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Gedichte - Gustav Pfizer

Morgenland

Abendlich ist es mir jezt zu Muthe,
Da die Sonne im Westen sinkt,
Und ein Kreis von glühendem Blute
Leuchtend das duftige Blau umschlingt;
Ich fühle die Kraft des Lebens ... weiterlesen


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Almansor

Almansor klagt in der Wüste, verirrt;
Kein Vogel die brennenden Lüfte durchschwirrt,
Im Sande verloren ist jegliche Spur,
Der einzige Quell ist der Tränenbach nur,
Der ... weiterlesen


Nebelhöhle und Lichtenstein

Als mir aus schönem Mund, es werde! tönte,
Da ward vom Feuerstrahl die Brust durchglüht,
Zum Bilde freundlich sich das Bild gewöhnte,
Und wogendes Gefühl ward still`res ... weiterlesen


Die Sphinx

An des Niles wunderrreichem Strande
Ruht die Sphinx begraben tief im Sande,
Nur das ungeheure Haupt enthüllt,
Ist sie selbst des Räthsels riesig Bild.

... weiterlesen


Denkmal, für Julius Malachowski

An Einen Namen sey gekettet
Die Klage, die dem Volke gilt!
Auf rauhem Grund ward dir gekettet!
Du nahmst zum lezten Pfühl den Schild!
Nicht von den Deinen mochtest du ... weiterlesen


Gesang der Korybanten

Auf den Alttren noch sieht man`s lohen;
Aber selbst zum Gebirg entflohen
Bist du den Priestern, Cybele!
Süsse Ermattung hielt uns gebunden;
Aber bis wir dich wieder ... weiterlesen


Die egyptische Finsternis

Auf eines Felsens kahler Spitze sehen
Die Völker, eins mit Angst and Grau`n
Und eins mit hoffendem Vertrau`n
Den Seher im Gebete flehen.

War es ein Blitz, der ... weiterlesen


Sauls Tod

Den König drängt der Feinde Macht,
Und nah schon ist des Kampfs Getümmel;
Weil ihm nicht ferner hold der Himmel,
Sucht Rath er bei des Zaubers Nacht. —

Wer ... weiterlesen


Stilles Verlangen

Denk` ich jener wilden Tage,
Da ich um ein Kleinod rang,
Welches, spottend meiner Klage,
Glänzte bald und bald versank:
Leg` ich die Hand auf die stillere Brust,
... weiterlesen


Italien

Der Arzt begann: „Ich kenn auch einen Mann,
Der bittre Wahrheit wohl ertragen kann;
Ihr werdet nicht oh meinem Wort erbleichen:
Den nahen Tod verkünden sichre Zeichen.`
... weiterlesen


Persepolis

Der Sonnengott gab aus der Hand die Zügel,
Und kühlt in blauen Wellen seine Glut.
Es legt die Nacht, mit thaubeschwertem Flügel,
Sich über Berg und Thal und Wald und ... weiterlesen


Frage nach Vollendung

Des Menschen reinstes Bild möcht` ich ergründen;
Soll ich ihn suchen, wie er glüht am Morgen,
Wo noch der Geist, gebunden und verborgen,
Allmälig nur die Triebe sich ... weiterlesen


Die Betenden

Die Hände haben wir gefaltet.
Von irdischem Geschäfte nein;
Wir schliessen ihn, der um uns waltet;
Den wesenlosen Gott drin ein.

Es neigt sich unser Leib zum ... weiterlesen


Cornelia

Die reichen Schätze breitet
Die Freundin schimmernd hin,
Und jegliches sie deutet
Mit selbstbegnügtem Sinn:
Es ist dem Grund des Steines
Manch Bildnis ... weiterlesen


Feldmusik

Die Schaaren stehen, die blanken,
In Morgennebel verhüllt;
Noch sind von düstere Gedanken
Viel tapfere Herren erfüllt;

Von Blumen, frühe zertreten.
... weiterlesen


Caffeegesellschaft

Dranssen bei des Windes Sausen
Fiel vom Himmel dicht der Schnee;
Innen, mit melodischem Brausen,
Qualmte bräunlicher Caffee.

