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Gedichte - Gustav Schwab


Das Schäferfest

(Urach 1814.) Drüben auf den grünen
Feldern, Drüben zwischen dunkeln
Wäldern Wogt das bunte
Schäferspiel; Muntre Knaben aus dem
Städtchen, Rasche Mädchen
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Prolog...

...gesprochen in einem Concerte für
Schleswig-Holstein am 2. November
1850. Im friedevollen Reich der
Töne Vereinigt uns die Harmonie; Da
herrscht sie noch in ihrer Schöne,
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Zueignung des Tübinger...

...»Neuen allgemein deutschen Commers-
und Liederbuchs« von 1815 Du bist
es, der wir diese Lieder bringen, Wir
grüßen dich, du edle
Burschenschaft! Auch du bist wieder
frei, dar
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Gedächtnißfeier

1. Zu Goethe`s Tasso 1832. Du
schufest uns in Worten eine Welt, Wer
preist mit Worten würdig dich, o
Held? Was wir durch dich empfunden und
geschaut, Macht si
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Am Sophientage

1. Von jener Weisheit, die vor Gottes
Thronen Verständig, heilig, einig,
mannichfaltig, Rein, freundlich, sanft
und klar und doch gewaltig, Von
Anbeginn mitschöpfend durfte
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Deutschheit

1810. Sie tönen alle laut in mir
zusammen Die reinen Hymnen
vaterländ`scher Dichter; In meinem
deutschen Herzen wird es lichter: Nicht
schäm` ich mich, von solchem Volk zu
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Sonnenschein

1816. Alle Blüte war verdorben In
der trüben Regenzeit, Aller Sang war
ausgestorben, Keine Freude weit und
breit. Was gespielt im Herzen
munter, Ganz erstarr
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Zum neuen Jahr

1820. Es geht der Wunsch, der holde
Knabe, Am neuen Jahr von Haus zu
Haus, Sieht sich in eines Jeden
Habe Wohl um, und spürt die Lücken
aus. Er geht, im Himmel zu be
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Die neue Zeit

1824. Seltnes ward von uns
erlebet, Einer von den großen
Tagen; Ja, die Weltuhr hat
geschlagen, Daß die Mitternacht
erbebet. Funkelnd glänzten die
Gestirne
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An das Wasser

1825. Wir stehen an des Jahres
Schwelle, Ein Thor der Zeit ist
aufgethan; Doch hinter uns wogt deine
Welle, Du tobend Element, uns an. Wir
blicken rückwärts noch mit
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Gottes Engel

1826. Seiner Boten einen Aus der
Engel Schar Läßt der Herr
erscheinen Jedes neue Jahr. Aus der
Zeiten Pforte Schwebt der
Himmelgeist, Den er se
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Griechenlands Hoffnung

1827. Es ging das Jahr in mattem
Schlummer Verachtet seinem Ende zu, Im
Osten wühlt der alte Kummer, Und um
uns her ist Grabesruh; Das Licht der
Wahrheit – mag`s er
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An Ludwig Uhland, den Abgeordneten

1832. Die grauen Bücher melden Von
einem Römerhelden, Den man bei`m
Pfluge fand; Er hatte längst
vergessen, Daß er im Rath
gesessen, Daß vorn im Feld er st
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An einem Sonnentage

1832. Gewischt vom Himmel ist der
trübe Flor, Das Heer der Regenwolken
ist verstoben, Smaragden steigt der
Berg ins Blau empor, Mit einem Netz von
Sonnenglanz umwoben,
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Biston

Am Jahresschluß
1827. Vorbereitet Sind die Geschicke
der Welt. In allen Zonen drängt sich
aus dem Boden Die Saat hervor, Decket
mit ihrem Sammte Die Erd`, als
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Wechselsang

Am Regierungsjubelfeste des Königs
Wilhelm von Württemberg,den 28. Sept.
1841. Die Glocke, die Kanone Sie
singen Wettgesang, Die Glocke hell im
Tone, Das Stück mit rauhem
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Vermächtniß

