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Gedichte - Friedrich Schiller


Die Freundschaft

(aus den Briefen Julius`
an Raphael, einem noch ungedruckten
Roman) Freund! genügsam ist der
Wesenlenker – Schämen sich
kleinmeisterische Denker, Die so
ängstlich nach Gesetze

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An die Freude (Freude schöner Götterfunken)

(Erstfassung) Freude,
schöner Götterfunken, Tochter aus
Elysium, Wir betreten
feuertrunken Himmlische, dein
Heiligtum. Deine Zauber binden
wieder, Was der Mod

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Eine Leichenphantasie

(in Musik zu haben beim
Herausgeber) Mit erstorbnem
Scheinen Steht der Mond auf
totenstillen Hainen, Seufzend streicht
der Nachtgeist durch die Luft
– Nebelwolken schauern,

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Parabeln und Rätsel

1. Von Perlen baut sich
eine Brücke Hoch über einen grauen
See; Sie baut sich auf im Augenblicke,
Und schwindelnd steigt sie in die
Höh. Der höchsten Schiffe höchste
Mas

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Gespräch

A. Hört, Nachbar,
muß Euch närrisch fragen, Herr Doktor
Sänftel, hör ich sagen, Ist Euch noch
frisch und ganz, Wenn zu Paris gar
herben Tanz Herr Onkle tat am
Pfe

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Sehnsucht

Ach, aus dieses Tales
Gründen, Die der kalte Nebel
drückt, Könnt ich doch den Ausgang
finden, Ach wie fühlt ich mich
beglückt! Dort erblick ich schöne
Hügel, Ewig jung und e

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Die Winternacht

Ade! Die liebe
Herrgottssonne gehet, Grad über tritt
der Mond! Ade! Mit schwarzem
Rabenflügel wehet Die stumme Nacht ums
Erdenrund. Nichts hör ich mehr
durchs winternde Ge

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Odysseus

Alle Gewässer
durchkreuzt, die Heimat zu finden,
Odysseus; Durch der Scylla Gebell,
durch der Charybde Gefahr, Durch die
Schrecken des feindlichen Meers, durch
die Schrecken des Landes;

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Odysseus

Alle Gewässer
durchkreuzt`, die Heimat zu finden,
Odysseus; Durch der Scylla Gebell,
durch der Charybde Gefahr, Durch die
Schrecken des feindlichen Meers, durch
die Schrecken des Landes, S

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Jeremiade

Alles in Deutschland hat
sich in Prosa und Versen verschlimmert,
Ach, und hinter uns liegt weit schon
die goldene Zeit! Philosophen verderben
die Sprache, Poeten die Logik, Und
mit dem M

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Politische Lehre

Alles sei recht, was du
tust, doch dabei laß es
bewenden, Freund, und enthalte dich ja,
alles, was recht ist, zu tun. Wahrem
Eifer genügt, daß das Vorhandne
vollkommen Sei; der falsche will

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Der Naturkreis

Alles, du Ruhige, schließt sich in deinem Reiche: So kehret
Auch zum Kinde der Greis kindisch und kindlich zurück.
An Goethe

als er den ›Mahomet‹
von Voltaire auf die Bühne
brachte Du selbst, der uns von
falschem Regelzwange Zu Wahrheit und
Natur zurückgeführt, Der, in der
Wiege schon ein Held, die

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Einem jungen Freunde

Als er sich der
Weltweisheit widmete Schwere Prüfungen
musste der griechische Jüngling
bestehen, Eh das eleusische Haus nun
den Bewährten empfing; Bist du bereitet
und reif, das H

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Klopstock und Wieland

als ihre Silhouette
nebeneinander hingen Gewiß! bin ich
nur überm Strome drüben, Gewiß will
ich den Mann zur Rechten lieben, Dann
erst schrieb dieser Mann für
mich. Für

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Freigeisterei der Leidenschaft

Als Laura vermählt war
im Jahre 1782 Nein – länger,
länger werd ich diesen Kampf nicht
kämpfen, Den Riesenkampf der
Pflicht. Kannst du des Herzens
Flammentrieb nicht dämpfen,

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Wunderseltsame Historia des berühmten Feldzuges

als welchen HUGO
SANHERIB, König von Assyrien, ins Land
Juda unternehmen wollte, aber
unverrichteter Ding wieder einstellen
mußte Aus einer alten Chronika gezogen
und in schnakische Reimlein bracht
von

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Unserm teuren Körner

Am 2ten des Julius
1785 Sei willkommen an des Morgens
goldnen Toren, Sei willkommen unserm
Freudegruß, Dieses Tages holder
Genius, Der den Vielgeliebten uns
geboren! –

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Berglied

Am Abgrund leitet der
schwindlichte Steg, Er führt zwischen
Leben und Sterben! Es sperren die Riesen
den einsamen Weg Und drohen dir ewig
Verderben. Und willst du die schlafende
Löwin

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Poesie des Lebens

An *** `Wer möchte
sich an Schattenbildern weiden, Die mit
erborgtem Schein das Wesen
überkleiden, Mit trügrischem Besitz
die Hoffnung hintergehn? Entblößt muß
ich di

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Der Antritt des neuen Jahrhunderts

An *** Edler Freund! Wo
öffnet sich dem Frieden, Wo der
Freiheit sich ein Zufluchtsort? Das
Jahrhundert ist im Sturm geschieden,
Und das neue öffnet sich mit
Mord.

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Das weibliche Ideal

An Amanda Überall
weichet das Weib dem Manne, nur in dem
Höchsten Weichet dem weiblichsten Weib
immer der männlichste Mann. Was das
Höchste mir sei? Des Sieges ruhige
Klarheit,

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Das weibliche Ideal

An Amanda Überall
weichet das Weib dem Manne; nur in dem
Höchsten Weichet dem weiblichsten
Weib immer der männlichste Mann. Was
das Höchste mir sei? Des Sieges ruhige
Klarheit,

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Menschliches Wirken

An dem Eingang der Bahn liegt die Unendlichkeit offen,
Doch mit dem engesten Kreis höret der Weiseste auf.
Der Jüngling am Bache

An der Quelle saß der
Knabe, Blumen wand er sich zum
Kranz. Und er sah sie fortgerissen,
Treiben in der Wellen Tanz. Und so
fliehen meine Tage, Wie die Quelle,
rastlos hi

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Die seeligen Augenblike

an Laura. Laura, über
diese Welt zu flüchten Wähn ich - mich
in Himmelmaienglanz zu lichten Wenn
dein Blik in meine Blike
flimmt, Ätherlüfte träum’ ich
einzusa

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Das Geheimnis der Reminiszenz

An Laura Ewig starr an
deinem Mund zu hangen, Wer enträtselt
dieses Wutverlangen? Wer die Wollust,
deinen Hauch zu trinken, In dein Wesen,
wenn sich Blicke winken, St

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Melancholie

An Laura Laura –
Sonnenaufgangsglut Brennt in deinen
goldnen Blicken, In den Wangen springt
purpurisch Blut, Deiner Tränen
Perlenflut Nennt noch Mutter das
Entzück

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Die seligen Augenblicke

An Laura Laura, über
diese Welt zu flüchten, Wähn ich –
mich in Himmelmaienglanz zu
lichten, Wenn dein Blick in meine
Blicke flimmt, Ätherlüfte träum ich
einzusaugen,

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Vorwurf

An Laura Mädchen,
halt – wohin mit mir, du Lose? Bin
ich noch der stolze Mann? der
große? Mädchen, war das
schön? Sieh! Der Riese schrumpft durch
dich zum Zwerge,

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Das Geheimnis der Reminiszenz

An Laura Ewig starr an
Deinem Mund zu hangen; Wer enthüllt mir
dieses Glutverlangen? Wer die Wolllust,
Deinen Hauch zu trinken; In Dein Wesen,
wenn sich Blicke winken,

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Der griechische Genius

An Meyer in Italien

Tausend Andern verstummt, die mit taubem Herzen ihn fragen,
Dir, dem Verwandten und Freund, redet vertraulich der Geist.
Hektors Abschied

Andromache Will sich
Hektor ewig von mir wenden, Wo Achill
mit den unnahbarn Händen Dem Patroklus
schrecklich Opfer bringt? Wer wird
künftig deinen Kleinen
lehren Sp

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Hektors Abschied

Andromache Will sich
Hektor ewig von mir wenden, Wo Achill
mit den unnahbarn Händen Dem Patroklus
schrecklich Opfer bringt? Wer wird
künftig deinen Kleinen
lehren Speer

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Nänie

Auch das Schöne muß
sterben! Das Menschen und Götter
bezwinget, Nicht die eherne Brust rührt
es des stygischen Zeus. Einmal nur
erweichte die Liebe den
Schattenbeherrscher, Und an der
Schw

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Resignation

Auch ich war in Arkadien
geboren, auch mir hat die Natur An
meiner Wiege Freude zugeschworen, auch
ich war in Arkadien geboren, doch
Tränen gab der kurze Lenz mir nur. Des

