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Gedichte - Gustav Theodor Fechner

Die junge Pflanze

1.

Das Samenkorn im Boden lag,
Von edeln Säften schwellend
und aufwärts nach dem heitern Tag
In raschen Trieben quellend.

Der vollen Jugend erste ... weiterlesen


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Berglieder

1.

Ich sitz’ auf dem Berge,
Den Blick unverwandt,
Das Auge ist König
Vom ganzen Land.

Ihm untertan
Die Hügel und Seen;
Die ... weiterlesen


Herzensverse

1.

Mein Herz ist ein fest verschlossen Haus.
Es klingelt; – wer ist da? – ruft es heraus.
Ein armer Junge, der schmachtet zur Stell’.
Ei, laß mich in Ruhe ... weiterlesen


Wiegenlieder

1.

Schlaf ein, lieb Kind, schlaf ein!
Die goldnen Engelein
Im Schlafe werden kommen
Zum Kindlein, zu dem frommen.
Lieb Kindlein, schlafe ein!

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Räthsel

1.
Ich bin ein schwarzer Ritter,
Doch hab’ ein weißes Roß,
Mein Sporen schmeckt ihm bitter,
Sein Zorn darob ist groß.
Es möchte mich zermalmen,
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Sprüche und Epigramme

Auf der Erde nur gibt es vernünftige Wesen;
So kann man bei Hegels Schülern lesen;
Doch daß nicht alle vernünftig drauf sind,
Ersieht aus selbigem Satze ein Kind.

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Der Wein

Ein Faß aus der Musen Keller
Zu kaufen, reicht hin nicht mein Heller,
Doch will ich euch, Zecher, bescheren
Von einer Traube die Beeren.

1.

Die ... weiterlesen


Fürs Tischlein ein Wischlein

Liegt schwer dir der Braten im Magen,
Mußt künftig selber ihn jagen. –

Du neidest sein Gastmahl dem König,
Sein Magen beneidet dein wenig. –

Den ... weiterlesen


Das Gefühl

Was ist doch ein Gefühl?
Ich kann’s nicht von mir geben;
Es ist ein reg’ Gewühl,
Ein wunderbares Leben.

Wo nichts sich scheiden will,
Wo nichts kann ... weiterlesen



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Gedichte vom Autor Gustav Theodor Fechner

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