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Gedichte - Hans Aßmann Freiherr von Abschatz


Sie seuffzten beide

Du pflegest Dich gantz laut / ich
heimlich zu beklagen / Die Seuffzer sind
gemein bey dir und mir / mein Kind: Ich
weiß / daß meine nur auf dich
gerichtet sind / von deinen weiß ich
nichts
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Hoffnung fleichet einem Wilde

Hoffnung gleichet einem Wilde/ Das ein
ieder fangen kan/ Sie ist allen Hertzen
milde/ Wer sie will/ der trifft sie
an/ Aehnlicht einem
Schatten-Bilde/ Folget der Begierden
Bahn.
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An ihre Augen

Ich bin kein Adler nicht/ der deiner
Sonnen Blincken/ Der deiner Wangen
Glantz kan schauen unverwandt. Wann
deiner Augen Glutt in meinen
widerstralt/ Und ihrer Flammen Schein
auff meine Wangen
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Könnte man für Liebe sterben

Könnte man für Liebe sterben wär ich
längstens kalt und todt Sollte sie ein
Feuer heissen wär ich längstens Asch
und Koth: Doch ist sie kein Tod zu
nennen woher fühl ich sol
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Laß deinen Sinn das Glücke nicht verdrehn

Laß deinen Sinn das Glücke nicht verdrehn/
Das selten lang auff ebnem Fusse steht;
Bleib unbewegt/ und lerne wie es geht/
Gutt oder schlimm/ mit gleichem Auge sehn.
Liebe und Zorn

Lieb und Zorn erhizt die Jugend/ Toller
Wahn und Eitelkeit Stihlt der Menschen
beste Zeit/ Mittel-Straße führt zur
Tugend. Kohlen die am meisten
rauchen Sind am mindsten zu gebra
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Bild eines Frauenzimmers

Man lösche/ weil es geht/ der Jugend heisse Flammen/
Wie bald schlägt über uns der Jahre Last zusammen.
Ein Glaß

Man lösche/ weil es geht/ des Durstes strenge Flammen/
Wir kommen doch so jung nicht wiederum zusammen.
Taback: übersezt aus dem Barclayo

Pflantze/ deren Rauch das Gifft Bunter
Schlangen übertrifft/ Welche die Natur
verbannt In ein weit-entlegnes Land. Wo
der Wilden tummer Geist Seine Larven
Götter heist/ Wo
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Beschwer über den Bart

Was ist bey schönem Mund ein starck
gewachsner Bart/ Der Liebe Wespen-Nest/
ein Dornstrauch um die Rosen/ Ein
Stoppel süsser Frucht/ ein scharffer
Distel-Zaun/ Ein Schrancken/ welchen wir
de
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Abschied von gutten Freunden

Was soll die trunckne Feder
schreiben?Was aus des Hertzens Grunde
quillt/Worzu mich Lieb und Treue
treiben/Die Oder/ Mayn und Rhein
beständigst unterhilt.Nimm an diß
Denckmahl me
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Wer Liebe meiden will

Wer Liebe meiden will/ dem sey der Mund geschlossen:
Sie spielt sich bey uns ein durch Schwätzen/ Spiel und Possen.