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Trauerode

auf den Tod des
Hauptmanns Wiltmaister Grimmig wirgt
der Tod durch unsre Glieder!
– Dumpfig heult die Leichendrummel
wieder, Schon ein neuer ist
hinweggerafft; Mit gesenkte

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Pegasus im Joche

Auf einen Pferdemarkt -
vielleicht zu Haymarket Wo andre Dinge
noch in Ware sich verwandeln, Bracht`
einst ein hungriger Poet Der Musen Ross,
es zu verhandeln. Hell wieherte
de

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Pegasus im Joche

Auf einen Pferdemarkt –
vielleicht zu Haymarket, Wo andre Dinge
noch in Ware sich verwandeln, Bracht
einst ein hungriger Poet Der Musen
Roß, es zu verhandeln. Hell
wiehert

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Ausgang aus dem Leben

Aus dem Leben heraus sind
der Wege zwei dir geöffnet, Zum
Ideale führt einer, der andre zum
Tod. Siehe, wie du bei Zeit noch frei
auf dem ersten entspringest, Ehe die
Parze mit Zwang d

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Die Freundschaft

Aus den Briefen Julius`
an Raphael, einem noch ungedruckten
Roman. Freund! Genügsam ist der
Wesenlenker - Schämen sich
kleinmeisterische Denker, Die so
ängstlich nach Gesetzen sp

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Karthago

Ausgeartetes Kind der
bessern menschlichen Mutter, Das mit
des Römers Gewalt paaret des Tyriers
List! Aber jener beherrschte mit Kraft
die eroberte Erde, Dieser belehrte die
Welt, die er m

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Karthago

Ausgeartetes Kind der
bessern menschlichen Mutter, Das mit
des Römers Gewalt paaret des Tyriers
List! Aber jener beherrschte mit Kraft
die eroberte Erde, Dieser belehrte
die Welt, die e

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Der Zeitschriftsteller

Bald ist die Menge
gesättigt von demokratischem
Futter, Und ich wette, du steckst
irgendein anderes auf. Schlechtes zu
fertigen ist doch so leicht, und selber
das Schlechte Ist ihm

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Elegie auf den Tod eines Jünglings

Banges Stöhnen, wie vorm
nahen Sturme, Hallet her vom öden
Trauerhaus, Totentöne fallen von des
Münsters Turme, Einen Jüngling trägt
man hier heraus: Einen Jüngling –
noch n

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Elegie auf den Tod eines Jünglings

Banges Stöhnen, wie vorm
nahen Sturme, Hallet her vom öden
Trauerhaus, Totentöne fallen von des
Münsters Turme, Einen Jüngling
trägt man hier heraus, Einen Jüngling
- noch n

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Empfindungen der Dankbarkeit

beim Namensfeste Ihro
Excellenz der Frau Reichsgräfin von
Hohenheim 1. Von der Akademie Ein
großes Fest! – Laßt, Freunde, laßt
erschallen! – Ein schönes
Fest

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Der Künstler

Buonarroti fing an, den
Block zur Büste zu bilden, Sah, es
wurde nichts draus, Freunde, da ließ er
ihn stehn. Als ein wahrer Narziß
besorgest du Karikaturen, Stehst und
beäugels

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Die Götter Griechenlands

Da ihr noch die schöne
Welt regieret, An der Freude leichtem
Gängelband Selige Geschlechter noch
geführet, Schöne Wesen aus dem
Fabelland! Ach, da euer Wonnedienst noch
glänzte,

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Die Götter Griechenlandes

Da ihr noch die schöne
Welt regiertet, An der Freude leichtem
Gängelband Glücklichere Menschalter
führtet, Schöne Wesen aus dem
Fabelland! Ach! da euer Wonnedienst
noch glänzte

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Das Mädchen von Orleans

Das edle Bild der
Menschheit zu verhöhnen, Im tiefsten
Staube wälzte dich der Spott; Krieg
führt der Witz auf ewig mit dem
Schönen, Er glaubt nicht an den Engel
und den Gott; Dem Her

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Der erhabene Stoff

Deine Muse besingt, wie Gott sich der Menschen erbarmte,
Aber ist das Poesie, dass er erbärmlich sie fand?
Der Fuchs und der Kranich (An F. Nicolai)

Den philosophschen
Verstand lud einst der gemeine zu
Tische, Schüsseln, sehr breit und
flach, setzt` er dem Hungrigen
vor. Hungrig verließ die Tafel der
Gast, nur dürftige
Bißlein Faßt

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Licht und Wärme

Der bess`re Mensch tritt
in die Welt Mit fröhlichem
Vertrauen, Er glaubt, was ihm die Seele
schwellt, Auch außer sich zu
schauen, Und weiht, von edlem Eifer
warm, Der

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Licht und Wärme

Der beßre Mensch tritt
in die Welt Mit fröhlichem
Vertrauen, Er glaubt, was ihm die Seele
schwellt, Auch außer sich zu
schauen, Und weiht, von edlem Eifer
warm, Der Wahrhei

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Des Mädchens Klage

Der Eichwald brauset, die
Wolken ziehn, Das Mägdlein sitzet an
Ufers Grün, Es bricht sich die Welle
mit Macht, mit Macht, Und sie seufzt
hinaus in die finstre Nacht, Das Auge
vom Weine

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Kleinigkeiten

Der epische
Hexameter Schwindelnd trägt er dich
fort auf rastlos auf strömenden Wogen,
Hinter dir siehst du, du siehst vor
dir nur Himmel und Meer. Das
Distichon

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Die Weltweisen

Der Satz, durch welchen
alles Ding Bestand und Form
empfangen, Der Kloben, woran Zeus den
Ring Der Welt, die sonst in Scherben
ging, Vorsichtig aufgehangen, Den nenn
ich einen

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Die Weltweisen

Der Satz, durch welchen
alles Ding Bestand und Form
empfangen, Der Kloben, woran Zeus den
Ring Der Welt, die schon in Scherben
ging, Vorsichtig aufgehangen, Den nenn`
ich einen gro

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Die Epitheten

Deutsche Bären nannte
man sonst die deutschen Baronen; Sag,
wie nennen sie denn, deutschester
Michel, dich dort? Gänseblumen
heißet ihr deutsch und Bellis
lateinisch, Gibt es doc

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Die Größe der Welt

Die der schaffende Geist
einst aus dem Chaos schlug, Durch die
schwebende Welt flieg ich des Windes
Flug, Bis am Strande Ihrer
Wogen ich lande, Anker werf, wo kein
Hauch mehr

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Abschied vom Leser

Die Muse schweigt, mit
jungfräulichen Wangen, Erröten im
verschämten Angesicht, Tritt sie vor
dich, ihr Urteil zu empfangen, Sie
achtet es, doch fürchtet sie es
nicht. Des Guten

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Sängers Abschied

Die Muse schweigt; mit
jungfräulichen Wangen, Erröten im
verschämten Angesicht, Tritt sie vor
dich, ihr Urteil zu empfangen; Sie
achtet es, doch fürchtet sie es
nicht. Des Guten Beif

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Der Abend

Die Sonne zeigt,
vollendend gleich dem Helden, Dem
tiefen Tal ihr Abendangesicht, (Für
andre, ach! glückselgre Welten Ist das
ein Morgenangesicht), Sie sinkt herab
vom blauen Himme

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Die beste Staatsverfassung

Diese nur kann ich dafür erkennen, die Jedem erleichtert
Gut zu denken, doch nie, dass er so denke, bedarf.
Der Eroberer

Dir, Eroberer, dir
schwellet mein Busen auf, Dir zu
fluchen den Fluch glühenden
Rachedursts, Vor dem Auge der
Schöpfung, Vor des Ewigen
Angesicht! Wenn den horchenden Gang

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Die Worte des Wahns

Drei Worte hört man,
bedeutungsschwer, Im Munde der
Guten und Besten. Sie schallen
vergeblich, ihr Klang ist leer,
Sie können nicht helfen und
trösten. Verscherzt ist dem

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Die Worte des Glaubens

Drei Worte nenn` ich euch
inhaltschwer, Sie gehen von Munde
zu Munde, Doch stammen sie nicht von
außen her; Das Herz nur gibt
davon Kunde. Dem Menschen ist aller Wert
geraub

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Spruch des Konfuzius

Dreifach ist der Schritt
der Zeit: Zögernd kommt die Zukunft
hergezogen, Pfeilschnell ist das Jetzt
entflogen, Ewig still steht die
Vergangenheit. Keine Ungeduld
beflügelt

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Spruch des Konfuzius

Dreifach ist der Schritt
der Zeit: Zögernd kommt die Zukunft
hergezogen, Pfeilschnell ist das Jetzt
entflogen, Ewig still steht die
Vergangenheit. Keine Ungeduld
beflügelt

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An Goethe

Du selbst, der uns von
falschem Regelzwange Zur Wahrheit und
Natur zurückgeführt, Der, in der Wiege
schon ein Held, die Schlange Erstickt,
die unsern Genius umschnürt, Du, den
die Kun

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Würde der Frauen

Ehret die Frauen! sie
flechten und weben Himmlische Rosen ins
irdische Leben, Flechten der Liebe
beglückendes Band, Und in der Grazie
züchtigem Schleier Nähren sie wachsam
das ewi

