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Gedichte - Heinrich Beitzke


Alpenmorgen

(Im Oezthal) Ich brech` ich auf beim
ersten Strahle, Aufwärts zu gehn im
Alpenthale. Ich wand`re still in
Waldesnacht, Noch ist die Sonne nicht
erwacht. Der N
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Kampf

Ach, armes Herz, was sinn`st du hin und
her, Ein eitler Traum ist doch dein
ganzes Denken. Und darin willst du
einzig dich versenken, Giebts denn auf
Erden keine And`re mehr?
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An den General-Lieutenant von Sohr

Als er aus dem activem Dienst
schied. Ein alter tapfrer Reiter
sitzt nicht mehr auf zu Roß, Zu
führen die Geschwader in wilder Feinde
Troß; Er hing den tapfern Säbel wohl
auf in
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Gute Nacht

Am Abend spät, den Mantel
umgeschlagen, Geleitet nur vom
Dämmerlicht der Sterne, Geh` ich durch
ihre Straße noch so gerne, Um der
Geliebten süße Nacht zu sagen. Ihr
Zimm
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Schmerz

Am Sonntag-Morgen ging ich vor das
Thor, Die jungen Blätter waren
aufgeschlossen, Ich sah im Garten schon
die Tulpen sprossen Und freute mich an
ihrem bunten Flor. Die Luft
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Unter den fünf Eichen von Dalwitz bei Carlsbad,

an Theodor Körner. Hier weiltest Du,
von ed`lem Schmerz durchdrungen, Ob
Deines Vaterlandes bitt`rer
Schmach, Als dieses noch in
Sklavenfesseln lag. Und dennoch war die
Brus
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An die Geschwister Strasser

Anna, Amalie, Caroline und Seppi, aus
dem Zillerthale Tyrols. Sagt an, wie
macht Ihr`s, daß ein Lied Von Euch das
tiefste Herz durchglüh`t, Daß kaum
entzückt ein and`rer
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König Hakeins Traum

Auf dem Dache des Alkazars, Unter
schatt`gen Palmenbäumen, Pflegte
Abends König Hakem Gern im Ramadan zu
säumen. Hinter der Morena
Gipfeln Gleitet jetzt die Sonne n
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Andalusien

Auf den Thalen Andalusiens Schwebt ein
Aether glanzdurchwoben Und der stolze
Phöbus lenkt dort Mitten durch den
Himmel droben. Aus den Klüften der
Sierren Stürzen r
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Der letzte Seufzer des Mohren

Auf der Höh` von Zafaraya, Nordwärts
bang` den Blick gewendet, Hielt Boabdil
el Zogoybi, Der unseel`ge
Mohrenkönig. Von der Höh` von
Zafaraya Sah hinab er auf die
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Weite Aussicht

Auf ödem Eiland schläft im
Atlasmeere Der Cäsar, der die stolzen
Legionen Durch alle Länder trieb und
brach die Kronen, Bis er erlag Europa`s
ganzem Heere. Die Welt ist m
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Angehender Frühling

Aus fernem Land` sind kommen Die
Kranich` und die Störch`, Vom guten
Hirten ward schon Gepredigt in der
Kirch`. Die Sonne strahlt so
milde, Hat gar einen warmen Schei
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Der Achenfall in der Kriml (Pinzgau)

Aus Gletschermilch zusammen
geronnen Und tausend kühlen
Alpenbronnen, Will in den obern
Felsrevieren Ein starker Fluß den Pfad
probiren. Ein Abgrund thut sich auf,
gar scha
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Bajesid und Timur

Bajesid, der Wetterstrahl im
Kampfe, Der mit wildem Grimm die
Völker schreckte, Hatte abgelegt den
Säbel Osman`s, Und von Schlachten und
vom Würgen müde, Saß er stolz in
seinem
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Gruß an Seine Majestät den König

Bei seiner Ankunft in Stargard in
Pommern im September 1834. Willkommen
Friedrich Wilhelm hier! Wir sehnten uns
so lang nach Dir. Neu glänzt der
Freude Heller Strahl, Sei un
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Am Jubiläum des Obersten von Beyer

