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Gedichte - Hanns

Stammtisch der Vorgeschrittenen

(nach stefan george)

die hölzer schwedens harren auf dem tische
beflimmert von dem blendeglanz der birnen
und säfte warten, schwül verführerische
zu röten ... weiterlesen


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Finale

(Zu einem Bilde von Franz Rieth)

Die Kater, die Kater, sie kommen,
Die großen, die schwarzen, die frommen!
Pfui, hockt mir schon einer im Nacken -
Nun wollen wir ... weiterlesen


Die Larven

(Zu einer Zeichnung
von A. Weißgerber)


Große hohle Larven,
Grinsend oder greinend,
Sind so viele Helden
Heutzutag′:
Wer das ... weiterlesen


Abendlied nach Joseph Freiherr von Eichendorff

Abendlied
nach Joseph Freiherr von Eichendorff

Mein Schifflein ruht im Hafen
Zu schauernder Abendstund`,
Ein Posthorn tönt verschlafen
Aus kühlem ... weiterlesen


Abwehr nach Otto Erich Hartleben

Abwehr
nach Otto Erich Hartleben

Der Weise lächelt, wenn das Gewürme sich
In frechem Wahn olympische Größe träumt:
Er sieht ja täglich, daß im Tümpel
... weiterlesen


Der satanistische Poet

Ach du armer Satanist,
Bang gezwungen, zu verrenken
All dein Reden, Dichten, Denken,
Weil du sonst `erledigt′′ bist:

Nicht dir selbst gehörst du ... weiterlesen


Den weinenden Philosophen

Ach, was macht ihr Bängerlinge
Vor der Zeit euch miserabel?
Wohl, wir sind nur Engerlinge
Für den großen Rabenschnabel:

Doch was ist, das kann genieren
... weiterlesen


Daheim

Alle wir, schon eh′ sie uns begraben,
Wollen irgend eine Heimstatt haben,

Wo nichts Fremdes kältet oder schwült,
Wo man wirklich sich zu Hause fühlt:

... weiterlesen


Maienspuk

Als die roten Kastanienblüten fielen
Mit dem feurigen Gold in ihren Kelchen
Vor dem neuen, blitzeblanken Schulhaus,
Standen wir gereiht zum Maienauszug,
Buben, Mädels, ... weiterlesen


Die Linden von Zellerburg

Alte Linden hier im grünen Grunde,
Mächtige! in euern Schattenbann
Trete recht mit Ehrfurcht ich heran,
Wie ein Knecht in eine Fürstenrunde.

Stärker als wir ... weiterlesen


Am Brunnen nach Maximilian Dauthendey

Am Brunnen
nach Maximilian Dauthendey (erste Periode)

Fahl erhöht zu gesprenkeltem Hochschuß
Morgenrötet das Steigrohr,
Krummausröhrend in bleigrauer Demut.
... weiterlesen


Der Eierkuchen

Am heiligen Karfreitag
Grub ich ein Kräutlein fruh:
In einem Eierkuchen
schickt` ich`s dem Liebsten zu.

Es wird ihm gar nichts schaden,
Ihr blonden ... weiterlesen


An den Pegasus nach Joseph Frhr. von Eichendorff

An den Pegasus
nach Joseph Frhr. von Eichendorff

Hervor aus deines Goldstalls Rosenduft -
Ein Reiter ruft!
Nur nicht gebäumt! Ich will dich nimmer zwingen
... weiterlesen


Der Rechte

Auf Kynast hauste klug
Junggräfin Kunigunde;
Es war ein scharfer Zug
An ihrem schönen Munde.

Sie ließ verkünden weit
Im blütenweißen Maien:
... weiterlesen


Augenraub nach Theodor Storm

Augenraub
nach Theodor Storm

Hoch ruht die Bergeshalde,
Darunter ruht der Wind,
Die Zweige hangen herunter,
Darunter ruht ein Kind.

Sie sitzt ... weiterlesen


Ballade nach Heinrich Heine

Ballade
nach Heinrich Heine

Das ist der alte, traurige Traum,
Wir sitzen unter der Linde,
Dein kahles Köpfchen faßt es kaum,
Daß ich so hold dich ... weiterlesen


Vampyre

Bangen nicht könnt′ mir vor jenen Vampyren,
Die, wie gespenstische Sagen wollen,
Nächtens im Schlaf uns beschleichen sollen,
Weil sie nach unserem Herzblut gieren.
... weiterlesen


Das Galgenlied nach Heinrich Heine

Das Galgenlied
nach Heinrich Heine
(In der kalten Hopserweis)

Die Nacht ist trüb und trostlos,
Die Nacht ist schaurig und stumm;
Wir seufzen und ringen die ... weiterlesen


Gut und klug

Das ist mir ein Trost in Zweifel und Leid:
Wer wirklich gut ist, der ist auch gescheit!