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Würde der Frauen

Ehret die Frauen! Sie
flechten und weben Himmlische Rosen ins
irdische Leben, Flechten der Liebe
beglückendes Band, Und in der Grazie
züchtigem Schleier Nähren sie wachsam
das ewige F

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Das Ehrwürdige

Ehret ihr immer das Ganze; ich kann nur Einzelne achten:
Immer in Einzelnen nur hab` ich das Ganze erblickt.
Einer jungen Freundin ins Stammbuch

Ein blühend Kind, von
Grazien und Scherzen Umhüpft, so,
Freundin, spielt um dich die Welt! Doch
so, wie sie sich malt in deinem
Herzen, In deiner Seele schönen Spiegel
fällt - So ist

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Der Gang nach dem Eisenhammer

Ein frommer Knecht war
Fridolin, Und in der Furcht des
Herrn Ergeben der Gebieterin, Der
Gräfin von Savern. Sie war so sauft,
sie war so gut; Doch auch der Launen
Übermut H

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Der Gang nach dem Eisenhammer

Ein frommer Knecht war
Fridolin Und in der Furcht des
Herrn Ergeben der Gebieterin, Der
Gräfin von Savern. Sie war so sanft,
sie war so gut, Doch auch der Launen
Übermut

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Das verschleierte Bild zu Sais

Ein Jüngling, den des
Wissens heißer Durst Nach Sais in
Ägypten trieb, der Priester Geheime
Weisheit zu erlernen, hatte Schon
manchen Grad mit schnellem Geist
durcheilt, Stets ri

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Das verschleierte Bild zu Sais

Ein Jüngling, den des
Wissens heißer Durst Nach Sais in
Ägypten trieb, der Priester Geheime
Weisheit zu erlernen, hatte Schon
manchen Grad mit schnellem Geist
durcheilt; Stets riss ih

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Die Macht des Gesanges

Ein Regenstrom aus
Felsenrissen, Er kommt mit Donners
Ungestüm, Bergtrümmer folgen seinen
Güssen, Und Eichen stürzen unter
ihm; Erstaunt mit wolllustvollem
Grausen, Hört ihn d

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Thekla

Eine Geisterstimme Wo
ich sei, und wo mich hingewendet, Als
mein flücht`ger Schatten dir
entschwebt? Hab` ich nicht beschlossen
und geendet, Hab` ich nicht geliebet und
gelebt

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Der Zeitpunkt

Eine große Epoche hat das Jahrhundert geboren;
Aber der große Moment findet ein kleines Geschlecht.
Der Triumph der Liebe

Eine Hymne Selig durch
die Liebe Götter - durch die Liebe
Menschen Göttern gleich! Liebe macht
den Himmel Himmlischer - die Erde Zu dem
Himmelreich.

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Elysium

Eine
Kantate Chor Vorüber die
stöhnende Klage! Elysiums
Freudengelage Ersäufen jegliches Ach
– Elysiums Leben Ewige Wonne, ewiges
Schweben,

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Resignation

Eine Phantasie Auch
ich war in Arkadien geboren, Auch mir
hat die Natur An meiner Wiege Freude
zugeschworen, Auch ich war in Arkadien
geboren, Doch Tränen gab der
kur

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Die Pest

Eine
Phantasie Gräßlich preisen Gottes
Kraft Pestilenzen, würgende
Seuchen, Die mit der grausen
Brüderschaft Durchs öde Tal der
Grabnacht schleichen. Bang

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Die Herrlichkeit der Schöpfung

Eine
Phantasie Vorüber war der Sturm, der
Donner Rollen Das hallende Gebirg
hinein verschollen, Geflohn die
Dunkelheit; In junger Schöne
lächelten die Himmel wieder

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Wissenschaft

Einem ist sie die hohe, die himmlische Göttin, dem andern
Eine tüchtige Kuh, die ihn mit Butter versorgt.
In das Folio-Stammbuch

eines Kunstfreundes Die
Weisheit wohnte sonst auf großen
Foliobogen, Der Freundschaft war ein
Taschenbuch bestimmt; Jetzt, da die
Wissenschaft ins Kleien sich
gezogen, Und leicht

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Das Glück und die Weisheit

Entzweit mit einem
Favoriten Flog einst Fortun` der
Weisheit zu: `Ich will dir meine
Schätze bieten, Sei meine Freundin
du! Mit meinen reichsten schönsten
Gaben Beschenkt`

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Die berühmte Frau

Epistel eines Ehemanns an
einen andern. Beklagen soll ich
dich? Mit Tränen bittrer Reue Wird
Hymens Band von dir verflucht? Warum?
Weil deine Ungetreue In eines Andern
Armen s

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Die berühmte Frau

Epistel eines Ehemanns an
einen andern Beklagen soll ich dich?
Mit Tränen bittrer Reue Wird Hymens
Band von dir verflucht? Warum? Weil
deine Ungetreue In eines andern Armen

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Der Ring des Polykrates

Er stand auf seines
Daches Zinnen, Er schaute mit
vergnügten Sinnen Auf das beherrschte
Samos hin. Dies alles ist mir
untertänig, Begann er zu Egyptens
König, Gestehe, daß ich

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Er

Er Welche noch kühnere
Tat, Unglücklicher, wagest du
jetzo, Zu den Verstorbenen selbst
niederzusteigen ins Grab! Ich Wegen
Tiresias mußt ich herab, den Seher zu
fragen,

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Breite und Tiefe

Es glänzen viele in der
Welt, Sie wissen von allem zu
sagen, Und wo was reizet und wo was
gefällt, Man kann es bei ihnen
erfragen, Man dächte, hört man sie
reden laut, Sie

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Breite und Tiefe

Es glänzen viele in der
Welt, Sie wissen von allem zu sagen, Und
wo was reizet und wo was gefällt, Man
kann es bei ihnen erfragen, Man dächte,
hört man sie reden laut, Sie
hät

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Hoffnung

Es reden und träumen die
Menschen viel Von bessern künftigen
Tagen, Nach einem glücklichen goldenen
Ziel Sieht man sie rennen und jagen. Die
Welt wird alt und wird wieder
jung,

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Quirl

Euch wundert, daß Quirls Wochenblatt
Heut um ein Heft gewonnen hat,
Und hörtet doch den Stadtausrufer sagen,
Daß Brot und Rindfleisch aufgeschlagen.
Die schlimmen Monarchen

Euren Preis erklimme
meine Leier – Erdengötter – die
der süßen Feier Anadyomenens sanft
nur klang; Leiser um das pompende
Getöse, Schüchtern um die
Purpurflammen eurer Grö

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Das Ideal und das Leben

Ewigklar und spiegelrein
und eben Fließt das zephirleichte
Leben Im Olymp den Seligen dahin. Monde
wechseln und Geschlechter fliehen, Ihrer
Götterjugend Rosen blühen Wandellos
i

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An einen Moralisten

Fragment Betagter
Renegat der lächelnden Dione! Du
lehrst, daß Lieben Tändeln
sei, Blickst von des Alters
Winterwolkenthrone Und schmälest auf
den goldnen Mai.

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Vergleichung

Frau Ramlerin befiehlt,
ich soll sie wem vergleichen, Ich sinne
nach und weiß nicht, wem und
wie. Nichts unterm Mond will mir ein
Bildnis reichen, Wohl! mit dem Mond
vergleich ich sie.

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Forum des Weibes

Frauen, richtet mir nie des Mannes einzelne Taten,
Aber über den Mann sprechet das richtende Wort.
Dido

Freie Übersetzung des
vierten Buchs der Aeneide 1. Doch lange
schon im stillen Busen nährt Die
Königin die schwere
Liebeswunde! Ergriffen tief hat sie des
Mannes Wert, De

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Die Zerstörung von Troja

Freie Übersetzung des
zweiten Buchs der Aeneide. 1. Still
war`s, und jedes Ohr hing an Aeneens
Munde, Der also anhub vom erhabnen
Pfühl: O Königin, du weckst der alten
Wunde

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Kassandra

Freude war in Trojas
Hallen, Eh die hohe Feste
fiel, Jubelhymnen hört man schallen In
der Saiten goldnes Spiel. Alle Hände
ruhen müde Von dem tränenvollen
Streit, Weil de

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An die Freude

Freude, schöner
Götterfunken, Tochter aus
Elysium, Wir betreten
feuertrunken Himmlische, dein
Heiligtum. Deine Zauber binden
wieder, Was der Mode Schwert
geteilt; Bet

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Gefährliche Nachfolge

Freunde, bedenket euch wohl, die tiefere, kühnere Wahrheit
Laut zu sagen: Sogleich stellt man sie euch auf den Kopf.
Morgenphantasie

Frisch atmet des Morgens
lebendiger Hauch, Purpurisch zuckt
durch düstre Tannenritzen Das junge
Licht und äugelt aus dem Strauch, In
goldnen Flammen blitzen Der Berge
Wolkenspitzen