Bei Tafel gesungen. Es weilt in
unserm frohen Kreis Ein Held, von
Locken silberweiß, Sein Auge blitzte
sonst so kühn, Es ist der Held von
Labiczyn! *) Wo son
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Auf dem Pöstlingberg bei Linz

Beim graden Kirchlein auf der Höh` Zur
weißen Stadt ich niederseh`, Wo aus
dem Felsenthor gezogen, Hervor der
Donau Fluten wogen. Sie reisen stolz
durch Oesterreich
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An Calderon

Calderon, an welchen
Zauberstrand, Beglänzt von einem
Schimmer von dort oben, Von
Blüthenschmch, von Duft und Klang
durchwoben, Hast Du die trunk`ne Seele
mir gebannt! Hier
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Das kleine Käthchen und die Schneeglöckchen

Das kleine Käthchen, das putzte sich
schön, Es wollt` mit der Mutter zum
Feste gehn. Es war ein knospiges
schlankes Ding, An dem doch manches
Auge schon hieng. Sie
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Das kranke Käthchen

Das liebe, kleine Kä`thchen Lag krank
so viele Wochen, Es war der Wangen
Blüthe Der Lippe Roth
gebrochen. Die duft`ge rothe
Rose, Sie war verbleicht zur weißen.
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Der betrogene Geist

Der alte Komthur ließ nimmer ab, Er
stieg um Mitternacht aus dem Grab. Er
ging zum Schloß hinauf die
Stieg`n, Ließ Saal und Zimmer hinter
sich lieg`n, Und in dem
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Frühling

Der Frühling weh`t und schauert. Die
Ahorn und die Linden, Sie glüh`n in
duft`ger Fülle Und säuseln so
melodisch, Erzählen sich von
Träumen In langen Winternächten. —
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Wiedersehen

Der Ruf zur Heimath war an mich
ergangen, Da flog ich freudig über
Thal und Höhen Cora ist heim, ich
dürft` sie wiedersehen, Es ist
erfüllt mein Träumen und
Verlangen. M
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Venedig, Piazza di San Marco

Die Kirchen und Palläste, die im
Norden Wir aus gebrannten Steinen
auferbauen, Sie sind vom Schnee und
Regen, von den rauhen Und eis`gen
Nebelwinden schwarz geworden. Doch h
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Frühling

Die Regenwolken, wild vom Nord
getragen, Die dunkelgrau sich gössen
über`s Land, Sie sind zerrissen und
hinweg gebannt, Neu wird der Lenz schon
auf die Flur sich wagen. Die
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Lombardei

Dies Land, wie eins Tenne platt und
eben, Von Maulbeerbäumen kreuz und
quer durchschnitten, Mit ew`gem
türk`schen Weizen in der
Mitten, Langweiligers kann`s nicht auf
Erden geben.
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An eine im Käfig singende Nachtigall

Du armer Sänger! — welche tiefen
Klagen Entsteigen Dir im Schmerz und
innerm Bangen! Denn ach, Du holder
Liebling bist gefangen, — Und Deine
Dränger freu`n sich Deiner Plagen.
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Tegernsee

Du süßes Kind der frischen
Alpenflur, Wie grün und duftig deine
Wellen glühen, Um welche sanft sich
luft`ge Berge ziehen, Die klar umwölbt
des Himmels Goldazur! Und hät
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An Petrarca

Du, den mit immergrünen
Lorbeerkronen Die Muse einst im Capitol
geschmückt, Als Du Italien durch
Liedesklang entzückt, Der ewig wird
auf allen Lippen wohnen; Petrarka Du,

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Frühling im Winter

Ein eis`ger Nebel weh`te Die lange
Winternacht, Und hat die dürren
Bäume Ganz weiß von Reif
gemacht. Die kalte
Morgensonne Gießt, durch das reine
Blau Die S
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Das verlorne Land