Doch auch dies andere macht mir Mut:
Wer ganz gescheit ist, der ist auch gut!
... weiterlesen


Das Minnerlein nach Julius Wolff

Das Minnerlein
nach Julius Wolff

Es war ein ärmstes Minnerlein
Im Herzen sterbekrank:
Ihm bot die Allerliebste sein
Nicht Gruß noch Habedank.

... weiterlesen


Das Nordmordlicht nach Theodor Däubler

Das Nordmordlicht
nach Theodor Däubler

Nun will ich den Gehalt zusammenklammern,
Urrundwucht wickelt jetzt Euch aus den Wicken -
Morastig angelackt an ... weiterlesen


Das Oadelwoass nach einer oberbairischen Dialektdi

Das Oadelwoass
nach einer `oberbairischen` Dialektdichterin

O Berg - euch liab` ich allezoat,
Ja selbscht im Winta, wenn es schnoat!
Ich grüaß` den roanen ... weiterlesen


Das Mühlrad

Das Rad, wie sichs hebt
Mit wuchtigen Hieben!
Es scheint belebt -
Und es wird nur getrieben.

Die strömende Welt
Geht drüber im Schwalle:
Das ... weiterlesen


Das teutsche Dichterroß...

Das teutsche Dichterroß,
in allen Gangarten vorgeritten
Prolog zur fünften Auflage

Du alte Musenmähre,
Das hast du wohl selbst nicht gedacht -
Was hat ... weiterlesen


Der Schöpfer des Walzers

Das war Herr Neidhart von Reuenthal,
Der kannte nicht Neid noch Reue -
Der liebte den freien Sonnenstrahl
Und die lachende Himmelsbläue!

Seine Burg war eng, doch ... weiterlesen


Die verborgenen Güter

Daß die Zeit im Traum sich dehnt,
Daß ein tatenvolles Leben
In Minuten sich begeben,
Wie es Märchenlust ersehnt:

Muß es uns in unserm Wahn
Nicht an ... weiterlesen


Der Frühlingsabend nach Emanuel Geibel

Der Frühlingsabend
nach Emanuel Geibel

Du weicher Frühlingsabend,
Wie hab` ich dich so gern!
Nur hier eine weiche Wolke,
Und dort ein warmer Stern.
... weiterlesen


Der Fußwärmer nach Frank Wedekind

Der Fußwärmer
nach Frank Wedekind (erste Periode)

Es kreischen die Krähen, das kalte Pack
Der Menschen vergnügt sich mit Lieben -
Ich bin wie ein alter ... weiterlesen


Der Gefangene nach Rainer Maria Rilke

Der Gefangene
nach Rainer Maria Rilke

Nachtbild aus einem italienischen Hotel

Meine Hand hat nur noch eine
Gebärde, mit der sie verscheucht -
Über ... weiterlesen


Den Studenten

Der Heidelberger
freien Studentenschaft geschrieben

Holt euch bei der alma mater
Manchen Rausch, doch keinen Kater!
Dieses Schwere wird euch glücken,
Wenn ... weiterlesen


Der Knabe von Tirol nach Martin Greif

Der Knabe von Tirol
nach Martin Greif

Du kamst doch sonst so seelenfroh
Von deinen Bergen her:
Was macht dir denn mit einem so
Das junge Herze schwer?
... weiterlesen


Der Mann und die Buche nach Paul Scheerbart

Der Mann und die Buche
nach Paul Scheerbart

An der rostbraunen Berghalde stand eine mächtige Buche.
Und an dem schwülen Himmel stand ein Gewitter.

Die ... weiterlesen


Der Mustersaal nach Paul Scheerbarts Paradies

Der Mustersaal
nach Paul Scheerbart`s `Paradies`

Kluges Klappetappen tippt, klippt und wippt
Durch wüst getonnte Kahlgewölbe.
Träufeln leise, trotzerlöst
... weiterlesen


Herbstlaub

Der Sommersonne goldlohenden Schein
Sogen die grünkühnen Blätter ein,
Selber das Gold zu erwerben -
Nun müssen sie alle sterben.

Aber die Buße
Macht ... weiterlesen


An das Feuer

Dich vor allen
Deinen Geschwistern
Hab` ich von jeher geliebt,
Feuer, du hohe,
Herrliche Flamme!
Träg und schwer
Lagert die Erde,
Traurig ... weiterlesen


Dichters Aufstieg nach Johannes Becher

Dichters Aufstieg
nach Johannes Becher

Finsteres Gestrüpp von Därmen
Labyrinth von Schimmelwald
Rasenden Geschwüren Mittelpunkt
Zu knospener Schlingung ... weiterlesen


Die Attacke nach Detlev Freiherr von Liliencron

Die Attacke
nach Detlev Freiherr von Liliencron

Bä b ä bäbä bäh
Tätä tätä täh -
Klingt es nicht, als ob Trompeten
Zur Attacke tätterätähten?
... weiterlesen


Die Entdeckung - Ein Seelenstand

Die Entdeckung - Ein Seelenstand
von einem guten Schüler Hermann Bahrs

Langsam schlenderte er, ganz langsam. Beinahe langweilig. Schritt um Schritt querauswerfend, links, ... weiterlesen


Die entscheidende Schlittenpartie nach Richard Deh

Die entscheidende Schlittenpartie
nach Richard Dehmel

Aus `Zwei Menschen`

Zwischen zwei Rappen jappjachtert ein Schimmel!
Getümmel, Gebimmel, ... weiterlesen


Apfelernte

Die ersten Äpfel fallen vom Wurm,
Die zweiten Äpfel, die fällt der Sturm,
Die dritten erntet man ein:
Welche mögen die besten wohl sein?