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Der Flüchtling

Frisch atmet des Morgens
lebendiger Hauch, Purpurisch zuckt
durch düstrer Tannen Ritzen Das junge
Licht und äugelt aus dem Strauch;
In goldnen Flammen blitzen Der
Berge

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Anthologie auf das Jahr 1782

Gedruckt in der
Buchdruckerei zu Tobolsko Meinem
Prinzipal dem Tod
zugeschrieben Großmächtigster Zar
alles Fleisches, Allezeit Vermindrer
des Reichs, Unergründlich

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Quelle der Verjüngung

Glaubt mir, es ist kein Märchen, die Quelle der Jugend, sie rinnet
Wirklich und immer. Ihr fragt, wo? In der dichtenden Kunst.
Das Kind in der Wiege

Glücklicher Säugling! Dir ist ein unendlicher Raum noch die Wiege.
Werde Mann, und dir wird eng die unendliche Welt.
Einer

Grausam handelt Amor mit
mir! O! spielet, ihr Musen, Mit den
Schmerzen, die er, spielend, im Busen
erregt. Manuskripte besitz ich wie kein
Gelehrter noch König, Denn mein
Liebchen, sie sch

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Der philosophische Egoist

Hast du den Säugling
gesehn, der, unbewusst noch der Liebe,
Die ihn wärmet und wiegt, schlafend
von Arme zu Arm Wandert, bis bei der
Leidenschaft Ruf der Jüngling
erwachet, Und des Be

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Der philosophische Egoist

Hast du den Säugling
gesehn, der, unbewußt noch der
Liebe, Die ihn wärmet und wiegt,
schlafend von Arme zu Arm Wandert, bis
bei der Leidenschaft Ruf der Jüngling
erwachet Und des Bewuß

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Die Johanniter

Herrlich kleidet sie
euch, des Kreuzes furchtbare
Rüstung, Wenn ihr, Löwen der
Schlacht, Akkon und Rhodus
beschützt, Durch die syrische Wüste
den bangen Pilgrim geleitet Und mit der
Che

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Die Johanniter

Herrlich kleidet sie
euch, des Kreuzes furchtbare Rüstung,
Wenn ihr, Löwen der Schlacht, Akkon
und Rhodus beschützt, Durch die
syrische Wüste den bangen Pilgrim
geleitet, Und mit der

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Einem Freunde ins Stammbuch

Herrn von Mecheln aus
Basel Unerschöpflich an Reiz, an immer
erneuerter Schönheit Ist die Natur!
Die Kunst ist unerschöpflich, wie
sie. Heil dir, würdiger Greis! Für
beide bewah

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Spinoza

Hier liegt ein Eichbaum
umgerissen, Sein Wipfel tät die Wolken
küssen, Er liegt am Grund –
warum? Die Bauren hatten, hör ich
reden, Sein schönes Holz zum Baun
vonnöten

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Die Kindsmörderin

Horch - die Glocken
weinen dumpf zusammen, Und der
Zeiger hat vollbracht den Lauf. Nun, so
sei`s denn! - Nun, in Gottes Namen!
Grabgefährten, brecht zum Richtplatz
auf! Nimm, o

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Gruppe aus dem Tartarus

Horch - wie Murmeln des
empörten Meeres, Wie durch hohler
Felsen Becken weint ein Bach, Stöhnt
dort dumpfigtief ein schweres, leeres,
Qualerpresstes Ach! Schmerz
verzer

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Die Kindsmörderin

Horch – die Glocken
weinen dumpf zusammen, Und der Zeiger
hat vollbracht den Lauf. Nun, so seis
denn! – Nun, in Gottes
Namen! Grabgefährten, brecht zum
Richtplatz auf! Nimm, o W

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Wiederholung

Hundertmal werd ichs euch sagen und tausendmal: Irrtum ist Irrtum!
Ob ihn der größte Mann, ob ihn der kleinste beging.
Die Erwartung

Hör` ich das Pförtchen
nicht gehen? Hat nicht der Riegel
geklirrt? Nein, es war des Windes
Wehen, Der durch diese Pappeln
schwirrt. O schmücke dich, du grün
bel

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Kastraten und Männer

Ich bin ein Mann! – wer
ist es mehr? Wers sagen kann, der
springe Frei unter Gottes Sonn
einher Und hüpfe hoch und singe! Zu
Gottes schönem Ebenbild Kann ich den
S

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Ich

Ich Denk ich, so bin
ich! Wohl! Doch wer wird immer auch
denken? Oft schon war ich, und hab
wirklich an gar nichts gedacht! Ein
zweiter Weil es Dinge doch gib

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Punschlied (2)

Im Norden zu singen. Auf
der Berge freien Höhen, In der
Mittagssonne Schein, An des warmen
Strahles Kräften Zeugt Natur den
goldnen Wein. Und noch Niemand
hat

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Die Triebfedern

Immer treibe die Furcht den Sklaven mit eisernem Stabe;
Freude, führe du mich immer an rosigtem Band!
Ilias

Immer zerreißet den Kranz des Homer, und zählet die Väter
Des vollendeten ewigen Werks!
Hat es doch eine Mutter nur und die Züge der Mutter,
Deine unsterblichen Züge, Natur!
Erwartung und Erfüllung

In den Ozean schifft mit tausend Masten der Jüngling;
Still, auf gerettetem Boot, treibt in den Hafen der Greis.
Das Mädchen aus der Fremde

In einem Tal bei armen
Hirten Erschien mit jedem jungen
Jahr, Sobald die ersten Lerchen
schwirrten, Ein Mädchen, schön und
wunderbar. Sie war nicht in dem Tal
geboren, Man

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Klage der Ceres

Ist der holde Lenz
erschienen? Hat die Erde sich
verjüngt? Die besonnten Hügel
grünen, Und des Eises Rinde
springt. Aus der Ströme blauem
Spiegel Lacht der unbewölkte
Zeu

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Klage der Ceres

Ist der holde Lenz
erschienen? Hat die Erde sich
verjüngt? Die besonnten Hügel
grünen, Und des Eises Rinde
springt. Aus der Ströme blauem
Spiegel Lacht der unbewölkte
Zeus,

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Der moralische Dichter

Ja, der Mensch ist ein ärmlicher Wicht, ich weiß - doch das wollt` ich
Eben vergessen und kam, ach, wie gereut mich`s, zu dir!
Die Danaiden

Jahre lang schöpfen wir schon in das Sieb und brüten den Stein aus;
Aber der Stein wird nicht warm, aber das Sieb wird nicht voll.
G. G.

Jeder, sieht man ihn einzeln, ist leidlich klug und verständig;
Sind sie in corpore, gleich wird euch ein Dummkopf daraus.
Wahl

Kannst du nicht allen gefallen durch deine Tat und dein Kunstwerk,
Mach es wenigen recht; vielen gefallen ist schlimm.
Griechheit

Kaum hat das kalte Fieber
der Gallomanie uns verlassen, Bricht
in der Gräkomanie gar noch ein hitziges
aus. Griechheit, was war sie? Verstand
und Maß udn Klarheit! Drum dächt`
ich, Et

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Die deutsche Muse

Kein Augustisch Alter
blühte, Keines Medicäers Güte
Lächelte der deutschen Kunst; Sie ward
nicht gepflegt vom Ruhme, Sie entfaltete
die Blume Nicht am Strahl der
Fürsten

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Die Blumen

Kinder der verjüngten
Sonne, Blumen der geschmückten
Flur, Euch erzog zu Lust und Wonne,
Ja, Euch liebte die Natur. Schön das
Kleid mit Licht gesticket, Schön hat
Flora E

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Der Venuswagen

Klingklang! Klingklang!
kommt von allen Winden, Kommt und
wimmelt scharenweis. Klingklang!
Klingklang! was ich will
verkünden, Höret, Kinder
Prometheus`! Welkes Alter –
r

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Graf Eberhard der Greiner von Wirtemberg

Kriegslied Ihr – ihr
dort außen in der Welt, Die Nasen
eingespannt! Auch manchen Mann, auch
manchen Held, Im Frieden gut, und stark
im Feld, Gebar das Schwabenland.