Ein goldnes Zauberland Denk ich mir
noch in Träumen, Von Morgenroth
umspannt, Voll Blüthen an den
Bäumen. Wie wiegt die Seele
schön Sich dann auf Rosenschwingen!
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Die Adelsberger Höhle in Krain

Ein kahler Berg, besä`t von grauen
Steinen, Ragt vor in einer weiten
Felsenwüste, Wo hie und da ein armes
Bäumchen sprießte. — Ein träger
Bach, von dem ich möchte meinen, Er
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Die Nachricht

Ein Schreiben hab` ich kürzlich erst
gelesen, Es war nicht lang, — doch
für mich lang genug. — Recht witzig
war`s und heiter, Zug für Zug, Für
And`re gar ergötzlich wär`s gewesen.
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Die drei Gänse

Eine Fabel. Es flogen drei Gänse
wohl über`s Meer, Die Alte mit ihren
Jungen. Sie kamen ferne von Welschland
her, Es gefiel ihnen nicht in der
Heimath mehr, Wo sie f
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In der Mai-Nacht vor Coras Fenster

Eine Phantasie. Wie süß und weich
die duft`ge Lenzesnacht! Der Garten
steht in vollem Blüthenprangen. Des
Erdenfrühlings höchste
Zauberpracht, Sein Silberblick ist
schim
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Alle Müh umsonst

Es ist umsonst, — umsonst mein stetes
Mühen, Sie zu verbannen aus des
Herzens Räumen, Und schelt` ich noch
so sehr mein eitles Träumen, Ich kann
dem mächt`gen Zauber nicht entfliehen.
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Eigene Wahl

Es liegen überm Sternenheere droben So
reiche Loose für die
Menschenkinder: Ergrünte Lorbeer`n
für die Ueberwinder, Für Dichter
Kränze, unverwelkt gewoben. Und
Königsk
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Auf dem Markusthurm

Es liegt die weite Stadt zu meinen
Füßen, — Au deren Rand die grimmen
Wogen nagen, Die meilenweit um sie den
Gürtel schlagen, Umsonst sie zu
verschlingen sich ergießen.
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Die üble Nachtfahrt

Es saßen in Straßburg im Hof zum
Geist Zwölf Ritter und zechten
allermeist. Sie kamen am Abend noch
nicht vom Ort Und tranken noch munter
bis Mitternacht fort. Es
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Das schöne Antlitz

Es stand in ihrem Antlitz, So blühend
wie der Mai, Geschrieben Mild` und
Unschuld Und Glauben, Lieb` und
Treu. In ihren großen
Augen Schwarz, wie des Bergland`s See`
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Schillers Ruhm

Für das Album bestimmt. Im lieben,
segensreichen Schwabenlande, Vom
rebengold`nen Neckarstrom
durchflossen, Wo so viel duft`ge Lieder
sind entsprossen, Erzog Apoll ihn selbs
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Graf Werner

Graf Werner klopft an Emmy`s
Thür` Beim letzten Abendschein; Das
Fräulein späh`te schnell hinaus, Ob`s
möcht` ihr Liebster sein. O holde
Emmy, mach` mir auf Und la
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Die vielfache Schrift

Hab` so oft aus heißen
Herzenstrieben O Cora, Deines Namens
süße Zeichen, Deß holdem Klang
nichts kann auf Erden gleichen, Auf
jedes Blatt, auf Rind` und Laub
geschrieben.
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Abentheuer

Hatt` einst ein süßes Liebchen, Die
war gar hübsch und fein; Sah jüngst
einen ganzen Abend In ihr lieb`s
Aeugelein. Sie machte sich sehr
niedlich, Gab manchen Lieb
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Regensburg

Hier schlägt das Herz mir hoch und
höher, Je näher kommt der alte
Strom, Je höher steigt der stumpfe
Dom Und wie die Gegend frei und
näher. Ich wand`re hin der Brücke
Pfad
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Mahnung

