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Gedichte - Friederike Sophie Christiane Brun


An meine Kinder

20. April 1785 Wie
süß du schläfst! Als hätten
Himmelsengel In Schlummer dich
geküßt! Gerne holder Knabe,
Küßte deine Mutter Dir

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Die Gedanken

Am Albanersee Rings
von Kühlung sanft umgossen, Ruhend in
des Haines Schooß, Von der heil`gen
Fluth umflossen, Wieg` ich mir
Gedanken groß; Töne schweben
hin

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Die Insel auf dem Bielersee

An Rousseau`s Schatten
Wo Wogen das liebliche Eiland
umzieh`n, Da sitz ich hoch über dem
Felsen im Grün, Und höre, mit
schmachtendem Sehnen, Die Fluthen
vertönen.

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Die sieben Hügel

Auf grüner grüner
Haide Stehn sieben Hügelein. Es
flüstern Wind` im schaurigen Thal, Es
tanzen Elfen auf mondlichem Strahl.
Singt, Mädlein, auf grüner Haide,
Singt: `Le

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Die Rache

Aus des Aethers
strahlender tiefer Wölbung Stürzen
Welten entbrannt zur glüh`nden
Trümmer, Prasselnd zucken Flammen
umher, laut donnert`s Tief durch den
Bergwald! Der Kome

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Das Grab der Liebe

Ballade Es steht ein
Fels von der Wog` umrauscht, In
Provincia`s purpurnen Fluthen, Da hab`
ich einst Seel` um Seele getauscht In
liebezerschmelzenden Gluthen! Es
sc

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Das Ideal

Bist auf immer du von mir
geschieden, Ideal, das meine Seele
schuf? Ach mit dir entfloh des Herzens
Frieden, Und des Zutrau`ns holder
Freundesruf! So wie still die
Abendsonne

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Die Nymphe des Mains und der Wanderer

Der Wanderer Schöne
Nymphe des Mains mit den langen
wallenden Locken Sag`, o Liebliche,
wem eilet entgegen dein Fuß? Sage, wem
schmücktest du dich mit dem Blüthen
duftenden Kran

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Hippolyt im Thale von Aricia

Durch des düstern
Waldthals Schauer Wankt ein holdes
Schattenbild, Ihm hat tiefumflorte
Trauer Stirn und Augen trüb
umhüllt: Dicht verschränkte
Eichenäste Senken Nacht a

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Der Frühlingsregen am Genfersee

Düstrer Wolkenzug, o
schwebe näher, Walle still am Jura
dort hinab; Und der Landmann, treuer
Wetterspäher, Jub`le: Segen
träufelt uns herab! Seht des schönen
Sees Bett

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Die Schifffahrt oder Die Geretteten

Es lächelt der Himmel,
die Woge glänzt, Und rosig erglüht das
Gestade, Von der lächelnden Hoffnung
Blüthen umkränzt Betret` ich die
wogenden Pfade; Es winken uns Mond und
Abendster

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Das Bächlein Celigny am Genfersee

Es rauscht ein Bächlein
durch grüne Kluft, Ich höre sein
Rauschen so gerne; Durch wehende Wipfel
strahlt blaue Luft, Da weidet der
Blick in der Ferne! O Bächlein so lieb
an des H

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Mailied

Feier der Lebenden und
der Todten Wonne schwebet,
Lächelt überall; Schwebt am
lichtbegrünten Hügel, Lächelt aus der
Fluthen Spiegel. Wonne
schweb

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Ich denke dein (2)

Ich denke dein, wenn sich
im Blütenregen Der Frühling malt; Und
wenn des Sommers mild gereifter
Seegen In Ähren strahlt. Ich denke
dein, wenn sich das Weltmeer
tönend G

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Ich denke dein (1)

Ich denke dein, wenn
über Roms Ruinen Die Sonne sinkt! Vom
Abendroth durch Eichengrün beschienen
Die heil`ge Tiber blinkt! Dein denk`
ich, wenn der grauen Vorwelt
Schauer

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Das Einzig-Bleibende

Ich steh` an dem
rauschenden Zeitenstrom, Er donnert
und fluthet vorüber! Der Zeiten Grab
bist du, ewiges Rom, Des Zeitstroms
Bild, o du Tiber! Es wanket rings das
hesperische Land,