Von den aromatischen Düften
... weiterlesen


Sprachlosigkeit

Du fragst: `warum die Kleinen
Hast stumm und taub und blind,
Und Lächeln nur und Weinen
Die armen Zeichen sind?

Und der Natur doch haben
Sie an der Brust ... weiterlesen


Guter Rath

Du schufst ein Werk. Kann es dich kränken,
Wenn man nicht, was es kostet, misst.
Und, statt des Schöpfers zu gedenken,
Ihn in der Schöpfung Reiz vergißt?

Wie ... weiterlesen


Dichterloos

Du Seele! die ein stolzer Glaube
Hinauf zu Sonnenhöhen trug,
Komm, senke dich herab zum Staube
Und lass der Sehnsucht trunk‘nen Flug!

Die Schwingen, die von ... weiterlesen


Des Räthsels Deutung

Du siehst des Stromes schöne Wogen,
Du tauchst in seine klare Fluth;
Doch weisst du, wo er hergezogen,
Und wo er müd` vom Laufe ruht?

Du hörst `des Dichters ... weiterlesen


Die Träume

Einst sah ich mein Herz im Traume,
Drin einen leuchtenden See,
Und goldne Bische schossen
Vom blauen Grund in die Höh`.

Eine Jungfrau in purpurnem Kleide
... weiterlesen


Der ewige Jude

Erhebe deine trägen Wellen,
Du mattbewegter Strom der Zeit!
Lass sie zum Haupt des Berges schwellen
Aus ihrer dumpfen Niedrigkeit!
Dass sie auch mich, auch mich ... weiterlesen


An die Neugierigen

Es giebt so Leute, die sich plagen
Um Grund und Lösung überall;
Und die nur nach dem Faden fragen,
Dran sich gebildet der Krystall.

Habt ihr vom Juden sie ... weiterlesen


Auf einen Garten

Es hat an eine schöne Stelle
Der Sehnsucht Band geknüpft mein Herz;
Nun riss mich weg des Lebens Welle
Und lange töne nach der Schmerz.

Du Garten! wo ich unter ... weiterlesen


Kupferstecher Müller

Es hatte an irdischen Werken genug
Versucht sich des Künstlers Walten;
Da steigt er auf mit kühnerem Flug
Zu göttlich hohen Gestalten.

Ihm ist, als schaut` er ... weiterlesen


Der Tempelbau

Es ruht det königliche Sänger
Von manchem schweren heissen Krieg;
Geschlagen sind nun alle Dränger,
Die greisen Locken krönt der Sieg.
Doch dieser Erde Grösse ... weiterlesen


1. Die Psyche

Es schläft die Puppe unter`m Boden
Sobald des Herbstes Roth verglüht.
Und näher reicht sie an der Todten
Als an der Lebenden Gebiet.

Hier wo kein` Schaffen und ... weiterlesen


Das verlorne Paradies

Es waren aus, den stamm Banden
Die Sternenwelten schon erstanden
Aus reicher Nacht uraltem Schooss,
Als mit des Menschen ernstem Bilde,
Voll stiller Kraft, voll starker ... weiterlesen


Abhängigkeit

Es wird der Ruf der Glocken,
Der festliche Gesang
Zur Kirche keinen locken,
Dem nicht das Herz schon klang.

Nie hat der Reiz der Farben
Halbblindem ... weiterlesen


Grossmuth

Es zog in ferne Lande,
Im dürftigen Gewande
Ein Pilger einsam fort;
Ihn treibt ein kühn Verlangen,
Und eh` er weggegangen,
Hat er gelobt das Wort :
Wenn, ... weiterlesen


Das Glück

Euch allen weih` ich meine Thränen,
Die ihr mit ungestilltem Sehnen
Des Glückes sel`ge Inseln sucht;
Die ihr nach bang verweinten Nächten
Des Lebens unerkannten ... weiterlesen


Der Akrobat

Hat er die ird`sche Schwere ausgezogen?
Hebt ihn das grüne luft`ge Kleid empor?
So kühn blickt er zum blauen Himmelsbogen,
Als winkte dort des Paradieses Thor!
Der ... weiterlesen


Ghasel

Hatte ich Wein getrunken am Morgen, um, schnöd` zu vergessen,
Dass zu verzeih`n des Profeten Gebot ist?
Schmerz hat den Spiegel der Seele getrübt, nicht bedacht` ich, dass 
... weiterlesen


Pirithous - I.