Ich bin Soldat — und schäme mich der
Schwäche, Daß mir ein Mädchen ganz
das Herz verwirret; Daß es mir so den
Geistesblick umflirret, Daß ich von
ihr singe, denk` und spreche.
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Entschuldigung

Ich habe viel gesungen Von herber
Liebespein, Und wer es lies`t, dem wird
es Zu viel geklaget sein. Und doch,
wie konnt` ich anders, Da es mein Herz
gebot? Ich
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Uebersteigung des Timmeltsjochs

Ich hatte vor des Tages erstem
Scheine Das hohe Bergjoch rüstig
überstiegen; Tief unter mir sah ich
die Senten liegen, Die Quellen alle
hörten auf zu rauschen, Es war kein
Ton von
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Abschied

Ich lebte vierzehn Monden, — kurze
Zeit, — Mit Wonn` und Weh in meines
Lieblings Blicken Und trank mit
durst`gen Zügen das Entzücken Aus so
viel Reiz und Mädchenlieblichkeit.
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Coras Angesicht

Ich sah ein Mädchen — sah`st Du`s
Armer nicht, So weiß`t Du nicht, was
Mild` und Reiz bedeuten, Wie Phantasie
und Geist und Seele streiten In einem
holden Mädchenangesicht.
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Vor der Markuskirche

Ich stehe und betrachte stumm die
Pforte Des Eingangs der St.
Markuskathedrale. Ein Bild durchzuckt
mich jetzt mit einem Male, Denn es
geschah was Großes an dem
Orte. Verlas
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Obtschina

Ich steh` am Felsenrande Bei Obtschina
auf der Höh`, Zu meinen Füßen
schlummert Die adriat`sche See. Die
Sonne senkt sich eben Hinab ins Meer
zur Ruh` Und ei
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Seefahrt

Ich stieg am Abend ein ins Schiff am
Hafen Triestus, ganz versenkt in
kühnes Träumen, Am Morgen in Venedigs
Pracht zu säumen Und dachte nicht der
Schrecken, die mich trafen.
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Im Isarthale

Ich wand`re früh beim
Morgenstrahl Entlang das grüne
Alpenthal, An mir vorbei an beiden
Seiten Die hohen Bergeshalden
gleiten. Der Bach mit Sang
hinunterflieh`t, Ich
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Vorwort

Ich will es wagen, Die kleinen Buben
in die Welt zu jagen. — Ich habe sie
nicht ohne Fleiß erzogen Und Vieles
lang erwogen; Sie mögen`s aller
Seiten Versuchen, sich z
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Walhalla

Im Baierland, von Marmorstein
erbauet, Ragt vor ein Tempel an der
Donau Bord, Mitten in Deutschland an
erhab`nem Ort, Der weit bis zu den
Alpenfirnen schauet. Was von der Gri
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An Klopstock

Im Schlaf, — bedeckt von trübem
Nebelflore, Lag meines Volkes Sprache
noch gebunden. Des Liedes reine Blüthe
war entschwunden Und nur das Welsche
schmeichelte dem Ohre. D
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Maria-Zell in Steyermark

In frischer Berge lieblicher
Umarmung, Im Blumengrund auf weichem
Grün gebettet, Rings von
verschwieg`ner Waldesnacht
umkettet, Liegt hier der hehre Tempel
der Erbarmung. Hi
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Norwegens alter König

In seiner Hofburg Hallen, An
Drontheim`s Felsenstrand, Im Kreise der
Vasallen Norwegens König
stand. Lang` hab` ich Euch
regieret, Im Frieden und im Krieg, Ste
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Dom zu Mailand

In weiter Eb`ne, im Lombardenland Liegt
Mailand, — angesichts der
Alpenfirnen, Die mit den ewig
eisbedeckten Stirnen Aufragen zu des
Himmels blauem Rand. — Und in der
leu
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Abschied

Indem ich ungern steure nach dem
Lande Und rückwärts oft zur Stadt die
Blicke richte, Erscheint mir alles wie
im Zauberlichte, Wie in
romantisch-feeigem Gewande. Wahr
ist`s
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Geist und Herz