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Melancholie an Laura

Laura -
Sonnenaufgangsglut Brennt in Deinen
goldnen Blicken, In den Wangen
springt purpurisch Blut, Deiner
Tränen Perlenflut Nennt noch Mutter das
Entzücken - Wem der sc

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Die Entzückung an Laura

Laura, über diese Welt
zu flüchten Wähn` ich - mich in
Himmelmaienglanz zu lichten, Wenn
Dein Blick in meine Blicke
stimmt; Ätherlüste träum` ich
einzusaugen, Wenn mein Bild in

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An die Moralisten

Lehret! das ziemet euch
wohl, auch wir verehren die Sitte, Aber
die Muse läßt sich nicht gebieten von
euch. Nicht von dem Architekt erwart
ich melodische Weisen, Und, Moralist,
von dir ni

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Die Philosophen

Lehrling Gut, dass ich
euch, ihr Herrn, in pleno beisammen hier
finde; Denn das Eine, was not, treibt
mich herunter zu
euch. Aristoteles Gleich zur Sache,
mein Freund! Wir halt

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An die Freunde

Lieben Freunde, es gab
schönre Zeiten, Als die unsern, das ist
nicht zu streiten! Und ein edler Volk
hat einst gelebt. Könnte die Geschichte
davon schweigen, Tausend Steine würden
red

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Der Genius mit der umgekehrten Fackel

Lieblich sieht er zwar aus mit seiner erloschenen Fackel;
Aber, ihr Herren, der Tod ist so ästhetisch doch nicht.
Majestas populi

Majestät der
Menschennatur! dich soll ich beim
Haufen Suchen? Bei Wenigen nur hast du
von jeher gewohnt. Einzelne Wenige
zählen, die Übrigen alle sind
blinde Nieten; ihr leeres Gewühl
hül

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Das Muttermal

Mann Sieh,
Schätzchen, wie der Bub mir
gleicht, Selbst meine Narbe von den
Pocken! Frau Mein Engel, das
begreif ich leicht, Bin auch `nmal
recht an di

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Phantasie an Laura

Meine Laura! Nenne mir
den Wirbel, Der an Körper Körper
mächtig reißt, Nenne, meine Laura,
mir den Zauber, Der zum Geist
monarchisch zwingt den Geist. Sieh!
er lehrt die

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Phantasie an Laura

Meine Laura! Nenne mir
den Wirbel. Der an Körper Körper
mächtig reißt, Nenne, meine Laura, mir
den Zauber, Der zum Geist gewaltig
zwingt den Geist! Sieh! Er lehrt die
sc

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Baurenständchen

Mensch! Ich bitte, guck
heraus! Klecken nicht zwo
Stunden, Steh ich so vor deinem
Haus, Stehe mit den Hunden. `s regnet,
was vom Himmel mag, `s gwittert wie zum
Jüngsten Tag,

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Eine Leichenphantasie

Mit erstorbenem
Scheinen Steht der Mond auf totenstillen
Hainen, Seufzend streicht der
Nachtgeist durch die Luft -
Nebelwolken schauern, Sterne
trauern Bleich her

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Rousseau

Monument von unsrer
Zeiten Schande! Ewge Schandschrift
deiner Mutterlande! Rousseaus Grab,
gegrüßet seist du mir. Fried und Ruh
den Trümmern deines Lebens! Fried und
Ruhe suchtest

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Rousseau

Monument von unsrer
Zeiten Schande, Ew`ge Schmachschrift
Deiner Mutter Lande, Rousseau`s Grab,
gegrüßet seist Du mir! Fried` und Ruh
den Trümmern Deines Lebens! Fried` und
Ruhe suc

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Macht des Weibes

Mächtig seid ihr, ihr
seids durch der Gegenwart ruhigen
Zauber, Was die stille nicht wirkt,
wirket die rauschende nie. Kraft erwart
ich vom Mann, des Gesetzes Würde
behaupt er, Aber durch

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Macht des Weibes

Mächtig seid ihr, ihr
seid`s durch der Gegenwart ruhigen
Zauber; Was die stille nicht wirkt,
wirket die rauschende nie. Kraft erwart`
ich vom Mann, des Gesetzes Würde
behaupt` er; Aber

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Weibliches Urteil

Männer richten nach Gründen; des Weibes Urteil ist seine
Liebe; wo es nicht liebt, hat schon gerichtet das Weib.
Der Abend

Nach einem
Gemälde Senke, strahlender Gott, die
Fluren dürsten Nach erquickendem Tau,
der Mensch verschmachtet, Matter ziehen
die Rosse, Senke den Wagen
hinab.

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Die unüberwindliche Flotte

Nach einem älteren
Dichter Sie kommt - sie kommt, des
Mittags stolze Flotte, Das Weltmeer
wimmert unter ihr, Mit Kettenklang und
einem neuen Gotte Und tausend Donnern
naht

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Die Teilung der Erde

Nehmt hin die Welt! Rief
Zeus von seinen Höhen Den Menschen
zu, nehmt, sie soll euer sein, Euch
schenk` ich sie zum Erb` und ew`gen
Lehen; Doch teilt euch brüderlich
darein.

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Der Kampf

Nein, länger werd` ich
diesen Kampf nicht kämpfen, Den
Riesenkampf der Pflicht. Kannst du des
Herzens Flammentrieb nicht dämpfen,
So fodre, Tugend, dieses Opfer
nicht. Ge

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Der Gegner

Neu ist der Einfall doch
nicht, man hat ja selber den
höchsten, Einzigsten, reinsten Begriff
Gottes in Teile geteilt. Redet,
Lumpen, lumpig von mir, doch saget: »Es
war ihm Ernst!

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Zeus zu Hercules

Nicht aus meinem Nektar hast du dir Gottheit getrunken;
Deine Götterkraft war`s, die dir den Nektar errang.
An die Parzen

Nicht ins Gewühl der
rauschenden Redouten Wo Stutzerwitz
sich wunderherrlich spreißt Und
leichter als das Netz der fliegenden
Bajouten Die Tugend junger Schönen
reißt; –

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Buchhändler-Anzeige

Nichts ist der Menschheit so wichtig, als ihre Bestimmung zu kennen:
Um zwölf Groschen Courant wird sie bei mir jetzt verkauft.
Dithyrambe

Nimmer, das glaubt mir,
erscheinen die Götter Nimmer
allein. Kaum dass ich Bacchus, den
Lustigen, habe, Kommt auch schon Armor,
der lächelnde Knabe, Phöbus, der
Herrliche, findet sich

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Dithyrambe

Nimmer, das glaubt
mir, Erscheinen die Götter, Nimmer
allein. Kaum daß ich Bacchus, den
lustigen, habe, Kommt auch schon Amor,
der lächelnde Knabe, Phöbus der
Herrliche fi

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Der Pilgrim

Noch in meines Lebens
Lenze War ich, und ich wandert`
aus, Und der Jugend frohe Tänze
Ließ ich in des Vaters Haus. All mein
Erbteil, meine Habe Warf ich
fröhlich

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Die Begegnung

Noch seh` ich sie,
umringt von ihren Frauen, Die
herrlichste von allen, stand sie da. Wie
eine Sonne war sie anzuschauen; Ich
stand von fern und wagte mich nicht
nah. Es fasste mich mit

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Totenfeier am Grabe Philipp Friederich von Riegers

Noch zermalmt der
Schrecken unsre Glieder – Rieger
tot! Noch in unsern Ohren heult der
Donner wider – Rieger, Rieger
tot! Wie ein Blitz, im Niedergang
entzündet,

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Deutschland und seine Fürsten

Nur ein Weniges Erde
beding` ich mir außer der Erde,
Sprach der göttliche Mann, und ich
bewege sie leicht. Einen Augenblick nur
vergönnt mir, außer mir selber Mich
zu begeben, und sc

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Güte und Größe

Nur zwei Tugenden gibt`s. O wären sie immer vereint,
Immer die Güte auch groß, immer die Größe auch gut!
Falscher Studiertrieb

O wie viel neue Feinde der Wahrheit! Mir blutet die Seele,
Seh` ich das Eulengeschlecht, das zu dem Lichte sich drängt.
Shakespeare`s Schatten

Paraodie Endlich
erblickt` ich auch die hohe Kraft des
Herakles, Seinen Schatten. Er selbst,
leider, war nicht mehr zu sehn. Ringsum
schrie, wie Vögelgeschrei, das Geschrei
der Trag

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An die Sonne

Preis dir, die du dorten
heraufstrahlst, Tochter des
Himmels! Preis dem lieblichen
Glanz Deines Lächelns, der alles
begrüßet und alles erfreuet! Trüb in
Schauern und Nacht Stand

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Das Siegesfest

Priams Veste war
gesunken, Troja lag in Schutt und
Staub, Und die Griechen,
siegestrunken, Reich beladen mit dem
Raub, Saßen auf den hohen
Schiffen, Längs der Hellespontos
Strand

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Liebe und Begierde

Recht gesagt, Schlosser! Man liebt, was man hat, man begehrt, was man nicht hat;
Denn nur das reiche Gemüth liebt, nur das arme begehrt.
Die Flüsse

Rhein Treu, wie dem
Schweizer gebührt, bewach ich
Germaniens Grenze, Aber der Gallier
hüpft über den duldenden Strom. Rhein
und Mosel Schon so lang umarm ich die
lotharingische

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Das Geschenk

Ring und Stab, o seid mir
auf Rheinweinflaschen willkommen! Ja,
wer die Schafe so tränket, der heißt
mir ein Hirt, Drei Mal gesegneter Trank!
Dich gewann mir die Muse, die Muse
Schickt

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Deutscher Genius

Ringe, Deutscher, nach römischer Kraft, nach griechischer Schönheit!
Beides gelang dir; doch nie glückt der gallische Sprung.
Die Sänger der Vorwelt

Sagt, wo sind die
Vortrefflichen hin, wo find` ich die
Sänger, Die mit dem lebenden Wort
horchende Völker entzückt, Die vom
Himmel den Gott, zum Himmel den Menschen
gesungen, Und getr

