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Gedichte - Friedrich Schlegel


Wahnsinn

Bittre Schmerzen reißen wild. Herz sei
mild! Denn du magst es doch nicht
sagen; Nimmer half ja noch dein
Klagen, Seit zerbrochen dir dein
Bild. Tod wär` Freude, Nähme nur
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Kölnisches Volkslied

Der Preuß` der ist ein Lotterbub, Sagt
er so - zu Köln am Rheine Saßen da
drei Bauern In grüner Gartenlauben Auf
der Bank zu Weine. Er hat des Geldes nie
genug, Ich wollt
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Die Glückliche

Der Sommer glüht im Purpur der
Granaten, Und auch die kleinsten
Blümchen schimmern golden, Und wenn der
Abend weht in grünen Saaten, Wird alles
sanft der gleiche Schein vergolden; So
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Roland

Ein Heldengedicht in Romanzen nach
Turpins Chronik Was Turpin uns
treu berichtet, Alte Chronik
alter Zeiten, Von der
Christenhelden Streiten, Wie der
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Calderon

Ein Zaubergarten liegt im
Meeresgrunde; Kein Garten, nein, aus
künstlichen Krystallen Ein
Wunderschloß, wo blitzend von
Metallen, Die Bäumchen sprossen aus dem
lichten Grunde;
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Freiheit

Freiheit, so die Flügel Schwingt zur
Felsenkluft, Wenn um grüne Hügel Weht
des Frühlings Luft; Sprich aus dem
Gesange, Rausch` in deutschem
Klange, Atme Waldes Duft!
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An die Dichterin

Gern flieht der Geist vom kleinlichen
Gewühle Der Welt, wo Albernheiten
ernsthaft thronen, Auf zu des Scherzes
heitern Regionen, Verhüllt in sich die
heiligsten Gefühle. Umweht
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Lied

Kleine Frauen, kleine Lieder, Ach man
liebt, und liebt sie wieder. Wie die
Blume glänzt dem Kinde, Lächeln
Leichtsinn uns die Mädchen, Leichte
rollt des Lebens Rädchen In der L
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Bohren

Man muß das Brett bohren,
wo es am dicksten ist.
Der Sänger

Nimmer wird das Leid geendet, Dem die
Lieder nur gefallen, Die von ferne leise
hallen, Wo es gern sie hingesendet, Daß
sie wieder zu ihm wallen. Will mich
Gegenwart umfange
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Die Verhältnisse

Rücksichten sind`s, die unsern Blick
berücken; In Absicht jede Aussicht
gleich erkalten, Bis wir, eh` wir uns
umgesehn, veralten, Und beugen dann, von
Einsicht schwer, den Rücken.
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Unsre Zeit

Siegeslieder hört` ich singen In den
Gauen weit und breit; Unsers Volkes Ruhm
erklingen In dem Spiel der
Eitelkeit. Haltet ein, betörte
Lieder! Gottes Flammen leuchten wieder
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Sonett

Was will das bunte Tageslicht mir
geben? Den trüben Blick verwunden seine
Farben; Nur denen blühend, so im Herzen
starben, Den muntern Augen, die dem
Leben leben. Bis mich die Z
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Weise des Dichters

Wie tief im Waldesdunkel Winde
rauschen,Ihr Lied dazwischen
Nachtigallen schlagen,Der muntre Vogel
singt in Frühlingstagen,Daß wir dem
fernen Ruf bezaubert lauschen;So seht
ihr h
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