Je dunkler rings die Nacht sich senkt
hernieder, Je schauriger die Oede mich
umwindet, Je mehr dem Geist auch jede
Hoffnung schwindet, Um desto kühner
hebt das Herz sich wieder.
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Herzensnachklang

Jetzt, wo die Frühlingslüfte So lau
die Flur durchwehen Durchzieht mich oft
ein Schauer, Wie lange nicht
geschehen: Ach Herz, mein süßes
Herzchen, Mein liebes Kind
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Salzburg

Juvavium, schönste Perle in
Smaragden, Juwel, der schimmert an des
Stromes Rande, Du Eldorado aus dem
Mährchenlande, Was ist auf Erden dir
noch gleich zu achten! Was wir in
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Die borromäischen Inseln

Man hat so viel geschrieben und
gesonnen, Wo wohl der Sel`gen Inseln
auszuspähen, Worauf der Hesperiden
Gärten stehen; Jetzt hab` ich volle
Kunde deß` gewonnen. Ich habe b
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Das faule Gretchen

Nach dem Fragment eines
Volksliedes. Das kleine Gretchen
schlief so lang, Der Morgen war schon
weit. Im Wald` der Vögel Lied
erklang, Der Hirt war auf der
Weid`; Da k
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Leupold und Jutta

Nach eimer alten Dichtung. Herr
Leupold ersteiget um Mitternacht Die
Zelle, wo Jutta sein Liebchen
wacht. Er bringt sie zu Boden, er
trägt sie zu Roß Und sprengt vo
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Die traurige Rückkehr

Nach einer plattdeutschen Sage. Herr
Hagen kehrt von der Reise weit Zur
Heimath wieder voll großer
Freud`. Jetzt reitet er munter hinein
in den Wald, Da begegnet ihm
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Charade an Cora

Nichts Hold`res giebt es als die ersten
Beiden, Sie nehmen mir die Seele gleich
gefangen, Ich schau` sie nur mit Zagen
und mit Bangen Und möcht` sie doch um
keinen Preis vermeiden.
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Fürbitte für Waldheim

O schiff`t vorüber all` ihr rauhen
Winde, Durchsaust mir nicht dies
Dörfchen und Gefild. Du grauser Blitz,
sei nicht so grimm und wild, Verschone
mir die Au` und sei gelinde.
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Meiner Mutter Grabschrift

Schlaf wohl, Du theure Mutter, ruh` in
Frieden, Ruh` hier in Deiner kühlen
Erde aus! Die Noth, der Schmerz, die
Sorgen sind geschieden, Die Stürme
finden nicht Dein stilles Haus. D
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Cora am Meer

Sie steht an meinem heimathlichen
Strand Und schaut ins brausende Getös`
der Wogen, Da wo ich schon als Knab` so
gerne stand, Wenn ich der Schule
ernstem Zwang entflogen, Ja, wo mic
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Neidenswerthes Loos

Sind doch so viele Schlösser rings im
Land, Um die sich holde Blüthengärten
schlingen, So viele Haine, wo die
Vögel singen, So viele Au`n an klarer
Bäche Rand! — Vom R
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Resignation

So fahr` denn hin, du süßes
Traumesblüh`n, Es ist nun aus und alle
Zweifel enden. — Konnt` ich denn
Felsen rücken mit den Händen, Die
Wolken lenken, die am Himmel zieh`n?
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Treue

So manches holde
Mädchenangesicht Erblick` ich hier in
zartem Reize blühend, Und Augen,
sehnsuchtsmild und
flammensprühend; Doch sind es Cora`s
süße Sterne nicht. Auch m
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Comer See

Still glänzt der See, umragt von
Alpenzinken, Die hoch bis in den Himmel
sich verlieren; Die Ufer stolze Städt`
und Schlösser zieren, Die schwankend
in dem weiten Spiegel blinken.
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Richard Löwenherz vor Joppe