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Die schönste Erscheinung

Sahest du nie die Schönheit im Augenblicke des Leidens,
Niemals hast du die Schönheit gesehn.
Sahst du die Freude nie in einem schönen Gesichte,
Niemals hast du die Freude gesehn.
Die Schlacht

Schwer und dumpfig,
Eine Wetterwolke, Durch die
grüne Ebne schwankt der Marsch. Zum
wilden eisernen Würfelspiel Streckt
sich unabsehlich das Gefilde. Blicke

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Amalia

Schön wie Engel voll
Walhalla`s Wonne, Schön vor allen
Jünglingen war er, Himmlisch mild sein
Blick, wie Maiensonne, Rückgestrahlt
vom blauen Spiegelmeer. Seine Küsse
-

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Meine Blumen

Schöne Frühlingskinder,
lächelt, Jauchzet, Veilchen auf der
Au! Süßer Balsamatem fächelt Aus
des Kelches Himmelblau. Schön das
Kleid mit Licht gesticket, Schön hat
Flo

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Schönheit

Schönheit ist ewig nur Eine, doch mannigfach wechselt das Schöne,
Daß es wechselt, das macht eben das Eine nur schön.
Hero und Leander

Seht ihr dort die
altergrauen Schlösser sich
entgegenschauen, Leuchtend in der Sonne
Gold, Wo der Hellespont die
Wellen Brausend durch der
Dardanellen Hohe Felsenpforte
rollt?

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Nadowessische Totenklage

Seht! da sitzt er auf der
Matte, Aufrecht sitzt er da, Mit dem
Anstand, den er hatte, Als er`s Licht
noch sah. Doch wo ist die Kraft der
Fäuste, Wo des Atems Hauch,

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Nadowessiers Totenlied

Seht, da sitzt er auf der
Matte, Aufrecht sitzt er da, Mit dem
Anstand, den er hatte, Als er`s Licht
noch sah. Doch wo ist die Kraft der
Fäuste, Wo des Athems Hauc

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Der Spaziergang

Sei mir gegrüßt, mein
Berg mit dem rötlich strahlenden
Gipfel! Sei mir, Sonne, gegrüßt, die
ihn so lieblich bescheint! Dich auch
grüß ich, belebte Flur, euch,
säuselnde Linden, Und

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Der Spaziergang

Sei mir gegrüßt, mein
Berg mit dem rötlich strahlenden
Gipfel! Sei mir Sonne gegrüßt, die ihn
so lieblich bescheint! Dich auch grüß
ich, belebte Flur, euch säuselnde
Linden, Und den fr

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Das Glück

Selig, welchen die
Götter, die gnädigen, vor der Geburt
schon Liebten, welchen als Kind Venus im
Arme gewiegt, Welchem Phöbus die Augen,
die Lippen Hermes gelöset Und das
Siegel der Macht

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Der Abend

Senke, strahlender Gott -
die Fluren dürsten Nach erquickendem
Thau, der Mensch verschmachtet, Matter
ziehen die Rosse - Senke den Wagen
hinab! Siehe, wer aus des Meers
krystallner Woge

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An die Gesetzgeber

Setzet immer voraus, dass der Mensch im Ganzen das Rechte
Will; im Einzelnen nur rechnet mir niemals darauf.
Das Geheimnis

Sie konnte mir kein
Wörtchen sagen, Zu viele Lauscher
waren wach, Den Blick nur durft‘ ich
schüchtern fragen, Und wohl verstand
ich, was er sprach. Leis komm ich her
in deine Sti

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Das Geheimnis

Sie konnte mir kein
Wörtchen sagen, Zu viele Lauscher waren
wach, Den Blick nur durft ich
schüchtern fragen, Und wohl verstand
ich, was er sprach. Leis komm` ich her
in deine Stille,

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Die unüberwindliche Flotte

Sie kömmt – sie
kömmt, des Mittags stolze Flotte, Das
Weltmeer wimmert unter ihr, Mit
Kettenklang und einem neuen Gotte Und
tausend Donnern naht sie dir – Ein
schwimmend Heer f

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Die Geschlechter

Sieh in dem zarten Kind
zwei liebliche Blumen
vereinigt, Jungfrau und Jüngling, sie
deckt beide die Knospe noch zu. Leise
löst sich das Band, es entzweien sich
zart die Naturen, Und von d

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Die Geschlechter

Sieh in dem zarten Kind
zwei liebliche Blumen vereinigt,
Jungfrau und Jüngling, sie deckt beide
die Knospe noch zu. Liese löst sich das
Band, es entzweien sich zart die
Naturen, Und vo

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Der Tanz

Siehe wie schwebenden
Schritts im Wellenschwung sich die
Paare Drehen, den Boden berührt kaum
der geflügelte Fuß. Seh ich flüchtige
Schatten, befreit von der Schwere des
Leibes? Schlingen

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Der Sämann

Siehe, voll Hoffnung
vertraust du der Erde den goldenen
Samen Und erwartest im Lenz fröhlich
die keimende Saat Nur in die Furche der
Zeit bedenkst du dich Taten zu streuen,
Die, von der

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Der Tanz

Siehe, wie schwebenden
Schritts im Wellenschwung sich die
Paare Drehen, den Boden berührt kaum
der geflügelte Fuß. Seh ich
flüchtige Schatten, befreit von der
Schwere des Leibes? Schlin

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Das gemeinsame Schicksal

Siehe, wir hassen, wir streiten, es trennet uns Neigung und Meinung;
Aber es bleichet indes dir sich die Locke, wie mir.
Dem Erbprinzen von Weimar

So bringet denn die
letzte volle Schale Dem lieben
Wandrer dar, Der Abschied nimmt von
diesem stillen Tale, Das seine Wiege
war. Er reißt sich aus den
väterlichen Hallen,

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Die Ideale

So willst du treulos von
mir scheiden Mit deinen holden
Phantasien, Mit deinen Schmerzen,
deinen Freuden, Mit allen unerbittlich
fliehn? Kann nichts dich, Fliehende,
verweilen,

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Die Ideale

So willst du treulos von
mir scheiden Mit deinen holden
Phantasien, Mit deinen Schmerzen, deinen
Freuden, Mit allen unerbittlich
fliehn? Kann nichts dich, Fliehende,
verweilen, O!

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Der spielende Knabe

Spiele, Kind, in der
Mutter Schoß! Auf der heiligen
Insel Findet der trübe Gram, findet
die Sorge dich nicht, Liebend halten
die Arme der Mutter dich über dem
Abgrund, Und in das flutend

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Der spielende Knabe

Spiele, Kind, in der
Mutter Schoß! Auf der heiligen Insel
Findet der trübe Gram, findet die Sorge
dich nicht, Liebend halten die Arme der
Mutter dich über dem Abgrund, Und in
das flut

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Kolumbus

Steure, mutiger Segler!
Es mag der Witz dich verhöhnen, Und
der Schiffer am Steuer senken die
lässige Hand. Immer, immer nach West!
Dort muß die Küste sich zeigen, Liegt
sie doch deutli

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Columbus

Steure, mutiger Segler!
Es mag der Witz dich verhöhnen, Und
der Schiffer am Steu`r senken die
lässige Hand. Immer, immer nach West!
Dort muss die Küste sich zeigen.
Liegt sie doch deu

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Kolumbus

Steure, mutiger Segler!
Es mag der Witz dich verhöhnen, Und der
Schiffer am Steur senken die lässige
Hand. Immer, immer nach West! Dort muß
die Küste sich zeigen, Liegt sie doch
deutlich u

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Das Höchste

Suchst du das Höchste, das Größte? Die Pflanze kann es dich lehren.
Was sie willenlos ist, sei du es wollend - das ist`s!
Freund und Feind

Teuer ist mir der Freund, doch auch den Feind kann ich nützen,
Zeigt mir der Freund, was ich kann, lehrt mich der Feind, was ich soll.
Deutsches Lustspiel

Thoren hätten wir wohl, wir hätten Fratzen die Menge;
Leider helfen sie nur selbst zur Komödie nichts.
Bacchus im Triller

Trille! Trille! blind und
dumm, Taub und dumm, Trillt den
saubern Kerl herum! Manches Stück
von altem Adel, Vetter, hast du auf der
Nadel. Vetter, übel kommst du
weg

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An Minna

Träum ich? Ist mein Auge
trüber? Nebelts mir ums
Angesicht? Meine Minna geht
vorüber? Meine Minna kennt mich
nicht? Die am Arme seichter
Laffen Blähend mit dem Fächer
fic

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An Minna

Träum` ich? Ist mein
Auge trüber? Nebelt`s mir ums
Angesicht? Meine Minna geht vorüber?
Meine Minna kennt mich nicht? Die am
Arme seichter Toren Blähend mit dem
Fäche

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Tugend des Weibes

Tugenden braucht der
Mann, er stürzt sich wagend ins Leben,
Tritt mit dem stärkeren Glück in den
bedenklichen Kampf. Eine Tugend genüget
dem Weib: Sie ist da, sie erscheinet
Lieblich