I. Unmuth und Entschluss

`Da liegen Schwerdt und Schild am Boden!
Was soll mir noch des Armes Kraft?
O wär` ich drunten hei den Todten,
Ein Schatten ohne Mark und ... weiterlesen


Der Junggesell

Ich bin ein leichter Junggesell
Und wandre durch die Welt,
Nomadengleich erbau ich schnell
Und breche ab mein Zelt.

Wohl träumt mir oft, es hab` ein Weib
... weiterlesen


Verschiedene Trauer

Ihr Mädchen seyd wahrlich übel daran,
Wenn euch stilles Hoffen betrogen!
Wenn plötzlich auf abgewendeter Bahn
Der Geliebte davon gezogen!

Ihr dürft nicht in ... weiterlesen


Verschiedene Bahnen

Ihres Daseyns Dunkel aufzuhellen
Kreuzet sich der Menschenkinder Bahn
Auf des Lehens sturmbewegten Wellen,
Und doch — alle trägt Ein Octan.

Gläubig bringt der ... weiterlesen


Pirithous - II.

II. Die unglückliche Werbung

Was im Himmel wird beschlossen,
Das erfüllt sich in der Welt,
Und es muss die Blüthe sprossen.
Wo der Götter Same fällt;
... weiterlesen


Sonette an die Frauen - II.

II.

Im Gartenhain, auf einem Silberthrone,
Von Gluten, die dem sel`gen Aug` entflossen,
Den strengen Ernst der Züge weich umgossen,
Hebt sich in seel`ger Hoheit ... weiterlesen


Pirithous - III.

III. Die Befreier

Wer möchte dem Kleiden künden,
Der Freunde lange tiefe Schmach,
Dass plötzlich in des Orkus Gründen
Der kühne Held die Bahn sich brach?
... weiterlesen


Sonette an die Frauen - III.

III.

Die Sonne glüht. In träumenden Ermatten
Irr` ich umher. Ha! welch` ein seel`ges Schauen!
Es weilt ein holde Schaar von Frauen
In eines Haines düftereichen ... weiterlesen


Niedernau

Im eng begränzten Thales-Raume,
Gekrönt von dunkler Tannen Pracht:
Welch` Leben, plötzlich wie im Traume,
Und welche Lust ist hier erwacht?

Einst war es hier so ... weiterlesen


Vision

Im Traum` ward ich in`s Todtenland getragen,
Im Kranz der grünen golddurchblinkten Bäume
Sah ich krystallne stille Tempel ragen,
Und Flammen rötheten die ernsten Räume;
... weiterlesen


Das Götterbild

In der Hütte, schneeummauert,
Von der Sturme Wuth durchschauert,
Sass ein nächtlich trübes Paar;
Und der Knabe sinkt in Schlummer,
Und den Alten drückt der Kummer
... weiterlesen


Der Liebestrank

In Winters Kälte verdichtet
Sich die Rinde von Eis um den Wein;
Der Geist, der belebende, flüchtet
Sich tiefer und tiefer hinein.

Gar winterlich dünkt mir das ... weiterlesen


Einer Ungekannten

Ist`s möglich, dass die Seelen sich erkennen,
Ob sich die Leiber fern geblieben wären?
Dass sie verknüpft ein geistiges Verkehren,
Ob Meer und Länder auch sie neidisch ... weiterlesen


Sonette an die Frauen - IV.

IV.

Am Sommermorgen auf dem Blumenplan
Hat mich ein süsses Wunder überkommen:
Jungfrau`n, wie Rosenblumen halb entglommen,
Sah` ich in edlem Tanze schwellend ... weiterlesen


Verlust

Ja verloren, verloren ist sie der liebenden Seele!
Und dem unendlichen Leid bleibt die unendliche Zeit.
Seyd mir gesegnet, o Tage, wo noch mit glühenden Farben
Mir der Zukunft ... weiterlesen


Brief

Ja! du bist hier gewesen,
Gabst mir die liebe Hand!
Und mutet es nun erst lesen,
Was schweigend ich empfand.