Die dritten ... weiterlesen


Letzter Stoßseufzer eines Journalisten

Die für jeden Quark der Zeiten
Meinen Kopf ihr habt mißbraucht,
Bis in lauter Nichtigkeiten
All sein Inhalt war verraucht:

Hirnvampyre, zeigt euch edel!
... weiterlesen


Die Versilberung nach Alfred Mombert

Die Versilberung
nach Alfred Mombert

Mein Hirn ist draußen auf dem Meer
Im nassen Wind auf dem Segelschiff.
Wasser, Wasser.
Es planscht.
Ein ... weiterlesen


Eltern und Kinder

Die wir sandten in das Leben,
Zage Mädchen, wilde Knaben:
Könnten ihnen wir doch geben,
Was wir selbst errungen haben!

Könnten wir an sie vererben
Unser ... weiterlesen


Knödellied

Diese wundervollen Knödel
Munden wie Ambrosia:
Doch entstehn sie wenig edel -
Weh, wenn man sie werden sah!

Gott sei Lob! uns bleibt verborgen
All′ ... weiterlesen


Das Fenster

Du leeres Fenster hoch am grauen Haus,
Du Lücke, die man einst dem Lichte ließ,
Dem Farbenstrom von draußen und von drinnen -
Wer alles lugte schon durch dich heraus,
... weiterlesen


Henrik Ibsen

Du wirst nicht umgegossen,
Knopfgießer hütet sich sehr -
Du bleibst, in dir geschlossen,
Ein Erzbild, ragend am Meer!
Und die zu starr dich fanden,
Die draußen ... weiterlesen


Der gute Ofen

Durchschnittsleute sind wie Ofenkacheln,
Die, wenn wir′ mal selbst nicht glühn und schwärmen,
Uns die Stube doch behaglich wärmen,
Kalten Stunden nehmen ihre ... weiterlesen


Den Reinen

Ehe die Blüten verstieben,
Ehe noch dunkelt das Grün,
Mädchen, o lasset euch lieben,
Ehe die Wunder verglühn!

Die euch umschwärmen, die Knaben,
... weiterlesen


Das Zigarrenlied

Ein Couplet

Der Mensch ist wie eine Zigarre,
Gewickelt als Wickelkind,
Sortiert und gepreßt mit viel andern
In ein Titelkistchen geschwind!
Und ist er dann ... weiterlesen


Bestellung

Ein Glas Punsch
Ist mein Wunsch!

Die Welt ist kalt: ich will mich erwärmen -
Und geht das mit dem Herzen nicht,
So geht es mit den Gedärmen!

Die ... weiterlesen


Musikalisches

Ein Klangpoet modernster Richtung,
Ein Heros der symphonischen Dichtung -
Ihr Journalisten, weint und schreibt -
Hat heute früh sich selbst entleibt:
Und in den Zügen ... weiterlesen


Der Reiche

Ein Monolog Gottes

Ihr wollt mich lästern,
Ja lächerlich leugnen,
Gehirnmikroben
Auf euer`m wirbelnden Sandkorn,
Weil das alternd
Unter euch ... weiterlesen


Der neue Anzug

Ein neuer Anzug ist was Wundervolls,
Ein neuer Anzug macht uns froh und stolz!

Ein neuer Anzug macht uns fromm und rein -
Ein neuer Anzug ist ein Heiligenschein!
... weiterlesen


Den Lichtgenossen

Ein Weihnachtslied

Hundert Kerzen trägt die Fichte,
Prangt in ihrem Silberlichte
Wie ein reicher Märchentraum -
So als hundert Seelenflammen
Stellt das ... weiterlesen


Einkehr spätabends

Endlich ein Menschenhaus,
Äste, die gastlich sich breiten,
Peter und Steffel und Klaus -
Plaudernd nun schau` ich hinaus
In die verdämmernden Weiten.