An die Freunde. Es kommt die Zeit, da
ich nicht mehr zu sagen, Was dieses
Lied euch deuten soll, vermag; Da
dieser Mund auf eure Grüß` und
Fragen Tief schweigen wird, und n
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Rechtfertigung

An dieselbe. O zürne nicht, daß ich
muß offen tragen Mein sehnend Herz,
von Liebesglut verzehrt: Was Hoffnung
leis` als Blüte hat genährt, Das
haben schnell zur Frucht g
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Weiblichkeit

An dünnen Fäden lieblich
aufgesaitet Hängt eine Leier unter
Blumenduft. Es braust der Sturm hervor
aus seiner Kluft, Der Felder mäht und
mit den Eichen streitet. Du schwa
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Mit Flemmings Gedichten

An einen Kritiker. Sollt` es auch
kein Dichter sein, Ist`s doch eine
Sängerkehle, Die aus frischer, voller
Seele Sang ein Lied, nicht ohne
Fehle, Doch vom Staub der E
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Irrtum

An Sophie. Du fandest mich um alte
Liebe klagen, Dein freundlich Auge sah
mich tröstend an! Wie bald genas ich
von dem finstern Wahn Und sah in dir
die neue Hoffnung tagen!
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Liebe im Winter

An Thekla. Sie ist o schön, des
Winters stille Gegend, Wann rings die
Flur im Schnee sich blendend hebt, Und
über ihr, den lichten Kreis
bewegend, Der Mond mit seinem Stern
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Ausmarsch

Angelegt den Sommerrock, Auf, ergriffen
Hut und Stock, Himmel steht im blausten
Kleide, Erd` in ihrer grünsten
Seide. Ei wie lacht des Wandrers
Herz Heut` am letzten
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Nachruf an August Mayer

Antwort auf dessen »Abschied« im
»Deutschen Dichterwald für
1813.« Ach! nicht so gut ist dir`s
geworden, Du edles liebemut`ges
Herz, Zu schweben in dem heil`gen Orden
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Das Neckarthal bei Canstatt

Auf eine Landschaft von
Steinkopf. Zarter Ueberflug von
Licht, Das aus frühem Nebel
bricht! Welch ein Thal aus fernen
Landen Ist vor meinem Blick
erstanden? Weiche H
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Die Feuerwerkerstochter

Auf waldigem Boden, im grünen
Moose Umwebt`s den Baum, wie Schimmer
der Rose Wie Nelkendunkel, wie
Tulpenlicht, Wo liebliche Jugend den
Reigen flicht. Schwarzbraune Maid, di
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Hans Hemmling

Aus Brügge reitet im Niederland Ein
königlicher Held, Er ist der kühne
Karl genannt, Ihm steht kein Feind im
Feld. Sein Auge schwarz und
schlummerlos Schießt i
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Ein Kranz

Aus des Ufers Maiengrün Pflückt das
Kind Vergißmeinnicht. Fröhlich sieht
der Bach es blühn, Wie`s die
Frühlingskrone flicht. Kommt die
Krankheit, färbt es bleich,
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An denselben

Bei der Geburt des Kronprinzen. Im
Namen des Stuttgarter Gymnasiums. Wir
singen, Fürst, zu deinen Füßen Ein
Lied, das uns die Liebe lehrt, Den
Neugebornen zu begrüßen,
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An Seine Majestät den König von Württemberg

Bei der Verfassungsfeier 1819. Im Namen
des Stuttgarter Gymnasiums. Jüngst
noch in den großen Alten, Deren
Blätter wir entfalten, Lasen wir von
Freiheit viel, Von Gesetz u
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Einzug

Da bin ich nun, ihr Berge blau, Du
fremdes Dorf, du neues Gau! Ich hab`
das Alte gar vergessen, Mir ist, als
hätt` ich`s nie besessen. Empfangt
mich freundlich, Wald und Feld,
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Abendsegen