Wie hab` ich mit Verlangen
Wie schmerzlich dein ... weiterlesen


Todten-Wache

Jezt will ich recht, mein Liebling! um dich klagen!
Die ganze Nacht dein liebes Bild beschauen;
Die Augen, ach! die einst so himmelblauen;
Ich will, o Gott! das Zärtlichste dich ... weiterlesen


4. Die Freiheit

Jezt will sich Wohl bequemen.
Der Most, der wild gewährt!
Er quillt hervor, zu Strömen
Von lauterm Gold verklärt
Es hat sich nun geleget
Der wilde Uebermuth;
... weiterlesen


Lord Byrons Lebewohl

Lebe wohl! und wenn für immer,
Sey`s — für immer, lebe wohl!
Bist auch unversöhnt du — nimmer,
Doch mein Herz dir zürnen soll!

Sähst du diese Brust ... weiterlesen


Heidenthum

Leuchtende Blitze der Wonne flogen
Ueber des blühenden Gottes Gestalt,
Jezt hat die Seele ihm Trauer umzogen,
Fühlen auch Götter der Liebe Gewalt?
In seinem Auge ... weiterlesen


An die Nacht

lieber allen Welken, Lebensmüden
Schweb! o Nacht! mit deinen stillen Frieden!
Giesse in das grosse Trauerhaus
Deine goldne Schlummerschaale aus!

Wer des Lebens ... weiterlesen


Nachsommer

Lieder, die ich einst gedichtet,
Hoffnungsreich und himmelklar,
Als mein Herz, von dir gelichtet,
Deines Auges Spiegel war,
Treten frisch vor meine Seele,
Und manch ... weiterlesen


Shelleys Leichenbegängnis

Lord Byron erzählt:

Wir steuerten voll Wehmuth nun zum Porte
Und Männer trugen an das Land die Leiche;
Der Thränen Andrang hemmte mir die Worte,
Als die Gestalt ... weiterlesen


Virtuosität

Menschen giebt`s, die rasch und glücklich
Alles treffen in der Welt;
Was sie reden, das ist schicklich;
Was sie treiben, das gefällt.

Kommen stets am rechten ... weiterlesen


Vorwärts

Mir winken blaue Hagel
Geküsst von Sonnenglut;
Nicht hat der Körper Flügel,
Doch lebt im Geiste Muth.

Ich will die Seele baden,
Will selbst vom ... weiterlesen


Der Schnee

Mit der handgeschmückten Zitter
Und die Brust von Seufzern schwer
Wandelte der nord`sche Ritter
Durch` Tolosa`s Blüthenmeer;
Bald ertönen die Gesänge,
Wie das ... weiterlesen


Verwandlungen

Nach Mährchen horcht noch immer dieses Herz —
Mag man es kindisch, unvernünftig nennen!
Es möchte sich von jenem Farbenscherz
Nur mit dem letzten Athemzuge trennen;
... weiterlesen


Das Urtheil

Nass das Aug`, im Antlitz trübe Glut,
Wirr und kraus der Rabenlocken Flut,
Ausgelöscht von Gram der Hoheit Huld,
Stellt sie schweigend da — ein Bild der Schuld.

... weiterlesen


Der Olympische Zeus des Fidias

Noch in des Morgens rother Frühe
Rafft Fidias sich auf aus süsser Rast;
Dem Bild, das mächtig sein Gemüth erfasst,
Weiht er des Tages angestrengte Mühe;
Denn, wem ein ... weiterlesen


Die Sterne

Oft wenn, von Lieb` und Lust verlassen,
Fern lichtem goldnem Element,
Der Geist, in ungemeinem Hassen,
Nur in der Nacht sein Bild erkennt:

Verwandelt des ... weiterlesen


Alterthum

Rückwärts wendet mir oft, zur Jugend des Menschengeschlechtes,
Unsrer Zerflossenheit satt, sich zur Begrenzung der Blick.
Griechisches Volk, du bist`s, das schönste der ... weiterlesen


Gesang der Mänaden

Schwankend stürzen sich Thäler und Hügel,
An dem entzückten Auge vorbei;
Jakchos erfasst die goldenen Zügel;
Gieb statt der Arme, o gieb uns Flügel,
Dass begleitet ... weiterlesen


Saul und David

Schwer drückte schon die Königslast
Saul`s sieggekröntes Haupt;
Der Priester, der ihn bitter hasst,
Hat ihm die Ruh` geraubt,
Verkündigend mit kecker Stirne:
... weiterlesen


Der Soldat vor der Schlacht

Sey stille mein Herz und schlage nicht so!
Ist Alles denn tun, wenn die Liebe entfloh?