Tapfer war Rinald im heil`gen
Streite, Tapfrer Bohemund, Bouillon und
Tankred; Doch der tapferste war König
Richard, Er, der löwenherz`ge Held und
Sänger. Sultan Saladin w
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Zueignung an Cora

Wenn diese Lieder, die ich Dir gesungen,
In fernem Lande schlagen an Dein Ohr,
So tauchen wohl die Bilder Dir hervor
Aus einer Zeit, die lange schon
verklungen. Dann fühl
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Störung im Heiligen

Wenn ich am Abend nach vollbrachtem
Streben, Mich einsam hingestreckt zur
Ruh` und sinne, Und in der heil`gen
Stille nun beginne Zur Andacht meine
Seele zu erheben; Und aus d
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In Carlsbad

Wenn ich den Blick auf diese Berge
richte, Die in dem Grün von Wald und
Gärten prangen, Von denen eng` das
Städtchen liegt umfangen, So möcht`
ich alles preisen im Gedichte.
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Welch eine Stadt!

Wenn ich dies Labyrinth der Stadt
durchzogen, Auf Gondeln schiffte,
überstieg die Brücken, So faßt aufs
neu mich Staunen und Entzücken, Hab`
ich im Geist die Zauber all`
durchflogen.
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Lebensernst

Wenn ich in Zeiten, die nun längst
vergangen, Erwacht` aus lichten, bunten
Frühlingsträumen, So pflegte wachend
noch mein Traum zu säumen Und trug
mich glücklich durch des Lebens Bange
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Mißverständniß

Wenn ich mit Mädchen freundlich Scherze
treibe, So necken mich wohl Freunde hin
und wieder, Sie glauben mich in Amors
Fesseln nieder Und rathen mir, daß ich
gelassen bleibe.
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Ueber Ruhm Liebe

Wie Colon einst, der grausen Fahr
entronnen, Die ihn umrungen auf
Atlantis Wogen, Die, unermessen, nie
ein Kiel durchflogen, Ans Land stieg,
hell beglänzt von India`s Sonnen;
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Steigen und Sinken

Wie eis`ger Reif fällt auf die
Blüthenflur, Wie wenn im Lenz aus
gift`ger Wolken Graum Der Mehlthau
träuft auf Feld und grüne Auen Und
tobtet alle Keime der Natur; So ist
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Der schöne Klang

Wie klingt so süß ihr Name schon dem
Ohr, Ich nenn` ihn oft in meinem
stillen Zimmer: Ach Cora, holde, liebe
Cora! — Nimmer Liegt solch` ein
Wohlklang in Apollo`s Rohre.
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Lieb und Pflicht

Wie schwer ist`s, wenn ich ihr ins
Antlitz sehe, Zum Herzen hinzudrücken
all` die Gluten, Die lebenswarm den
Busen mir durchfluten Und immer steigen
zu der Lippen Nähe! Zu
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Oede

Wie träg` und öd` dahin die Monden
zieh`n! — Ein Tag weicht andern
freudenlosen Tagen Einsam und farblos
und nur reich an Plagen; So schleicht
ein langes, banges Jahr dahin. —
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Warnung

Willst Du Venedigs Reize ganz
genießen Und denkst so viele Wunder zu
durchmessen, So mußt Du halb die
Gegenwart vergessen, Sonst könnten
leicht der Wehmuth Thränen fließen.
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Neue Trennung

Wir hatten uns aufs Land hinaus
begeben, Nicht wollte Cora fehlen bei
der Freude, Bald meiden wir das Land
der Heimath beide: Ich soll scholl
morgen fort zu neuem Streben. Da
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Coras Zauber

Wo ist, die reichern Herzens ist als
sie! Wie dämmert aus den geistbelebten
Mienen Der Liebe Traum, so reizend nie
erschienen, Wie spielt um ihren Geist
die Phantasie! So s
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Der rosge Morgen

Wä`r` einst der ros`ge Morgen
aufgestiegen, Wo des Geschickes viel
verschlung`ne Schranken Gefallen sind,
die [?] mich umranken Und alle Zweifel
machtlos vor mir liegen; Dü
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