... weiterlesen


Erinnerungen

Erinnerungen, die wir sterben ließen,
Die unser warmes Herzblut nimmer nährte,
Sie folgen doch als Schatten unsrer Fährte
Und lauschen draußen, wenn wir nun genießen.
... weiterlesen


Erinnerungen nach Rainer Maria Rilke

Erinnerungen
nach Rainer Maria Rilke

Die Mädchen unter den weißen Zypressen
Zittern: sie können noch nicht vergessen,
Scharren mit ihren Schattenschuhn,
... weiterlesen


Frühling

Es fühlt sich immer doch wie Wundergnade,
Wenn erster Würzgeruch die Lüfte schwellt,
Wenn aus dem langen rauhen Eisesbade
Geklärt und neuverjüngt auftaucht die Welt!
... weiterlesen


Liebesbüsche

Eure Rätsel, dichtversponnene Büsche,
Bald nun sind sie wieder gelöst, wenn spottend
Pfeift der Wind durch die leergeschüttelten Zweige!
Wenig seid ihr selbst: doch flochtet ... weiterlesen


Fragen nach Martin Greif

Fragen
nach Martin Greif

Ich stand auf grüner Halde,
Ich stand so still...
Was wohl im grünen Walde
Die Tanne will?

Da haucht aus grünem ... weiterlesen


Die Mutter des Humors

Freund Humor - dich würdigt jedermann,
Weil so ganz ins Wesen du gedrungen!
Was kein Tor und auch kein Weiser kann:
Dir ist′s wunderleicht gelungen.

Gegen ... weiterlesen


Diabolo

Ganz allein auf dem abendstillen Platze
Vor dem alten, finstergroßen Dome
Spielt ein Mädelchen mit fliegendem Blondhaar
Diabolo:

Auf und ab mit lustigem ... weiterlesen


Besinnung

Gelassen, ihr Starken!
Die Stunde, sie eilt:
Und Lachen und Weinen,
Es will nur was scheinen,
Solang es verweilt!

All Gutes und Schlimmes
Muß ... weiterlesen


Genesung nach Arno Holz

Genesung
nach Arno Holz

Nein.
Es ist nichts.
Auch dies.
Auch dies -
Und dies.
Nichts ..
Gar nichts!
Verpaffter Rauch -
... weiterlesen


Tag und Nacht

Glaube nicht nur dem Sonnenlicht:
Ganze Wahrheit zeigt es dir nicht!
Bist wohl zur Hälfte lichtdurchtränkt,
Aber zur Hälfte auch eingesenkt
Ins heimlichgroße Reich der ... weiterlesen


Die Eheviertel

Halb schleichende Katze,
Halb trippelnde Taub′,
So geht auf dem Platze
Nanettchen auf Raub.

Halb stoßender Geier,
Halb wedelnder Hund,
... weiterlesen


Bescherung

Hei, wie das trippelt und tastet und späht,
Aufgreift und mustert in fiebernder Eile,
Bis dann ein jedes Menschlein steht
Stolz überschauend vor seinem Teile!

... weiterlesen


Die toten Freunde

Heut′ Nacht, als ich die Straßen durchstrich,
Meine toten Freunde erwarteten mich,

Der eine da, der andre dort,
Ein jeder an seinem besondern Ort

... weiterlesen


Ostern

Heute, da Osterluft weht,
Darfst du den Zauberspruch wagen,
Seele, daß dir auch ersteht,
Was du zu Grabe getragen.

Liebe zu allem, was ist -
Einst in ... weiterlesen


Wir Verdrießlichen

Hielten immer wir im Sinne,
Was uns Gutes war beschieden,
Mit dem reichlichen Gewinne
Wären dauernd wir zufrieden!

Doch das Gute wird vergessen,
Und das ... weiterlesen


Hinter der Ausstellung...

Hier zwischen den Bäumen in Dämmernacht
Hab′ ich das Fest erst mitgemacht!
Da stellt unterm Dach tiefleuchtenden Blau′s
Der junge Münchener Sommer aus:
... weiterlesen


Nacht

Hinterm fernsten Saume sinkt das Licht,
Sinkt der Sonne flammendes Gericht,
Sinkt, versinkt, als wär` es fürder nicht.

Und die Erde streift erlösungstrunken
Aus ... weiterlesen


Der Wartturm

Hoch stauen sich die Wälder
Am alten Mauerrest;
Dem grauen Todesmelder
Bereiten sie ein Fest.

Mit grünem Jubilieren
Umdrängen sie den Greis:
`Was ... weiterlesen


Die Sonnenuhr

Ich harr` als tote Fläche,
Hoff` alles nur von dir:
Und willst du, daß ich spreche,
Frau Sonne, sprich zu mir!

Du sprichst mit hellem Strahlen,
... weiterlesen


Den Unruhvollen

Ich lasse von euch mich nicht niederziehen
Ins Chaos blutsaugender Sorgen und Schmerzen -
Ihr sollt mir nicht wirren die Harmonieen,
Und wärt ihr die nächsten an meinem ... weiterlesen


Reiselied

Ich liebe sie alle, die reisen
Zu Wagen, zu Rad und zu Bein,
Denn die Freien und richtigen Weisen
Müssen stets auf der Wanderschaft sein.