Dank, Vater! dir für Leid und Lust Und
was du mir gegeben. Laß mich, wie
dieses liebe Heut, Mein Morgen auch
erleben. Erfüll` mir keinen thör`gen
Wunsch, Das Gute laß nic
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Nachruf an Wilhelm Müller

den Dichter der
»Griechenlieder« Des Himmels
Schützlinge, die Sänger Der Erd` und
ihrer Lieblichkeit, Hieß das Geschick
sonst gütig länger Verweilen in der
flücht`gen
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Johannes Kant

Den kategorischen Imperativus fand, Das
weiß ein jedes Kind, Immanuel
Kant. Dem kategorischen Imperativus
treu, Zwang durch ihn wilde Seelen zu
frommer Scheu Lang` vor Immanuel Herr
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Kaiser Heinrichs Waffenweihe

Der junge König Heinrich schlief Zu
Goslar in der Kammer tief, Verschlossen
waren alle Türen, Es durfte sich kein
Leben rühren, Kein Hall den langen
Gang durchlief, Der jun
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Im Tempel

Der Priester schweigt, es sendet die
Gemeine Von halbbewegten Lippen stumme
Bitte; Verklärend gießet ihre
Heil`genscheine Die Sonne nieder in der
Beter Mitte. Dort steht von ihrem
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Zum 18. October 1814

Die sollen wir ihn recht begehen Den
Tag der Freiheit? fragt nicht
lang! Seht ihr die Tempel Gottes
stehen, Hört ihr der Morgenglocke
Klang? Erst tretet in der Kirche
Mitten
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Kirchenbesuch am 18. October 1814

Die Sonne lichtet sich in
Morgenbläue, Will hell ihr siegreich
freies Land bescheinen; O dumpfe Stadt,
wirst du dich nicht vereinen, Den Herrn
zu preisen für die ew`ge Treue?
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Allgegenwart der Geliebten

Dort, wo durch zartes Rebengrün Ein
schmaler Steig sich bahnet, Der Blumen
holdes Niederblühn Mich an die
Blüh`nde mahnet: Wo vor dem engen
Rasenplatz, Die Erde sich entfal
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Tischgebet

Du hast uns aufgesetzet Von deinem
guten Wein: Wenn wir uns dran
geletzet, Laß, Herr, es uns
gedeihn! Du lässest es nicht
fehlen An Liedern hell und gut, So g
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An einen Greis

Ein halb Jahrhundert lang hast du
geleeret Des Weines und der Liebe
Freudenbecher; Mutwillig Liebender,
unmäß`ger Zecher, Zum Maß hat dich
das Alter erst bekehret. Doch bl
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Nachtklage

Ein holder Jüngling, sagen uns die
Alten, Erscheint allnächtlich an der
Ruhestätte, Er neigt sich
sinnbethörend über`s Bette, Still
weiß er mit des Mohnes Kraft zu
walten.
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Liebe in der Fremde

Endlich rauscht des Stromes Welle, Die
so fremd mir klang, vertraut; Berg und
Thäler schauen helle, Und der Geist
der Flur wird laut. Heimat ist`s in
meiner Seele, Heimisch w
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Erdenkrieg und Himmelsfrieden

Es blickt der Erden Antlitz
unverdrossen Jahrtausende hinauf zur
Himmelsau, Hinein ins friedlich
unbefleckte Blau – Und hat doch
tausend Ströme Bluts vergossen. Der
Aether
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Sonette an G.

geblieben im Zweikampfe am 10. März.
1814. 1. O möchte mir dein
traurig Bild erscheinen, Dein bleiches
Angesicht der letzten Stunde, Der bange
Schrei, das Blut der
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Liebesmorgen

Gelagert sprachlos saßen wir im
Kreise, Ein Jeder sann den
Morgenträumen nach; Da öffnete die
Pforte sich, und leise Tratst du herein
und standst in dem Gemach, Und neigtest
dich
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Im Jahr 2030

