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Gedichte - Friedrich Halm


Späte Liebe

(An Lilly) Nein, Alter schützt vor
Torheit nicht; Selbst mußt` ich es
erfahren! Jung bleibt die Seele, Reiz
besticht Die Herzen trotz den
Jahren! Gepanzert wähnt`
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Ach, wie prahlt ihr alte Herrn

Ach, wie prahlt ihr alte Herrn
Mit der Fülle eurer Tugend,
Und vertauscht sie so gern
Mit den Sünden eurer Jugend.
Bei dir sind meine Gedanken

Bei dir sind meine Gedanken Und flattern
um dich her; Sie sagen, sie hätten
Heimweh, Hier litt es sie nicht
mehr! Bei dir sind meine Gedanken Und
wollen von dir nicht fort;
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Das Menschenherz

Das Menschenherz ist aller Wunder größtes;
Denn wechselnd birgt´s in seiner Tiefen Schoß
Was rauh, was wild, was niedrig und was groß;
Ein Rätsel ist es und kein Weiser löst.
Du sollst reden

Du sollst reden, nicht viel, aber
sinnig; du sollst beten, nicht lang,
aber innig; du sollst handeln, nicht
rasch, aber kräftig; du sollst lieben,
nicht laut aber heftig; du sollst lebe
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Buch und Rose

Ein altes Buch in pergamentnem
Band, Jahrhunderte vielleicht nicht
aufgeschlagen - Weil fremd sein Wort
erklingt aus fremdem Land Und alte
Dichter wenig behagen. Ein altes Buch
fiel jün
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Was ist ein Kuß

Ein Wunder, ein Geheimnis ist der
Kuß; Denn wie des Morgenlandes Weisen
sangen, Die Lippe küßt, wohin das Herz
sich neigt; Ehrfurcht die Hände,
Sklavendienst das Kleid, Die Freundsch
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Eins möcht ich sein!

Eins möcht` ich sein! Auf deines Lebens
dunkler Flut Der Strahl, der zitternd
auf ihr ruht Vom Mondenschein! Eins
möche ich sein! In deines Lebens
Wüstensand Der Born, an
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Es lebt kein Mensch...

Es lebt kein Mensch, der herzlos wäre,
Nur schlägt´s dem dort und jenem hier;
Für Vorteil diesem, dem für Ehre
Und dem für Wurst und bayrisch Bier!
Es trifft Freude

Es trifft Freude, trifft Schmerz mit
Pfeilen beide unser Herz. Doch Freude
trifft nur wie zum Spiel, der Bolzen
haftet nicht am Ziel. Des Schmerzes
Pfeil, den der durchdrang, der s
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Beim Abschied

Ich müh´mich ab und kann´s nicht
verschmerzen Und kann´s nicht verwinden
in meinem Herzen, Daß ich den und jenen
soll sehen, Im Kreis um mich herum sich
drehen, Der mich nicht macht
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Gewitterabend

Ich weiß den Tag, ich weiß die
Stunde Da meine Seele sich zuerst
gestanden, Sie trage deines Zaubers
Joch, Sie liege willenlos in deinen
Banden. Du ruhtest still im Moose,
weiß
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Ich will!

Ich will! Das Wort ist mächtig
Spricht´s einer ernst und still
Die Sterne reißt vom Himmel
Das eine Wort: Ich will!
Laß nie die Kraft

Laß nie die Kraft, den Willen dir
erschlaffen, vom Bessern dich zum Besten
aufzuraffen! Nur wenn dein Geist nach
Fortschritt ewig geizt, wenn ewig ihn
Vollendung lockt und reizt, dan le
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Liebe hört auf keine Lehre

Liebe hört auf keine Lehre,
weiß im Leben nicht ein noch aus.
Wenn´s nicht eben die Liebe wäre,
sie sperrten sie ins Irrenhaus.
Mein Herz, ich will dich fragen

Mein Herz, ich will dich fragen, Was ist
denn Liebe, sag`? - `Zwei Seelen und ein
Gedanke, Zwei Herzen und ein
Schlag!` Und sprich, woher, woher kommt
Liebe? - `Sie kömmt u
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Der Jäger

Mein Lieb ist ein Jäger, und grün ist
sein Kleid, Und blau ist sein Auge, nur
sein Herz ist zu weit. Mein Lieb ist ein
Jäger, trifft immer ins Ziel, Und
Mädchen berückt er, so viel er nur
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Kein Haus, keine Heimat!

Meine Jacke ist ganz noch Und mein Glas
noch voll Gin! Welt, geh´deiner
Wege, Ich frag´nicht, wohin? Kein
Haus, keine Heimat, Kein Weib und kein
Kind, So wirbl´ich,
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Steig auf, geliebter Schatten...

Steig auf, geliebter Schatten, Vor mir
in toter Nacht, Und lab mich
Todesmatten Mit deiner Nähe Macht! Du
hast´s gekonnt im Leben, Du kannst es
auch im Tod. Sich nic
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Und wann ist die Lieb´...

Und wann ist die Lieb´am reinsten?
Die ihrer selbst vergißt.
Und wann ist die Lieb´am tiefsten?
Wenn sie am stillsten ist.
Regenwetter

Was ist das für ein Wetter heut! Es
regnet ja wie toll! Die Straße ist ein
großer See, Die Gosse übervoll. Der
Sperling duckt sich unters Dach, So gut
er eben kann,
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Die Glocke von Innisfare

Weihnachtsabend, Fest der Kleinen, wie
sie harren auf dein Erscheinen, wie mit
freuderoten Wangen jubelnd laut sie dich
empfangen! Weihnachtsabend, bei arm und
reich, überall grü
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Letzter Wille

Wenn einst der Tod an mein Lager
tritt, Drei Stücke gib in den Sarg mir
mit: Geraniumblüte, brennend rot, Wie
meine Lieb` war bis zum Tod; Ein
duftend Röslein auch leg`
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Das taube Mütterlein

Wer öffnet leise Schloß und Thür? Wer
schleicht in´s Haus herein? Es ist der
Sohn, der wiederkehrt Zum tauben
Mütterlein. Er tritt hinein! sie hört
ihn nicht, Sie saß
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Flamme der Liebe

Wohl zehrt an mir der Krankheit
Qual, Dünn wird mein Haar, mein Antlitz
fahl, Du aber loderst noch wie vor In
tiefster Brust mir hell empor, Flamme
der Liebe! Ob welkend au
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Zweifach ist Liebe

Zweifach ist Liebe; - mag die tolle
Welt An leeren Tand auch oft den Namen
hängen Und Mitleid, Neigung, Laune, wie
es fällt, Mit heil`ger Liebe Gluten
schnöd vermengen - Zweifa
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