Im würdigen Hocken und ... weiterlesen


Gesang guter Geister

Ihr dürft nicht wissen,
So heiß ihr giert,
Weil erdentrissen
Ihr nur verliert;

Ihr sollt nicht gaffen
Und fragen: warum?
Vertrauend schaffen
... weiterlesen


Abendfeier

Im Abendgoldbrand
Lohen die Fenster,
Brennen die Giebel,
Glühen die Wolken,
Wundergleich...

Was scheidest du so feierlich,
Sinkende Sonne?
... weiterlesen


Im kalten Hain nach Richard Dehmel

Im kalten Hain
nach Richard Dehmel

Aus `Zwei Menschen`

Zwei Menschen gehn durch einen kalten Hain
Der Mond läuft mit, sie schaun hinein.
Das Weib ... weiterlesen


Im Stübchen beim Liebchen nach Friedrich Rückert

Im Stübchen beim Liebchen
nach Friedrich Rückert

Sieh, im Gemächelchen
Alle die Sächelchen
Rings in den Fächelchen
Bis an das Dächelchen -
Ach, ... weiterlesen


Wiedergeburt

Immer enger, immer strenger
Hält das Leben sein Gericht:
Leichte Sänger, lose Fänger,
Sie geleiten uns nicht länger,
Auch Genossen bester Stunden
Schwenken ab ... weiterlesen


Reiz des Lebens

Immer hab` ich es geliebt,
Daß es Leute, die lebendig,
Solche, die nur öd-verständig,
Solche, die schon halb elendig,
Und auch ganze Narren gibt!

Was ... weiterlesen


Die Ehernen in der Innsbrucker Hofkirche

Immer, wenn Tirol mich zog ans Herz,
Trieb es mich, in euern Kreis zu treten
Und auf meine Art bei euch zu beten,
Alte, stumme Wunderschar von Erz!

Euch entsank ... weiterlesen


Dorfkirche im Regen

In Bogensprüngen tanzt der Regen
Herab am steilen Kirchendach,
Und unter ihren leisen Schlägen
Wird ein verlornes Klingen wach:

Als sängen alle, die ... weiterlesen


In der Bibliothek nach Maximilian Dauthendey

In der Bibliothek
nach Maximilian Dauthendey

Es kauern Herzen dort im Bücherspinde,
Verweint, verschwollen, dann in bleicher Weißglut
Des Leids gedorrt .. ach ja ... weiterlesen


Einheit

In die Wiese streck` ich mich nieder,
Unterm Nacken die Hände kreuzend
Und nach der weißen, hochgetürmten
Wolke schauend, die langsam
Weiter rückt im Blau.

... weiterlesen


Leben

Ist bezwungen denn der Tod
Durch des Sommers Machtgebot?
Ist ihr Bild so ganz versunken,
Die den Becher leer getrunken:
Aller, die sich wesenlos
Bargen in der Erde ... weiterlesen


Seele und Geist

Ist′s edler, hinzugeben
Die Seele einem großen Leid,
Oder, sich stark zu erheben
Ins grausam siegende Leben
Mit harter Männlichkeit?

Von allen ... weiterlesen


Das alte Wirtshaus

Jüngst ging ich meinem Verlangen nach
In ein Bergnest, das einst mich freute:
Noch flirrten die Erlen, noch rauschte der Bach,
Noch grüßten mich freundliche Leute.

... weiterlesen


Jüxender Jux im Styx nach Else Lasker-Schüler

Jüxender Jux im Styx
nach Else Lasker-Schüler

Seltsame Sterne sah ich glänzen
Gußeisenfarbne mit Sehnsuchtsschwänzen -
O mein Hyazinthentraum!
Vom ... weiterlesen


Christbaumnüsse

Kehrt der Weihnachtsabend wieder,
Friedvoll und verheißungshold,
Schmückt man viele tauben Nüsse
Festlich mit dem Flittergold.

Und die goldnen Nüsse ... weiterlesen


König Donalds Zunge nach Moritz Graf Strachwitz

König Donalds Zunge
nach Moritz Graf Strachwitz

König Donald, schau` nicht immer voran,
Schau um dich links und rechts -
Schon sank dein letzter Panzermann
... weiterlesen


Die Entdeckung. Ein Seelenstand.

Langsam schlenderte er, ganz langsam. Beinahe langweilig. Schritt um Schritt querauswerfend, links, rechts, und wieder rechts. Und um die Ecke, und wieder zurück. Ganz langsam.