Gespräch. Knabe. Komm heraus,
Urahn! An meinem Arm. Die Lust ist
warm, Die Sonne wandelt auf blauer
Bahn. Greis. Grünt der Wald
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Heuernte

Heuernte, schönste Zeit im Jahr, Der
Wald längst grün und doch noch
klar, Die Blumen ganz im Blühn, Die
Saat noch hoffnungsgrün. Grün
hängt die Frucht im dichten Baum,
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Nachruf an Wilhelm Hauff

Im Namen der Freunde gedichtet und am
Grabe gesprochen. O heller Tage dunkles
Ende, Tod! Den Schleier wirfst du über
viel Gestalten, Die reich an Leben und
von Jugend rot Vor diesem
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Zueignung

In das gelobte Land der Liebe Hab` ich
nur einen Blick gethan: Drum, ob ich
tausend Lieder schriebe, Sind sie nur
alle Traum und Wahn. Ich selbst weiß
nicht, was ich gesunge
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Der Wohllaut

In Matthisson`s Stammbuch. Wo
strömet ihr, in dunkle Nacht
begraben, Des heil`gen Wohllauts
unversiegte Quellen? Im dichten Hain
forsch` ich nach euren Fällen; Ihr
rauschet
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Ein Lebenslauf

In unser armes Fleisch und
Blut Verkleidet sich das ew`ge
Gut. Den aller Weltkreis nicht
beschloß, Der liegt in einer Mutter
Schoos. Spät, aus der Hütte, tritt
hin
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Heimkunft

Jetzo steh ich vor dem Thale, Das der
Dunst nicht mehr verhüllt, Das sich,
eine blanke Schale, Bis zum Rand mit
Sonne füllt. Bin aus ihm gleich
einem Diebe Durch der
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Herbstesahnung

Lang ist es her: die welken Blätter
sanken, Der Nordwind brauste durch die
Nächte hin, Ein ödes Mondlicht trüb
aus Wolken schien, Hinschleichend durch
der Reb` entlaubte Ranken.
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Am Morgen des Himmelfahrtstages

Laß dich nicht den Frühling
täuschen, Herz, der dich mit Lust
umringt, Wo mit wonnigen
Geräuschen Wald und Flur von Leben
klingt; Wo sich auf den Aesten
wiegen Kehlen, vol
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Gesellschaftslied auf dem Bodensee

Melodie: Bekränzt mit Laub den lieben
vollen Becher. Stimmt an den Sang,
die grünen Wogen lauschen Im alten
Schwabenmeer, Sobald ihr singt,
beginnen sie zu rauschen Und hü
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Sonett

Mit Uebersendung von Flemmings Gedichten
an ein Paar im Dörflein
Winzerhausen. Mein Flemming! dich,
auf Reisen wohlerfahren, Auch heute
send` ich dich auf eine Reise, Wenn du
noch
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Rückblick

Mit zwanzig leichten Lenzen Lag ich in
diesem Wald, Und seh` ihn heute
glänzen In gleicher Lichtgestalt! Es
duften seine Würzen Und seine Bäche
stürzen, Ja, nimmer
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Rückblick

Mit zwanzig leichten Lenzen Lag ich in
diesem Wald, Und seh` ihn heute
glänzen In gleicher Lichtgestalt; Es
duften seine Würzen Und seine Bäche
stürzen Ja, nimmer w
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Maria mit dem toten Jesus auf dem Schoos

Nach einem Bilde. »So hielt ich
dich, ein zartes Kind, umfangen, Das
erste Lächeln blüht` auf deinem
Munde, Und sanft gehoben aus des
Herzens Grunde Trat dir das Blut err
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Die stille Stadt

Nenne mir die stille Stadt, Die den
ew`gen Frieden hat, Deren düstere
Gemächer Sanft sich bauen grüne
Dächer: Ueber ihrer Häuser
Zinne Wandelt ernst der Fremdling hin,
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Die Linde

November 1840. Die Nacht durchbrauste
wilder Wind, Am Morgen war es
blau. Ich ging vorbei mit meinem
Kind Am Lindenbaum auf der Au`. Der
Knabe rief: »Sieh, Va
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Im Kursaal