Ich bin nicht verlassen. Ich hab eine Braut,
Ich bin ja der Fahne mit Eid ... weiterlesen


3. Der Dichter

Sind plötzlich denn verschloss`ne Thore
Versunkner Welten aufgethan?
Es wogt Gesang in vollem Chore
Aus tausend Kehlen himmelan!
Es wandelt unter Baisarodüften
... weiterlesen


Antwort

So sinnend schritt ich an den Rosengängen,
Wo süsse Wohlgerüche mich berauschten,
Viel bunte Vögel Kuss und Liebe tauschten,
Der Lenz sich hob mit Blüthen und Gesängen.
... weiterlesen


Einsamkeit

So wie dem mächtig sausenden Orkan
Das leise Spiel der Blätter geht voran,
So rührt der Leyer angespannte Saiten
Mit leisem Klang geheime Macht von Weilen;
Mein Auge ... weiterlesen


Rastlosigkeit

So wie sich im Bache harmlos und mild
Der Himmel, die Blütenflur spiegelt —
Doch nimmer hält ihn das reizende Bild,
Fort zieht er von Sehnsucht beflügelt:

... weiterlesen


Die Sommergeister

Sommers laufen in Mittagsglut
Ohne die Sohlen zu ritzen,
Luftige Geister ohne Blut
Über der Ähren Spitzen.

Wenn die Erde recht dürr und heiß,
Werden sie ... weiterlesen


Der Wirtshaustisch

Unlängst auf einem Wirtshaustisch
Sah ich der Namen bunt Gemisch
Vom Rande bis zur Mitten
Ins Eichenholz geschnitten.

Nachdenklich sah ich auf die Bank
Und ... weiterlesen


Sonette an die Frauen - VI.

VI.

Wem ziemt`s, des Geists, des werdenden, zu pflegen?
Den Frauen, die an weichen Mutterbrüsten,
Dem zarten Kind das schwanke Leben fristen
Und lenken seinen ... weiterlesen


Feste

Vieles ist`s, um was ich muss beneiden
Der Hellenen glückliches Geschlecht!
Und des Jubels tiefempfundne Freuden,
Um des Festes Wonne gross and ächt!

Ach bei ... weiterlesen


Mein und Dein

Vieles Streiten ist hienieden,
Vieler Hass um mein und dein;
Wann doch wird der ew`ge Frieden,
Alles recht im Gleise seyn?

Sichert immer eure Güter,
Euer ... weiterlesen


Die Altarlampe

Von Alfons de Lamartine

Im Tempel, wo es schaurig nachtet,
Alleinz`ge Leuchte, blasser Stern!
Warum so still und unbeachtet
Verzehrst du` dich vor Gott dein ... weiterlesen


Die Bestattung

Von Bergen ist umhegt ein stilles Thal;`
Früh scheidet dort der Sonne goldner Strahl,
Der lange noch mit seiner Purpurglut
Auf schwellend reichen Rebenhügeln ruht.

... weiterlesen


Herbstgefühl

Von einem Tage will ich euch erzählen,
Der meine ganze Jugend umgewandelt,
Der in mein Leben aus dem tiefen Schoosse
Der Ewigkeit, doch als ein Schatten, fiel.

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Erinnerungen

Von Midas sagt man: dass durch sein Berühren
Sich jedes Ding sofort verkehrt zu Golde;
Der Strom, drin er sich wusch, metallen rollte,
Und golden starrte, trat er ein, die ... weiterlesen


Griechischer Heldensinn

Von Thessaliens Gebirgen bricht herein der Perser Macht,
Dumpf erschallt der Völker Brausen, Rosse wiehern nach der Schlacht;
Aufgegangen ist die Sonne fern im Osten blutig roth,
... weiterlesen


Ludwig XIV

Vor dem stolzen Louis erscheinen
Genua`s flehende Gesandte;
Bittern Frieden sie erkaufen
Mit der Unterwerfung Schande.
    L`etat c`est moi!