Wie ... weiterlesen


Letzter besuch nach Stefan George

Letzter besuch
nach Stefan George

ob noch ein trost entquille jetzt uns beiden
ich hofft es wohl ich kam zum lampenmahle
doch da ich heißer dürste tief im ... weiterlesen


Liebesjubel nach Wilhelm Müller

Liebesjubel
nach Wilhelm Müller

Ich ritzt` es gern in alle Rüben ein,
ich stampft` es gern in jeden Pflasterstein,
ich biss` es gern in jeden Apfel rot,
... weiterlesen


Liebeslied nach Hermann Hesse

Liebeslied
nach Hermann Hesse

Ich bin der Hirsch und du das Reh,
Der Ast bist du und ich der Baum,
Die Sonne ich und du der Schnee,
Ich bin der Tag und du ... weiterlesen


Mailied nach Julius Wolff

Mailied
nach Julius Wolff

Boten sendet uns der Mai,
Ob wir`s nicht vergaßen -
Tandaradei! zum Ringelreih!
Ruft`s in allen Straßen.
Spielmann, wirf ... weiterlesen


Die getrennten Geschwister

Man bleibt ein Unikum: das ist nun so
Auf diesen schweigsam bunten Lebensfahrten;
Doch Brüder, Schwestern hätt` ein jeder wo,
Wenn er nur wüßte, wo sie auf ihn warten,
... weiterlesen


Menschenmaßstab

Man soll nicht unbescheiden sein
Und soll die Menschen nicht herrlich wollen
Gleich im ganzen, vom Kopf zur Zeh′,
Fürs Halleluja und Evoë!
Ein jeder hat doch Teil ... weiterlesen


Kinderlachen

Mich hat ein Kinderlachen
Gestreift mit seiner ganzen Lust -
Was soll ich damit machen,
Ich, aller Bitternis bewußt?

Es klang so leicht und helle,
... weiterlesen


Mine Haha Succuba nach Frank Wedekind

Mine Haha Succuba
nach Frank Wedekind

Zur Erziehung der jungen Mädchen

Kind, wie bist du ungeschickt!
Muß man alles dir noch zeigen?
Wenn dich ... weiterlesen


Der Freund

Mir ward ein Freund hienieden!
Als mir mein bestes Tun mißglückt,
Hat er mein Aug′ gemieden
Zartfühlend und bedrückt.

Doch als mein Glück gestiegen,
... weiterlesen


Mondnacht nach George Grosz

Mondnacht
nach George Grosz

Mondnacht, du silberflietschiger Kitsch -
Ich bin alkoholisch erregt..
O verflucht!
Und der Stiefel des ewigen Juden knarrt ... weiterlesen


Mädchen im Frühling nach Peter Hille

Mädchen im Frühling
nach Peter Hille

Mein junges Laub zittert im warmen Sturm -
So wach bin ich von mir,
Und doch so sprossend träg und schräg,
Ich ... weiterlesen


Besuch

Nie sind Maiengärten zaubervoller
Als zur Nacht, wenn`s fern im Land gewittert,
Wenn der Donner summt als leiser Groller,
Und der schwüle, schlummertrunkne Holler
Unterm ... weiterlesen


Würdigung

Nun sprich ′mal ganz offen und frei,
Ganz ohne Verschluß und Schlich -
Was ist denn dabei?
Das Irrlichtelieren der kreuz und quer
Hab′ ich nicht nötig: und ... weiterlesen


Nächtlicher Gang nach Nikolaus Lenau

Nächtlicher Gang
nach Nikolaus Lenau

An dem öden Schilfgestade
Streift der finst`re Jäger hin,
Denkt nicht mehr an Himmelsgnade,
Brütet schwarzen ... weiterlesen


Leuchten durchs Laub

O ihr dichtbelaubten Sommerbäume,
Was nur gibt euch euern großen Zauber?
Daß ihr wurzelt in der dunklen Erde,
Daß ihr aufragt in den hellen Himmel,
Daß ihr zwischen ... weiterlesen


Frauenhände

O ihr gütig lieben Frauenhände,
So geschickt, zu glätten und zu heilen:
Jede Freude wollt ihr mit uns teilen -
Aber nur verschönt als eure Spende
Reicht ihr stets die ... weiterlesen


Hier in der Hölle

Ob auch trügerische Kühlung
Manchmal uns herniederträufel′:
Jeder, bleibt er hübsch in Fühlung,
Fühlt sich doch als armen Teufel.

Unsre hohen ... weiterlesen


Unter den Masken

Oh, wie sie mich irritierten!
Doch nun kenn′ ich ja das Spiel -
Unter lauter Wohlmaskierten
Ging ich simpel in Zivil:

Trug nicht bunte Faschingstrachten
... weiterlesen


Prinzessin Trude nach Heinrich Heine

Prinzessin Trude
nach Heinrich Heine

Ich bin die Prinzessin Trude
Und wohne im Drudenhain -
Komm` mit, du schöner Jude!
Wir wollen selig sein.

... weiterlesen


Reinemachen nach Michael Georg Conrad

Reinemachen
nach Michael Georg Conrad

Erst zum Schinder
Die mit dem Zylinder!
Dann totgedroschen
Die mit den Galoschen!
Was muckerbeflissen,
... weiterlesen


Gesellschaft

Rück her, es soll uns nicht reuen!
Ein jeder treibt ja im Wind -
Wir wollen uns heute freuen,
Daß wir beisammen sind!