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Chamonix beim Sonnenaufgange

Im Mai 1791 La
Terra, il Mare, le Sfere Parlan
del tuo potere.
Metastasio. Aus tiefen Schatten des
schweigenden Tannen

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Schwanenlied

Im Mondschein zu singen
Steigst du aus der Berge Kluft Still
und hehr empor, Hüllest Thal und Hain
und Luft Leis` in Silberflor? Zeigst
mit sanftgebroch

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An meinen Mann

Laut heulet der
Sturmwind im luftigen Haupt der
zitternden Espe - es brausen die Wogen
ans zackichte Ufer, weit über das
Ufer, weit über die Steine, mit
zischendem Schaum!

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Der beßre Lethe

Leis` umschweben,
Hell umbeben Uns des Abends
Rosengluthen; Still entwanken
Die Gedanken Diesen leichtgefurchten
Fluthen! Grüne Hügel

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Phantasie auf Albano`s Höhen

Luftige Bläue! Selig
dahin Schwebt auf der Weihe Flügeln
mein Sinn! Über die Erde, wohl über
das Meer Trägt mich der strahlende
Fittig daher! Fessellos Streben

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Rückkehr auf sich selbst

Meer, das hell den
schimmernden Aether spiegelt,Sanft die
Wälder röthlicher Küsten
gürtend,Mich vergebens lockst du mit
deinen süßen Schmeichelnden
Tönen! Vormals lausch

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Der Wald

Nimm mich in kühligen,
schattigen Arm, Säuselnder Hain! Fern
von rauschender Freuden
Schwarm, Ungestört vom nagenden
Harm, Will ich deiner mich freu`n.
Lieblich strömt

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Trennung

Romanze O bleicher
Jüngling im Mondenschein, Tief dringt
mir dein Leid in das Herz hinein; Du
leidest so viel, du leidest so sehr - O
weine, weine, weine nicht mehr!

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Zuruf an die Gegend von Rom

Sey mit stürzenden
Thränen der Freude gegrüßt, Was auch
fern vor der Seele mir stand, Wo sich
kühner der Keim der Gedanken
erschließt, O du altes Saturnisches
Land, Wo die heilige

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Abendlandschaft am Genfersee

Spiegelnd ruht Hier
die Flut. Kreisend seh ich Fischlein
blinken; Aus dem Busche singen Finken.
Still im Tau Ruht die
Au. Dämmrung hüllt die schwanken
W

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Lied

Süße Stille, meines
Herzens Frieden, Ach wohin, wohin bist
du entfloh`n? Bist auf immer du von mir
geschieden, Schwangst in ferne Himmel
du dich schon? Steig` empor aus
dun

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Das Bild der Sehnsucht

Süßes Bild, das mir mit
leisem Sehnen Herz und Sinn, und Geist
und Auge füllt! Reine Quelle meiner
stillen Thränen, Nie vergeßnes, immer
nahes Bild! Lächelnd schwebst du
au

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Abendphantasie

Süßes Bild, Schwebst
mir vor mit leisem Sehnen! Klagst mit
wehmuthsvollen Thränen, Tief in
Trauerflor verhüllt. Wonnezeit! Ach!
Umstrahlt von
Frühlingsmilde, Fro

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An eine Sängerin

Töne länger,
Silberstimme! klage Seelenwohllaut
tiefer mir in`s Herz! Ach! wie
Augenblick` entflöhen Tage Mir in
Thränen, mir bei Orpheus
Schmerz. Zauberin! von welchen
Harmonieen

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Grabschrift auf Georg Forster

Weltumsegler! Du suchtest
auf pfadlosem Ozean Zonen, Wo die
Unschuld der Ruh böte vertraulich die
Hand! Edler Forscher, was fandest du
dort? Die Kinder der Erde All` an
Schwachheit sich gleic

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Ahndung der Genesung

Wölbender
Aether, Schimmerndes Blau, Grünende
Fluren, Perlender Thau! Kühlende
Lüfte, Wehende Düfte, Hallende
Töne, Wallende Schöne, Hebet den Busen
mir, s

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Wörterbücher

Russisch Deutsch

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