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Deutsche Treue

Um den Szepter Germaniens
stritt mit Ludwig dem Bayer Friedrich
aus Habsburgs Stamm, beide gerufen zum
Thron; Aber den Austrier führt, den
Jüngling, das neidische
Kriegsglück In die Fess

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Deutsche Treue

Um den Zepter Germaniens
stritt mit Ludwig dem Bayer Friedrich
aus Habsburgs Stamm, beide gerufen zum
Thron; Aber den Austrier führt, den
Jüngling, das neidische Kriegsglück
In die Fe

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Die Gunst des Augenblicks

Und so finden wir uns
wieder In dem heitern bunten
Reihn, Und es soll der Kranz der Lieder
Frisch und grün geflochtne
sein. Aber wem der Götter bringen
Wir des Li

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Naturforscher

und Transcendental-Philosophen

Feindschaft sei zwischen euch! Noch kommt das Bündnis zu frühe:
Wenn ihr im Suchen euch trennt, wird erst die Wahrheit erkannt.
Aussicht auf Kultur

Ungezogen genug sind
schon die Menschen, und jeder Hegt noch
mit viel Bedacht seinen verzogenen
Hund. Ließe die Wahrheit sich
schmeicheln, der schmeichelt ich, daß
sie doch niemals

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Unschuldige Schwachheit

Unsre Gedichte nur trifft dein Spott? O schätzet euch glücklich,
Daß das Schlimmste an euch eure Erdichtungen sind.
Punschlied

Vier Elemente Innig
gesellt Bilden das Leben, Bauen die
Welt. Preßt der Zitrone Saftigen
Stern, Herb ist des Lebens Innerster
Kern. Jetzt mit des Z

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Das Lied von der Glocke

Vivos voco Mortuos
plango Fulgura frango Fest gemauert in
der Erden Steht die Form, aus Lehm
gebrannt. Heute muß die Glocke
werden. Frisch Gesellen, seid zur
Hand.

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In einer Bataille

Von einem
Offizier Schwer und dumpfig, Eine
Wetterwolke, Durch die grüne Ebne
schwankt der Marsch. Zum wilden
eisernen Würfelspiel Streckt sich
unabsehlich das Gefil

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Graf Eberhard der Greiner

von
Wirtemberg Kriegslied Ihr - Ihr dort
außen in der Welt, Die Nasen
eingespannt! Auch manchen Mann, auch
manchen Held, Im Frieden gut und stark
im Feld, Gebar

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Unsterblichkeit

Vor dem Tod erschrickst du! Du wünschest unsterblich zu leben?
Leb` im Ganzen! Wenn du lange dahin bist, es bleibt.
Der Handschuh

Vor seinem
Löwengarten, Das Kampfspiel zu
erwarten, Saß König Franz, Und um
ihn die Großen der Krone, Und rings
auf hohem Balkone Die Damen in schönem
Kranz.

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Der Handschuh

Vor seinem
Löwengarten, Das Kampfspiel zu
erwarten, Saß König Franz, Und um ihn
die Großen der Krone, Und rings auf
hohem Balkone Die Damen in schönem
Kranz. Und

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Elysium

Vorüber die stöhnende
Klage! Elysiums Freudengelage
Ersäufen jegliches Ach - Elysiums
Leben Ewige Wonne, ewiges
Schweben, Durch lachende Fluren ein
flötender Bach

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Neueste Behauptung

Völlig charakterlos ist die Poesie der Modernen,
Denn sie verstehen bloß, charakteristisch zu sein.
Jetzige Generation

War es immer wie jetzt? Ich kann das Geschlecht nicht begreifen.
Nur das Alter ist jung, ach! und die Jugend ist alt.
Aktäon

Wart! deine Frau soll
dich betrügen, Ein andrer soll in
ihren Armen liegen, Und Hörner dir
hervor zum Kopfe blühn! Entsetzlich!
mich im Bad zu überraschen (Die
Schande kann kein

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Votivtafeln

Was der Gott mich gelehrt, was mir durchs Leben geholfen,
Häng` ich, dankbar und fromm, hier in dem Heiligtum auf.
Die Antiken zu Paris

Was der Griechen Kunst
erschaffen, Mag der Franke mit den
Waffen Führen nach der Seine
Strand, Und in prangenden Museen Zeig`
er seine Siegstrophäen Dem
erstaunten Vaterlan

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Was ist die Mehrheit?

Was ist die Mehrheit?
Mehrheit ist der Unsinn, Verstand ist
stets bei wen`gen nur
gewesen. Bekümmert sich ums Ganze, wer
nicht hat? Hat der Bettler eine
Freiheit, eine Wahl? Er muß dem

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Der Kampf mit dem Drachen

Was rennt das Volk, was
wälzt sich dort Die langen Gassen
brausend fort? Stürzt Rhodus unter
Feuers Flammen? Es rottet sich im Sturm
zusammen, Und ein Ritter, hoch zu
Ross, Gewah

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An einen Moralisten

Was zürnst Du unsrer
frohen Jungendweise, Und lehrst, dass
Lieben Tändeln sei? Du starrest in des
Winters Eise, Und schmählest auf den
goldnen Mai. Einst, als Du noch
das

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Menschliches Wissen

Weil du liesest in ihr,
was du selber in sie geschrieben, Weil
du in Gruppen fürs Aug ihre
Erscheinungen reihst, Deine Schnüre
gezogen auf ihrem unendlichen
Felde, Wähnst du, es fasse de

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Menschliches Wissen

Weil du liesest in ihr,
was du selber in sie geschrieben,
Weil du in Gruppen fürs Aug` ihre
Erscheinungen reihst, Deine Schnüre
gezogen auf ihrem unendlichen Felde,
Wähnst du, es fass

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An Emma

Weit in nebelgrauer
Ferne Liegt mir das vergangne
Glück, Nur an einem schönen
Sterne Weilt mit Liebe noch der
Blick. Aber wie des Sternes Pracht Ist
es nur ein Schein der Na

... weiterlesen


An Emma

Weit in nebelgrauer
Ferne Liegt mir das vergangne
Glück, Nur an einem schönen Sterne
Weilt mit Liebe noch der Blick; Aber wie
des Sternes Pracht, Ist es nur ein
Schein der

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Pompeji und Herkulanum

Welches Wunder begibt
sich? Wir flehten um trinkbare
Quellen, Erde! dich an, und was sendet
dein Schoß uns herauf! Lebt es im
Abgrund auch? Wohnt unter der Lava
verborgen Noch ein neues Ge

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Pompeji und Herculanum

Welches Wunder begibt
sich? Wir flehten um trinkbare Quellen,
Erde, dich an, und was sendet dein
Schoß uns herauf! Lebt es im Abgrund
auch? Wohnt unter der Lava verborgen
Noch ein neues

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Laura am Klavier

Wenn dein Finger durch
die Saiten meistert – Laura, itzt zur
Statue entgeistert, Itzt entkörpert
steh ich da. Du gebietest über Tod und
Leben, Mächtig wie von tausend
Nervgewebe

... weiterlesen


Laura am Klavier

Wenn Dein Finger durch
die Saiten meistert, Laura, itzt zur
Statue entgeistert, Itzt entkörpert
steh` ich da. Du gebietest über Tod und
Leben, Mächtig wie von tausend
Nervgewebe

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Wilhelm Tell

Wenn rohe Kräfte
feindlich sich entzweien, Und blinde Wut
die Kriegesflamme schürt; Wenn sich im
Kampfe tobender Parteien Die Stimme der
Gerechtigkeit verliert; Wenn alle Laster
schaml

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Die Homeriden

Wer von euch ist der
Sänger der Ilias? Weil`s ihm so gut
schmeckt, Ist hier von Heynen ein
Pack Göttinger Würste für ihn - Mir
her! Ich sang der Könige Zwist!` - `Ich
die Schlacht bei den Sc

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Würden

Wie die Säule des Lichts
auf des Baches Welle sich
spiegelt, Hell wie von eigener Glut
flammt der vergoldete Saum, Aber die
Well entführet der Strom, durch die
glänzende Straße Drängt

... weiterlesen


Würden

Wie die Säule des Lichts
auf des Baches Welle sich spiegelt,
Hell, wie von eigener Glut, flammt der
vergoldete Saum, Aber die Well`
entführet der Strom, durch die
glänzendes Straße D

... weiterlesen


Kant und seine Ausleger

Wie doch ein einziger Reicher so viele Bettler in Nahrung
Setzt! Wenn die Könige baun, haben die Kärrner zu tun.
Die Künstler

Wie schön, o Mensch, mit
deinem Palmenzweige Stehst du an des
Jahrhunderts Neige, In edler stolzer
Männlichkeit, Mit aufgeschloßnem
Sinn, mit Geistesfülle, Voll milden
Ernsts, in

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Die Künstler

Wie schön, o Mensch, mit
deinem Palmenzweige Stehst du an des
Jahrhunderts Neige In edler stolzer
Männlichkeit, Mit aufgeschloßnem Sinn,
mit Geistesfülle, Voll milden Ernsts,
in that

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Kennzeichen

Wie unterscheidet sich
Grobheit von Biederkeit? Leichtlich,
denn jener Fehlen die Grazien stets,
diese verlassen sie nie. Ist das Knie
nur geschmeidig, so darf die Zunge schon
lästern.