Und gibt es kein Verstehen,
Wir ... weiterlesen


Der Gang aufs Eis

Sausend und surrend in wechselndem Ringel
Schwingt sich das Jungvolk selbzweit und selbdritt -
Herz, du mein rüstiges, lüstiges Dingel,
Tätest und drehtest du heute nicht ... weiterlesen


Schlangenringelreime nach Heinrich Heine

Schlangenringelreime
nach Heinrich Heine

Der Wind durchfährt die Gassen,
Die Wolken durchfährt der Blitz -
Ich sitze hier verlassen,
Verlassen hier ich ... weiterlesen


Pflaumenschütteln

Schwer von der blauen Last der Pflaumen
Beugt sich der reiche Baum entgegen -
Fassen ihn auch schon frohe Hände,
Rauscht in das Gras der Früchte-Regen.

Hei, wie ... weiterlesen


Schwerer Unglücksfall nach Gustav Schwab

Schwerer Unglücksfall
nach Gustav Schwab

Urahne, Großmutter, Mutter und Kind
Sitzen nebeneinander vorm Ururspind
Auf dem Urstuhl, Großmutterstuhl, Mutterstuhl, ... weiterlesen


Moritz

Seh` ich einen jungen Freier,
Wird mir immer unerquicklich
Wie bei einer Leichenfeier;
Aber Moritz ist sehr glücklich.

Stolzbefrackt am Traualtare
Läßt ... weiterlesen


Spätherbst

Seinen Einzug hält
Wieder der Tod in die Welt:
Aus Niflheim der finstere Held!
Siegte noch immer zuletzt,
Siegte auch jetzt.

Und die Bäume, die ... weiterlesen


Inspiration

Sieben Watschewackelenten
Stapfeplatschen durch das Gras,
Mit verschiedenen Talenten
Finden sie bald dies, bald das.

Seh′ ich so die sieben ziehen
... weiterlesen


Die Stadt

Soll ihr Bestes dir erzählen
Eine alte deutsche Stadt,
Darfst du nicht den Tag dir wählen
Im Gewühl der Krämerseelen,
Mußt tiefnachts hinein dich stehlen,
Wann ... weiterlesen


Abend im Park

Sommerabend liebt das Schweigen
Nach des Tages Lärm und Gier:
Stille dunkle Wipfel steigen
In den Himmel von Saphir.

Doch darunter flüstern Paare
Von dem ... weiterlesen


Sommermädchenküssetauschelächelbeichte

Sommermädchenküssetauschelächelbeichte
nach O. J. Bierbaum anderen und Wortkopplern

An der Murmelrieselplauderplätscherquelle
Saß ich ... weiterlesen


stammtisch der fortgeschrittenen nach Stefan Georg

stammtisch der fortgeschrittenen
nach Stefan George

die hölzer schwedens harren auf dem tische
beflimmert von dem blendeglanz der birnen
und säfte warten schwül ... weiterlesen


Tragoedie nach Verschiedenen

Tragoedie
nach Verschiedenen

1.
Die Treppe -
Die Schleppe -
Das Tuch..
O Fluch!
Aus Ketten
Sich retten?
Vorbei..
... weiterlesen


Trinklied nach Richard Dehmel

Trinklied
nach Richard Dehmel

Näher und näher die Nacht schon stapft:
Trinkt, bis der Seher sich selbst verzapft -
Stürzt das Faß!
Schaut, wie im Blute ... weiterlesen


Truppeneinzug nach dem Manöver nach Theodor Fonta

Truppeneinzug nach dem Manöver
nach Theodor Fontane

Wer kommt? wer?
Sie ziehen daher,
Sie rücken ein
Durchs Brandenburger Thor herein -
Hurra! ... weiterlesen


Und sehr.... nach Hugo von Hofmannsthal

Und sehr....
nach Hugo von Hofmannsthal

Ballade des äußeren Lebens

Und Kinder wachsen mit sehr weißen Zähnen,
Die dann so gelb doch werden wie die ... weiterlesen


Neujahr

Und wieder sprang ein dunkles Tor,
Und wieder flutet Morgenluft
Entgegen aus dem Dämmerflor
Aus unbetretnen Fluren vor:
Im Frühlicht grüßt ein neues Land -
... weiterlesen


Ring der Liebe

Verstohlen schielt man nach den kleinen Schönen
Als junges Blut, dem fremd und wundergleich
Der Aphrodite früherschloßnes Reich,
Und schwärmt in erdentrückten ... weiterlesen


Vortrag nach Arno Holz

Vortrag
nach Arno Holz

Ich singe ihnen meine Lieder vor,
Den Herzen aus Speckstein und Nagelfluh.

