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Gedichte - Friedrich von Bodenstedt


Einem jungen Dichter ins Album

Der Geist genügt sich überall Wo er in
rechter Fülle ist Und schafft Genüge
überall, wo er in rechter Hülle
ist. Der Weg liegt allen offenbar Doch
schwer ist`s ihn zu
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Der Rose süßer Duft

Der Rose süßer Duft genügt,
Man braucht sie nicht zu brechen -
Und wer sich mit dem Duft begnügt,
Den wird ihr Dorn nicht stechen.
Völkerhaß

Durch Zäune trennt man Herden auf der
Weide, Nach Grenzen, die durch
Herrschermacht sich ändern, Nach
Ursprung, Sitten, Sprachen und
Gewändern Zieht man der Menschheit
bunte Völkerscheide.
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Gelb rollt mir zu Füßen

Gelb rollt mir zu Füßen der brausende
Kur Im tanzenden Wellengetriebe; Hell
lächelt die Sonne, mein Herz und die
Flur – Oh, wenn es doch immer so
bliebe! Rot funkelt im G
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In jedes Menschen Gesichte

In jedes Menschen Gesichte Steht seine
Geschichte, Sein Hassen und
Lieben Deutlich geschrieben; Sein
innerstes Wesen, Es tritt hier ans Licht
- Doch nicht jeder kann`s
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Nie kampflos

Nie kampflos wird dir ganz Das Schöne
im Leben geglückt sein - Selbst
Diamantenglanz Will seiner Hülle
entrückt sein, Und windest du einen
Kranz: Jede Blume dazu will gepflück
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An Fatima

O Mädchen, dein beseligend
Angesicht Übt größere Wunder als das
Sonnenlicht! Die Sonne kann uns nicht
mit Glut erfüllen, Wenn Nacht und
Wolken ihren Glanz verhüllen, Sie muß
in ga
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Abschied von Tiflis

Schön bist du, fruchtreiche
Kyrosstadt! Schön sind deine Töchter
und Söhne zumal! Du Meer meiner Wonne,
du Meer meiner Qual, Drin mein Herz
seine Perle gefunden hat: Dich sing`
ich,
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Tiflis 1.

Verschiedenes Im Wasser wogt die
Lilie, die blanke, hin und her. Doch
irrst du, Freund, sobald du sagst, sie
schwanke hin und her! Es wurzelt ja so
fest ihr Fuß im tiefen Meeresg
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Willst Welt und Menschen recht verstehn

Willst Welt und Menschen recht
verstehn, Mußt du ins eigne Herz dir
sehn. Willst du dich selbst recht
kennenlernen, Mußt du dich aus dir
selbst entfernen. Wer sich beurteilt
nur
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