Nun gar hinein zur großen Welt, In
ihren grellen Saal! O Wandrer, was dein
Herz erhellt, Such`s nicht im
Kerzenstral! Und doch – was fesselt
mich denn hier? Warum v
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An die deutschen Frauen

Nun uns Freiheit ist erstritten In
Gedanken, That und Wort, Schaffet denn
die fremden Sitten Ihr auch, deutsche
Frauen, fort! Ist nur erst aus euern
Herzen Aller welsc
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Nachruf

Nur eine laß von deinen
Gaben, Verschwundne Liebe, mir
zurück! Nicht deine Freuden will ich
haben, Nicht dein beseligendes
Glück. O schenke nur den Schmerz mir
wieder,
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Das Wort der Liebe

O aller Berge Quellen, Tönt mit
berauschten Wellen Vernehmlich durch
die Luft! O aller Thäler
Bäume, Säuselt mir leise
Träume, Und sendet süßen Duft! Es

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Wechsel

O Liebe, falsche Trügerin, Mit Lust
und Kosen Kriegerin, In Demut stolze
Siegerin, Wie hast du mich
betrogen! Aus kühler
Abgeschiedenheit, Aus einsamer
Zufriedenheit
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Erinnerungslied an ein Brautpaar

October 1832. Gedenket ihr des
Blütenkranzes, Der unsre Karawan`
umfing, Als sie im Blau, voll
Sonnenglanzes, Am frühlingsgrünen
Berge hing? Wir athmeten
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Die Gesänge

Oft im Gewitter, Trübes mir zu
schönen, Erhuben sich die Göttinnen
des Sanges, Der Donner hallte
fürchterlichen Klanges: Es war der Ode
mächtig kühnes Tönen. Die Elegi
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Vorzeichen

Oft, wenn ich einen langen Tag
verloren, Mit sehnsuchtsvollem Harren,
eitlem Hoffen, Nicht auf den trauten
Wegen Sie getroffen Und Liebe, Götter,
Glück umsonst beschworen:
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Wandre – Andre

Ruhen ist so süß! doch:
Wandre, Wandre! heißt des Schicksals
Wort. Ruhen ist so süß! doch
Andre, Andre dehnen sich im
Port. Was du suchest, haben
Andre, Andre zie
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Lied in der Mark

Schad` ist`s um den blauen
Himmel, Schad` ist`s um den
Sonnenschein, Schad` ums lustige
Gewimmel Wohnungsloser Vögelein!
Sonn` und Luft hat kein
Ergötzen, Scheint u
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Abschied vom Gebirge

Schnee und Blüte hängt am Baum, Doch
gewinnt die Blüte Raum, Lacht sich von
den Flocken An der Sonne
trocken. Das Gebirg liegt hinter
mir, Ferne winkt der Ebne Zier
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An die Geliebte

Sie fassen nicht den ew`gen
Schimmer, Der dir aus deinen Augen
geht, So wie des Mondes heil`gen
Flimmer Kein irdiches Gemüt
versteht. Hell muß es, wie die Sonne,
blenden, Wa
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Morgenbegegnung

Sie ist an mir vorbeigegangen, Mit
flücht`gem Gruße schnell und
kalt, Kein Schimmer flog auf ihre
Wangen, Kein Licht durchzückte die
Gestalt. Wie anders haben meine
Träum
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Festmorgen

Singen möcht` ich Liederweisen, Meinen
Herrgott möcht` ich preisen, In dem
Tempel möcht` ich stehn. Und doch
läßt sich in die Runde, Auf den
Umkreis einer Stunde, Nichts
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Am 17. Februar 1815

So feir` ich denn mit
Thränen, Einsamen Leiertönen Den
freudenreichen Tag! Sie möcht` ich
grüßend küssen, Und kann, ach, doch
nicht wissen, Wie es zu ihr gelangen
mag.
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Lied im Norden