... weiterlesen


Worte der Erinnerung an den 25. Juni 1530

Was dauernd steht im Bache der Geschichte,
Ein leuch[t]end Zeichen in dem Strom der Zeit;
Was, ein gereifter Baum, die edlen Früchte
Den Wanderern zur süssen Labe beut:
... weiterlesen


Alarichs Grab

Was ist dem kühnen Volk widerfahren,
Dass das Lager von Trauer wiederhallt?
Alarich starb, noch jung an Jahren,
Aber an Siegen und Tugend alt!
Kindlich weinen die starken ... weiterlesen


Die Gefangenen

Wenn aus der Wälder grünen Nächten
Den Falken fing des Jägers List,
Wenn er in künstlichen Geflechten
Ein klagender Gefangner ist:

Dann sezt er sich in ... weiterlesen


LUDWIG UHLAND

Wenn früher ich des Lebens Loos gezogen,
Wenn meine Wallfahrt Deine Bahn berührt:
Dann hätte auf des Wohllauts blauen Wogen
Dein herrlich Schiff das meinige geführt!
... weiterlesen


Lust und Schmerz

Wenn truuken ist der Geist von seliges Gluthen,
Dann taucht er nieder in des Liedes Fluthen;
Und immer frisch und jugendlich und heil
Strömt weiter der beseelte Silberquell,
... weiterlesen


Die Jugend

Wer hat gesehen das Meer
Wellenlos zitternd,
Endlosen Spiegel
Tiefdunkeln Blau`s:
Und hat nicht der Sehnsucht
Stumme Gewalt gefühlt,
Hinabzusinken,
... weiterlesen


Schöner Tag

Wer, in kecker Reiselust,
Himmelhoch auf Bergen schweifet,
Dem geschieht wohl, dass die Brust
Schnell ein tödtlich Weh ergreifet;

Dass urplötzlich alles Blut
... weiterlesen


2. Die Jungfrau

Wie nach lang verträumten
Wochen lieber eine laue Nacht
Zarte Rosen, aufgebrochen,
Stehn in frischer Jugendpracht:
Also tritt mit Einemmale
Aus der Kinder wildem ... weiterlesen


Rückblick

Willst du`s, o Herz! dir nicht gesteh`n:
Du weidest dich noch immer
In stillen Stunden, ungeseh`n,
An alter Liebe Schimmer?

Die Abgebrannten, die mit Noth
... weiterlesen


Alexander nach dem ersten Sieg

Wirf, glüh`nde Sonne! wirf noch einen Strahl
Auf mich, eh` du versinkst im Wellengrabe!
O schau` mich an, der ich zum erstenmal
In blut`ger Schlacht den Sieg errungen habe.
... weiterlesen


Hohenzollern

Wo auf des Berges Höhen
In halbzerstörter Pracht
Ruinen trauernd stehen,
Wenn rings ein Eden, lacht;

Ergreift ein seltsam Ahnen
Die Brust mit süsser ... weiterlesen


Die Rettung

Wo des Berges Spitzen schimmern
In der Sonne leztem Roth,
Klimmt ein Jüngling an den Trümmern
Schnell empor in Todesnoth.
Ist`s ein frevelnder Verbrecher?
Hat er ... weiterlesen


Der Schmuck

`Reich mir das Kleid von Seide,
Mit Purpurfluth getränkt,
Das, zu der Mädchen Neide,
Der Fremdling mir geschenkt.

Es werden alle Gäste
Erschein` ich so, ... weiterlesen


Die Bitte

`Willkommen, o Seemann, in meinem Schiff!
Als Jüngling zogest du aus;
Ich hab` errungen ein Königloos,
Bis als Mann du kehrest nach Haus!

Ich gab dir das Holz, ... weiterlesen


Sparsamkeit der Natur

„Sonne! Königin der Farben!
Warum lassest du die Welt
Meist in fahlem Grau nur darben,
Das so trüb in`s Auge fällt?

Mit dem Flammenrad darf prahlen
Der ... weiterlesen



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