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Gedichte - Friedrich Wilhelm Wagner


Episode

Auf stiller Promenade - Die Stadt wird
fern und grau - Lustwandelnd geht die
grade Noch sonneweiße Frau. Ein
Reiter, rauh in Rüsten, Reitet vorbei
ins Land. D
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Der müde Mond

Der müde Mond geht in den Schluchten
schlafen. Weit wilde Wölfe heulen
heiß und hart. Der gute Hirt hockt bei
seinen Schafen. Die Stunden stehn. Die
Sterne sind erstarrt.
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Abend

Der Tag verklang In einem rosenen
Ton. Das Wasser sang Sich müde. Es
dämmert schon. Im tiefen Park
erwacht Leis ein Grauen. Fröstelnd
vor der Nacht St
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Welt

Die leeren Lustlokale. An einem Fenster
klebt Ein kleiner Pikkolo. Ein
schweres Schweigen schwebt Und liegt
gelähmt im Tale. Am nebligen
Kanale Rasen Rufe roh.
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Im Café

Die Nacht ist langsam
vorgeschritten. Ein Gast klebt noch an
meinem Tisch. Auf einmal, in mein Glas
geglitten: Er schwimmt im Absinthe -
dick, ein Fisch. Bestaunend die Metam
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Sommertag

Die Sommersonne foltert
fürchterlich Den lahmen Leib. Kein
Wind bewegt die Schwüle. Der Asphalt
stinkt. Es faulen die Gefühle. Ein
Droschkengaul verreckt am
Sonnenstich. L
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Kleine Stadt

Die Stadt liegt klein Und grau in
grauem Grunde. In einer schwülen
Abenddämmerstunde, Wenn alles
schwiege, auch die Hunde - Dann könnt
es sein: Ein lautes Wort aus
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Ballon

Ein Ballon bewegt sich
leise. Menschenhälse strecken
sich. Tramways stürzen aus dem
Gleise. Droschkengäule töten
sich. Auf den Dächern tanzen
Greise. Jungfraun pl
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Café in deutscher Stadt

Ein Kellnerfrack. Der Demut feile
Geste Geduckt ein Dichter nachsinnt
neuer Pose. Der feiste Wirt, in sehr
befleckter Hose, Breit grinsend grüßt
die vornehmeren Gäste. Ein
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Bummel

In Autos steif die stolzen
Offiziere. Die schmalen Mädchen
schmachten augenweit. Geil gelle
Geigen. In Cafés. Bei Biere Und Zoten
macht das Bürgerpack sich breit. O
Läche
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Idyll

In einer Kneipe. Sonntags. Auf dem
Land. Vier Frauen rund um einen
Tisch. Sie waren nicht mehr jung und
frisch. Und eine hatte eine
verkrüppelte Hand. Sie tranken Bier.
Und
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In jeder Nacht

In jeder Nacht Im kalten Monde Weint
ein Tier. Das Nachthorn klagt Am
Saum der Wälder Letztes Lied. Ein
Dunkles rinnt Hinab das Leben Stu
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Gegen Morgen

Schreckhaft schreiten Polizisten. Steil
und stumm. Und stehn versteint. Lange
bei den Abfallkisten, Die der dicke
Mond bescheint. Leise bleichen die
Laternen. Immer au
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In stiller Sommernacht

Von Weiberblicken geil begriffen. Ein
Turnverein. Frisch, fröhlich, fromm und
frei. In stiller Sommernacht. Es hat
gepfiffen - Das war die Polizei. Die
fahndet auf Verbrecher.
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Vor dem Gewitter

Wolken rund und regenreif Lasten auf
der Stadt. Ein begoßner Pudel - mit
dem Schweif Wedelnd - ist
satt. Leise fällt aus matter
Hand Totgeboren eine Tat. Bebe
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