Stehen denn die nord`schen Winde Und
das fremde Baumgesaus Auch im Bund mit
meinem Kinde, Daß sie sprechen leise,
linde, Südlich ihren Namen aus?
Weil ich einmal si
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Den Naturforschern

Stuttgart, im Herbste 1834. Ihr
fragt, warum die Sonn` erschien Auf
einem goldnern Wagen, Und sich den
Wolkenhermelin Der Herbst nicht
umgeschlagen? Nicht hat
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Heloise an Abelard

Uebertragung aus dem Latein. Ruhe sei
dem Abgemühten, Dem von Liebespein
Durchglühten; Bei den Seligen zu
sein Flehend bat er, Und jetzt trat
er In des Heilan
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Das Gewitter

Urahne, Großmutter, Mutter und Kind
In dumpfer Stube beisammen sind; Es
spielet das Kind, die Mutter sich
schmückt, Großmutter spinnet, Urahne
gebückt Sitzt hinter dem Ofen i
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Frühlingsmorgenlied

Viel erwart` ich gar von euch Frischen
Morgenlüften, Viel von dir, du
Waldgesträuch Mit den Lenzesdüften.
Erstlich sollt ihr meine Brust, Die
erkrankte, heilen,
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An eine Weinende

Von Sphären weiß ich, so in lichten
Kreisen Die Luft durchwandelnd
überschwänglich klingen, Doch kann
ihr Klang nur zu dem Ohre dringen, Das
wohl vertraut ist mit des Himmels
Weisen.
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Das Mahl zu Heidelberg

Von Württemberg und Baden Die Herren
zogen aus, Von Metz des Bischofs
Gnaden Vergaß das Gotteshaus; Sie
zogen aus zu kriegen Wohl in die Pfalz
am Rhein, Sie sahen da
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Der Gefangene

Vor dem getürmten, grauen
Schloß Steht brüllend ein gemeiner
Troß: `Ihr tapfern Brüder, stürmet
an! Es gilt dem armen gefangenen
Mann! Es gilt dem armen gefangenen
Mann
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Liedsinger politische Zeitung

Wahrlich, auch die
Zeitungsblätter Haben heut`
Aprilenwetter, Gestern blies noch gar
zu lind, Gar zu lau darin der
Wind. Selig hießen die
Monarchen, Daß die Krieges
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Totenopfer für L.A.P.

War mir ein heiter Liebesloos
gefallen, Ein sel`ger Tanz, ein Gruß
auf stillen Auen: Ich eilt` hinweg,
ganz dir mich zu vertrauen, In deine
Brust goß ich mein Glück vor Allen.
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Erhörung

Was ist das für ein Drängen In meiner
armen Brust? Ein Ahnen von
Gesängen, Ein Trieb nach neuer
Lust? Der Geist hebt sein
Gefieder, Das Herz schlägt so gesund,
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Im Lauterthal

Was lachen mich die Männer, Die
schmucken Mägdlein aus, Daß ich so
eifrig schaue Nach dem zerfallnen
Haus? Daß ich so sehnlich folge Des
Flusses krummem Lauf,
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Christus und die Vernunft

Was Tag und Nacht mein Herz bewegt, Im
Bilde sei`s euch dargelegt: Zween
Freunde wohnten brüderlich Beisammen,
liebten herzlich sich, Der ein` ein
orthodoxer Christ,
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Auf dem Bussenberge

Weithin, weithin wollt` ich
streifen Auf des freien Hügels
Rand, Der den Blick läßt ferne
schweifen In der Schneegebirge
Land. Dort im Grünen und im
Blauen, Auf de
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Die Wolke am Sternenhimmel

Welch eine Saat von goldnen
Aehren Durchwandl` ich dunkle
Nachtgestalt, Die schaudernd ihre
Häupter kehren Vor meinem Athem rauh
und kalt? Ich bin so fremd auf diesen
Auen Un
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Dichterbitte

