute, Da
sondert sich vom Korn die Spreu, Da
lernt man kennen seine Leute, Die
Meisten falsch, nur Wenig` treu. Auch
du hast in den letzten Jahren,
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Nachtwächters Weltgang - Erste Stazion I

»Nun das haben Sie getroffen, Eben ist
die Messe offen, Werden blaue Wunder
sehen, Wenn Sie durch die Gassen
gehen.« Und ich suchte nach dem
Wunder, Fand aber nur Waaren-Pl
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