Der Blüthnerflügel
Vergießt Tränenströme,
... weiterlesen


Amor

Warte nur, du spöttisch lächelnde Schöne,
Die mit lässigem Klaps auf die kleinen Finger
Von sich scheucht den scherzenden Knaben Amor -
Warte nur, du Kühle, du ... weiterlesen


Die fleißige Familie

Was von mir stammt, das muß musizieren
Und von mir sich lassen dirigieren -
Als Papa
Sitz′ ich da
Mit des Cellos führender Gewalt,
Geb′ dem Ganzen ... weiterlesen


Wassertopf und Deckel nach Paul Heyse

Wassertopf und Deckel
nach Paul Heyse

Unter den Zweigen in schwüler Nacht
Dacht ich an scherzende Küsse:
Siedete mir im Kopf mit Macht
Brodelnde, ... weiterlesen


Der letzte Rausch

Wenn die Kräfte mürrisch mir ermatten,
Und der Tod mich rief ans Telephon,
Will ich mir noch einen Rausch gestatten
In dem besten Wein von Avalon.

Aber nicht am ... weiterlesen


Der letzte Gast

Wenn die letzten Lampen brennen
Traulich um den letzten Gast,
Winkt ihm köstliches Erkennen
Nach dem Lärmen und dem Rennen:
Wenn die letzten Lampen brennen,
Wird ... weiterlesen


Letztes Leuchten

Wenn schon lang im Abendstrahl
Rot verglomm der Berge Glühen,
Hellt die Gipfel noch einmal
Lilienbleich ein weißes Blühen.

Sinkend hat das Lebenslicht
... weiterlesen


Verglimmendes Scheit

Wie lohte die Flamme so stark und stolz!
Nun irrt der letzte Funken
Angstvoll durch das verkohlte Holz.

Er läuft und sucht mit jagender Hast,
Ob nirgend mehr ... weiterlesen


Den Feinden

Wie sollt′ ich euch zürnen
Geheim oder laut?
Meine Haut ist hürnen
Wie Siegfrieds Haut.

Ja, besser geborgen
Bin ich als er:
Denn mir macht ... weiterlesen


Liebe im Winter

Wir küßten uns wild, wir zankten uns aus,
Wir tollten und tanzten zum Hause hinaus!
Nun hältst du wie erschrocken
Im stummen Tanz der Flocken...

Über die ... weiterlesen


Sursum corda!

Wir wollen nie an Tod und Krankheit denken:
Was in uns Wert hat, das gehört dem Leben -
Wir wollen′s ihm und der Gesundheit geben
Und nichts davon dem Nachtverfallnen ... weiterlesen


Wolken

Wolken, die den Himmel näher bringen,
Grenzen setzend seinen Abgrundweiten,
Seinen flutenden Unendlichkeiten -

Ferne Wolken, aber endlich-ferne:
Freundlich macht ... weiterlesen


Samstag-Abend

Wozu würden wir denn leben,
Wenn nach dem verdammten Streben
Nicht der Samstag Abend wär′
Mit dem Sonntag hinterher?

Fehlt′ es uns an diesem ... weiterlesen


Kraft und Kraft

Wüßte sich die Kraft zur Kraft zu stellen:
Hei, wie würden sie den Weg sich hellen,
Und wie herrlich wär′ das Weltgebäude!
Aber meist nur traurigste Gesellen
... weiterlesen


Die Blüten

Zierlich geputzt, im weißen Schleier
Harren die Blüten auf ihren Freier:
Herrn Flätterling, Herrn Sumsumsum,
Herrn Muck oder Puck oder Hummelbrumm.

Sind noch ... weiterlesen


Zitherklang

Zitherklang, blitzend und klar,
Wie der Bergquell springt vom Felsenkar,
Zitherklang, silbern und fein,
Wie auf heil`gen Höhn der Sonne Schein -
Werde du Führer und ... weiterlesen


Mine Haha Succuba

Zur Erziehung der jungen Mädchen

Kind, wie bist Du ungeschickt!
Muß man alles dir noch zeigen?
Wenn dich nicht der Teufel spickt,
Wirst du immer Trübsal ... weiterlesen


Zwischen Feldern und Wäldern nach Otto Julius Bie

Zwischen Feldern und Wäldern
nach Otto Julius Bierbaum

Über Wunderwiesen ein Knabe sprang,
Rick rack, ticketackte sein Herz,
Seine Augen glitzfunkten so ... weiterlesen


Meinem Kleinen

Zwischen Not und Schuld,
Zwischen Nochnicht und Nimmer,
Mitten in vierfach drohender Nacht
Hat das Glück mit leuchtendem Strahl
Sich eine Bahn gemacht,
Kurz und ... weiterlesen


Finkenfütterung

`Ihr lieben Finken, frisch herzu,
Und sättigt euch zum Platzen!`
Da flattert`s auch schon her im Nu:
Ein Fink - und dreizehn Spatzen!

Die Spatzen sind gar frech ... weiterlesen


Versöhnung

`Kommt, wir wollen gute Freunde sein,
Statt im Kampf die Zähne uns zu blecken -
Freundschaft bringt uns allen etwas ein:
Doch mit Feindschaft läßt sich nichts bezwecken!`
... weiterlesen



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