Wenn zum andernmal ein Baum Spät im
Sommer lächelnd blüht: Werfet ihr den
Stein auf ihn, Weil er nicht in
Früchten glüht? Dünkt euch nicht
der duft`ge Glanz Lieb
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An die Wände einer Bergkapelle angeschrieben

Wie die Heiligen, die dich
bewohnen, Selig heiter steht dein
milder Bau, Wie herabgesenkt aus
bessern Zonen Adelst du die
abgeschiedne Au. Unter dir das irdische
Gewimmel, Ueb
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Trost

Wie ist sie mir erschienen So bleich,
so lieb im Traum! So ernster edler
Mienen Sah ich sie wachend
kaum. Einst wird sie wiederkommen So
himmlisch hell und gut,
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Der Gant

Wie leuchten die Lichter im Schlosse so
helle! Herr Christoph von Ramstein, der
frohe Geselle, Er hält in dem Saale
zum letzten Mal Schmaus, Denn morgen
verkauft man ihm Güter und Haus.
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An Aglae

Wie sahn wir blühen dich vor wenig
Wochen, Holdselig lächelnd unter
deinen Kleinen Wie eine Rose zwischen
Knospen scheinen, Die deine Schönheit
vielfach ausgesprochen. Jet
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Vom Berge

Wir treten aus dem hohen Wald, Vom
Morgenlicht erhellt: In
sonnenfreundlicher Gestalt Grüßt uns
die weite Welt. Was leuchtet dort im
hellen Stral? Das ist das Felse
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Erste Liebe

Wo bist du, Zeit der Plage, Der
ungestillten Lust? Ruhst du, o Glut und
Klage? Wirst du so mild,
Verlust? Die Sonne schon im
Sinken Verkläret ihren Schein, Die
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Auf Ludwig Uhlands Hochzeit

Wohl dem, der das errungen, Was unser
Freund errang, Dem, wie ihm viel
gelungen, Das Leben auch gelang.
Zum Kranz der Bürgertugend, Den
ihm das Volk verlieh,
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Klagelied eines deutschen Dichters

Wohl euch, so lang ihr etwas
werdet, Und eure junge Kraft
erprobt: Man rühmt euch, wie ihr euch
gebärdet, Man findet`s löblich, wenn
ihr tobt. Doch weh, wenn etwas ihr
gew
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Der Fleischer von Konstanz

Wohl wehrt sich die alte, die neue
Stadt, Den herrlichen römischen Namen
sie hat, Und römischen Mut Und
deutsches Blut Und
Christenglauben, Den soll ihr der
spanische Henker
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An Goethe

Zur achtzigsten Feier
seines Geburtstags 28. August
1829. Drei Gefühle wünschen
wir Dir am heut`gen Tage, Hoher Greis,
auf daß du dich Freuest ohne Klage,
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An Fouqué

Zur Heimkehr aus dem Feldzuge 1813. O
willkommen, lieber Sänger, Trittst du
unverletzt herein? Darf es uns hinfort
nicht länger Bang um dich im Herzen
sein?
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Zur Todesfeier

Zur Todesfeier der verewigten Königin
Katharina von Württemberg Im
Stuttgarter Museum, nach Musik und Rede,
vor Aufführung des Mozart`schen
Requiem, gesprochen am 24. Ja
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An Pauline

Zwar von stolzen Haargeflechten Ist mir
jüngst ein Wort entfahren; Doch mit
deinen blonden Haaren, Liebes Kind!
will ich nicht rechten. Von der
ächten deutschen Farbe,
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Die Schwaben im Winkel

`Die süddeutschen Dichter, welche im
schwäbischen Winkel sitzen.` Deutscher
Kritiker. Kommt her, die ihr mit
feinen Witzen, Mit Nadelspitzen euch
bewehrt! Die Schwaben, `di
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Der Bäurin Süden

»Herr Pfarrer, der ihr Vieles
wißt, Herr Pfarrer, sagt mir, wo
Süden ist!« Dort, wo von Felsen
unterbaut, Das Nest des Hohenzollers
graut. Das Weiblein schüttelt
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