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Das Verbindungsmittel

Wie verfährt die Natur, um Hohes und Niedres im Menschen
Zu verbinden? Sie stellt Eitelkeit zwischen hinein.
An den Frühling

Willkommen, schöner
Jüngling! Du Wonne der Natur! Mit
deinem Blumenkörbchen Willkommen auf
der Flur! Ei! ei! da bist ja
wieder! Und bist so lieb und
schön!

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An den Frühling

Willkommen, schöner
Jüngling! Du Wonne der Natur! Mit
Deinem Blumenkörbchen Willkommen auf
der Flur! Ei! Ei! Da bist ja wieder!
Und bist so leib und schön!

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Der Alpenjäger

Willst du nicht das
Lämmlein hüten? Lämmlein ist so
fromm und sanft, Nährt sich von des
Grafes Blüten, Spielend an des
Baches Ranft. `Mutter, Mutter, lass mich
gehen, Ja

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Das Eleusische Fest

Windet zum Kranze die
goldenen Ähren, Flechtet auch blaue
Cyanen hinein! Freude soll jedes Auge
verklären, Denn die Königin ziehet
ein, Die Bezähmerin wilder Sitten, Die
den Me

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Der Vater

Wirke, so viel du willst, du stehst doch ewig allein da,
Bis an das All die Natur dich, die gewaltige, knüpft.
Zenith und Nadir

Wo du auch wandelst im
Raum, es knüpft dein Zenith und Nadir
An den Himmel dich an, dich an die
Achse der Welt. Wie du auch handelst in
dir, es berühre den Himmel der Wille,
Durch die

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Parteigeist

Wo Parteien entstehn, hält jeder sich hüben und drüben,
Viele Jahre vergehn, eh sie die Mitte vereint.
Der Kaufmann

Wohin segelt das Schiff?
Es trägt sidonische Männer, Die von
dem frierenden Nord bringen den
Bernstein, das Zinn. Trag es gnädig,
Neptun, und wiegt es schonend, ihr
Winde, In bewirtender

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Der Kaufmann

Wohin segelt das Schiff?
Es trägt sidonische Männer, Die von
dem frierenden Nord bringen den
Bernstein, das Zinn. Trag` es gnädig,
Neptun, und wiegt es schonend, ihr
Winde, In bewirte

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Die vier Weltalter

Wohl perlet im Glase der
purpurne Wein, Wohl glänzen die
Augen der Gäste; Es zeigt sich der
Sänger, er tritt herein, Zu dem
Guten bringt er das Beste; Denn ohne die
Leyer im him

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Reiterlied

Wohlauf, Kameraden, aufs
Pferd, aufs Pferd! Ins Feld, in die
Freiheit gezogen! Im Felde, da ist der
Mann noch was wert, Da wird das Herz
noch gewogen. Da tritt kein anderer
für ihn

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Das Spiel des Lebens

Wollt ihr in meinen
Kasten sehn? Des Lebens Spiel, die Welt
im Kleinen, Gleich soll sie eurem Aug`
erscheinen; Nur müsst ihr nicht zu nahe
stehn, Ihr müsst sie bei der Liebe
Kerzen

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Der Kunstgriff

Wollt ihr zugleich den Kindern der Welt und den Frommen gefallen?
Malet die Wolllust - nur malet den Teufel dazu!
Die Antike an den nordischen Wanderer

Über Ströme hast du
gesetzt und Meere durchschwommen, Über
der Alpen Gebirg trug dich der
schwindligte Steg, Mich in der Nähe zu
schaun und meine Schöne zu
preisen, Die der begeisterte

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Die Antike an den nordischen Wanderer

Über Ströme hast du
gesetzt und Meere durchschwommen,
Über der Alpen Gebirg trug dich der
schwindlichte Steg. Mich in der Nähe zu
schaun und meine Schöne zu preisen,
Die der begeist

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Theophanie

Zeigt sich der Glückliche mir, ich vergesse die Götter des Himmels;
Aber sie stehn vor mir, wenn ich den Leidenden seh`.
An Demoiselle Slevoigt

Zieh, holde Braut, mit
unserm Segen, Zieh hin auf Hymens
Blumenwegen! Wir sahen mit
entzücktem Blick Der Seele Anmut sich
entfalten, Die jungen Reize sich
gestalten Und blü

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Der Graf von Habsburg

Zu Aachen in seiner
Kaiserpracht, Im altertümlichen
Saale, Saß König Rudolphs heilige
Macht Beim festlichen
Krönungsmahle. Die Speisen trug der
Pfalzgraf des Rheins, Es s

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Archimedes und der Schüler

Zu Archimedes kam ein
wissbegieriger Jüngling. `Weihe
mich,` sprach er zu ihm, `ein in die
göttliche Kunst, Die so herrliche
Frucht dem Vaterlande getragen, Und
die Mauern der Stadt vo

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Die Bürgschaft

Zu Dionys, dem Tyrannen,
schlich Damon, den Dolch im Gewande; Ihn
schlugen die Häscher in Bande. `Was
wolltest du mit dem Dolche,
sprich!` Entgegnet ihm finster der
Wüterich. `Di

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Die Kraniche des Ibykus

Zum Kampf der Wagen und
Gesänge, der auf Korinthus`
Landesenge der Griechen Stämme froh
vereint, zog Ibykus, der
Götterfreund. Ihm schenkte des Gesanges
Gabe, der Lieder süßen

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Zwei Eimer sieht man ab und auf...

Zwei Eimer sieht man ab
und auf In einem Brunnen steigen, Und
schwebt der eine voll herauf, Muß sich
der andre neigen. Sie wandern rastlos
hin und her, Abwechselnd voll und
wieder

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Die zwei Tugendwege

Zwei sind der Wege, auf
welchen der Mensch zur Tugend
emporstrebt; Schließt sich der eine
dir zu, tut sich der andre dir
auf. Handelnd erringt der Glückliche
sie, der Leidende duldend.

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Die Führer des Lebens

Zweierlei Genien sind`s,
die dich durchs Leben geleiten; Wohl
dir, wenn sie vereint helfend zur Seite
dir stehn! Mit erheiterndem Spiel
verkürzt dir der eine die Reise,
Leichter an sein

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Die Götter Griechenlands

[1793] Da ihr noch die
schöne Welt regieret, An der Freude
leichtem Gängelband Selige
Geschlechter noch geführet, Schöne
Wesen aus dem Fabelland! Ach, da euer
Wonn

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Der Genius

`Glaub` ich,` sprichst
du, `dem Wort, das der Weisheit Meister
mich lehren Das der Lehrlinge Schar
sicher und fertig beschwört? Kann die
Wissenschaft nur zum wahren Frieden mich
führen,

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Ritter Toggenburg

`Ritter, treue
Schwesterliebe Widmet euch dies
Herz, Fordert keine andre Liebe, Denn
es macht mir Schmerz. Ruhig mag ich euch
erscheinen, Ruhig gehen sehn. Eurer
Aug

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Das Unwandelbare

`Unaufhaltsam enteilet die Zeit.` - Sie sucht das Beständ`ge.
Sei getreu, und du legst ewige Fesseln ihr an.
Der Taucher

`Wer wagt es, Rittersmann
oder Knapp, Zu tauchen in diesen
Schlund? Einen goldnen Becher werf ich
hinab, Verschlungen schon hat ihn der
schwarze Mund. Wer mir den Becher kann
wieder zeig

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Der Metaphysiker

`Wie tief liegt unter mir
die Welt! Kaum seh` ich noch die
Menschlein unten wallen! Wie trägt mich
meine Kunst, die höchste unter
allen, So nahe an des Himmels Zelt!` So
ruft von seine

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An einen Weltverbesserer

»Alles opfert` ich
hin«, sprichst du, »der Menschheit zu
helfen, Eitel war der Erfolg, Haß und
Verfolgung der Lohn.« – Soll ich dir
sagen, Freund, wie ich mit Menschen es
halte? Trau

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Der Genius

»Glaub ich«, sprichst
du, »dem Wort, das der Weisheit Meister
mich lehren, Das der Lehrlinge Schar
sicher und fertig beschwört? Kann die
Wissenschaft nur zum wahren Frieden mich
führen,

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Ritter Toggenburg

»Ritter, treue
Schwesterliebe Widmet Euch dies
Herz, Fodert keine andre Liebe, Denn
es macht mir Schmerz. Ruhig mag ich
Euch erscheinen, Ruhig gehen
sehn. Eurer Augen

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Der Taucher

»Wer wagt es,
Rittersmann oder Knapp, Zu tauchen in
diesen Schlund? Einen goldnen Becher
werf ich hinab, Verschlungen schon hat
ihn der schwarze Mund. Wer mir den
Becher kann wieder

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Der Metaphysiker

»Wie tief liegt unter
mir die Welt, Kaum seh ich noch die
Menschlein unten wallen! Wie trägt
mich meine Kunst, die höchste unter
allen, So nahe an des Himmels
Zelt!« So ruft von

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